Statistik

Erschreckend! 150 Kinder pro Schulklasse in Bayern

Wenn Baby Maximilian in sechs Jahren eingeschult wird, dann wird er in seiner Klasse gleich auf mehrere Namensvetter treffen.

Das berichtete die Augsburger Allgemeine vor kurzem anlässlich der Vorstellung der beliebtesten Vornamen Augsburgs. Die genaue Zahl der Maximilians wurde leider nicht gemeldet. In ganz Bayern haben im Geburtsjahrgang 2013 2 Prozent aller Kinder Maximilian als ersten oder zweiten Vornamen bekommen. Durchschnittlich betrachtet kommen demnach ungefähr 2 Maximilians auf 100 Kinder. Mehrere Namensvetter in einer Klasse, das bedeutet darum mindestens drei Kinder mit dem gleichen Namen. Statistisch betrachtet ist das wahrscheinlich bei einer Klassenstärke von ungefähr 150 Kindern.

Wenn die Augsburger Allgemeine eine verlässliche Quelle ist, dann herrschen in Bayern erschreckende Zustände: 150 Kinder pro Schulklasse! Kein Wunder, dass die Schulen Bayerns so einen schlechten Ruf haben.

Augsburg © SeanPavonePhoto - Fotolia.com

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Das L ist der beliebteste Anfangsbuchstabe

16 % aller Kinder des Geburtsjahrgangs 2013 haben einen ersten Vornamen, der mit dem Buchstaben L anfängt. Das L ist somit Deutschlands beliebtester Anfangsbuchstabe, was Vornamen angeht.

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Aufsteiger und Absteiger 2013

Die Vornamen Henry und Emilia sind eindeutig im Aufwärtstrend. Mag sein, dass es Namen gibt, die in der Hitliste einen größeren Sprung im Vergleich zum Vorjahr gemacht haben, das habe ich nicht untersucht. Um die Aufsteiger und Absteiger bei den Vornamen des Jahrgangs 2013 zu ermitteln, habe ich erhoben, wie groß der Anteil des Namens an allen Kindern des Jahrgangs ist und den Wert mit dem Anteil im Zeitraum von 2010 bis 2012 verglichen. Diese Methode scheint mir aussagekräftiger zu sein als nur zwei Jahrgänge zu betrachten.

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Herrn Bielefelds großer Tag

Wie oft sein Telefon heute klingeln wird – Knud Bielefeld kann es nicht sagen. „Wahrscheinlich aber weit öfter als sonst.“ Und es werden ungewöhnlichere Anrufe sein als sie 46-jährige Familienväter aus Kleinstädten sonst erreichen, an einem x-beliebigen Montag. Weil dieser 30. Dezember eben kein x-beliebiger, sondern der Tag ist, an dem der Wirtschaftsinformatiker aus Ahrensburg bei Hamburg sich zu Deutschlands meistgefragter Koryphäe in Sachen Vornamen mausert: Heute veröffentlicht Bielefeld seine Liste der 2013 am häufigsten vergebenen Vornamen. Ein Thema, das die Medien alljährlich freudig aufnehmen.

Als ich Bielefeld zwei Tage vor Tag X befrage, kommt er gerade aus einem Interview für „Heute“ (Sendetermin voraussichtlich heute ab 13 Uhr). Denn natürlich will man beim ZDF bestens vorbereitet sein. So kann es weitergehen! 182.945 Geburtsmeldungen aus ganz Deutschland haben Bielefeld und sein Team – sechs Frauen und ein Mann – in diesem Jahr gesammelt und ausgewertet, das sind 27 Prozent aller 2013 geborenen Babys. Für Bielefeld ist es seit 2006 die achte Hitliste, die er quasi live systematisch erstellt. Und die Sieger heißen 2013 (mal wieder): Mia und Ben.

Zweitnamenstatistik 2013

Michael ist ja eigentlich ein total unmoderner Vorname. Bei den Zweitnamen hat er es aber 2013 in die Top 10 geschafft. In der Zweitnamenstatistik kommen altmodische Namen sowieso wesentlich häufiger vor als in der Hitliste der beliebtesten ersten Vornamen. Das liegt daran, dass in vielen Familien die Tradition der Nachbenennung gepflegt wird. So bekommen viele Kinder als zweiten Vornamen den Vornamen ihrer Paten, Eltern oder Großeltern. Und Paten, Eltern und Großeltern haben typischerweise altmodische Vornamen.

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Schlechter Tag für Redaktionspraktikanten

Unzählige Redaktionspraktikanten haben gestern den Auftrag bekommen, eine animierte Grafik mit den beliebtesten Vornamen der deutschen Bundesländer der letzten Jahrzehnte zu erstellen. Was dazu führte, dass mich unzählige Redaktionspraktikanten gefragt haben, ob ich Ihnen nicht eine Liste der beliebtesten Vornamen je Bundesland für die letzten Jahrzehnte zur Verfügung stellen könne. Das konnte ich leider nicht, denn meine Daten sind erst für die Jahrgänge seit 2008 so umfangreich, dass man daraus aussagekräftige Bundesländerstatistiken erstellen kann. So viel ich weiß, gibt es auch keine anderen brauchbaren Quellen für diesen Zweck. Daher ist auch noch keine entsprechende Grafik in den Online-Medien aufgetaucht. Das war ein schlechter Tag für Redaktionspraktikanten.

Wie sind die unzähligen Redaktionen nur auf diese Idee gekommen? Könnte an der animierten Grafik mit den beliebtesten Mädchennamen je US-Bundesstaat liegen, die gestern überall rumgereicht wurde.

Solche umfassenden Vornamenstatistiken wie in den USA gibt es in Deutschland leider nicht.

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Kackfrech, die Gesellschaft für deutsche Sprache

Da behauptet die Gesellschaft für deutsche Sprache doch kackfrech, ihre Studie zu den beliebtesten Vornamen wäre die einzige repräsentative in Deutschland. Dabei gibt es doch auch die Auswertung durch das Namenkundliche Zentrum der Universität Leipzig und nicht zuletzt meine eigene Vornamenstatistik.

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Die einzig wahre Vornamenstatistik

Für die Hitlisten der beliebtesten Vornamen zähle ich nicht einfach alle Vornamen. Tatsächlich bearbeite ich die Listen, in dem ich gleichklingende Vornamen, die sich nur durch die Schreibweise unterscheiden, zusammenfasse (z. B. Hannah & Hanna, Lukas & Lucas). Ich meine,dass die nach dieser Methode ermittelte Rangliste am besten wiedergibt, welches die beliebtesten Vornamen sind. Falls jemand anderer Meinung ist, so besteht kein Grund mehr, traurig zu sein! Ich habe meine Datenbank jetzt auch mal anders ausgewertet, nämlich ohne gleichklingende Namen zusammenzufassen:

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