Verdorbene Vornamen

Es gibt Namen, die mal ganz normal und unverfänglich waren und dann aufgrund gesellschaftlicher Ereignisse in Verruf geraten sind und so für die Eltern verdorben wurden. Alexa ist so ein Name, der erst vor wenigen Jahren in unseren Modenamenkreislauf eingestiegen ist und immer häufiger vergeben wurde. Seitdem Amazon einen digitalen Sprachassistenten so nannte, klagen Alexas über Hänseleien und folglich wird der ehemals beliebte Vorname kaum noch vergeben. In meiner Stichprobe von diesem Jahr ist Alexa erst zwei Mal aufgetaucht und kurz davor, ganz auszusterben.

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Mitreißende Mafalda

Was habe ich gelacht über das Finale der achten Staffel der Comedy-Serie Pastewka! Weniger wegen der absurden Situation, in der Bastian Pastewka ausgerechnet gemeinsam mit der Bruck auf einem fahrenden Autotransporter festsitzt und seiner verhassten und hochschwangeren Schwägerin notgedrungen bei der Geburt des Kindes hilft. Nein, gelacht habe ich darüber, dass das Baby Mafalda heißt. Den Namen fand ich so lustig, dass ich ihn seitdem als Wildcard für einen albernen und lächerlichen Mädchennamen benutzt habe. Ich wusste ja nicht, dass es bei Harry Potter eine Hexe namens Mafalda Hopfkirch gibt. Auch die argentinische Comicfigur Mafalda kannte ich noch nicht. Von Prinzessin Mafalda von Hessen ganz zu schweigen.

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Verliebt in den Namen Cajus

Ein eigentlich sehr klassischer Name, der doch sehr exotisch und auffällig ist – Anne-Sophie aus Hannover hat sich in den Namen Cajus verliebt und versteht nicht, warum sie durchweg schlechte Reaktionen bekommt, wenn sie davon erzählt. Schließlich sind Justus und Julius ja auch akzeptierte Vornamen.

Cajus

Tatsächlich ist Cajus kein gewöhnlicher Vorname, sondern eher selten. Seit 2010 wurde er in Deutschland ungefähr hundert Mal vergeben. Anders als Magnus, Julius, Markus und weitere Vornamen, deren Ursprung im alten Rom liegt, hat sich Cajus nie etabliert und wirkt darum exotisch. So richtig deplatziert wirkt der Name aber gar nicht in unserer modernen Vornamenlandschaft, finde ich. Was meint Ihr?

Das Emilien-Dilemma

Damals vor unendlich langer Zeit, als ich meine erste Vornamenhitliste erstellt hatte, da hatte ich mich dafür entschieden, Emilie und Emily als Formen desselben Namens zu betrachten und zusammen auszuwerten. Diese Entscheidung ist zu Recht umstritten, denn nicht alle Mädchen namens Emilie werden so wie Emily ausgesprochen. Anfang des 20. Jahrhunderts war es üblich, Emilie wie Familie auszusprechen, aber da war Emily in Deutschland noch gar nicht verbreitet, so dass es für diese Jahrgänge gar keine Rolle spielt, ob die Namensformen zusammengefasst werden oder nicht.

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Aus meinem Umfeld: Männer mit Umlaut

Eltern von heute strafen sie mit Verachtung: Namen mit Umlaut. Bei den Jungen hält nur noch Björn auf Platz 317 die Flagge hoch, türkische Namen ausgenommen. Es gab aber auch mal ganz andere Zeiten für Umlaut-Namen. Das beweist mir schon die Tatsache, dass ich im Job täglich mit den Kollegen Jörg, Rüdiger und Sönke zu tun habe, deren Namen ich diese Betrachtung widme. Ob es wohl an den Erfahrungen dieser Vätergeneration im Ausland und mit Computertastaturen liegt, an den Eindrücken all der Günthers, Jörns, Jürgens und Sörens, dass Vornamen mit ö oder ü aus der Mode gekommen sind?

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