Mein Modename und ich: Ben

Man kann es sich kaum mehr vorstellen, dass Ben mal ein echter Exot war: 2015 thront er schon wieder an der Spitze der beliebtesten Jungennamen Deutschlands, zum fünften Mal in Folge. Glückwunsch! Mir ist im Zuge des aktuellen Star-Wars-Booms bewusst geworden, dass auch ein Ben in der Saga vorkommt, der Jedi-Meister a.D. Ben Kenobi in Episode 4, die 1978 zuerst in deutschen Kinos zu sehen war.

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Auf der Suche nach Trends – und dem neuen Kevin

Wie stellt man sich einen Vornamensexperten vor? Mit einem Stall voller Kinder mit seltsamen Namen doch sicher? Knud Bielefeld (48) aus Ahrensburg bei Hamburg ist Vornamenexperte, das wird heute am 30. Dezember durch diverse Nennungen in den Medien wieder besonders deutlich. Sein neunjähriger Sohn hört allerdings auf den unaufgeregten Namen Erik.

Bielefelds Zugang zum Thema ist eher sachlich-mathematisch als versponnen: Der Mathe-LK-Absolvent („recht erfolgreich“) und studierte Wirtschaftsinformatiker, der im Hauptberuf Datenbanken gestaltet, kam über Statistik zu den Vornamen. Einen Tag vor Silvester veröffentlicht er – 2015 zum zehnten Mal in Folge – seine Liste der häufigsten Babynamen Deutschlands. Der Hobby-Namensforscher schließt damit eine Lücke: Es gibt nämlich keine amtliche deutsche Vornamensstatistik. 2015 wertete Bielefeld für seine Hitliste 183.396 Geburtsmeldungen aus ganz Deutschland aus. Das sind etwa 26 Prozent aller in diesem Jahr in Deutschland geborenen Babys.

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Jahresrückblick 2015: Ein bisschen Charlie

Da war doch noch was?! Genau, der Jahresrückblick, den wollte ich ja noch liefern. Also bitte: im Schweinsgalopp durchs Jahr 2015 und eine bunte Riege von Namen!

Jahresrückblick 2015

Januar

Charlie – das ist der Name Nummer eins im Januar. Die Parole „Je suis Charlie“, ausgegeben nach dem Anschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo, steht für die Freiheit zu spotten. Bisher ist Charlie, zuletzt auf Platz 201 mit Tendenz nach oben, für mich wahlweise durch den Chef dreier Engel oder einen Schimpansen besetzt, nun erhält er eine neue Note. Außerdem fällt mir in diesem Monat noch der Name des Dschungelcamp-Teilnehmers Aurelio Savina auf. Allerdings bekleckert sich der Ex-Bachelorette-Kandidat nicht eben mit Ruhm.

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Aurelia, Breien und Ceddie

In der Adventszeit mag ich es klassisch. Weniger in Bezug auf Musik oder Mode – Letzteres dürfte jedem beim Blick auf meine ganzjährig gewagt-bunten Socken schnell klar sein. Aber unbedingt bei Filmen und Büchern! Deshalb gibt es heute mal Namen aus meinen liebsten Weihnachtsklassikern. Wer möchte, darf gern ergänzen.

Gewagt-bunte Socken (Symbolbild) © AlexMaster - fotolia.com
Gewagt-bunte Socken (Symbolbild) © AlexMaster – fotolia.com

Aurelia: Bei diesem Namen höre ich immer, wie Colin Firth alias Jamie in „Tatsächlich … Liebe“ seiner niedlichen portugiesischen Haushälterin am Heiligabend einen öffentlichen Antrag macht: „Bonita Aurélia …“. Hach!

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Jungs auf -o

Madonna hat einen. Verona Pooth hat sogar zwei: Söhne, deren Vornamen auf -o enden. Als ich neulich mal über den für mich recht wohlklingenden Namen des spanischen Ministerpräsidenten – Mariano – nachgedacht habe, ist mir aufgefallen, dass ich über diese Namenssparte hier noch nie ein Wort verloren habe. Aber jetzt!

Wer deutsche (oftmals eher: deutsch klingende) Namen so gar nicht schick findet, hat die verschiedensten Ausweichmöglichkeiten. Er könnte etwas Skandinavisches bis Lindgrenmäßiges wählen (Bjarne, Kjell, Lasse) oder was Französisches (Noel, Marcel, Pascal). Dass gerade sehr junge Eltern sich gern von US-amerikanischen TV-Serien inspirieren lassen, war hier schon häufiger Thema. Doch auch mit dem Buchstaben O endende Jungennamen aus Italien oder Spanien haben viele Freunde, fügen sich unserer Zunge oft leichter als Ami-Namen und verleihen statt eines „internationalen“ ein Flair, das an Ferien im sonnigen Süden erinnert. Oder so.

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