Die Steinschlange der besonderen Vornamen

Steinschlange 2

Blogleserin Aurea schrieb mir auf Instagram:

„Heute Morgen habe ich beim Spaziergang in Osnabrück eine Steinschlange entdeckt, bei der seltene Vornamen gesammelt werden!“

Wow, die sieht ja toll aus. Leider schaffe ich es gerade nicht, schnell mal nach Osnabrück zu fahren, um mir diese tolle Vornamenschlange vor Ort anzusehen. Ich habe aber – mit Aureas Unterstützung – herausbekommen, wer dahinter steckt: Naliandra Eichhorn lautet das Pseudonym der Initiatorin dieser Steinschlange und hier hat sie für uns ihre phantasievolle Geschichte zu dieser Aktion aufgeschrieben:

WeiterlesenDie Steinschlange der besonderen Vornamen

Ein wenig Zeit ist noch, aber wir kommen irgendwie auf keinen grünen Zweig

Hallo liebe Namensexperten,

ich würde mich über Eure fachkundige Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Namen für unser zweites Kind freuen. Es wird ein Junge und kommt im Herbst zur Welt, das heißt ein wenig Zeit ist zum Glück noch, aber da wir irgendwie auf keinen grünen Zweig kommen, dachte ich, ich frage schon mal bei Euch Profis nach. Jungsnamen sind aber auch irgendwie schwieriger, zumindest für uns.

Die große Schwester trägt den gleichen Namen wie der Rufname (eigentlich ist es der Zweitname) der ältesten Prinzessin der Niederlande, A-m-*-l-*-*. Der Name für den kleinen Bruder muss nicht zwingend hundertprozentig „dazupassen“ (also gleiche Herkunft, usw.), sollte sich aber auch nicht ganz fürchterlich schräg dazu anhören.

Zu unseren Kriterien der Namenswahl:

  • Nicht mit D beginnend oder endend (wegen unseres Nachnamens, der übrigens zweisilbig ist und auf -er endet)
  • Mindestens zweisilbig (Ben, Tim, Tom usw. sind nicht so unser Fall)
  • Nach Möglichkeit nicht aus den Top 10 bzw. kein aktuell inflationär vergebener Sammelbegriff- Name, auch wenn uns bewusst ist, dass im Prinzip jeder Name innerhalb kürzester Zeit dazu werden kann
  • Schöne Bedeutung (der Name ist ja schließlich auch der Wunsch der Eigenschaften, die man dem Kind mitgibt)
  • Schon eher deutsche Namen, aber nicht zwingend, gern klassisch oder evtl. auch altmodisch, aber nicht zu arg verstaubt (schwierig zu erklären), nichts typisch nordisches, passt nicht zu uns und zudem leben wir in Bayern
  • Sollte nicht offensichtlich zu Spott oder blöden Spitznamen verführen (wobei Kinder da ja ohnehin extrem kreativ sein können)
  • Der Name sollte nicht jedes Mal zu Nachfragen bezüglich der Schreibweise führen (also ob jetzt z. B. mit c oder k fände ich nicht tragisch, aber nicht so, dass man überhaupt nicht weiß, was oder wie man das Gehörte schreiben soll)

Wir haben schon eine kleine Liste mit Namen, die uns gefallen, die aber total bunt zusammengewürfelt ist und wir sind uns nicht sicher, ob die Namen nicht entweder zu „modern“ und daher nicht ganz passend zur Schwester sind oder zu häufig vergeben oder ob das alles schlichtweg egal ist. Ich schreibe jetzt einfach mal ein paar der Namen von unserer Liste, eventuell hilft das ja für die Richtung, in die es gehen könnte, wobei wir offen für Vorschläge sind, gern auch seltenere. Zudem würde uns Eure Meinung zu den unten genannten Namen interessieren, bzw. wie sie eventuell ankommen.

So, ich hoffe, das ist nicht zu kompliziert oder limitierend anhand unserer Kriterien und freue mich schon auf Eure Meinungen und Vorschläge.

Habt ganz herzlichen Dank schon mal.
Liebe Grüße
B.

Babynamen der Woche 21/2020

Skyla Soraya * Emilya * Mafalda Luise * Henrike * Nia Anea * Leno * Melina Eva * Nika Alida * Emiliano * Daya Luisa Augusta * Nias * Anna Jacqueline Dora * Antonin Henri * Daris * Fiete Louie Sebastian * Frida-Sophie * Mia Lorena * Winrich * Cathalena * Auri Ida * Greta Lujza * Johanna Ava * Leni Isabell * Lio Jaden * Finn Ragnar * Novalie Estelle * Navio * Gemma * Macey Lee Grace * Kankou

Babynamen der Woche 20/2020

Una * Juliana * Valentina * Barbara * Marco * Sabrina * Michael * Alaara Sophie * Emily Joanne * Falco * Greyson Miles * Henos (m) * Inja Amrita * Jonathan Zacharias * Kasimir Ravi * Leonard Jenaro * Marcelina Daria * Nikolai Quentin * Oskar Andreas Nepomuk * Quirin * Rhea Katharina * Samuel Quinn * Trudi Bluma * Urim (m) * Veit * Wendelin Paul * Xaver * Yokabed (m) * Zeynep Tamara

Was glaubt ihr, wo diese Babynamen vergeben worden sind? 😉

Erstaunlich: Gleiche Vornamen in einer Familie

zwei Mädchen
Bild von Prawny auf Pixabay

Es war einmal eine Familie, die war in freudiger Erwartung ihres ersten Kindes – eine Tochter hatte sich angekündigt. Vater und Mutter hatten zwei Lieblingsvornamen, Anna und Charlotte. Und weil sie sich nicht entscheiden konnten, nannten sie ihre Tochter Anna Charlotte. Als drei Jahre später die zweite Tochter zur Welt kam, waren alle Lieblingsmädchennamen schon vergeben. So bekam die kleine Schwester den Vornamen Charlotte. Diese Geschichte hat sich hier in der Nähe tatsächlich so ähnlich (mit anderen Vornamen) ereignet und darum habe ich nicht den geringsten Zweifel daran, dass so etwas in Deutschland erlaubt ist.

Aber wie verhält es sich bei genau gleichen Namen? Natürlich ist es eine ganz blöde Idee, seinen Kindern die gleichen Vornamen zu geben. Aber darf man das trotzdem? Dürfte man auch zwei Töchter Anna Charlotte nennen? Ich habe eine Standesbeamtin danach gefragt und eine erstaunliche Antwort bekommen: Natürlich würde sie die Eltern dahingehend beraten, dass die Kinder mitunter Schwierigkeiten bekommen könnten. Es gibt aber keine Rechtsgrundlage, weshalb sie – selbst bei exakt gleichen Vornamen – eine Beurkundung ablehnen könnte.

Ein anderer Aspekt in diesem Zusammenhang: Angenommen ich würde einen Mann namens Knud heiraten wollen und seinen Familiennamen annehmen. Dann würden wir beide gleich heißen. Ob das wohl ein Grund wäre, mir eine Änderung meines Vornamens zu genehmigen? Der Sachverhalt könnte ja nicht nur bei gleichgeschlechtlichen Paaren, sondern auch bei verschiedengeschlechtlichen Paaren mit Unisex-Vornamen vorkommen.

Meine fachkundige Ansprechpartnerin vermutet, dass das kein Fall für eine Namensänderung wäre. Grundsätzlich können Namen nur geändert werden, wenn man darlegen kann, dass man stark unter seinem Namen leidet. Weil sich die Geburtsdaten höchstwahrscheinlich unterscheiden, wäre erkennbar, dass es sich nicht um die gleiche Person handelt. Allerdings sind Standesbeamte nicht weisungsgebunden und da entscheidet jede Behörde unter Umständen anders.