Gudrun – der unmodernste Vorname

Gerade habe ich etwas zum Filmstart von „Fack ju Göhte 2“ gelesen, da heißt eine Hauptfigur Gudrun. Das ist ja wohl der unmodernste Vorname, den man sich vorstellen kann! Das G ist zur Zeit einer der seltensten Anfangsbuchstaben. U hat Gudrun gleich zwei, dabei kommt dieser Buchstabe äußerst selten in den aktuellen Babynamen vor. Und dann noch eine Abfolge von zwei Konsonanten – Konsonantencluster sind immer weniger gebräuchlich. Und wenn schon, dann in männlichen Vornamen.

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Luis, der Affenkönig

„Ich bekomme im Oktober einen Jungen und finde einfach keinen Namen, der mir gefällt“ – das Netz ist übervoll mit Klagen wie dieser. Was sicher nicht am Geschlecht des erwarteten Kindes liegt. Allerdings fällt mir auf, dass sich weit mehr Online-Diskussionen, in denen das Für und Wider bestimmter Namen erörtert wird, um Mädchennamen drehen und dass bei Namenssuchen für beide Geschlechter die Threadstarter oft nach einer Weile daran erinnern müssen, dass sie auch gern ein paar Vorschläge für Jungen hätten. Ob das daran liegt, dass in den entsprechenden Gruppen und Foren fast nur Frauen mitschreiben? Doch das nur am Rande.

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Namens-Fehlkauf – gibt es das?

Das neue Schuljahr steht vor der Tür. Und wie wohl die meisten Eltern von jüngeren Schulkindern habe auch ich mich in den letzten Tagen durch Stapel von Heften, Mappen, Büchern sowie eine dreistöckige Federtasche voller Stifte gearbeitet: Alles, alles will mit dem Namen meines Kindes versehen werden. Durch das x-te Schreiben wird auch ein mit Bedacht gewählter und geliebter Name irgendwann zur bloßen Buchstabenfolge. Warum eigentlich so und nicht ganz anders? Ich komme ins Grübeln …

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Emily Klaus-Peter

Lange Zeit ging es in Deutschland gar nicht anders: Wer seinem Kind einen geschlechtsneutralen Namen geben wollte, brauchte noch einen eindeutigen Namen dazu. Dass das auch nicht immer ohne Tücke war, beweist das Beispiel einer Bekannten von mir: Als ihr Vater, seines Zeichens Brite, sie als Sascha beim Standesamt anmelden wollte – für ihn ganz klar ein Mädchenname –, musste er auf die Schnelle einen Zweitnamen wählen und entschied sich für Denise. Pech nur, dass „Sascha = männlich“ hierzulande so fest verankert ist, dass aus Denise unzählige Male ein Dennis wurde.

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