Hilfe bei Zweit- und Drittnamen – nur zwei Nachbenennungen kommen in Frage

Wie soll mein Baby heißen?

Hallo zusammen!

Wir bekommen Anfang März unser erstes Kind, ein Mädchen. Nachdem wir uns beim Rufnamen schon recht sicher sind (es wird wohl Florentine), überlegen wir noch für den Zweit- und Drittnamen, und hätten gerne eure Gedanken dazu gehört!

Ich habe selbst vier Vornamen, und fand es auch immer toll, so viele Namen zu haben. Dabei wird der erste Name nur von meinem Vater und dessen Seite der Familie genutzt, der Hauptrufname ist aber der letzte Name. Die beiden mittleren Namen benutze ich im Allgemeinen nicht, aber sie sind manchmal ganz praktisch, wenn man irgendwo (beispielsweise im Internet) nicht den richtigen Namen nehmen möchte. Daher möchte ich auch für meine Tochter mehrere Vornamen haben. Bei meinen eigenen Namen fand ich es jedoch immer etwas schade, dass sie keine „Bedeutung“ haben, außer dass sie meinen Eltern gut gefallen haben, daher hätte ich eigentlich gerne eine Nachbenennung bei den Namen unserer Tochter dabei. Eigentlich hatte ich mir früher immer gedacht, eine Tochter nach meiner Mutter zu benennen, da die Kleine jedoch schon meinen Nachnamen bekommt und der Rufname ebenfalls mein Wunschname war, fühlte sich mein Freund dabei etwas außen vor, und wir sind davon wieder abgekommen.

Nur zwei Nachbenennungen kommen in Frage

Im Moment kommen eigentlich nur zwei Namen für Nachbenennungen in Frage:
Franziska (wir haben beide eine Urgroßmutter mit diesem Namen, da wären also beide Seiten gleichzeitig bedacht) und Lena (das ist die zukünftige Patentante, aus unserer Generation). Da wir einem Jungen den Zweitnamen meines Freundes, der auch der Zweitname seines Vaters ist, weitergegeben hätten, haben wir auch überlegt, einen meiner ungenutzten Zweitnamen zu vergeben (Helena oder Miriam), aber es fühlt sich etwas komisch an, das Kind nach mir zu benennen.

Gern noch ein weiterer Name

Zusätzlich hätten wir dann gern noch einen weiteren Namen. Bisher stehen noch folgende Namen auf der Liste:

  • Leonie (das war der Favorit meines Freundes für den Erstnamen, da ich aber eine ganze Menge Leonies in meiner Generation kenne, ist der Name für mich etwas verbraucht. Was mir an Florentine auch gefällt, ist, dass ich niemanden mit diesem Namen kenne, nicht mal entfernt von jemandem gehört habe. Ich hatte als Kind das Buch „Florentine“ von James Krüss, das ich sehr mag, und habe seitdem den Namen aber nicht wieder gelesen oder gehört, abgesehen von einzelnen Meldungen in diesem Blog.)
  • Mona (Mona oder Monika waren weitere Vorschläge meinerseits für den Erstnamen, die aber von meinem Freund abgelehnt wurden)
  • Lilli (als Kind habe ich immer gedacht ich nenne meine Tochter später mal so)
  • Sarah (da dachten wir an einen klassischen einfachen Namen, auf den sie später mal wechseln könnte, falls ihr Florentine nicht gefällt).

Über weitere Ideen würden wir uns aber freuen, auch über Vorschläge zur Reihenfolge und zum Klang: stört beispielsweise bei Florentine Franziska … das F-F ? Auch der Nachname ist schwierig: K.raus, bei Florentine … Franziska holpert vielleicht das –ka auf Kra-?

Vielen Dank und beste Grüße!

Ratgeber: Welcher Zweitname?

Babynamen der Woche 04/2021

Mia Magdalena * Noe (m) * Nathalie Ottilie * Amea Grace * Carolina Magdalena * Johanna Martha * Mina Aurelia * Emilia Christine * Naomi * Sanrike * Namu Josef * Ryan Udo * Konstantin Matthias * Felizitas Gabriella * Sophia Lina * Eike Egon * Eneas * Ella-Maria * Dario * Finja Pauline * Till Benedict * Daniel * Mia Marie * Theresa * Ila (f) * Jonne (m) * Tiana * Mert (m) * Linus Noel * Miriam Hope

Die Mutter der Mutter meiner Mutter

Marie Luise mit Carl, Annemarie, Liselotte und Marie Luise
Marie Luise mit Carl, Annemarie, Liselotte und Marie Luise

Die eine hat vielleicht eine angefangene Doktorarbeit in der Schublade, die jetzt im Lockdown endlich fertiggestellt werden könnte. Der andere entrümpelt seinen Dachboden oder guckt sich sämtliche Folgen von „Eine schrecklich nette Familie“ an – im Original. Nichts gegen Al Bundy, aber ich habe ein pandemietaugliches Hobby gefunden, das mir mehr Spaß macht: Ahnenforschung, ganz modern unterstützt von digitalen Datenbanken.

Auch namensmäßig ist das ergiebig. Beim Verfolgen der Verzweigungen, die teilweise bis ins 17. Jahrhundert reichen, sind mir einige Punkte aufgefallen. Natürlich ohne Anspruch auf Repräsentativität!

1. Die Familie von einst war oft riesengroß. Leibliche Geschwister, Halbgeschwister, früh verstorbene Geschwister … Dem gegenüber stand eine überschaubare und verblüffend gleichbleibende Auswahl an Vornamen. (@Knud: Da hätten alle noch viel länger auf neue Spitzenreiter warten müssen!) Mit schöner Regelmäßigkeit wurden Namen von Eltern, Großeltern, Onkeln, Tanten weitervererbt.

2. Es bestand nicht nur keine Scheu, Namen bereits verstorbener Geschwisterkinder zu recyclen; auch sonst sah man Überschneidungen offenbar locker. Etwa bei Schwestern, die beide Christine hießen, die eine vielleicht mit Erst-, die andere mit Zweitnamen. Oder beim Brüderpaar Hans Hinrich und Johann Hinrich.

3. Bei so vielen Geschwistern und dazu Vettern und Cousinen im ähnlichen Alter, oft sogar direkt vor Ort, scheint es deshalb mehr als sinnvoll (nicht nur für die Ahnenforscherin!), dass die Kinder üblicherweise mehrere Vornamen in einer halbwegs individuellen Zusammenstellung bekamen.

4. Diese Namenskonglomerate wurden erst in der – in den letzten Kriegsjahren geborenen – Generation meiner Eltern schlagartig weniger. Meine Mutter und ihre Schwestern haben jeweils nur einen Vornamen.

5. Außerdem kamen in dieser Generation ganz neue Namen hinzu, zum Beispiel Karin. Von den „üblichen Verdächtigen“ über die Jahrhunderte hinweg wie Katharina, Anna oder Hinrich gab es fast schlagartig sehr viel weniger. Bloß Hans blieb (erst mal) noch in Mode.

6. Ahnenforschers Leid: Mit Reihenfolge und Schreibweise nahmen es die Behörden nicht so genau. Mal heißt der Urahn Carl Hinrich, mal wieder Heinrich Karl Emil und auf wieder einem anderen Dokument bloß Emil. Und bei den Frauen: Ob Augusta oder Auguste „richtig“, von den Eltern so gewählt oder von den Betreffenden so bevorzugt, waren, ist schwer zu sagen. Ob das wohl bedeutet, dass das Thema auch den Namensträgern und -trägerinnen nicht so wichtig war?!

7. Namen aus dem Alten Testament fehlen bei den Vorfahren meiner Mutter fast völlig. Lediglich eine Drittnamens-Salome und einzelne Angeheiratete namens Adam und Eva (!) konnte ich entdecken.

Hitlisten meiner Vorfahren

Zum Schluss noch die Hitlisten meiner bisher ermittelten direkten Vorfahren mütterlicherseits, die in der Mehrzahl aus Ostholstein stammen. Erst-, Zweit- und Drittnamen habe ich gleichrangig behandelt und Schreibweisen zusammengefasst. In Klammern steht, wie oft der Name über die Generationen hinweg – die Jahrgänge von ca. 1600 bis 1910 – vorkam; allerdings sind meine Daten vor 1750 sehr lückenhaft. Und die Gewinner sind … Heinrich (souverän) und Margarethe (knapp), Goethes Faust lässt grüßen! Die Mutter der Mutter meiner Mutter hieß allerdings Marie Luise.

Anna (1)
Annemarie (1)
Auguste/Augusta (1)
Bertha (1)
Catharina/Catharine/Katharina (5)
Caroline (1)
Catrin (1)
Christina/Christine (6)
Dorothea/Dorothee (2)
Elisabeth (4)
Elise (1)
Elsabe (2)
Engelke (1)
Florentina (1)
Friederica (1)
Johanna/Johanne (2)
Luise/Louise/Luisa/Louisa (2)
Magdalena/Magdalene (3)
Margaretha/Margarethe (7)
Maria/Marie (6)
Marlene (1)
Salome (1)
Sophia/Sophie (4)
Wilhelmine (2)

Asmus (2)
August (1)
Carl/Karl (3)
Christian (1)
Christoph/Christopher (2)
Claus/Clas (4)
Emil (1)
Evert (1)
Ferdinand (1)
Friedrich (1)
Hans (7)
Heinrich/Hinrich (14)
Joachim/Jochim (5)
Johann (5)
Jürgen (3)
Matthias (1)
Nikolaus (1)
Otto (2)
Peter (1)
Thomas (1)
Wilhelm (1)

Liebeserklärung an Wilhelmine

Charlotte aus Charlottenburg, Hailey aus Marzahn

Schloss Charlottenburg
Schloss Charlottenburg. Bild von David Mark auf Pixabay

Der am häufigsten vergebene Mädchenname des Geburtsjahrgangs 2020 im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist Charlotte. Und der beliebteste Jungenname in Friedrichshain-Kreuzberg ist – nicht Friedrich. So langweilig und vorhersehbar sind die Berliner dann doch nicht.

Als Datengrundlage für meine Berliner Vornamen-Hitlisten dienten die vollständig im Berliner Open Data Portal veröffentlichten Listen aller im Jahr 2020 vergebenen Vornamen. Dabei habe ich Schreibvarianten gleichklingender Vornamen zusammengefasst, nur die ersten Vornamen gezählt und bei Bindestrich-Vornamen nur den ersten Teil des Namens berücksichtigt.

Die beliebtesten ersten Vornamen in ganz Berlin sind Hannah und Mohammed (siehe die Berliner Top 500) – hier die Hitlisten der zwölf Bezirke:

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Die 200 schönsten Bindestrich-Vornamen aus Berlin

Berliner Vornamen mit Bindestrich

Letztes Jahr sind in Berlin 41.553 Kinder zur Welt gekommen und ihre Vornamen stehen im Open Data Portal der Hauptstadt zum Abruf bereit. Knapp zwei Prozent der Berliner Babys haben einen Bindestrich-Vornamen bekommen. Ich habe jeweils die 100 schönsten Jungen- und Mädchennamen mit Bindestrich herausgesucht:

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