Mein seltener Name und ich: Cleo

Mein seltener Name und ich

Kurz und prägnant, dazu die schon bei Namen wie Leonie, Leon, Leo und Leonard erfolgreiche, ebenso melodische wie löwengleiche Buchstabenfolge „leo“: Ja, Cleo hat im Jahr 2022 eindeutig Modenamenpotenzial. Tatsächlich schneidet Cleo in der aktuellen Hitliste sogar noch besser ab als ich erwartet hätte: Platz 145 – mit klarer Tendenz nach oben. Besonders in Hamburg und Berlin leben bereits viele kleine Cleos. Bei noch im 20. Jahrhundert geborenen Menschen war das aber ganz anders, weshalb für mich der Fall klar war: In diese Reihe gehört auch ein Interview mit einer Cleo.

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Mein seltener Name und ich: Salome

Mein seltener Name und ich

Um vom weisen König Salomo oder Salomon und den nach ihm benannten salomonischen Entscheidungen gehört zu haben, muss man nicht besonders bibelfest sein. Ich sehe da sofort ein Bild vor mir, das ich vor über vierzig Jahren fasziniert und mit einigem Grusel in meiner Kinderbibel betrachtet habe: ein Mann auf einem Thron, vor sich zwei zankende Frauen, der andeutet, das Kind, um das beide streiten, mit einem Schwert entzweischlagen zu wollen.

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Mein seltener Name und ich: Elvira

Mein seltener Name und ich

Kommt ein Mann ins Standesamt, um sein neugeborenes Töchterchen anzumelden. „Wie soll die Kleine denn heißen?“ Ja, wie nur? Der Name, von dem die Frau des Mannes immer geredet hatte, will ihm partout nicht einfallen. (Spoiler: Es war Tamara.) Oder doch? „Elvira!“, sagt der Mann erleichtert (denn so ähnlich klang das doch …?). Und weil er gerade in Fahrt ist, fügt er noch einen Zweitnamen an: Anneliese – so heißt seine Mutter.

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Mein seltener Name und ich: Eilika

Es gibt ein paar Dinge, die Menschen mit sehr seltenen Namen früh in Fleisch und Blut übergehen. Die sehr deutliche Aussprache, wenn man sich vorstellt, zum Beispiel und das Buchstabieren. Die 1984 geborene Eilika, die ich zu ihrem Namen befragen durfte, wird aber trotz aller Bemühungen sehr häufig Annika oder Erika genannt. „Als Kind hat es mich genervt, dass niemand meinen Namen direkt richtig verstanden hat und ich ihn ausnahmslos immer buchstabieren musste.“ Mittlerweile hat sie längst ihren Frieden damit geschlossen: „Ich buchstabiere meist schon automatisch, wenn ich jemanden kennenlerne. Es ist einfach normal geworden.“

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