Artikel von: Annemarie Lüning

Freunde und Kollegen von Annemarie Lüning kennen das schon: Bei Plaudereien mit der Mutter einer 9-jährigen Tochter landet man überdurchschnittlich oft beim Thema Vornamen.

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Gute Frage 11: Sollte Noras Bruder Aron heißen?

In letzter Zeit sind mir geballt einige Sprachspielereien im Zusammenhang mit Namenssuchen aufgefallen. Da ist zum Beispiel die Schwangere, die einen Namen für ihren kleinen Jungen sucht und den Namen der werdenden großen Schwester verrät: Nora. Es dauert gar nicht lange, bis in der um Rat gefragten Community der Vorschlag Aron (oder Aaron) aufkommt: „Nora rückwärts gelesen, find ich klasse.“ Weitere Schreiberinnen stimmen zu: „Geile Idee“ und „Würde ich definitiv machen, wenn ich eine Nora hätte“.

NORA ARON

Fall 2: Eine gewisse Sonja ist schwanger, ihr erster Sohn heißt Jonas. Sie schreibt: „Bekannte von uns meinten, dass unser zweites Kind, wenn es ein Junge wird, am besten Lukas heißen solle, weil mein Mann Klaus heißt – Anagramme. Was würdet ihr von der Idee halten?“ Von einer unqualifizierten Antwort abgesehen („Was ist ein Anagramm?“) findet das Buchstabenspiel viel Zustimmung, sicher auch, weil Jonas und Lukas ohnehin recht gut zusammenpassen. Finde ich ja auch – doch sollte man sich wirklich von dem Zufall, dass sich aus beiden Elternnamen gängige Kindernamen basteln lassen, abhängig machen? Verdient es Kind 2 nicht auch, dass die Eltern bei der Wahl mehr „aus dem Vollen schöpfen“ auf der Suche nach dem allerschönsten Namen? Und wie hieße ein mögliches drittes Kind? O-Ton Sonja: „Wir hatten bei Jonas bemerkt, dass sein Name aus denselben Buchstaben besteht wie meiner, aber es hat uns weder gestört noch fanden wir es super genial. Für ein drittes Kind könnten wir noch den zweiten Namen meines Mannes nehmen. Aber was kann man schon aus Martin machen?“

Fall 3: Eine weitere werdende Mutter sucht kurze Namen für Zwillinge. Prompt schlägt eine Kommentatorin Leon und Noel vor, garniert mit einem stolz grinsenden Smiley: „Wenn du Leon rückwärts liest, heißt es Noel, und wenn du Noel rückwärts liest, Leon.“ Übrigens werden Noel und Leon auch gern als Erst- und Zweitnamen kombiniert.

Originell, vorhersehbar oder … – wie finden Sie derartige Spielereien? Und trägt hier vielleicht selbst jemand einen nach einem solchen Schema gewählten Namen?

Thema: Namensgebung

Kommt eine Wiebke nach München …

Dass jemand sein ganzes Leben in dem Landstrich verbringt, in dem er aufgewachsen ist, von Urlauben vielleicht abgesehen – das ist im 21. Jahrhundert extrem selten. Viele Eltern denken deshalb darüber nach, ob ihr Spross mit seinem Namen gut durch die Welt kommt. Dennoch greifen nicht alle zu stromlinienförmigen, am besten noch „international funktionierenden“ Modenamen: Die Statistiken von beliebte-vornamen.de belegen, dass beispielsweise traditionelle norddeutsche Namen durchaus vergeben werden – oft aber wirklich häufiger im Norden.

Kann ein Name „zu norddeutsch“ sein? Dafür ist die Geschichte von Wiebke ein schönes Beispiel: Die Hamburgerin verbrachte für ein Praktikum einige Zeit in München. Als sie sich an ihrem neuen Arbeitsplatz vorstellte, wurde sie gefragt: „Und wie ist Ihr Vorname?“ In Wiebkes Gesicht erschien ein Fragezeichen, schließlich hatte sie Vor- und Nachnamen genannt. Dann fiel der Groschen: „Die dachten, ‚Wiebke‘ sei der erste Teil eines Doppelnachnamens.“

„Wiiieee heißt die?“ Auf derartige Reaktionen sollte man gefasst sein. Schon ein auf Nordlichter so alltäglich wirkender Kindername wie Merle kann in einem fränkischen Dorf für Irritation sorgen. Sie meinen vielleicht, angesichts von Multikulti-Einflüssen hätten Eltern heute Narrenfreiheit. Einerseits stimmt das auch. Auf der anderen Seite aber äußern viele ihr Befremden über ungewohnte Klänge. Das gilt zwar ebenso für die längst nicht mehr raren englischen Namen. Im Vergleich zu niederdeutschen haben diese aber den Vorteil, dass wir mehr englische Filme und Serien konsumieren als skandinavische und in der Schule Englisch gelernt haben, nicht Plattdeutsch oder Schwedisch.

Westerhever Leuchtturm © Marco2811 – fotolia.com

Westerhever Leuchtturm © Marco2811 – fotolia.com

Ein Hingucker sind viele Nord-Namen im Süden allemal. Ob einem die Aufmerksamkeit und die Assoziationen dazu gefallen, kann nur jeder für sich entscheiden. So berichtet Kathrin aus Bayern von einer Familie aus ihrem Umfeld mit fünf Söhnen, „die haben alle nordische Namen, OleEmil, Mattis … Dabei sind die Eltern von hier. Aber das passt zu dieser Familie, die sind ‚anders‘, aber nicht im negativen Sinne.“

Hier noch ein paar Tipps für alle, die mit Nord-Namen liebäugeln, obwohl sie südlich von Bremen leben 😉 :

  • Je höher in der bundesweiten Hitliste der Name Ihres Herzens steht, desto weniger dürfte er die Menschen irritieren.
  • Wenn skandinavische Bestseller Namen populär gemacht haben, ecken sie tendenziell weniger an. Allerdings gibt es Unterschiede: Ida oder Madita sind unkomplizierter als Lasse oder Pelle.
  • Ist ein Name eher selten, werden Vorbilder stärker mit ihm verbunden, zum Beispiel Lisbeth Salander (aus der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson) beim Namen Lisbeth.
  • Namen, bei denen nur Insider erkennen, ob es sich um Männlein oder Weiblein handelt, beispielsweise Heinke, haben ihre Tücken.
  • Vorsicht bei ungewohnten Konsonantenclustern wie Tj-, Bj- oder Kj- – hier werden viele bei der Aussprache ihre liebe Not haben.
  • Gibt es einen bekannten Namen, der Ihrem seltenen Favoriten ähnelt? Dann werden Sie und Ihr Kind den öfter zu hören bekommen, zum Beispiel Silke statt Hilke.
  • Gibt es Reime („Inken-Schinken“) oder Wortspiele („Olé, Olé, Olé!“, „Wurst-Pelle“, „Leif is life, nanaaananana …“), die sich aufdrängen? Achtung: Vor solchen Witzchen sind Sie auch im Norden nicht gefeit.
  • Wo verlebt Ihr Kind die Jahre, in denen Kinder gern hänseln? Während ein kleiner Thore in Bremerhaven unbehelligt bleibt und sein erwachsener Namensvetter sowieso überall klarkommt, kennt Klein-Thore im Südbadischen alle, wirklich alle Witze zum Thema Fußball.

Dieser Beitrag stammt aus unserem Buch „Von Finn und Finja, Freya und Fritz. Die beliebtesten Vornamen der Norddeutschen“.

Thema: Regional

Mein seltener Name und ich: Kea

Heute starten wir mal in dem bekannten schwedischen Möbelhaus, das uns über die Jahre so manchen Mitbewohner beschert hat. Billy natürlich oder den friedliebenden, vor allem aber geräumigen Pax. Immer was zu lachen gab es mit Gesellen wie Syltkaka, dem Topfhandschuh, oder Schuhablage Lustifik. Tatsächlich liegt diesen Namen ein eigenes Regelwerk zugrunde, demzufolge Eltern auf Namenssuche am ehesten bei Stoffen und Gardinen fündig werden – für Mädchen – oder als „Team blau“ bei Stühlen und Schreibtischen. Doch das nur am Rande.

Nur eins noch: Bereits seit 1996 wollen uns die Möbelschweden weismachen, in ihrer Heimat ginge es am 13. Januar nur um einen gewissen Knut und dass alle Weihnachtsbäume an diesem Tag neuem Mobiliar weichen müssten. Ist natürlich Quatsch, obwohl zum St.-Knut-Tag in Skandinavien wirklich spezielles Brauchtum nachweisbar ist, etwa der „Knutsbock“ als nachweihnachtlicher Restevernichter.

Mein seltener Name und ich: Yola

Man musste kein Hellseher sein, um etwa 2007 zu erahnen, dass der Name Kevin möglicherweise eine nicht ganz so glückliche Wahl sein könnte – oder 2017, dass es sich bei einer Mia Rose keinesfalls um ein Unikat handeln kann. Dass der Name ihrer Tochter einmal haarscharf an einem Schlagwort der Jugendkultur vorbeischrammen würde, konnten die Eltern meiner Interviewpartnerin im Jahr 2000 aber wirklich nicht ahnen: Yola. Eine der kleinen Überraschungen, die im Zusammenhang mit Namen immer wieder auftreten. Wikipedia zufolge lässt sich YOLO („you only live once“) zuerst 2004 nachweisen; seit etwa sechs Jahren gehört das Akronym nahezu weltweit fest zur Jugendsprache. Yola muss sich schon einige Zeit Anspielungen darauf anhören, findet das aber nicht weiter schlimm: „Ist doch eigentlich ein schönes Lebensmotto.“

Ritterschlag für Trenk und Tiuri

Der kleine Ritter Trenk hat Schuld. Ohne ihn hätte es eine meiner ausgedehntesten Recherchen für dieses Blog, die mich mit drei Größen der Vornamenswelt und einer Autorin zusammenbrachte, nie gegeben. Wer, was, Trenk?! So heißt eine Kinderbuchfigur der Hamburger Autorin Kirsten Boie aus dem Jahr 2006. Die Abenteuer des Trenk Tausendschlag, der vom Bauernjungen zum Ritter wird, liefen ab 2011 auf KIKA und schafften es vor zwei Jahren auch in die Kinos.

Trenk, ist das eigentlich ein richtiger Name? Halb rechnete ich damit, dass es sich um eine friesische oder niederländische Kurzform handeln könnte wie Henk (von Heinrich) oder Hark. Dem scheint aber nicht so zu sein. Stattdessen stieß ich auf eine FAZ-Meldung, wie der erste „Trenk“-Band von 2006, die diesen Namen lapidar als „nicht zugelassen“ auflistete. Da war also jemand ganz schnell – und erfolglos.

Ritterschlag

Eine Mail an Kirsten Boie war rasch verfasst. Bloß leider weiß die Autorin selbst nicht mehr so recht, wie und warum ihr kleiner Held zu seinem Namen kam. Dessen Seltenheit sei aber keineswegs ein Zufall. Ob sich das Blatt für Trenk seit 2006 wohl gewendet hat? Um das herauszubekommen, holte ich zum großen Rundumschlag unter Namensexperten aus. Zunächst trug ich jedoch weitere Namen von Ritterjungen und -mädchen aus Kindermedien zusammen – die Sache sollte sich schließlich lohnen. Hier meine Listen:

Artus – Tafelrunde und so, Kindern vielleicht eher bekannt aus „Shrek der Dritte“
Balduin – muss auf die Liste, weil das bekannte Schlossgespenst Hui Buh einst so hieß
Edwinem* – aus „Der Brief für den König“ von Tonke Dragt
Kuno – „Kuno Kettenstrumpf“ ist ein Kinderbuch von Oliver Pötzsch
Lanzelino* – gibt’s in „Die Ritter von Rasselstein“ von Thomas Brezina
Merlin – darf hier nicht fehlen, die Älteren kennen vielleicht Disneys „Die Hexe und der Zauberer“
Mike – ja, tatsächlich. „Mike der Ritter“, im Original „Mike the Knight“, ist eine kanadisch-britische Trickfilmserie
Robin – ist nicht nur in Sherwood unterwegs, sondern auch in Büchlein wie „Ritter Robin“ oder „Robin und die wilden Ritter“
Tiuri* – wieder aus „Der Brief für den König“
Trenk* – von Frau Boie
Vincelot* – aus den Bilderbüchern von Ellen Alpsten

Floretta* – nach „Floretta Ritterkind“ von Matthias Morgenroth
Gwendolina – Schwester von Lanzelino, s.o.
Igraine – nach „Igraine Ohnefurcht“ von Cornelia Funke
Lanzelotta* – „Lanzelotta Rittertochter“ ist eine Buchserie von Ursel Scheffler
Lavinia – „Der Brief für den König“
Thekla – Rittertochter und Freundin von Trenk

Besonders interessierte mich die Einschätzung der Experten zu den Namen mit *, klar. Zunächst schaute Knud für mich in seine Datenbank ab 2005 und fand als Spitzenreiter 2.788 Erstnamen-Robins (überwiegend männlich) und unter anderem 40 Kunos, neun Artusse und eine Igraine (Zweitname Nimue). Was die fantasievollen Exoten unter den Ritterkindernamen betrifft, sind sich Knud, Frauke Rüdebusch von der Gesellschaft für deutsche Sprache und Gabriele Rodríguez vom Namenkundlichen Zentrum der Uni Leipzig auf meine Anfrage hin grundsätzlich einig: Es kommt ganz darauf an. Nämlich darauf, wie liberal das jeweilige Standesamt ist. Ein gewöhnlicherer Zweitname könne hier unter Umständen für Milde sorgen. Auch eine familiäre Herleitung (Rüdebusch: „Wenn der Großvater Lancelot hieß und die Enkelin nach ihm benannt werden soll“) macht sich sicher gut.

Frauke Rüdebusch äußert sich insgesamt eher zurückhaltend: Viele der von mir benannten *-Namen seien „Erweiterungen und durch das dadurch entstehende Bedeutungsspektrum sehr ungewöhnlich. Auf jeden Fall würden wir jeden dieser Namen einer gründlichen Prüfung unterziehen, bevor wir ihn bestätigen.“ Am wenigsten Bedenken hat sie bei Tiuri, auch wegen der Nähe zu Tjure. Tatsächlich sei Tiuri in den vergangenen Jahren mehrfach standesamtlich beurkundet worden. Auch einen Edwinem konnte die Expertin ausfindig machen – und zwei Trenks!

Gabriele Rodríguez hat bereits einmal ein Gutachten für Tiuri erstellt, das diesen auf eine germanische Gottesbezeichnung, „übrigens etymologisch verwandt mit Zeus“, zurückführt. Der Name läge aber den meisten Standesämtern noch nicht vor. Anders übrigens als Floretta – hier dürfte es also keine Probleme geben, zumal Floreta auch albanisch sein könne. Doch auch für meine restlichen Kandidaten sieht Rodríguez gute Chancen: „Neubildungen sind in der Regel erlaubt“. Nur geht es vermutlich oft nicht ohne ein positives Gutachten. Die Mail der Expertin stimmt mich da aber zuversichtlich. Hier noch ein Auszug:

„Der Name Lanzelino ist als ein männlicher Vorname erkennbar. In Deutschland wurde er noch nicht eingetragen. Er hat Vornamencharakter, wäre also möglich. Den Standesämtern liegen die ähnlichen männlichen Vornamen Lanz, Lanze, Lanzo, Lanzelot, Lanzarote, Lans, Landelino, Lino, Lance, Lancelin, Lancellotto, Lancellottus, Lancelot, Lancelote, Lanceloto, Lancillotto und Lanciotto vor. Man kann somit Lanze und Lino zu Lanze Lino, Lanze-Lino und Lanzelino verbinden.“

Herzlichen Dank noch mal an Frauke Rüdebusch und Gabriele Rodríguez!

Wie man Promikids erkennt

Nicht Silas, nicht Jack und auch nicht Anna – nein, Sienna-Amelie heißt der Nachwuchs von Patrick Bach. Über den Achtziger-Jahre-Kinderstar und seine bezopfte Tochter (12) bin ich in der neuen RTL-Show „Comeback oder weg?“ (sonntags, 19.05 Uhr) gestolpert.

Wie Bach, Verona Pooth oder Hugo Egon Balder ihre Teenager mit Relikten aus den „crazy 70er, den fetzigen 80er und den schrillen 90er Jahren“ konfrontierten, vom quietschegrünen Eis am Stiel über den Starschnitt bis zum Gleitschuh – hm, ich fand’s ein bisschen langatmig. Zwischendurch gab es possierliche Einspieler namenloser Grundschüler (nicht so gut wie in „Dingsda“) sowie Guildo Horn und „die Lochis“ auf einem Fake-Dachboden. Aber egal, ich hab mir das Ganze sowieso nur wegen der Promikindernamen angesehen.

Luc, Leeloo und Laureline

Ich bin keine große Kennerin der Filme von Luc Besson, aber als ich neulich in „Valérian“ war, drängte sich mir die Frage auf, ob der französische Regisseur nicht doch einigen Einfluss auf Namenstrends gehabt hat und speziell 2017 wieder haben dürfte. Der Name des schnieken Titelhelden wird in dem Science-Fiction-Streifen jedenfalls so oft genannt und gerufen, dass man ihn kaum mehr aus dem Kopf bekommt. Zur aktuellen Namensmode – weich, viele und hell klingende Vokale – passt Valérian perfekt. Deutsche Eltern dürfen meinetwegen sehr gern den accent aigu weglassen. 2016 wurde der Name ohne Filmvorbild einige Male vergeben, wenn auch bei weitem nicht so oft wie der klanglich verwandte Valentin (Platz 59), dessen Italo-Variante Valentino (287) oder die weiblichen Formen Valeria (224) und Valerie (242). Ich bin gespannt, ob Valerian jetzt einen Raketenstart hinlegt.

Ist das überhaupt ein Name?!

Man muss nicht besonders tief graben, um auf einen Namen zu stoßen, über den manche Leute sich so richtig, richtig echauffieren können: Auf Platz 109 der beliebtesten Jungennamen wird man fündig – bei Fritz. Über Fritzchen-Hasser habe ich hier früher schon mal geschrieben.

Doch es geht noch ärger, nämlich wenn ein zwar weder ausgedachter noch kevinistischer, dafür aber sehr alter und seltener Name ins Rennen geworfen wird. Ein Name wie Habakuk oder Prosper. In beiden Fällen konnte ich beobachten, wie in Namens-Foren die Wellen hoch schlugen, weitaus höher vermutlich, als die nach Meinungen fragenden Eltern gedacht hatten: „Furchtbar, einfach furchtbar … damit tust du deinem Kind nix Gutes … Kinder mit solchen Namen haben ab dem Kindergarten nur Probleme, von Bewerbungen will ich gar nicht erst reden … ich glaub, das Kind würde später gehänselt werden, auch wenn es nur der Zweitname ist.“ Gerade bei Prosper lief die Assoziationsmaschinerie förmlich über, vom Medikament (Prospan) über „Kloreiniger“/Meister Propper bis zum Vulkanischen Gruß (Star Trek, „Live long and prosper“) war alles dabei. Dazu wurde der Schwangeren, die nach Kombinationsideen gefragt hatte, der konstruktive Vorschlag „Adolf Prosper“ gemacht. Eine andere Schreiberin schlug immerhin wohlmeinend vor, an erster Stelle „was Süßes wie Elias, David oder Matteo“ zu nehmen (zwischen den Zeilen: als Ausgleich für die Katastrophe von einem Zweitnamen).

Thema: Namensgebung