Babynamen der Woche 24/2016

Nisa Ines * Nick Markus * Andrej * Nico * Kristin * Charley Stephanie * Georg * Sophia Alvara * Ludwig Kaspar * Vincent Bosse * Lorenz Seraph * Albert Mathias * Yveta * Thorin * Josefine Sophie * Lea Rosalie * Veit Augustin * Nele-Sophie Valentina * Matilda Elea * Louisa Silvia * Maya Annelies * Amor Amadeus * Franziska Philippina

Zwillinge

  • Maria & Jonas
  • Maxima & Elisabeth
  • Helena & Klara
  • Philip & Simon
  • Annika & Theresa
  • Fabian & Nico

Autor:

72 Kommentare zu "Babynamen der Woche 24/2016"

  1. Mark sagt:

    Habe die erste Unterrichtsstunde frei–da musste ich natürlich mal nach den Namen der Woche schauen.

    Hier ein Ranking:

    Top 7, weiblich:

    1. Maria
    2. Elisabeth
    3. Klara
    4. Helena
    5. Theresa
    6. Sophia Alvara
    7. Franziska Philippina

    Danach gibt es noch Namen, die ich ganz okay finde, aber es hört auf, mir wirklich zu gefallen.

    Top 9 männlich:

    1. Veit Augustin
    2. Ludwig Kaspar
    3. Albert Mathias
    4. Georg
    5. Philip
    6. Lorenz Seraph
    7. Fabian
    8. Jonas
    9. Simon

    Danach hören die mir wirklich sehr gefallenden Namen auf.

  2. Mark sagt:

    Amor Amadeus–
    zweimal das lateinische „amare.“ Dazu finde ich Amor–den antiken Liebesgott–irgendwie etwas extrem, als Name. Amadeus mag ich eigentlich.

  3. Maria Th. sagt:

    Nisa Ines * klingt irgendwie nicht
    Nick Markus * ist ganz ok, aber statt Nick hätte man die Langform Niklas oder Dominik nehmen sollen
    Nico * klingt so nach 80er, wie Marco
    Kristin * mit Ch und e am Ende fände ich es schöner, so ist es so bemüht anders
    Charley Stephanie * nein! Charley ist ein Bub! Kann man das Kind nicht Charlotte taufen und Charley nennen??
    Georg * solider klassischer Name, nie supermodern, aber auch nie ganz weg
    Sophia Alvara * Sophia kann man bald nicht mehr hören, obwohl mir der Name sehr gut gefällt. Alvara hat was, nicht schlecht, auch in der Kombi!
    Ludwig Kaspar * klassisch bodenständig, passt gut
    Vincent Bosse * Vincent ist ok, der Name Bosse ist ganz grundsätzlich nicht mein Fall, einerseits klingt es stark nach Bullerbü, andererseits zu fett nach BOSS (gabs neulich schon mal, den Namen, Woche 19)
    Lorenz Seraph * das ist bayerischer Bauern-Adel, Seraph ist ein alter, zwar seltener, aber gebräuchlicher bayerischer Name, gibt es auch als Franz Seraph (googelt mal, da gibts etliche)
    Albert Mathias * passt
    Yveta * Thorin * Yveta ist ein Mädchen (von Yvette?), Thorin ein Knabe, oder? Beides nicht so ganz meins
    Josefine Sophie * Fi Phie mit den zwei O, klingt fast zu ähnlich, irgendwas sperrt sich ein bißchen
    Lea Rosalie * trotz des R fast zu weich, im Spiel Konsonanten vs. Vokale 4:6 verloren (man merkt, die Fußball-EM beginnt heute 🙂 )
    Veit Augustin * gefällt mir gar nicht (hatten wir das nicht erst? – tatsächlich, in Woche 21/2016)
    Nele-Sophie Valentina * Nele – da denk ich immer an nölen, Sophie -s.o., Valentina ist hübsch
    Matilda Elea * ich beginne mich an Matilda zu gewöhnen, bin aber noch kein Fan
    Louisa Silvia * Silvia ist ja heutzutage wieder ein ausgefallener Name, in den 60ern gab es etliche, sogar mit dem heute wieder beliebtes y, also Sylvia, viele Vokale…hat evtl. Potential für ein Revival
    Maya Annelies * passt nicht zusammen, Annelies hört sich auch spießig an, Maya Anna Elisabeth??
    Amor Amadeus * na, wenn das kein Wunschkind war, weiß ich nicht mehr, neulich schon Amora Anke, was bahnt sich da für ein Trend an?? amo, amas, amat…
    Franziska Philippina* eigentlich schöne Namen, aber schon seeehr lang

    Zwillinge: alle ok, normal und gut vergebbar;
    auffallend nur die Maria als einzelner Vollname ohne Zweitnamen, das ist eher selten geworden.

    Maria & Jonas
    Maxima & Elisabeth
    Helena & Klara
    Philip & Simon
    Annika & Theresa
    Fabian & Nico

    • Maria Th. sagt:

      Oh, jetzt fällt es mir erst auf – wieder die alte Schrift etc., bin gern dabei! Sieht doch eleganter aus.
      (wobei die letzte Version mit Verdana in Ordnung war)

    • Maria Th. sagt:

      Verdana wäre doch auch ein hübscher Vorname, by the way. 😀

    • Jan sagt:

      Iveta kenne ich als tschechischen Mädchennamen…

      Thorin (Beiname „Eichenschild“) kommt eigentlich aus der Edda und ist durch die Popularisierung der Tolkienwelt popularisiert worden… Also, Tolkien hat sich den „Zwergenkatalog“ der Völuspa als Namensgeber für sein „Hobbit“-Buch geschnappt, durch diese Ami-Filmchen der letzten Jahre ist das dann popularisiert worden. Also, Thorin ist männlich.

      Philippina hatten wir neulich auch schon mal. Könnte es sein, daß das jetzt statt Philippa als weibliche Form von Philipp einreißt?

      Ansonsten wie üblich Zustimmung zu den meisten Deiner Einschätzungen! (Übrigens auch zur Typographie.)

    • Jan sagt:

      Verdana wäre doch auch ein hübscher Vorname, by the way.

      Verdana und ihre Schwester Tahoma?

      Die deutschsprachigen Länder haben eine so große typographische Tradition, daß man nicht die Amis bemühen muß. 😉

      Futura? Adrian (nach A. Frutiger)? Otl (nach Deinem Fast-Stammesbruder Otl Aicher)? Jan (nach Jan Tschichold)?

      😉

    • Maria Th. sagt:

      Super-Zwillings-Kombi! Verdana und Tahoma, das würden die wenigsten Leute merken, dass das Schriftarten sind, da wett ich.

      Die deutschen Zwillinge Antiqua und Futura würden allerdings auch super zusammenpassen. 😀

      So, genug geblödelt. Bis später!

    • Knud sagt:

      auffallend nur die Maria als einzelner Vollname ohne Zweitnamen, das ist eher selten geworden

      Den Eindruck habe ich nicht, ich sehe häufig Maria ohne Zweitnamen.

    • Jan sagt:

      Die deutschen Zwillinge Antiqua und Futura würden allerdings auch super zusammenpassen.

      Antiqua, Fractura und Groteskus.

      Und die beiden unehelichen Töchter von Papi heißen dann noch Gill und Egyptienne.

      😉

    • Mirjam sagt:

      Könnt ihr die Namen für Ungebildete erklären bitte? Klingt zumindest spannend!

      Verdana als Schrift kenn ich, Tahoma auch nur wegs dem Zusammenhang erkannt – tippe auch darauf, dass nur die allerallerwenigsten auf den Zusammenhang kommen würden! Lustig 😀

    • Mirjam sagt:

      Ich mein, Antiqua is verständlich
      Fraktura – Bruch?
      Groteskus – Grotesk?

      aber in welchem Zusammenhang stehen die miteinander? Und was haben Gill und Egyptienne da zu suchen? :O

    • Jan sagt:

      @ Miriam et al.

      Um Pardon und milde Nachsicht für die Blödelei. 🙂

      Grotesk-Schriften sind (grundsätzlich…) serifenlose Schriften, wie dann nun eben wieder die Verdana in diesem Blog.

      Frakturschriften sind „gebrochene“ Schriften, auch gerne mal „deutsche“ oder „gotische“ Schriften genannt.

      Egyptienne-Schriften sind Antiqua-Schriften mit besonders starken Serifen- Kommen eigentlich aus dem 19. Jahrhundert (so die typischen Western-Steckbrief-Schriften 😉 ), werden heute aber zu verschiedenen Zwecken auch noch verwendet.

      Gill war eine Anspielung auf die (wunderschöne) Schrift Gill Sans.

      Tahoma ist ebenfalls eine von den Windows-System-Schriften, die eigentlich auf jedem System vorhanden sind. Der Name kommt vom Tahoma Peak im US-Bundesstaat Washington, wo eben auch MS sitzt.

      Zu Details bitte Google/Wiki bemühen…

    • Rebecca Sophie sagt:

      Josefine Sophie * Fi Phie mit den zwei O, klingt fast zu ähnlich, irgendwas sperrt sich ein bißchen

      Geht mir genauso, wir hatten aufgrund der Ähnlichkeit sogar mal einen Zusammenhang herbeigedichtet. Hier hätte ich zumindest Sophia genommen, oder Josepha Sophie.

    • Mirjam sagt:

      Oh, Danke!
      Wenn man mehr weiß, hat man mehr zu lachen 😉

  4. connywuuh sagt:

    Folgende (Einzel-Namen gefallen mir:

    Georg
    Ludwig
    Rosalie
    Amadeus: besonders schön
    Franziska Philipp(in)a: schön kombiniert
    Maria
    Jonas
    Elisabeth: schön klassisch
    Helena
    Philip(p): ein Dauerbrenner
    Simon: auch ein Dauerbrenner
    Theresa

  5. Rebecca Sophie sagt:

    Nisa Ines * Nisa klingt für mich ein bisschen nach niesen. Und in der Kombi mit Ines nach Leonoel-syndrom.
    Kristin * Hat was. Ich habe mal irgendwo gelesen Kristin(a) würde was mit Meer bedeuten und nicht mit Christian verwannt sein.
    Charley Stephanie * Ich wäre auch für Charlotte, vor allem wegen der gleich gesprochenen Endung, außerdem ist diese Schreibweis für mich männlich (wenn schon Charlie)
    Ludwig Kaspar * Der ist super, ich finde beide Namen haben ein Come-back verdient, aber immerhin, schon der 2. Kaspar in 2 Wochen.
    Lorenz Seraph Seraph klingt für mich so unvollständig, ich kenne nur Seraphin (mag ich aber auch nicht). Lorenz ist super.
    Yveta * Habe ich schon mal irgendwo gehört…
    Lea Rosalie * Zu Lea muss man nichts sagen, Rosalie ist so ein Name, dem ich absolut nichts abgewinnen kann, wenn schon Rose (dt. gesprochen).
    Veit Augustin * Veit klingt für mich so nach weit und nah.
    Nele-Sophie Valentina * Ich mag zwar Nele nicht, aber diese Kombi ist mir sympathisch. Und außnahmsweise ein Doppelname der evtl. auh zusammen genannt wird.
    Maya Annelies * Annelies hätte ich noch ein e gegönnt, Anneliese ist zwar auch nicht meins, aber schon viel hübscher. Maria Anna Elisabeth wäre hier eine richtig tolle Langformenkombi gewesen. Lauter klassische Namen.
    Amor Amadeus * hieße das nicht streng genommen, dass er Gottes Liebe liebt? Amor als Rufnamen finde ich auch kritisch. Amadeus mag ich in der weiblichen Form, oder griechisch.
    Franziska Philippina * Auch hier stören mich gewisse Inseln, aber als Zweitname ist das machbar.

    Maxima & Elisabeth * Maxima ist hübsch und wesentlich besser als Maxine. Elisabeth mag ich auch.

    Ich bilde mir immer ein, dass Zwillinge tendeziell weniger Namen haben. Stimmt das so Knud, oder ist das eben Einbildung?

    • Knud sagt:

      Ich bilde mir immer ein, dass Zwillinge tendeziell weniger Namen haben. Stimmt das so Knud, oder ist das eben Einbildung?

      Keine Ahnung, ich mache keine systematsche Zwillingsnamen-Analyse.

  6. Jan sagt:

    Andrej. Entweder es fehlt da ein z hinter dem r (polnisch) oder man sollte das й als i transkribieren (russisch)… So jedenfalls mein erster Eindruck. Andreas fände in ich jedem Fall besser.

    Sophia Alvara. Komme da überhaupt nicht von der Assoziation „Fernando Álvarez von Toledo“ los – der berühmte Herzog von Alba, Spaniens „Eiserner Herzog“, Schrecken der Ketzer, Eroberer von Portugal. Würde das daher auch sofort auf dem ersten A betonen. Gemeint war das aber wohl kaum.

  7. Anni sagt:

    Ich such die Yvetta und keiner weiß, wo sie ist.
    Es ist schlimm, dass sie mich so schnell vergisst…
    Ein Schlager von Jiri Korn aus den 60-ern 🙂

  8. Willa Muriel sagt:

    Nisa-Ines , da ist kein Kontrast zwischen den beiden Namen, Alvara gefällt mir nicht,ist aber nur der Zweinamen, Franzika ist schön Philipine auch, würde ich aber nicht kombinieren. Albert hört man wieder öfter, Nele-Sophie finde ich zu g künstlich, Lorenz ist ein schöner Name, Seraph nimmt ihm den Glanz, Valentina und Vincent finde ich gut, damit lässt sich leben.

  9. elbowin sagt:

    Einen richtigen Kommentar habe ich nur zu

    Nisa Ines * Wenn Nisa nicht islamisch-fundamentalistisch motiviert ist, kann es eine Form zu Agnes sein. Ines ist das auch, wodurch ein Doppel-Moppel entsteht.

    Kleinigkeiten …

    Nico * Junge oder Mädchen? Es gab die düster-schöne Sängerin Nico, die zusammen mit Velvet Underground auftrat …
    Charley Stephanie * Charley darf sich dauernd mit Problemen mit der richtigen Schreibweise ihres Namens auseinandersetzen
    Albert Mathias * Matthias bitte mit Doppel-t!

    • Ina sagt:

      Die Sängerin Nico hieß bürgerlich Christa Päffgen (1938 in Köln zu Welt gekommen), allerdings stelle ich mir die Frage nach dem Geschlecht auch, weil ich das mit Zweitnamen auch schon für Mädchen zugelassen gesehen habe (womöglich beriefen sich die Eltern irgendwie auf die Sängerin, wenn nicht, dann kam es vielleicht von Nicole abgeleitet, da soll es auch Namensträgerinnen geben, die sich „Nico“ rufen lassen.)

  10. Ina sagt:

    Nick und Amor tun mir irgendwie leid. Die Eltern werden sich was dabei gedacht haben, aber Amor ist schon hart, weil so konnotiert, das kann sich keiner ohne die Assoziation vorstellen. „Nick“ klingt für mich so abgebrochen“, da denke ich immer, der Junge oder Mann wird gefragt „Und wie heißt du richtig?“

    Kristin empfinde ich schon als ein bisschen retro. In den 80ern als Kind kannte ich einige, manche auch Christin geschrieben. Mir persönlich sagt die „K“-Schreibung aber mehr zu, da ich die „Chr“-Form immer mit dem Wort Christin assoziiere.

    Andrej ist vielleicht ein kleiner Russe oder Slawe bei der Schreibweise. Oder ein Kind aus einer Mischbeziehung, da finde ich einen schönen Kompromiss. Der Name „André“ wurde ja zeitweise sehr oft vergeben.

    Yveta – „eingedeutschte“ (hier gibt es den Namen Yvonne in einigen Generationen ja häufig) slawische oder polnische Iveta?

    Ludwig und Albert finde ich schön. Silvia auch, gern auch als Rufnamen. Kommt das jetzt wieder, dass so langsam die 50er/60er Modenamen wieder salonfähig werden? Ich schrieb letzte Woche schon in meiner Familie gibt es nun ein Wolfgang und die letzte Woche geborene Enkelin meiner Nachbarin wurde Jutta genannt. Heike kam mir auch schon ab und zu unter (kenne entfernt zwei im Kindergarten-Alter), Sabine habe ich letztens im Vorbeigehen an einem Gemeindehaus-Eingang gelesen. Das war doch alles um die gleiche Zeit modern.

    • Knud sagt:

      Kommt das jetzt wieder, dass so langsam die 50er/60er Modenamen wieder salonfähig werden?

      Nein, das kommt noch nicht wieder, das sind Ausnahmen.

    • Ina sagt:

      Hätte mich auch gewundert. Schon deshalb weil dann eine ganze Modenamen-Generation quasi komplett übersprungen worden wäre. Es gibt ja auch unbelastete Namen, die aus den 30er/40er Jahren als Modenamen bekannt sind und möglicherweise in ein paar Jahren wieder auftreten könnten. Da müssten doch jetzt erst wieder die Karins (es gibt mehr als nur die Nazi-Frau) und Renates und die Klaus‘ (gibt es auch viel mehr als die bekannten Nazis) und Uwes etc. kommen, bevor Jutta, Silvia oder Heike so eine Art neue „Pauline“ werden.

      Und als Ausnahme kann man ja vielleicht auch gut leben. Die Namen kennt man, sie sind vielleicht alt oder für einige altbacken, aber nicht so sehr.

    • Chrissie sagt:

      Wenn die 30/40er-Jahre Welle in der aktuellen Namensmode ankommt, frage ich mich, ob auch Namen wie Helmut, Werner, Joachim, Edeltraud, Ruth usw wieder Chancen haben? Fände ich persönlich ja sehr spannend, in ~20 Jahren diese Namen wieder im Kindergarten zu hören 🙂

    • Jan sagt:

      Da müssten doch jetzt erst wieder die Karins (es gibt mehr als nur die Nazi-Frau) und Renates und die Klaus‘ (gibt es auch viel mehr als die bekannten Nazis) und Uwes etc. kommen

      Hö, ich hätte angesichts einer Karin aber nie und nimmer zu Görings erster Frau durchgekoppelt…

      Und welche bekannten Nazis sollen denn Klaus oder Renate geheißen haben?!

      Ach ja, Klaus Barbie… Aber das ist keiner aus der ersten Reihe, und nicht einmal die Vornamen der Hauptkriegesvebrecher (nach dem Nürnberger Prozeß) empfinde ich als in irgendeiner Form verseucht: Julius, Wilhelm, Hermann, Ernst…

    • Jan sagt:

      Also, ich habe mir jetzt einfach mal schnell aus der Wiki die Vornamen der in Nürnberg 1946 angeklagten Hauptkriegsverbrecher rauskopiert. Plus die Vornamen der vier, die wie der Wiki-Artikel zu Recht feststellt, mit Sicherheit auch auf der Anklagebank gesessen (und am Galgen gehangen) hätten, wenn sie greifbar gewesen wären:

      Karl, Erich, Baldur, Fritz, Alfred, Franz, Arthur, Albert, Konstantin, Hans, Hermann, Rudolf, Joachim, Wilhelm, Ernst, Alfred, Hans, Wilhelm, Julius, Walther, Hjalmar.

      Adolf, Heinrich, Reinhard, Martin

      Das sind einfach fast alles häufige Vornamen ihrer Generation, und eindeutig nazistisch konnotiert ist davon bis heute nur einer, nämlich natürlich Adolf. Baldur ist ein bißchen problematisch, aber vor allem wegen seiner germantümelnden Herkunft (und vielleicht gerade weil von Schichrach einer seiner wenigen bekannten Träger war). Wir hatten das Baldur-Thema hier neulich mal.

      Alle anderen Namen sind heute teils altbacken, einige immer noch oder schon wieder modern – „nazifaschistisch belastet“, oder so, scheint mir keiner dieser Vornamen. Nicht im mindesten.

    • mgl sagt:

      wann ist ein Trend ein Trend?(Herbert finde ich zb auch einen befremdlichen Namen aber Grönemeyer ist ok, daher fiel mir gar nicht auf dass der auch Herbert heißt)
      wenn Trend bedeutet, die Mehrheit in einer Schulklasse bzw ein vergleichbarer Durchschnitt hat einen solchen Namen(zb die genannten älteren) dann glaube ich nicht dass es so wird. Gerade in Deutschland wird es nicht dazu kommen, dass fast alle richtige alte deutsche Namen tragen, es bleibt bei den wenigen die ein bisschen niedlich klingen.
      wenn mit Trend gemeint ist: diese Namensgebung wurde mehrmals beobachtet, ja gut dann ist es halt ein Trend.
      insgesamt wird es eher dahin gehen, dass alle Namen aus allen Ländern in allen Ländern vertreten sind. Das lese ich aus den Namen ab.

    • Ina sagt:

      Chrissie, Ruth finde ich persönlich super. Und Werner oder Helmut würde ich jetzt nicht vergeben, aber warum nicht? Eine Edeltraud wäre sicher ungewöhnlich, aber wenn man in süddeutschen Gefilden ein Traudel möchte, warum nicht? Hedwig soll ja auch vorkommen und dann als Hedi gerufen werden. Mal zehn-fünfzehn Jahre warten.

      Jan, das meinte ich ja mit „unbelastet“, kam vielleicht nicht so rüber: Die meisten Namen von damals werden nicht eindeutig mit einer Person verbunden und sind deshalb ganz normal vergebbar oder werden jetzt auch (wieder) vergeben. Ich hatte mal eine Kollegin, deren Hermann, der garantiert nichts mit dem NS-Zeit zu tun hat, dürfte jetzt um die zehn Jahre alt sein. War Nachbenennung nach einem Opa und fertig. Und wenn man sucht findet man zu jedem Namen sicher irgendwas, also sind alle Namen, die damals in Gebrauch waren potewentiell behaftet oder nicht. Karin bekam von mir die Anmerkung, weil ich zwei Karins dieser Generation kenne – war halt ein häufiger Name – und die sagen beide, die mögen den Namen wegen der Frau nicht und würden noch andere kennen, bei denen das so ist und wollten am liebsten gar nicht heißen. Mir persönlich wäre die Assoziation auch nie gekommen, wenn mir nicht diese in den 40ern geborenen Frauen davon erzählt hätten.

    • Jan sagt:

      Ina, meine Argumentation war auch keineswegs gegen Dich gerichtet, mich hat die Frage selbst mal interessiert… Und wir sind uns einig: Die meisten Namen sind schon deshalb unbelastet, weil sie damals einfach so häufig waren.

      (In meiner zweiten Liste – der der „In-Nürnberg-sicherlich-gehenkt-worden-Wärenden“ – fehlte natürlich noch Joseph Goebbels.)

      Also: Karin. Kann sein, daß das von den Frauen wirklich so empfunden wurde, weil Carin Göring eben eine der sehr wenigen Frauen von Nazigrößen war, die deutschlandweit halbwegs im Licht der Öffentlichkeit gestanden haben. Emmy Göring (ihre Nachfolgerin) und Magda Goebbels wären noch so Fälle, ansonsten eigentlich keine. Eva Brauns Existenz war ja vor 1945 nur Insidern bekannt.

      Und wenn ich Leni höre, muß ich schon bis heute sogleich an die olle Riefenstahl denken… Bei Hanna Reitsch ist es wiederum anders, insofern Hanna dann ab etwa den 70ern ein verbreiteter Name war und heute noch ist.

      Der BRD-Historiker Michael Wolffsohn hat vor ca. 15 Jahren übrigens mal den Namen Horst als Nazi-Vornamen einsortiert – wegen Horst Wessel und dem Kultus, den die Nazis um den und sein Lied getrieben haben. Auch auf den Gedanken wäre ich zuvor nie gekommen. (Vielleicht deshalb nicht, weil mein Vater so geheißen hat. 😉 )

    • Ina sagt:

      Jan, ich habe es auch nicht als gegen mich oder mein Gesagtes in irgendeiner Form gerichtet wahrgenommen, nur damit keine Missverständnisse aufkommen. Ich dachte, wie oben gesagt, ich kam in meinem Kommentar vielleicht falsch rüber.

      Beim Namen Leni kann ich deine Argumentation nachvollziehen. Bei mir selber setzt da ein ganz anderer Reflex ein, nämlich der „Wie heißt die Person wirklich?“ Ich habe das auch bei Anni, welches ein Name ist, den ich dieses Jahr schin sehr oft in Geburtsanzeigen gesehen habe und sogar bei Lilly (inklusive sämtlich alternativer Schreibweisen) oder Emmy/Emmi. Weil für mich diese Namen unvollständig oder wie Kose- bzw. Rufnamen rüberkommen.

      Eva und Joseph sind für mich persönlich zuerst das Ehepaar Beuys, aber ich kann da gut verstehen, dass viele Leute erstmal Braun und Goebbels assozieren, auch wenn ich es schade finde. Horst würde ich auch nicht nach rechts einsortieren, wahrscheinlich ebenfalls aus familiären Gründen. Die sind nun mal immer die ersten Leute die man mit Namen assoziert. „Unser“ Wolfgang wird ja auch nicht als ersten Herrn Petry oder Herrn Mozart oder Herrn Goethe, Borchert, Weyrauch… mit seinem Namen assoziieren sondern erstmal erwachsene Wolfgangs aus seinem Umfeld. Und genau würde das auch jedes andere Kind erst mal tun, auch ein Horst, Joseph, Hermann…

    • Jan sagt:

      Ina, alle Mißverständnisse sind ausgeräumt, auch die gar nicht stattgefunden habenden und nur mehr möglich gewesen seienden. 🙂

      Tja, heute werden soooo viele Kosenamen als Vollnamen vergeben, daß man die Frage „Wie heißt Anni wirklich?“ mit einiger Aussicht auf eine andere Antwort als „Anni!“ eigentlich nur noch bei älteren Semestern stellen kann…

      Vergleichbar ist vielleicht folgendes: Wenn ein Joseph oder auch ein Johannes eine ältere oder gar historische Person ist, kann man mit einiger Sicherheit sagen, daß sie aus einer katholischen Gegend kommt. Bei Beuys und Goebbels stimmt das ja auch ;-), ebenso bei Görres und Ratzinger ;-). Heute klappt diese Zuordnung oft/meist nicht mehr.

      Beides liegt eben daran, daß heute viel mehr möglich ist und auch gemacht wird. Ob man das gut findet oder nicht, ist eine andere Frage.

      Daß die Frau vom Beuys Eva hieß, war mir neu, danke für den Hinweis…

      Wir sind uns vielleicht einig: Durch den Nazifaschismus ist kein Name außer Adolf wirklich „verbrannt“. Seltene germanentümelnden Namen (Baldur, Thor, Wotan, Ragnhild, Sigrune, Krimhild…) sind allerdings auch aufgrund dieser Epoche zwielichtig bis toxisch und ein Fall für Debatten in den Kommentarspalten dieses Blogs. 😉

    • Jan sagt:

      @ mgl

      Ich vermute fast (anders als offenbar Knud, und ohne es meinerseits im mindesten beweisen zu können): Wenn das hier in der BRD so weitergeht und nicht doch noch der große Knall kommt, bei dem wer weiß was passiert, wird sich der Trend der Vornamens-Revivals beschleunigen. Also Vornamen werden wieder da sein, ehe die letzten Ommas und Oppas dieses Namens weggestorben sind. Die Spirale wird sich m.E. immer schneller drehen. Daß man jetzt wieder kleine Fritze und Ottos sieht, bestätigt mich darin. Und daher bin ich mir fast sicher, daß auch die etwas „jüngeren“ Namen Horst, Hermann oder gar Karl-Heinz sehr bald zumindest in bestimmten Milieus wieder in Mode kommen werden.

      Nochmals: eine Vermutung.

      (Grönemeyer habe ich schon immer abstoßend gefunden. Weil der halt singt, als ob er dazu ein Wurstbrot fressen würde. :mrgreen: )

    • mgl sagt:

      hallo Jan. K.
      ja jeder hat irgendwie seine eigene Vermutung.

      zum Thema Herbert nochmal.
      Herbert klingt für mich ungünstig. Hermann z.B. ganz in Ordnung, Robert, Bertram, Berthold, Norbert geht alles irgendwo. Herbert klingt aber wie Herbergswirt. oder wie Schnurrbart-Herbert. vielleicht klingt es auf der 2. Silbe betont nicht so nach Silbenwiederholung, wer weiß.
      Grönemeyer habe ich nur aus Spaß erwähnt, dabei fiel mir auf dass der Vorname auch Herbert lautet. Ich bin kein Anhänger von dem Mann, aber er wirkt ernstzunehmend. oder verwechsel ich den gerade?
      Kommentar Wurstbrot ist natürlich top. da lacht das Herz.

      du kennst dich aus. gehört Friedrich auch zu dem dir verhassten Constantin-Verein? oder ist das eine andere Gruppierung?
      Horst, glaube ich, wird nicht mehr modern, weil manche es so sprechen wie Sport.
      („Spocht.“ „Hochst.“)

      alles in allem wollte ich nur auch.

    • Jan sagt:

      @ mgl

      Nur ganz kurz und sicher unangemessen:

      Horst, glaube ich, wird nicht mehr modern, weil manche es so sprechen wie Sport.
      („Spocht.“ „Hochst.“)

      Das hochdeutsche Zäpfchen-r zu ’nem „rch“ zu verschleifen ist (oder war?) ganz typisch für den hannöverschen Lokaldialekt.

      „Horchst, die Garchtentür knarcht!“ 🙂

      Hatte ich aber aber, glaube ich, auch schon mal gesarcht…

    • mgl sagt:

      hallo Jan.

      2 Fragen noch:

      1. gehört Friedrich zu der dir verhassten Gruppe? s.o.
      2. Was bedeutet die Lücke vor der Klammer in deinem Wurstbrot-Kommentar?
      das was in Klammern steht ist im Quelltext garnicht dabei.
      3. was könnte der „große Knall“ sein, den du erwähnt hast?

    • Jan sagt:

      Ahoi mgl,

      1. gehört Friedrich zu der dir verhassten Gruppe? s.o.
      2. Was bedeutet die Lücke vor der Klammer in deinem Wurstbrot-Kommentar?
      das was in Klammern steht ist im Quelltext garnicht dabei.
      3. was könnte der „große Knall“ sein, den du erwähnt hast?

      zu 1.: Nein. Ich empfinde Konstantin als im Westchristentum unpassenden Namen – oder eben auch einfach als snobistisch und damit auf eine besonders unangenehme Art ahistorisch. Erz-abendländischer als Friedrich geht es m.E. hingegen kaum.

      zu 2.: Hab die Frage nicht verstanden…

      zu 3.: Möchte ich hier nix zu sagen.

      🙂

    • Knud sagt:

      anders als offenbar Knud

      Das möchte ich kurz bestätigen, ich rechne nicht mit einer baldigen Rückkehr der derzeitigen Großeltern-Vornamen.

  11. Adelina sagt:

    Mir ist zu allererst die Zwillingskombi Maxima und Elisabeth ins Auge gesprungen. Zwei Königinnen! Die Namen sind zu verschieden, als das sie zufällig so zustande gekommen sein könnten.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Die Kombi gefällt mir auch gut. klanglich um einen ganz anders, aber irgendwie auch ähnlich. Bei Maxima ist das a dominierend, bei Elisabeth das e. Trotzdem haben beide in der zweiten Silbe ein i und in der dritten ein a. Beide Namen haben unterschiedliche Konsonanten, trotzdem besteht durch das als ks gesprochene, recht dominante, x bei Maxima und das ebenfalls dominante s bei Elisabth eine Verbindung. Außerdem sind beide Namen, auch ohne Königinnen klassisch und irgendwie herschaftlich ohne hochtrabend zu sein.

    • Jan sagt:

      Tut mir leid, und ich kann mich (wie immer) irren, aber ich empfinde Maxima (bzw. Máxima) nicht als klassisch, sondern als Neu-Konstruktion… Übrigens, die Frau kommt aus Argentinien, lese ich gerade. Würde das x auf spanisch nicht als Zäpfchen-ch ausgesprochen werden, also „MAcchima“?

    • Rebecca Sophie sagt:

      Du kannst durchaus recht haben, aber gerade durch den männlichen Namen Maximilian und die lateinischen Wurzeln wirkt der Name dann eben, zumindest auf mich, doch klassisch.

  12. Mark sagt:

    Alvara–

    Weibliche Form des spanischen Namens Alvaro.

    Viele iberischen Namen sind ja germanischen Ursprungs, was mit der Völkerwanderung zusammenhängt. Auch Alvaro ist ein germano-iberischer Name, von Alawart (Ala = alle, Wart = Beschützer).

    • Maria Th. sagt:

      Es gibt ja die Schauspielerin Alwara Höfels (bekannt aus Keinohrhasen, Tatort, diversen TV-Filmen); bei ihr ist mir der Name – mit w geschrieben – zuerst aufgefallen und ich fand ihn eigentlich nicht so schön. Ich dachte spontan eher an das slawische Warwara als an eine spanisch-germanische Herkunft. Mit v geschrieben gefällt er mir viel besser, wo immer er auch herkommt.

    • Jan sagt:

      Ich habe vor vielen Jahren mal gelesen (ich weiß nicht mehr, wo), daß es um 1900 in der feineren Gesellschaft von Madrid Usus gewesen sei, im Theater in Gesellschaftsschwänken den trampeligen Dienstmädchen vom Lande altertümliche (eben letztlich westgotische!) Vornamen anzuhängen. Also so à la Tusnedisla, Ragnhildisa oder so, ich kriege keine genaues Beispiel mehr zu Stande…

    • Annemarie sagt:

      Die Verbindung von Alwara und Warwara hatte ich auch schon mal am Wickel 🙂 Allerdings finde ich den Namen sehr schön.

      http://blog.beliebte-vornamen.de/2014/08/tatort-gereinigt-name-gefunden/

    • Annemarie sagt:

      Ach ja: Damals (2014) war es keine Schande, wenn ein Beitrag in diesem Blog nur Kommentare in einstelliger Höhe hatte 😉

    • Jan sagt:

      St. Barbara ist übrigens die Schutzheilige der Bergleute. Kommt auch im Lied „Glück auf!“ vor… Womit wir dann schon wieder bei Grönemeyer (*kotz*) wären, der das ja mal (in der ersten Strophe, also ohne die Barbara) in seinen Konzerten singt. 😉

      An einen Konnex Alwara/Barbara vermag ich hingegen kaum zu glauben…

      Tjoar, die herrenlosen Laberköppe haben sich seit 2014 erheblich vermehrt, vermutlich, weil faz.net seitdem so viel schlechter geworden ist. 😀

    • Maria Th. sagt:

      keine Schande, wenn ein Beitrag in diesem Blog nur Kommentare in einstelliger Höhe hatte

      Stört es? Sollen wir weniger schreiben? 😉

    • Maria Th. sagt:

      An einen Konnex Alwara/Barbara vermag ich hingegen kaum zu glauben…

      nein, glaub ich eigentlich auch nicht, war nur die spontane Assoziation!

    • Mark sagt:

      @Annemarie:

      Du hast ja in dem Artikel die Bedeutung des Namens schön formuliert: die Allbewahrende.

      Übrigens finde ich, Sophia sollte dann doch eher spanisch als Sofia geschrieben werden, um zu Alvara zu passen.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Allerdings wird das v im Spanischen als b gesprochen, Sofia würde das implizieren. Bei Alvara kann man auch irgendwie annehmen, dass es beispielsweise slawisch ist, und Alwara sprechen. Wenn der Name Albara gesprochen werden soll stimme ich dir aber zu.

    • Wenke sagt:

      Ganz sicher? Ich habe einen spanischen Schwager und – so weit ich weiß – ist es genau umgekehrt: das b wird im Spanischen oftmals sehr weich gesprochen, (fast) wie ein w (für unsere deutschen Ohren).

      Wenke

    • Jan sagt:

      Ja, b, g und d werden im Spanischen oft (ich vermag nicht zu definieren, wann genau) sehr „weich“ ausgesprochen. Also b in Richtung des deutschen w, g ähnlich wie ein deutsches Zäpfchen-r mit nur einem „Anschlag“, d wie das englische dh. Für mich übrigens eines der schönsten Eigenheiten der an sich eisenharten kastilischen Sprache. 🙂 Also dieser Zusammenklang von ruppiger Härte und gelegentlich sehr weichen Konsonanten…

      Ein hinreißend schönes Wort: Madrugada – die Morgenröte. /madhruchAdha/ 🙂

    • Rebecca Sophie sagt:

      Der Name einer Freundin wurde einmal von ihrer Spanischlehrerin falsch geschrieben, mit v statt l. Das sprach sie ganz klar als b aus. Sie hatte zuvor drei Jahre in Barcelona gelebt und ein anderer Freund, dessen Vater Argentinier ist sprach es genauso aus. Aber vielleicht ist das auch regionalbedingt.
      http://de.forvo.com/search/Alvaro/es/ (Alvara gibt es nur auf Portugiesisch)
      Allerdings ist es auch bei forvo kein „richtiges“ b.

  13. Maria Th. sagt:

    Habt ihr das von dem Baby gehört, das lt. fußballverrücktem Vater nach dem ersten Torschützen der deutschen Mannschaft genannt werden soll – in der Hoffnung, Shkodran Mustafi werde schon nicht treffen? Pech, ausgerechnet der trifft!

    http://www.tagesspiegel.de/sport/reaktion-auf-tagesspiegel-anekdote-mustafi-will-baby-shkodran-ein-eis-spendieren/13732130.html

    • Rebecca Sophie sagt:

      🙂 🙂
      Der Arme kleine, hoffentlich gibt es wenigstens einen Zweit- (oder noch besser Erst-)namen. Ehrlich gesagt finde ich aber, dass Mustafi (oder Mustafa) in Deutschland besser als Vorname geeignet ist als Shkodran.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Allerdings funktioniert der Link nicht.

    • Jan sagt:

      Jäp, M.Th., der Link geht net… War mir schon gestern abend aufgefallen…

      Aus irgendwelchen Gründen habe ich die Albaner immer irgendwie gemocht – vermutlich, weil sie die notorischen Underdogs in Europa sind. Und der Mustafi kommt nun wirklich rüber wie ein deutschen Handwerksmeister aus dem 19. Jahrhundert. 😉

      Albanisch als Sprache soll saukompliziert sein. Die Nato-Truppen im Kosovo (also auch die deutschen) hatten strikte Anweisung, grundsätzlich nur auf englisch zu parlieren, also niemals zu versuchen, was auf albanisch zu sagen.

    • Knud sagt:

      Ich habe den gerade Link korrigiert, da fehlte ein l.

    • Maria Th. sagt:

      Vielen Dank, Knud. Bin grade erst wieder heimgekommen. Das l hatte ich wohl beim Kopieren versehentlich nicht mit erfasst .

    • Jan sagt:

      Hab das nun nachgelesen…

      Und der Mustafi kommt nun wirklich rüber wie ein deutschen Handwerksmeister aus dem 19. Jahrhundert.

      Und angesichts der Tatsache, daß er als millionenschwerer Fußballprofi dem kleinen Scheißer wirklich nur „ein Eis ausgeben“ will, bin ich mir sicher: Der Typ ist wirklich in Deutschland „angekommen“. Geiz und (auch akustische) Lautstärke sind wirklich die schändlichsten National-Charakteristka von uns Deutschen (neben zahlreichen guten und ruhmreichen). Jeder Ösi, der in ner Tourismus-Gegend arbeitet, weiß das. Und jeder (!) Slawe hätte sich hier was besseres einfallen lassen als „ein Eis“.

      🙁

    • Jan sagt:

      Fällt mir gerade ein, sorry mal wieder für’s Gelaber: Der nach allgemeinem Dafürhalten doch wohl wahrscheinlichste Namensgeber wäre ein Mario gewesen: also Götze oder Gomez. Und ich zumindest finde Mario als Name ein bißchen albern, nicht nur, aber auch, wegen „Super-Mario“…

      Oder Thomas (Müller)? Eigentlich zeitlos, aber doch auch ein typischer Generation-X-Name…

      Na, Mesut – schönen Dank… Dann doch lieber Udo, der hat auch regelmäßig öffentlich weiße Bademäntel getragen…

      Sami ist auch nicht ernstzunehmen.

      Und man denke: Ich finden den konsonantenreichen, etwas knorrzigen Namen Shkodran phonetisch hübsch. 🙂 Keine Ahnung freilich, was er bedeutet. (Wenn er denn was bedeutet.)

      Nur eben echt: „ein Eis“, und das für einen Säugling. *crap* Er soll ja nicht die lebenslange Patenschaft für das Blag übernehmen, aber zum Beispiel das Trikot, in dem er das Tor geschossen hat, hätt’s schon sein dürfen, auch wenn das der Omma in Albanien versprochen war.

    • mgl sagt:

      ich ärgere mich da eher über die Eltern. Kinder sind doch kein Spielzeug oder Fanartikel das man beliebig einsetzen kann. und also echt, wer bei einem Ballspiel Erfolg hat, ja Gott ist das so eine Heldentat, dass alle niederknien müssen? jeden Tag wird irgendwo Ball gespielt
      anders ist es wenn jemand durch einen Sportler (oder andere Person) auf einen Namen aufmerksam wird und dann denkt: ach, das klingt aber schön.
      und dann so sein Kind benennt, da ist der bekannte Mann nur ein Teil der Namensfindung.

    • Maria Th. sagt:

      Ich finde auch, dass man die Namenswahl für ein Kind, für das man ja verantwortlich ist, nicht so dem Zufallsprinzip überlassen darf. Ist doch egal, Shkodran, Sami, Mario, Thomas, Mesut, Toni, Jérôme, Manuel oder Benedikt, ist doch alles das gleiche, oder wie?
      Entweder war das ein Scherz, oder es war ernst gemeint, und das gäbe dann doch zu denken, welches Verantwortungsbewußtsein in dem Fall die lieben Eltern haben (unabhängig davon, ob einem nun der Name Shkodran gefällt oder nicht).
      Dass ein Eis für ein Neugeborenes nicht geeignet ist, demzufolge der Event auf einen Termin in mindestens 3-4 Jahren gelegt werden müsste und das ganze zudem sehr geizig rüberkommt, ist nochmal ein anderes Kapitel, da hatte ich mir auch gedacht, was das nun soll. Ob das Trikot für den Kleinen was bedeuten würde? Wohl kaum – „das ist das Trikot von dem Fußballer, nach dem ich zufällig benannt worden bin“, da freut sich ein Kind doch ein Loch in den Strumpf 🙁
      Wahrscheinlich war der gute Shkodran-Pate überfordert, was er gerade sagen soll auf so einen Blödsinn. 🙂

    • Jan sagt:

      @ mgl & M.Th.

      Na gut, das ganze ist natürlich Quatsch. 🙂 Aber das ist die ganze Fußballbegeisterung (ob nun hochgezüchtet oder nicht) eh. Das sage ich auch mit Hinblick auf die vielen Sportler, die wesentlich härter trainieren als die Ball-Bolzer, aber von deren Gagen nur träumen können.

      Aber dann kann man sich, sozusagen um im Rahmen des Systems zu bleiben schon mal was Schneidigeres einfallen lassen als „ein Eis“ und das für einen Säugling. 😉 Aber wie angedeutet: Der Original-Shkodran scheint bestens in Deutschland angekommen zu sein, und das ist ja auch schon was. Sieht eben auch so aus. 😉

    • Rebecca Sophie sagt:

      Das mit dem „ein Eis ausgeben“ hatte ich jetzt eher symbolisch verstanden, aber sonst stimme ich euch vollkommen zu. Als Zweit- oder Drittname, meinetwegen, aber als Rufname geht das doch ein bisschen weit. Wenn es wenigstens ein tatsächlicher Held gewesen wäre, (à la an diesem Tag sollte ein Diktator gestürzt werden und man beschließt seinen Sohn nach dem zu benennen, der ihn erschießt, auch brutal aber besser als nach einem Fußballer.)

  14. Jan sagt:

    @ M.Th., mgl et al.

    Um noch mal grundsätzlich zu werden:

    Ich finde das, in offensichtlichem Gegensatz zu Euch, völlig in Ordnung, den Namen seines Erstgeborenen sozusagen an einen Fußballstar zu verlosen. 🙂 (Ohne Fußballfan zu sein.)

    Was mir daran gefällt, ist die spielerische, halsbrecherische Geste, das offensichtlich Verrückte. 🙂 So wie man eben im zaristischen Offizierskorps des 19. Jahrhunderts auch mal gerne aus Jux und im Suff ums eigene Leben gespielt hat. Eben das bekannte „Russische Roulette“ oder in einer geringfügig entschärften Version „Kukuschka“.

    Nur spielerisch konsequent muß man’s machen: Kugel durchs Hirn oder der kleine Scheißer heißt eben Shkodran! :mrgreen:

    Doch war es hierfür am schwersten, den Glauben der Einheimischen [Tessiner, Jan] zu gewinnen, denn das trunkenmutwillige Spiel ums Leben wird kein Mensch italischen Stammes und italischer Gesittung verstehen. Und wie hätte man jenen Leuten, die Rußland und Lermontow nicht kannten, die seelischen Voraussetzungen des Spieles Kukuschka erklären sollen, etwa jenen düsteren und leidenschaftlichen Byronismus, der als romantische Weltverachtung, als Todesbegier, Fatalismus und Renommage eine Zeitlang die russische Jugend und vornehmlich das Offizierskorps beherrschte und in dem sich eine gesamteuropäische Zeitströmung mit Zügen des nationalen Charakters begegnete!

    😉

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