Beliebte und besondere Vornamen aus Berlin (2022)

Für die Rangliste der in Berlin am häufigsten vergebene Babynamen habe ich gleichklingende Vornamen zusammengefasst und nur die Erstnamen gezählt. Besonderheit: Die Auswertungsgrundlage ist keine Stichprobe, sondern das vollständige Verzeichnis aller Berliner Babynamen, das auf „Berlin Open Data“ veröffentlicht wurde. Ihr könnt also überprüfen, ob ich richtig gezählt habe.

Berlins beliebteste Babynamen 2022

Mädchennamen Jungennamen
  1. Sophia
  2. Emilia
  3. Mia
  4. Emma
  5. Hannah
  6. Charlotte
  7. Maja
  8. Ella
  9. Mila
  10. Frieda
    1. Mohammed
    2. Noah
    3. Adam
    4. Matteo
    5. Emil
    6. Elias
    7. Liam
    8. Leon
    9. Louis
    10. Oskar

Die schönsten Bindestrich-Namen

Ich habe in den veröffentlichten Daten auch ein paar besonders schöne Bindestrich-Namen gefunden. Dabei handelt es sich aber nicht unbedingt um die ersten Vornamen, das können auch Folgenamen sein.

  • Patrik-Maximus-Constantin
  • Malea-Gracy-Lou
  • Emanuel-Kaleb-Matei
  • Prince-Eugen
  • Emre-Can
  • Wilma-Undine
  • Maria-Adalynn
  • Jeppe-Bo
  • Emilo-Emanuel
  • Ariya-Aina
  • Jay-Dean
  • Skyler-Rosé
  • Karl-Ryan
  • Vera-Chioma
  • Joé-Joél
  • Jady-Jade
  • Jan-Junior

Ungewöhnliche Vornamen

Fast 3.000 Vornamen wurden im Jahr 2022 in Berlin vergeben, die ich vorher noch nicht kannte. Hier die schönsten ungewöhnlichen Jungennamen davon:

Kenobi * Wumpy * Rakete * Pacha * Quentino * Dunkelbunt * Eriberto * Chilly * Quito * Blixa * Panther * Anker * Kameo * Sesam * Renatus * Windsor * Honig * Bach * Manni * Leobert * Phoebus * Joritz * Dorn * Frix * Carnaby * Yeti * Sturm * Moon

Und das sind meine Lieblings-Mädchennamen aus der Reihe der neuen Namen:

Flocke * Miabella * Padmé * Biene * Adaluna * Nyx * Phantasia * Bordeaux * Hubertina * Miele * Hermelind * Elfe * Prima * Brünhilde * Trintje * Noir * Hildabrown * Goldis * Strong * Calipso * Columbiana * Mimosa * Laola * Windy * Berlinde * Merrybelle * Gospel * Roxette * Moon

Diese ungewöhnlichen Vornamen sind nicht unbedingt die Rufnamen. Manche wurden als erste Vornamen eingetragen, andere als zweite, dritte, vierte, fünfte oder sechste Namen. Mehr als sechs Vornamen hat 2022 kein Kind in Berlin bekommen.

33 Gedanken zu „Beliebte und besondere Vornamen aus Berlin (2022)“

  1. Chilly heißt der Sohn von Jule und Sascha Lobo (Journalisten?). die Initialien seiner vier Vornamen ergeben „cool“. Ich frag mich wie man auf sowas kommt…

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    • Lobo erinnert mich an Lobotomie

      Wenn ich „Cool“ bilden wollen würde (was ich nicht will, aber ich bilde gerne Namenskombinationen), würde ich

      Cassian Oscar Odo Laurentin wählen und für ein Mädchen
      Clara Odette Olivia Luise

  2. Immer wenn man denkt, man hätte schon alles gehört…

    Dabei sind einige selten, aber nicht wirklich ungewöhnlich, bei anderen fragt man sich schon, was die Eltern wohl geraucht haben mögen.

    Chilly Gonzalez und Blixa Bargeld kennt man aus der Musikbranche, Mannis Opa hat wahrscheinlich Manfred geheissen und einer ganzen Generation von Mantafahrern als Vorlage gedient, und Sturmius ist in einigen katholischen Gegenden durchaus geläufig, wird aber eher Sturmi abgekürzt.
    Renatus und Phoebus sind einfah nur seltener als ihre weiblichen Pendants, bei Hubertine ist es umgekehrt. (Trotzem kenne ich zwei mit dem Namen.)
    Obi Wan Kenobi, die Carbaby Street und der Windsor-Knoten lassen die Präferenzen der Eltern genauso erkennen wie Roxette und Bordeaux.
    Aber möchte man sein Kind wirklich zur Waschmaschine degradieren? Miele, Miele sprach die Tante, die alle Waschmaschinen kannte… Dunkelbunt und Noir wie in der Waschanleitung gehören wohl auch dazu.
    Sesam öffne dich klingt ebenso mysteriös.
    Flocke, Panther und Biene lassen die Tierfreunde erkennen.
    Brünhilde ist für Wagnerianer normal, ebenso die sich wie auch immer schreibende Calypso für Altphilologen.
    Heisst Primas Bruder dann Secundo (und wird in der Schule Sekundenkleber gerufen)?
    Aber Rakete, Honig oder Anker? Liesse mich vermuten, dass die Autokorrektur ein Eigenleben entwickelt hat…

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    • Miele kenne ich als Kurzform von Emilie – in der Generation 90+ und da auch seltener als Kurzformen wie Emmi oder Lia. Der Familienname Mielke leitet sich wohl auch von Emil oder Emilie ab, hat mir jemand namens Mielke zumindest mal so erklärt.
      Anker ist mir bei einem 1970er Jahrgang schon mal als Vorname über den Weg gelaufen. Weiß nicht mehr genau, woher er stammte, entweder aus Skandinavien oder Schottland, aber in seiner Heimat sei das wohl ein traditioneller Name gewesen.

      Ob Flocke, Bordeaux, Elfe und Mimosa es mal leicht haben werden bei der Jobsuche?

      Wobei ich Elfe und (häufiger) Elfi auch als recht häufige Kurzform von Elfriede kenne. Aber die Elfrieden konnten ja immerhin ihre Langform in die Bewerbung schreiben.
      Flocke kannte ich bislang nur als typischen Namen für weiße Haustiere.

      Ich frage mich, wenn ich die Liste lese: Wenn die Standesämter jetzt all solche Namen großzügig durchwinken, wird es für die Betroffenen dann später schwieriger werden, ihre Vornamen zu ändern? Oder werden auch deren Anträge dann ebenfalls großzügig durchgewunken werden?

  3. [dunkelbunt] kommt auch aus der Musikbranche, der Künstler lebt in Wien
    Anker ist ein spannender Name, ein dänischer Premierminister hieß so (A. Jørgenson) und auch ein englischer Graveur (A. Smith). Woher Anker aber kommt, ist nicht so klar.
    Frix ist mir mal in der Sammlung mittelalterlicher Namen aufgefallen und ich habe über Wiederbelebungspotential laut nachgedacht: https://www.beliebte-vornamen.de/1705-1495-m.htm/comment-page-1#comment-21259

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  4. Wow, die Fülle dieser Namen!

    Patrik-Maximus-Constantin
    Malea-Gracy-Lou
    Emanuel-Kaleb-Matei

    Wieso zwei Bindestriche? Wird das Kind so gerufen? Ist ein bisschen lang, oder nicht? Malea Gracy Lou finde ich ganz nett, ich hätte Malea Grace gewählt, aber wieso nicht?
    Patrik-Maximus-Constantin soll mal ganz groß hinaus.

    Prince-Eugen- da hätte ich dann konsequent Prince William oder Prince Harry draus gemacht.

    Maria-Adalynn – ohne Bindestrich finde ich die Kombi wirklich schön a auf a stört mich nicht.

    Emilo-Emanuel-

    Ariya-Aina- wie wird Aina aussprechen?

    Jay-Dean- James Dean
    Skyler-Rosé „nicht die Rose, wie meinen den Alkohol?“

    Karl-Ryan- wie kann man Karl und Ryan mögen? Ich meine, mir gefallen Elisabeth und Hailey, aber verbinden würden ich die Namen nicht

    Joé-Joél und Jady-Jade – das ist doch ein Witz, oder?

    Wumpy – erinnert mich an Wampe

    Rakete- das ging durch?

    Quentino – klingt wie eine Mischung aus Quentin Tarantino

    Dunkelbunt – ich habe zuerst Dunkelblut gelesen. Nach Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt? Als Künstlername toll, aber in Echt so zu heißen? Dann lieber Himmelblau.

    Eriberto, Renatus, Phoebus (ausgerechnet Apollo!), Manni (das Mammut aus Ice Age) finde ich namig.

    Leobert ebenfalls, wäre ein tolle Name für einen Kater
    Joritz „Jan“ „Nein Moritz“ „Joritz“

    Anker, Bach, Sesam, Panther sind Gegenstände.

    Honig empfinde ich durch Honey (den Film) weiblich

    Yeti- wieso? Heißt die Schwester dann Nessi?

    Sturm- wieso nicht. Ich mag den Klang.

    Moon- wiesen nicht Mond, das wird nicht mit Mohn verwechselt.

    Mädchen
    Adaluna hätte ich Ada Luna geschrieben, finde ich hübsch.

    Hermelind hätte ich ein Hermelin genann

    Miabella finde ich hübsch.

    Mimosa- für den Namen habe ich ja eine Schwäche, wenn mein Kater Casimir ein Mädchen gewesen wäre, hätte er Mimosa gehießen.

    Berlinde finde ich als Zweitname für ein in Berlin geborenes Mädchen nett.

    Nyx- die Göttin der Nacht, aber es klingt wie nix. Nyx spielt eine Rolle in der Buchreihe „House of Nigth“

    Elfe- wenn Fee geht. Aber was, wenn sie keine Elfe sein möchte? Oder zwei Meter groß wird?

    Und wieder Moon, der scheint ja beliebt zu sein. Wieso nicht einfach Luna?

    Miele- finde ich nicht schlecht, ich würde nur Mile schreiben.

    Biene- meine Patentante heißt Sabine, wird aber Biene genannt und geschrieben.

    Zu den beliebtesten Namen

    Warum Mohammed? Ich meine ja, der Prophet, aber es gibt so viele andere schöne arabische Namen.

    Ich schüttele mal aus allen Namen

    Sophia Miabella
    Matteo Emanuel
    Adam Leobert
    Adaluna Charlotte

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  5. Bei Joé-Joél und Jady-Jade hätte ich an Zwillinge gedacht. Aber nein, die sind in verschiedenen Bezirken geboren.

    Mohammed auf Platz 1, sieh mal an! Hieß es doch noch hier
    https://www.beliebte-vornamen.de/25450-mohammed-deutschland.htm
    O.k., bundesweit ca. Platz 29

    Bei kurzer Durchsicht der Listen ist mir noch aufgefallen:

    Es gibt tatsächlich eine Cindy in Marzahn (könnte aber auch aus Hellersdorf sein).

    Fundstück als Drittname: Fuchur – Die unendliche Geschichte lässt grüßen.

    Irgendwie habe ich das Gefühl: Wer seinem Kind einen ganz besonderen Namen verpassen will, der sollte am besten in Berlin entbinden. Dort ist soviel Multi-Kulti, da kommt es auf einen weiteren Exoten nicht an.

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  6. wähle Dunkelbunt Honig und Miele Strong. das erste klingt wie ein Name für ein Farbdesign und das zweite wie eine Industriewaschmaschine.
    Warum vergibt jemand einen Namen mit 2 Bindestrichen?

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  7. Prince-Eugen–
    Ob die Eltern tatsächlich an Prinz Eugen von Savoyen, der Wien vor den Türken rettete, gedacht haben? Ich bezweifle es eher. Eugen finde ich übrigens einen sehr schönen Namen, der ruhig auch über die russlanddeutsche Community hinaus vergeben werden dürfte.

    Wilma-Undine–
    Schon als Kind war ich literaturbegeistert, war von der Epoche der Romantik fasziniert, und las Friedrich de la Motte-Fouqués Kunstmärchen „Undine“ über eine Nixe, die einen Menschen heiratet (ist ja ein häufiges Märchenmotiv, siehe „Die kleine Meerjungfrau“ oder „Melusine“). Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort für „Welle“ ab, welches mir auch aus dem Englischen sehr vertraut ist („an undulating landscape“ ist eine gewellte Landschaft; so wird meine amerikanische Heimatregion, der Mittelwesten, oft beschrieben, zumindest die Teile, die nicht ganz flach sind). Der Name Undine kommt in den USA tatsächlich ab und zu vor; mir ist er in der afroamerikanischen Community begegnet. Ich finde ihn sehr hübsch. Wilma mag ich auch, und die Kombi finde ich sehr charmant. Allerdings lieber ohne Bindestrich, denn zusammen rufen würde ich die Namen nicht. Da reicht dann Wilma.

    Jeppe-Bo–
    Sehr norddeutsch und sehr interessant, finde ich. Würde ich aber auch nie zusammen rufen–Jeppe lässt sich so schön für sich rufen. Dei Kurzform Jeppe finde ich sympathisch. Eine Kurzform von Joseph?

    Renatus–
    Da kenne ich einen im realen Leben. Er wird allerdings nie so gerufen, sondern hat einen weit von Renatus entfernten Spitznamen. Ich glaube, der Name war ihm schon immer zu pompös. Mir persönlich würde es nichts ausmachen, Renatus gerufen zu werden–finde den Namen gut. Die französische Form René ist besonders klangvoll, aber würde ich nur in einem französischsprachigen Kontext oder bei französischem Hintergrund vergeben, auch wenn der Name in Deutschland natürlich schon seit Jahrzehnten etabliert ist.

    Bach–
    Interessant. Bin doch überrascht, dass das Standesamt das zugelassen hat. Nicht jeder Naturname schafft es ja, und ich habe den Eindruck, Mädchennamen werden da leichter durchgewunken. Ein Mädchen namens Akazie oder Regen kann ich mir eher vorstellen als einen Jungen namens Bach. Bei Bach besteht außer der Wortbedeutung noch die Komponistenkomposition. Aber da könnte man den Jungen auch einfach Johann Sebastian nennen. Bach ist ein klangvolles Wort, das ich sehr gerne ausspreche; als Name ist es mir zu wenig in die deutsche Namenstradition passend.

    Gospel–
    Diesen Namen liebe ich! Allerdings nur bei englischsprachigem Hintergrund, sonst finde ich es zu aufgesetzt. Im Englischen gibt es ja schon seit langem eine Tradition, christliche Begriffe als Namen zu vergeben, ob das Grace, Hope, Charity, oder Bishop ist. Gospel finde ich sowohl bedeutsam als auch schön.

    Berlinde–
    Es gibt diesen Namen in verschiedenen Formen: Berlind, Berlindis, und eben, Berlinde. Die „Ber“-Silbe (Bär) und „Lind“-Silbe (Schild aus Lindenholz) sind ja beide Standardsilben bei den alten germanischen Namen. Der Name klingt stark an Berlin an–vielleicht ist das so gewollt. Ich finde ihn so oder so sehr schön.

    Hubertina–
    Hmm, Hubert mag ich, Hubertus auch, Bertha mag ich, auch Namen wie Bertrun und Berthilde. Aber mit Hubertina kann ich mich nicht recht anfreunden. Trotzdem würde ich den Namen Hubertina lieber vergeben als z.B. Luana oder Zoé.

    Was die beliebtesten Berliner Namen angeht, so freue ich mich besonders über die hohe Platzierung von Adam und Frieda.

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    • Der Name Adam ist vor allem bei muslimischen Familien beliebt, die einen Namen suchen, der in Deutschland nicht auffällt, aber trotzdem im muslimischen Umfeld gebräuchlich ist. Auch Elias steht darum so weit oben. In muslimischen Familien wird dieser Name meistens Elyas geschrieben.

    • Ich kenne durch die Nachhilfe einige kleine Adams mit muslimischen Hintergrund, die Geschwister tragen dann häufig auch alttestamentarische Namen. Für mich ist Adam daher ein „junger“ Name, der mir ganz gut gefällt 🙂

    • @Knud: Das ist ein interessantes Phänomen. Finde es überhaupt spannend, wenn multikulturelle Familien Namen vergeben, die in zwei Sprachen, zwei Kulturwelten, funktionieren sollen.

      Adam finde ich eine gute „Lösung“, wenn man einen solchen Brückennamen will. Überhaupt ist Adam erstaunlich international–in vielen Sprachen existiert dieser Name in genau dieser Form, oder, in manchen Sprachen, halt noch durch ein O am Ende ergänzt. Ich hatte den Namen meiner Frau vorgeschlagen, weil er in unseren drei Sprachen jeweils gleich geschrieben wird und so sehr flexibel ist. Sie fand den Namen aber nicht so toll. Für mich ist der Name aus meiner eigenen Generation in den USA sehr vertraut (und natürlich aus der Bibel), und ich habe ihn schon immer gemocht.

    • Mark,
      Super, ich hatte mich schon gewundert, warum Wellensittich auf schwedisch „undulat“ heißt – jetzt weiß ich’s.

      Zu Bach: könnte vielleicht auch eine Kurzform von Bacchus sein, analog zu Mark/Markus. Saufen und Raufen 🙂

    • @ Ruth:
      Ich hätte Bach jetzt eher für einen vietnamesischen Vornamen gehalten. Gibt man Bach zusammen mit Nguyen, dem häufigsten vietnamesischen Nachnamen, in die Internetsuche ein und schwenkt dann noch auf die Bildersuche um, so lächeln einem plötzlich viele Menschen entgegen. O.k., nicht alle scheinen so zu heißen (unter Umständen haben sich zufällig die Wörter Bach als Nachname oder Wasserlauf und Nguyen auf der angezeigten Seite getroffen), aber schon ein sehr hoher Anteil.

    • Zu Bach doch noch etwas gefunden, siehe englische Wikipedia:
      https://en.wikipedia.org/wiki/B%E1%BA%A1ch

      Da gehört eigentlich wohl noch ein Punkt unter das a.

      In der Liste steht Bach allerdings als 3. männlicher Vorname ohne diesen Punkt, obwohl sich dort ansonsten sehr viele diakritische Zeichen (u.a. ả, ă, Đ, ő) wiederfinden.

    • Barbara,
      Schade, ich hätte es irgendwie cool gefunden, wenn jemand sein Kind nach dem Weingott benennt.
      Diana, Thor, Odin gehen immerhin auch.

    • Nicht den römischen Bacchus, sondern den griechischen Dionysos wählen: Dennis oder Denis, merkt doch keiner, dass das auch ein Weingott ist!

  8. Das wäre evtl. auch mal ein Thema: Wie lebt es sich in Deutschland mit einem Namen, der vermutlich zu rund 99 % in der Korrespondenz falsch geschrieben wird, weil auf den deutschen Tastaturen diese Zeichen nicht zu finden sind?

    Und wenn
    Việt, Đăng, Čiro, Șahin, Yiğit, etc.
    selbst einen Brief/Mail schreiben, suchen sie dann den Buchstaben immer mühsam aus der Zeichentabelle heraus (bei vielen ist gar keine Tastenkombination wie „Alt+Ziffernfolge“ angegeben) oder schreiben diese ihren eigenen Namen dann auch nur
    Viet, Dang, Ciro, Sahin, Yigit?

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    • Da ich so einen Zweitnamen trage, kann ich sagen: bescheiden. Der Name sieht nicht nur merkwürdig aus, sondern wird auch furchtbar ausgesprochen (so geht es mir aber mit allen Namen, Vor-und Nachname, die ohne Extrazeichen geschrieben werden. Ich habe drei Mal den Jackpot gezogen. In meinem nächsten Leben heiße ich dann Mila Müller oder so 😉 )

    • @ Miez: Danke für die Rückmeldung.

      Dann wäre das vielleicht auch noch ein Kriterium für die Namensfindung, besonders bei Familien mit Migrationshintergrund: Enthält der Name diakritische Zeichen, die hier die deutsche Tastatur nicht ohne weiteres abbildet? Und wenn ja, können sie (bzw. später das Kind) damit leben, dass der Name hierzulande meist ohne diese Zeichen geschrieben wird?

  9. Die beliebtesten Jungennamen haben ja richtig System:
    *Den Hintergrund zu Adam kennen wie schon.
    *Das A&O-Konzept: Mohammed, Noah, Matteo, Oskar
    *Aber die andere Hälfte sieht aus wie ein Spiel, das wir mal gespielt hatten. Da musste sich der nachfolgende Name immer aus dem vorherigen entwickeln:
    Emil -> E i l -> Elias -> l i a -> Liam -> L, Vokal, Vokal, Nasal -> Leon -> L o n (’n‘ muss auf den Kopf gestellt werden) -> Louis
    Und die stehen oben sogar in exakt dieser Reihenfolge!

    Bindestriche:
    Malea-Gracy-Lou * rhythmisch betrachtet sehr stimmig. Das muss man dem Namen lassen.

    Emanuel-Kaleb-Matei * der Name gefällt mir richtig gut. Mein Favorit in dieser Kategorie.

    Prince-Eugen * Eugen kann ich in der deutschen Aussprache nichts abgewinnen. Aber auf rumänisch – grossartig! Hier ist vermutlich alles englisch.

    Emre-Can * klingt doch gut und die Bedeutungen ‚Freund‘ und ‚Seele‘ sind doch besonders schön. Das C spricht man aber nicht wie K, sondern entweder dsch oder wie J in Journalist.

    Wilma-Undine * meine Favoritin aus dieser Kategorie

    Jeppe-Bo * Jeppe kenn ich gar nicht. Variante von Jesper? Kann man gut machen. Bo ist sowieso spitze.

    Emilo-Emanuel * fehlt da nicht ein i? Emilo wirkt auf mich sehr gewöhnungsbedürftig. Als Emilio-Emanuel hätte ich es auf Anhieb sehr schön gefunden. Pro Alliteration!

    Skyler-Rosé * ich lese immer auf englisch Skyler-Rose. Das hätte mir gefallen. Ob die Eltern wissen, dass sich durch den Strich über dem E die Aussprache erheblich verändert?

    Karl-Ryan * ich mag beide Namen und die Kombi klingt auch nicht schlecht. Der etymologische Mix fällt mir zwar auf, aber stört mich null.

    Vera-Chioma * hat was!

    Jady-Jade * hat sich da etwa jemand in den Projektnamen verliebt? Solange es nicht der erste Vorname ist, gefällt er mir eigentlich richtig gut. Frieda Jady-Jade Müller. Why not?

    Jungs:
    Rakete * dahinter hätte ich ein Mädchen erwartet. Einerseits wegen der typischen Endung und andererseits wegen Carola Rackete, die ich als Vorbild vermutet hatte. Die wird aber anders geschrieben, wie ich gerade herausgefunden habe.

    Dunkelbunt * Chilly * Panther * Anker * Sesam * Honig * Bach * Dorn * Sturm *
    Wunderbar wortig. Das gefällt mir!

    Leobert * Joritz * Eriberto * Wirken wie normale Namen. Leobert mag ich.

    Yeti * wieso?

    Blixa * Frix * Meine Assoziation: die Rentiere vom US Santa Clause?

    Unisex:
    Moon * hat was. Klingt maskulin, aber durch Luna auch deutlich weiblich besetzt.

    Mädchen:
    Flocke * Biene * Elfe * Mimosa * Laola *
    Von Flocke bin ich Fan. Einerseits herzallerliebst und andererseits klanglich nicht zu süss oder weich und mit einem o+Schwa. Top! Biene erinnert mich zu sehr an Sabine. Ansonsten sehr schön. Elfe gefällt mir wie Fee auch, wirkt auf mich aber nicht neu, vielleicht wegen Ylvi mit derselben Bedeutung. Und ich finde, dass zu Elfe jedwede Körperform oder Hautfarbe passt. Die Mimose ist eine schöne Pflanze, die sich lustig bewegt, wenn man ihre Blätter anfasst (-> botanischer Garten), aber die Beleidigung liegt für mich als Assoziation noch etwas näher. Laola passt von den Lauten her absolut ins La-le-lu-Konzept, aber ist mir zu Fussball-WM. Alle vier Jahre ok, aber nicht ein Leben lang.

    Windy * Strong * Gospel *
    Englisch wortig. Windy, Wendy klingt schon namig, ob man die Bedeutung gut findet ist Geschmackssache. Strong finde ich als Namen schon schwieriger, da klanglich so attraktiv wie Sutton. Aber die Bedeutung ist super und für ein Mädchen passend.

    Padmé * klingt Thai, das é gehört aber vermutlich nicht zur Standard-Transkription.

    Miabella * Adaluna *
    Zwei Zweisilber klingen nicht so dolle hintereinander. Also das alte Konzept neu aufleben lassen und sie zu einem Viersilber verschmelzen wie in Annemarie oder Heiderose usw. Das hat man früher so gemacht und das soll man heute auch noch dürfen.

    Miele * italienisch ausgesprochen sehr schön. Auf Deutsch muss man sich erstmal dran gewöhnen.

    Prima * „Jetzt reicht’s! Wenn wir uns nicht einigen können, nennen wir das erste Kind eben Primus oder Prima! Aber bis zum Zweiten brauchen wir eine richtige Lösung!“

    Brünhilde * Loving Umlaut <3 klingt wunderschön! Hoffentlich der Erstname bzw. Rufname.

    Trintje * die niederländische Endung -je oder -tje wie in Grietje mag ich sehr gerne.

    Goldis * Golda ist eher mein Fall, aber Goldis ist auch schön.

    Berlinde * die Webseite Berlin.de ist jedenfalls schon vergeben!

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