
Prägt der Vorname unseren Lebensweg? Stell dir vor, du hättest einen anderen Namen – würde dein ganzes Schicksal ein neues Drehbuch bekommen? Genau diese spannende Frage stellt der Roman „Die Namen“ von Florence Knapp.
Der Roman verknüpft drei Handlungsstränge, die jeweils von einem anderen Vornamen bestimmt werden: Gordon, Julian und Bear.
Muss ich lesen
Das Buch muss ich (Vornamenenthusiast seit Jahrzehnten) unbedingt lesen und da trifft es sich gut, dass gerade die deutschsprachige Übersetzung des englischen Originaltextes erschienen ist.
Übersetzt hat es Lisa Kögeböhn, der ich schon länger auf Instagram folge und die mir dort gezeigt hat, wie sehr ich die Leistung der Übersetzenden bisher unterschätzt habe. Dass da oft stundenlang an einzelnen Stellen gefeilt wird, weil eine texttreue Übersetzung nicht passen würde, das hatte ich mir nicht ausgemalt.
Vornamen-Interview mit Lisa Kögeböhn
Wie lange es gedauert hat, den Buchtitel von „The Names“ nach „Die Namen“ zu übersetzen, das habe ich Lisa nicht gefragt. Viele lieber wollte ich etwas über ihren Vornamen erfahren.
Wie lautet dein vollständiger Vorname?
Lisa Friederike
Wie wirst du genannt?
Lisa
Magst du deinen Vornamen?
Ich finde ihn in Ordnung. Dadurch, dass ich meinen Nachnamen jedes Mal buchstabieren muss, ist der einfache Vorname ein guter Ausgleich.
Gibt es etwas, dass dich an deinem Namen stört?
Dass er so gewöhnlich ist – Top 1 in meinem Geburtsjahrgang.
Wie würdest du lieber heißen?
Würde nicht gerne so heißen, habe mir aber für die Übersetzung gewisser Genres mal ein Pseudonym gegeben: Friederike Ails – mein Zweitname kombiniert mit einem Anagramm meines Erstnamens.
Weißt du, warum deine Eltern dich so genannt haben?
Warum, weiß ich nicht. Nur dass mein Vater die Jungsnamen und meine Mutter die Mädchennamen ausgesucht hat (sind 4 Kinder). Mit Zweitnamen bin ich nach meiner Oma benannt. Zum Glück haben sie in dem Falle Friederike statt Erna gewählt.
- Übersetzerin: Website von Lisa Kögeböhn
- Namenslexikon: Statistik und Bedeutung des Vornamens Lisa
- Das Buch: „Die Namen“ von Florence Knapp
Was für eine schöne Überraschung, Lisa Kögeböhn hier erwähnt zu sehen! Ich verfolge ihren Einsatz für mehr Sichtbarkeit von Übersetzenden schon länger und finde das Thema sehr wichtig.
Friederike gefällt mir übrigens um Längen besser als Erna und ich finde Lisa Friederike eine schöne Kombi.
Schönes Interview, aber ein bisschen kurz. Warum hast du sie gar nicht zu dem Buch befragt?
Besser zu kurz als zu lang, oder? Ich würde jetzt gern sagen, dass ich den langweiligen Teil weggelassen habe, aber da ist wirklich nicht mehr.
Ich bin ja kein Journalist und deswegen weder ausgebildet noch geübt in Sachen Interviewtechnik. Diesen Standard-Fragenkatalog kriege ich noch hin und mir sind keine individuellen Fragen eingefallen, die Lisa nicht schon irgendwo anders beantwortet hat.
Auf das Buch wollte ich nicht näher eingehen, weil ich es noch gar nicht gelesen habe.