Zwei Miezen für Miez

Ein Pony. Wenn man meine Kindergartenfreundinnen früher fragte, was sie haben wollten, war die Antwort immer gleich: ein Pony. Ich erwiderte auf die Frage immer etwas anders: „Ich will eine Katze haben.“ Also wünschte ich mir beim Ausblasen der Geburtstagskerzen, bei jedem Regenbogen, den ich sah, bei jeder Wimper, jeder Pusteblume genau das, eine kleine Katze, die ich streicheln, mit der ich spielen, die ich liebhaben konnte.

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Namen zum Verschenken

Namen zum Verschenken

Ich liebe Namen und Namenslisten, für mich, für andere oder für ein Spiel. Natürlich unterscheiden sich diese Listen voneinander. Andere haben ja nicht immer den gleichen Geschmack wie ich. Doch wenn es irgendwie geht, bringe ich natürlich auch Namen unter, die ich selbst vergeben würde wie Silas und Amalia. Auf meinen Namenslisten für andere stehen auch Namen, die für mich nur als Zweitnamen in Frage kämen, weil … ja wieso eigentlich? Da gibt es mehrere Gründe, mir gefallen andere Namen doch besser als Erstname (so kommt Luise auf die Zweitnamenliste), ich bin nicht mutig genug, den Namen als Erstnamen zu vergeben (Josepha), ich möchte nicht, dass der Name auf eine bestimmte Weise abgekürzt wird (Johnny für Jonathan und Issy für Isabella wären jetzt wirklich nicht mein Fall). Aber vielleicht sind die anderen mutiger, aufgeschlossener, begeisterungsfähiger als ich und deshalb schlage ich sie weiter vor.

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Die Antike, Namen und ich. Heute: Die Nereiden

Die Antike, Namen und ich

Endlich sind Sommerferien und ich habe wieder etwas Zeit, um mich auf zwei meiner liebsten Hobbys zu konzentrieren: dem Schreiben und Namen. Und wenn ich schon dabei bin, kann ich doch gleich eine neue Reihe starten (man gönnt sich ja sonst nichts 😉). Ein Bereich, den ich hier etwas unterrepräsentiert finde, ist die Antike. Also die römische und griechische (solltet ihr auf sumerische Namen gehofft haben, muss ich euch leider enttäuschen). Die Welt der Römer fasziniert mich, seit ich ein kleines Mädchen war. Über die Götter hat Knud ja vor ein paar Jahren berichtet, doch die antike Mythologie ist damit noch lange nicht ausgeschöpft.

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Allein unter Trendnamen

Allein unter Trendnamen

Jetzt bin ich schon seit fünf Monaten Referendarin *hier bitte trötendes und konfettiwerfendes Emoji einfügen* und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viele Namen auf einmal gehört habe. Natürlich ist das angesichts meiner Berufswahl nicht verwunderlich. Schließlich ist die Schule neben Babygalerien und Kindergärten der Ort, um an viele Namen auf einmal zu kommen.

Also muss ich mich korrigieren. Ich hatte damit gerechnet viele Namen zu hören, aber nicht damit, dass so viele Baby- bzw. Trendnamen darunter sind, schließlich arbeite ich mit Kindern ab zehn Jahren (Mia und Ben standen da auf Platz 1). Aber nicht nur in der Schule schnappe ich Namen auf, auch auf dem Weg zum Studienseminar (das zwischen mehreren Schulen liegt), im Studienseminar und beim Einkaufen und Spazierengehen in meiner Nachbarschaft. Trendnamen überall und ich, die ich ja eher das Gegenteil eines Trendnamens habe, mittendrin.

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Der Friedhof, Namen und ich III

Der Friedhof, Namen und ich

In den Osterferien hatte ich endlich Zeit, den Friedhof meiner Stadt zu besuchen, juhu! Ich weiß, andere erkunden nach einem Umzug die Innenstadt, die Sehenswürdigkeiten oder das Nachtleben. Ich wollte mir aber unbedingt den Friedhof ansehen, seit ich das erste Mal daran vorbeigefahren bin. Stammleserinnen und Stammleser dieser Reihe wissen, ich liebe Friedhöfe. Die Ruhe, die verschlungenen Wege und die alten Gräber, neben Babygalerien und Klassenlisten die Quelle, um an Vornamen heranzukommen. Durch den Umzug und die Arbeit musste mein Friedhofsbesuch aber immer wieder verschoben werden, bis zum Beginn der Ferien. Mit meinem treuen Block und einem Stift bewaffnet machte ich mich also auf den Weg. Wie anders dieser Friedhof aussah. Die Anordnung der Gräber, der Stil der Grabsteine, die Vogelarten und sogar die Abfallbehälter waren anders (ich hatte ganz naiv angenommen, dass es genormte Mülleimer für Friedhöfe gibt, es gibt doch für alles eine DIN-Norm). Anstelle von puscheligen Eichhörnchen, die sich um die Bäume jagten, begegnete mir eine kleine Maus, nur die Blicke der anderen Besucher blieben gleich verwirrt-fragend, aber wieder hat sich niemand getraut, nachzuhaken, was ich denn da so mach. Na ja, ich hatte meinen Spaß und die alten, pompösen Gräber hatten so viele Namen zu bieten!

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