Schon von Mein gehört?

Klar doch – schließlich hat die Hamburger Kreuzfahrtreederei TUI Cruises ihre Schiffe so genannt: Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2. Der Vorname Mein stammt aus dem Friesischen und ist eine Kurzform von Namen wie z. B. Meinhard.

Diese Durchnummerierung der Schiffe gefällt mir nicht so, es gibt doch so viele schöne Vornamen. Wie wäre es denn anstelle von Mein Schiff 2 mit dem Namen Hein Schiff gewesen? Mal ehrlich: Den Namen Mein Schiff für ein Kreuzfahrtschiff finde ich ziemlich blöd, aber die Reise war trotzdem schön!

Seinen Vornamen richtig schreiben – total egal?

Zehn Hilfen zur Vornamenwahl aus dem Jahre 1901 hat die Namenforscherin Claudia Rothe ausfindig gemacht: Tipps zur Vornamenwahl anno dazumal. Zu ihren aktuellen Hinweisen zählt auch

Wird das Kind und seine Umgebung den Namen leicht und richtig aussprechen und schreiben können?

Ein sehr wichtiger Aspekt, wie ich meine, der erschreckend vielen werdenden Eltern total egal ist.

Ähnliche Gedanken hat sich auch die Journalistin Susanne Peyronnet in ihrem Beitrag Die Last mit den Namen gemacht:

Es gibt kaum einen Vornamen, der sich eindeutig schreibt. Wer keine Fehler machen möchte, frage lieber nach. Ich weiß nicht, wie viele Eltern sich bei der Namenswahl darüber Gedanken machen, wie oft ihr Kind später einmal über die richtige Schreibweise Auskunft geben muss.

Aussprache schlägt Schreibweise?

Schon von Atom gehört?

Klar doch, schließlich wurde der kanadische Regisseur Atom Egoyan für den Film „Das süße Jenseits“ (The Sweet Hereafter) sogar für den Oskar nominert.

Geboren wurde Atom Egoyan 1960 in Kairo. 1954 war das erste Atomkraftwerk in Betrieb gegangen und Kernenergie galt als zukunftsweisend. Mittlerweile stehen ja andere Energiequellen höher im Kurs – mal sehen, wann der erste „Wind“ oder „Solar“ in unserer Vornamenstatistik auftaucht!