Mein seltener Name und ich: Sheherazade

Mein seltener Name und ich

Namen wecken Erwartungen. Die einen mehr, die anderen weniger. Welches Geschlecht hat die Person, wie alt ist sie, wo ist sie beheimatet und so weiter. Manchmal auch: Aus was für einem „Stall“ kommt sie. Oder gar: Wie sieht sie aus. Namen stellen auch gewisse Anforderungen an alle, die mit ihnen zu tun haben. Sind sie lang oder kurz, vertraut oder fremd, einfach zu schreiben und zu sprechen oder eher ein Fall für Expertinnen und Gedächtniskünstler?

Meine heutige Interviewpartnerin sticht in beiden Bereichen heraus: Ihr Name weckt starke Erwartungen, über die sich viele Menschen einig sind. Und er ist herausfordernd in Sachen Schreibweise und Aussprache, deutlich herausfordernder als viele Eltern es heute ihren Kindern zumuten möchten. Wo Mia oder Leon auf einer Skala von eins bis zehn eine Eins sind, ist Sheherazade eine Zwölf.

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Mein seltener Name und ich: Cleo

Mein seltener Name und ich

Kurz und prägnant, dazu die schon bei Namen wie Leonie, Leon, Leo und Leonard erfolgreiche, ebenso melodische wie löwengleiche Buchstabenfolge „leo“: Ja, Cleo hat im Jahr 2022 eindeutig Modenamenpotenzial. Tatsächlich schneidet Cleo in der aktuellen Hitliste sogar noch besser ab als ich erwartet hätte: Platz 145 – mit klarer Tendenz nach oben. Besonders in Hamburg und Berlin leben bereits viele kleine Cleos. Bei noch im 20. Jahrhundert geborenen Menschen war das aber ganz anders, weshalb für mich der Fall klar war: In diese Reihe gehört auch ein Interview mit einer Cleo.

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Mein seltener Name und ich: Salome

Mein seltener Name und ich

Um vom weisen König Salomo oder Salomon und den nach ihm benannten salomonischen Entscheidungen gehört zu haben, muss man nicht besonders bibelfest sein. Ich sehe da sofort ein Bild vor mir, das ich vor über vierzig Jahren fasziniert und mit einigem Grusel in meiner Kinderbibel betrachtet habe: ein Mann auf einem Thron, vor sich zwei zankende Frauen, der andeutet, das Kind, um das beide streiten, mit einem Schwert entzweischlagen zu wollen.

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Mein seltener Name und ich: Elvira

Mein seltener Name und ich

Kommt ein Mann ins Standesamt, um sein neugeborenes Töchterchen anzumelden. „Wie soll die Kleine denn heißen?“ Ja, wie nur? Der Name, von dem die Frau des Mannes immer geredet hatte, will ihm partout nicht einfallen. (Spoiler: Es war Tamara.) Oder doch? „Elvira!“, sagt der Mann erleichtert (denn so ähnlich klang das doch …?). Und weil er gerade in Fahrt ist, fügt er noch einen Zweitnamen an: Anneliese – so heißt seine Mutter.

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