Mein seltener Name und ich: Elvira

Mein seltener Name und ich

Kommt ein Mann ins Standesamt, um sein neugeborenes Töchterchen anzumelden. „Wie soll die Kleine denn heißen?“ Ja, wie nur? Der Name, von dem die Frau des Mannes immer geredet hatte, will ihm partout nicht einfallen. (Spoiler: Es war Tamara.) Oder doch? „Elvira!“, sagt der Mann erleichtert (denn so ähnlich klang das doch …?). Und weil er gerade in Fahrt ist, fügt er noch einen Zweitnamen an: Anneliese – so heißt seine Mutter.

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Mein seltener Name und ich: Eilika

Es gibt ein paar Dinge, die Menschen mit sehr seltenen Namen früh in Fleisch und Blut übergehen. Die sehr deutliche Aussprache, wenn man sich vorstellt, zum Beispiel und das Buchstabieren. Die 1984 geborene Eilika, die ich zu ihrem Namen befragen durfte, wird aber trotz aller Bemühungen sehr häufig Annika oder Erika genannt. „Als Kind hat es mich genervt, dass niemand meinen Namen direkt richtig verstanden hat und ich ihn ausnahmslos immer buchstabieren musste.“ Mittlerweile hat sie längst ihren Frieden damit geschlossen: „Ich buchstabiere meist schon automatisch, wenn ich jemanden kennenlerne. Es ist einfach normal geworden.“

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Mein seltener Name und ich: Fee

Hans, Heinrich, Grete und Marie: Die Auswahl von Vornamen, die in klassischen Märchen vorkommen, ist recht überschaubar. Na ja, ein paar eigenwilligere weibliche Kreationen könnte man noch erwähnen: Aschenputtel und Rapunzel (nach Schmutz bzw. Gemüse!) sowie die „Namen rot-weiß“, Rotkäppchen und Rosenrot, Schneeweißchen und Schneewittchen. Farblich dazwischen angesiedelt: das rosarote Dornröschen. Als männliche Gegenstücke fallen mir Rumpelstilzchen und Blaubart ein. Gute wie böse gekrönte Häupter, Hexen, weise Frauen und Feen kommen im Märchen meist ganz ohne Namen aus. Sie sind „die schöne Prinzessin“, „der jüngste Prinz“, „die gute Fee“ – das reicht.

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Mein seltener Name und ich: Marny

Vor 56 Jahren kam ein mit psychologischen Elementen gespickter Thriller von Alfred Hitchcock in die Kinos, der nach seiner Hauptfigur benannt war: „Marnie“. Die mehr als unterkühlte Blondine wurde von Tippi (eigentlich Nathalie Kay) Hedren verkörpert, die männliche Hauptrolle eines reichen Witwers namens Mark hatte Sean Connery. Bei dem indianerzeltartigen Spitznamen der 1930 geborenen Schauspielerin soll es sich um eine familieninterne Verniedlichung von „Tupsa“ handeln, schwedisch für „Liebling“. Ob es wohl Zufall ist, dass das Resultat so ähnlich klingt wie Pippi?

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Mein seltener Name und ich: Laurian

Als Kind dachte ich eine Zeitlang (vielleicht waren es auch nur ein paar Tage?), ich hätte den Spruch „Angeschmiert, mit Butter lackiert!“ erfunden. Ich weiß noch, wie stolz und zugleich verwundert ich war, als meine coole Cousine aus der Stadt diese Wendung ebenfalls nutzte, – und wie seltsam berührt, als mir klar wurde, dass ich wohl doch nicht so kreativ und schon gar nicht so einflussreich gewesen war wie vermutet.

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