
Schon im frühen Mittelalter war es üblich, den Vornamen an seine Nachkommen zu vererben. Aufgekommen ist diese familiäre Nachbenennung im Adel und wurde nach und nach auch von anderen Schichten aufgegriffen. Am meisten verbreitet war es, dem ältesten Sohn den Vornamen des Vaters zu geben. Später wurde es populärer, die Kinder nach ihren Taufpaten zu benennen.
Heutzutage nennen nur noch sehr wenige Eltern ihren Erstgeborenen nach dem Vater, zumindest was den Rufnamen angeht. Als zweiten Vornamen entdeckt man noch ab und zu den Rufnamen des Vaters in den Geburtsanzeigen. Die Nachbenennung nach den Taufpaten ist noch etwas häufiger anzutreffen: In Süddeutschland häufiger als in Norddeutschland und in kleinen Städten häufiger als in großen Städten.