Babynamen der Woche 16/2015

Fynn Herbert * Penelope Susi * Piet * Ixchel * Palina * Chiamanda * Florianne Malou * Bardia * Selvete * Emelie Hannah Marie * Aris Constantin * Hanna Toribia * Santina * Nordin * Arget * Erik John * Andreas Jeremy Jamain * Milo Lupo * Luna Fee * Jonathan Ansgar * Elias Evren * Arathana * Lijan Albien * Philiene * Carlotte Ida * Vinaya

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

26 Kommentare zu "Babynamen der Woche 16/2015"

  1. Em sagt:

    Fynn Herbert – vielleicht heißt ja einfach der Vater, Taufpate oder Opa Herbert? Fände ich in dem Fall dann in Ordnung.
    Penelope Susi – einfach nur kitschige Namen aneinandergereiht.
    Piet * Ixchel * Palina * Chiamanda – nein
    Florianne Malou – vielleicht hat das mädchen ja französische Eltern? Ansonsten gefällt mir Floriane besser und mit Malou kann ich nichts anfangen.
    Bardia * Selvete – nein
    Emelie Hannah Marie – ganz nett. Ich hätte jedoch „Emily“ bevorzugt. Mit einem „e“ in der Mitte sieht der Name für mich nicht schön aus.
    Aris Constantin – nicht mein Favorit, es ist aber okay.
    Hanna Toribia * Santina * Nordin * Arget * Erik John * Andreas Jeremy Jamain * Milo Lupo * Luna Fee – nein Jonathan Ansgar – wieso nicht? Ungewöhnlich, aber okay
    Elias Evren * Arathana * Lijan Albien – nein
    Philiene- finde ihn Problematisch in der Sprechweise
    Carlotte Ida – vergebbar, Charlotte finde ich jedoch schöner. Jedoch gefällt mir Carlotte auch besser als Carlotta, was man ja häufiger hört. Ich hätte jedoch einen anderen ZN dazu gewählt oder den Namen umgedreht. Der Übergang wirkt nicht flüssig.
    Vinaya – nein

  2. Mark sagt:

    Wow, heute fühle ich mich kaum qualifiziert zu kommentieren, denn so viele Namen sind mir unbekannt–da müßte ich erst recherchieren.

    Fynn Herbert fände ich als Finn Herbert wirklich sehr schön! Herbert ist ein schöner, heller Name(hell durch seine E-Betonung), der durch seine Traditionalität dem neumodischeren Fynn Wurzeln anfügt.

    Einzeln schön finde ich–von den mir bekannten Namen–Hanna, Marie, Constantin, Andreas, Jonathan, Ida und Elias.

    Als Kombi finde ich Erik John schön, solange John deutsch gesprochen wird.

    • Jan Wilhelms sagt:

      Na, „John“ in deutscher Aussprache (/yohn/ statt /dzhonn/) ist aber schon arg gewöhnungsbedürftig… Das kennt man eigentlich nur vom vor gar nicht so langer Zeit verstorbenen 70er-Jahre-Schaupieler Gottfried John, aber da ist es nun einmal ein Nachname.

      Übrigens hat der leibliche Vater von Willy Brandt (den er nie persönlich kennengelernt hat) John mit Vornamen geheißen… (Also wieder diese hanseatische Sonderschiene mit den vier oder fünf durch die Tradition geheiligten englischen Vornamen: Tom, Henry, James, John…)

      Zu Erik hätte dann vielleicht doch besser Jon gepaßt – wie der kuriose Held Jón Hreggvidsson in Halldor Laxness’ wunderbarer „Islandglocke“. 😉

    • Schtroumpfette sagt:

      „Na, „John“ in deutscher Aussprache (/yohn/ statt /dzhonn/) ist aber schon arg gewöhnungsbedürftig…“

      Genauso sehe ich das auch. Zu meiner Schulzeit hatte ich einen Klassenkameraden, der auch John mit Nachnamen hieß. Als Vorname in der deutschen Aussprache ist mir der Name noch nie begegnet. Ich bin mir fast sicher, dass die meisten Deutschen John eher englisch aussprechen, da der Name durch englischsprachige Länder (besonders durch Promis oder Filmhelden) einfach sooo bekannt ist.

    • Annemarie sagt:

      Ich habe mal einen John kennengelernt, einen Skipper aus Flensburg Jahrgang ’57, der wirklich so – deutsch – gesprochen wird.

    • John (mit langem O) ist wieder so ein Name, den offenbar nur wir Schleswig-Holsteiner ganz normal finden. Das gilt wohl auch für den in Nordfriesland gängigen Vornamen Boy, der anderswo nur Kopfschütteln erntet.

    • Anonymous sagt:

      Oder Joke…

    • Wenke sagt:

      Ich finde John (deutsch) auch normal. Stamme aus Mecklenburg-Vorpommern ….

      Wenke

    • Jan Wilhelms sagt:

      Hm, vielleicht ist John in deutscher Aussprache also wirklich eine nord-norddeutsche Besonderheit. Bei uns („Zentralniedersachen“ südlich von Bremen) kannte man das wirklich nicht…

      Boy als Vorname habe ich auch noch nie gehört – mal abgesehen von Boy George, denn man vielleicht nicht unbedingt als Namenspate für seinen Sohn hätte haben mögen. 😉

      Willy Brandt (Jahrgang 1913) stammte aus Lübeck – wie „Tom Buddenbrook“ also, nur aus einem doch erheblich anderen sozialen Stratum. Lübeck, damals noch freie Hansestadt, liegt bekanntlich heute im südöstlichen Schleswig-Holstein – und damit zwar Nordfriesland innerhalb SHs sozusagen gegenüber, aber nicht allzu weit von Mecklenburg entfernt und war früher wirtschaftlich eng damit verflochen. Die Buddenbrooks handeln im wesentlichen mit mecklenburgischem Getreide.

      Des langen Geschwafels kurzer Sinn: vielleicht gibt es den /yohn/ doch irgendwo – aber wirklich 95 % aller Deutschen werden das heute als /dzhonn/ aussprechen.

    • Mark sagt:

      Zum John-Thema–die englische Sprache ist mit den norddeutschen Dialekten eng verwandt, und die Form John gibt es in Norddeutschland tatsächlich ganz unabhängig von jeglichem angelsächsischen Einfluss. Da wird einfach die Verwandtheit des Norddeutschen mit dem Englischen deutlich. Die niederdeutsche Form Jan ist dem englischen John ja auch verwandt, anders als die Form Hans. Da Erik ja auch „deutsch“ geschrieben ist gehe ich hier fast davon aus, dass der Zweitname auch deutsch ist (Erik hat ja auch etwas nordisches an sich–mit dieser Kombi wahrscheinlich ein norddeutscher Junge). Den Nachnamen John gibt es in Deutschland übrigens, weil das früher eben ein häufiger Vorname war (der Nachname leitet sich wie Albrecht, Velten und andere solche Nachnamen von einem früher häufigen Vornamen ab).

      @Jan: Ich freue mich immer wieder über Deine Literaturreferenzen. Als „world literature“ Professor in den USA habe ich mir auch mal überlegt ein kürzeres Werk von Halldor Laxness zu unterrichten (z.B. „The Fish can Sing“) und war daran interessiert, für mich selber die „Islandglocke“ zu lesen (wozu es aber nie kam–habe dann doch andere Sachen gelesen, bin aber weiterhin interessiert). Bin begeistert, dass Du hier dieses Werk erwähnst. Auch die „Buddenbrooks“ liebe ich sehr, und Du scheinst die ja mit viel Aufmerksamkeit gelesen zu haben. Freut mich doch immer, mein literarisches Interesse von jemandem geteilt zu wissen, denn so häufig ist das gar nicht zu finden…

    • elbowin sagt:

      Zum Vornamen Boy fällt mir außer Boy George noch Boy Lornsen, ein Kinderbuchautor ein. Natürlich ein echter Nordfriese (von der Insel Sylt).

  3. Schtroumpfette sagt:

    Fynn Herbert – Finn hätte mir zu Herbert ebenfalls (s. Mark) besser gefallen.
    Penelope Susi – Susi macht mir die Kombi zu süßlich.
    Piet – ist eigentlich nicht so mein Fall, aber in dieser Auswahl bin ich förmlich erleichtert diesen Namen zu sehen.
    Palina – klingt mir etwas zu hart und ist derzeit durch Palina Rojinski recht besetzt.
    Selvete – da denke ich an meinen ersten Lateinlehrer, der uns mit „Salvete discipuli“ begrüßte. Selvete ist sehr befremdlich für mich (wie einige andere Namen dieser Auswahl).
    Luna Fee – Luna mag ich sehr. Vor einiger Zeit habe ich eine Fee kennengelernt, die ich sehr mag. Sie heißt eigentlich Felicitas, mag ihren Namen aber überhaupt nicht und nennt sich daher Fee.
    Jonathan Ansgar – finde ich ok. Ansgar Jonathan wäre stimmiger, da nicht An- auf –an folgen würde, und von der Silbenaufteilung hätte mir die Kombi so auch eher zugesagt. Aber: Jonathan als EN find’ ich auch besser.
    Philiene – welchen Sinn hat das „ie“? Soll es die Aussprache irgendwie verändern oder geht es nur um den individuellen „Touch“? – Philine (so) ist doch sooo schön!
    Carlotte Ida – erst habe ich gar nicht gemerkt, dass da Carlotte steht und nicht Charlotte. Bei Carlotte kann man schon mal sagen: ist mal ’was anderes. Naja, der Verwechslungsfaktor ist schon störend. Ich hätte Ida vorangestellt.

    So richtig überzeugt mich kein Name, daher picke ich mir heute einfach mal jeweils drei Namen einzeln heraus:
    Von den Mädchennamen mag ich Luna, Ida und Marie am liebsten und von den Jungennamen Fynn, Erik und Jonathan.

  4. D sagt:

    Fynn Herbert: Ich mag Fynn nicht so gerne, die Kombination klingt aber interessant!
    Penelope Susi: Penelope ist wunderschön, aber Susi macht die Kombi wieder nur mittelmäßig.
    Piet, Jonathan Ansgar, Carlotte Ida: Schön.
    Ixchel, Palina, Chiamanda, Bardia, Selvete, Vinaya, Arathana, Arget, Nordin, Lijan Albien, Philiene: Kann ich nichts mit anfangen.
    Aris Constantin, Florianne Malou und Emelie Hannah Marie: Schöne Kmbinationen! Sehr flüssig!
    Erik John: Unklar ob deutscher Erik mit ‚Dschon‘ oder englischer Erik mit englischem John oder Kombination deutsch/deutsch. Nichts für mich.
    Santina: Verweiblichter Santino
    Hanna Toribia, Andreas Jeremy Jamain, Elias Evren: Einzelne Namen okay bis schön, aber die Kombis nicht so..
    Milo Lupo: Milo ist super, Lupo auch, aber zusammen klingt es wie eine Comicfigur.
    Das gleiche mit Luna Fee: Luna ist schön, aber Fee?

  5. Luna sagt:

    Hallo,
    Wir können uns nicht entscheiden zwischen den folgenden lateinischen Vornamen:
    Aurelia
    Aurora
    Antonia
    Wir finden alle sehr schön.Antonia ist sicher die gewöhnlichste Variante,Vom Klang her aber auch wunderschön.
    Welchen Vornamen findet ihr von den Drei am Besten?

    • Mark sagt:

      Finde alle drei Namen wunderschön. Würde weniger darüber nachdenken was gewöhnlich oder ungewöhnlich ist, sondern würde mich mehr daran orientieren, was Euch letztendlich selber am besten gefällt. Antonia ist z.B. nicht so sehr häufig, auch wenn der Name–noch–geläufiger ist als die anderen zwei.

      Auch könnt Ihr vielleicht zum Kriterium machen, welcher Name am allerbesten zu Eurem Nachnamen passt.

      Mein persönlicher Favorit ist Antonia.

      Alles Gute!

      Mark

    • Annemarie sagt:

      Die sind alle schön. Vielleicht könnten Euch denkbare Kurzformen bei der Entscheidung helfen? Aus einer Antonia kann leicht eine Toni werden, aus den anderen beiden vielleicht Auri (ist aber weniger gängig) – was gefiele Euch da besser?

      Oder hilft ein Blick auf die Namensbedeutungen?

    • Wenke sagt:

      1. Antonia (ein schöner Klassiker – meines Erachtens schon häufig, aber das macht nichts …)
      2. Aurelia – klingt hübsch und „Die Goldene“ gefällt mir auch.
      3. Aurora – ist auch schön, mir eine wenig zu dunkel durch „ror“

      Wenke

    • Jan Wilhelms sagt:

      Ich würde auch sagen: alle drei sind sehr schöne Namen.

      Antonia hielte ich auch fast für die beste Wahl, auch und gerade weil es der „normalste“ Name ist. Ja, das wird vielleicht zu Toni werden, aber das ist ja nicht so schlimm… (Die russische Standard-Kurzform dieses auch in Rußland beliebten Vornamens ist Tonja.)

      Aurora ist klanglich und von der Bedeutung her wunderwunderschön: Die Morgenröte – oder auch das Polarlicht. 🙂 Es ist aber auch historisch-politisch durch das Kriegsschiff, den Panzerkreuzer Aurora, aufgeladen – Heiligtum der russischen Marine, die „Sturmglocken der Oktoberrevolution“.

      (Puh, ich merke gerade, es ist wirklich schwerer, im Netz verantwortungsvolle Ratschläge zu geben, als hinterher pfiffige Bemerkungen zu machen…)

    • elbowin sagt:

      Bei Aurora dürfte heute auch das Harry-Potter-Wort „Auror“ (eine Art magisicher Polizist) hineinspielen. Ist aber trotzdem ein sehr schöner Name. Von den dreien würde ich den am ehesten vergeben.

      Antonia klingt sehr nach 90er Jahren, ist aber auch schön, liegt bei mir nur knapp hinter Aurora.

      Aurelia gefällt mir nicht so sehr — weder die Gold-Assoziation noch Mark Aurel machen den Namen wirklich schön für mich — ich finde er klingt eher hochgestochen.

    • Jan Wilhelms sagt:

      @elbowin et al.

      Ja, hätte ich auch fast gesagt, ich war mir aber nicht sicher. Der Name ist schön, klingt aber schon ein bißchen „breit“, „hochgestochen“ und „pompös“ – und damit kann man halt schnell mal daneben liegen. Und die Assoziation zu Aurelius Augustinus liegt auch nahe – immerhin einer der geistigen Gründerväter des Abendlandes. Ob man den nun mag, ist wieder eine andere Frage, die wiederum ganze Jahrhunderte umgetrieben hat.

      Sollte man also mit der etwas bescheideneren Antonia nicht eher tiefstapeln als zu hoch zu stapeln?

      Himmel, Arsch und Zwirn, es ist echt schwierig, das ohne Kenntnis des sozialen und mentalen Kontextes und des Familiennamens zu beurteilen!

      Na, jedenfalls scheinen sich alle Antwortenden einig zu sein, daß alle drei Namen hübsch oder zumindest keine Katastrophe sind.

  6. Marit sagt:

    Ich persönl. würde mich zunächst am Klang orientieren -> ist der Name in.irgend einer Form melodiös,wenn man ihn ausspricht ? … !
    Erst als 2. Kriterium würde ich auf die Namensbedeutung schauen.

    Bezogen auf eure Frage:

    ich ziehe von den 3 Namen die beiden mit dem „i “
    vor,
    denn das sorgt in diesem Fall für ein helle (&somit subjektiv „freundliche „) Klangkomponente:

    -Aurelia

    -Antonia

    • Marit sagt:

      P.S.

      -> AURELIA wäre mein Favorit-Name,
      er sollte jedoch m. M.n.
      Auch vom KLANG her
      Gut zu eurem Nachnamen passen… 🙂

      -> Ist letzteres nicht gegeben,würde ich
      ausgehend von diesem Kriterium
      einen anderen Vornamen wählen

      => Möchte hier niemanden verärgern,
      aber,
      wie wär’s mit ganz was Anderem:

      • Melina

      oder

      • Linnea

  7. Tanja sagt:

    Eindeutig Antonia 🙂

    Sorry, Melina hört man echt an „jeder Ecke“ 🙁

  8. Kati sagt:

    Diese Auswahl ist dieses Mal echt nicht schön.

    Bis auf Palina, Erik John und Jonathan Ansgar sind mir die Namen zu sehr konstruiert oder einfach nur in einer miserablen Schreibweise.

    Und zu den A-Namen:

    Ich würde Aurelia bevorzugen, ist ein sehr schöner Name, Aurora ist zwar auch schön, aber da muss der Nachname passen, Aurora Schulze würde lächerlich klingen. Mit Antonia kann man nichts falsch machen, ein klassisch schöner Name, kommt allerdings häufiger als Aurelia .

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