14 Kinder und 90 Namen

Wie Sie vielleicht wissen, lese ich sehr gerne und nicht nur Romane. Wenn ich auf der Seite unseres allerliebsten Onlinelexikons bin, lese ich am liebsten Biographien von europäischen Adelshäusern und schwelge in den vielen Namen, die damals so großzügig vergeben wurden. Enttäuscht bin ich dann, wenn Namen doppelt vergeben wurden, häufig, wenn das erste Kind starb. Da frage ich mich immer, ob das nicht komisch für die Eltern und das Kind war, wenn man Elisabeth rief und eigentlich ein anders Kind vor Augen hatte.

Weiterlesen

Der Friedhof, Namen und ich

Ich spaziere gerne über unseren Waldfriedhof, dort hat die Stille irgendwie einen anderen Klang, heiliger, bedächtiger, was wohl den Vögeln und Eichhörnchen gut gefällt, denn man begegnet oder hört sie bei jedem zweiten Schritt.

Das Grab meiner Uroma Pelagia liegt im älteren Teil des Friedhofes (den Platz im Schatten des alten Baumes hat sie sich übrigens selbst ausgesucht, nicht zu weit vom Eingang entfernt und die Nachbarn sind ruhig). Wenn ich es besuche, laufe ich an jahrhundertalten, beeindruckend gestalteten Gräbern vorbei, da sind wunderschöne Skulpturen von Engeln (und ich meine nicht die kitschigen Putten mit Windeln), Kameen und ein riesiges Grab in Form einer Pforte.

Weiterlesen

Armin vor Annalena, Olaf weit abgeschlagen

Jetzt wissen wir, wer im September 2021 Bundeskanzler:in werden will. Ich habe verglichen, wie beliebt die Vornamen der drei Kandidat:innen sind: Armin liegt knapp vor Annalena, aber Olaf ist weit abgeschlagen. Manche Vornamen werden häufiger vergeben, wenn sie im Gespräch sind. Ich vermute aber, dass hier der Greta-Effekt eintritt, so dass diese Namen wegen der großen Präsenz viel weniger vergeben werden als zuvor.

Annalena, Armin und Olaf

Die Schwestern meiner Oma

Als ich rausgefunden habe, dass meine Oma offiziell gar nicht Else hieß, da lebte sie schon gar nicht mehr. In ihrer Geburtsurkunde stand Elsa Mathilde, aber sie wurde immer und überall ausschließlich Else genannt. Weniger überraschend war später die Entdeckung, dass auch die sechs Schwestern meiner Oma zwei oder sogar drei Vornamen hatten. So hießen die Schwestern, von der ältesten zur jüngsten:

Weiterlesen

Akte Hanna und Emma – ein Namensunfall

gelber Luftballon
Bild von anncapictures auf Pixabay

Ob mich diese Handywerbung mit zwei mittelalten Frauen namens Emma und Hanna auch so nervt, wurde ich gefragt. Das kann man wohl sagen! Wer die Werbung nicht kennt: In dem Spot lässt die kleine Hanna aus Westdeutschland einen Luftballon mit ihrer Adresse fliegen, den die kleine Emma aus Ostdeutschland findet, woraus eine Freundschaft fürs Leben entsteht. Das Nervige daran: Die Geschichte spielt in den 1970er Jahren und wer sich auch nur ein bisschen mit dieser Zeit auskennt, weiß, dass die Vornamen Hanna und Emma damals sowohl in der DDR als auch in der BRD total aus der Mode waren. Die Namen passen einfach nicht zur Geschichte und so wirkt diese Werbung fremd und künstlich.

Weiterlesen