Die Angst der Mutter vor dem Spitznamen

Ich weiß es nicht, halte es aber für unwahrscheinlich, dass meine Oma sich vor 80 Jahren, als sie ihre erste Tochter bekam, Gedanken über Spitznamen gemacht hat. Meine Tante heißt Waltraud. Ihre Geschwister sprechen sie bis heute mit einer Abwandlung ihres Namens an. Walli, Traudel, Waldi oder gar Walter? Alles falsch, man nennt sie Wallau.

WeiterlesenDie Angst der Mutter vor dem Spitznamen


Plädoyer für englische Namen

Diesen Text schreibe ich aus einem Gefühl heraus, das wohl in etwa dem entspricht, was unser Stammkommentator Jan W.  gerade mit „Bockigkeit“ umschrieben hat: „Alle finden das schlecht, also muss ich es – zumindest versuchsweise – mal gut finden.“ Es geht mal wieder um englische oder amerikanische Namen, zu denen man auch hier öfter Anmerkungen liest wie „Mit entsprechendem Hintergrund okay“, „Hoffentlich passt der Nachname“ – oder, wenn es dicker kommt, auch „O Graus – Hartz IV!“.

Eigentlich mag ich Namen, die nach englischem Reglement gesprochen werden, zu deutschen Nachnamen nicht so gern, eben wegen des Bruchs in der Aussprache: Jamie Jensen, Haylie Schröder und so weiter. Das ermüdende Herumreiten auf Studien einerseits, wie schlecht es Kevins und Chantals doch hätten, und die unbeeindruckt davon geliebten Favoriten etlicher Eltern andererseits bringen mich aber zum Nachdenken.

WeiterlesenPlädoyer für englische Namen


Der Paul unter den Fiffis

Nein, um Hundenamen geht es heute nicht. Eher um Hunderassen. Diese Dackeldame da drüben … schon ganz drollig. Und der Riesenschnauzerrüde – ein charmantes Raubein. Ich hätte trotzdem keinen von beiden gewählt. Auch der Chihuahua kann mich nicht becircen. Seit Elly bei uns lebt, geht es mir wie wohl vielen (Hunde-)Eltern: Ich sehe zwar wohlwollend auf mögliche Spielgefährten für meinen Wauwau, beglückwünsche mich aber insgeheim. Das eigene Kind … äh, der eigene Hund ist einfach der tollste!

WeiterlesenDer Paul unter den Fiffis


Team Wikinger oder Team Weichbrötchen?

Ragnar

Ich habe mal wieder in Online-Namensforen gespickt und bin auf Ragnar gestoßen, einen erstklassigen Zankapfel: Die einen sind „auf Anhieb verliebt“, die anderen finden diesen Namen „einfach nur schrecklich“. Die Anti-Ragnar-Fraktion schreibt sich im virtuellen Disput regelrecht in Rage: „Ruf den mal ganz laut und überlege, was du deinem Kind damit antust“ heißt es da und von einer anderen Schreiberin: „Stellt euch vor, ihr seid verliebt und fragt nach dem Namen und euer Gegenüber sagt ‘Ragnar’ …“ Und weiter: „Selbst für einen Erwachsenen finde ich den Namen schlimm. Ob euer Sohn damit glücklich sein wird?!“

WeiterlesenTeam Wikinger oder Team Weichbrötchen?


Wenn drei einen Hundenamen suchen

Hundemädchen Elly
Hundemädchen Elly (Foto: Annemarie Lüning)

Wenn einer einen kleinen Hund bekommt, dann kann er was erleben. Das geht bei der Namenssuche los – gerade als Vornamensbloggerin! Mir schwebte als Name für unseren Welpen eigentlich Margo vor, nach der niedlichen Brillenträgerin aus „Ich – Einfach unverbesserlich“. Immerhin mögen wir, Vater, Mutter, Kind, diese Filme alle gern. Es kam aber anders.

WeiterlesenWenn drei einen Hundenamen suchen


Gute Frage 14: Was soll aus Leandro bloß werden?

Leandro

Eltern wünschen sich eine rosige Zukunft für ihre Kinder. Mancher geht dabei so weit, dass er (oder eher: sie) mit schwangerem Bauch schon an die Karriereaussichten des Sprösslings denkt. So habe ich es neulich in einer Diskussion um den Namen Leandro (Platz 150) aufgeschnappt:

WeiterlesenGute Frage 14: Was soll aus Leandro bloß werden?


Bingo und der Junge Leni

Bingo © Sherry - fotolia.com
Bingo © Sherry – fotolia.com

Ein paar Jahre sind es mittlerweile schon, die ich Namensdiskussionen im Netz teilnehmend beobachte. Mit der Zeit habe ich angefangen, Bingo zu spielen. Auf Normalo-Plattformen (die von Nischen-Foren mit eingeschworenen Onomastikern zu unterscheiden sind) dauert es nämlich bei lebhaftem Austausch nie besonders lange, bis man Häkchen hinter mehrere der folgenden Wendungen machen kann:

WeiterlesenBingo und der Junge Leni


Gassenhauer-Gaby

Gaby

Ich hätte ja vermutet, dass sie es mal bis an die Spitze der deutschen Namens-Charts geschafft hätte. Aber: Fehlanzeige. In den 50ern und 60ern war Gabriele zwar äußerst beliebt, konnte Namen wie Angelika oder Sabine jedoch nie das Wasser reichen. Trotzdem zählen Gabriele und die seltenere Gabriela, kurz: die Gabys (oder Gabis), zu jenen Namen, die fest mit einer bestimmten Altersgruppe verbunden sind. Ob sich das demnächst ändert? Heimlich, still und leise hat sich Gabriela 2017 in die Charts geschlichen: Platz 499! Auch in unseren „Babynamen der Woche“ sind immer mal wieder Zweit-, Erst- und Einzelnamen-Gabrieles, –Gabrielas sowie –Gabriellas dabei. Wer sich durchklickt, sieht, welche Namenskombinationen die „neuen“ Gaby-Eltern wählen – von Amber Diamond Gabriele bis Viktoria Gabriela – und wie das bei unseren kommentierfreudigen Lesern abschneidet.

WeiterlesenGassenhauer-Gaby