Mein seltener Name und ich: Marny

Vor 56 Jahren kam ein mit psychologischen Elementen gespickter Thriller von Alfred Hitchcock in die Kinos, der nach seiner Hauptfigur benannt war: „Marnie“. Die mehr als unterkühlte Blondine wurde von Tippi (eigentlich Nathalie Kay) Hedren verkörpert, die männliche Hauptrolle eines reichen Witwers namens Mark hatte Sean Connery. Bei dem indianerzeltartigen Spitznamen der 1930 geborenen Schauspielerin soll es sich um eine familieninterne Verniedlichung von „Tupsa“ handeln, schwedisch für „Liebling“. Ob es wohl Zufall ist, dass das Resultat so ähnlich klingt wie Pippi?

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Darf’s ein Buchstabe mehr sein?

Bild von Michael Schwarzenberger auf Pixabay

Wer dieser Tage öfter ferngesehen hat – und wer hat das nicht –, dem sind sie vielleicht auch aufgefallen: die Cluster bestimmter, eher seltener Mädchennamen über mehrere Formate hinweg. Und zwar in minimalen Variationen, bei denen man sich wirklich konzentrieren muss: Wo war noch mal ein Extrabuchstabe drin – und wo nicht?! Und zwar:

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Ein kleiner Jorah

Jorah

Heute geht es noch mal nach Westeros, in das fiktive Reich der Erfolgsserie „Game of Thrones“, die mancher ja vielleicht auch dieser Tage (wieder?) inhaliert (ich kann auch die Romanvorlagen von George R. R. Martin empfehlen: sehr spannend!). Und zwar besuchen wir Ser Jorah Mormont von der Bäreninsel – „Ser“ ist in der Serie der Titel für Ritter. Der gute Jorah ist ziemlich verlottert, ja sogar geächtet, als er auf Daenerys Targaryen trifft. Er verliebt sich in die viel jüngere Frau, die ihre Haarfarbe mit der „Eiskönigin“ teilt und ein ausgesprochenes Faible für Drachen hat. Die Liebe bleibt zwar unerfüllt, trotzdem steht er ihr in den Kämpfen um den Thron treu zur Seite.

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Von Alarich bis Zilpha

Kinderbücher von Alarich bis Zilpha

Meine liebsten Kinderbücher haben mir immer kleine Fluchten ermöglicht. Gerade auch in doofen Zeiten, als ich schon längst erwachsen war. Sich mal wieder mit Lisa aus Bullerbü über das neue eigene Zimmer freuen, mit Nesthäkchen Annemarie „Lotte“ Braun Puppenweihnacht feiern oder mit „Dicki“ (Dietrich Ingbert Carl Kronstein!) und seinen Freunden den Dorfpolizisten hinters Licht führen – einfach schön!

Seit ich Mutter bin, hole ich meine Schätze fast nur noch aus dem Regal, um sie meinem Kind schmackhaft zu machen (Erfolg: durchwachsen). Nun ist mir aber beim Abstauben aufgefallen, dass es meine Bücher waren, die mich zuerst in Kontakt mit neuen Namen gebracht und so mein Interesse an der Thematik geweckt haben. In Kindergarten und Grundschule hieß man um mich herum schließlich nur Claudia, Heike, Thomas oder Thorsten; das Exotischste waren einzelne türkische Mitschüler oder auch Namen von Pädagogen (mein Kaninchen hatte ich nach meiner Lehrerin Charlotte getauft).

Viele Namen sind für mich mit den Figuren verbunden, an denen ich sie schmökernd kennengelernt habe. Mancher hat bei mir deshalb einen dicken Stein im Brett. Faszinierend fand ich aber auch die Namen der – oft englischsprachigen – Autoren. Bei einigen wurde mir erst viel später klar, ob es sich um Männlein oder Weiblein handelte.

Jetzt aber endlich eine Beispiels-Rundtour durch mein Regal (leider sind viele Bücher nur noch antiquarisch zu bekommen):

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