Babynamen der Woche 50/2018

Lorena * Jamie (f) * Avelina * Rebekka Eleonora * Franz Alfred * Linus Nicolas * Luka Konrad * Jan Leonard * Ava Christina * Stella Maris * Viviane Carolina * Noa Olivia * Estelle Fleur * Liz Maresia * Ylvi Solveigh * Brinja Kristiana * Carla Vincenza * Greta Carlotta * Maurus Immanuel * Amara Eva Leandra * Laurenz Julius * Clea Sophie * Océane Amelie * Tizian Dionys * Neele-Fabienne * Chioma Joanna * Till David * Raphaela Martina * Theon Nanuk * Joris Lenny * Elias Ferdinand * Alwina * Xenia Sophia * Tom Corvin * Rosalie Adelheid * Ingmar Jarik * Jonathan Aurel * Livia Cathleen * Maximilian-Alexandro Andreas * Hanneli * Francis Lenny * Lasse Matheo * Jonte Karl

Zwillinge

  • Franziska & Veronika
  • Sophia & Samuel
  • Ludwig & Jakob
  • Annie & Marie
  • Bastian & Paul
  • Theo & Lotte

Vorname des Jahres 2018: Horst

Der bemerkenswerteste Vorname des Jahres 2018 ist Horst.

Seltener geht‘s kaum – ich habe dieses Jahr überhaupt nur ein Kind registriert, das mit erstem Vornamen Horst genannt wurde. Der Junge wurde in Bayern geboren; außerdem gibt es in meiner repräsentativen Stichprobe zwölf Jungen mit Horst als Zweitnamen. Auch in der nahen Zukunft wird es keine Horst-Welle geben, Horst ist alles andere als ein Kandidat für ein Comeback. Schon allein wegen des Konsonantenclusters rst und des Vokals o ist Horst unmodern.

Trotzdem ist Horst der Vorname des Jahres 2018. Wie ist es dazu gekommen? Ich habe mich für Horst entschieden, weil über diesen Vornamen dieses Jahr sehr viel gesprochen und noch mehr gelacht wurde. Die Redensart „sich zum Horst machen“ – also „sich lächerlich machen“ – gibt es schon länger; auch das Schimpfwort Vollhorst (Idiot) ist nicht neu. 2018 sind aber ganz viele kreative Verballhorstungen dazu gekommen: Da droht ein Horst Case Szenario, jemand fordert die Abhorstung, anderswo wird Exhorstzismus praktiziert.

Horst Vorname des Jahres 2018

Ein bisschen Schuld am Horst-Bashing hat Horst Lichter, der mit seiner ZDF-Show Bares für Rares dieses Jahr sogar mehr Sendezeit hatte als alle Wiederholungen von Big Bang Theory auf Pro7 zusammen. Viel häufiger zielt der Spott aber auf Horst Seehofer, der im März 2018 Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat geworden ist. Gut für Seehofer: Er hat noch einen zweiten Vornamen, nämlich Lorenz. Und seit November dieses Jahres darf man ja die Reihenfolge seiner Vornamen in Deutschland offiziell tauschen. Da bietet sich doch ein Neustart als Lorenz Seehofer mit neuem witzefreien Image an. Oder kennt jemand einen Lorenz-Scherz?

Als drittes nun ein Junge, aber wie soll er heißen?

Liebe Namensfetischisten, -experten und -liebhaber!

Ich lese diese Seite seit Jahren, sie gehört zu meinen liebsten im Netz! Was wäre ein Freitag ohne „Vornamen der Woche“! Heute wende ich mich zum ersten Mal an die debattierfreudige Gemeinschaft – es geht um die Suche nach einem Jungennamen.

Fragende Mutter © Miyuki Omori - fotolia.com
Illustration © Miyuki Omori – fotolia.com

Wir erwarten unser drittes Kind, nach zwei Mädchen wird es diesmal ein Bub. Die Namensgebung fällt uns hier noch schwerer als als die letzten beiden Male. Unser Nachname ist einsilbig, vom o in diesem dominiert und wenig klangvoll. Für die Mädchen haben wir uns deswegen für nicht zu schlichte Namen entschieden:
Frederica Apollonia und Carlotta Elisabeth. (Friederike hat eine lange Tradition in meiner Familie, schien mir aber in seiner klassischen Form zu streng. Deswegen Frederica. Carlotta hat sich am dritten Tag nach der Geburt als Rufname gegen Antonia und Elisabeth durchgesetzt. Elisabeth wird in beiden Familien seit Generationen vergeben.)

Für einen Sohn wünschen wir uns einen weniger langen Namen. Klar und klangvoll sollte er sein, aber nicht majestätisch. Deswegen scheiden – obwohl mein Mann Bayer ist – Leopold, Luitpold, Maximilian, Quirin oder Korbinian etc. aus. Wir wohnen auch nicht in Bayern, sondern im Rhein-Main-Gebiet.
Wichtig bei der Auswahl wäre, dass der Rufname zum Zweitname Richard und zum eventuellen Drittnamen Liborius passt. (Beides Familiennamen, aber vor allem Richard als Zweitname ist ziemlich sicher gesetzt.)

Gestern gefiel uns beiden folgender Namen erstaunlich gut:

  • Lorenz

Und die folgenden wurden bislang von keinem von uns augenrollend abgelehnt:

  • Lutz
  • Arthur
  • Georg

Mein Mann mag auch Wenzel, aufgrund seiner böhmischen Wurzeln. Ich hätte nichts gegen einen Titus. Aber vielleicht bringt Ihr uns noch auf ganz andere Ideen?

Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf rege Kommentare.
Herzlichen Dank, Katharina

Babynamen der Woche 49/2018

Jackson-Lennard Jürgen * Fietje * Alend * Isalie * Jack Daniel * Amily Sophia * Thilo * Quentin Lian * Palina Joleen * Lauris * Sulea * Sanna * Amalia Ivy * Taavi * Kurt Ansgar * Paul Pascal * Elma * Roni * Liya * Gustav Leopold * Maja Pauline * Tjomme * Daria Armina * Sora * Neyla * Lavina * Galina * Jaxon Nathaniel * Elaina-Sandra * Ylvi Helena

Babynamen der Woche 201849

Abcde – da hätte ich auch versucht, ein Foto zu machen

Man fand das in Hamburg zunächst lustig, als sich der Google-Konzern in Alphabet umbenannt hatte – befindet sich doch der Sitz des deutschen Ablegers der Firma in der Hamburger ABC-Straße. Es war aber gar kein lustiger Zufall: Eric Schmidt, der damalige Vorstandsvorsitzende , bestätigte inzwischen, dass man tatsächlich durch die Hamburger Adresse zum neuen Unternehmensnamen inspiriert wurde. Kurios ist auch die Geschichte hinter dem Straßennamen. Ursprünglich hatten die Häuser in dieser Straße nicht wie sonst üblich Nummern, sondern wurden durch Buchstaben gekennzeichnet. Als in Hamburg Straßennamen eingeführt wurden, nannte man diese Straße darum ABC-Straße.

ABC © VRD - Fotolia.com
ABC © VRD – Fotolia.com

In den USA macht gerade ein Mädchen namens Abcde Schlagzeilen. Besatzungsmitglieder eines Flugzeugs hatten sich über den Vornamen des fünfjährigen Mädchens lustig gemacht und versucht, die Bordkarte zu fotografieren. Die Mutter hat sich mächtig darüber empört. Abcde – da hätte ich auch versucht, ein Foto zu machen. Wenn man seinem Kind einen bescheuerten Vornamen gibt, darf man sich echt nicht beschweren, wenn Leute darüber lachen. Ausgesprochen wird der Name übrigens so ähnlich wie Abcity, aber das macht es nicht wirklich besser.

Unglaublich, aber wahr: Abcde hat zahlreiche Leidensgenossinnen. Seit 1990 wurde dieser Vorname in den USA 373 mal registriert, interessanterweise ausschließlich als Mädchenname. Was ist weiblich an Abcde? Und wie ist es Abcdef ergangen, deren Name aus dem Geburtsjahr 1870 überliefert ist?

Babynamen der Woche 48/2018

Colin * Carina * Nicolas * Oskar Engelbert * Lias * Nilo-André * Adriana * Vera * Enie * Luzia * Clara Helene * Lutz * Vanessa * Ole Colin * Antonia Nora * Lynette-Joline * Phileas Maximilian * Haylie Traude Irene * Jolanda Emmi Constanze * Noah Paul Gabriel * Lena-Friederike * Regina Kathrin * Mika Matthias * Vasilisa * Ellie Sophia * Yonas * Lauri Jasper * Lennja * Carl Moritz * Ava Lotta * Malo Marc * Devin David Dennis

Zwillinge

  • Konrad & Adrian
  • Julian & Ben
  • Sofia & Seline

Namenskette: Sieben Frauen & Hans

ULLAELLAELSAELNAANNEANNAHANAHANS

Ein bisschen altbacken, ein bisschen Aufreger und viel Eiskönigin: so sieht die Namenskette aus, die ich heute – ohne besonderen Anlass – aufgefädelt habe. Und die wieder mal beweist, was ein Buchstabe schon bewirken kann. Viel Spaß beim Lesen!

1. Überraschende Ulla

Ich war ganz schön verblüfft, als meine Tochter mir von einem etwa gleichaltrigen Mädchen berichtete, das Ulla heißt. Noch mehr out kann ein Name heute kaum sein. Allerdings findet mein Kind diese Kurzform von Ursula, Ulrike oder Hulda, die mir im Umfeld meiner Mutter ebenso begegnet wie in Skandi-Krimis, nicht halb so bemerkenswert wie ich.

2. Etablierte Ella

Tausche dumpfes U gegen helles E – und ab geht’s in die Top Twenty: Auch Ella (Platz 19) ist eine Kurzform und deshalb in Sachen Bedeutung mehrdeutig, rückführbar etwa auf Elisabeth, Eleonore oder Elfriede. Auf mich wirkt Ella sehr feminin, schon wegen der Nähe zu dem französischen Personalpronomen und des Songs „Ella, elle l’a“ (1987). Die 2018 verstorbene France Gall (in den 60ern für Hits wie „Zwei Apfelsinen im Haar“ verantwortlich) widmete ihr Lied Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald, besingt aber recht allgemein eine Dame mit dem „gewissen Etwas“.

3. Eisige Elsa

Elsa hat es nicht ganz leicht: Zwar ist sie keine Kuh mehr, die Erinnerung an den Hallervorden-Sketch (1977) wird aber überlagert vom Disney-Märchen „Die Eiskönigin“, das – uneinholbar in puncto Merchandising – seit fünf Jahren Kindergartengirlies verzaubert. Ob das nun störend ist oder nicht, darüber herrscht Uneinigkeit, jedenfalls erreichte der Name zuletzt Platz 137. In meinen Augen ist das „Hänselpotenzial“ bei dieser Elisabeth-Kurzform gering. Im Zweifel einfach mal den Film schauen: Da gibt es ein starkes Mädchen zu sehen, das nicht auf einen Prinzen wartet. Weihnachten 2019 soll übrigens Teil zwei in die Kinos kommen.

4. Exklusive Elna

Elna kann man wohl als Rarität bezeichnen. Zugegeben: Ich brauche sie hier vor allem als Zwischenschritt. Aber hübsch finde ich diese schwedische und norwegische Form von Eleonora oder Helena auch. Sie könnte allerdings für eine vernuschelte Elena (Platz 61) gehalten werden – oder für eine verschnupfte Elsa.

5. Anmutige Anne

Jetzt also mein (Kurz-)Name: Ich fand es als Kind toll, dass ich hieß wie das Mädchen-Mädchen von den „Fünf Freunden“ oder die Tochter der Queen. Vom Schicksal der Anne Frank erfuhr ich dann später. Heute steht dieser recht zeitlose Name, eine Anna-Variante („Die Anmutige“), auf Platz 202. Am ehesten begegnet man im Zusammenhang mit Anne noch dem Vorwurf, dass türkische Kinder nach ihrer „anne“ (Mama) rufen. Na und?

6. Allgegenwärtige Anna

„Immer wenn es regnet, muss ich an dich denken …“ Der 1997er-Song von Freundeskreis über einen weiblichen Hip-Hop-Fan fällt mir hier zuerst ein: „Du bist von hinten wie von vorne A-N-N-A“. Aber natürlich gibt es unzählige Annas, an die man denken könnte, angefangen bei Jesus’ Großmutter. Das ist vermutlich auch der Grund dafür, dass bei Anna niemand mit der „Eiskönigin“ ankommt, obwohl die Figur der Anna den Film ebenso prägt wie ihre Schwester Elsa. Mit Platz 7 in der deutschen Mädchennamen-Hitliste schlägt Anna nicht nur Elsa locker aus dem Feld.

7. Hübsche Hana

Ein japanischer Name, der Blume bedeutet? Oder eine andere (tschechische) Schreibweise der superbeliebten (Platz 2) Hanna? Kommt vermutlich auf die Aussprache an. Das immer mal wieder in den Medien auftauchende Model Hana Nitsche war jedenfalls vor elf Jahren eins von Heidis „Meedchen“ bei GNTM.

8. Herausfordernder Hans

„Euer Ernst …?!“ Mit Hans als Favoriten kann man das Publikum in gewissen Namensforen fast noch mehr in Rage bringen als mit Fritz. So selten ist diese Johannes-Kurzform aber gar nicht: immerhin Platz 237 (Fritz hat es schon in die Top-100 geschafft). Ich finde: Was Paul, Theo und Karl können, kann Hans schon lange. Mir gefällt auch, dass der Name in vielen Märchen und Volksliedern vorkommt. Bloß einen (Bindestrich-)Zweitnamen würde ich meiden, dazu hat man noch zu viele ältliche Kombinationen à la Hans-Jürgen, Hans-Günther, Hans-Georg und Hans-Peter im Ohr. Achtung: Im „Eiskönigin“-Film gibt es einen Hans, der sich leider als falscher Fuffziger entpuppt. Ob das (Wortspiel-Alarm!) zum Hänseln reicht?

Mädchenname: Ich bitte um Rat & Feedback

Hallo liebe Experten,

nachdem ich nun seit gut 6 Monaten überlege (in der fehl gegangenen Hoffnung, dass sich bei ausreichender Lektüre von Namenslisten irgendwann ein solcher gedanklich „festsetzt“) bitte ich die Profis um Hilfe.

Fragende Mutter © Miyuki Omori - fotolia.com
Illustration © Miyuki Omori – fotolia.com

2 Namen sollen es werden, der Nachname ist (süd)deutsch & zweisilbig.

Auf der short list (für Erst- wie auch Zweitnamen) stehen derzeit:

  • Elisa
  • Marlene
  • Constanze (wenn man nur Conny vermeiden könnte)
  • Marina
  • Ellen
  • Lucia
  • Theresa

sowie (da bin ich unsicher ob ich sie mag)

  • Eva (zu langweilig?)
  • Laetizia (zu etepetete?)
  • Helene (Fischer?)
  • Fiona
  • Smilla (zu pseudo?)
  • Rosa (zu viel Zucker?)

Die Kriterien sind (theoretisch) Klang, Abkürzbarkeit wenn unvermeidbar im erträglichen Bereich, sprachlich passend zum Nachnamen (d.h. zumindest „eingedeutscht“), passend auch ab dem 10. Lebensjahr aufwärts und möglichst weder extrem häufig noch gewollt exotisch.

Ich freue mich über jeden (auch neuen) Vorschlag und Feedback, damit es nicht bei „kleiner Frosch“ bleibt.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Christina