Babynamen der Woche 26/2015

Agnes * Julian * Christoph Dominik * Jim Samson * Antonia Soraya * Raphaela Elisabeth * Manuel * Sabine * Laura Ariella * Paolo-Vincenzo * Timo Joachim * Anna Seraphina Maria * Mila Helga * Sadie * Jonte-Arjen * Frieda-Joke * Erick Marius * Purity * Iskia Martha Maria * Leander Valentin * Fil-Lennart * Renesmee Carina Amaliya * Dorian Johannes * Liselotte * Frieda-Laurine * Angel-Joelle Pearline * Russlan * Delainy Aaliyah Novalee-Sue * Theofilos

44 Kommentare zu "Babynamen der Woche 26/2015"

  1. Mark sagt:

    Heute eine Reihe sehr schöner Namen, finde ich.

    Agnes–höre sofort den Anklang an den liturgischen Gesang Agnus Dei, den wir in unserer lutherischen Kirche in den USA immer sangen. Höre also sofort das griechische Wort für Lamm heraus und denke an das Lamm Gottes–eine tolle Assoziation! Denke auch an die positive Figur der Agnes in Charles Dickens‘ Roman „David Copperfield.“ Dazu gefällt mir auch der Klang–den langen A-Vokal am Anfang mag ich. Im Englischen wird der Name noch etwas weicher ausgesprochen als im Deutschen, und da finde ich ihn dann noch einmal besonders schön. Gefällt mir aber auch im Deutschen.

    Julian–ist okay, ohne mich besonders zu begeistern. An und für sich natürlich ein schöner Name. Bevorzuge doch das weibliche Julia.

    Christoph Dominik–sehr schön! Die theologischen Bedeutungen der beiden Namen passen besonders gut zueinander, und klanglich sind sie durch O und I sehr schön miteinander verbunden.

    Anna Seraphina Maria–

    Interessant ist, wie hier das häufige Anna Maria variiert wird durch den Einschub des etwas extravaganten und exotischen Namens Seraphina. Ich finde die Kombi klanglich gelungen und auch von den Assoziationen her passend–Anna, die Muter Marias, Seraphina, ein Hinweis auf die Engel, die Gott auf Seinem Thron verehren, und Maria, die Mutter Gottes. Viel A und I, aber in angenehmer, variationsreicher Abfolge, mit dem E von Seraphina noch als buntem vokaligen Einschub, der in den beiden anderen Namen nicht vorkommt.

    Erick Marius–hört sich männlich-stark an. Gute Kombi!

    Liselotte–
    Finde es irgendwie unnötig, sich vom traditionellen Lieselotte durch das Weglassen des Es abzugrenzen. Diesen Doppelnamen an sich finde ich wunderschön.

    • Bist Du sicher, dass Lieselotte die traditionelle Form ist? Es gibt auch viele alte Frauen, die ihren Namen Liselotte schreiben (nicht nur kleine Mädchen).

    • Martina sagt:

      Liselotte Pulver wird auch nur mit i geschrieben.

    • Annemarie sagt:

      Ich finde Liselotte toll – gerade in dieser Form. Historisch fällt mir Liselotte von der Pfalz ein (1652-1722). Und die nette Kurzform Lilo schreibt man ja auch nicht Lielo 😉

    • Mark sagt:

      Hatte eine mit LIE geschriebene Großtante Lieselotte und kenne mehrere alte Frauen namens Lieselotte, wieder mit dieser Schreibweise–schloss deshalb von meiner persönlichen Erfahrung her auf diese Schreibweise als die traditionelle. Scheint nach Euren Beobachtungen zu schließen natürlich doch anders zu sein.

    • Jan Wilhelms sagt:

      Also, aus dem Handgelenk hätte ich den Namen auch sofort „Lieselotte“ geschrieben! Wohl schon deshalb, weil mir „Liese“ als Oma-Kurzname meiner Generation vertrauter ist als zum Beispiel die „Lisa“, die dann schon in den späten 80ern wieder am Horizont drohte. 😉

      (Hö, kurios: Abgesehen von der e-Frage scheint Einigkeit darin zu bestehen, daß es ein hübscher Name ist. 🙂 )

  2. Jan Wilhelms sagt:

    Agnes finde ich auch hübsch. Man könnte – neben den von Mark angeführten Assoziationen – noch an Agnès Sorel denken, die Mätresse König Heinrichs VII. von Frankreich. Die war u.a. vermutlich das Modell für die berühmte (und nach heutiger Empfindung etwas schräge) „Madonna das Jean Fouquet“. (Ferner heißt in der klassischen Küche eine Suppe nach ihr: Potage Agnès Sorel, eine gebundene Hühnersuppe mit Huhn- und Champion-Einlage.)

    Allerdings klingt der Name in meinen Ohren im Deutschen auch irgendwie süddeutsch, vielleicht wegen Agnes Bernauer, ihrerseits im 15. Jahrhundert Mätresse des bayerischen Herzogs. Das ist weder gut noch schlecht, nur könnte man überlegen, wann und wo der Name in die Landschaft paßt…

    Kurios finde ich Russlan. Ruslan ist in der Tat ein russischer Name, der irgendwann im Mittelalter aus dem Tatarischen (also einem türkischen Dialekt) übernommen wurde: er geht auf Aslan (=Löwe) zurück. Im Russischen schreibt er sich allerdings mit nur einem s – und im Deutschen klingt er natürlich sofort an „Rußland“ an, obwohl er etymologisch gar nichts damit zu tun hat. Man denkt sich die Eltern sofort als superpatriotische Rußland-Stämmige, die einen russischen Namen vergeben wollen, der auch im Deutschen noch sofort nach Rußland/Russland klingt und aussieht, und die dabei vielleicht ein bißchen viel des Guten tun. Das kann aber natürlich falsch sein.

    Ein kleiner typographischer Nachteil von Russlan: Wenn er in Groteskschrift (wie der Verdana in diesem Blog) geschrieben wird, liest man ihn sehr schnell versehentlich als „Russian“ – so ist es mir gerade im ersten Moment ergangen. Und können nun gerade eurasische Patrioten einen unfreiwilligen Anglizismus produzieren wollen? 😉

    Purity. Na, wieder mal eine heftige Forderung, die da durch einen Namen ausgesprochen wird. Ob sie’s im Laufe ihres Lebens durchhalten wird? (Hoffentlich nicht, ist man versucht zu sagen.)

    Soraya finde ich nicht gut, weil es an die Klatschblätter-Begeisterung der adenauerzeitlichen Deutschen über die „Deutsche auf dem Pfauenthron“ denken läßt.

    Li(e)selotte ist ja ursprünglich ein Spitzname, eben eine Zusammenziehung von Elisabeth und Charlotte, aber bekanntesten sicher durch Liselotte von der Pfalz. Ob nun mit e hinter dem i oder ohne, finde ich daher auch nicht so wichtig, zumal die deutsche Orthographie in der Frühen Neuzeit noch kaum normiert war, es sie also eigentlich gar nicht gegeben hat. Generell finde es aber auch in jedem Fall nett, daß dieser Name mal wieder vergeben wird. 🙂

    Hat man demnächst gar wieder mit mehr Lieselottes, Annegrets und Rosemaries zu rechnen? Schaden könnte es nicht, nach Lage der Dinge…

    • Jan Wilhelms sagt:

      Champion-Einlage

      Uah!! Das war nicht die Autokorrektur, das war ich im frühmorgendlichen Tran! „Champignon-“ sollte es heißen!

    • Annemarie sagt:

      Mehr Rosemaries würde ich auch begrüßen – oder warum nicht gleich mehr Annemaries?!? 😉

    • Jan Wilhelms sagt:

      Hm, Rosemarie ist vielleicht immer noch (leider) durch R. Nitribitt aus Frankurt am Main belastet – Fernsehfilme oder Dokus dazu erscheinen so etwa im Fünfjahrestakt…

      Annemarie höre ich immer noch in französischer Aussprache, also /Annmari/ statt /Annemari/. Und zwar wegen der epischen Schlacht von Dien Bien Phu im Jahre 1954, über die wir noch als rechte Studenten in den 90ern viel gelesen und geredet haben, mitinspiriert durch Pierre Schoendoerffers Film und Jean Lartéguys Romane. Und zwar trugen die einzelnen Befestigungswerke/Stellungen der Franzosen gegen den Viet-Minh in dieser Schlacht Frauennamen: Gabrielle, Béatrice, Isabelle, Huguette, Claudine etc. – und eben Annemarie. Derlei kann wohl nur Franzosen einfallen. 😉 Das Kuriose ist nun (so habe ich das jedenfalls vor Jahrzehnten gelesen), daß der Name Annemarie seinerseits durch ein launiges deutschen Soldatenlied, in dem er erwähnt wird, nach Französisch-Indochina gekommen sein soll, also über die damals fast ausschließlich aus deutschen WK2-Veteranen bestehende Fremdenlegion. (Keine Angst, A., nicht viele werden heute auf diese Assoziation kommen! 😉 )

      Also, ich meine wirklich, daß Namen dieses Stil wieder mal fällig wären. 🙂

  3. Moni sagt:

    Wow, da ist heute ja mal eine echte Steigerung drin…

    Ich freue mich, dass diesmal viele schöne „normale“ Namen dabei sind. (Julian, Christoph Dominik, Manuel, Sabine, Timo Joachim)

    Der Senf zum Rest kommt jetzt:
    *Agnes: Ich wollte schon „Oma-Name“ schreien, da fiel mir ein, dass eins der Mädchen aus „Ich – einfach unverbesserlich“ so heißt. Möglicherweise dadurch inspiriert?
    * Jim Samson: Mutig. Dann dürfen die Eltern ihm aber auch nie die Haare schneiden. Oder sein Schnuffeltuch wegnehmen. 😉 (Und statt Jim hätte ich lieber James genommen. Wirkt seriöser.)
    * Antonia Soraya: Wenn die später keinen Prinzessinnen-Tick bekommt, weiß ich’s auch nicht…
    * Raphaela Elisabeth: Gefällt mir da deutlich besser. Auch wenn’s etwas lang ist…
    * Laura Ariella: Unter dem Meer… Ist nur leider im Zusammenklang nicht flüssig.
    * Mila Helga: Großmutter wurde bedacht, alles ist gut. Schade, dass die Namen nicht zusammenpassen.
    * Sadie: Grundsätzlich hübsch, klingt aber auf deutsch nicht so gut. Und ob ihn jeder gleich englisch ausspricht? So bekannt ist der Name ja nicht.
    * Jonte-Arjen und Frieda-Joke: Wirken konzeptionell sehr ähnlich. Sicher, dass das keine Zwillinge sind? Ich hätte in beiden Fällen auf den Bindestrich verzichtet.
    * Erick Marius: Was soll das ck? Konnten die Eltern sich nicht einigen?
    * Purity: Ernsthaft? Ich weiß, dass speziell in den USA und einigen afrikanischen Ländern gern „fromme“ Begriffe als Vornamen genommen werden (Chastity, Serenity, Faith,…), daher vermute ich einen entsprechenden Hintergrund. Aber schön finde ich es nicht. Vor allem, weil einem Kind damit eine bestimmte Einstellung aufgedrückt wird.(„Du heißt Keuschheit, also halt dich auch dran!“)
    * Iskia Martha Maria: Nach dem Ort, an dem das Kind gezeugt wurde? Wird ja eigentlich Ischia geschrieben, aber das wirkte wohl zu schmerzhaft?
    * Fil-Lennart: Warum mit F? Das schreibt doch kein Mensch so!
    * Renesmee Carina Amaliya: Au Weia!!! Ich habe ja nichts gegen Namen aus Filmen und Serien, aber muss es denn ausgerechnet Twilight sein???!!! Und dann noch diese unnötig komplizierte Schreibweise von Amalia hinterher… Armes Kind!
    * Dorian Johannes: An sich nicht schlecht, hoffen wir mal, dass die Familie nicht „Grau“ mit Nachnamen heißt. 😉
    * Liselotte: Ich hätt’s auch mit ie geschrieben und finde den Namen ehrlich gesagt ein bisschen verstaubt.
    * Frieda-Laurine: Diese Namen gehören nicht zusammen, und wenn man fünfmal einen Bindestrich dazwischendengelt.
    * Angel-Joelle Pearline: Was bitte soll den „Pearline“ sein? Birnenlinie? Ist das tatsächlich ein Name, oder hat sich da jemand vertippt?
    * Delainy Aaliyah Novalee-Sue: Weil „Buchstabensalat“ als Name nicht genehmigt worden wäre?
    * Theofilos: Und wehe, der Junge wird nicht Schachgroßmeister, Geigenvirtuose und Landesbischof und hat mit 30 mindestens 2 Doktortitel…
    Allerdings finde ich die Schreibweise etwas verwirrend.

    • Jan Wilhelms sagt:

      Theofilos: Und wehe, der Junge wird nicht Schachgroßmeister, Geigenvirtuose und Landesbischof und hat mit 30 mindestens 2 Doktortitel…
      Allerdings finde ich die Schreibweise etwas verwirrend.

      Oder er eifert einem berühmten Namensvetter nach: nämlich einem der wirklich großartigsten Sportler des 20. Jahrhunderts, dem unvergessenen kubanischen Boxer Teófilo Stevenson. 🙂 Und er wird dadurch also doch eher was Handfestes. 😉

      Oder er hat ganz einfach Eltern mit griechischem Migri-Hintergrund?

      Und im Ernst: Volle Zustimmung zu den Bedenken gegenüber diesen angelsächsisch-afroamerikanischen Frömmel-Namen. Natürlich, viele Mädchennamen haben bedeutungsmäßig eine ähnliche Tendenz: Clara, Pia, Angelika etc. (Oder bei den Jungs Teophilos oder Gottlieb 😉 ) Aber da liegt die Botschaft bzw. der Anspruch eben bei weitem nicht so platt zutage wie in den erwähnten englischen Namen, vor allem ist die sexual-verkniffene Macker-Konnotation längst nicht so deutlich: „Isch viel Töschter zeugen – un alle Töschter sinne rein un keusch! Amen, isch Johannes Matteus, isch guten Christ sein.“. „Chastity“ (falls es das wirklich geben sollte) ist wirklich unterirdisch – und Purity eigentlich auch.

    • Annemarie sagt:

      Chastity hieß die Tochter von Cher.

    • elbowin sagt:

      Chastity: Mit dieser Namensgebung hat Cher wohl einen Trend gesetzt: Von weniger als 5 vor 1969 auf fast 750 1974 und 1976, seitdem läuft die Welle wieder aus.

      Aber das Leben verläuft oft seltsam: aus Chastity wurde der Transgender-Mann Chaz Bono …

    • Jan Wilhelms sagt:

      Das mit der Tochter (oder was denn auch immer…) von Cher war mir neu, dank Euch für den Hinweis. Aber dennoch: Das ist schrilles Künstlervolk, dem man Exzentrizitäten eher durchgehen lassen kann. Normalerweise dürften es die Eltern (oder m.E. eben doch eher der Vater) mit Namen wie Purity oder Chastity oder Faith wohl ernst meinen – und das ist nicht gut.

      Ja, wie Leon weiter unten sagt: Auch „Angel“ fällt wohl in diese Kategorie… Man kann den Mädchen in der Tat nur wünschen, daß sie sich diesen Forderungen zu entziehen wissen.

      Rührseligkeit und Gefühligkeit einerseits, Puritanismus, Verkrampftheit und Pietismus anderseits – zwei Seiten einer Medaille. Bezeichnenderweise ist ja auch diese scheußliche rosarote Valentines-Days-Herzchen-Kultur von den Amis und Engländern (also den internationalen Experten für schlechten Geschmack) bei uns eingeschleppt worden.

    • lenchen sagt:

      Wegen dem „Buchstabensalat“-Witz:
      Mir ist mal zu Ohren gekommen, ein Vater wollte sein Kind Sören-Friedrich nennen, damit er die Abkürzung „Sören-Fried“ verwenden konnte (-> Störenfried). Ob es eine wahre Begebenheit ist, weiß ich leider nicht.

    • Ramona sagt:

      Iskia Martha Maria- Ja da wurde sie gemacht aber das war nicht ausschlaggebend! Wir fanden einfach das es schön klingt! Und die Schreibweise haben wir deshalb genommen weil sonst jeder falsch gesprochen hätt und es uns ja nur um den Klang ging!

    • Jeanny sagt:

      Liebe Moni, mir ist nicht bekannt welche Einstellung einem Mädchen mit Namen Serenity aufgedrückt werden sollte, zumal das nun meiner Ansicht nach gar nicht frommer Natur ist. Es bedeutet einfach Gelassenheit.

      Wenn ich jedesmal lese, warum denn unbedingt einen Namen aus Twilight… Renesmee ist eine Zusammensetzung aus 2 Namen: Renee und Esme(ralda). Eigentlich schon sehr viel älter als der Film und dennoch jetzt wieder aktuell.

      Aber in den meisten anderen Fällen muss ich dir recht geben. Manche Namen sind wirklich zu extrem.

  4. Mirjam sagt:

    Delainy Aaliyah Novalee-Sue: Sind diese Namen – mit Ausnahme von Sue – im englischen (oder irgendeinem anderen) Sprachraum überhaupt gebräuchlich? Vor allem im Zusammenhang mit einem deutschen Nachnamen klänge es.. echt schlimm. Ich hab keine Ahnung wie ich sie Aussprechen sollte. Und ansprechen würd ich sie sowieso mit „Sue“ 😉

    Purity – find ich auch sehr hart als Namen. Ich meine, im englischen ists man noch eher gewöhnt, das die Menschen ihren Kindern Namen wie Charity, Hope, Heaven, und eben Purity geben.. aber ich find das immer noch seltsam!

    Renesmee – omg. Namen wie Eward und Bella schwappten ja schon ziemlich bald über, aber das sich jemand wirklich so inspiriert durch diese Bücher fühlt, und seinem Kind so einen Namen gibt..

    Angel-Joelle Pearline – fast gleich schlimm wie der erste, nur das die ersten zwei namen doch iwie nach Namen klingen. Wenns ne Deutschsprachige Familie ist – dann kommt Pearline von „Pearl“ wie Perle und wurde mit „ine“ verniedlicht…(a la Phil(l)ine vielleicht?)

    • Moni sagt:

      Stimmt, an Pearl hab‘ ich in dem Moment gar nicht gedacht…
      Ist auf jeden Fall uneindeutig.

    • Die Schreibweise Pearline wirkt etwas seltsam, aber Perlina ist in den Niederlanden (und vermutlich auch in Deutschland) ein alter jüdischer Vorname.

    • Mirjam sagt:

      Zu Perlina find ich nur eine schwedische Baby-Namen Seite, da kommts von Perla, hat aber sonst keinen Ursprung.
      Wikipedia weiß auch nix
      aber die ganzen andern Babynamen Seiten wie BabyNames Pedia sagen, dass Pearline ein englischer Name, wahlweise mit lateinischem Ursprung, ist, der angeblich 1933 den Höhepunkt seiner Beliebtheit hatte (unter den ersten 500). Kommt von Pearl.

  5. elbowin sagt:

    Heute mal wieder wieder etwas Senf zu den ausgewählten Namen, und nicht nur Kommentare zu den Kommentaren …

    Agnes * Eine fromme Betschwester (an die von Jan Willems genannten Mätressen denke ich eher nicht)
    Mila Helga * Nachts auf dem Open Air: Hääääääääälaaaaaa!
    Iskia Martha Maria * Iskia als Mädchenname ist sehr seltsam: Es sieht nach einer romanischen Form von Hiskia aus, der ist aber ein Mann (König von Juda) in der Bibel! Oder ist die Insel Ischia daran schuld?
    Fil-Lennart * Fil: Ein arabischer Elefant? Ein verteutschter englischer Phil? Oder ein französischer Sohn, weil Lennartson nicht genehmigt wurde? Egal, es wirkt verunglückt.
    Renesmee Carina Amaliya * zOMG!
    Delainy Aaliyah Novalee-Sue * Soul-Sängerinnen treffen „Teenage Mom“

    • Ramona sagt:

      Iskia ist ein sehr seltsamer Name ich weiß! Es gibt wohl in Skandinavien den Namen Iska! Aber es war wirklich die Insel dran schuld! Und wir fanden der klingt schön und ist mal was anderes!

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich mag viele englische Wortnamen sehr gern, da sie im engelsächsischen Raum auch Tradition haben stört es mich nicht, dass es Wörter sind, aber nur mit entsprechendem Hintergrund oder im entsprechenden Lans. es muss (heutzutage) nicht unbedingt Purity oder Chastity sein, aber auch das finde ich weniger problematisch als die meisten hier.

  6. idasmama sagt:

    Mir gefällt nur Jonte-Arjen! Ganz schrecklich finde ich die Namen Delainy Aaliyah Novalee-Sue und Angel-Joelle Pearline…werden nur vom Namen Harmony-Melody getoppt…stand bei uns in den standesamtlichen Nachrichten!

  7. emyjo sagt:

    mir gefallen:

    Agnes, Julian, Antonia Soraya, Raphaela Elisabeth , Jonte-Arjen, Leander Valentin, Dorian Johannes, Liselotte

    und als Einzelnamen:

    Christoph, Samson, Joachim, Anna, Frieda, Martha, Lennart

  8. Schtroumpfette sagt:

    Paolo-Vincenzo?!! Diese Kombi war bei den vorletzten „Babynamen der Woche“ auch schon dabei: Inspiration oder Zufall? Naja, ist ja egal. Die Kombi ist einfach schön! Da sehe ich dann auch mal vom Bindestrich ab. 😉

    Ansonsten gefallen mir von den Jungennamen Leander Valentin, Julian und Erick Marius sehr gut. Gut gelungen finde ich auch die Kombi Timo Joachim. Jim Samson finde ich besonders putzig.

    Von den Mädchennamen gefällt mir einzig Antonia Soraya.

  9. Leon sagt:

    Agnes – in meinem Reitverein gibt es interessanterweise mehrere 15-20jährige Mädchen mit Namen, die man eher in unserer Mütter- oder sogar Großmüttergeneration vermuten würde. Eine heißt Agnes, eine andere Karin.
    Julian, Christoph Dominik, Manuel, Sabine, Timo Joachim, Mila Helga, Erick Marius, Leander Valentin, Dorian Johannes, Liselotte – werden wohl nie mit großen namenstechnischen Problemen zu kämpfen haben, obwohl ich Sabine eher mit der Generation meiner Eltern assoziiere und Erick vermutlich meistens auf seinem CK wird bestehen müssen; Liselotte hätte ich auch eher mit e geschrieben.
    Antonia Soraya, Raphaela Elisabeth, Laura Ariella, Anna Seraphina Maria – kann man machen. Ariella mag ich nicht, als ZN aber höchstwahrscheinlich unproblematisch
    Paolo-Vincenzo,
    Jim Samson, Sadie, Purity
    Iskia Martha Maria
    Fil-Lennart – die Schreibweise ist jedenfalls „schwedischer“ als „Phil“, weil man im Skandinavischen üblicherweise nicht Philip schreibt, sondern eben Filip – allerdings hätte ich den Jungen dann lieber gleich Filip Lennart genannt.
    Renesmee Carina Amaliya – du lieber Himmel; einen Bastelnamen aus einer Buchserie von eher zweifelhafter Qualität würde ich WIRKLICH nicht vergeben, schon gar nicht als Erstnamen; warum man Amaliya mit einem zusätzlichen Y schreiben muss, verstehe ich auch nicht. Carina mag ich gern.
    Jonte-Arjen, Frieda-Joke, Frieda-Laurine – gefallen mir und dürften im Prinzip auch ziemlich unkompliziert sein, allerdings hätte ich in jedem Fall den Bindestrich weggelassen; außerdem hätte ich wohl eher die Schreibweise „Jooke“ gewählt, um den „Joke“ im Englischunterricht zu vermeiden
    Angel-Joelle Pearline – der Bindestrich ist überflüssig, außerdem ist „Angel“ mir zu stark – das Kind wird (hoffentlich!) kein Engel! Pearline gefällt mir nicht. Außerdem klingt „Angel-Joelle Pearline Zimmermann“ für meine Ohren doch reichlich gewöhnungsbedürftig, ich hoffe also, die Familie hat keinen allzu deutschen Nachnamen
    Delainy Aaliyah Novalee-Sue – schon die Schreibweise von Delainy gefällt mir nicht, auch hier das „Delainy Zimmermann“-Problem; der Nachname passt also hoffentlich
    Russlan -d. das zweite s hätte ich nun wirklich lieber weggelassen.
    Theofilos – geht in Ordnung. Mir allerdings einen Hauch zu religiös.

  10. Kati sagt:

    Also Russlan klingt nach eindeutigen Bekennen zu den Wurzeln, nicht einfach die gängige Schreibweise nehmen, sondern eine ausgefallene, die gleich noch die selbe Vorsilbe, wie in Russland, hat.

    Mir gefallen dieses Mal Leander Valentin, Agnes,Julian, Dorian Johannes und Christoph Dominik

    Theofilos für einen kleinen Griechen richtig gut, sonst würde ich ihn Theophil nennen.

    Die anderen sind nicht mein Fall und teilweise echt schlimm (Angelina Jolie – ach nee Angel-Joelle Pearline und Delainy Aaliyah Novalee-Sue )

  11. celia sagt:

    meine favoriten:

    Agnes
    Antonia Soraya
    Raphaela Elisabeth
    Laura Ariella
    Anna Seraphina Maria
    Frieda-Laurine

    Julian
    Christoph Dominik
    Timo Joachim
    Erick Marius
    Leander Valentin
    Dorian Johannes

  12. Caroline sagt:

    Wahlpflichtspiel: Mila Helga + Manuel

    Gewürfelt: Lennart Julian und Elisabeth

    Agnes: Klingt mir zu hart

    Julian: Sehr schön, aber meinen Lieblingsname Julien fände ich
    besser

    Christoph Dominik: Ganz okay, würde ich sogar vergeben, da mein Vater Christoph heißt und Dominik einer meiner Lieblingsnamen ist, aber die Kombi passt nicht.

    Jim Samson: Wieder exotisch, Samson klingt für mich nach der Sesamstraße oder nach einem Nachnamen.

    Antonia Soraya: sogar ganz gut, aber der Rufname ist hoffentlich Antonia, da der Name in Deutschland geläufiger ist.

    Raphaela Elisabeth: 8 Silben, und das bei nur 2 Namen! Statt Raphaela hätte ich etwas Kurzes wie Clara oder Mia genommen.
    Einzeln gefällt mir Elisabeth.

    Manuel: Sehr schön, mein Neffe heißt auch so und mit Zweitnamen Heiko.

    Sabine: Da muss ich an meine Patentante denken, die schon fast 90 ist…

    Laura Ariella: Laura ist schön, Ariella zu kitschig. Außerdem holpert das a-A beim Übergang. Laura Mariella würde vllt. besser klingen und Mariella wäre eine Alternative zu Marie.

    Paolo-Vincenzo: Sind die Eltern Italiener? Paul Vincent hätte es auch getan. Aber bitte ohne Bindestrich!

    Timo Joachim: Das gefällt mir, einer der besten Namen heute.

    Anna Seraphina Maria: Einzeln mag ich die Namen, aber in der Kombi ist Maria etwas überflüssig.

    Mila Helga: Mila ist schön, Helga eher klassisch, aber auch schön, und man merkt, dass die Eltern ihr Kind lieben.

    Sadie: Ein sadistisches Kind? Wie wird es betont? Ein No-Go für mich.

    Jonte-Arjen: Das doppelte J passt gut, ich mag den Namen.

    Frieda-Joke: Joke – ein Witz?

    Erick Marius: Nein danke

    Purity: Klingt wie eine gemeinnützige englische Organisation…männlich oder weiblich?

    Iskia Martha Maria: Iskia höre ich zum ersten Mal, aber die Kombi ist unerwartet gut!

    Leander Valentin: Klassisch, Valentin hat was und Leander passt gut dazu

    Fil-Lennart: Das arme Kind! l-L ist holprig, Fil ist ein sehr seltener Name, der gar nicht zum klassischen Lennart passt und der Bindestrich macht es noch schlimmer.

    Renesmee Carina Amaliya: Twilight-Fans? Ernsthaft, Renesmee ist kein richtiger Name!

    Dorian Johannes: Ist machbar

    Liselotte: Ich kenne eine Liselotte, die mit Lilo abgekürzt wird. Klassisch und zeitlos, und er passt als kleines Mädchen genauso wie als Tante oder Oma.

    Frieda-Laurine: Laurine passt nicht zu Frieda, oder nur ohne Bindestrich!

    Angel-Joelle Pearline: Ein kleiner Meerjungfrau-Perlen-Glitzer-Engel?

    Russlan: Fehlt nur noch das D, dann haben wir Russland…

    Delaina Aaliyah Nova-Lee: Der Name gehört in die Chantalismus-Schublade und nicht auf die Geburtsurkunde eines unschuldigen Kindes, das später oft den Namen buchstabieren muss…

    Theofilos: Ungewöhnlich, aber besser als der Name zuvor

    • Jan sagt:

      Russlan: Fehlt nur noch das D, dann haben wir Russland…

      Nur kurz: Ruslan (ohne Doppel-S) ist ein traditioneller russischer Vorname, der mit dem Turko-Wort „Aslan“ für „Löwe“ zusammenhängt.

      Das hat nichts mit dem deutschen Wort „Rußland“ zu tun.

      Wohl gerade wegen dieser Doppel-Beziehung „Tradition in Rußland einerseits plus islamischer Ursprung andererseits“ ist Ruslan in den islamischen Teilen Rußlands relativ beliebt.

      Beispiel:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Ruslan_Sultanowitsch_Auschew

    • Jan sagt:

      Nochmal nachgeschlagen: Die russische Wikipedia meint, der Name sei im 19. Jahrhundert „rein literarisch“ gewesen – eben wegen des Epos von Pusckin (Ruslan und Ludmilla) und der daraus entwickelten Oper von Glinka. Erst nach 1917 sei er als tatsächlicher Name etabliert worden. Er wäre also doch nicht ganz so traditionell, wie ich gedacht hatte.

      Einer der wichtigsten russischen Frühneuzeit-Historiker unserer Tage war Ruslan Grigorjewitsch Skrynnikow. (Unter anderem Biograph Iwans des Schrecklichen.) Ich hatte in den späten 90ern die große Ehre, ihn persönlich kennenzulernen.

    • Maria Th. sagt:

      Traditionelle Name gibt es gar nicht, weil jede Tradition erfunden ist.

      Jan am 26.März 2917
      http://blog.beliebte-vornamen.de/2017/03/babynamen-der-woche-122017/

      Gibt’s nun deiner Meinung nach traditionelle Namen oder nicht? Wohl schon…
      Tradition ist „gemacht“, das ist sicher richtig. Kommt halt drauf an, seit wann.

    • Jan sagt:

      Gibt’s nun deiner Meinung nach traditionelle Namen oder nicht?

      Tja, gute Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe. :-/ Das mit der „Invention of tradition“ ist ein todernstes Thema. Damit wird heute noch Politik gemacht, und dafür wird heute noch Blut vergossen.

      Dennoch werden eben Namen wie Wilhelm oder Maria Theresia als „traditioneller“ wahrgenommen als Lennox, Willcox, Floyd, Sindy oder Mendy. Auch damit hat man zu rechnen.

    • Jan sagt:

      Also: Als ich Floyd, Lennox und Maddox zum erstenmal gelesen habe, es dürfte so vor sechs oder sieben Jahren gewesen sein, habe ich das für einen böswilligen Anti-Ossi-Kalauer von Ellen Kositza gehalten. Aber nein, es gibt diese Namen wirklich. Echte Kinder heißen so! 😀

      Und auch das wird eine Tradition anstiften, wie es der legendenumwobene Kevin vermutlich schon hat.

    • Mareike sagt:

      Es gibt tradionelle Namen. Das kann sich auf ein Land, eine Region und auch auf eine Familie beziehen.
      Ich habe von meinem Heimatort ein Buch (etwa 1940 erschienen), in dem alle Familien, die damals dort lebten, aufgelistet wurden. Dadurch kann ich meine Vorfahren mütterlicherseits recht weit zurückverfolgen. Die Namen haben sich immer wiederholt. Manchmal wurde eine Generation übersprungen, aber dann tauchten sie wieder auf.
      Auf das ganze Dorf bezogen, würde ich sagen, gab es für Männer und Frauen jeweils ein gutes Dutzend Namen, die sich immer wiederholten. Ich möchte nicht wissen, wie viele damals Maria, Anna, Elisabeth, Franziska, Konrad, Heinrich, Johannes, Franz … usw. hießen. Seltene Namen gab es nicht.

      Man kann die Zeit von vor hundert Jahren nicht mit Heute vergleichen. Wenn ich mir die Schulklassen meiner Kinder ansehe. Da sind Kinder mit Migrationshintergrund, auch ein paar Flüchtlingskinder. Die Namensvielfalt wird noch bunter. Migrantenfamilien vergeben nicht nur Namen aus ihrem Herkunftsland, sondern manchmal auch englische Namen.

    • Jan sagt:

      Ich habe von meinem Heimatort ein Buch (etwa 1940 erschienen), in dem alle Familien, die damals dort lebten, aufgelistet wurden.

      Also: Dieses Buch ist doch (mit 95%iger Wahrscheinlichkeit, ich kenne es natürlich nicht) gerade geschrieben worden, um Tradition zu schaffen oder (in eigener Wahrnehmung) zu erhalten. Das ist dann Traditionspflege, nicht aber Tradition. Außerdem ist 1940 gerade einmal knapp 80 Jahre her.

      Sicher, man kann es mit dem Dekonstruieren von Traditionen gewiß auch übertreiben. Und das ist ein Fehler, und zwar nicht nur deshalb, weil Übertreibung immer ein Fehler ist – sondern auch, weil die Anlehnung an Traditionen ein Grundbedürfnis des Menschen ist, das es zu achten gilt. (So, und jetzt muß ich doch explizit politisch werden: Wir Linken dürfen Begriffe wie Heimat und Tradition nicht den reaktionären Kräften überlassen. Deshalb wurden in der NVA deutsche Uniformen getragen und keine amerikanischen wie in der BW.)

      So, Klammer zu und einen Gang zurückgeschaltet. Gerade auf dem Gebiet Alltagskultur (Vornamen, Klamotten, Kulinarisches…) ist man immer wieder in Gefahr, Dinge für älter zu halten, als sie eigentlich sind. „Typisch deutsch: Kartoffel. Typisch italienisch: Tomate.“ Beides kommt aus Amerika, kann also vor 1500 keine Rolle gespielt haben – und hat es de facto erst seit dem 19. Jahrhundert. Seit gerade einmal hundertfünfzig Jahren also.

      Jan. Als ich geboren wurde (1967), galt das als „norddeutsche Form von Johannes“ – obwohl hier vor hundert Jahren kein Mensch so geheißen hat. Kein Mensch hat um 1750 Siegfried geheißen.

    • Maria Th. sagt:

      Also ab wann gilt dann für dich etwas als Tradition/traditionell? Ab 100 Jahren? Ab 500 Jahren? Seit der Antike? Seit der Steinzeit?
      Ich sehe eine Tradition ab 100 – 150 Jahren auf jeden Fall als gegeben.

    • Jan sagt:

      Na, 1820 wurden die MGH geründet – in Deutschland ein ganz wichtiger Spiegelungspunkt und Eckstein des Historismus/Historizismus. Das ist eben nicht in der Steinzeit, sondern auch einmal gerade zweihundert Jahre her.

      Und das war doch mein Punkt: Geschichte wird gemacht.

    • Maria Th. sagt:

      Geschichte bzw. Tradition wird gemacht – darin habe ich dir nicht widersprochen.
      Du siehst demnach etwas als traditionell an, was ca. 200 Jahre alt ist, richtig?
      Da wäre ich ja mit 100-150 Jahren auch nicht so weit entfernt, die Grenzen sind da sicher fließend. Aber somit kann ab etwa 150 Jahren (+-) doch von Tradition – also Überlieferung – gesprochen werden.

    • Mareike sagt:

      Das von mir genannte Buch begann um 1800 mit der Auflistung der Namen, umfasst also einen Zeitraum von 140 Jahren. Das Buch enthält aber nicht nur die Namen, sondern auch andere Informationen über dem Ort.
      Aus heutiger Sicht finde ich es sehr interessant, weil ich nachsehen kann, wie die Menschen vor 200 Jahren hießen. Das ist ein langer Zeitraum. Noch ältere Aufzeichnungen findet man höchstens in alten Taufregistern, an die man nicht so ohne weiteres dran kommt.

      Jan ist bei uns auch schon länger beliebt. Ich schätze ab den 1960er Jahren. Wenn der Opa Johannes hieß, dann wurden die Enkel Jan oder auch Jens genannt.

    • Maria Th. sagt:

      ab 1800, das ist für mich auf jeden Fall traditionell!

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