Die Uni, Namen und ich

Dies ist mein zwanzigster Artikel, mein Porzellanblogeintrag sozusagen, perfekt um das Jahr zu beenden. Apropos beenden, ich habe meinen Uniabschluss. Juhu! Nach sieben Jahren bin ich endlich fertig. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mich das freut. Bevor ich mein Staatsexamen ablegen konnte, musste ich aber noch einige Prüfungen machen. Da mein namensverliebtes Gehirn ja nie Pause macht, bin ich an ein paar Namen hängen geblieben. Ich beginne am Anfang des Jahres, da habe ich meine Mediävistik- Prüfung abgelegt. Dafür musste ich sieben Werke des Mittelalters lesen, wozu mir dann Fragen gestellt wurden. Eines der Werke war Kudrun. Die Geschichte um drei Generationen einer Herrscherfamilie wird häufig als Gegenentwurf zum Nibelungenlied gesehen, Kudrun ist dabei die freundliche Variante von Kriemhild. Kudrun – anfangs war es sehr ungewohnt den Namen zu lesen, einfach weil Gudrun viel geläufiger ist, aber ich bin so sehr in der Vornamensblase drin (Spoileralarm, darum geht es im nächsten Artikel), dass ich mir dachte, ja, warum nicht. Wenn man seine Kinder Tyll, Emylia und Mya nennen kann, warum nicht auch Kudrun? Vielleicht entwickelt sich das ja zu einem neuen Trend? Vergisst das Y, jetzt kommt das K: Kwen und Kray, auf die Namen müsst ihr dieses Jahr achten 😉. Aber Scherz beiseite, der Name ist auch vokaltechnisch gesehen sehr interessant, es taucht nämlich nur das U auf. Abgesehen von Lulu kenne ich keinen anderen Mädchenamen, der nur diesen Vokal besitz. Der Name stammt übrigens vom althochdeutsch gudr „Kampf“ und runa „Geheimnis“. Gerade Runa lese ich immer öfter.

Leider nicht die gewünschte Note

Neben Kudrun gab es noch andere Werke, die ich mir ausgesucht hatte. Namenstechnisch interessant ist das Versepos Erec und Enite von Hartmann von Aue, das mir während der Internetrecherche einen sehr peinlichen Vervollständigungsvorschlag beschert hat. Bei Erec handelt es sich vermutlich um eine Form von Eric. Das Werk ist eine Adaptation der altfranzösischen Geschichte Erec et Enide von Chrétien de Troyes, dort wird Enite mit d geschrieben. Der Name ist daher vermutlich eine Form von Enid, dieser stammt von dem walisischen enaid mit der Bedeutung „Seele“.

Ach Enite, dank ihr habe ich leider nicht die Note bekommen, die ich mir gewünscht habe (ja, es lag definitiv an ihr und nicht an der Tatsache, dass ich irgendwie überlesen habe, dass sie nachts neben ihrem Mann Selbstgespräche führte und so leider den Text missinterpretiert habe, blöde Enite). Der Name an sich hat aber Potenzial, er beginnt wie so viele beliebte Mädchenamen auf E (Ella, Emma, Emilia, Enna …), klingt feminin, aber durch das T nicht zu weich, sodass er nicht nur was für die Lalelu-Fraktion ist.

Da ich Gedichte liebe, habe ich mir für das Spätmittelalter die Lieder von Oswald von Wolkenstein ausgesucht, dessen Namen durch das Wiederaufgreifen von o, w und l wunderbar harmonisch klingt. Selbst würde ich Oswald nie vergeben, obwohl der Name eine ganz hübsche Bedeutung hat. Er ist die altsächsische Nebenform zu Aswald, was sich aus den Worten ans „Gott“ und waltan „walten, herrschen“ zusammensetzt. Oswalds Gedichte sind unglaublich fasziniert, er berichtet über Liebe, Leid, die Natur und Reisen und Oswald reiste durch die ganze damals bekannte Welt. Berührt haben mich auch die Gedichte an seine Frau, die einen wirklich märchenhaften Namen hat: Margareta von Schwangau. Aber Oswald nennt sie häufig nur Gret, bei Versen wie: „Mit eren, auserweltes M/liebst du mir in meins herzen grund“ habe ich schon ein wenig geseufzt und bei anderen darüber gestaunt, wie offen er über Sexualität spricht, so gibt es ein Sehnsuchtslied, in dem er erklärt, wie sehr er sie und ihren Körper vermisst, während er einsam im Bett liegt.

Rate, an welcher Uni ich studiert habe

Aber nicht nur die Vornamen der literarischen Werke sind spannend, sondern auch der meiner Dozentin: Nine. Klingt für mich auch irgendwie schön mittelalterlich. An diese Stelle könnt ihr gerne raten, an welcher Uni ich studiert habe, über die Zufallsartikel bin ich auf einen Blogeintrag gestoßen, in der eben diese Dozentin erwähnt wird.

Nachdem ich diese Prüfung dann bestanden hatte, ging es dann mit meiner wissenschaftlichen Arbeit weiter: „Das Märchen der Märchen? Produktive Rezeption von Amor und Psyche in deutschen Märchen.“ Amor und Psyche könnte man als erstes Märchen der Geschichte bezeichnen, es geht um Prinzessin Psyche, die durch ihre Schönheit den Zorn der Göttin Venus auf sich zieht. Diese befiehlt ihrem Sohn Amor, dass er Psyche dazu bringen soll, sich in den furchtbarsten Mann der Welt zu verlieben, doch stattdessen heiratet er sie. Sie verlieben sich ineinander, ohne dass Psyche sein Aussehen kennt und leben vergnügt in ihrem Palast. Als ihre neidischen Schwestern davon erfahren, nimmt das Unheil seinen Lauf. Die Geschichte wurde im 2. Jahrhundert nach Christus von Apuleius verfasst, der ist zwar der literarische Repräsentant des Jahrhunderts, aber leider wissen wir nicht wie er mit Vornamen heißt. Sein Märchen ist ganz anders als die von Jacob und Wilhelm Grimm, die die Gattung, so wie wir sie heute kennen, erschaffen haben (Jacob habe ich übrigens in der Arbeit anfangs konsequent mit k geschrieben, ist einfach die häufigere Variante). Apuleius‘ Märchen ist länger, brutaler, aber auch erotischer und lustige als die der Grimms. Am Ende bekommen Amor und Psyche (griechisch für „Seele“) aber auch ihr Happy End. Psyche wird vergöttlicht, die beiden werden von Zeus getraut und sie bekommen eine Tochter namens „Voluptas“, was man hier am besten mit „Wonne“ übersetzen kann. Das Märchen wird über die Jahrtausende gelesen, rezipiert und neu erzählt. So weist der aus dem 12. Jahrhundert stammende französische Versroman Partonopeus de Blois große Parallelen zu der Geschichte auf. Der Name des Protagonisten wird aber wohl keinen neuen Trend in Gang setzen und das nicht nur, weil er mich beim Tippen regelmäßig in den Wahnsinn getrieben hat. Aber der Name seiner Feenprinzessin ist wirklich hübsch und vergebbar: Melior.

Nicht jugendfrei

Dann gebe es da noch Parmentella, die Protagonistin aus Giambattista Basiles Märchen „Die goldene Wurzel“ (die Geschichte ist auch nicht jugendfrei). Der Name erinnert mich zwar an Parmesan und Parmaschinken, aber durch die „ella“-Endung reiht er sich ziemlich gut neben Mariella, Isabella und Gabriella ein. Beim Lesen der Sekundärliteratur haben mir die Werke zweier Herren besonders geholfen. Heinz Rölleke ist einer der führenden Experten für die Brüder Grimm. Der Name wurde zwischen 1919 und 1922 besonders häufig vergeben, erreichte aber niemals Platz eins. Da Heinz zwischen 2006 bis 2018 lediglich 110 Mal als erster Vorname vergeben wurde, glaube ich auch nicht, dass diese Kurzform von Heinrich sich in nächster Zeit größerer Beliebtheit erfreuen wird. Die Endung ist vielen zu hart und Diphthonge im Namen haben auch so ihre Tücken. Der andere Herr heißt Detlev Fehling, den ich immer Detlef schreiben wollte, weil das besser mit dem Nachnamen harmoniert hätte. Der Name stammt aus dem Niederdeutsch und bedeutet „Sohn des Volkes“ oder „Erbe“, eine ganz hübsche Bedeutung, aber wie Heinz ist der Klang doch sehr ältlich.

Mehr Chancen sehe ich für den Frauennamen Katalin, die ungarische Form von Katharina (griechisch „die Reine“). Mir ist der Name in einem Aufsatz über Märchen begegnet, der eine Katalin gewidmet war. Der Name taucht häufiger in den Babynamen der Woche auf. Da gebe es Leah Katalin, Milla Katalin Helene, Katalin Lucia und die wohl bunteste Kombi Laurence-Magdalene Katalin. Ich finde den Namen sehr hübsch, hell, freundlich und feminin.

Ich war daher sehr überrascht, als ich in den Babynamen der Woche 45/2021 erfuhr, dass der Name gar nicht so eindeutig weiblich ist wie gedacht. Es gibt da nämlich auch den rumänischen Namen Cătălin, der wohl eine männliche Variante von Katharina ist. Wer auf der Suche nach einem eindeutigeren weiblichen Vornamen ist, wie wäre es mit Katalina?

Prüfungsthemen

Nach der wissenschaftlichen Arbeit (die ich mit 1,7 bestanden hatte, es kam ja keine Enite vor 😉) ging es schon ans Lernen für mein 1. Staatsexamen. Eines meiner Prüfungsthemen in Latein drehte sich um die Plinius-Briefe. Auch wenn es sich um Kunstbriefe handelt, geben sie einen guten Einblick in die römische Alltagswelt. Plinius Vorname ist Gaius, den ich als eingedeutschte Variante Caius hier ab und zu mal lese. Erstaunt war ich über einen Frauennamen aus dem ersten Vesuvbrief: Rectina, wobei ich am Anfang Recentia gelesen habe, vermutlich weil mir die Tina-Endung zu vertraut klang. Auch wenn es viele spannende römische Namen gibt, die ich auch heute für gut vergebbar halte, gehört Rectina nicht dazu, da ist die Nähe zum Rectum doch zu groß.

Ich schließe meinen Namensrückblick mit den Namen der Märchenfiguren, die in meiner Deutschprüfung vorkam: Jorinde und Joringel und Hänsel und Gretel. Erste fügen sich perfekt neben Johann, Jonas, Jonah, Johanna, Josepha und Josephine ein. Hänsel und Gretel hingen wirken doch sehr ältlich, obwohl ich vor vielen Jahren einmal die Geburtstagsanzeige von Zwillingen gelesen habe, die siebzig wurden und genau diese Namen trugen. Wer ein Fan des Knuspermärchens ist (die Hexe steht aus entwicklungspyschologischer Sicht übrigens für das ultimative Böse in der Welt und nicht einfach nur für die Gefahren, wie ich dachte) – wie wäre es dann mit Hannes und Margareta?


24 Gedanken zu „Die Uni, Namen und ich“

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Abschluss!

    Der Name Melior gefällt mir besonders. Alletdings wird da wohl leicht eine Melli draus. Bei Kudrun ist mir eine Geschichte von Isabel Abedi eingefallen, die ich meiner Tochter mal vorgelesen habe, „Torro sieht rot“. Der kleine Stier Torro wird darin von seiner Schwester Kuhdrun geärgert 🙂

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    • Danke!

      Ja, die Befürchtung, dass aus Melior Melli wird, habe ich auch, auch wenn ich Melli hübsch finde.

      Kuhdrun finde ich toll.

  2. Herzlichen Glückwunsch, Vivi!
    Ich hab 2021 auch mein Studium abgeschlossen, allerdings mehr was in Richtung „Umwelt und Programmieren“, da bekommt man nicht viel Vornamensinspiration aus Literatur. Dafür sind zumindest die Kursteilnehmerlisten wahre Namensfundgruben:
    Thierry, Oisín, Inken, Sultana, Caitriona, Ezekiel, Saray, Immo, I, Fisola, Josija, Kathina, Ozan, Eyal, Tatsuro, Jelle, Bich, Marc Aurel, Chinedu, Halvar, Eugenio, Anthrax, Huckleberry C. Finn, ….

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    • Anthrax als vergebener Name? Oder hast Du das eingeschmuggelt, um uns zu testen?

      Und fehlt in Bich nicht vielleicht ein R?

    • Ne, der entsprechende Student scheint tatsächlich ganz offiziell unter diesem Namen immatrikuliert zu sein, allerdings handelt es sich nur um den Drittnamen. Sein Zweitname ist „Caradoc“. Erstname und Nachname sind englischsprachig und ziemlich gewöhnlich/ weit verbreitet. Vlt waren die Eltern ja Fans der Band „Anthrax“?

      Bich ist Vietnamesin, sie lässt sich aber bei einem englischen Spitznamen rufen, der nicht so sehr an Bitch/Schlampe erinnert…

    • Caradoc ist ein wunderbarer walisischer Name. Ich muss sofort an die Hobbits von Tolkien denken und zu einem Brandybock oder Tuk würde dieser Name gut passen, aber Tolkien hat ihn selbst nicht verwendet. Dafür gibt es einen Caradoc Dearborn bei Harry Potter …

  3. Dann auch herzlichen Glückwunsch.

    Ich staune gerade über die Namen. Die Hälfte davon hätte ich niemals als solchen eingeordnet und dann so gehäuft? Ist das ein Scherz oder zieht der Studiengang Menschen mit ungewöhnlichen Namen an?

    Sultana- da war Sultan als türkischer Mädchenname zu uneindeutig.

    Thierry, Caitriona (ich dachte immer, man spricht das o mit, aber dem ist wohl nicht so), Immo, Inken, Ezekiel, Josija, Jelle, Halvar kenne ich als Namen, sie mal so nebeneinander zu sehen, hätte ich nie gedacht.

    Marc Aurel- ja, das fanden die Eltern lustig. Aber da gibt es ja einige. Dann der letzte Namen…

    Anthrax, wie der Milzbrand?!

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  4. Naja, das meiste wird auf Englisch gemacht, daher kommen die Leute aus allen möglichen Ländern, auch außerhalb Europas. Die ganzen indischen Namen hab ich hier noch gar nicht aufgelistet 😉 Da bin ich oft auch ziemlich ratlos, ob das jetzt Vor-/Nachname bzw. Frauen-/Männername ist…

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    • Ja, die Uni, an der ich studiert habe, hatte eine Partneruni in China, da hatte ich auch Schwierigkeiten mit Vor/Nachname männlich/ weiblich

  5. Hallo Vivi,

    alles Gute zum Abschluss!

    Katalina würde ich nicht als Vornamen vergeben, das klingt mir zu sehr nach Catilina (ein Mann, gegen den Cicrero flammende Anklagereden hielt).

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    • Danke 🙂

      Ach auf Catilina bin ich gar nicht gekommen, obwohl eine meiner letzten Hausarbeiten sich um „die catilianische Verschwörung“ drehte (um Sempronia, die Sallust als Beispiel für die verderbten Frauen anführte).

      Obwohl ich Lateinlehrerin werde, denke ich nicht, dass so vielen Leuten, der Mann ein Begriff sein wird, dass es ein Problem sein könnte, seine Tochter Katalina zu nennen, wenn man das möchte 🙂

      Meine Nachhilfeschüler halten Catilina anfangs immer für eine Frau.

      Catilina hieß mit vollem Namen übrigens Lucius Sergius Catilina

  6. Glückwünsch zum Examen, Vivi! Ist schon eine Ref-Stelle in Sicht? Unsere Reffis haben ja in letzter Zeit ganz schön unter Schulschließungen, Wechselunterricht etc. leiden müssen – hoffentlich wird das im neuen Jahr besser.

    Ich hatte in Latein damals Ovid in der Examensprüfung, Apollo und Daphne. Ohnehin eine meiner liebsten Metamorphosen 🙂
    Mit Catilina wirst Du Dich auch noch reichlich herumschlagen dürfen, der kommt in der Oberstufe ziemlich häufig dran, entweder bei Cicero oder eben bei Sallust. Letzteren habe ich mit dem Abijahrgang 2021 (Niedersachsen) durchgenommen, ist einigen sprachlich doch sehr schwergefallen. Dazu Plinius und Vergil. Plinius war der unangefochtene Schüler*innenliebling 😉

    An Mädchennamen mit nur u als Vokal fallen mir übrigens noch ein:
    – Ruth
    – Gugu (wurde im gerade vergangenen Jahr Zweitplatzierte bei The Voice of Germany)

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    • Danke!

      Ja, ich fange am 15.1 mein Ref in RLP an einem altsprachlichen Gymnasium an. Ich freue mich, bin aber auch aufgeregt.
      Zwei Freundinnen von mir haben auch in den letzten zwei Jahren ihr Ref gemacht und hatten die gleiche Probleme mit dem Wechselunterricht und Co, ich hoffe, dass es dieses Jahr besser wird.

      Sallust- ja, der ist schon was Besonders, vor allem diese„Früher war alles besser, deshalb schreibe ich jetzt auch altertümlich“-Art.
      Cicero habe ich nur in der Uni gelesen, nie an der Schule, ich bin gespannt.

      Ovid mag ich auch gerne. Eine meiner liebsten Metamorphosen ist die von Pygmalion.

      Auf Plinius freue ich mich auch (und auf Catull), ist einfach mal was ganz anders. Außerdem ist die Villa Borg im Saarland nah genug für einen Ausflug. Da können sie die Villenbriefe mal mit einer echten Villa vergleichen.
      Dort stand früher die größte römische Villa auf dem Gebiet des heutigen Deutschlandes. Sie wurde samt Garten rekonstruiert und kann besichtigt werden. Es gibt dort sich ein Restaurant, in dem römisch essen kann. Ich selbst war da noch nicht, möchte aber unbedingt mal hin, mir ist so viel vorgeschwärmt worden. Meine Schwester ist mein Versuchskarnichen, ich habe vor in den Osterferien mit ihr hin zu gehen. Wenn es ihr gefällt, möchte ich da auch mit meinen zukünftigen Schülern hin. Es gibt da auch Workshops, die man buchen kann.

      Ruth! Stimmt. Juls vielleicht noch, wäre aber ein Unisexnamen.

      Gugu habe ich noch nie gehört, klingt wie „Guckguck“

    • Kaninchen schreibt man ohne r. Meine Güte, dass kommt davon, wenn man den Autokorrekturvorschlag: „Versuchskarnickel“ nur halbherzig korrigiert.

    • Als weitere Frauennamen nur mit U als Vokal fällt mir noch Umut ein sowie Su und Nur (die zweitnamigsten Zweitnamen 😉 ).
      Wobei Umut und Nur wohl unisex sind.
      Wenn man das Y nicht als Vokal zählt, kämen auch noch Namen wie Ruby und Lucy hinzu.
      Und dann gäbe es noch Namen nur mit Ü, zB Ümmü oder Gülsüm.

  7. Herzlichen Glückwunsch zum Examen, Vivi!

    Du hast an der Uni Saarland in Saarbrücken studiert. Und deine Dozentin Nine ist Niederländerin, dann passt der Name auch.

    Katalina würde ich auch nicht vergeben, ist einfach zu nah an Katharina und könnte für einen Tippfehler und/oder Sprachfehler gehalten werden.
    Katalin hingegen finde ich ganz süß. Ich kenne eine 12jährige Kathalin … sie ist weit und breit die einzige, scheint aber mit ihrem Namen zurecht zu kommen.

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    • Vielen Dank!

      Und ja, da habe ich studiert 🙂 Dass meine Professorin Niederländerin ist, wusste ich gar nicht.

      Katalina und Katharina hören sich wirklich ähnlich an, wobei ich erste klanglich hübsch finde, letztere eher nicht.

      Kathlin mit h gibt es also auch, wobei mir das Schriftbild ohne besser gefällt. Klanglich finde ich den Namen ebenfalls sehr schön.

  8. Ganz herzlichen Glückwünsch, Vivi! Viel Erfolg und gutes Gelingen im Ref.
    Allerseits ein gutes neues Jahr 2022! Freu‘ mich schon auf viele spannende Namensgeschichten und Blogbeiträge.

    Über die Namensliste von Sebald staune ich genau wie Vivi.
    Einige, wie Thierry, Oisin, Inken, Catriona (ohne ‚ai‘) und Eugenio sind mir tatsächlich schon untergekommen, andere hinterlassen mich völlig ratlos – wie kommen Eltern z.B. ausgerechnet auf Marc Aurel, Halvar, Anthrax und Huck Finn?

    Als weiterer Frauenname nur mit ‚u‘ fällt mir noch Susu ein.
    Es gibt den skand. Vornamen Gun (mit ‚u‘ ausgesprochen), der aber vermutlich eine Abkürzung für Gunvor, Gunhild etc. ist; außerdem Burgl, Abkürzung für Walburga.
    Bubennamen nur mit ‚u‘: us. Burt, Curd/Kurt, Gus, Luc (unisex), nl. Ruud, Ulf und Yul (von einem an Weihnachten geborenen Yul + dt. Nachname habe ich kürzlich gelesen).

    Der alte, traditionelle Heiligenname Katharina ist hier in Bayern sehr verbreitet und ich finde ihn in dieser Schreibweise am schönsten. Bei der Schreibweise Katerina muss ich unweigerlich an einen Kater oder eine Kätzin denken. Es gibt in Bayern und Österreich zahlreiche Kapellen und Kirchen namens St. Kathrein bzw. St. Katharina. Auch der Haus- bzw. Hofname Kathreiner (‚Kathreiner Kaffee‘) geht darauf zurück.

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  9. Ganz herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Examen und alles Gute fürs Ref, Vivi! =)

    Enid gefällt mir; Ich musste sofort an die englische Schriftstellerin Enid (Mary) Blyton denken, die u.a. „Hanni und Nanni“ und „Die fünf Freude“ geschrieben hat.

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