Hilfe, ich heiße Larry

Oh, oh, oh! Sagt Ihnen das Wort “PC-Spiele” was? Auch “Leisure Suit Larry”? Nein? 1987 erschien das erste “Abenteuer” des Möchtegern-Casanovas Larry.

Mittels krümpeligster Navigation war man permanent bemüht, Larry zu schützen, meist vor sich selbst. Ging man beispielweise nicht schnell genug über die Ampel, dann war Larry Brei. Und auf dem Weg zur Lieblingsprostituierten musste man zunächst den Bodyguard überwinden. Ein freundliches “Hallo” brachte auch hier das schnelle Aus und man durfte von vorn beginnen. Hatte man vergessen, beim Zeitungsladen ein Kondom zu kaufen, bedeutete das für Larry den Exitus nach Koitus und für den zermürbten Spieler ein ernüchterndes “Game-Over”!

Bevor Sie also Ihr Kind nach diesem lächerlichen Loser benennen, bedenken Sie, es hat nur ein Leben!

Dieser gut gemeinte Rat stammt aus dem 2003 erschienenen Buch “Hilfe, ich bekomme einen Vornamen” von Christian Matzerath und Mark Land, das leider nicht mehr erhältlich ist.


Hilfe, ich heiße Fee

Selbst Quasimodos Schwester mag bei der Geburt ausgesehen haben wie eine kleine Fee. Die meisten Eltern empfinden jedenfalls so, wenn sie ihr mit Käseschmiere überzogenes Töchterchen in den Armen halten. Und neuerdings gibt es solche, die ihrer Glückseligkeit Ausdruck verleihen, indem sie ihre Tochter auch so nennen: Fee. Na ja, sind halt so kleine Hände …

Und bei Mama? Sind so runde Backen? Sind so dicke Schenkel? Sind so pralle Brüste? Ist sich Doppelkinn? Wenn ja, schleppt die süße Fee von heute später 40 Kilo Übergewicht mit sich rum und wird entsprechend von geistreichen, aber bösen Zeitgenossen treffend „Atomwaf“ genannt. Bevor Sie ihrer Tochter also diesen Namen antun, achten Sie auf den genetischen Faktor …

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Hilfe, ich heiße Aldegunde

Schon beim ersten Hören läuft einem eiskalter Schauder den Rücken herunter und es ist sicher nicht ganz unrichtig, den Eltern eine gewisse Boshaftigkeit zu unterstellen. Vermutlich müssen sie sich zusammenreißen, um beim Rufen nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Wenn das arme Mädchen glaubt, mit dem Rufnamen Aldi könnte es das Schicksal abschütteln, wird es von den sadistischen Eltern zum ersten Mal alleine einkaufen geschickt.

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Hilfe, ich heiße Elvis

Ein Klassiker unter den Fehlentscheidungen. “Heutzutage assoziiert doch mit Elvis niemand mehr den King of Rock’n’Roll. Das ist doch viel zu lange her.”

Glauben Sie! Auch heute noch wird Elvis jährlich ungefähr 200-mal irgendwo auf der Welt gesichtet und auch seine Musik äthert permanent aus Radios und Fahrstuhlritzen. Der Einzige, der vielleicht wirklich nicht mehr weiß, wer Elvis war, wird Ihr Sohn sein. Aber spätestens, wenn man ihn mit einem lustigen “Tutti frutti au rutti” oder einem melancholischen “In the ghetto” begrüßt, ist diese Aufklärungsarbeit geleistet.

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Hilfe, ich heiße Diana

Es gab Zeiten, da konnten sich Mädchen glücklich schätzen, Diana zu heißen. Sie durften noch ein wenig mehr als alle anderen Mädchen davon träumen, einmal eine Prinzessin zu sein, den königlichen Vornamen hatten sie schließlich schon. Die „Quick“ und „Bunte“ lesende Klientel unter den Gebärenden brachte Diana in den 90er-Jahren regelmäßig in die Top 10 der Vornamen. Dann kam der 31. August 1997. Und Diana wurde an diesem schrecklichen Tag die Nr. 1 in der Hitliste der berühmtesten Verkehrsunfallopfer – und das als Neueinsteigerin bereits in der ersten Notierungswoche!

Sollten Sie abergläubisch sein und Auto fahren, nennen Sie Ihre Tochter um Gottes willen anders!

[Anmerkung: Anders als oben behauptet war der Name in den 1990er Jahren gar nicht in den Top 10: Häufigkeitsstatistik des Namens Diana.]

Dieser gut gemeinte Rat stammt aus dem 2003 erschienenen Buch „Hilfe, ich bekomme einen Vornamen“ von Christian Matzerath und Mark Land, das leider nicht mehr erhältlich ist.


Hilfe, ich heiße Alexander

Alexander ist der FC Bayern München unter den Vornamen. Von 1992 bis 2001 holte Alexander sechsmal den deutschen Meistertitel in der Vornamenliga und wurde viermal Zweiter. Damit gibt es in Deutschland schätzungsweise so viele Alexander wie Bayern-Fans und Bayern-Hasser zusammen.

Eltern, die ihre Kinder so nennen wie die halbe Republik auch, bilden den fantasielosen, konformistischen Durchschnitt – den Normalbürger. Von der immensen Anzahl Jungs mit dem Namen Alexander werden es sehr wahrscheinlich einige nicht bis zum Abitur schaffen, was wiederum bei der allgemeinen deutschen Rechtschreibschwäche dazu führen wird, dass wir im Jahre 2015 an jeder zweiten Straßenecke ein „Alex’s Bierstübchen“ oder „Alexs’ Kiosk“ oder „Ale’x Currywurstbude“ finden werden.

Sie müssen Ihren Sohn ja nicht gleich Hippolyt nennen, aber ein individuellerer Name als Alexander wird Ihnen wohl noch einfallen, oder?

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Hilfe, ich heiße Jacqueline

Sie werden denken: “Warum taucht dieser beliebte Name in dieser Reihe auf?” Nicht ganz unbegründet, denn dieser Name geht einem, korrekt ausgesprochen, geschmeidig über die Lippen und klingt sogar nach der zehnten Wiederholung noch schön. Aber waren Sie schon mal bei “Rudis Reste Rampe” in Essen-Borbeck? Fahren Sie mal hin und hören Sie sich an, wie eine Mutter diesen Namen dort ausspricht. So etwa: “Schwackeline! Lass die Futtfingerkes von die Bohrmaschine!”

Dieser gut gemeinte Rat stammt aus dem 2003 erschienenen Buch “Hilfe, ich bekomme einen Vornamen” von Christian Matzerath und Mark Land, das leider nicht mehr erhältlich ist.


Hilfe, ich heiße Frodo

Warum nicht, werden Sie denken. Geben wir unserem Kind doch einfach mal einen aus Literatur und Film bekannten Namen.

Diese Halblinge sind aber auch einfach süß. Stark behaarte Füße, die die Größe von Bierkästen haben, und Körper, die gerne fett sind, weil der gemeine Halbling zur Fresslust neigt. Wenn Sie sich dennoch nicht abbringen lassen, möge irgendwann Sauron zu uns aufsteigen und alle Frodos dieses Landes zu einem lustigen Wochenende nach Mordor einladen. Ein Name, sie zu knechten …

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