Brun, Harm, Frerk und der Rest meiner Verwandtschaft

Meine Ururgroßeltern Carl Heinrich und Maria Sophie Margarethe mit ihren Kindern.

Mit Ahnenforschung hatte ich lange nichts am Hut. Die Vornamen der Schwestern meiner Großmutter fand ich dann aber doch sehr interessant. Schnell hat sich herumgesprochen, dass ich mich neuerdings für die Geschichte meiner Familie interessiere, woraufhin meine Tante mir Kopien von standesamtlichen Urkunden meiner anderen Großmutter herausgesucht hat. Diese Großmutter hatte zwar nicht so viele Schwestern und auch nur einen Vornamen (Martha), aber trotzdem wurde ich neugierig. Ich gab diese Daten dann in ein Ahnenforschungsportal ein und es stellte sich heraus, dass sich einige entfernte Cousins schon gründlich mit unseren Vorfahren beschäftigt hatten. Kaum hatte ich meinen Stammbaum mit den schon so intensiv erforschten Familienzweigen verknüpft, kannte ich die Namen einiger meiner Ahnen aus 15 Generationen. Der älteste mir bekannte Vorfahr hieß Oltmann Hollerohrt und ist 1510 in Varel (Friesland) geboren – faszinierend!

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14 Kinder und 90 Namen

Wie Sie vielleicht wissen, lese ich sehr gerne und nicht nur Romane. Wenn ich auf der Seite unseres allerliebsten Onlinelexikons bin, lese ich am liebsten Biographien von europäischen Adelshäusern und schwelge in den vielen Namen, die damals so großzügig vergeben wurden. Enttäuscht bin ich dann, wenn Namen doppelt vergeben wurden, häufig, wenn das erste Kind starb. Da frage ich mich immer, ob das nicht komisch für die Eltern und das Kind war, wenn man Elisabeth rief und eigentlich ein anders Kind vor Augen hatte.

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Der Friedhof, Namen und ich

Ich spaziere gerne über unseren Waldfriedhof, dort hat die Stille irgendwie einen anderen Klang, heiliger, bedächtiger, was wohl den Vögeln und Eichhörnchen gut gefällt, denn man begegnet oder hört sie bei jedem zweiten Schritt.

Das Grab meiner Uroma Pelagia liegt im älteren Teil des Friedhofes (den Platz im Schatten des alten Baumes hat sie sich übrigens selbst ausgesucht, nicht zu weit vom Eingang entfernt und die Nachbarn sind ruhig). Wenn ich es besuche, laufe ich an jahrhundertalten, beeindruckend gestalteten Gräbern vorbei, da sind wunderschöne Skulpturen von Engeln (und ich meine nicht die kitschigen Putten mit Windeln), Kameen und ein riesiges Grab in Form einer Pforte.

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Armin vor Annalena, Olaf weit abgeschlagen

Jetzt wissen wir, wer im September 2021 Bundeskanzler:in werden will. Ich habe verglichen, wie beliebt die Vornamen der drei Kandidat:innen sind: Armin liegt knapp vor Annalena, aber Olaf ist weit abgeschlagen. Manche Vornamen werden häufiger vergeben, wenn sie im Gespräch sind. Ich vermute aber, dass hier der Greta-Effekt eintritt, so dass diese Namen wegen der großen Präsenz viel weniger vergeben werden als zuvor.

Annalena, Armin und Olaf

Die Schwestern meiner Oma

Als ich rausgefunden habe, dass meine Oma offiziell gar nicht Else hieß, da lebte sie schon gar nicht mehr. In ihrer Geburtsurkunde stand Elsa Mathilde, aber sie wurde immer und überall ausschließlich Else genannt. Weniger überraschend war später die Entdeckung, dass auch die sechs Schwestern meiner Oma zwei oder sogar drei Vornamen hatten. So hießen die Schwestern, von der ältesten zur jüngsten:

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