Schlangen, Hühner und hypothetische Namen

Schlangen und Hühner

Vor kurzem erzählte mir eine Freundin von einem ungewöhnlichen Haustier in ihrer Verwandtschaft, einer Schlange namens Ludwig. Ludwig erfreut sich als Babyname ziemlicher Beliebtheit (aktuell Platz 93), als Tiername habe ich ihn aber eher seltener gehört und dann als Schlangenname? Ich kenne den Namen als Katzennamen und stelle mir (ohne dem „echten“ Ludwig je begegnet zu sein) einen großen, dunklen Kater vor, der fröhlich vor sich hin schnurrend vor dem Kamin döst. Aber wer sagt, dass Ludwig nur für Menschen oder Fellknäule funktioniert? Irgendwie hat die Vorstellung von Ludwig, der Schlange, etwas, auch wenn ich den Namen nicht selbst vergeben würde. Aber wie würde ich eigentlich eine Schlange nennen? Ich meine, ich will ja gar keine Schlange haben. Es sind schöne, eindrucksvolle Tiere, aber ich bin ein Katzenfan, die sind weich, flauschig und schnurren so schön. Mein namensverliebtes Gehirn war aber sofort begeistert und überlegte fleißig, was ein passender Name für eine grüne Schlange wäre (ja, meine hypothetische Schlange ist grün). Mein Gehirn und ich spielen dieses Spiel öfter, neben Namenslisten für zukünftige Kinder, habe ich auch Listen für Tiere, nicht nur für Katzen, auch wenn ich nicht vor habe einen Zoo aufzumachen.

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Gerlinde, sag doch auch mal was

Meine Liebe zu Namen dürfte inzwischen bekannt sein. Glücklicherweise gibt es in der deutschen Sprache auch viele Redewendungen, in denen Namen auftauchen wie Hinz und Kunz zum Beispiel. Die beiden haben es neben Kaspar, Melchior und Balthasar sogar in das Märchen „Rumpelstilzchen“ geschafft. Der Ausdruck „Hinz und Kunz“, der für „jedermann“ steht, ist bereits im 13. Jahrhundert belegt. Hinz und Kunz sind dabei Kurzformen der damals sehr beliebten Namen Heinrich und Konrad, prominente mittelalterliche Namensvertreter wären die Dichter Heinrich von Morungen und Konrad von Würzburg, wobei letzter auch viele epische Werke verfasst hat. Das englische Pendant zu „Hinz und Kunz“ ist übrigens Tom, Dick und Harry, da gefällt mir unsere Variante irgendwie besser.
Dann wäre da noch Lieschen Müller, eine Umschreibung für eine einfach gestrickte Frau. Ich kenne auch den Ausdruck „Sei nicht so ein Lieschen“ den Nachnamen lässt man dann weg. „Ach du liebes Lieschen“ fällt mir auch noch ein. Eine ehemalige Arbeitskollegien verwendete gerne den Ausspruch: „Ach Gottchen, Charlottchen“, den ich davor noch nie gehört hatte.

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Gute Frage 19: Klingt Frido nach „Schade, kein Mädchen …“?

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Illustration © strichfiguren.de – fotolia.com

Den Namen Frido mag ich irgendwie. Ich weiß aber auch, dass er – mal abgesehen von an den Haaren herbeigezogenen Hundeassoziationen (oder kennen Sie noch Bellos namens Fido?) – zu jenen gehört, die eine bestimmte Mutmaßung auslösen: „Haben sich die Eltern eigentlich ein Mädchen gewünscht?“ Eben wegen Frida. Ähnlich ist es mit Emilian: Dieser aufstrebende Jungenname (zuletzt Platz 112) wirkt gerade auf Menschen, die ihm zum ersten Mal begegnen, leicht wie eine Emilia mit angehängtem n. Wenn man nicht genau spricht bzw. hinhört, kann es sogar zu üblen Missverständnissen kommen.

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Bunt sind alle meinen Namen. Heute: Grün, Braun, Orange und Grau

Zugegeben, dieses Mal war es nicht so leicht Farb-Namen zu finden, dabei habe ich eifrig gesucht. Ehrlicherweise habe mich auch etwas vor Orange gedrückt, eine Farbe, die ich absolut nicht leiden kann. Zu grell, zu 70er-mäßig, zu sehr mit dem peinlichen Ex-Präsidenten der USA verbunden. Abgesehen davon steht mir Orange nicht und das sollte natürlich bei der Namensvergabe für Ihr Kind eine entscheidende Rolle spielen 😉.
Bringen wir diese Farbe daher ganz schnell hinter uns.

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Tipps zur Nachbenennung

Die Gründe einen Zweitnamen zu vergeben sind vielfältig. Die einen finden den Klang zu einem kurzen Nachnamen passender (Mia Berg vs. Mia Elise Berg) oder können sich nicht zwischen zwei Namen entscheiden und vergeben dann beide, manch einer mit dem Hintergedanken, dass „Paul Louis dann mal selbst entscheiden kann, ob er lieber Paul oder Louis gerufen werden möchte.“ Andere möchten durch die Namensvergaben auf ihre Hobbys oder Idole hinweisen und nennen ihre Kinder dann Jakob Sirius, Ella Rose oder Lilian Madonna. Dann gibt es noch die Menschen, die den Geburtsmonat des Kindes im Namen verewigen wollen (nun, besser als der Zeugungsmonat, kein Kind möchte daran erinnert werden, dass seine Eltern sexuelle Wesen sind), vielleicht, damit niemand vergisst, dass die kleine Helen May ein Frühlingskind ist. Dann gibt es aber noch einen weiteren Grund, einen Zweitnamen zu vergeben: um eine geliebte Person zu ehren, die stolzen Großeltern, die liebe, leider verstorbene Großtante oder den besten Freund. Manche vergeben auch Namen aus der Familie, weil es Tradition ist.

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