Irlands beliebteste Vornamen 2017

Flagge Irland © Zerbor - fotolia.com
Flagge Irland © Zerbor – fotolia.com

An der Spitzengruppe der deutschen Vornamenhitliste ändert sich von Jahr zu Jahr nicht viel, aber in Irland ist es auch nicht aufregender: Seit 2011 ist Emily ohne Unterbrechung der am häufigsten vergebene Mädchenname Irlands. Bei den Jungen gab es 2016 mit James einen neuen Spitzenreiter, aber 2017 hat Jack seinen Stamm-Ranglistenplatz seit 2007 zurückerobert.

Neu in den Top 100 sind die Jungennamen Theo und Jackson sowie die Mädchennamen Aoibhin, Nina, Pippa und Esme. Hier die ganze Liste, dabei wurden gleichklingende Schreibvarianten nicht zusammengefasst:

Mädchen Jungen
  1. Emily
  2. Emma
  3. Amelia
  4. Grace
  5. Sophie
  6. Lucy
  7. Hannah
  8. Mia
  9. Ava
  10. Chloe
  11. Olivia
  12. Anna
  13. Lily
  14. Ella
  15. Saoirse
  16. Kate
  17. Aoife
  18. Sophia
  19. Sarah
  20. Ellie
  21. Fiadh
  22. Sadie
  23. Caoimhe
  24. Evie
  25. Robyn
  26. Isabelle
  27. Holly
  28. Katie
  29. Freya
  30. Leah
  31. Zoe
  32. Molly
  33. Ruby
  34. Cara
  35. Alice
  36. Lauren
  37. Roisin
  38. Jessica
  39. Eva
  40. Isla
  41. Ciara
  42. Charlotte
  43. Sofia
  44. Amy
  45. Layla
  46. Julia
  47. Niamh
  48. Isabella
  49. Clodagh
  50. Eabha
  51. Faye
  52. Sienna
  53. Zara
  54. Millie
  55. Maria
  56. Harper
  57. Alannah
  58. Erin
  59. Eve
  60. Elizabeth
  61. Sadhbh
  62. Abigail
  63. Emilia
  64. Laura
  65. Rebecca
  66. Rose
  67. Aoibheann
  68. Aoibhin
  69. Maisie
  70. Kayla
  71. Aoibhinn
  72. Maya
  73. Clara
  74. Annie
  75. Amber
  76. Meabh
  77. Abbie
  78. Willow
  79. Ellen
  80. Georgia
  81. Aria
  82. Aine
  83. Heidi
  84. Hazel
  85. Lena
  86. Aisling
  87. Megan
  88. Rachel
  89. Pippa
  90. Victoria
  91. Hanna
  92. Lara
  93. Mary
  94. Rosie
  95. Daisy
  96. Evelyn
  97. Lilly
  98. Madison
  99. Ailbhe
  100. Esme
  101. Mollie
  102. Nina
  1. Jack
  2. James
  3. Daniel
  4. Conor
  5. Sean
  6. Noah
  7. Luke
  8. Harry
  9. Adam
  10. Michael
  11. Oisin
  12. Alex
  13. Charlie
  14. Fionn
  15. Liam
  16. Cillian
  17. Patrick
  18. Darragh
  19. Thomas
  20. Jamie
  21. Cian
  22. John
  23. Finn
  24. Ryan
  25. Rian
  26. Matthew
  27. David
  28. Tadhg
  29. Dylan
  30. Oliver
  31. Aaron
  32. Ben
  33. Leo
  34. Nathan
  35. Ethan
  36. Alfie
  37. Jake
  38. Max
  39. Alexander
  40. Ollie
  41. Logan
  42. Jacob
  43. Callum
  44. Oscar
  45. Evan
  46. Sam
  47. Joseph
  48. Bobby
  49. Mason
  50. Tom
  51. Joshua
  52. Samuel
  53. Leon
  54. William
  55. Donnacha
  56. Aidan
  57. Senan
  58. Lucas
  59. Eoin
  60. Mark
  61. Kyle
  62. Cathal
  63. Jayden
  64. Odhran
  65. Danny
  66. Eoghan
  67. Robert
  68. Tommy
  69. Martin
  70. Benjamin
  71. Daithi
  72. Rory
  73. Theo
  74. Ronan
  75. Billy
  76. Andrew
  77. Kai
  78. Louis
  79. Ciaran
  80. Sebastian
  81. Tomas
  82. Anthony
  83. Henry
  84. Shay
  85. Shane
  86. Isaac
  87. Muhammad
  88. Peter
  89. George
  90. Scott
  91. Arthur
  92. Kevin
  93. Christopher
  94. Hugo
  95. Dara
  96. Ruairi
  97. Tyler
  98. Cormac
  99. Jackson
  100. Archie

Und außerdem …

10 Gedanken zu “Irlands beliebteste Vornamen 2017

  1. Für diese Liste kann ich mich tatsächlich begeistern. Es gibt viele alte keltische Namensformen hier, die das uralte irische Erbe pflegen: Saoirse, Fiadh, Caoimhe, Niamh, Clodagh, Roisin, Aoibhinn, Sadhbh, Meabh, Ailbhe, Oisin, Cillian, Ciaran, Fionn, Donnacha, Darragh, Cathal, Eoghan, Eoin, Odhran, Daithi, Ruairi, usw. Diese Namen würde ich deutschen Eltern keineswegs empfehlen–das ist ja gerade das Schöne an diesen Namen, dass sie so irlandspezifisch sind, dass sie eigentlich nur in Irland tauglich sind. Viele dieser Namen gibt es auch schon lange in angelsächsischer Schreibweise: Eagan für Eoghan und Rory für Ruairi. Finde es gut, dass die Iren zur alten, irischen Schreibweise zurückkehren.

    Daneben gibt es viele sehr traditionelle englische Namen, wie, bei den Jungen, James, Daniel, Nathan, Ethan, William, Mark (yes!), Robert, Henry, Peter, George und Arthur–alles schöne Klassiker. Bei den Mädchen sind solche englischen Klassiker: Emily, Emma, Amelia (alle drei wunderschön), Grace, Anna, Lucy, Sarah, Holly, Molly, Charlotte, Amy, Elizabeth, Abigail, Hazel, Rachel, Mary, Daisy, und Victoria.

    Megan ist ja eine klassische irische Form von Margaret–der Name ist in meiner, in den 1970ern geborenen, Generation in den USA sehr beliebt, weshalb auch Meghan Markle so heißt (sie ist eine Nachzüglerin, vom Ende des Meghan-Trends). Finde den Namen sehr hübsch.

    Sean ist die irische Form von John. In den USA war diese Namensform ebenfalls in den 1970ern sehr beliebt, und auch noch in den 1980ern. Kenne unzählige Seans in den USA. Fand den Namen schon immer sehr schön. Traditionellerweise sind die einheimischen Formen des Namens Johannes ja in jedem europäischen Land die Spitzenreiter: Hans und Johann in Deutschland, Jean in Frankreich, Giovanni in Italien, Juan in Spanien, Ion und Ioan in Rumänien, Jan in den Niederlanden… Deshalb freut es mich sehr, Sean ganz weit oben zu sehen.

    Harper ist aus den USA nach Großbritannien und Irland hinübergeschwappt–dort erlangte der Name durch die beliebte Autorin Harper Lee große Beliebtheit. Die poetische Harfenspielerinassoziation und der schick-androgyne Klang halfen dabei, den Namen beliebt zu machen. In den USA sind ja männlich-klingende Namen für Mädchen angesagt: Addison, Madison, Taylor, Riley, Emerson, und eben Harper. Wobei dieser Trend jetzt schon wieder etwas abzuflachen scheint.

    Was ich nicht mag, sind Spitznamen als Vollnamen: Jack (eigentlich ein Spitzname für John), Alfie, Charlie, Jake (statt Jacob), Billy (statt William), Alex, Ellie, Millie (statt Mildred).

    Interessant ist, dass Muhammad es in die Top 100 geschafft hat. In Irland ist der Islam ein relativ neues Phänomen: vor den 1990ern gab es sowieso kaum ausländische Immigranten in Irland. Inzwischen ist ein Viertel der in Irland geborenen Kinder nicht-irischer Abstammung, darunter auch viele Kinder aus muslimischen Familien.

    Erin–das ist der poetische Name für Irland. War in den USA in meiner Generation ganz große Mode, ist inzwischen aber verschwunden, da so verbreitet in der jetzigen Elterngeneration. In Irland hat dieser Name größere Bleibekraft.

    Insgesamt spricht aus dieser Namensliste viel Nationalbewusstsein, Kulturstolz und Tradition. Finde ich echt gut….

    • Und ich bliebe dabei, auch diese angeblich „keltische Tradition“ für „Erfindung von Tradition“ zu halten. Wer konnte schon in Irland vor ca. 1950 lesen und schreiben? Ein paar Priester und Mönche.

      Und wer spricht heute noch Gälisch? Seit Oliver Cromwell im Lande war vielleicht noch ein paar Touristen-Führer in Galway, die ihrer US-amerikanischen Klientel eine Freude machen wollen.

      Dieses „keltischen“ Namen wirken einfach künstlich und an den Haaren herbeigezogen.

      Mich stört auch die gemeineuropäische Irland-Liebe ein bißchen, die sich ihrerseits kaum je ohne die US-amerikanische Auswanderer-Gemeinde von (eingebildeten oder tatsächlichen) Iren erklären ließe. Und Irland-Fans in Deutschland sind erfahrungsgemäß finsterste Büro-Gusten… Ja, als Bubi habe ich auch gerne die Pogues und die Dubliners gehört, es sei zugegeben.

      Irland ist mir einfach zu klerikal, zu eingebildet und zu selbstsicher. Wie Skandinavier. Zudem stört mich der Opfer-Gestus.

      Meine Güte, wie groß soll die Schrift hier eigentlich noch werden? So groß, daß Tante Ulrike und Onkel Michael ihr „Gefällt mir!“ oder „Geht gar nicht!“ optimal auf ihren Handys lesen können?

    • Meine Güte, wie groß soll die Schrift hier eigentlich noch werden? So groß, daß Tante Ulrike und Onkel Michael ihr „Gefällt mir!“ oder „Geht gar nicht!“ optimal auf ihren Handys lesen können?

      Tatsächlich ist es Onkel Knud, dessen Augen immer schlechter werden. Und größere Buchstaben kosten weniger als eine neue Lesebrille.

  2. größere Buchstaben kosten weniger als eine neue Lesebrille.

    Hähä, gut pariert! 🙂

    Meine Augen sind auch sehr schlecht, vermutlich schlechter als Deine. Das übliche Lied: Die ererbte und seit der Kindheit vertraute Kurzsichtigkeit wird allmählich von der altersbedingten Weitsichtigkeit überlagert.

    Nur was ich bei dem neuen Layout wirklich vermisse, ist dieses „Letzte Kommentare“ im Seitenbalken. RSS hat sich – leider – nie richtig durchgesetzt, und dieses Widget war eine halbwegs brauchbare Möglichkeit, Blog-Kommentare nicht zu puren Eintagsfliegen à la Facebook zu machen.

    • Die neuesten Kommentare sind im Moment in der Fußleiste. Den meisten wird die Änderung nicht aufgefallen sein, weil es auf dem Smartphone vorher auch keinen Seitenbalken gab.

      Mal sehen, ob das so bleibt, ich teste ein bisschen.

    • Ah, danke!

      Tja, mit diesen neumod’schen Riesen-Footern ist das halt so eine Sache… Man nimmt sie halt nie richtig zur Kenntnis – zur Kümmernis der Site-Betreiber. Ich finde Seitenbalken weiterhin besser, bin aber eben auch ein absoluter Mobile-Muffel. Bei anderen wird es anders aussehen (in mehrfachem Sinne).

      Weiterhin fröhliches Experimentieren und Basteln.

  3. es sieht anders aus. neutral.

    Sadhbhbhb. ohweh. wenn man so heißt muss man erstmal lernen wie man sich selbst buchstabiert.
    und diese Leute mit den speziellen Namen haben in Zeiten der Autokorrektur bestimmt viel Spaß.
    Oisin und Roisin klingen lustig.
    Ohdran ist auch so cool. danke Knud für die Liste.

    • Auch bei diesen abstrusen Schreibungen geht es natürlich um „Erfindung von Tradition“ – es soll möglichst eigenwillig und vor allem unenglisch aussehen. Eine Nation mit einer wenig ruhmreichen Geschichte bastelt sich eine Identität.

      In Weißrußland und der Ukraine läuft das genauso – immer so schreiben, daß der Unterschied zum Russischen möglichst deutlich wird. In Weißrußland spricht kaum ein Mensch Weißrussisch – sowenig wie jemand in Norddeutschland noch Plattdeutsch spricht. Und in Irland spricht kein Mensch mehr Gälisch. Aber man tut halt gerne so, als spräche man es.

  4. @Jan:

    Natürlich wird in dieser modernen Welt, wo Ursprünglichkeit weitgehend verlorengegangen ist, Identität immer mehr oder weniger “gebastelt.” Aber da finde ich es wichtig, woraus sie gebastelt wird…. Am besten aus den verschiedenen Schichten einer urtümlicheren, organischer gewachsenen Vergangenheit.

    • Mark,

      ich kann den Reflex, also den Wunsch nach Identität, vollkommen verstehen!

      Wir leben beide in einem Land, das sich seiner Identität oft unsicher war und ist – Du hast zusätzlich Wurzeln in einem Land, das damit ebenfalls oft Schwierigkeiten hat. Vielleicht gehört das sogar zwangsläufig zu großen Kulturnationen. Zu Rußland sowieso – und sogar in Frankreich gibt es einen spezifischen nationalen Selbsthaß, auch wenn deutsche Neurechte das oft nicht sehen (wollen).

      Aber ist es nicht ein gewisser Widerspruch einzugestehen, daß Identität zwangsläufig gebastelt, also erfunden ist – andererseits dann aber zu verlangen, daß das Konstruierte möglichst ursprünglich sein soll? Wenn man das konsequent weiterbetreibt, ist man irgendwann bei „finnischen Zuständen“: Das Nationalepos Kalevala macht einen auf mittelalterlich, aber jeder weiß, daß es Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde. (Man hatte eben kein Nibelungenlied, daß man ausmotten konnte.) Oder beim berüchtigten und vielverspotteten französischen „Nos ancêtres, les gaulois…“. Oder auch beim „Großbritannien“ der Engländer. Oder bei den Pocahontas- und Mayflower-Fimmeln oder auch dem Frontier-Mythos der Amerikaner. Oder beim ganzen deutschen Historismus. Und, und, und. Oder eben bei den angeblich gälischen Vornamen.

      Nochmals: Der Wunsch und das Streben nach Identität sind absolut verständlich und sympathisch! Und ich freue mich sehr, daß derlei jetzt auch wieder in Deutschland hoffähig wird. Nur die historistischen Lösungen können m.E. nicht überzeugen.

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