Schon von Heimito gehört?

Klar doch, Heimito von Doderer war doch ein österreichischer Schriftsteller! Er lebte von 1896 bis 1966 und zu seinen bekanntesten Werken zählen die Romane Die Strudlhofstiege“ und „Die Dämonen“. Der Spiegel hatte in ihm 1957 den „Thronfolger für die verwaisten Kronsessel der deutschen Literatur“ gefunden.

Franz Carl Heimito Ritter von Doderer, wie er mit vollem Namen hieß, war Teil einer reichen Unternehmerfamilie. Sein Vater, der Wiener Architekt und Ingenieur Wilhelm Carl von Doderer, hatte unter anderem den Bau des Nord-Ostsee-Kanals vorangetrieben. Seine Mutter, Louise Wilhelmine von Hügel stammte aus München.

Aber wie ist der Schriftsteller zu seinem ungewöhnlichen Vornamen gekommen? Seine Eltern waren auf einer Reise, entweder in Spanien oder an der Riviera, die Quellen widersprechen sich hier. Auf dieser Reise haben sie den Vornamen Jaime gehört und auch dessen Koseform Jaimito. Und aus Jaimito dann Heimito abgewandelt, das passte so wohl besser nach Wien.

Heimito hatte übrigens fünf ältere Geschwister namens Ilse, Almuth, Wilhelm, Helga und Astri.

Die beliebtesten biblischen Namen

Immer mehr Neugeborene würden einen biblischen Namen bekommen, haben zahlreiche Standesbeamte und Journalisten in letzter Zeit behauptet. Welche Namen das genau sind und vor allem welche Zeiträume sie da verglichen haben, wurde leider nicht erklärt. Um etwas für Aufklärung zu sorgen, stelle ich hier die häufigsten biblischen Vornamen der Geburtsjahrgänge 1911, 1961 und 2011 gegenüber:

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Warum Emilie-Extra Emilie-Extra heißt

Ein kleines Mädchen namens Emilie-Extra machte 2003 Schlagzeilen, als das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht ihr erlaubte, so zu heißen. Die Frankfurter Allgemeine hat kürzlich bei ihren Eltern nachgefragt, wie sie eigentlich auf diesen Namen gekommen sind.

Emilie-Extras Vater, er heißt Sönke, hat im Ausland leidvoll erfahren, dass dort kaum jemand seinen Namen aussprechen konnte. Dieses wollte er seiner Tochter ersparen, so dass nur ein international klingender Name in Frage kam. Außerdem sollte der Name den Eltern etwas bedeuten. So entschieden sich die Autofans und Piloten für Emilie (so wird die Kühlerfigur der Automarke Rolls-Royce genannt) und Extra (so heißt ein Kunstflugflugzeug).

Neue Methoden zur Namensfindung: „Nameling“ ist da

Viele Leser wissen, wie schwierig die Suche nach dem perfekten Vornamen für das eigene Kind ist. Der Sprössling wird sein ganzes Leben damit auskommen müssen, weswegen zurecht Zeit und Mühe investiert werden, um einen passenden Namen zu finden. Passend – und unpassend – kann dabei viel bedeuten: In Zeiten, wo ein Uwe Kinder namens Wilson Gonzales und Jimi Blue hat, merkt man, wie die Globalisierung ihre Spuren in der Namensgebung hinterlässt. Die Erschütterung über solche Stilbrüche, die sich vielerorts beobachten lässt, führt zu der Frage, wie man denn eigentlich Namen finden kann, die kulturell und vom Milieu her zueinander passen.

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Wie häufig die Schreibweisen Eric und Erik vorkommen

„K“ oder „C“ – das ist oft die Frage, wenn es um die Schreibweise eines Namens geht. Bei Eric oder Erik sollte man sich im Zweifel für die Variante mit K entscheiden, denn es werden heutzutage wesentlich mehr Jungen Erik als Eric genannt:

Vergleich Eric und Erik
Wie häufig die Schreibweisen Eric und Erik vorkommen

2006 kam die Schreibweise Eric noch auf 43%, 2011 waren es nur noch 30%, die mit dieser Variante beurkundet wurden. Einige ganz wenige Jungen gibt es außerdem noch, die sich Erick schreiben. Für die Geburtsjahrgänge vor 2006 habe ich leider kein ausreichenden Daten für diese Auswertung.

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