Babynamen der Woche 23/2018

Lionel * Yuna Charlotte * Juliana Laetizia * Kinga * Joanelia Amara * Rihanna Bernadette Chinasa * Teo Lion Luino * Lorin Maira * Almedina * Feni * Platon-Michail * Meri * Theo Peter Uwe * Bernardo * Theresa Hedwig * Turna * Jenke * Emely Nanny * Miria * Knud * Ameyra * Harmony Jolina Lillith * Desmond * Klara Josefa * Thies Ferdinand * Lale * Edon * Lotta Lilo Marie * Hagen-Albrecht * John Prince

Babynamen 66

Und außerdem …

60 Gedanken zu “Babynamen der Woche 23/2018”

  1. Wahlpflichtspiel: (Heute werden es Mädchen.)

    Juliana Laetizia
    Theresa Hedwig
    Klara Josefa

    Bei Juliana haben wir ja beratend mitgeholfen ;-). Ich finde der Namen klingt edel, man hört ihn eher selten. Aber völlig unbekannt ist er auch nicht, schon wegen der häufigen Julia.
    Laetizia – Ich hätte wohl die Schreibweise Letizia genommen oder eben Laetitia. Aber egal, mir gefällt die Bedeutung (Freude, Fröhlichkeit) sehr gut. Ich mag es, wenn Zweitnamen eine positive Bedeutung für das Kind haben.

    Theo Peter (Uwe) – ohne Uwe in Ordnung, aber ohne Begeisterung. Ich würde Peter Theodor daraus basteln. Das würde mir schon eher gefallen.

    Thies Ferdinand – Auch hier würde ich die Vollform Matthias vorziehen. Matthias Ferdinand würde ich auch vergeben.

    Platon-Michail – eine merkwürdige Kombi, auch noch mit Bindestrich, ein griechischer Philosoph mit russischen Wurzeln

    Knud – Ein kleiner Knud! In Schleswig-Holstein kommt der Name vermutlich häufiger vor und gilt als “normal”. Aber in NRW denkt sofort jeder an den Eisbären. Komischerweise hat Lars dieses Eisbären-Image nicht so. Vermutlich weil Lars häufiger ist als Knud und der Name schon bekannt war, bevor der kleine Eisbär in Büchern und Filmen auftauchte.

  2. Ich stimme Mareike völlig zu, besonders Juliana Laetizia finde ich sehr schön, möchte außerdem etwas zu Desmond schreiben. Bei diesem Namen dachte ich sofort am Erzbisschof Tutu in Südafrika. Der Name empfinde ich als klangvoll und deutlich männlich und im deutschen Sprachraum eher selten.

  3. Eine kleine Kinga! Ob die Eltern Jazz-Fans sind? Ich hatte vor kurzem das Glück Kinga Glyk live zu erleben. Kann mir schon vorstellen, dass sie als Namensvorbild dient. Ist hier natürlich ungewöhnlich der Name, ich weiß nicht, wie es in Polen ist.

  4. Knud, hast du den Knud reingebastelt oder gibts den wirklich?
    lustig. ist schon ein guter Name. da traut man dem Herrn Kompetenz zu.
    Turna. wirds Törna gesprochen oder wie Turnen?
    Chinasa habe ich auch noch nie gehört. auch nicht Feni.
    es gibt also viele neue Namen.
    Desmond has a barrow in the market place. Molly is the singer in a band.

    • Knud, hast du den Knud reingebastelt oder gibts den wirklich?

      Noch nie (Scherzausgaben zum 1. April ausgenommen) seit Erfindung der Babynamen der Woche habe ich hier etwas reingebastelt. Den Knud habe ich in einer Kieler Babygalerie gefunden. Ob es den wirklich gibt weiß ich allerdings auch nicht.

    • Desmond has a barrow in the market place. Molly is the singer in a band.

      Danke für den schönen Ohrwurm

  5. Juliana Laetizia!

    Ist das die Tochter von Daugava aus dem Hilfe-Thread hier?!

    https://blog.beliebte-vornamen.de/2017/10/wie-soll-ich-mein-baby-nennen/comment-page-4/#comment-92162

    🙂 🙂

    — —

    Ja, bei Desmond ist man in meiner Generation sofort bei Desmond Tutu. Das war freilich für uns als Studenten als eine Haßfigur. Für Mandela hatte man noch eine gewisse Achtung, für Tutu nicht mehr. Übrigens war das (und das war damals vielen Deutschen gar nicht klar) ein anglikanischer Bischof, kein katholischer – und daher für uns ohnehin schon zweifelhaft. Ein Schreihals.

    Ferner gab es in den 60ern noch einen jamaikanischen Reggae-Musiker namens Desmond Dekker („Israelites“).

    Theresa Hedwig klingt in meinen Ohren sehr katholisch.

    Und een Knud hebbt wie vondage ook. 😉

    • Das war freilich für uns als Studenten als eine Haßfigur.

      Du warst als Student aber auch eher ein Rechtsausleger, nicht wahr? Wen man in diesem Miljöh so hassen tut …

    • Du warst als Student aber auch eher ein Rechtsausleger, nicht wahr? Wen man in diesem Miljöh so hassen tut …

      Natürlich war ich das bzw. waren wir das. Habe ich auch hier hier immer wieder gesagt.

      Es gab da kein „Milieu“ – wir haben versucht, uns als kleine rechtsintellektuelle Minderheit an einer linken Uni in einer linken Großstadt unsere Standpunkte zu erarbeiten.

      Ansonsten: ganz schlapper Rekurs auf diesen Zille-sein-Miljöh-Song. So prächtig ist Dein Deutsch übrigens weiß Gott auch nicht. Lies mal was anderes als Tolkien, das ist Lektüre für Fünfzehnjährige.

  6. Wahlpflicht
    Theo Peter Uwe * Theodor gefielemir besser, Theo alleine ist mir zu nah an “Gott” dran
    Thies Ferdinand * Mir gefällt die Wiederholung der Vokale in einem schönen Rhythmus
    Klara Josefa * nett
    Miria * interessant. Ist das eine Kurzform von Miriam oder Langform von Mira, eine Form von Maria? Der Name ist so vielschichtig.

    Mein Senf
    Rihanna Bernadette Chinasa * uhhh, ein interkultureller Star ist geboren.
    Platon-Michail * ein ganz schlauer!
    Meri * ist das ein türkischer Name? Dann: Gut. Wenn es eine Eindeutschung von Mary ist: Unnötig

    Kategorie Lalelu:
    Joanelia Amara * gebastelter geht’s kaum
    Lale *
    Teo Lion Luino * ich schenke ein H

    • Platon (betont auf dem o) gab es (glaube ich) im Russischen Reich ab und zu als „humanistischen Vornamen“, also etwa wie Leonid oder Arkadi. Diese Namen sind dann unter Stalin völlig aus der Mode gekommen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat Platon-Michail einen im weiteren Sinne russischen Hintergrund.

      Bei Meri muß ich sofort an den estnischen Präsidenten Lennart Meri (aus den für die Ex-SU so schrecklichen 1990ern) denken. Ob es den Namen auf türkisch gibt und wenn ja, ob er da okay ist, weiß ich nicht.

    • Ich kannte eine Meri, die müsste jetzt Ende 30 sein. Die kam, wenn ich mich recht erinnere aus Kroatien.

    • Ich weiß auch nicht, woher der Name Miria kommt, aber er kommt im Arabischen vor. Die Mutter eines Bekannten aus den Golfstaaten heißt so.

  7. Hatte eine Nenntante Meri, aus Norddeutschland, kommt von Maria der Name (Mary). Hedwig mag ich auch, UrgrossMutter, Juliane, Patentante…. Schwierig finde ich Platon, da sollte das Kind hochintelligent sein, sonst sind boshafte Frotzeleien vermutlich vorprogrammiert. Bernadette mag ich sehr, auch Laetitia ist schön. Eventuell würde ich Bernardo vergeben,Peter geht immer und Theo auch. In meiner Kindheit gab es viele Uwes, Uwe Seeler als Vorbild damals? Knud gefällt mir im Norden. Das war´s.

  8. Theo Peter Uwe. Peter und Uwe sind sicher Nachbenennungen – zwei typische Namen aus den 50ern und 60ern, jedenfalls im Norden Deutschlands. Bei Theo ist es wieder das alte Kreuz: Kosenamen als Vollname.

    Uwe war früher einfach zu häufig, als daß Uwe Seeler als Namensgeber hätte gelten können… Uwes gibt es auch in Bremen zuhauf, wo der HSV bekanntlich nicht so beliebt ist.

    Aber wer müßte bei Lionel nicht sofort an einen bestimmten argentinisch-katalanischen Fußball-Gnomen mit eher dösigem Gesicht und tätowierten Unterarmen denken? Ich finde es nicht gut, Jungs nach Kleinwüchsigen zu benennen. Ein Zwergen-Name ist kein gutes Omen.

    Emily Nanny klingt für mich wie ein schwarzes Kindermädchen aus dem Alten Süden der USA…

    Thies Ferdinand. Na, ich hoffe mal, die Eltern haben sich etwas dabei gedacht. (Erfahrungsgemäß haben sie das nicht.) Der gequält neonorddeutsche Thies und der habsburgische Ferdinand… Das kann passen, muß es aber nicht und wird es meistens nicht.

    • Ist Messi wirklich unter 1,40? Das wäre bei mir kleinwüchsig.
      Ich habe dabei in erster Linie an Lionel Richie gedacht.

    • Keine Ahnung, wie groß der nun wirklich ist.

      Klammer auf:

      Ein kleinwüchsiger Mann ist für mich einer, der unter 1,65 m groß ist…

      Aber es ist – wie immer – schwieriger. Wenn Du als Mann die Optimalgröße von 1,90 m hast (habe ich leider nicht), Deine Schultern dann aber so breit sind wie ein Kleiderbügel, Dein Arsch hingegen so breit wie ein Wäschekorb, dann sieht das *noch* beschissener aus als ein durchtrainierter Gnom. 😀

      Klammer zu.

  9. * Lionel: Ich kenne den erwähnten Kleinwüchsigen nicht und sehe den Namen daher neutraler! Für einen Jungennamen ist er mir zu weich, da hätte ich einen knackigeren EN vorgehängt. Joris Lionel z.B. würde mir ganz gut gefallen!

    * Yuna Charlotte: Yuna gefällt mir, Charlotte finde ich nicht wohlklingend und langweilig.

    * Juliana Laetizia: Hübsch, mir gefallen beide Namen und auch die Kombination.

    * Kinga: Hier denke ich an ein kleines Löwenbaby … Könnte gemeinsam mit Nepomuk, dem Eisbären, im Zoo sein. 😉

    * Joanelia Amara: Amara finde ich schön, Joanelia ist mir tatsächlich auch zu viel, mehr als 4 Silben finde ich auch zu lang. Jonelia oder Janelia hätte ich interessant gefunden.

    * Rihanna Bernadette Chinasa: Merkwürdige Mischung, bei der nichts zusammenpasst. Rihanna hat wirklich ein Popsternchenimage. Bei Bernadette denke ich an eine Kuh. Mag auch den Klang nicht. Chinasa … Chinafans?? :/

    * Teo Lion Luino: Teo braucht wirklich ein h und von Lion oder Luino hätte echt ein Name gereicht!

    * Lorin Maira: Maira Lorin finde ich stimmiger. Maira gehört zu meinen Lieblingsnamen! 🙂 Lorin ist nicht meins.

    * Almedina: Doppelform, die mir nicht gefällt – ich mag weder Alma noch Dina. In Kombination erinnert es mich an Bernhardiner.

    * Feni: Zu spitznamig. Lieber Fenja.

    * Platon-Michail: Dazu würde wohl schon alles gesagt … Nee …

    * Meri: Meri klingt auch so spitznamig! Merida hätte mir gut gefallen!

    * Theo Peter Uwe: Eine Ansammlung von Namen, die mir gar nicht gefallen …

    * Bernardo: geht so

    * Theresa Hedwig: Theresa ist ok, Hedwig wird für mich immer eine alte Oma mit Dutt und Brille bleiben …

    * Turna: turnt gerne … Wenn sie ein unsportliches, übergewichtiges Mädchen wird, ist Mobbing wohl vorprogrammiert …

    * Jenke: Namen auf -ke mag ich fast nie …

    * Emely Nanny: Emely ist in Ordnung, Nanny würde ich nie vergeben, wirkt lächerlich auf mich.

    * Miria: Mag ich gern!

    * Knud: Hier hätte ich einen mehrsilbigen ZN noch schön gefunden, finde den Namen ansonsten in Ordnung.

    * Ameyra: Ameira geschrieben fände ich besser. Der Klang ist aber hübsch.

    * Harmony Jolina Lillith: Namen wie Harmony finde ich nur als ZN vergebbar … Jolina und Lillith mag ich!

    * Desmond: Würde ich in Deutschland nicht vergeben.

    * Klara Josefa: Klara mag ich, lieber mit C, Josefa ist mir zu religiös.

    * Thies Ferdinand: Beides nicht meins!

    * Lale: Das ist dann wahrlich mal la-le-lu … 

    * Edon: Mit dem Namen kann ich irgendwie nichts anfangen.

    * Lotta Lilo Marie: Lotta ist nicht meins, aber okay. Lilo finde ich trutschig. Marie mag ich zwar, aber als Anhängsel so häufig.

    * Hagen-Albrecht: Auch beides nicht meins und schon gar nicht mit Bindestrich.

    * John Prince: John gefällt mir immer noch nicht, Prince würde ich niemals vergeben.

    • Lionel: Ich meinte natürlich Messi.

      Lale ist so 100pro von Lale Andersen (natürlich auch ein Künstlername!) und ihrem Jahrhundertschlager besetzt, daß m.E. der Lall-Charakter schon wieder in den Hintergrund tritt. Sobald ich Lale oder Lili oder Marleen höre, habe ich sofort den Soldatensender Belgrad im Ohr: „Da da, da dadada – da daaa Dadaa…“. 🙂

      Bei Almedina hätte ich eher auf einen arabischen Hintergrund getippt…

      Hagen hatten wir ja letzte oder vorletzte Woche schon. Bei Albrecht, so traditionell das als Vorname sein mag (Dürer!), bin ich immer sofort bei dem Familiennamen Albrecht. Nämlich bei den Aldi-Brüdern aus Essen und bei dem (in meiner Familie damals zutiefst verhaßten) niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht, seinerseits Vater der Grusel-Ursel.

      Ja, Klara Josefa klingt auch sehr katholisch, fast schon wie ein Ordensname.

      Rihanna Bernadette Chinasa scheint hier keine Fans zu finden. :mrgreen:

      Viele afrikanisch klingende Namen dabei heute…

    • Ach herrje, Messi, natürlich – den Namen kenne ich wohl, ohne ein Bild vor Augen allerdings!

      Stimmt, bei Albrecht denke ich auch an den Nachnamen, kenne einen und der weckt keine guten Assoziationen bei mir…

  10. Hätt’ ich auch nicht gedacht, dass ich mal die drei Ausnahmen, die Mareike eingangs zitiert hat, für die normalsten Namen der Woche halten würde.

    Wenn Namen durch irgendwelchen Fantasy-Epen inspiriert sind, erschliesst sich mir das in der Regel nicht, aber kommen die Merkwürdigkeiten dieser Woche tatsächlich aus dieser Ecke?
    Joanelia – wie kommt man auf sowas?
    Bei Lorin Maira kam ich erst beim zweiten Lesen drauf, dass es sich um ein Mädchen handeln muss.
    Emely hat ihre Nanny immer dabei.
    T(h)eo(bald) Lion wäre ja gar nicht übel, aber was soll Luino?
    Feni und Lale klingen für mich nicht mehr nach einem Namen als Dudu, Hasi oder Pucki – sowas wird als “Lallname” bezeichnet, und die beiden werden doch hoffentlich auch mal sprechen lernen.
    Meri – fällt wohl auch in diese Kategorie. Aber wenn es eine “besondere” Mary sein soll, finde ich das eher fragwürdig. Fahrrad würde ich ja auch nicht Varrahd schreiben.
    Almedina – hat vielleicht einen plausiblen Hintergrund, mir kommen leider zuerst “almendras” in den Sinn.
    Rihanna finde ich zu sehr mit einer Person verknüpft. Gibt es überhaupt andere Fauen mit dem Namen? (Keine kleinen Mädels, die eben nach DIESER Rihanna benannt sind?) Für mich sieht der Name immer noch nach einem ortographischen Fehler aus.
    Turna – törnt mich so gar nicht an. Und in der Schule wird sie sicher den “Vorturna” machen müssen.
    Desmond, ja, die Beatles – allerdings mochte ich den Song nicht besonders.
    Hagen-Albrecht klingt etwas heftig, und natürlich muss er sich daran gewöhnen, SEHR oft von Hagen von Tronje zu hören. Unnötige Bindestriche sind ja schon reichlich beklagt worden…

  11. Theo Peter Uwe
    Ich gehe auch davon aus, dass Peter und Uwe Nachbenennungen sind. Damit das Ganze nicht zu lang wird, ist Theo auch in Ordnung. Mit Peter hat er ja eine Vollform.

    Theo hat sicher seine Daseinsberechtigung als richtiger Name vergeben zu werden, genau wie Lisa oder Lena bei den Mädchen.

    Theresa Hedwig & Klara Josefa
    Hedwig und Josefa sind bestimmt die Omas, Josefa ist vielleicht schon die Uroma.
    Theresa ist ähnlich zeitlos wie Katharina. In meinem Jahrgang gab es beide noch nicht, aber ab Mitte der 80er gibt es sie.
    Klara ist erst in den letzten Jahren wieder entdeckt worden.

    Emely Nanny
    Vielleicht wussten sie nicht, welche Bedeutung Nanny im englischen hat. Oder wurde hier an Tante Nanny gedacht, evtl. eine Nachbenennung? Das man Emily eigentlich so schreibt, wussten sie auch nicht.

    Emely, so heißt eine Freundin meiner Tochter. Emely entspricht quasi der Aussprache. Für die Kinder ist das logisch. Noch sage ich ihr nicht, dass man Emily mit i in der Mitte schreibt.

  12. * Lionel: Ich hoffe, es passt zum Nachnamen.

    * Yuna Charlotte: Yuna ist zwar ungewöhnlich, nehme ich aber immerhin als vollwertigen Namen wahr. Und die Kombination mit Charlotte klingt gut.

    * Juliana Laetizia: Das schreit förmlich nach von und zu.

    * Kinga: Haut mich nicht so um. Ich denke irgendwie immer “Das Wort, das ihr sucht, heißt ‘Queen'”

    * Joanelia Amara: Joanelia ist mir zu selbstgebastelt und zu kompliziert. Und man denkt automatisch Joelina und muss zurückrudern. Davon abgesehen: Wie spricht man das aus? Wie Joachim oder wie Joan?

    * Rihanna Bernadette Chinasa: Wetten, dass Bernadette durch “Big Bang Theory” inspiriert ist? Und Chinasa weckt sofort die Assoziation Chinese.

    * Teo Lion Luino: Teo wirkt unvollständig, Lion und Luino(!?) sind zu ähnlich.

    * Lorin Maira: Lorin halte ich für männlich, Maira für weiblich?! Sollte das womöglich eine Loreen werden?

    * Almedina: Nicht mein Favorit, aber okay.

    * Feni: Junge oder Mädchen? Und zu spitznamig.

    * Platon-Michail: Zu wild gemischt. Keine schöne Kombination.

    * Meri: Sollte das eine Mary werden? Oder eine abgekürzte Meryem? Oder ist es womöglich ein Junge?

    * Theo Peter Uwe: Nicht wirklich schön, aber geradezu beruhigend normal.
    (Ich tippe mal, dass Peter und Uwe die (relativ jungen) Opas sind. Sind so typische Namen aus den 60ern…

    * Bernardo: Ist das die italienische Form? Mit passendem Nachnamen okay.

    * Theresa Hedwig: Theresa mag ich, Hedwig ist mir trotz Harry Potter zu angestaubt. Aber geht in Ordnung.

    * Turna: Da denke ich spontan an Turnen und Thunfisch (englisch ‘tuna’)…

    * Jenke: Männlich, oder? Nicht schlecht, aber ich hätte einen eindeutigen Zweitnamen dazugepackt.

    * Emely Nanny: “Was soll später mal aus Emely werden?” 😛

    * Miria: Ich kannte bisher nur Miriam und Mirja. Miria ist okay.

    * Knud: 🙂

    * Harmony Jolina Lillith: Chantalismus at its best/worst.

    * Desmond: Immerhin ein englischer Name, der auch auf deutsch gut ausgesprochen werden kann, ohne gleich verstümmelt zu werden.

    * Klara Josefa: Wirkt sehr bayerisch/katholisch. Aber kann man machen.

    * Thies Ferdinand: Wilde Nord-Süd-Mischung. Klingt allerdings gar nicht schlecht zusammen.

    * Lale: Liebe Eltern, seid doch so so konsequent und nennt sie gleich Lale-Lou! *augenroll*

    * Edon: Klingt nach einem Ort in Mittelerde.

    * Lotta Lilo Marie: Lotta ist mir zu kindlich, Lilo zu abgekürzt.

    * Hagen-Albrecht: Hagen finde ich cool. Ist auch so ein zeit- und altersloser Name. Aber Albrecht ist mir zu altmodisch. Und der Bindestrich muss nicht sein.

    * John Prince: Bei englischem/afrikanischem Nachnamen okay. Bei einem typisch deutschen nicht.

  13. Für mich stehen heute zwei klare Gewinner fest:

    Theresa Hedwig und Hagen-Albrecht (nur bitte ohne Bindestrich). Beides ganz tolle Namenskombis.

    Ansonsten finde ich noch Klara Josefa ganz toll und Thies Ferdinand recht gut (wobei ich auch einen Nord-Süd-Stilbruch empfinde, siehe Monis Kommentar).

    Lotta Lilo Marie wäre ohne das Lilo recht schön.

    • Hatt Knud übersehen. Ohne dem Blogbetreiber schmeicheln zu wollen, muss ich, wie schon in Kommentaren in vorigen Jahren, wieder sagen, dass ich Knud einen tollen Namen finde. Den mag ich sogar lieber als Hagen.

  14. * * * * *

    Wahlpflicht-Spiel:
    Juliana Laetizia
    Bernardo (alle anderen Jungennamen gehen noch weniger)

    Ansonsten:
    Nicht meine Wahl, aber OK:
    Yuna Charlotte
    Kinga – ist mir schon mal begegnet, ich vermute ungarischen Hintergrund (Kinga ist meines Wissens die ungarische Form von Kunigunde)
    Theresa Hedwig
    Miria – kannte ich auch mal eine, ich hätte Miria/Mirja für eine Abwandlung von Miriam gehalten; es gibt auch den Namen Mirjana (slowenisch? kroatisch?), Miria könnte auch daher kommen.
    Klara Josefa
    Lale – kenne ich auch eine
    Lotta Lilo Marie
    Knud
    Almedina – Balkan-Hintergrund?

    Gefällt mir persönlich gar nicht:
    Desmond – bei entsprechendem Hintergrund/Bezug aber OK
    Lionel – da weiß ich die richtige Aussprache nicht, ist mir in jedem Fall zu weich für einen Jungennamen
    Theo Peter Uwe
    Emely Nanny
    Thies Ferdinand
    Hagen-Albrecht
    John Prince
    Edon – bei entsprechendem Hintergrund OK
    Lorin Maira – kannte Lorin bisher als männlichen Vornamen (Dirigent Lorin Maazel fällt mir ein), habe aber gerade gelesen, dass es auch ein kurdischer Mädchenname sein kann. Maira gefällt mir nicht besonders (sieht aus wie eine Maria mit Buchstabendreher), könnte mich aber dran gewöhnen.
    Harmony Jolina Lillith
    Teo Lion Luino
    Platon-Michail

    Unklar, ob Junge oder Mädchen:
    Meri – vermute Mädchen
    Feni – kenne ich nicht, würde Mädchen vermuten (kenne Fenja und Fenna). Allerdings ist mir in der Schule meiner Tochter der Name Femi begegnet, den ich klar für weiblich gehalten hätte, ist aber ein Junge
    Turna – würde Mädchen vermuten
    Jenke – beides denkbar

    Aussprache ist mir unklar:
    Chinasa
    Lionel
    Jolina
    Ameyra
    Turna

    Problematisch:
    Joanelia Amara – bei Joanelia weiß ich nicht, wie ich das aussprechen soll, sieht ein bisschen Buchstabensalatmäßig aus, Amara – die Bittere – würde ich kein Kind nennen
    Feni, Turna, Jenke (siehe oben)
    Meri – sieht aus, als hätte man nicht gewusst, wie man Mary schreibt
    Rihanna Bernadette Chinasa – zu lang, Namen passen nach meinem Empfinden nicht gut zusammen
    Ameyra – Aussprache?

  15. Ich finde interessant, dass so viele hier Namen einem Geschlecht zu ordnen wollen. Ist es nicht eigentlich egal? Ich bin mir da selber nicht sicher, ob ich neutrale Namen nicht doch gut finde. Ich selber bin schließlich auch volle Kanne gegen rosa Plüsch Namen wie “Lilly Rose”/”Fee Melody” oder absichtlich harte Jungen amen aka “Bronko Viktor”/”Gregor Rasmus”.
    Falsche Geschlechtszuordnung finde ich aber auch doof, bspw. hörte ich mal von einem Mädchen Namens “Kim Noel”. Ich hoffe insgeheim immer ich, dass sie Trans war und sich das fehlende – le noch eintragen lässt. Für den Fall wäre Kim Noel/le tatsächlich ein guter Name.

    • Ich finde interessant, dass so viele hier Namen einem Geschlecht zu ordnen wollen. Ist es nicht eigentlich egal?

      Nee, für mich ist das nicht egal… Die Welt besteht für mich aus Frauen und Männer, und es sollte am Namen erkennbar sein, wer jeweils was ist. Auch wenn „trans“ und „queer“ heute noch so schick sind. (Das ist ein ästhetisches und kulturelles Urteil, kein biologisches. Es mag diese bedauernswerten Trans-Wesen geben.)

      Über die von Dir genannten Namensbeispiele brauchen wir nicht zu diskutieren. Englische (oder pseudo-englische) Namen sind ohnehin in Deutschland unmöglich. Bronko ist maximal ein Köter-Name, für Wachhunde oder sowas. Gregor andererseits geht nur für Katholiken.

      Aber männliche Namen sollten schon etwas hart und markig klingen. Es sollen doch Männer werden! Weibliche Vorname hingegen dürfen etwas blumiger klingen, müssen es aber auch freilich nicht – das Germanenmädchen ist eben immer auch ein bißchen spröde, stolz und hart. Ich bedauere oft, daß es heute keine kantig-spitzigen Mädchennamen wie Sigrid, Gerlind oder Krimhild mehr gibt.

    • Ok, da sind wir schon mal weit auseinander. Ich finde, keiner “muss” irgendwas.
      und auch deine Einteilung in Mann + Frau + nix daneben ist nicht ganz die biologisch, wissenschaftliche Sicht. Aber gut. Neben der Diskussion, ob nun nur Mann + Frau existieren, steht ja die Frage: Muss ein Mann hart und ein Mädchen weich sein. Finde ich nicht. Und ich finde auch nicht, dass Gregor nur katholische Eltern haben darf und Friedrich Kind blonder und gebildeter Menschen sein darf. Ich mag auch Herkunfts- und Klassen-neutrale Namen. Ich möchte nicht ein Kind über die Lebensumstände der Eltern werten.
      Anna + Luca sind wunderbare Beispiele Klassen-neutraler Namen.
      Werten finde ich doof. Schubladen hat jeder Mensch, aber nicht jedem gelingt es die zu reflektieren. Daher ist es doch so schwer passende Namen zu finden.

    • Also ich bin zwar gegen Schubladendenken, aber trotzdem der Auffassung, dass bei Unisexnamen ein eindeutiger Name angehängt werden sollte – einfach, weil ich es mir schrecklich nervig vorstelle, wenn der/die Betreffende ständig im Schriftverkehr das Geschlecht verbessern muss und sich andere ggf. beim Hören des Namens das falsche Geschlecht vorstellen. Bei Transgender-Menschen ist es ja auch zum Glück so, dass diese ohnehin einen neuen Namen eintragen lassen können, wenn sie den Weg der Geschlechtsumwandlung gegangen sind.

      Was harte und weiche Namen angeht, empfinde ich REIN weiche Namen für Jungen auch als nicht so gut geeignet, während mir bei Mädchen rein harte Namen einfach nicht gefallen. Bei beiden Geschlechtern finde ich Mischungen ganz gut – entweder die Kombination eines weichen mit einem härteren Namen oder aber Namen, die auf der einen Seite Nasale, Liquide und Approximanten haben, aber zusätzlich auch Plosive oder Frikative. (Wie z.B. bei “Talea”). Am schönsten finde ich Namen mit Liquiden, Nasalen sowie stimmhaften Frikativen und/oder Plosiven. Offenbar sind doch Schubladen in meinem Kopf vorhanden. ;-(

    • Na, Luca ist nun aber wirklich ein typischer Unterschichtenname, aufgekommen in den 1980ern. Und Anna ist zumindest ein Generations-Markierer: Uroma oder U30.

      Das mit dem „blond“ für einen Friedrich hast Du ins Spiel gebracht; derlei fiele mir niemals ein. Für mich klingt Friedrich nicht blond, sondern preußisch. (Und das ist in Hannover eben zumindest problematisch.)

      Daß es biologisch-physiologisch gesehen Transsexuelle geben mag, hab ich (ohne dazu aufgefordert gewesen zu sein), selbst eingeräumt. Bis weit in die Frühe Neuzeit hinein hätte man solche Problemfälle nach der Geburt übrigens genauso geregelt wie etwa die aus wirtschaftlichen Gründen untragbare Geburt des x-ten Kindes.

    • Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.

      Uah, steht H jetzt auch schon auf Knuds glorioser Stopwortliste?!

      Demnächst schreibe ich „Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg“. Gefällt mir eh besser.

    • Ein Luca gehört nicht automatisch zur Unterschicht. Es gibt ein Nebeneinander von Luca/Lukas sowie es das in der Generation X mit Marco/Markus gegeben hat.

      Die allermeisten Kinder fühlen sich wohl in ihrem Geschlecht und möchten auch als Junge oder Mädchen erkannt und angesprochen werden. Aber es kommt vor, dass sich Jungen für Mädchenspielzeug interessieren und umgekehrt. Wobei es eher akzeptiert wird, wenn ein Mädchen gerne Fußball spielt, als wenn ein Junge mit rosa Prinzessinnen-Sachen spielt. Vor allem die Väter haben ein Problem damit, wenn ihr Sohn kein richtiger Junge ist.
      Ich kenne so einen Jungen (heute 15), es ist aus ihm doch noch ein richtiger Junge geworden.

      Und für die wenigen, die sich im falschen Geschlecht fühlen, findet sich eine Lösung, auch bzgl. des Namens. Ich finde es aber gut, dass die heutige Gesellschaft diesem Problem offener gegenüber steht und es nicht automatisch verteufelt.

    • Ich möchte nur noch – und wieder einmal – klarstellen, daß es neben der rein phonetischen Härte (kann mir nie merken, was Frikative, Affrikate Plosive etc. sind…) auch eine „Härte der Bedeutung und des historischen Hintergrundes“ gibt:

      Georg – nach dem Schutzpatron der Ritterschaft. (Gleichzeitig ist der Name aber auch sehr welfisch.)
      Martin – das Idealbild der ritterlichen Tugend der Milde und des Schutzes der Schwachen. (Natürlich: durch Luther überlagert und heute einfach aus der Mode.)
      Andreas – nach dem Schutzherrn Burgunds.
      Heinrich – wie der erste deutsche König
      Otto – wie unser großer Kaiser Otto, der „Herr des Abendlandes“. Sohn Heinrichs. Beide waren Sachsen*, also nach heutiger Terminologie Niedersachen.
      Robert – wie ein Normannenherzog (Man denke an Robert den Teufel unseligen Angedenkens.)
      Ignaz – nach dem „Macho-Heiligen“ St. Ignatius, dem Begründer der Gesellschaft Jesu, des Schwertes der Gegenreformation.
      Franz Xaver – nach dem jesuitischen Weltenmissionar. Und das ist im Deutschen auch noch phonetisch hart.
      Dominikus – nach dem Begründer des Ordens der Predigtbrüder, der Träger der Heiligen Inquisition. (Leider klingt Dominik nach 1980er-Mittelschichten-Name.)
      Die ungezählten (und nicht nur preußischen) Kämpen namens Wilhem, Richard und Friedrich.

      Und so weiter.

      „Für meinen Cid, Rodrigo Díaz.“ 😉

      Das erste, was ich nach der Grenzöffnung 1989 (dann im Frühling 1990) gemacht habe, war, mit dem Auto nach Magdeburg und nach Quedlinburg zu tuckern, um die Gräber Ottos und Heinrichs zu besuchen.

    • @Claas: Ein Name, der wie Anna seit über 100 Jahren unter den Top100 ist, ist denke ich, in jeder Altersklasse vergeben.
      Luca ist seit den 90ern unter den Top100: Auch das ist ein Indikator dafür, dass viele Kinder so heißen.
      Das berühmte Namen von oben nach unten durchreichen ist darin nicht erfasst. Aber es ist gefühlt so, dass je mehr Kinder einen Namen tragen desto eher bekommt der Name ein Attribut zugeschrieben, welches sich aufgrund der Häufigkeit des Namens immer wieder bestätigt. Leon zB. heißen viele Jungs, egal welche Bildung die Eltern haben. Dass die Leons für die neuen auffälligen, schlecht situierten Jungs gehalten werden, halte ich für wahrscheinlich.
      Gibt es dazu aktuelle Untersuchungen, welche Namen wie gewertet werden?

    • Marthe,

      gut, kann sein, daß ich bei Anna minimal schief gelegen habe. Möglicherweise hat der Name in katholischen Gegenden* eine größere Kontinuität als hier. Ich kann aber nach bestem Wissen sagen, daß ich in meiner Generation (50) und in meiner Region nie eine einzige Anna kennengelernt habe – es war ein Name für Omas und dann später wieder für junge Dinger. (In H ist Anna zudem von Kurt Schwitters’ „Anna Blume“ belegt.)

      Bei Lu(c|k)a bin ich mir aber ganz sicher, daß der Name in D (außerhalb der italienischen Minderheit) überhaupt erst in den 1980ern bekannt geworden ist, und zwar durch das Lied „Luka“ von Suzanne Vega. Mir war es immer ein bißchen unheimlich, daß da ein mißhandeltes Kind (eben in dem Lied) zum Namensvorbild werden konnte. Meine Theorie: Die Deutschen mochten die Ohrwurm-Melodie, haben aber ganz einfach den Text nicht verstanden. Hinzu kam die beginnende Sucht der Deutschen nach weichlichen, vokalreichen und international klingenden Jungsnamen. Und natürlich benennt niemand oberhalb etwa der Ebene eines Schul-Lehrers ein Kind nach einem Popsong. Es stimmt einfach nicht, daß Luka klassenübergreifend ist.

      Mein Grundmißtrauen gegenüber Begriffen wie „Klassiker“ und „Tradition“ kennst Du ja nun vermutlich.

      (Klaas mit K-, bitte.)

      *) Die hl. Anna war bekanntlich die Mutter der Muttergottes. Anna ist übrigens auch die Schutzherrin von Québec im heutigen Staatswesen Kanada. Beim G7(6/8)-Gipfel am WE scheint sie geschmollt zu haben, wie schon 1763.

    • @Jan:

      Ja, die Bedeutung kann natürlich auch “hart” sein. Ich würde derartige Namen für kein Geschlecht vergeben – zumeist sind Namen mit der Bedeutung aus dem Wortfeld “Krieg” aber ohnehin alte germanische zweigliedrige Namen, die ich, weil mir diese einfach zu altmodisch sind, ohnehin nicht wählen würde. Was auch nie für mich in Frage kämen sind Namen aus dem Bereich Religion, insbesondere, wenn Gott in der Bedeutung erwähnt wird. Und auch Herkunftsnamen würde ich nicht nehmen, weil ich sie schlicht sinnlos finde. Insofern wäre die Bedeutung bei mir bei beiden Geschlechtern gleich behandelt. Ja, ich würde bei beiden nach Bedeutungen aus dem Bereich Natur oder nach Charaktereigenschaften suchen.

    • das Lied ist glaube ich absichtlich so unheimlich gestaltet.
      thematisch brutale Realität und die Musik so übertrieben klingkling klimper. das kommt oft im Real Markt am Radio. höre es immer sofort obwohl im Real immer so viel los ist.
      es ist ein Stilmittel.
      weichliche Namen für die Herren finde ich auch nicht so gut.
      es gibt schon die normal-weichen: Fabian, Daniel, Stephan.
      sie sind weich genug. also noch in Ordnung und auch schön.

    • @ mgl

      Es geht mir doch auch nicht um die internen Stilmittel des Suzanne-Vega-Liedes. (Ich habe Suzanne Vega in meiner späten Jugend sehr gerne gehört.) Es geht mir um die Macke der Deutschen, irgendwas Englisches nachzuäffen, ohne zu kapieren, worum es eigentlich geht. Das ist eines großen Kulturvolkes unwürdig.

      Ein ähnlicher Fall ist vielleicht dieser: Das Merkel-Wesen wurde (und wird?) von Teilen seiner Anhängerschaft „Angie“ genannt – nach den Lied der Rolling Stones. Das Lied wurde sogar mal im Wahlkampf verwendet. Den düster-melancholischen Text hatte da in dieser Möchtegern-Elite dieser JU-Karriere-Bubis mit ihren braven Seitenscheiteln und Polohemden offensichtlich ebenfalls niemand kapiert.

      @ Mareike

      Wobei es eher akzeptiert wird, wenn ein Mädchen gerne Fußball spielt, als wenn ein Junge mit rosa Prinzessinnen-Sachen spielt.

      Ich muß zugeben, daß ich das haargenauso empfinde. Ich wäre stolz auf eine Tochter, die sich für Technik-Baukästen, Fußball, Kriegsschiffe und Panzer interessierte – und würde mich für einen Sohn, der mit Puppen spielt und sich für Ballett und Frauen-Mode interessiert, in Grund und Boden schämen.

      Bei den „harten Heiligennamen“ hatte ich gestern nacht den hl. Mauritius vergessen, den Kommandeur der Thebaischen Legion – ein Schutzheiliger der Soldaten. Leider ist Moritz hierzulande immer noch von „Max und Moritz“ vom ollen Busch besetzt und klingt ein bißchen albern…

    • Anna
      In meiner Generation gab es auch keine Anna, dafür aber Anne und Anja, recht häufig. Ein paar Jahre später kam noch Annika (finde ich sehr schön) hinzu. Noch später gab es dann Anna Lena und Anna Sophie. Ich kann gar nicht sagen, wann es die ersten jungen Annas gab.

      Moritz ist ein häufiger Name geworden, so dass er nicht mehr automatisch mit Max und Moritz in Verbindung gebracht wird. Es ist ein vollständiger Name, keine Kurz- oder Koseform. Ich mag den Namen.

    • Ja, Anjas gab es auch bei uns zuhauf. (Anne hingegen war eher ein Tantennamen, meist eine Kürzung von Marianne.)

      Man könnte sich wirklich in kulturgeschichtlicher Hinsicht einmal fragen, wie diese Welle von russischen oder russisch inspirierten Name Ende der 60er zustande gekommen ist. Anja, Tanja, Katja, Sascha, Boris fallen mir gerade ein. Völlig normale Namen bei uns. Oft wurden dabei russische Koseformen (die ersten vier genannten Fälle) zu deutschen Vollnamen. Wohlgemerkt: In der finstersten Provinz der Alt-BRD, nicht in der DDR!

      Vielleicht unterbewußt, weil der Höhepunkt des Kalten Krieges (die Kuba-Krise von 1962) gerade überwunden war? Weil sich die Entspannungspolitik abzeichnete? Oder auch Heranschmeißerei wie David, Jonas und Sarah? Ich weiß es wirklich nicht, aber das Phänomen ist interessant.

    • Ja, nach dem Auslöser der Tanja-Anja-Welle suche ich auch schon länger vergeblich. Auf Filme oder Bücher aus den 1950er Jahren, in denen diese Vornamen vorkommen, bin ich noch nicht gestoßen.

      Eine wichtige Inspirationsquelle war damals das Familienstammbuch, in denen oft ein Vornamenverzeichnis abgedruckt war (keine Ahnung, ob es das heute noch so gibt). Meine Spekulation: Vielleicht hat eine Familienstammbuchautor Anfang der 1950er Jahre (warum auch immer) Anja und Tanja in die Liste aufgenommen und dadurch viele Eltern auf die Idee gebracht.

      In den 1960er Jahren waren die Namen längst weit bekannt. Ich habe einige der Tanja-Anja-Eltern aus dieser Zeit gefragt, warum sie den Namen genommen haben und das war immer einfach nur so weil er ihnen gefiel. An Russland hat dabei niemand gedacht.

    • Gut, das mit der Kuba-Krise war vielleicht wirklich eine etwas überzüchtete Historiker-Idee. Das mit den Stammbüchern und/oder Vornamensverzeichnissen mag sein. Daran, daß sich die meisten Eltern über die Herkunft von Vornamen keine Gedanken gemacht haben, zweifle ich nicht – wie das halt heute auch noch so ist. Es geht um Mode, um den Klang und maximal noch um die „Bedeutung“.

      Ich bin mir aber doch sicher, daß das Anja-Tanja-Phänomen in irgendeiner Form mit einer „Schlußstrich-Mentalität“ zu tun hat. (So wie dann in den 80ern die Sarah-David-Welle.) Rußland war der entscheidende Gegner Deutschlands im Zweiten Weltkrieg – jedenfalls der, bei dem es auf beiden Seiten die meisten Toten und Leiden gegeben hat. Und in den Jahren und Jahrzehnten nach dem Krieg kommen dann irgendwelche Leute in D auf den Gedanken: „Ah, die Russen haben ja auch ihre Vornamen!“ Nur: wer? Ich weiß es auch nicht.

      Komischerweise aber sind kaum auf Anhieb als russisch identifizierbare Namen dabei: Wladimir, Grigori, Iwan, Swetlana, Galina und Olga gibt es in meiner Generation nicht. Am ehesten noch der (nicht sooo häufige) Boris und die damals beliebte Tatjana. Und Natalia eben nur in der frz. Form Natalie.

    • Nur weil man selber keine Anna im Alter von 51 1/2 Jahren kennt, heißt es ja nicht, dass es sie nicht gibt.

      Zu der Auslöser-Suche: Ich denke nicht das ein Lied, die Luca-Welle ausgelöst hat. So bekannt ist das Lied ich (mir zB. vollkommen ungeläufig). Bei den meisten beliebter werdenden Namen sind es mehrere, unterschiedliche Faktoren, die verschiedene Eltern zur Wahl des Vornamens bringen – und so wird ein Name dann auf Grund verschiedener Beweggründe häufiger. Luca zB. klingt weich, ist international aussprechbar, ist was individuelles als Lukas gewesen, ist unisex unbestimmt gibt es auch noch Roman- und Filmfiguren oder Promis die mit ihrem Namen inspirierten. Dann hörten andere von einem Kind in der Kita namens Luca und fanden das sooo schön, dass sie den Namen (=von der Umgebung inspiriert) auch vergeben wollte. Und zack, ist die Welle da, der Name wird mehr vergeben.

      @Klaas: Sorry für’s C.

  16. Persönlich würde ich nicht unbedingt einen Namen vergeben, der für Mädchen und Jungen vergebbar ist, Samstag in der Tageszeitung im Schwäbischen: Lennox Lotte. Habe bisher Lennox für einen Jungennamen gehalten, so kann es gehen.

  17. zu Anna: Ich erinnere mich an eine Anna aus meiner Uni-Zeit, die ungefähr mein Jahrhang (*Ende 60er Jahre) sein müsste. Annas gab es schon, war aber ein seltener Name.
    Gängige Anna-Variationen aus meiner Schulzeit:
    Annette (gelegentlich auch Anette, Annett)
    Anita
    Anja
    Antje
    Anke
    Auch die eine oder andere Annemarie oder Marianne.
    Annika/Anika kam später
    seltener, aber auch begegnet:
    Anne
    Anka
    Anouschka

    Zu “russische/slawische Namen-Welle”.
    Da gehört für mich noch dazu:
    Sonja
    Nadja
    Natascha
    Tamara
    Tatjana
    Jana
    Jan
    Nikolai

    Wieso diese Namen damals so “modisch” waren, weiß ich auch nicht.

    • Russische Musik war in den Sechzigern tatsächlich ein Riesending, mir fallen sofort Iwan Rebroff (in Wirklichkeit ein Deutscher aus Berlin), die Donkosaken, oder Alexandra ein.

      Speziell bei Tanja würde ich aber auf ein ganz anderes Namensvorbild tippen: Tania “Out of Africa” Blixen (wobei Tania heir ein Pseudonym ist, Kerstin hatte wohl nicht den richtigen Klang).

    • Den Zusammenhang zur Beliebtheit russischer (oder eben pseudo-russischer) Populärmusik in den 60ern hergestellt zu haben, halte ich für sehr klug und plausibel. Das könnten und dürften wirklich verwandte Phänomen sein. Es hatte überhaupt nichts Sowjetisches an sich, aber man konnte sich unauffällig von der rassistischen Russophobie der damaligen Elterngeneration (also der Kriegsveteranen) absetzen. (?)

      Auch französische (M. Mathieu…) und israelische (die Ofarims…) Popkünstler waren ja damals in D sehr beliebt, solange sie denn auf deutsch gesungen haben. Und französische und jüdische Vornamen dann eben auch.

      Man kommt m.E. zur Erklärung der Beliebtheit von russischen Namen jedenfalls ohne die Abkehr der Deutschen von Nationalismus, ohne die in Fernweh gewandelte deutsche Romantik nicht aus. Vielleicht kann man gar einen Zusammenhang zum beginnenden Massentourismus herstellen. (Dessen Ziel freilich nicht Rußland war.)

      Bei Tania habe ich aber meine Zweifel. Die Schriftstellerin Tania Blixen (Tania ist ein Pseudonym, aber ist ja egal…) ist meiner Erinnerung nach zumindest in Deutschland erst mitte der 80er bekannt geworden – nämlich durch die Verfilmung von Out of Africa. Der Name Tanja aber ist schon meiner Generation völlig unauffällig, eine Tanja gab’s schon in meiner Grundschulklasse.

      Nochmals kurz zum Thema „Nachbarschaftspropaganda“ und „Eine macht’s der anderen nach“. Neulich waren hier im Hilfethread in etwa folgende Äußerungen zu lesen: „X geht nicht, so heißen schon drei Kinder im Kindergarten.“ „Y geht nicht, weil so die Tochter der Schwester meiner Freundin heißt.“ Ich will das hier gar nicht beurteilen – nur in dieser Form hat es diesen Reflex früher einfach kaum gegeben. Und so saßen denn in jeder Schulklasse mindestens ein Michael und ein Jörg, eine Christine und eine Kathrin.

  18. Marthe,

    Du wirfst mir wiederum etwas vor, was ich so gar nicht gar nicht behauptet habe. 🙂 Niemals würde ich die Wichtigkeit dieser „Kindergarten- und Nachbarschaftsmoden“ (eine schnappt es von der anderen auf) bestreiten. Zumal es den Reflex „So heißt doch jeder Dritte!“ in meiner Geburtsgeneration auch noch nicht in der Form wie heute gab – vielleicht mangels Internet-Foren, vielleicht dank strengerer Standesbeamter, die noch nicht jede Eigenkreation durchgewinkt haben.

    Nur schau Dir doch die Statistiken an:

    https://www.beliebte-vornamen.de/4559-anna.htm

    Bei Anna gibt es in meiner Generation (1967) ein Riesenloch – und ich persönlich kannte eben auch keine. (Wohl aber Kohorten von Antjes.) Daß das in anderen Regionen anders gewesen sein mag, hatte ich schon eingeräumt.

    https://www.beliebte-vornamen.de/3442-luca.htm

    Luca (Luka) kommt ab etwa 1988 auf – das Vega-Lied ist von 1987, und die allermeisten Deutschen kannten es, es war ein Dudelfunk-Lied. Für mich ist der Zusammenhang unübersehbar. (Später gab es noch den italienischen Fußballer Luca Toni. Aber welcher Deutsche benennt ein Kind ausgerechnet nach einem italienischen Fußballnationalspieler?)

    Und die Benennung nach Popsongs und Fußballern ist nun einmal in den Höheren Ständen unüblich – daher ist Luka auch nicht klassenübergreifend. Das war der Ansatzpunkt meiner Kritik.

    Lukasse gibt es meiner Generation (und Region) übrigens auch sowenig wie Annas.

    Chiocciola,

    Jan ist ein Sonderfall. 🙂 Der Name wird und wurde üblicherweise als „moderne“ oder „norddeutsche“ oder holländische Form von Johann empfunden. Und so auch bei mir bzw. von meiner Mutter.

    Daß es den Namen auch im Polnischen und im Tschechischen (nicht aber im Russischen) gibt, wußten die meisten Leute damals gar nicht. Na, vielleicht ab 1969 noch durch Jan Palach. Bin aber eben Jahrgang 67. Und so wurde ich denn nicht nur nach meinem Großonkel Johann aus der Leibstandarte nachbenannt, sondern unbewußt auch nach einem der größten (und schrecklichsten) Feldherren der Kriegsgeschichte, dem Hussiten Jan Zizka. Na, zumindest Zizkas schlechte Augen habe ich geerbt… 😉

  19. Es gibt heute noch im Familienstammbuch eine Liste mit Vornamen. Anja, Tanja, Sonja, Katja … sind alle dabei.

    Ich denke, dass der als schön empfundene Klang zur Beliebtheit beigetragen hat. Die meisten Eltern wussten nicht, dass es russische Namen sind. Früher hat man sich nicht so viele Gedanken gemacht.

    In meiner katholisch geprägten Gegend hat man lange darauf geachtet, dass der Name einen Bezug zu einem Heiligen hatte.
    Bei Anja war der Bezug zur heiligen Anna ja klar. (Anna ist eine volkstümliche Heilige und hat entsprechend viele Nebenformen, wie oben schon von Chiocciola genannt.)
    Katja (= Katharina) lasse ich auch noch gelten
    Aber Tanja und Nadja wurden nur wegen dem Klang vergeben.

    Sonja soll “Sonne” bedeuten, dass hat die Mutter einer Sonja mal behauptet. Ich mag den Namen Sonja wirklich gern und habe oft noch diese Assoziation im Kopf. Das Sonja die russische Koseform von Sophia ist, habe ich erst herausgefunden, als ich mich für Namen interessiert habe.

    Ich wußte auch nicht, dass Sascha und Alexander etwas miteinander zu tun haben oder Natascha/Natalie.

    Man hat also schon in den 50er Jahren Namen nur wegen dem “schönen” Klang vergeben.

    • Bei Sonja war ich mir auch nicht sicher, ob der Vorname russisch oder skandinavisch ist…

      Überhaupt: die russischen Kurznamen! Man muß (anders als ich) wirklich ziemlich gut russisch können, um das System zu verstehen und die jeweiligen Bedeutungen richtig einordnen zu können…

      Es gibt zu jedem nennenswerten russischen Namen eine „Standard-Kurzform“, die man quasi automatisch verwendet, sobald man sich duzt. (Was man in R immer noch etwas weniger leicht tut als in D.) Aleksandr – Sascha, Iwan – Wanja, Olga – Olja, Grigori – Grischa, Wladimir – Wolodja, Natalia – Natascha…

      Darüber hinaus gibt es aber zu jedem Namen auch noch eine ganze Reihe von Verzärtlichungen/Verniedlichungen und auch Vergröberungen/Schmähungen. Der russische Diminutiv ist fast so kompliziert wie das russische Verb. 🙁

      In den 80er Jahren hat der renommierte sowjetische Sprachverlag „Russkij Jazyk“ ein „Wörterbuch der russischen Personennamen“ („Slovar russkich litschnich imen“) herausgegeben, in dem diese Diminutiv-Kaskaden zu jedem Namen aufgeschlüsselt wurden.

      Die formelle und höfliche Anrede im Russischen ist Vor- plus Vatersname mit „Sie“ („vy“). Also ohne Nachnamen! Das beinhaltet keinerlei Vertraulichkeit. Die russischen Gegenstücke zu „Herr X“ und „Frau Z“ – „Gospodin Biljefjeld“ und „Gospozha Ljuning“ – sind hingegen Ausländern vorbehalten. Sie sind seit der Sowjetzeit intern tabu, weil unter dem Zaren so die Leibeigenen ihren Herrn anreden mußten. Hinzu kommt dann noch seit Sowjetzeiten das allgegenwärtige „Genosse + Titel/Beruf/Rang“.

    • Bei Anja war der Bezug zur heiligen Anna ja klar. (Anna ist eine volkstümliche Heilige und hat entsprechend viele Nebenformen, wie oben schon von Chiocciola genannt.)

      In meiner Jugend und Heimat kannte ich tatsächlich gar eine Anje, also ohne t. Etwas merkwürdige Namen gab es auch damals schon gelegentlich…

      Noch zur hl. Anna: Sie war und ist auch die Schutzherrin Schlesiens. Der Sturm auf den Sankt-Annaberg im Jahre 1921 durch deutsche Freikorpskämpfer gegen polnische Insurgenten war ein ganz großer Mythos des deutschen Nationalismus der Zwischenkriegszeit und der Nazizeit. (Der Kommandeur der Operation wurde freilich im „Röhmputsch“ 1934 auf Befehl Hitlers erschossen.) Die Schlonsaken, also Oberschlesier*, dieses merkwürdige slawisch-germanische Misch-Völkchen, das traditionell sowohl den deutschen als auch den polnischen Nationalisten suspekt ist, halten die hl. Anna bis heute in hoher Verehrung.

      *) Lukas Podolski und Miroslaw Klose, der ehemalige „Polensturm“ der deutschen Nationalmannschaft, sind beide Oberschlesier. In Oberschlesien war man mächtig stolz auf sie – und zwar ohne jede nationalistische Häme wie oft anderswo in Polen. Man meinte in OS, daß Deutschland 2006 Weltmeister geworden wäre, wenn es noch ein oder zwei Oberschlesier mehr im Kader gehabt hätte. 😉

  20. Heute auf einem T-Shirt gesehen : Joéle (ich kann mich nicht mehr ganz sicher erinnern, wo und wie herum der Akzent war). Kennt jemand diese Schreibweise und kann sie erklären? Macht das irgendeinen Sinn?

    • Hm…Vielleicht haben die Eltern é oder è mit ë verwechselt? Ist ja nicht so einfach mit den Sonderzeichen…

  21. Himmel! Da fällt die Wahlpflicht schwer.

    Ich nehme Klara Josefa und (mit etwas Bauchweh) Teo Peter Uwe.

    Ansonsten gefallen mir einzeln:

    Laetizia
    Lillith (hätte ich mit nur einem l geschrieben)

    Albrecht
    John

  22. Bei den Mädchen ist viel Brauchbareres dabei.

    Wahlpflicht: Juliana Laetizia und Knud

    Wild geschüttelt: Laetizia Hedwig und Theo Knud

    Meine Negativfavoriten: Harmony Jolina Lillith (Lillith finde ich gar nicht schlecht, aber die anderen beiden schrecklich) bei den Mädchen, bei den Jungen schwanke ich zwischen Teo Lion Luino und John Prince

Schreibe einen Kommentar