
Wir bekommen Anfang Mai unser erstes Kind, einen Jungen. Dazu haben wir mehrere Namensfavoriten, zu denen wir gerne eure Assoziationen / Einschätzung lesen würden.
Deutsch und französisch
Grundsätzlich: der Name muss für die Schweiz passen (deutsch und französisch), sollte zu einem kurzen Nachnamen mit weichen „l“ Lauten in Frage kommen und nicht nur für ein Kleinkind, sondern auch für einen zukünftig sehr grossen Mann (über 2m) gut klingen. Ausserdem ist uns eine positive Namensbedeutung wichtig.
Unsere Favoriten:
Emil ist unser Favorit Nr. 1, da der Name in der Familie vorkommt und uns sehr gefällt. Allerdings sind wir unsicher, ob der Name heute zu beliebt ist (Stichwort Emilismus?) und ob er überhaupt zu einem grossen Mann passt, gerade in Kombination mit unserem kurzen und weichen Familiennamen.
Was ist eure Einschätzung der 4 Namensvorschläge? Herzlichen Dank im Voraus!
Ist Emil in der Schweiz nicht etwas „besetzt“ durch einen älteren Komiker? Aber das wisst ihr ja viel besser als ich. Ich finde den Namen schön und nicht „zu häufig“. Klar, es gibt den Begriff des Emilismus, aber in aller Munde ist der nicht gerade, und es gibt für mein Empfinden einige „alte“ Namen (Paul, Karl), die (in D) bei Kindern noch häufiger vorkommen – was ja auch nur heißt, dass viele sie schön finden. Namensdoppel in Kindergarten oder Schule können auch mit ganz anderen Namen passieren.
Dass ein großer Mann nicht Emil heißen könnte, sehe ich gar nicht. Dann fällt bei der Wahl schon eher euer Nachname ins Gewicht, aber den kenne ich ja nicht. Eher kurzer (gar nicht mal sehr kurzer) Vor- und kurzer Nachname kann auch gerade sehr prägnant und cool klingen. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, könntet ihr ja auch noch einen Zweitnamen dazu kombinieren wie Emil Frederic oder Emil Benedict, dann hätte die Gesamtkombination mehr Länge und er könnte theoretisch auch den Zweitnamen nutzen.
Vielen Dank für die spannende Einschätzung.
In der Schweiz gibt es tatsächlich den Komiker „Emil“. Aber er ist in den jüngeren Generationen nicht mehr wirklich präsent, daher sollte der Name dort nicht mehr besetzt wirken. Ältere Leute werden sicher diesen Link machen, was uns aber nicht sonderlich stört, da der Komiker sehr positiv in Erinnerung ist.
Dass Emil plus kurzer Nachname auch cool und prägnant wirken kann, ist ein super Perspektivenwechsel für uns – haben wir uns bisher nicht so überlegt, danke!
Ich schließe mich Annemarie an:
„Dass ein großer Mann nicht Emil heißen könnte, sehe ich gar nicht. Dann fällt bei der Wahl schon eher euer Nachname ins Gewicht, aber den kenne ich ja nicht. Eher kurzer (gar nicht mal sehr kurzer) Vor- und kurzer Nachname kann auch gerade sehr prägnant und cool klingen. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, könntet ihr ja auch noch einen Zweitnamen dazu kombinieren wie Emil Frederic oder Emil Benedict, dann hätte die Gesamtkombination mehr Länge und er könnte theoretisch auch den Zweitnamen nutzen.“
Mein Ranking:
Emil
Arthur
Frederic
Benedict
Im Zweifelsfall einen Zweitnamen zu vergeben, wäre auch mein Vorschlag.
Ich würde Emil Frederic oder Frederic Emil wählen.
Ich habe eben noch in eine andere Richtung überlegt: Der Name soll für einen großen Mann passen: Wie wäre es alternativ mit Max/Maxim/Maximilian oder Magnus? Wobei ich nicht beurteilen kann, wie „schweiztauglich“ Magnus ist.
Ich frage mich, ob Magnus / Max(im(ilian)) für einen auffallend großen Mann nicht schon leicht satirisch wirken könnte …
Und noch zum Stichwort „Name für einen Mann“: In 18 Jahren hängt euer – vermutlich dann hoch aufgeschossener – Sohn herum mit Freunden namens Matteo und Noah, Liam oder auch Emilio … von denen ihr jetzt vermutlich auch keine oder nur wenige erwachsene Namensvettern kennt. Will sagen: Das Gefühl, das man zu „typischen Kindernamen“ von heute hat, wird sich ändern.
Hallo,
ich persönlich finde Emil sehr kindlich, wenn er allein vergeben wird,
ungeachtet der Größe. Dies ist aber bei
nur bei der deutschen Aussprache so. Bei Émile habe ich das Gefühl nicht.
Es kommt bei eurer Auswahl auch immer darauf an, wie ihr zu Kurznamen steht. Wenn ihr davon kein Fan seid, dann Emil oder Artuhr, wenn nicht Benedikt (Benny/i, Ben, Benne) und Frederik (Fredi, Freddi, eventuell Rick).
Apropos Benni. Ein Cousin von mir ist knapp 2 Meter groß und wird von der Familie Benni genannt, seine Frau sagt Ben, die Mutter ab und an die Langform Benjamin. Dadurch, dass ich ihn nur als Benni kenne, finde ich die Kombi zwischen großem Mann und „kleinem Namen“ absolut in Ordnung. Das wird (trotz meiner persönlichen Probleme mit Emil) vermutlich bei euch nicht anders sein.
Das ist aber mein Empfinden und es ist nicht mein Baby und an sich spricht sonst nichts gegen den Namen (nein, auch nicht die Beliebtheit, wenn es euer Lieblingsnamen ist).
Die von Annemarie vorgeschlagene Kombi Emil Benedikt finde ich hingegen gut gewählt.
Emil ist an sich im Moment beliebt, es wird kein Verwunderung oder Probleme
mit der Schreibweise geben.
Benedikt- zeitlos, Schreibweise auch mit C möglich, aber doch selten
Frederic- bekannt, aber nicht häufig, die Wahrscheinlichkeit, dass er Frederic ab der Kita Frederic gerufen wird, ist nicht sehr hoch.
Arthur- finde ich tatsächlich am auffälligsten, ich persönlich kenne nur Männer zwischen vierzig und fünfzig, deren Eltern aus der ehemaligen Sowjetunion stammen. Ist aber vielleicht ein regionales Ding.
Oh je, da sind einige Tippfehler drin. Das bitte ich krankheitsbedingt zu entschuldigen. Aber Artuhr würde ich jederzeit nur so schreiben.
Argh, meine Autokorrektur spielt verrückt, ich hatte den Namen richtig geschrieben. Als noch mal: Arthur.
Oje, Miez, Dich muss ja ja richtig schlimm erwischt haben. Gute Besserung!
@elbowin
Danke, ich bin seit drei Wochen stark erkältet und werde das einfach nicht los, stattdessen kommt immer wieder was Neues dazu (ja, ich bin zu früh arbeiten gegangen). Aber hey, meinem Rippenfell scheint es nun besser zu gehen .
Seufz. Berufsrisiko einer Lehrerin. Ich habe mich noch nie so auf warmes Wetter gefreut.
So und nun der Schwenk zum Thema: Ich unterrichte ja an einer weiterführenden Schule, abgesehen von Frederic hatte ich noch keinen Schüler mit einem der Namen (anders als bei Noah, Paul, Leon, Matteo und Co).
Der Punkt für mich wäre auch mehr die Passung zum Nachnamen. Das L darin sollte möglichst nicht am Anfang oder am Ende der ersten Silbe oder am Namensende liegen. Emil Lang, Emil Walde und Emil Wendel fände ich phonetisch unpassender als Emil Wald. Bei kurzem Nachnamen finde ich es zudem optisch schöner, wenn Vor- und Nachname eine unterschiedliche Buchstabenanzahl haben. Ich bin auch für einen zweiten Vornamen – damit kann man Assoziationen gut ausgleichen. Emil Frederic finde ich von den anderen drei Namen am passendsten.
Also erstmal, alle 4 angedachten Namen sind schön und sicher nicht falsch. Alles andere, was jetzt kommt, sind Details …
Wenn der Nachname auf L- anfängt, verschmilzt der Emil natürlich schnell mit dem Nachnamen, und wäre es gar etwas wie „Lelli“ so würde mir ein Emil Lelli doch etwas gelallt klingen. Aber vor „Emilismus“ hätte ich jetzt keine Angst, der Versuch, das zu etablieren ist schon einige Zeit her, und es hat auch damals nicht richtig funktioniert.
Benedict in der Schreibweise ist nicht Fleisch und nicht Fisch, auf Deutsch ist Benedikt einfach die gängige Schreibweise, französisch würde ein Benoît daraus.
Arthur klingt hier im großen Kanton „russlanddeutsch“, aber das ist ein Deutschlandding und braucht in der Schweiz nicht zu stören.
Frederic ist einfach schön und wäre, wenn es mein Kind wäre, die erste Wahl für mich. Ich denke da natürlich auch an das Kinderbuch „Frederick“ von Leo Lionni, die Feldmaus ist sehr sympathisch.
Frederick ist auch der lustige große Bruder von Piggeldy. „Nichts leichter als das“, sagt der immer und erklärt dem kleinen Schweinchen die Welt. Das waren lustige Kindergeschichten.
Mir gefallen Frederic und Benedikt sehr gut. Emil wirkt auf mich wie ein Kindername, aber wie schon geschrieben, man gewöhnt sich dran und dann passt er auch.
Für mich wäre z.B.
Ramon ein Name für einen Großen oder auch Sandro. Beides doch in der Schweiz bekannt.
Ramon Benedikt?
Sandro Frederic.?
Mein Großvater stammte aus der französischen Schweiz und hieß Frederic.
Alles Gute!
Ich finde Frederic sehr passend, da stelle ich mir einen großen (blonden), deutsch-französischen Mann vor, und das ist ja genau das, was euch vorschwebt, oder? 😉 Aber das ist natürlich nur meine persönliche Assoziation. Mit den anderen vorgeschlagenen Namen wird er auch problemlos durchs Leben kommen.
Glückwunsch zur Schwangerschaft; und spannende Fragestellung!
Mir persönlich (und das muss für euch aber überhaupt nichts bedeuten) gefällt Emil von euren Vorschlägen am wenigsten. Und das aus den bereits genannten Gründen:
Es ist ein aktueller Modename. Nicht nur, dass er zurzeit generell en vogue ist; auch vom Stil her – <= 4 Buchstaben, weich, retro – schreit er sehr nach der aktuellen Mode. Die anderen drei Vorschläge finde ich deutlich zeitloser.
Ich kenne euren genauen Nachnamen nicht, wie viele 'L' u. an welcher Position. Was ich in meinem Kopf so durchprobiert habe an kurzen Nachnamen mit weichen 'L' Lauten, war mir insgesamt alles zu L-lastig.
Einen Zweitnamen finde ich generell nicht schlecht. Dennoch würde ich darauf achten, dass nur der Ruf- u. Nachname zusammen auch gut harmonieren, denn diese Kombination wird einem im Alltag sehr oft begegnen. Der Zweitname fällt ja doch oft unter den Tisch.
Frederic od. Benedict in Kombination mit Arthur finde ich stimmig. Emil kombiniert mit Benedict/Frederic wäre mir zu viel des Guten an 'E' u. 'I'.
Bei Emil / Émile, Benedict / Benedikt / Bénédict, Frederic / Frederi(c)k / Frédéric ist die Schreibweise ggf. erklärungsbedürftig – was ich persönlich aber keinen Beinbruch finde, wenn man mit gelegentlichen Tippfehlern seiner Mitmenschen leben kann.
Für einen großen Mann finde ich Benedict auf jeden Fall passender als Benjamin 😉
Frederic u. Arthur passen für mich auch zu jeder Größe, jedem Alter, jedem Phänotyp.
Arthur, würde ich vermuten, funktioniert international (über dtsch. u. Französisch hinaus) am besten. Die Abkürzungen Fred(dy) u. Ben(ny) wiederum auch.
So unterschiedlich sind die Vorlieben – ich finde es gerade schön und stimmig, wenn sich z.B. bei Emil Frederic Vokale wiederholen oder wenn Emil zu einem Nachnamen mit L drin kombiniert wird. Nur falls der Nachname mit L beginnen sollte, würde ich – es sei denn, es ist der absolute Favorit – von Emil abraten.
Mein Bruder heißt übrigens Tim M… (zweisilbiger Nachname) – mit meinen Gedanken von heute hätte ich meinen Eltern wohl abgeraten 😉 Nun ist es aber so wie es ist und ich mag seinen Namen. Zumal er im Alltag ja doch meist eher entweder Tim oder „Herr M.“ ist.
Ich finde es durchaus auch schön u. stimmig, wenn Elemente aus einem Namensbestandteil im anderen wieder aufgegriffen werden.
Aber in einer Namenskombination mit nur hellen E u. I als Vokalen fehlt mir persönlich die Würze – dazu die überwiegend weichen Konsonanten machen es (für mich) nicht besser.
Bei der Kombination Arthur Frederic / Frederic Arthur mit den 2 x 2 ‚R’s finde ich das bspw. gelungener – gleiche u. unterschiedliche Elemente stehen in einem ausgewogenen Verhältnis, was dem Namen (meinem Empfinden nach) mehr Charakter verleiht.
Also ich finde den Namen Emil klasse . Für mich ist er auch nicht kindlich assoziiert, weil ich einen Emil im Boomeralter kenne. Diese Assoziation mit kleinen Kindern denke ich hängt wirklich davon ab, wen man mit gleichem/ähnlichem Namen kennt.
Emil ist in der Schweiz übrigens auf gar keinen Fall zu beliebt. In der aktuellsten Vornamensstatistik (2024) ist der Name noch nicht mal in den Top 20. Also lasst euch von uns Deutschen nicht verrückt machen und nehmt den Namen, den ihr liebt.
Ich persönlich bin auch der Meinung der Vorname muss nicht perfekt mit dem Nachnamen zusammenpassen. Nur albern klingen sollte die Kombi nicht und sich auf gar keinen Fall reimen. So oder so müsstet ihr zur Passung zum Nachnamen vielleicht jemanden fragen, der euren Nachnamen kennt, falls ihr euch unsicher seid.
Noch ein Gedanke:
Wenn ihr aus persönlichen Gründen sehr am Namen Emil hängt, wie wäre es mit einer Variante davon?
Aemilian, oder auch Aemilius, oder gar Aemilianus? Ich finde, das klingt epischer u. weniger süßlich/kindlich/modenamig als Emil, u. fände ich auch stimmiger für einen großen Mann.
Ansonsten noch Emilian?
In allen Fällen könnte man Emil als Spitznamen rufen.
Wie wäre es mit Andrin?
Ist nicht so häufig, schweizerisch, ist zwar wohl eine Variante von Heinrich, aber ich höre auch den griechischen Mann raus, (und Heinrich klingt ja auch sehr männlich).
Von eurer Liste gefällt mir Frederic am besten, fast gleich auf mit Benedict.
An Emil habe ich mich mittlerweile gewöhnt.
Arthur ist OK.
Alle Namen passen sehr gut zu einem erwachsenen großen Mann.
Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Ich finde persönlich die Namen in dieser Reihenfolge schön: Benedict (oder eigentlich eher Bennet), Arthur, Emil und Frederic.
Frederic und Emil kommen ans Ende meiner Liste, da ich wirklich recht viele Emils kenne (vor Allem so in den Geburtsjahren 2010-2015) und Frederic ist für mich ein Name aus Kinderbüchern, wie auch Kasimir (wahrscheinlich auch durch Pigelddy und Frederic bedingt). Ich kenne aber einen relativ großen Benedict und das passt sehr gut und Arthur finde ich nicht Größenbedingt 😉
1. alle Namen sind für sich gut vergebbar, folgt hier doch ganz klassisch eurem Herzen, aber ihr hattet ja noch mehr Punkte…
2. der Nachname. Die Kombination mit dem Nachnamen fänd auch ich wichtig, dass L + L nicht verschmelzen. Sonst tönt es nicht wie Emil Lang, sondern wie Emmi Lang.
3. der grosse Mann. Aus dieser Auswahl klingt für mich nur einer etwas wuchtiger und grösser als die anderen und das ist Arthur. Das könnte sich im Gesamtbild nach zu viel Grösse anfühlen oder auch genau stimmig. Wie man mag.
4. Bedeutungen:
– Emil: „eifrig“, „wetteifernd“ oder „nachahmend“
– Frederic: „Frieden“ + „mächtig“ oder „reich“
– Arthur: unklar, was bedeutet er für euch?
– Benedict: „der Gesegnete“
-> diesen Vergleich gewinnt in meinen Augen Frederic.
5. in der Schweiz. Seit inzwischen 11 Jahren lebe ich in der Schweiz (aber andere Seite, Osten) und mir sagt dieser Emil Komiker nichts. Ich kenne hier ein 10 jähriges Kind mit selbigem Namen und habe keine Klagen gehört.Ich sehe diesbezüglich entsprechend keine Einwände.
6. Persönlicher Punkt: Wenn man mich fragt, empfehle auch immer mehr als einen Vornamen und genau genommen muss es bei zwei nicht aufhören. Wenn es nach mir geht: nehmt sie alle!
Frederic und Benedict beissen sich etwas in der Kombi. Aber einen von beiden könntet ihr wunderbar mit den anderen kombinieren:
Emil Arthur Frederic
Emil Arthur Benedict
Alles Gute für euch!