Promibabys Genevieve, Lautaro und Luise

Daniel Günther (Ministerpräsident von Schleswig-Holstein) ist Vater eine Tochter namens Luise geworden.

Die Beach-Volleyballerin Kira Walkenhorst hat ihre Drillinge Emma, Pepe und Mo genannt.

Drei Fußballer haben Söhne bekommen: Len (Vater Sven Ulreich), Bas Antonius (Vater Benedikt Höwedes) und Lautaro (Vater Luis Suárez).

Zum Schluss ein paar Babynamen aus der amerikanischen Schauspieler-Szene: Genevieve heißt die Tochter von Kate Upton; Banks Violet Bair hat Hilary Duff ihre Tochter genannt; die Tochter von Tiffany Thornton hat den Namen Juliet Joy bekommen; Josh Brolin ist Vater eines Sohnes namens Westlyn Reign geworden.

Die neue Bruchstückmode

Tafel Schokolade © by-studio - fotolia.com
Schokolade © by-studio – fotolia.com

Kurz und weich, hell und bedeutungslos – solche Namen mischen jetzt ganz vorn in den Favoritenlisten werdender Eltern mit. Konkret meine ich die Jungennamen Lias und Lian, die schon seit ein paar Jahren für mütterliche (und väterliche?!) Entzückensrufe sorgen. Was mag dahinterstehen? „Elias ist ja toll, aber so häufig“? „Nee, Schatz, Elias klingt mir zu sehr nach Mönch“? Die enorme Beliebtheit von mit L beginnenden Namen mischt sicher auch mit. La-le-lu, nur der Mann im Mond schaut zu. Lian steht in Deutschland aktuell auf Platz 80, Lias auf 89.

Für mich sind beides bloße Endsilben, Elias, MaximilianJulian oder Kilian bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt (Entschuldigung!). Deshalb sind diese Namen auch ohne Bedeutung in dem Sinne, dass Elias „Mein Gott ist Jahwe“ oder Maximilian „Der Größte“ bedeutet – was für viele aber ohnehin keine Rolle spielt. Je nach Gusto lässt sich Lian auch aus dem Chinesischen ableiten und bedeutet dann „anmutiger Weidenbaum“, aha. Mir sind Lias und Lian zu weich für einen Mann, das gebe ich gerne zu. Lian ist sogar unisex, für Mädchen aber kaum gebräuchlich.

Wer kommt auf der Suche nach Novitäten wohl als Nächstes unters Messer: Fa-Bian oder To-Bias? Da-Mian oder Jere-Mias? Den Namen Milian (Platz 329, von Maximilian?) habe ich auch schon gesichtet. „Der Kurze“ – so nennen manche Väter (und Mütter?!) ihren Sohn. Mit einem Bruchstücknamen wie Lias oder Lian bekommt diese Bezeichnung eine ganz neue Note.

Ein Name, auf den ich in der Hitliste noch warte, ist Philias. Bekannt ist er aus Klatschmedien und von „The Voice Kids“, der Sohn des deutschen Schauspielerpaars Seeberg-Martinek wird so genannt. Eigentlich heißt der zwölfjährige stimmgewaltige, aber für sein Alter klein geratene Knabe Philip-Elias. Die Namensverkürzung und -verschmelzung gefällt mir hier sogar recht gut, vielleicht weil der härtere Phi-Laut dazukommt oder weil ich mich an Phileas Fogg (Jules Verne!) erinnert fühle.

Babynamen der Woche 45/2018

Melodee * Jukka * Lennart Falk * Salia Tiana * Ben Loki * Miana * Jördis Elouise * Helene Anneliese * Liah Elly Arémia * Nilas Jerome * Tom Theodor * AnitaSherin * Tjark Alfons * Sally * Kyani * Oscar Fynn * Eline * Lion Martin Otto * Feenja * Sherko-Louis * Deren Enea * Elvis * Liothan Jose * Solène * Enni Henriette * Tamim * Asya Meryem * Niclas-Christian * Yasmina Madlin * Lias-Levi

Babynamen der Woche 45/2018

Wird’s ein kleiner Ernst-August?!?

Der Bürger mit dem Pseudonym Jan Wilhelms kommentiert hier im Blog zwar sehr viel und häufig, aber richtig spannend ist das selten. Er wiederholt sich leider häufig – inzwischen wissen alle, dass er sich zur Unterschicht zählt und keine Bionade mag.

Um so größer die Überraschung, als er in kurzer Folge gleich zwei neue Informationen preisgab. So schrieb er etwas über sein berufliches Umfeld. Wer hätte gedacht, dass er neben dem ausschweifenden Kommentieren hier auch noch Zeit für einen Beruf hat?

Noch aufregender fand ich die Enthüllung, dass Jan Wilhelms plant, Vater zu werden. Das ist natürlich der Burner in einem Vornamens-Forum! Darum jetzt meine Frage an fast* alle Leser: Wie soll sein Kind heißen?

*Jan Wilhelms darf nicht mitmachen.

Die beliebtesten Babynamen aus Paris (2017)

Palais du Luxembourg

In Paris, der Hauptstadt der Republik Frankreich, waren 2017 Louise und Gabriel die beliebtesten Babynamen.

Mädchen Jungen
  1. Louise
  2. Alice
  3. Chloé
  4. Jeanne
  5. Emma
  6. Anna
  7. Inès
  8. Sarah
  9. Lina
  10. Rose
  11. Léa
  12. Charlotte
  13. Juliette
  14. Adèle
  15. Victoria
  16. Nina
  17. Sofia
  18. Iris
  19. Lou
  20. Héloïse
  21. Mila
  22. Agathe
  23. Manon
  24. Olivia
  25. Joséphine
  26. Margaux
  27. Lucie
  28. Zoé
  29. Victoire
  30. Romane
  31. Eva
  32. Gabrielle
  33. Apolline
  34. Jade
  35. Camille
  36. Alix
  37. Alma
  38. Mia
  39. Anaïs
  40. Romy
  41. Valentine
  42. Ava
  43. Suzanne
  44. Léonie
  45. Julia
  46. Diane
  47. Mathilde
  48. Maya
  49. Clara
  50. Constance
  51. Madeleine
  52. Nour
  53. Marie
  54. Léna
  55. Aya
  56. Salomé
  57. Margot
  58. Clémence
  59. Noémie
  60. Lisa
  61. Fatoumata
  62. Charlie
  63. Inaya
  64. Garance
  65. Céleste
  66. Mariam
  67. Elsa
  68. Ambre
  69. Elena
  70. Pauline
  71. Yasmine
  72. Aïcha
  73. Anouk
  74. Ella
  75. Alicia
  76. Elisa
  77. Roxane
  78. Esther
  79. Sophia
  80. Sophie
  81. Liv
  82. Lila
  83. Sasha
  84. Sara
  85. Pia
  86. Lola
  87. Nora
  88. Aminata
  89. Raphaëlle
  90. Albane
  91. Luna
  92. Selma
  93. Giulia
  94. Lily
  95. Assia
  96. Daphné
  97. Lise
  98. Éléonore
  99. Thaïs
  100. Fatima
  1. Gabriel
  2. Adam
  3. Raphaël
  4. Louis
  5. Arthur
  6. Victor
  7. Paul
  8. Joseph
  9. Mohamed
  10. Alexandre
  11. Lucas
  12. Augustin
  13. Noah
  14. Gaspard
  15. Léo
  16. Sacha
  17. Antoine
  18. Jules
  19. Oscar
  20. Liam
  21. Martin
  22. Nathan
  23. Isaac
  24. Léon
  25. Aaron
  26. Samuel
  27. Hugo
  28. Axel
  29. Thomas
  30. Maxime
  31. Ethan
  32. Rayan
  33. Simon
  34. Ismaël
  35. Eliott
  36. Noé
  37. Ibrahim
  38. Côme
  39. Basile
  40. Charles
  41. Mathis
  42. Clément
  43. Amir
  44. Marius
  45. Timothée
  46. Auguste
  47. Valentin
  48. Camille
  49. Léonard
  50. Maxence
  51. Adrien
  52. Alexis
  53. Robin
  54. Enzo
  55. Baptiste
  56. Théo
  57. Maël
  58. Yanis
  59. Elias
  60. Gustave
  61. Ulysse
  62. Youssef
  63. Abel
  64. Benjamin
  65. Jean
  66. Naël
  67. Evan
  68. Félix
  69. Marceau
  70. Nolan
  71. Imran
  72. Noam
  73. Ali
  74. David
  75. Pierre
  76. Eden
  77. Lucien
  78. Hector
  79. Octave
  80. Gabin
  81. Tom
  82. Georges
  83. Achille
  84. Solal
  85. Marcel
  86. Joshua
  87. Henri
  88. Léopold
  89. Marin
  90. Ernest
  91. Wassim
  92. Andrea
  93. Kaïs
  94. Daniel
  95. Samy
  96. Ilyes
  97. Moussa
  98. César
  99. Amine
  100. Issa

Babynamen der Woche 44/2018

Heidi * Ella * Bert Ole * Gabriel Leonardo * Alicia Christa * Annays Sabrina * Flora-Emilia * Luisa Rosina * Amaryllis * Iris * Noah Wolfgang * Anja * Lotta Solveig * Florian * Leonard Henri * David Elias * Esteban * Linus Christoph * Eva * Tristan * Valentina Clara Ariana * Helena Anna Aloisia * Adrian Simon Paul * Svea Henrike * Fenia Antonia * Yael Linn * Elian Marius

Zwillinge:

  • Yola Haniya & Ylva Halima
  • Maira Ella & Milane Joyce
  • Louis & Vincent
  • Jannis & Clara
  • Philina & Zoe
  • Kian & Elias

Endlich – ganz einfach den Vornamen ändern!

Morgen, am 1. November 2018, ist in den deutschen Standesämtern mit einem erhöhten Besucheraufkommen zu rechnen (in den katholisch geprägten Bundesländern wegen des Feiertags erst übermorgen). Der Grund ist, das §45a des Personenstandsgesetzes in Kraft tritt und viele Menschen ganz einfach ihren Vornamen ändern können. Das ist der Hintergrund:

Wer mehrere Vornamen hat, kann frei darüber bestimmen, welcher dieser Namen der Rufname sein soll. Als Kind führt man natürlich den Rufnamen, den die Eltern ausgewählt haben. Diese Entscheidung gilt aber nicht zwangsläufig für das ganze Leben, man ist auch nicht an die Wahl der Eltern gebunden. Ob man sich für einen neuen Rufnamen entscheidet, weil der eigene Ruf ruiniert ist oder das Image des Vornamens schlecht ist (Kevin, Adolf), spielt keine Rolle – man kann einfach und unbürokratisch bestimmen, dass man mit einem anderen Rufnamen angesprochen werden möchte.

Schwierigkeiten drohen allerdings in allen Situationen, in denen die maschinenlesbare Zone unserer amtlichen Ausweisdokumente eine Rolle spielt, also vor allem bei internationalen Flugreisen. In der maschinenlesbaren Zone werden die Vornamen kompromisslos in derselben Reihenfolge aufgeführt wie in der Geburtsurkunde, ganz egal welcher der Rufname ist. Wenn Adalbert Chlodwig Müller bei der Reisebuchung nur seinen gebräuchlichen Rufnamen „Chlodwig“ angibt, sind Probleme am Flughafen vorprogrammiert, denn dort ist der Eintrag des Ausweises relevant und der lautet „Adalbert Chlodwig“.

Der neue §45a des Personenstandsgesetzes regelt, dass von diesem Problem betroffene Personen die Reihenfolge ihrer Vornamen offiziell ändern können (nicht müssen!) und so ihren Rufnamen an die erste Stelle setzen können. Ich finde diese Neuerung gut, denn ich weiß von Betroffenen, die ihren Namen ändern wollen. Andererseits erkenne ich keine Nachteile dieser Gesetzesänderung. Wer nicht möchte, muss diese Option ja nicht wahrnehmen.

Was ist zu beachten?

  • Zuständig ist grundsätzlich das Standesamt, in dem das Geburtsregister geführt wird, also normalerweise am Geburtsort. Der Antrag kann aber auch am Wohnort gestellt werden und wird dann weitergeleitet.
  • Bei minderjährigen Kindern müssen sowohl das Kind als auch der gesetzliche Vertreter einverstanden sein. Das Kind muss mindestens 14 Jahre alt sein.
  • Diese Regelung betrifft ausschließlich die neue Sortierung der Vornamen. Mit Bindestrich verbundene Vornamen (Adalbert-Chlodwig) können nicht geändert werden. Es können keine Vornamen gestrichen oder ergänzt werden und auch die Schreibweise kann nicht geändert werden.
  • Ob die Änderung gebührenpflichtig ist und was sie kostet ist nicht einheitlich geregelt. Einzelnen Nachfragen zufolge beträgt die Gebühr zwischen 21 du 30 Euro. Außerdem fallen Gebühren für die Ausstellung neuer Dokumente an (zum Beispiel Personalausweis, Reisepass, Führerschein).
Strichfiguren Recht, Gesetz. (Nr. 14)
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Personenstandsgesetz

§45a Erklärung zur Reihenfolge der Vornamen

(1) Unterliegt der Name einer Person deutschem Recht und hat sie mehrere Vornamen, so kann deren Reihenfolge durch Erklärung des Namensträgers gegenüber dem Standesamt neu bestimmt werden (Vornamensortierung). Eine Änderung der Schreibweise der Vornamen sowie das Hinzufügen von neuen Vornamen oder das Weglassen von Vornamen ist dabei unzulässig; die Artikel 47 und 48 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche und §94 des Bundesvertriebenengesetzes bleiben unberührt. Die Erklärung muss öffentlich beglaubigt werden; sie kann auch von den Standesbeamten beglaubigt oder beurkundet werden.

(2) Ein in der Geschäftsfähigkeit beschränktes Kind, das das 14. Lebensjahr vollendet hat, kann die Erklärung nach Absatz 1 nur selbst abgeben; das Kind bedarf hierzu der Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters.

(3) Zur Entgegennahme der Erklärung ist das Standesamt zuständig, das das Geburtenregister für die Person führt, deren Vornamen neu sortiert werden sollen. Ist die Geburt nicht in einem deutschen Geburtenregister beurkundet, so ist das Standesamt zuständig, das das Eheregister oder Lebenspartnerschaftsregister der Person führt. Ergibt sich danach keine Zuständigkeit, so ist das Standesamt zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich die Person ihren Wohnsitz hat oder zuletzt hatte oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Ergibt sich auch danach keine Zuständigkeit, so ist das Standesamt I in Berlin zuständig.

Die Angst der Mutter vor dem Spitznamen

Ich weiß es nicht, halte es aber für unwahrscheinlich, dass meine Oma sich vor 80 Jahren, als sie ihre erste Tochter bekam, Gedanken über Spitznamen gemacht hat. Meine Tante heißt Waltraud. Ihre Geschwister sprechen sie bis heute mit einer Abwandlung ihres Namens an. Walli, Traudel, Waldi oder gar Walter? Alles falsch, man nennt sie Wallau.

Eingefallen ist mir diese kleine Familiengeschichte, als ich neulich in einer Social-Media-Gruppe den Aufruf einer Schwangeren las: „Wer hat eine Valentina und kann mir berichten, was für Abkürzungen da entstehen? Nur die naheliegenden Tina und Valli oder noch andere/schönere?“ Die Antworten waren indes wenig ermutigend: „Walle wurde die Valentina aus unserer Klasse genannt …“, schrieb da eine (offensichtlich jünger als ich, bei uns gab es keine Valentinas). Übler geht es weiter: „… oder Walli. Aber auch Wal-Ente oder Wal-entina.“ Und eine andere erinnerte sich: „Wir haben eine in der Klasse gehabt und sie immer Walle-Qualle genannt.“ Ui.

Qualle

Wie das Ganze ausgegangen ist, habe ich nicht mehr mitbekommen. Jedenfalls gehört diese Mutter nicht zur Fraktion der Spitznamen-die-uns-nicht-gefallen-werden-wir-unterbinden-Eltern und erst recht nicht zu jenen, die bewusst einen (kurzen) Namen wählen, „den man nicht verhunzen kann“. Sie will einen abkürzbaren Namen, nur eben einen mit einer Kurzform, die ihr gefällt. Finde ich als Kriterium auch legitim. Irgendwie muss man bei der Flut von Namen, die heute zur Wahl stehen – viel mehr als zu Omas Zeiten! –, ja eingrenzen. Ich horche nur auf, wenn ich das Gefühl habe, hier will sich jemand etwas zurechtbiegen wie bei der Frage nach nicht so naheliegenden Spitznamen (die man dann fördern möchte?). Sicher etabliert sich nicht immer die offensichtlichste Kurzform. Sehr oft aber schon, gerade bei Namen, die – und sei es in Teilen (-tina) – gängig sind. Wie sehr können Eltern ihren Einfluss in dieser Frage überhaupt geltend machen?

Wie das manchmal so ist: Nur einen Tag später schlug in derselben Gruppe eine andere Mutter in dieselbe Kerbe. Gesucht waren diesmal „schöne Abkürzungen für den Namen Alessio – außer Ali bitte.“ Schau an, auch der Modename Alessio („Alessio geht’s gut!“) teilt Valentinas „Problem“. Als eine Kommentatorin (italienischer Nachname) die Kurzform „Ale“ vorschlägt, kugelt sich eine andere virtuell vor Lachen: „Klingt türkisch und genauso unschön wie Ali.“ Da nützt auch die Erläuterung nichts, dass der Name in seinem Herkunftsland Italien Ale abgekürzt werde, „wie Valentino, der dann zu Vale (Wale) wird.“

In die Kategorie „Zurechtbiegen“ fällt schließlich noch der Vorschlag, bei Alessio einfach einige Buchstaben zu streichen und ihn Lio zu rufen. Ich weiß ja nicht.