Vornamen-Interview mit Guido Fuchs

Meine allererste Begegnung mit dem Namen Guido hatte ich bei der Lektüre von Disneys Lustigem Taschenbuch Nr. 62, „Micky auf Gespensterjagd“. In dem Band, für den die unter Donaldist*innen legendäre Dr. Erika Fuchs als Chefredakteurin und Übersetzerin verantwortlich zeichnete, erleben Micky und Goofy Abenteuer mit einem verstorbenen Banditen („Das verkorkste Gespenst“). Und natürlich sprach ich dessen Namen im Geiste genau so aus wie er da stand: Gu-i-do.

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Vornamen-Interview mit Karina Klüber

Karina Klüber
Karina Klüber

Schlager-Fan bin ich nicht (überhaupt nicht), aber Unerklärbar ähnlich, die neue Single von Karina Klüber, hat sich schon nach zweimal Hören in meine Ohren gewurmt. Wer die 2018er Staffel von The Voice verfolgt hat, weiß schon, dass Karina viel mehr kann als Schlager. Ich weiß das erst, seitdem ich einige ihrer vielseitigen Bühnenshows besuchen durfte: Sie kann nicht nur in verschiedenen Genres singen, sondern auch tanzen und schauspielern und dabei auch noch witzig sein. Wer sich selbst überzeugen will: In ihren Insta-Storys gibt die Künstlerin ab und zu Einblicke in ihre Auftritte.

Ich habe Karina Klüber über ihren Vornamen ausgefragt:

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Das Hitlisten-Interview: „Vielleicht trinken die Eltern von Matteo gerne Tee?“

Piet, Alex, Ferdinand, Yasin, Lennox … pünktlich zum Jahresende können sich Namensinteressierte wieder an den von Knud Bielefeld aus Ahrensburg ermittelten Hitlisten erfreuen, in denen Unterschiedlichstes einträchtig nebeneinander steht. Die hier herausgegriffenen Jungennamen – vom norddeutschen Piet (Platz 162) bis zum neudeutschen Lennox (Platz 166) – belegen, wie bunt und vielfältig es in unserer Gesellschaft zugeht, jedenfalls bei den Babynamen. Bielefelds Listen der 1.000 beliebtesten Namen des Jahres basieren auf einer repräsentativen Stichprobe von 230.000 Babys aus 433 Städten. Das sind ungefähr 30 Prozent aller 2021 in Deutschland geborenen Kinder.

Annemarie Lüning: Fangen wir mit den Spitzenreitern an. Da gab es in diesem Jahr einen Wechsel: Emilia und Matteo haben die Vorjahressieger Mia und Noah abgelöst und sind jetzt die häufigsten Babyvornamen Deutschlands. Hat dich das überrascht?

Knud Bielefeld: Im Fall von Emilia hatte ich das schon länger kommen sehen. Bei Matteo war es etwas anders, bei diesem Namen gab es in den letzten Jahren sprunghafte Zuwächse. 2019 war er noch nicht mal in den Top Ten.

AL: Wie erklärst du dir die große Beliebtheit von Matteo?

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Herms und Knud sprechen über Vornamen. Auf YouTube.

Wenn ein Herms und ein Knud über ungewöhnliche Vornamen sprechen, dann kann das nur toll werden, oder? Das Beste: Ihr könnt dabei sein! Das halbstündige Interview gibt es ab sofort in Herms Promi Corner auf YouTube. Wir sprechen darüber, wie ich die Vornamenhitlisten erstelle, wie ich zu meinem Vornamen-Hobby gekommen bin, über die Entstehungsgeschichte unseres Buches „So will ich heißen“ und noch viel mehr.

Das Hitlisten-Interview: „Ich staune über Kinder, die Knut heißen“

Knud Bielefeld im Dezember 2020

Im Corona-Jahr war es lange fraglich, ob es überhaupt klappen würde. Dann konnte Vornamenexperte Knud Bielefeld aus Ahrensburg aber doch wie gewohnt zum Jahresende die 1.000 beliebtesten Babyvornamen des Jahres liefern – und dabei sogar zwei neue Spitzenreiter verkünden. Bielefelds repräsentative Stichprobe umfasst die Vornamen von knapp 180.000 Babys aus 465 Städten. Das sind ungefähr 23 Prozent aller 2020 in Deutschland geborenen Kinder.

AL: Machen sich im Corona-Jahr bei beliebte-vornamen.de Einflüsse der Pandemie bemerkbar?

KB: Ja, tatsächlich, allerdings anders, als man vielleicht meinen würde. Besondere Effekte auf den Namensgeschmack konnte ich nicht beobachten. Das in Indien geborene Zwillingspaar namens Corona und Covid, das im Frühjahr durch die Medien ging, bleibt eine Kuriosität – glücklicherweise. Es hat sich aber gleich im März schlagartig bemerkbar gemacht, dass sich die Kliniken abgeschottet haben und auf Geburtsstationen keine Babyfotografen mehr unterwegs waren. Die Babygalerien der Krankenhäuser, die für meine Arbeit eine wichtige Quelle sind, fielen über etliche Wochen aus. Ab November wiederholte sich das Ganze.

AL: Wie bist du damit umgegangen?

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