Spaß & Satire

Ein Kindergartenfreund namens Püschelbär

„Du Mama, der Neue im Kindergarten heißt Scheißen!“

Die Leidensgeschichte des kleinen Jason aus der Familie mit den nicht ganz so fortgeschrittenen Kenntnissen der englischen Aussprache ist zwar schon etwas länger im Umlauf, aber erschreckend glaubwürdig.

Ähnlich gelagert ist der Fall aus einem Artikel im Süddeutsche Zeitung Magazin 31/2007. Der Schriftsteller und Kolumnist Axel Hacke berichtet davon,

dass nämlich ein Junge aus dem Kindergarten heimgekommen sei und begeistert berichtet habe, wie gut er sich mit seinem neuen Freund verstehe. »Und wie heißt der?«, wurde er gefragt. »Püschelbär.« »Püschelbär?« Ich will es kurz machen, der Freund hieß Pierre-Gilbert.

Übrigens geht es auch im Rest des Beitrags um Vornamen, insbesondere Träger des Namens Manfred sollten ihn lesen!

Neulich im Standesamt – Nach der WM …

Vuvuzela Cartoon von Oli Hilbring

Wer schon Kinder hat, wird die Idee, ein Neugeborenes nach etwas zu benennen, das mit ausdauerndem Lärm nervt, gar nicht so abwegig finden. Die Süddeutsche Zeitung hat bei der Gesellschaft für deutsche Sprache nachgefragt, ob Vuvuzela als Vorname durchgehen würde. Der Namenberater Kai Richter rät ab: „Wenn man wie so eine nervige Tröte heißt, beeinträchtigt es meiner Meinung nach das Kindeswohl.“ und schlägt als Alternative den Namen Zéla vor.

Alle unsere Kinder heissen Finn oder Leon

FiL nennt sich der Berliner Künstler, der hier „Mein Kind ist geiler als dein Kind“ singt.

FiL singt auch was über Namen, wie Sven (pop64.de | Hamburg vs. Berlin Blog) aufgeschrieben hat:

Alle unsere Kinder heissen Finn oder Leon … wir haben unseren Sohn Leon genannt, weil wir lieben französische Filme … ach ja sagen die Anderen, wir hassen französische Filme, deswegen nannten wir unseren Sohn Finn, weil Finn kommt immer wenn die französischen Filme zu Ende sind.

Zuerst gesehen habe ich das Video bei Papa-Online.

Hilfe, ich heiße Larry

Hilfe, ich bekomme einen VornamenOh, oh, oh! Sagt Ihnen das Wort „PC-Spiele“ was? Auch „Leisure Suit Larry“? Nein? 1987 erschien das erste „Abenteuer“ des Möchtegern-Casanovas Larry.

Mittels krümpeligster Navigation war man permanent bemüht, Larry zu schützen, meist vor sich selbst. Ging man beispielweise nicht schnell genug über die Ampel, dann war Laryy Brei. Und auf dem Weg zur Lieblingsprostutuierten musste man zunächst den Bodyguard überwinden. Ein fruendliches „Hallo“ brachte auch hier das schnelle Aus und man durfte von vorn beginnen. Hatte man vergessen, beim Zeitungsladen ein Kondom zu kaufen, bedeutete das für Larry den Exitus nach Koitus und für den zermürbten Spieler ein ernüchterndes „Game-Over“!

Bevor Sie also Ihr Kind nach diesem lächerlichen Loser benennen, bedenken Sie, es hat nur ein Leben!

Dieser gut gemeinte Rat stammt aus dem 2003 erschienenen Buch „Hilfe, ich bekomme einen Vornamen“ von Christian Matzerath und Mark Land, das leider nicht mehr erhältlich ist.


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Hilfe, ich heiße Fee

Hilfe, ich bekomme einen VornamenSelbst Quasimodos Schwester mag bei der Geburt ausgesehen haben wie eine kleine Fee. Die meisten Eltern empfinden jedenfalls so, wenn sie ihr mit Käseschmiere überzogenes Töchterchen in den Armen halten. Und neuerdings gibt es solche, die ihrer Glückseligkeit Ausdruck verleihen, indem sie ihre Tochter auch so nennen: Fee. Na ja, sind halt so kleine Hände …

Und bei Mama? Sind so runde Backen? Sind so dicke Schenkel? Sind so pralle Brüste? Ist sich Doppelkinn? Wenn ja, schleppt die süße Fee von heute später 40 Kilo Übergewicht mit sich rum und wird entsprechend von geistreichen, aber bösen Zeitgenossen treffend „Atomwaf“ genannt. Bevor Sie ihrer Tochter also diesen Namen antun, achten Sie auf den genetischen Faktor …

Hilfe, ich heiße Aldegunde

Hilfe, ich bekomme einen VornamenSchon beim ersten Hören läuft einem eiskalter Schauder den Rücken herunter und es ist sicher nicht ganz unrichtig, den Eltern eine gewisse Boshaftigkeit zu unterstellen. Vermutlich müssen sie sich zusammenreißen, um beim Rufen nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Wenn das arme Mädchen glaubt, mit dem Rufnamen Aldi könnte es das Schicksal abschütteln, wird es von den sadistischen Eltern zum ersten Mal alleine einkaufen geschickt.

Hilfe, ich heiße Elvis

Hilfe, ich bekomme einen VornamenEin Klassiker unter den Fehlentscheidungen. „Heutzutage assoziiert doch mit Elvis niemand mehr den King of Rock’n’Roll. Das ist doch viel zu lange her.“

Glauben Sie! Auch heute noch wird Elvis jährlich ungefähr 200-mal irgendwo auf der Welt gesichtet und auch seine Musik äthert permanent aus Radios und Fahrstuhlritzen. Der Einzige, der vielleicht wirklich nicht mehr weiß, wer Elvis war, wird Ihr Sohn sein. Aber spätestens, wenn man ihn mit einem lustigen „Tutti frutti au rutti“ oder einem melancholischen „In the ghetto“ begrüßt, ist diese Aufklärungsarbeit geleistet.

Hilfe, ich heiße Diana

Hilfe, ich bekomme einen VornamenEs gab Zeiten, da konnten sich Mädchen glücklich schätzen, Diana zu heißen. Sie durften noch ein wenig mehr als alle anderen Mädchen davon träumen, einmal eine Prinzessin zu sein, den königlichen Vornamen hatten sie schließlich schon. Die „Quick“ und „Bunte“ lesende Klientel unter den Gebärenden brachte Diana in den 90er-Jahren regelmäßig in die Top 10 der Vornamen. Dann kam der 31. August 1997. Und Diana wurde an diesem schrecklichen Tag die Nr. 1 in der Hitliste der berühmtesten Verkehrsunfallopfer – und das als Neueinsteigerin bereits in der ersten Notierungswoche!

Sollten Sie abergläubisch sein und Auto fahren, nennen Sie Ihre Tochter um Gottes willen anders!