Vater und Sohn mit demselben Vornamen

Vater und Sohn © Gouraud Studio - Fotolia.com
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Schon im frühen Mittelalter war es üblich, den Vornamen an seine Nachkommen zu vererben. Aufgekommen ist diese familiäre Nachbenennung im Adel und wurde nach und nach auch von anderen Schichten aufgegriffen. Am meisten verbreitet war es, dem ältesten Sohn den Vornamen des Vaters zu geben. Später wurde es populärer, die Kinder nach ihren Taufpaten zu benennen.

Heutzutage nennen nur noch sehr wenige Eltern ihren Erstgeborenen nach dem Vater, zumindest was den Rufnamen angeht. Als zweiten Vornamen entdeckt man noch ab und zu den Rufnamen des Vaters in den Geburtsanzeigen. Die Nachbenennung nach den Taufpaten ist noch etwas häufiger anzutreffen: In Süddeutschland häufiger als in Norddeutschland und in kleinen Städten häufiger als in großen Städten.

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Schon von Mantis gehört?

Vom Vornamen Mantis habe ich noch nie gehört, den scheint es gar nicht zu geben. Das wundert mich ehrlich gesagt, weil das Wort doch sehr vornamenartig klingt – ähnlich wie Mattis. Und weil es tatsächlich eine kleine Modeerscheinung ist,  zwei bekannte Namen zusammenzuziehen und daraus einen neuen Vornamen zu bilden, liegt es doch nahe, aus Manuel und Mattis die Neubildung Mantis zu schaffen, oder?

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Ungewöhnlich ist normal – oder?

Namens-Freaks tun seltsame Dinge. Ich beispielweise lese Konfirmanden- und Abiturientenlisten, auch wenn ich sicher keinen der Genannten kenne, und studiere die kleine Zeitungsspalte, in der Bewohnern von Seniorenresidenzen zum Geburtstag gratuliert wird. Bei den Familienanzeigen ziehen auch jene mit schwarzem Rand meinen Blick auf sich. Besonders wenn reichlich Nachkommenschaft aufgelistet wird (schöne Schwesternkombination neulich: Helene und Merethe). Immerhin surfe ich in meinen Mußestunden nicht noch durch Geburtsgalerien von Krankenhäusern und schicke auch keine Handyfotos von Namens-Autoaufklebern an Chantalismus-Websites.

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Von Nord und Süd, Ludolf und Barbara

Zwischen Nord und Süd gibt es so manchen Unterschied. Der weihnachtliche Gabenbringer zum Beispiel: Als Nordlicht war das für mich stets und unverrückbar der Weihnachtsmann. In Baden-Württemberg, Bayern, auch Österreich und der Schweiz tritt aber das Christkind auf, mysteriöserweise oft als Mädchen. Oder nehmen wir Vornamen: Bayern hat mit Anna und Maximilian andere Top-Favoriten als das restliche Deutschland (Mia und Ben). In der Schweiz leben Menschen namens Beat, Regula, Reto und Urs. Die in Deutschland so beliebten Namen von Urgroßeltern lösen hier eher Befremden aus.

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Dreimal Max

Seltene Namen sind vieles: Alleinstellungsmerkmal, Aufreger, Aufhänger für Diskussionen. Bei häufigen Namen dagegen fragt selten jemand nach, „Wie kam es denn dazu?“ oder „Wie lebt es sich damit?“. Dabei können die Antworten spannend sein. Einer der häufigsten Jungennamen in meinem (norddeutschen) Umfeld ist Max, wozu auch diverse zum Teil dann doch abgekürzte Maximilians beitragen. 2011 stand Max auf Platz 14 der beliebtesten Vornamen, Maximilian auf Platz 6. Ich habe mit drei Max-Müttern (plus einem Papa) gesprochen.

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