Nadine, ein Vorname aus dem Fernsehen

Auch der Vorname Nadine ist durchs Fernsehen berühmt geworden, wer hätte das gedacht! Ab August 1971 zeigte das ZDF freitagabends die 13 Teile der französische Serie „Nanou“. Die Serie handelt von einer Schwimmerin namens Nanou, die an den olympischen Spielen teilnehmen möchte. In Deutschland hat die Serie den Titel „Nadine und die Olympiade“ bekommen, entsprechend heißt die Hauptfigur in der deutschen Fassung Nadine – der Name Nanou war wohl zu ungewöhnlich für die deutschen Zuschauer.

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Seht fern! Oder lieber doch nicht?

Ich weiß, ich sollte es lieber lassen. Aber ich kann mich nicht bremsen. Die Schwangere, die in einem Forum nach amerikanischen Jungennamen mit J sucht, klingt so verzweifelt und hat schon so viele Vorschläge abgelehnt. Mein Ehrgeiz ist geweckt und ich nenne ein aus meiner Sicht weniger abgenudeltes Exemplar: „Wie wäre es mit Jeffrey?“ (Dabei denke ich, zugegeben, auch an Jeff Bridges, einen meiner Lieblings-Mimen.)

Mein Gegenüber hat allerdings andere Assoziationen. Ich kann das amüsierte Prusten fast hören: „Jeffrey, no way! Das ist doch ein farbiger Butler.“ Aha? Und warum sollte es einen Namen eigentlich ins Aus befördern, dass man dabei erst mal an einen dunkelhäutigen Bediensteten denkt? In einer anderen Diskussion, die ich kürzlich verfolgt habe, führte eine ähnliche assoziative Spur ins Comic-Milieu: Denkt man beim Namen Johann an einen Butler – wegen des Butlers eines gewissen schwerreichen Erpels?!

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Vornamen bei „Game of Thrones“

Von Monika Reichelt

Die Serie ist verdientermaßen in aller Munde, die Fangemeinde wächst stetig, da wird es langsam Zeit, das „Lied von Eis und Feuer“, wie die Romanvorlage von George R. R. Martin ja heißt, mal vornamenstechnisch abzuklopfen.

Auf alle kann und will ich an dieser Stelle nicht eingehen (es sind inzwischen ja doch hunderte von mehr oder weniger wichtigen Charakteren aufgetaucht und benannt worden), aber zumindest die Namen der Hauptfiguren und einige ausgewählte weitere möchte ich dann doch mal näher betrachten.

Grundsätzlich kann man die Vornamen in drei Kategorien einteilen:

  1. Namen, die so auch in unserer jetzigen Welt vorkommen
  2. Namen, die an tatsächlich existierende erinnern, aber anders geschrieben oder leicht verändert wurden
  3. Komplette Fantasy-Namen

Wobei am Anfang der Geschichte noch viele der Kategorie 1 angehören und mit dem Fortschreiten der Handlung eine Tendenz in Richtung 2 und 3 erkennbar ist.

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Luke, Leia und Anakin

Obi-Wan und Chewbacca konnten sich als Vornamen noch nicht durchsetzen, dafür sind Luke, Leia und mittlerweile auch Anakin in Deutschlands Geburtsanzeigen keine Exoten mehr. Mindestens in einer Familie heißen sogar drei Geschwister Luke, Leia und Anakin. Kein Frage, mindestens ein Elternteil in der Familie ist Star Wars-Fan, denn aus dieser Filmreihe stammen diese Vornamen.

Auch der Cartoonist André Sedlaczek muss Star Wars-Fan sein, wie hätte er sonst sein neuestes Buch DAS WARS noch lange nicht – Sternenkrieger privat (Amazon Partnerlink) zeichnen können? Die Namen seiner Kinder hat er aber nicht aus dem Film, wie er im Interview verriet.


Warten auf Katniss

Seit ich selbst einen Vornamen vergeben durfte, schaffe ich es nur noch selten ins Kino. Doch auf „Catching Fire“, den zweiten Teil von „Die Tribute von Panem“ (gestartet am 21.11.), habe ich mich schon lange gefreut. Dieses Wochenende klappt es endlich, hurra! Zu viel Begeisterung für eine Fantasy-Schmonzette?! Ach, ich glaube, damit bin ich auch (oder gerade?) unter Müttern nicht allein.

Vor einem Jahr habe ich an dieser Stelle anlässlich von „Twilight“, Teil 4, über die durch die Filme und Romanvorlagen boomenden Namen Bella und Edward sinniert. Klar, dass ich da auch – allerdings mit geringen Erwartungen – das „Panem“-Pärchen in den Charts suche. Tatsächlich fehlen Katniss (Hauptfigur und toughe Bogenschützin) und Peeta (ihr freundlicher Verehrer) in der Datenbank von beliebte-Vornamen.de aber (noch?) komplett.

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Wie ich fast ein Filmstar geworden wäre – Mein Name und Ich

Dieses ist die Geschichte, wie ich fast ein Filmstar geworden wäre und dann doch nicht und das kam so:

Eines Tages wollten die Filmemacherin Birgit Lehmann und der Filmemacher Ole Weissenberger einen Film machen, einen Film über Namen. Auf der Suche nach Mitwirkenden sind sie auch auf mich gestoßen. Ich habe mich gern dazu bereit erklärt, mich interviewen zu lassen.

Offen blieb die Frage nach dem Drehort. Birgit Lehmann wünschte sich einen Drehort in meinem Umfeld in Ahrensburg oder Hamburg. So richtig wollte mir aber kein brauchbarer Vorschlag einfallen. Zufällig kam zur Sprache, dass das Filmteam unter anderem in Bielefeld drehen würde. Spontan schlug ich vor, dass ich auch nach Bielefeld kommen könnte, da wollte ich schon immer mal hin. Herr Bielefeld in Bielefeld – die Filmemacher waren begeistert von meinem Vorschlag, denn das passte perfekt in das Konzept des Films rund um Namen (und ersparte dem Frankfurter Team die kostspielige Reise nach Hamburg).

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Grtschn – das soll ein Name sein?

Alle reden vom großen Finale der TV-Serie Breaking Bad. Alle? Fast alle. Ich stecke noch in der dritten Staffel, darum bitte nicht verraten, wie es ausgeht!

Warum ich so hinterherhänge, das liegt auch daran, dass ich tagelang über einen Namen gegrübelt habe: Grtschn. So heißt eine Figur in Breaking Bad, jedenfalls klingt der Name so. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass das, was Grtschn ausgesprochen wird, ein deutscher Vorname ist. Geschrieben wird der Name nämlich Gretchen! So wie ihn die Leute in der Breaking Bad-Hauptstadt Albuquerque aussprechen, gefällt mir der Name allerdings überhaupt nicht. Das scheint den Menschen in den USA nicht anders zu gehen, denn der Name gehört trotz der TV-Promotion nicht mehr zu den amerikanschen Top 1000.

Hier noch ein paar weitere Vornamen aus der Serie Breaking Bad:

Walter * Jesse * Tuco * Hank * Skyler * Brandon * Marie * Gustavo * Saul * Jane * Gale * Ted


Bella liebt Edward … und nicht nur sie!

Ein bisschen gedauert hat es. Aber dann war es unübersehbar: 2010 stiegen die Namen Edward und Bella auf Platz 320 und 351 in die deutschen Top 500 ein. Vier Jahre nachdem die Übersetzung des ersten Bandes von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga, „Bis(s) zum Morgengrauen“, Teenager ebenso wie ihre Mütter verzückt hatte. Vorausgegangen war im Jahr 2009 eine wahre Vampir-Offensive: Gleich zwei „Twilight“-Filme kamen in die deutschen Kinos, und der letzte Band der Liebesgeschichte um den Edel-Vampir Edward und das etwas verhuschte, aber äußerst attraktive Menschenmädchen Bella ließ die Kassen klingeln.

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