Ist der Vorname Linnea rassistisch?

Ganz hübsch, so ein Moosglöckchen, oder? Kein Wunder, dass es die Lieblingsblume des schwedischen Botanikers Carl von Linné (1707 – 1778)war. Auf diesem bekannten Portrait des Superstars der Pflanzenforschung trägt er das Moosglöcken sogar am Revers:

Carl_von_Linné

Linné schuf unter anderem die Grundlage für das bis heute übliche wissenschaftliche System zur Benennung von Tieren und Pflanzen. Im Fall des Moosglöckchens lautet dieser botanische Name Linnaea borealis – und es ist kein Zufall, dass da Linn drin steckt, denn tatsächlich wurde die Blume zu Ehren des schwedischen Wissenschaftlers so benannt.

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Alexa ist ein Auslaufmodell

Auslaufmodell Alexa

Das hatte ich bei meinen Auswertungen der Vornamenstatistik 2019 ganz übersehen – was macht eigentlich Alexa? Von 2000 bis 2014 sind jedes Jahr zwischen 200 und 400 Mädchen Alexa genannt worden. 2015 setzte ein Abwärtstrend ein, in dessen Folge es der Name 2018 gerade noch in die Top 500 der häufigsten Mädchennamen geschafft hatte. Ich hatte Anfang 2019 in einem Blogpost ausdrücklich davon abgeraten, den Vornamen Alexa zu vergeben. Trotzdem, mit so einem dramatischen Abstieg hatte ich nicht gerechnet: 2019 gehörte Alexa nicht mal mehr zu den Top 1.000! Nur grob geschätzte zwanzig Mal wurde der Name letztes Jahr vergeben und ist somit ein Auslaufmodell.

Tatsächlich gab es einiges Feedback von Alexa-Eltern, die ihre Namenswahl inzwischen bereuen. Amazon hat diesen Vornamen in Deutschland (vermutlich auch international) ramponiert. Schade, eigentlich ist Alexa ein schöner Vorname.

Willi, Fritz und die Kindersendungen

Opa Willi – das war der Großvater meiner Cousins. Onkel Fritz, rotgesichtig und mit Zigarre, war ein angeheirateter Onkel meiner Mutter. Und dann gab es da noch Großonkel Carl sowie drei Herren mit H: Hans, bei dem der Goldzahn blinkte und der die beste Schokolade verteilte, Helmut und Hugo. Sowie meinen Opa, der Otto hieß.

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Gute Frage 17: Leuchtet für Lola die rote Laterne?

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Oh je, oh je: Selten tuten so viele Kommentatoren so einhellig ins selbe Horn wie bei der Mutter, die in einer Facebook-Namensgruppe nach Meinungen zu Lola fragt. Die Assoziation „Prostituierte“ ist bei vielen sofort da. Viel unaufgeregter erinnern sich dagegen einige Schreiberinnen an den Film „Lola rennt“ aus dem Jahr 1998 mit der äußerst rothaarigen, nicht anrüchig beschäftigten Franka Potente.

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Greta – ein Name als Statement

Jahrelang war Greta einfach ein solider Retro-Vorname. Vielleicht eine Erinnerung an (Ur-)Oma Greta oder Margareta, vielleicht lagen auch die Garbo oder Schweden vage in der Luft. Als strittig wurde höchstens der vergleichsweise härtere Klang empfunden – oder die Nähe zum Wörtchen (Fisch-)Gräte. Spätestens seit diesem Jahr ist es mit derlei Harmlosigkeit jedoch vorbei. Das wurde mir so richtig klar, als ich in einem Namensforum die süffisant-rhetorische Frage las, warum man neuerdings so selten vom Namen Greta als Elternfavoriten lese. „Den fanden doch sonst immer alle so toll …?!“

Greta
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Mal abgesehen davon, dass ich diese Wahrnehmung nicht teile und Greta auch in der hiesigen Namenssuche-Rubrik ein ums andere Mal vorn mit dabei war, ist so eine Äußerung eigentlich sehr praktisch: Man weiß gleich, wes Geistes Kind der Verfasser ist (sofern es sich nicht bloß um einen „Troll“ handelt, der die Gruppe aufmischen möchte). Angespielt wird natürlich auf die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, von der „Bild“ auch „Klima-Greta“ genannt.

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