„Unsere Vornamen“ von Andreas Brosch

„1500 Namen von biblisch bis modern“ lautet der Untertitel des Buchs Unsere Vornamen und was sie uns erzählen von Andreas Brosch, das kürzlich im Brunnen-Verlag erschienen ist. Der Schwerpunkt liegt aber mehr auf biblisch als auf modern. Nicht nur, weil der Autor Pfarrer von Beruf ist, sondern weil viele Vornamen fehlen, die erst seit kurzem häufiger vorkommen. So habe ich als Stichprobe Fiete, Pepe und Cataleya vergeblich gesucht. Es werden auch sehr wenige Namen mit arabischem Ursprung in Unsere Vornamen erläutert.

Unsere Vornamen (Amazon-Partnerlink)
Unsere Vornamen – und was sie uns erzählen: 1500 Namen von biblisch bis modern (Amazon-Partnerlink)

Die Beschränkung auf „nur“ 1.500 Vornamen (andere Vornamensbücher werben mit 10.000 Vornamen und mehr) hat natürlich auch eine gute Seite: Die aufgeführten Namen werden relativ ausführlich erläutert. Dabei gönnt uns der Autor ganze Sätze und wenige Abkürzungen (andere Vornamenbücher bestehen vor allem aus Stichworten und Abkürzungen).

Soweit ich das beurteilen kann, sind die Angaben zur Herkunft und Bedeutung gut recherchiert. Sehr gut recherchiert sind die Hinweise zur Häufigkeit in Deutschland, denn diese stimmen mit den von mir ermittelten Statistiken überein.

Anmerkung: Das Rezensionsexemplar wurde mir vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt.

Unsere Vornamen – und was sie uns erzählen: 1500 Namen von biblisch bis modern (Amazon-Partnerlink)

Autor: Andreas Brosch
Verlag: Brunnen
ISBN-13: 978-3765509957

Sie wollen ihren Sohn Adolf nennen

DER VORNAME feiert Premiere beim Film Festival Cologne
DER VORNAME feiert umjubelte Deutschlandpremiere beim Film Festival Cologne. Quelle: obs/Constantin Film/Andreas Rentz

Zur Deutschlandpremiere des Films Der Vorname in Köln waren neben Regisseur Sönke Wortmann und Produzent Tom Spieß auch die Hauptdarsteller Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz, Caroline Peters, Justus von Dohnányi, Janina Uhse und Iris Berben anwesend. Ich hatte vergeblich auf eine Einladung gewartet.

Darum soll es laut der „Constantin Film Produktion“ in Der Vorname gehen:

Es hätte ein wunderbares Abendessen werden können, zu dem Stephan (Christoph Maria Herbst) und seine Frau Elisabeth (Caroline Peters) in ihr Bonner Haus eingeladen haben. Doch als Thomas (Florian David Fitz) verkündet, dass er und seine schwangere Freundin Anna (Janina Uhse) ihren Sohn Adolf nennen wollen, bleibt den Gastgebern und dem Familienfreund René (Justus von Dohnányi) bereits die Vorspeise im Hals stecken. Man faucht einander Wahrheiten ins Gesicht, die zugunsten eines harmonischen Zusammenseins besser ungesagt geblieben wären. Starke Egos geraten aneinander, Eitelkeiten werden ausgespielt und der Abend eskaliert: Die Diskussion über falsche und richtige Vornamen geht in ein Psychospiel über, bei dem die schlimmsten Jugendsünden und die größten Geheimnisse aller Gäste lustvoll serviert werden.

Morgen startet der Film in den Kinos. Nicht zufällig kommt mir die Handlung bekannt vor: Das Drehbuch basiert auf dem französischen Theaterstück Le Prénom von Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte, das auch schon mit Patrick Bruel verfilmt wurde. Während der französische Film in Frankreich ein großer Erfolg war, hatte er in den deutschen Kinos (ebenfalls mit dem Titel Der Vorname) kaum Besucher.

Babynamen der Woche 41/2018

Josephine Desideria * Monte * Anna-Greta * Bryce * Ilay-Noel * Loris * Clara Arya * Yusra * Nikolay * Insirah-Sultan * Noah-Leandro * Daphne Olympia * James Brian * Fabyan Paul Luca * Leda * Shepresa * Jano * Alara * Ida Sanne * Hedi Malou * Frances Aurelia * Leonardo Nicky * Margo Juli * Vivien Theres * Mathea Marta * Caisy * Pandora * Millina * Luka-Prince * Sira

Unglückliches Baby © allari - fotolia.com
Foto © allari – fotolia.com

Die 10 schlimmsten Unisex-Namen

Ein Gesetz, das geschlechtseindeutige Vornamen vorschreibt, gibt es in Deutschland nicht. Es gab aber eine Dienstanweisung für die Standesämter, nach der geschlechtsneutrale Vornamen nur gemeinsam mit einem weiteren geschlechtseindeutigen Vornamen erlaubt waren. Diese Praxis wurde 2008 durch das sogenannte Kiran-Urteil für ungültig erklärt. Das Gericht erlaubte einer Familie, ihrer Tochter den aus Indien stammenden Unisex-Namen Kiran als alleinigen Vornamen zu geben. Seit diesem Urteil darf jeder Unisex-Vorname ohne zweiten Vornamen vergeben werden. Gegengeschlechtliche Namenvergaben sind weiterhin verboten, Mädchen dürfen also nicht Kevin heißen und Jungen nicht Jacqueline.

Geschlechtsneutrale Vornamen lassen „keine Beeinträchtigung des Kindeswohls sowie der Entfaltung der kindlichen Identität und Individualität“ erkennen, so die Urteilsbegründung. Trotzdem sind sie unpraktisch und stiften Verwirrung. Für intersexuelle Menschen sind Unisex-Namen ein Segen (demnächst wird divers als drittes Geschlecht offiziell eingeführt), für eindeutig weibliche oder männliche Menschen dagegen eine Last.

Unisex © blende11.photo - fotolia.com
Unisex © blende11.photo – fotolia.com

Glücklicherweise werden Unisexnamen in Deutschland nur selten vergeben. Hier meine persönliche Liste der schlimmsten Unisex-Vornamen:

  1. Andrea
    In Italien ist Andrea ein männlicher Vorname, im Rest der Welt ein weiblicher. Egal ob Mädchen oder Jungen – das Namensvorbild ist immer der biblische Andreas. Wahrscheinlich waren die Italiener die ersten, die ihre Kinder Andrea nannten, trotzdem wird außerhalb Italiens hinter diesem Vornamen eher ein Mädchen vermutet. Das ging sogar soweit, dass dieser Name in Deutschland von einigen Behörden als Jungenname abgelehnt wurde.
  2. Simone
    Mit dem Vornamen Simone verhält es sich genauso wie mit Andrea: in Deutschland heißen Mädchen so und in Italien Jungen. Genau genommen heißen Frauen Simone (und Andrea), denn diese Vornamen waren in den 1960er und 1970er Jahren angesagt.
  3. Nicola
    Auch Nicola ist ein italienischer Jungenname, den in Deutschland auch Mädchen bekommen. Dieser Name kommt nicht so häufig vor. Trotzdem ist er einer der schlimmsten geschlechtsneutralen Vornamen, die wir kennen, denn es heißen ungefähr gleich viele Frauen wie Männer so. Es gibt aber eine Hilfe bei der Geschlechtertrennung: Nicola (mit c) sind überwiegend Frauen und Nikola (mit k) überwiegend Männer.
  4. Luca
    Noch ein italienischer Jungenname mit der Endung -a. Luca kam aber erst viel später in Deutschland in Mode als Andrea und Nicola und hat sich (vielleicht deshalb) auch hierzulande als männlicher Vorname durchgesetzt. Es gibt auch zahlreiche Mädchen namens Luca, aber die sind deutlich in der Minderheit. Tatsächlich gibt es diesen Namen in Ungarn auch als weiblichen Vornamen. Die korrekte Aussprache wäre dann aber „lutsa“ und das habe ich in Deutschland so noch nicht gehört.
  5. Nikita
    Zwei Ereignisse haben dazu beigetragen, dass der russische Männername Nikita bei uns auch als Mädchenname etabliert wurde. Zum einen Elton Johns Hit Nikita aus dem Jahr 1985 beziehungsweise das Musikvideo des Titels, in dem Nikita als weibliche Soldatin dargestellt wurde. Zum anderen ist die Hauptfigur des französischen Action-Films Nikita aus dem Jahre 1990 eine Frau namens Nikita.
  6. Robin
    [Klischeemodus an] Robin Hood, der Rächer der Enterbten – Namensvorbild für viele heldenhafte Jungen namens Robin. Das englische Wort für Rotkehlchen – Namensvorbild für viele niedliche Mädchen namens Robin [Klischeemodus aus].
  7. Eike
    Ich habe früher viel über den Fußballtorwart Eike Immel (Nationalspieler von 1980 bis 1988) gelacht, weil der einen Mädchennamen hat. Bis heute sind alle Menschen namens Eike, die ich persönlich kennengelernt habe, weiblichen Geschlechts. Inzwischen habe ich aber auch viele Menschen kennengelernt, die Eike nur als männlichen Vornamen kennen. Vielleicht eine Frage der Region?
  8. Kim
    Das musste ja schiefgehen. Einerseits ist Kim eine skandinavische Kurzform von Joachim und klingt ja auch so ähnlich wie die Männernamen Tim, Jim und Wim: eindeutig männlich. Andererseits ist Kim eine englische Kurzform von Kimberly: eindeutig weiblich. In Deutschland sind die meisten Kims weiblich, vermutlich dominiert der Einfluss aus der amerikanischen Popkultur mit den vielen Frauen namens Kim.
  9. Charlie
    Ich bin seit 1981 Fan der Rolling Stones mit ihrem Schlagzeuger Charlie Watts und darum seitdem der Meinung, dass Charlie (als Koseform von Charles) nur ein männlicher Vorname sein kann. Neuerdings heißen auch viele Mädchen Charlie. Ob die Disney-Serie Meine Schwester Charlie daran Schuld hat?
  10. Noa
    Es ist eine riesengroße Besonderheit, wenn ein Mädchen seinen Vornamen Noah schreibt. Dieser Name ist zur Zeit einer der häufigsten Jungennamen und kommt nur ausnahmsweise bei Mädchen vor. Die Schreibweise Noa ist viel seltener und wird bei beiden Gechlechtern fast gleich häufig vergeben.

Zweitnamen zu Luisa

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Die beliebtesten zweiten Vornamen von Mädchen, die mit erstem Vornamen Luisa heißen:

  1. Luisa Marie
  2. Luisa Sophie
  3. Luisa Maria
  4. Luisa Katharina
  5. Luisa Charlotte
  6. Luisa Anna
  7. Luisa Emilia
  8. Luisa Johanna
  9. Luisa Marleen
  10. Luisa Magdalena
  11. Luisa Sofie
  12. Luisa Theresa
  13. Luisa Sophia
  14. Luisa Amelie
  15. Luisa Elisabeth
  16. Luisa Emma
  17. Luisa Viktoria
  18. Luisa Antonia
  19. Luisa Helene
  20. Luisa Marlene
  21. Luisa Franziska
  22. Luisa Christin
  23. Luisa Valentina
  24. Luisa Victoria
  25. Luisa Martha
  26. Luisa Helena
  27. Luisa Josephine
  28. Luisa Eva
  29. Luisa Malin
  30. Luisa Mia
  31. Luisa Carlotta
  32. Luisa Leonie
  33. Luisa Pauline
  34. Luisa Theresia
  35. Luisa Aurelia
  36. Luisa Felicitas
  37. Luisa Frieda
  38. Luisa Ida
  39. Luisa Rosa
  40. Luisa Amalia
  41. Luisa Anne
  42. Luisa Christina
  43. Luisa Christine
  44. Luisa Emily
  45. Luisa Henriette
  46. Luisa Isabella
  47. Luisa Jasmin
  48. Luisa Mara
  49. Luisa Margarete
  50. Luisa Mathilda
  51. Luisa Paula

Auswertungsgrundlage: Stichprobe aus den Geburtsmeldungen der Jahrgänge 2008 bis 2018. Alphabetische Reihenfolge bei gleicher Anzahl; Schreibvarianten (z. B. Sophie / Sofie) wurden nicht zusammengefasst.

Zweitnamen zu Anton

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Die beliebtesten zweiten Vornamen von Jungen, die mit erstem Vornamen Anton heißen:

  1. Anton Maximilian
  2. Anton Friedrich
  3. Anton Paul
  4. Anton Johann
  5. Anton Emil
  6. Anton Michael
  7. Anton Elias
  8. Anton Alexander
  9. Anton Johannes
  10. Anton Max
  11. Anton Wilhelm
  12. Anton Franz
  13. Anton Julius
  14. Anton Josef
  15. Anton Ferdinand
  16. Anton Karl
  17. Anton Louis
  18. Anton Valentin
  19. Anton Benedikt
  20. Anton Felix
  21. Anton Georg
  22. Anton Luis
  23. Anton Peter
  24. Anton Jonas
  25. Anton Fritz
  26. Anton Ludwig
  27. Anton Theodor
  28. Anton Thomas
  29. Anton Leopold
  30. Anton Heinrich
  31. Anton Jakob
  32. Anton Willi
  33. Anton Henry
  34. Anton Moritz
  35. Anton Oskar
  36. Anton Henri
  37. Anton Levi
  38. Anton Otto
  39. Anton Andreas
  40. Anton Christian
  41. Anton Jasper
  42. Anton Julian
  43. Anton Lukas
  44. Anton Philipp
  45. Anton Richard
  46. Anton Benjamin
  47. Anton David
  48. Anton Hans
  49. Anton Konrad
  50. Anton Luca
  51. Anton Martin
  52. Anton Michel
  53. Anton Walter
  54. Anton Frederik
  55. Anton Konstantin
  56. Anton Leo
  57. Anton Leon
  58. Anton Leonhard
  59. Anton Noah
  60. Anton Robert
  61. Anton Xaver
  62. Anton Carl
  63. Anton Eric
  64. Anton Kurt
  65. Anton Maria
  66. Anton Niklas
  67. Anton Sebastian
  68. Anton Simon
  69. Anton Theo

Auswertungsgrundlage: Stichprobe aus den Geburtsmeldungen der Jahrgänge 2008 bis 2018. Schreibvarianten (z. B. Luca/Luka) wurden nicht zusammengefasst; alphabetische Reihenfolge bei gleicher Anzahl.

Babynamen der Woche 39/2018

Gwendolyn Margaret * Ophelia Emanuelle * Philipp Joachim * Annmarie * Elise Ravena * Joshua Kilian * Salma * Frederik Fiete * Waverly Rose * Niklas Hansbert * Tila * Ziola * Unik * Mia Ines * Tjade * Jorge * Arin-Cana * Yunis Thiago * Philious * Julika Louise * Miriam Elira * Joel-Nikita * Elisabeth Hedwig Helene * Arnold Frido * Collin Curtis * Leana-Davina * Lijan Kjell * Valerian * Anna Elisabeth * Elian Paul-Luca

aktuelle Babynamen

Beliebteste Babynamen aus Österreich 2017

Statistik Austria hat zwei Hitlisten der beliebtesten Babynamen Österreichs veröffentlicht. Für die eine Hitliste wurden nicht nur phonetisch gleichlautende Vornamen (zum Beispiel Sofie und Sophie) zusammengefasst, sondern auch etymologisch gleiche (zum Beispiel Anna und Hanna). Über die Sinnhaftigkeit dieser Entscheidung kann man geteilter Meinung sein, siehe „Österreichs Vornamenstatistik jetzt ganz anders!“. Hier die etymologisch zusammengefasste Liste von Österreichs am häufigsten vergebenen Babynamen des Geburtsjahrgangs 2017:

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