Koi Susumu und Mathilda Drösel

Koi Susumu

„Susumu, wer oder was war das noch mal?“ Wie aus dem Nichts kam mein Mann gestern plötzlich auf diesen Namen. Und ich fing an zu grübeln … Des Rätsels Lösung: Es war der Koi-Karpfen, der in einem früher – unsere Tochter ist mittlerweile ja Teenager – oft gehörten „Conni“-Hörspiel eine Rolle spielte und der seines Zeichens einen japanischen Männernamen trug. „Aber wie hieß noch der Halter von Susumu, dieser unangenehme Nachbar?“ – „Herr Paschulke!“, versucht es meine Tochter. „Nein!!! Herr Paschulke ist der Nachbar von Fritz Fuchs aus ‚Löwenzahn‘.“ Schließlich kamen wir glücklich und ganz ohne Zutun von Google auf Hermann, Robert Hermann – den Nachbarn von Conni Klawitter. Hurra!

Weil das Ganze solchen Spaß gemacht hatte, setzten wir das Nebenfiguren-Namedropping aus Vorlesebüchern und Hörspielen, die auch wir Eltern rauf und runter hatten genießen dürfen, noch ein Weilchen fort. Mit Tante Magda, der von Harry Potter spektakulär aufgeblasenen (und später „fachgerecht aufgestochenen“) Tante, brauchen wir unserer Tochter nicht kommen, an deren Namen erinnert sie sich natürlich sofort. Für sie ist der uns Eltern noch immer wohlbekannte Onkel Quentin („Fünf Freunde“) eine weit härtere Nuss.

Viele der Nebenfiguren in Kindermedien bestechen durch lustige Nachnamen, die man sich so richtig auf der Zunge zergehen lassen kann. Frau Susemihl (die Angebetete von Herrn Paschulke, siehe oben) zum Beispiel. Oder noch besser im „Räuber Hotzenplotz“ der böse Zauberer Petrosilius Zwackelmann, ein ganz großartiger Name! Und im selben Buch die Witwe Schlotterbeck (Vorname: Portiunkula), die wahrsagende Halterin des in ein Krokodil verwandelten Dackels Wasti.

Auch schön: Fräulein Prysselius („Prusseliese“) aus den von meiner Tochter vor der Harry-Potter-Ära heißgeliebten Pippi-Langstrumpf-Filmen. Die meisten dieser von Erwachsenen getragenen Namen wirken nach wie vor eher ältlich, etwa auch der der miesepetrigen Tante Elke aus dem weniger bekannten, von uns sehr geschätzten Bilderbuch „Autoverrückt“. Besonders witzig finde ich es aber, wenn der Name einer ähnlich angelegten Nebenfigur mittlerweile eine völlig andere Wirkung hat. Ich denke da insbesondere an Mathilda, Mathilda Drösel, Ehefrau von Hubertus Drösel – das kinderfeindliche Ehepaar in „Ein verhexter Urlaub“ mit Bibi Blocksberg. Die Folge erschien aber auch schon 1982.

Kommen Ihnen jetzt auch prägnante Namen von Sidekicks aus Kindermedien in den Sinn? Ich bin gespannt!

Horstomat – die Vonamen-Toolbox

46 Gedanken zu „Koi Susumu und Mathilda Drösel“

    • Edith Nachtschatten war auch gut.
      und die Bösewicht-Handlanger der Serie hießen Blindschleiche und Zahnstein, das waren aber sehr trottelige alte Hexen.

  1. Ich glaube, dass ich diese Bibi Blocksberg-Kassette hatte, die Namen kommen mir sehr bekannt vor. Da ich nur eine Kassette hatte, die nicht blau war, wurde sie vermutlich in den 90ern wieder aufgelegt. Meine Mutter hatte mir einmal eine ganz alte Kassette von Bibi Blocksberg von Kleiderbasar mitgebracht (in gelb), dort hatte Bibi noch einen Bruder namens Boris. Als Erwachsene habe ich das mal recherchiert; Boris wurde irgendwann auf Kur geschickt und man sprach niemals mehr über ihn. Irgendwann sagt Bibi sogar, dass sie gerne Geschwister hätte.
    Da du von Löwenzahn schriebst: Peter Lustig war mit Elfie Donely verheiratet, die Erfinderin von Bibi Blocksberg.

    Aber nun zur Liste:
    Krösa-Maja und Linus-Ida aus Michel und Madita, wobei der erste Teil des Namens entweder Nachnamen oder Dorf sein muss. Maja und Ida sind ja heute wieder in. Weitere Figuren aus Madita, deren Namen man heute gut vergeben kann. Mia (die Läuse-Mia), die Schwester Lisabet, die Magd Alva, Vater Jonas.

    Aus der No Jungs-Reihe von Thomas Brezina hätten wir Emma Schicketanz, die exzentrische alte Hexe, deren Namen sich heute großer Beliebtheit erfreut.

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    • Das mit Boris ist ja furchtbar. Was ist das denn für eine grausame Familie? Diese Serie sollte nicht für Kinder zugelassen werden, ich werde mal eine Petition starten.

    • Stimmt, das Rausschreiben von Boris Blocksberg war wirklich ein dicker Hund. „Die Kinder werden’s schon nicht merken!?“ Tss.

      Bei Krösa-Maja muss ich an „Gekröse“ denken, nicht so schön.

    • Als ich klein war, war die Figur bereits herausgeschrieben. Ich war ganz verwirrt, als der Erzähler von Boris erzählte, Bibi hatte für mich ja keine Geschwister.
      Was man sich dabei gedacht hat …

    • An den Bruder von Bibi Blocksberg kann ich mich auch noch erinnern. Ich hatte eine Benjamin Blümchen-Kassette, da kam Bibi Blocksberg auch drin vor und sie hatte einen Bruder namens Boris. Ich hatte danach noch weitere Bibi Blocksberg-Kassetten. Das Boris zur Kur geschickt wurde, ist irgendwie an mir vorbei gegangen.

  2. -Tyrannja Vamperl – der satanarchäo…Wunschpunsch von Michael Ende
    -Das Büchernörgele – ebenda (in den Zeichnungen herrlich karikiert als Marcel Reich-Ranicki)
    -Wachtmeister Dimpfelmoser aus dem Räuber Hotzenplotz

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  3. Frau Knüppelkuh aus „Matilda“, Vorname glaube ich Agathe.

    Generell finde ich es immer etwas verwirrend, wenn in den Büchern und Filmen deutsche und englische Versionen der Namen verwendet wird.
    Beispiel „Eine lausige Hexe“: In der 90er-Serie würde Maude zu Mona, in der aktuellen Serie hieß sie wieder Maude, dafür würde Frau Harschmann von Constanze zu Joy Hekate.
    Bei Hanni und Nanni würde Hillary in der Anime-Serie zu Hilda.

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  4. Harry Potter ist natürlich eine wahre Fundgrube an Namen. Die meisten Anspielungen und Wortspiele habe ich als Kind aber gar nicht verstanden. Beispiele:

    Charity Burbage: setzt sich für die Rechte und Wertschätzung von nicht-magischen Menschen ein

    Remus Lupin: ein Werwolf

    Petunia Dursley: Hausfrau mit klaren Vorstellungen von Anstand und Ordnung

    Fenrir Greyback: ein Werwof

    Sirius Black: kann sich in einen großen schwarzen Hund verwandeln

    Argus Filch: übellauniger Hausmeister, der immer ein Auge auf die Schüler hat

    Xenophilius Lovegood: skurriler Exzentriker mit Tendenz zum Hippie

    Olympe Maxime: französische Halb-Riesin

    Filius Flitwick: kleinwüchsiger Zauberkunst-Lehrer

    Horace Slughorn: schleimt sich gerne ein und lässt sich gerne einschleimen

    Dolores Umbridge: verhängt schmerzhafte Strafen an Schüler

    Severus Snape: übellauniger Lehrer vom Haus Slytherin (Symbol der Slytherins ist die Schlange)

    Alastor Moody: mürrischer Verfolger von schwarzen Magiern

    Peter Pettigrew: eher klein gewachsener Zauberer, der sich in eine Ratte verwandeln kann

    Gilderoy Lockhart: selbstverliebter Hochstapler mit perfekt sitzenden Locken

    Quirinus Quirrel: verängstigter, stotternder Lehrer

    Newt Scamander: Erforscher magischer Tiere

    Aurora Sinistra: Astronomie-Lehrerin

    Salazar Slytherin: kann mit Schlangen sprechen

    Pomona Sprout: Kräuterkunde-Lehrerin

    Regulus Black: regeltreuer Lieblingssohn der vornehmen Familie Black

    Reginald Cattermole: soll Regen in unterirdischen Büroräumen stoppen

    Sybill Trelawney: Wahrsagerin

    Cassandra Trelawney: Wahrsagerin

    Neville Longbottom: tollpatschiger, vergesslicher Schüler

    Bellatrix Lestrange: zieht für das Böse in den Krieg

    Septima Vector: Arithmantik-Lehrerin

    Ludo Bagman: geselliger Politiker, der sich lieber mit Sportwetten/Glücksspiel die Zeit vertreibt

    Kreacher: eine ziemlich hässliche Kreatur

    Weasleys: kinderreiche Familie vom Land mit rötlichen (wieselfarbenen) Haaren

    Nagini: eine magische Schlange

    Rita Skeeter: Journalistin, die sich in ein Insekt verwandeln kann, umschwirrt ihre Opfer wie eine nervige Mücke und saugt Informationen aus ihnen heraus

    Errol: tollpatschige Eule, der ständig Fehler passieren

    Albus Dumbledore: Weißhaariger und -bärtiger Schulleiter

    Cornelius Fudge: Politiker, der sich alles schönredet und zurechtbiegt, klebt an seinem Amt

    Alecto Carrow: grausame schwarze Magierin

    Silvanus Kettleburn: Lehrer für Pflege magischer Geschöpfe (die zT im Wald leben)

    Viktor Krum: siegreicher Sportler mit krummer Nase

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    • Stimmt, manche Anspielungen versteht man nur als Erwachsener.
      Pettigrew = Pet i grew
      Fawkes = Guy Fawkes
      Hermine = Im Herr ein Mann (also Kämpferin) und mit französischer Aussprache ein Wiesel
      Der Name Aurelius Dumbledore hat Bezug zu Marcus Aurelius und dessen Rufname als Kind war Severus gewesen. Es bleibt also spannend.

    • Der Name Aurelius Dumbledore kommt in „Phantastische Tierwesen 2“ vor, nicht in den Harry-Potter-Bänden 🙂

  5. In Erinnerung geblieben sind mir außerdem die Charaktere aus dem Detektiv-Spiel „Höchst verdächtig“, allen voran „Erkan Nüksdafür“ 😉

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  6. Ah, und da wären noch die vielen Namen aus „Asterix und Obelix“, zB der Römer Lucius Nixalsverdrus oder der Pirat Enternix.
    Wobei die deutschen Übersetzungen zT etwas platter sind als die französischen Originalversion – oder einfach grundverschieden.
    Der Weinverkäufer Alkoholix heißt im Original zB Alambix (alambic = Destillierhelm), der Barde Troubadix heißt im Original Assurancetourix (assurance tous risques = Vollkaskoversicherung).

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    • Oh ja, die „Asterix“-Namen liebe ich sehr (auch in der deutschen Fassung). Meine liebsten Namen stammen aus „Asterix bei den Briten“, wie Mac Teefürzweifix. Die Übersetzerin der ersten 29 Bände, Gudrun Penndorf, hat im vergangenen Jahr das Bundesverdienstkreuz und dieses Jahr (glaube ich) den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises bekommen.

  7. Durch die Hanni und Nanni-Bücher habe ich den Namen Charlotte kennengelernt. War früher einer meiner Lieblingsnamen.
    Dann gab es da noch ein Mädchen, das Bobby genannt wurde. Eigentlich hieß sie Roberta.
    Eine hochnädige Amerikanerin die Sadie hieß und die Nichte der Französisch-Lehrerin namens Claudine.

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    • @Tabea

      Ich habe bei „Hanni und Nanni“ den Namen Carlotta kennengelernt. Meinst du den vielleicht?
      An eine Charlotte kann ich mich nicht erinnern.
      Ich erinnere mich aber noch an „Jenny“ und „Hilda“.
      In dem Band „Hanni und Nanni sind große Klasse“ kommt auch eine neue Schülerin vor, die große Schwierigkeiten mit ihrer Identitätsfindung hat, was tatsächlich auch unter anderem an ihrem Namen liegt. Sie heißt Beatrix und leidet sehr darunter, dass sie im Gegensatz zu ihrer älteren, von den Eltern gefühlt ein wenig bevorzugten Schwester, keinen Spitznamen bzw. Koseform ihres Namens hat (die ältere Schwester heißt Theresa und wird Tessy genannt). Daher stellt sie sich bei ihren neuen Mitschülerinnen im Internat nicht als Beatrix sondern als „Trix“ vor. Dies wird am Ende des Bandes, bei einem Schulfest von ihrer Mutter spontan akzeptiert und übernommen.
      Wahnsinn, was man so für Erinnerungen hat. 🙂

    • Wunderbar 🙂 Hier muss ich zwingend noch ergänzen, dass Frau Rotkohl mit Vornamen Annemarie heißt!

  8. Bei Bibi Blocksberg sind mir noch Karla Kolumna, Tante Mania und die Lehrerin Frau Müller-Riebenseel in Erinnerung geblieben, die wohl Mathilde mit Vornamen heißt.

    Und bei „Bibi und Tina“ Tinas Bruder Holger (so ein altmodischer Name!) und natürlich Graf Falco von Falkenstein.

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    • @Miez

      Du findest Holger altmodisch?
      Ist ein Name meiner Generation. Empfinde ihn eigentlich gar nicht als altmodisch. Habe neulich noch gedacht, dass das eigentlich ein recht schöner Name ist. 😉
      Hebt sich irgendwie angenehm ab von den ganzen Thomassen, Michaels und Christians dieser Generation. :-))

    • In der Tat war Holger schon bei Ersterscheinen von „Bibi&Tina“ ca. 1990 ziemlich außer Mode. Nur war der Charakter da schon 18 Jahre alt, und bei seiner „Geburt“ in den 70ern war der Name noch recht beliebt.

      Gleiches gilt für Bibi (Brigitte). Bei Ersterscheinen von „Bibi Blocksberg“ 1980 war Brigitte bereits ziemlich außer Mode – sogar unmodischer als Barbara, der Name ihrer Mutter. Nur war der Charakter da schon 12/13 Jahre alt, und in den 60ern war der Name noch recht beliebt.

      Also bei Serienstart zwar nicht mehr modische, aber durchaus realistische Vornamen. Im Jahr 2021 sind Brigitte und Holger schon sehr ungwöhnliche Namen für Teenage-Charaktere, aber das scheint der Beliebtheit der Serie ja nicht geschadet zu haben.

    • @ Annette

      Ich denke, die Namen der eigenen Generation kommen einem selten altmodisch vor. Auch ich habe Claudias, Holgers, Brigittes u.ä. als Kinder kennengelernt – und sie bleiben immer mit diesem Alter verbunden, „junge“ Namen also.

      Erwachsene hiessen Oskar, Walter, Ida oder Emma – und waren demzufolge altmodisch und angestaubt. Daran hat sich für mich bis heute nichts geändert.

      Modenamen ausserhalb ihrer Hochzeit zu vergeben finde ich interessant. Sie sind geläufig, niemand muss nach der Schreibweise fragen, und wenn z.B. Sabine gerufen wird, kommt nicht der halbe Kindergarten angelaufen.

    • Zu Brigitte und Barbara Blocksberg noch die Anmerkung, dass beides auch die Vornamen der „Mädels vom Immenhof“ Dick und Dalli aus den 50ern sind 🙂 Ist aber wohl wirklich Zufall, das Pferdethema fehlte beim Erfinden der Familie Blocksberg ja noch und kam erst später in „Bibi und Tina“ dazu.

    • Bei der Verfilmung (2009) der „Vorstadtkrokodile“ (1976) wurden die Namen der Kinderbande hingegen modernisiert – nach welchen Kriterien ist mir allerdings etwas unklar:
      Maria, Frank, Hannes und Peter durften bleiben.
      Kurt, Olaf, Theo und Willi wurden zu Kai, Olli, Elvis und Jorgo.
      Und die Charaktere Otto und Rudolf wurden ganz gestrichen.

      Die Einbrecher Egon, Karli und Gustav wurden übrigens zu Dennis, Kevin und Achmed.

    • @Annett

      Ich fand den Namen, als ich die Kassetten in den Neunzigern hörte altmodisch und fände ihn auch heute ein einem kleinen Kind befremdlich 🙂 . Ich werde dieses Jahr 27, Holger war kein Namen, den ich bei Leuten
      in meinem Alter begegnet bin. Es ist wie Barbara gesagt hat, die Namen der eigenen Generation wirken auf einem selbst nicht altmodisch (wobei ich jetzt genug Lisas und Julias kenne, manchen Namen kann man dadurch höchstens zu oft hören).
      Ich bin darüber hinaus kein Fan von Namen, die auf er enden.

      Ich habe mir als Kind und jetzt, um ehrlich zu sein, auch nicht, Gedanken darüber gemacht, dass die Figuren viel älter sind, da sie bereits in den Siebzigern liefen und demnach davor geborgen wurden. Für mich war Bibi (von der ich immer dachte, sie sei zehn und nicht 13) eben ein Mädchen, dass zu meiner Zeit lebte (die Hörspiele gaben mir keinen Anlass, das anders zu sehen. Internet und Handys waren da noch nicht
      Teil meiner Welt ). Bibi war rückblickend für mich ein Mädchen, dass Ende der 80er geboren wurde und das sie eigentlich Brigitte hieß, wurde nie genannt. Als Hexe hatte Bibi eben einen Hexenamen wie Flauipaui und Schubia. Ihre Menschenfreund hatte für mich einen normale Namen: Florian, die waren immer etwas älter oder so alt wie ich. Marita hatte zu zuvor noch nie gehört, fand ich aber hübsch.

      Tina- na ja, okay, ich kannte einige Christinas, Christines, wieso also nicht?

      Aber Holger? Aus der Sicht meines damals vier oder fünfjährigen Ichs kannte ich keine anderen Kinder, die einen großen Bruder namens Holger hatten.

      Eigentlich ungewöhnlich, meine Familie neigt dazu, Namen zu vergeben, die eine Generation vorher in waren:
      Meine Großeltern Heinrich und Rosemarie sind nach dem zweiten Weltkrieg, endet der Vierziger, Anfang der Fünfziger geboren, ebenso Omas Schwestern Irmgard und Gisela.
      Gabriele (meine Mutter) Peter Thomas, Sabine (die wegen den einwenden meiner
      Oma nicht Ursula heißt) sind alle zwischen Ende und Anfang vierzig.

      Ja, Thomas und Peter gibt es auch außerhalb der Sechziger-Generation, aus dieser Zeit kenne ich aber viele.

      Wenn Holger Thomas oder Peter geheißen hätte, hätte ich das gar nicht in Frage gestellt. Ich kannte ja zwei Menschen, große Brüder, die in Holgers älter bzw. ein paar Jahre älter waren 🙂

    • Da hat sich nichts geändert, der Name Holger wurde in letzter Zeit so gut wie gar nicht vergeben. Allenfalls als zweiter Vorname taucht Holger mal auf.

    • @sebald: Yep, aber ich kann den Fehler nicht nachträglich verbessern.

      Wobei ich mich bei Holger wundere: Gibt es irgendeinen Anlass, der zum totalen Verschwinden des Namens geführt hat (sowas ähnliches wie „Super Ingo“, der gerade Diesel tankt …)?

    • Ich denke, dass Holger einfach unmodern geworden ist. Andere Namen aus dieser Zeit sind ja auch fast verschwunden, siehe Dieter, Uwe oder Jürgen.

    • Mhm, gute Frage. Es gab den RAF-Terroristen Holger Meins, der 1974 im Hungerstreik starb.
      Und 1980 erschien die Zeichentrickserie „Nils Holgersson“.
      Würde mich aber beides nicht davon abhalten, ein Kind so zu nennen. Ich finde, der Name wirkt nicht besonders vornehm, eher etwas grob, aber sonst wüsste ich auch nichts dagegen einzuwenden.

  9. Wir lesen gerade die Holunderweg-Reihe und die haben auch sehr schöne (Nach)Namen: Familie Rosenbaum, Fam. Sonntag, Herr Schlussnuss und Nina Süßmilch, Oma& Opa Sprembüttel.
    Ansonsten fällt mir noch Erich Kästner ein mit Emil Tischbein, Pony Hütchen und dem kleinen Dienstag.

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  10. Wunderbare Namen gibt’s auch in der momentan bei Mädels sehr beliebten Reihe „Mein Lotta-Leben“ von Alice Pantermüller:

    Lotta, Protagonistin aus dem Bildungsbürgertum (Eltern Rainer (Lehrer) und Sabine, Zwillingsbrüder Jakob und Simon)
    Cheyenne (und ihre Geschwister Chanell und Rocco), ihre beste Freundin aus dem Proll-Milieu
    Frau Kackert, die Lehrerin
    Berenike von Bödecker und ihre Glamour-Clique Emma, Hannah und Liv-Grete (beste Feindinnen)
    Papa Rainers Geschwister heissen Holger, Sonja und Heidi

    Um nur einige zu nennen.

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  11. @Annemarie
    Wenn deine Tochter Bibi & Tina mag, wären dann vielleicht auch die Sattelclub-Bücher und die dazugehörigen TV-Serien etwas für sie?
    Andere Bücher, die ich als Kind/Teenie Jahrgang 92 geliebt habe.
    – Die Bücher von R. L. Stine
    – Animorphs
    – Der Babysitter-Club
    – Redwall

    Und natürlich auch wie fast Jeder meiner Generation der goldene Kompass, Tintenherz, Eragon und Twilight und die zahlreichen weiteren YA-Bücher in der Zeit seit meiner Volljährigkeit.

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