Promi-Kindernamen

Wissenschaftlerkindername Lara Sky

Lisa Kaltenegger ist eine der erfolgreichsten Astrophysikerinnen der Welt. Ihr Fachgebiet sind Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Das kürzlich erschienene Buch „Sind wir allein im Universum?“ hat die geborene Salzburgerin ihrer Tochter Lara Sky gewidmet. Im Zeit Wissen-Podcast (Link führt zu einer mp3-Datei) erklärte sie, wie sie auf den Namen gekommen ist:

Ja ich habe sie „Lara“ – das ist ein normaler Name – und dann als Zweitnamen „Sky“ genannt weil ich finde schön, dass man sein Kind – also als Zweitnamen bitte – „Himmel“ nennen kann und sie kann es sich dann aussuchen – weil es ist nicht mit Bindestrich. Wenn sie lieber „Lara“ wird dann kann sie es ja machen aber jetzt ist sie noch so klein jetzt kann ich „Lara Sky“ sagen.

Unter ihren Kollegen sei es übrigens sehr beliebt, die Kinder nach Monden zu benennen, ergänzte die Wissenschaftlerin.

Promibaby Charlotte Elizabeth Diana

Prinz George Alexander Louis hat eine Schwester bekommen, sie heißt Charlotte Elizabeth Diana.

Im Regionalexpress auf dem Weg in den Feierabend erreichte mich die Meldung über die königliche Namensgebung. Noch im Zug klingelte mein Telefon mit der ersten Presseanfrage. Das war das spontanste Interview meines Lebens, ich hatte mir ja gerade mal 10 Minuten zu dem Thema Gedanken gemacht. Was ich so, ohne gründliche Recherche, gesagt habe? Unter anderem das:

Die Namenswahl von Kate und William könnte auch junge Eltern in Deutschland beeinflussen – in unterschiedlichem Maße. Charlotte ist sowieso in Deutschland ein Trendname, vor allem in den norddeutschen Großstädten Berlin und Hamburg. Elizabeth (hier meistens Elisabeth geschrieben) ist in Deutschland verhältnismäßig zeitlos und „noch nicht so verbrannt“ wie richtige Modenamen. Diana
hat am wenigsten Modenamenpotenzial. Als Mittvierziger verbinde ich diesen Namen noch sehr mit der 1997 tödlich verunglückten Lady Diana, Williams Mutter. Leute in meinem Alter würden ihre Tochter eher nicht so nennen. Aber junge Mütter sehen das heute möglicherweise anders.

Promibabys Wyatt Isabelle, Lonzo Henry und Kaya Evdokia

  • Die Tochter des amerikanischen Schauspielerpaars Mila Kunis und Ashton Kutcher heißt Wyatt Isabelle.
  • Die deutsche Schauspielerin Sophie Schütt hat ihren Sohn Lonzo Henry genannt.
  • Wenn der Vater aus der Ukraine stammt und die Mutter Amerikanerin ist, ist die Wahl des Vornamens eine noch größere Herausforderung – wenn die Eltern die Besonderheiten der beiden Kulturen und Sprachen berücksichtigen wollen. Die Namenswahl für die Tochter von Hayden Panettiere und Wladimir Klitschko hat Kaya Evdokia ergeben.
  • Blaublütigen Nachwuchs gab es in Monaco: Fürst Albert II. und Fürstin Charlène sind Eltern von Zwillingen namens Gabriella Thérèse Marie und Jacques Honoré Rainier geworden.
  • Frances Cole heißt die Tochter des amerikanischen Moderators Jimmy Fallon.

Team Klaus oder Team Mia Sky?

Kürzlich hatte ich mal wieder Gelegenheit, in Klatsch- und Frauenmagazinen zu stöbern – bei meiner Schwiegermutter und beim Arzt. In einem Bericht über den australischen Schauspieler Eric Bana (kenne ich aus „Die Frau des Zeitreisenden“) fand ich ihn dann: Klaus. Einfach Klaus. So heißt der 1999 geborene Sohn des Mimen. Keine Ahnung, wie verbreitet dieser Name in Australien oder auch der amerikanischen Promiszene ist – ich fand ihn jedenfalls verblüffend. Hierzulande wird er nach einer steilen Karriere zwischen 1930 und 1955 quasi gar nicht mehr vergeben. Wegen des Altherren-Nimbus? Verwandte Namen – Klaus ist eine Kurzform von Nikolaus – wie Niklas, Nicolas, Nico kommen dagegen häufig vor.

Ich habe sogar kurz überlegt, wie Banas Klaus wohl ausgesprochen wird. Bis mir Santa Claus eingefallen ist, vermutlich die Lösung (ohne Santa)? Wäre dann nicht weit entfernt vom heute bei uns mittelmäßig populären Klaas oder Claas (noch eine Nikolaus-Variante, Platz 254). Aus irgendwelchen Gründen höre ich bei Klaus bzw. Claus immer Hape Kerkeling in seiner Rolle als Königin Beatrix. Und dann noch „An der Nordseeküste …“. Schelmische Elternpaare geben ihrem ungeborenen Kind gern mal den Arbeitstitel „Klaus-Bärbel“. Ach ja, der Schauspielersohn hat noch eine Schwester, die – für unsere Ohren äußerst normal und bodenständig – Sophia heißt (Jahrgang 2002).

Promibaby Summer Rain

Summer Rain, auf Deutsch also „Sommerregen“ hat Christina Aguilera ihre Tochter genannt. Regen im Sommer – das ist doch schlecht, wie kann man sein Kind nach etwas so negativ besetztem benennen denkt sich der Nordeuropäer. In Südkalifornien (wo Christina Aguilera lebt) wird ein sommerlicher Regenschauer aber eher als willkommene Erfrischung herbeigesehnt, die Sommer sind dort generell heißer und trockener als hierzulande und daher ist Summer Rain gar nichts Schlechtes. Davon abgesehen ist Summer in den USA gerade ein sehr beliebter Mädchenvorname und der zweite Vorname („middle name“) wird im Alltag normalerweise gar nicht benutzt. Unter den Umständen kann man ja mal etwas mutiger bei der Namensvergabe sein.

Mutig war auch der amerikanische Illusionist und Medienstar Penn Jilette bei der Namensvergabe für seine 2005 geborene Tochter: das Mädchen heißt Moxie CrimeFighter, der Zweitname bedeutet auf Deutsch „Verbrechensbekämpfer“. Moxies Eltern finden den Brauch, einen Zweitnamen zu vergeben, dumm. Anstatt keinen Zweitnamen zu vergeben haben sie aber lieber einen Witz damit gemacht. Muss ich extra erwähnen, dass Penn Jilette eher für komische als für ernsthafte Auftritte bekannt ist?

Frankie und Charlie

„Drew Barrymore bekommt wieder keinen Sohn“ – auch so könnte eine aktuelle Schlagzeile lauten. Denn die Actrice („Drei Engel für Charlie“) und Gatte Will Kopelman haben ihre zweite Tochter Frankie genannt. Vermutlich steckt dahinter ja gar nicht der (unbewusste?) Wunsch nach einem Stammhalter. Ich habe nur kein Gefühl für Namen aus dem angelsächsischen Sprachraum und wüsste nicht einmal Drew einzuordnen. Vielleicht ist Frankie dort für Mädchen sogar gängiger als für Jungen namens Frank (sicher weiß hier jemand mehr?). Jedenfalls finde ich den Namen von Barrymores erster Tochter viel femininer: Olive.

Promibaby Buzz Michelangelo

Buzz Michelangelo – so heißt der im März 2014 geborene Sohn des englischen Musikers Tom Fletcher (bekannt geworden ist er als Sänger und Gitarrist der Band McFly). Der Babyname ist ja wirklich außergewöhnlich. Einen Eintrag in der Reihe Promi-Kindernamen hat sich Tom Fletcher aber auch durch das schöne Musikvideo verdient, in dem zu sehen ist, wie Buzz Michelangelo Fletcher den Bauch seiner Mutter Giovanna immer größer macht!

Promibaby George Alexander Louis

George Alexander Louis heißt das erste Kind von Prinz William und Herzogin Catherine. Die Nummer drei der britischen Thronfolge hat einen recht modernen Namen bekommen, wenn man berücksichtigt, dass auf die traditionelle Nachbenennung nach den Vorfahren in seiner Familie sehr viel Wert gelegt wird.

Sowohl George als auch Alexander und Louis gehörten in den letzten Jahren zu den beliebtesten Babynamen in England. Mal sehen, wie sich das jetzt entwickelt.