Gesucht: zweisilbiger Name, der die Buchstaben L und E beinhaltet

Liebe Community,

sehr gerne würden wir uns bei der Namenssuche für unser drittes Kind helfen lassen. Wir haben bereits zwei Töchter und bekommen nun in ca. sechs Wochen (Hilfe!!!) einen Jungen. Die Große heißt Ella Louise (mit stummen E am Ende) und die Kleine Leni Elisa.

Wir wollten bei beiden Mädchen gerne einen Namen (ich spreche jetzt nur vom ersten Vornamen), der nicht in der Top Ten ist, aber dennoch so geläufig, dass er nicht buchstabiert werden muss. Ich habe einen in Deutschland eher ungewöhnlichen Vornamen, den ich als Kind ständig korrigieren und buchstabieren musste. Das möchte ich meinen Kindern ersparen. Dass sich sowohl Ella als auch Leni in Richtung Trendname entwickeln, haben wir nicht geahnt.

Wir haben einen einsilbigen Nachnamen, der auf „-tz“ endet und deshalb eher hart klingt. Deshalb sollte der Vorname weicher klingen. Am liebsten wäre mir ein ebenfalls zweisilbiger Name, der die Buchstaben „L“ und „E“ beinhaltet. Der Name Emil wäre perfekt – ist aber im näheren Umfeld bereits vergeben, genauso Lenn und Levi, die aber auch zu nahe an Leni sind. Leo heißt der Sohn meiner besten Freundin. Leon ist für mich der neue „Kevin“. Aber das L und E sollen kein Muss sein.

Auf meiner Liste stehen nun noch (erfüllen nicht alle Vorgaben):

  • Lasse (zu anfällig für Spitznamen und ggf. etwas „hart“?)
  • Jonah (kann ich meinem Mann nicht schmackhaft machen)
  • Matti (zu niedlich? Und zwei Namen in der Familie, die auf i enden? Ist der Favorit von meinem Mann, er selbst heißt mit zweitem Namen Matthias)
  • Lian (hört sich irgendwie nur halb an)

Keiner der Namen überzeugt uns aber vollkommen. Wir sind echt ratlos!

Vielen lieben Dank im Voraus für eure Ideen und eure Unterstützung
Rosanna

52 Gedanken zu „Gesucht: zweisilbiger Name, der die Buchstaben L und E beinhaltet“

    • Vielen Dank für deinen Vorschlag. Leider heißt der Sohn einer meiner besten Freundinnen so. Aber ich mag den Namen.
      Das L und E ist kein Muss, ich würde es nur nett finden.

  1. Erstmal mein Senf zu den vier Kandidaten …

    * Lasse (zu anfällig für Spitznamen und ggf. etwas „hart“?)

    Lasse finde ich unproblematisch, ein Jungename darf schon ein bisschen härter als die supersoften Namen der großen Schwestern sein, und die Anfälligkeit für Spitznamen sehe ich jetzt auch nicht so sehr.

    * Jonah (kann ich meinem Mann nicht schmackhaft machen)

    Jonah mit h am Ende ließe sich auch mir nicht schmackhaft machen, da gehen nur Jona oder Jonas. Letzendlich wäre mir den Name aber zu biblisch und freikirchlich vorbesetzt.

    * Matti (zu niedlich? Und zwei Namen in der Familie, die auf i enden? Ist der Favorit von meinem Mann, er selbst heißt mit zweitem Namen Matthias)

    Der Bezug zu Matthias ist natürlich schön, aber der Anklang an das Wort “matt” kann stören … vielleicht Matthis?

    * Lian (hört sich irgendwie nur halb an)

    … und ist ziemlich unisex

    Mein erste Spontangedanke zu Euren Kriterien war

    Elvis

    aber ich bin nicht sicher, wie es mit dem Nachnamen auf …tz harmoniert.

    Noch 5 Vorschläge

    Elmar
    Elmo
    Eric(h)
    Linus
    Lönne

    Antworten
    • Vielen Dank für deine Vorschläge. Elvis ist mir irgendwie schon zu „besetzt“, würde aber natürlich den Kriterien vollkommen entsprechen.

  2. Mit Lian kann ich mich von eurer Liste am wenigsten anfreunden, ist mir auch zu unisex (Lia, Liana, Liane … lassen grüßen) und zu bruchstückhaft. Eher schon Elian oder Elias.

    Mein erster Gedanke zu “zweisilbig und mit l und e” war sowieso, dass ihr es euch damit allzu schwer macht. Da wird kaum etwas übrig bleiben, zumal ihr ja beim dritten Kind schon viele Namen aus dem Umfeld als “besetzt” empfinden dürftet. Ich würde empfehlen, auch z.B. dreisilbige Namen und solche, die nur e oder l enthalten, in Betracht zu ziehen.

    Antworten
    • Lovis (ist allerdings auch unisex)
      Alfred (zu emilistisch/zu mutig?)
      Balian
      Bendix
      Benno
      Bertil
      Edwin
      Jesko
      Jesper
      Julian (ziemlich häufig)
      Julius
      Kilian
      Milan (Modename?)
      Ole
      Peter
      Phileas
      Philipp
      Silas
      Thilo
      Willem

    • Ja, Lian ist eigentlich raus.
      Kilian und Milan sind auf die Liste gewandert. Lovis finde ich schön, war auch auf meiner Liste, wird aber vermutlich häufig zuerst mit der Mutter von Ronja Räubertochter assoziiert und somit als eher weiblich, ist vielleicht auch zu nah am Namen Loris, der gerade Trendname ist.

  3. Wie findet ihr Milan?

    Der ist wie gewünscht sehr weich im Klang, aber hat bei mir durch den bekannten Greifvogel nicht nur die Assoziation soft. Die Schreibweise ist auch eindeutig und bekannt. Ein Silbenanfangs-L finde ich als Verbindung völlig ausreichend, zumal die beiden Es der Schwestern ja auch nicht gleich gesprochen werden.

    Antworten
    • Milan gefällt mir gut. Der war schon mal auf meiner Liste, keine Ahnung, warum er wieder runter geflogen ist. Jetzt ist er wieder drauf. Wie gesagt E und L ist kein Muss, mich sprechen aber überraschend viele Namen mit diesen Buchstaben an.

  4. Erik
    Florin
    Floris
    Laurin
    Maris (unisexig?)
    Silvan
    Theo (wird auch immer häufiger)

    Zu Lovis: Ich glaube ja, dass die Mutter aus “Ronja Räubertochter” nicht mehr soo bekannt ist. Vom Klang her finde ich die Namen eher männlich, wie Joris oder Luis.

    Antworten
    • @Annemarie

      Samuel und Gabriel wollte ich auch vorschlagen 🙂 , weil das l und e alle drei Namen verbindent, aber die sind ja dreisilbig und nicht wie gewünscht zweisilbig.

      Jonael habe ich ja noch nie gehört.

    • Mein Mann heißt Daniel, mein Patenkind Gabriel (und seine Brüder Samuel und Raphael) . Aber sonst sehr schöne Namen! Manuel ist mir irgendwie zu sehr unsere Generation.

    • @Rosanne:

      Da fehlt doch glatt ein Michael oder, wenn es mehr an Lindgren angelehnt sein soll, ein Michel.

    • @Miez Es ist keine Schande noch nie von Jonael gehört zu haben. Der Name ist eine moderne Bastelarbeit und ist 2015 bei den Hispanics in den USA groß herausgekommen wegen des Siegers in “La Voz Kids” (so eine Castingshow wie “The voice of Germany”).

  5. Hallo,

    Lasse passt gut zu den Namen seiner Schwestern, er teilt sich das a mit Ella, das e mit Leni und mit beiden das L, ohne zu gewollt zu wirken. Kleiner Einwand, der keiner sein muss, er wirkt wesentlich nordischer, als die Namen seine Schwestern.

    Jonah, ich mag das h am Ende, ist aber ein Unisexnamen, von denen ich persönlich kein großer Fan bin. Der hier vorgeschlagene Jonas finde ich daher schöner, er kommt immer wieder vor, ohne zu häufig zu sein.

    Matti wäre mir persönlich tatsächlich zu feminin, ich muss an die kleinen Schwester der Läuse-Mia aus „Madita“ denken, auch wenn der Name sich je einen Vokal mit seinen Schwestern teilt, was verbindent wirkt.
    Mattis finde ich hier auch besser, klingt eindeutig männlich, frech und sympathisch.

    Milan gefällt mir auch gut, passt zu den Schwesternnamen, hat aber genug Individualität.

    Von den hier vorgeschlagenen Namen finde ich Silas, Erik und Julius ebenfalls passend.

    Weitere Vorschläge
    Lenno
    Jakob
    Henry
    Jaron
    Aaron
    Lukas
    Milo
    Aro

    Alles Gute!

    Antworten
  6. Zu E und L sind mir als erstes die ganzen Engelnamen eingefallen, Michael, Raphael, Azrael, Gabriel und so weiter. Die meisten von denen haben drei Silben, aber es gibt auch Joel und Noel – wobei ich Noel wahrscheinlich für ein Dezemberkind am passendsten finden würde.
    Dann gibt es noch Melvin und Merlin, beides eher weiche Namen.
    Ich würde dem dritten Kind einen “eigenen” Vokal gönnen, der bei den Schwestern nicht vorkommt, also z.B.
    Ruben
    Marlon
    Florens
    Miron
    Nico
    Simon
    Johan(n)
    Samu
    Baldur

    Lasse ist ein sehr häufiger Rufname in Schweden, allerdings heißt jemand, der Lasse gerufen wird, fast ausnahmslos Lars.
    Und da wäre auch noch der Witz mit dem Türsteher Lasse Reinström.

    Grundsätzlich fände ich einen nordischen Namen aber auch hübsch zu Ella und Leni.

    Alles Gute!

    Antworten
  7. Hallo Rosanna,

    Lasse: Zu hart finde ich ihn auf keinen Fall; mir persönlich sagt er einfach nicht zu.
    Jona(h): Mag ich, finde ich auch passend zu Ella und Leni.
    Matti: Wäre mir auch zu niedlich; Hier würde ich Mattis bevorzugen.
    Lian: Wirkt auch auf mich eher unvollständig.

    Bei mir würde Mattis das Rennen machen.

    Ansonsten würde ich zu Ella und Leni einen der folgenden Namen wählen:

    (Felix)
    Michel
    Bertil
    Aurel
    Mael
    Laurenz
    Lucien
    Elias
    Valentin

    Ist etwas Passendes dabei?

    Liebe Grüße und alles Gute! =)

    Antworten
    • Vielen Dank für deine Vorschläge. Mattis heißt der Sohn von Freunden leider schon. Wir haben extrem viele kleine Jungs in unserem näheren Umfeld. Elias mag ich gerne, aber den gibt es hier bei uns im
      Ort schon ziemlich häufig.
      Valentin mag ich gerne, aber mit „w“ gesprochen, nicht mit „f“. Da sorge ich mich, das ständig korrigieren zu müssen.

  8. Warum nicht Ludwig? Das ist die männliche Form von Louise und beginnt mit L wie Leni. Er wäre dadurch mit beiden Schwestern verbunden. Als Zweitnamen könnt ihr Emil nehmen. Bei einem Zweitnamen ist es auch nicht so schlimm, wenn es den Namen in eurem Umfeld bereits gibt. Dann hatte er wie seine Schwestern zwei Namen, die mit L und E beginnen.
    Ludwig ist nicht so häufig, wird aber regelmäßig vergeben. Mats Hummels und Felix Loch haben ihre Söhne beispielsweise so genannt.

    Antworten
  9. Vielen Dank schon einmal zwischendurch für eure vielen Anregungen, Vorschläge und Einschätzungen. Ich bin total begeistert von vielen Namen und ganz gerührt, wie viel Mühe ihr euch gegeben habt – und das Ganze (ganz untypisch für ein Forum) ohne Anfeindungen und Kritik.

    Antworten
  10. Wie wäre es mit Wilhelm?

    Der passt auch gut zu Euren Kriterien, v.a. wenn Euch von anderen eher noch als altmodisch empfundene Vornamen nicht stören.

    Antworten
  11. Von den Namen, die Ihr schon erwähnt habt, finde ich Lasse, Milan und Kilian gut.

    Lasse–da sehr skandinavisch würde ich den eher in Norddeutschland vergeben. Hat sich aber natürlich inzwischen auch nach Süden ausgebreitet. Klanglich mag ich den Namen. Er hat Charme. Sehe keine Problematik und kenne schon eine ganze Reihe jüngerer Lasses, v.a. in Hessen (hier in Schwaben dann doch tatsächlich weniger).

    Milan–Klanglich finde ich den auch sehr ansprechend. Der ist dann slawisch, v.a. tschechisch/slowakisch. Fügt sich aber ohne Probleme in das deutsche Lautsystem ein. Während Lasse für mich tatsächlich etwas nach “lässig” klingt, hat der Name Milan für mich was stattliches. Beide sind auf ihr Art schön.

    Kilian–Dieser irische Name ist in Deutschland ein Klassiker, da der irische Mönch Kilian den fränkischen Raum missioniert hat und somit noch heute als der Schutzheilige Frankens verehrt wird. Während Lasse und Milan neuere Importe aus anderen Sprachräumen sind, besitzt der Name Kilian im deutschsprachigen Raum eine über tausend Jahre alte Tradition. Für mich wäre das ausschlaggebend, den Namen Kilian zu wählen. Aber mit dieser starken geschichtlichen Orientierung identifiziert sich natürlich nicht jeder. Milan und Lasse sind auch gut. Und ich finde es, muss ich ehrlich sagen, erfreulich, dass Ihr Lian von der Liste gestrichen habt.

    Antworten
    • Wie viele Jahre Tradition muss ein Name haben, um für dich in Frage zu kommen? Müssen es mindestens tausend Jahre sein oder reichen auch hundert? Was ist mit Kevin – dieser ebenfalls irische Name wurde vor 45 Jahren nach Deutschland importiert – ist das in deinen Augen schon ein Klassiker?

    • Für mich muss ein Name gar keine Tradition haben, ich meinte nur, dass ich (auch) alte Namen mag. Aber dazu zählen jetzt die meisten auf meiner Liste auch nicht unbedingt.
      Mir ist tatsächlich der Klang am wichtigsten, nicht die Bedeutung oder eine Tradition.
      Und ich möchte einen „unbelasteten“ Namen, deshalb ist Kevin für mich raus, genauso wie momentan bspw. auch Attila .

    • Um doch noch mal auf die eigentlich sehr interessante Fragestellung einzugehen:

      Für mich gibt es, was Namen an geht, keine Absolutheitswerte. Ich bin auch nicht total programmatisch–nur so halb programmatisch. Bei einem komplexen, vielschichtigen Sprach- und Kulturthema wie Namen wäre es auch nicht ganz angebracht, die Dinge total programmatisch zu erfassen, nach dem Motto, “So und so lange muss ein Name etabliert sein, um als angemessen verwurzelt zu gelten.”

      Milan und Lasse würde ich auch selbst vergeben, auch wenn sie erst seit frühestens den 1990er Jahren wirklich verbreitet im deutschsprachigen Raum Fuß fassen (ist der Fall bei Lasse–Milan ist noch “neuer,” denke ich). Dass ich sie vergeben würde und auch schön finde heißt aber nicht, dass diese Namen meine erste Wahl wären. Denn tatsächlich ist es mir noch lieber, gerade in einer recht entwurzelten Zeit, so viel “Wurzeln” zu züchten, wie möglich. Im Falle unserer sehr kulturübergreifenden Familie bedeutete das, Namen unserer Familienmitglieder aufzugreifen und dann die rumänische Version dieser Namen an unsere Söhne weiterzugeben.

      Tendenziell würde ich also einen Namen wählen, der zum eigenen familiären und kulturellen Hintergrund (unter Umständen auch zum eigenen Regionalhintergrund) passt. Dies als Tendenz, nicht als absolute Richtlinie. Generell sehe ich es auch so, dass die Frau beim Benennen mehr Entscheidungsrecht hat als der Vater, aus offensichtlichen Gründen. Das heißt, ich würde mich grundsätzlich vor allem nach meiner Frau richten (hab ich auch so praktiziert). Wenn diese neuere Namen bevorzugte (z.B. Finn oder dergleichen), dann würde ich dem generell auch beigeben, und das auch nicht ungerne, sondern mit einer Wertschätzung für Schönheit, Aura, Charakter und Herleitung des gewählten Namens, auch wenn er nicht vollkommen in das von mir bevorzugte Konzept passt.

      Insofern bin ich vielleicht offener, als es oft hier scheint, denn hier gebe ich natürlich immer an, was ich aus welchen Gründen bevorzuge, und da tritt natürlich ganz deutlich zum Vorschein, was für zentrale Werte und Vorstellungen ich zur Anwendung bringe.

      Wenn es darum geht, was für mich “in Frage käme,” dann müsste ich grundsätzlich sagen, sehr, sehr vieles, in viele verschiedene Richtungen hin. Wenn es aber um die engere Frage geht, was ich selbst vorschlagen und bevorzugen würde, dann steht der Wert von historischer Verwurzelung sehr weit oben. Daneben habe ich noch eine Leidenschaft für die Rehabilitierung alter germanischer Namen, die in die Vergessenheit verschwinden oder schon Verschwunden sind. Eine weitere Leidenschaft gilt der regionspassenden Vergabe von Regionalnamen. Noch eine Leidenschaft sind alte, abstruse Heiligennamen, die ich gerne aus der Vergangenheit heraushole und über deren heutige Vergabe ich mich sehr freuen würde: alles von Balthasar und Bibiana bis Zölestin/Zölestine.

      Wann sehe ich einen Namen als wirklich in Deutschland verwurzelt? Es gibt ein Spektrum. Da gibt es die alten germanischen Namen, die schon lange gebräuchlichen biblischen Namen wie Daniel und Elisabeth, die alten Heiligennamen wie Katharina und Jost, das ist die ganz alte Schicht. Zu dieser gehört tatsächlich auch Kilian, und die historische Tiefendimension begeistert mich in der Tat.

      Dann kommen eben die Namen des Humanismus (17. Jahrhundert, Namen wie Aurelia und Claudius), die ganzen französisch beeinflussten oder derivierten Namen des 18. Jahrhunderts (Emilie, Charlotte, Luise), die England- und Skandinavienimporte des 19 Jahrhunderts (Edgar, Gustav, Nelly, Harry), die Skandinavienimporte des frühen 20. Jahrhunderts (Ingeborg, Dagmar, Karin), dann die Modewellen der Nachkriegszeit (so 1950er-70er, mit inzwischen sehr häufigen und geläufigen Namen wie Thorsten, Marco, Kerstin), und dann die immer komplexere und globalere Auswahl seit den 1980ern. Für mich bildet der Zweite Weltkrieg eine kulturelle Zäsur; danach änderte sich die Mobilität und Medienlandschaft rasant, und die Globalisierung nahm eine ganz neue Dimension an. Deshalb sind für mich die Namen, die sich vor dem zweiten Weltkrieg etablieren konnten, noch irgendwo in einem anderen kulturellen Rahmen als das globale Büffet, das sich ab den 1950ern öffnete.

      Dabei nehme ich aber die ganzen verschiedenen “Schwellen” der Entwicklung war–Charlotte kommt mir zwar “etabliert” vor, aber längst nicht so tiefenverwurzelt wie Elisabeth.

      Tendenziell freue ich mich also besonders über Namen mit ausgeprägter historischer Tiefendimension, betrachte Namen aber nicht eindimensional: Klang, Bedeutung, theologische und andere Assoziationen, Vertrautheit, Seltenheitswert, das alles und mehr spielt für mich mit hinein. Somit mag ich z.B. den total neuimportierten Namen Marlon sehr–wegen Klang, Marlon Brando-Assoziation, lebenslanger Vertrautheit (durch Marlon Brando), weil der Name sich einfach deutsch aussprechen lässt, und mehr.

      Kevin–würde nach meinem Schema nicht als tief verwurzelter Name gelten, wenn auch in neuerer Zeit “etabliert.” Finde den Namen gar nicht so schlecht, nur leider durch den ganzen negativen Medien-Hype schwierig gemacht.

    • @Mark
      Vielen Dank für deine Ausführungen.
      Das ist sehr spannend zu lesen und bringt mich noch mal zum Nach- und Umdenken.
      Als Tochter eines Germanisten liegt es mir tatsächlich nah, Namensherkünfte mit zu beachten, war bei Diskussionen beim Mittagessen der Gang zum Regal mit dem Ethymologischen Wörterbuch nicht so selten. Ich selbst habe sowohl französische, als auch norddeutsche, aber vor allem rheinhessische (und hier sehr katholische) Wurzeln (auch wenn ich selbst nicht katholisch bin).
      Deshalb sind meine Namensvorlieben vermutlich auch nicht besonders konsistent.
      Mein Opa hieß Emile (französischer Vater), was mir auch sehr gut gefällt, der Name wurde aber direkt „eingedeutscht“ und das „e“ gestrichen. Leider waren andere Mitglieder meiner Familie schneller mit dieser Namensvergabe.
      Meine Tante beschäftigt sich viel mit Ahnenforschung und hat herausgestellt, dass die Mitglieder der Familie meiner Generation alle Vornamen mit L und E für ihre Kinder gewählt haben, das war mir im Vorfeld überhaupt nicht bewusst.

  12. Ich finde Eure Namensliste sehr gut, da ich selbst ein großer Fan von skandinavischen Namen bin.
    Ich wollte eigentlich immer einen kleinen Lasse (ging leider gar nicht bei meinem Mann) und Emil schied auch aus, da der Name ein Trendname ist und wir keinen Top10 Namen wollten. Da kann ich Euch sehr gut verstehen.
    Ich finde den Namen Matti toll und wir haben seit Anfang des Jahres nun auch einen Matti. Ich habe lange überlegt, ob der Name nicht zu niedlich ist, aber er passt nun perfekt zu seiner frechen lausbuben Art. Mein Mann war letztlich auch derjenige, der sich bei uns durchgesetzt hat und mich davon überzeugt hat, dass dieser Name wenn auch mit Endung i (wie auch Levi, Lenni) sehr gut auch für einen Erwachsenen geht. Nicht umsonst gibt es im Sport immer wieder einen Matti. Ich bin gespannt wie Ihr Euch entscheidet.

    Antworten
  13. Zu Kilian:

    Wenn einem eindeutige Aussprache wichtig sind, ist es nicht der ideale Name:
    Kie-li-an oder Kiel-jan oder Kill-jan (diese klingt mir persönlich dann zu sehr an „to kill“ an)

    An Schreibweisen ist auch einiges denkbar, wobei zumindest hierzulande die meisten keinen Erklärungsbedarf haben werden.

    Antworten
  14. Finde die meistens genannten Namen sehr gut machbar. Statt Milan wär mir noch Silas eingefallen, kann aber sein, dass das mit dem Nachnamen zu “gezischt” wirkt?

    Antworten
    • So heißt mein Enkel. Meine Tochter ist Kinder-und Jugendpsychiaterin, hat entsprechen viele Namen gehört uns assoziiert, so kam sie auf Philemon, der Freundliche. Der Junge, bald 6 Jahre alt, kommt gut zurecht mit seinem Namen, er wird nicht abgekürzt, es gibt keine Hänseleien…

  15. Weitere Namen mit L und E:

    Albert
    Alfred
    Amelios
    Angelo
    Anselm
    Aurelian
    Aurelius
    Aurelio
    Balthes
    Cecil
    Celio
    Clemens
    Cornel, Cornelis, Cornelio
    Cornelius
    Delius
    Eligius
    Elwin
    Elvin
    Felician, Felizian
    Fidelis
    Finley
    Florentin
    Friedhelm
    Gerald
    Gerold
    Karel
    Lionel
    Malte
    Marcel
    Melchior
    Melvin
    Merlin
    Miguel
    Neal
    Nelson
    Ole
    Oliver
    Phelan
    Wendelin
    Valerian

    Vielleicht ist da noch ein Name dabei, der passt?

    Antworten
  16. Also von den Namen aus eurer Liste gefällt mir Lasse am Besten, passt auch gut zu den Mädelsnamen.
    Lian find ich auch ganz gut, aber wenn er sich für euch zu halb anhört, warum dann nicht vllt. Elian?
    Lasse Elian bzw. Elian Lasse als Kombi fänd ich z.B. nicht schlecht.

    Schade das Emil nicht in Frage kommt, der würde wirklich perfekt passen.

    Ansonsten fallen mir folgende Namen ein die die “Kriterien” erfüllen würden:
    Levin
    Leano
    Leander
    Emilian
    Levin
    Bela
    Manuel
    Malte
    Lennard
    Samuel
    Daniel
    Julien
    Melvin
    Michel
    Albert

    Namen die zwar nicht beide Buchstaben enthalten, aber mind. einen und von der Länge halbwegs passen dürften:
    Linus
    Milan
    Theo
    Nils
    Lars
    Ken
    Hannes
    Henry
    Marlon
    Kilian

    Viel Spaß & Erfolg noch bei der Namenssuche und alles Gute 🙂

    Antworten
  17. Müsste ich zwischen Lasse, Milan und Kilian wählen, würde ich mich für Kilian (Emil) oder Kilian Matti(s)/Matthias entscheiden.

    @ Rosanna: Mich würde noch deine Meinung zu folgenden Namen interessieren:

    Alfred
    Amelios
    Clemens
    Friedhelm
    Melvin
    Merlin
    Michel/Michael
    Oliver
    Philemon
    Wilhelm

    Antworten

Schreibe einen Kommentar