September 2022: Von Aminata bis Vendeline

Hier kommen bunt gemischt die Namen 13 realer und zweier fiktiver Personen, wie sie mir im September an diversen Orten aus den verschiedensten Gründen aufgefallen sind. Unten gehe ich sie dann alphabetisch durch, von A bis V.

Harro * Asmut * Aminata * Kenda * Laura Momo * Golda * Mintja * Jerusha * Avri (f) * Aris (m) * Campbell (f) * Margildis * Rixa * Vendeline * Chella

Annemaries Namen des Monats

A wie Aminata und Aris

Aminata Touré (1992 in Neumünster geboren) ist Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung in Schleswig-Holstein. Ihr Name – laut Wikipedia eine westafrikanische Variante der arabischen Amina – hat mich an Minita aus meiner Sammlung im August erinnert.

Aris, so heißt Klatschmedien zufolge der Freund von Leni Klum, von dem behauptet wird, dass sein Stammbaum „bis in eine Zarenfamilie“ reicht. Was man im Arztwartezimmer für nützliches Wissen anhäuft …

Asmut Brückmann war mal Geschichtslehrer und hat im letzten Jahr einen Wälzer über die Geschichte der Stadt Bremen veröffentlicht. Sein Name hat mich zu der Frage gebracht, ob es – insbesondere bei seltenen Namen – störend sein kann, wenn ein geläufiges Wort (hier: Armut) nur einen Buchstaben entfernt ist. Was meint ihr? Außerdem stelle ich fest, dass mir Namen mit der sprechenden Endung -mut (nicht unbedingt Hartmut, aber doch Almut oder ja, auch Helmut) mittlerweile viel besser gefallen als früher.

Avri Roel Downey, Jahrgang 2014, ist die Tochter von Schauspieler Robert Downey Jr. Bei ihrem Erstnamen bin ich hin- und hergerissen: Möchte man nicht unwillkürlich ein l anhängen? Die Aussprache soll einer Klatschseite zufolge aber in Richtung Avery gehen. Man weiß dort auch mehr über den Zweitnamen, angeblich eine Bastelei zu Ehren der Großelternpaare, Robert Sr. und Elsie sowie Eliot und Rosie.

C wie Campbell und Chella

Campbell heißt ein kleines Mädchen in „Fegefeuer der Eitelkeiten“ von Tom Wolfe, das gerade auf meinen Nachttisch liegt. Durch das -bell klingt das schon nach einem Mädchenvornamen, ich denke aber auch an Naomi Campbell und an Andy Warhols Suppendosen.

Chella Quint, aus den USA stammend und nun in Großbritannien lebend, hat die Period-Positive-Bewegung gegründet und ein Ende 2021 erschienenes Menstruations-Handbuch für Jugendliche geschrieben („Mut zum Blut“).

G wie Golda

Golda heißt die kürzlich geborene zweite Tochter von Influencerin Kim Gloss, die für diese Namenswahl einen „Shitstorm“ kassiert haben soll. Mich hat diese Meldung sehr irritiert – also der Shitstorm. Klar, den Namen hört man selten, aber „schlimm“ finde ich ihn nicht, im Gegenteil, und als einfach zu schreibenden Zweisilber für Promiverhältnisse erfreulich schlicht.

H wie Harro

Harro Albrecht (61 – und auch Jahrgang ’61) ist Medizinjournalist und hat vor ein paar Jahren ein Buch über das Thema Schmerz verfasst. Sein seltener althochdeutscher Name hat eine kriegerische Bedeutung.

J wie Jerusha

Jerusha Abbott ist die Hauptfigur des 1912 erschienenen Briefromans „Daddy Langbein“ von Jean Webster, den ich diesen Monat noch mal gelesen habe. Jerusha wächst als Findelkind in einem Waisenhaus auf, ihren (althebräischen) Vor- und den Nachnamen hat die Vorsteherin anhand eines Telefonbuchs und eines Grabsteins ausgewählt. Sie lässt sich später Judy nennen.

K wie Kenda

Kenda Hmeidan, Schauspielerin, wurde 1992 in Damaskus geboren. Ihr Name erinnert mich an Kendra. Ob mit oder ohne r, ich mag sie beide.

L wie Laura Momo

Laura Momo Aufderhaar ist eine in Berlin lebende Illustratorin und, wenn ich richtig recherchiert habe, 1980 geboren. Michael Endes Bestseller „Momo“ erschien sieben Jahre zuvor – falls es sich nicht doch um einen Künstlernamen handelt, waren ihre Eltern sicherlich Fans.

M wie Margildis und Mintja

Margildis dürfte eine alte Dame sein: Ich habe diesen beeindruckenden Namen, den ich diffus in die Zeit der Ritter und Burgfräuleins einordnen würde, aus einem Artikel über einen Hundertjährigen, dessen Schwägerin so heißen soll.

Mintja heißt eine Biobäuerin aus dem Niedersächsischen, von der ich im Kundenmagazin eines Drogeriemarktes gelesen habe. Ob sich dieser Name wohl von Minja  – einer Variante meines besonderen Lieblings Wilhelmine – ableitet? Auf jeden Fall schmeckt er für mich minzig-frisch.

R wie Rixa

Rixa Marie-Alix Kira Altburg von Oldenburg (52) ist Herzogin und Modedesignerin. Ob sie mir einfach so in den Klatschmedien begegnet ist oder im Zusammenhang mit dem Tod der Queen, weiß ich leider nicht mehr.

V wie Vendeline

Vendeline von Bredow (52) ist Adlige, klar, und als Journalistin spezialisiert auf Wirtschafts- und Finanzthemen. Ihr Namen hängt vermutlich mit Wendelin zusammen. Ob sie wohl als Kind mit „Wum“ (dem von Loriot gezeichneten Hund aus „Der große Preis“) und dessen Kumpel „Wendelin“ (dem Elefanten) geärgert wurde?


53 Gedanken zu „September 2022: Von Aminata bis Vendeline“

  1. Über eine Rixa geht es auch in mein nächsten Artikel. Vermutlich ist deine Rixa mit meiner sogar irgendwie verwandt 🙂

    Harro- kenne ich durch einen Galileo-Reporter Harro Füllgrabe oder so ähnlich.
    Aminata erinnert mich an den Galileo-Moderator Daniel Aminati.

    Golda- ein Shitstorm wegen dieses Namens?! Golda Meir ist wohl kein Begriff mehr, oder?
    Ich würde ihn nicht selbst vergeben, aber die Bedeutung ist hübsch und der Klang okay.

    Jerusha erinnert mich an Jericho.

    Chella- erinnert mich an Chinchilla, Chello und Csila.

    Harro finde ich nett, bei den Mädchen vielleicht Aminata. Durch Amira, Renata etc. klingt er vertraut.

    Ich habe auch Namen gesammelt:

    Humberly
    Virgila
    Veena
    Adelizia (Tochter von Wilhelm dem Eroberer)
    Dianette
    Fenena von Kujawien(polnische Königin)

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    • @Vivi:

      Die Ähnlichkeit vom Vorname Aminata und Nachname Aminati war mir erst aufgefallen, nachdem ich sie von dir gelesen habe. Stimmt, und das ist ganz spannend.

      Ist für euch der Vorname Daniel eigentlich noch gut vergebbar für euch? Mit welchen Assoziationen ist euch für euch besetzt? Ist er zu sehr in der Elterngeneration verbreitet oder taucht in Gesamtbevölkerung zu häufig auf?

      Mir war der Vorname Daniel bisher an kleinen Kindern in Deutschland (Süddeutschland) nur bei aus Spanien und aus Bulgarien stammenden Eltern aufgefallen.

    • Ich finde Daniel ziemlich zeitlos ähnlich wie David. Vielleicht auch, weil sie aus der Bibel stammen und seit Jahrtausenden vergeben werden.

    • MIt etwas Kreativität kann man von Aminata zu Amanita kommen: Das sind Pilze, zu der Gattung gehören Giftpile wie der Pantherpilz, der Knollenblätterpilz und der Fliegenpilz, aber auch der Perlpilz.

  2. Wenn ich wie Downey Jr. meiner Tochter einen Namen verpasst hätte aus dem Großelternfundus, hieße sie Hanka – Hans plus Karin. Oder Urwil (Ursel und Wilfried) 🙂

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  3. Super Spiel! Ich hieße Kasie (Karl und Sieglinde) oder Irka ( Irene und Karl).
    Ich habe eine Schwäche für den Namen Elliot. Er taucht in einigen Ländern in den Top 50 auf. In Deutschland hört man ihn so gut wie gar nicht. Woran mag das liegen (wirklich nur am Schmunzelmonster?)? Wie steht ihr zu dem Namen.
    Golda gefällt mir aus der Liste auch gut.

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    • Ich hieße Marle (Margarete und Leo) oder Wilthe (Wilhelmine und Theodor). :-))

      Elliot ist seit jeher einer meiner Lieblingsnamen. 🙂
      Bin mir allerdings unsicher, ob ich ihn selbst vergeben würde, da er nicht mit jedem Nachnamen harmoniert.

    • Elliot – kommt drauf an wie du es aussprichst:
      Äljott = Schmunzelmonster
      Äljitt = Name
      Für meinen persönlichen Geschmack zu englisch im deutschsprachigem Raum. Aber da es die einzige Sprache ist, die ich kategorisch ausschliesse, sollte ich mal meine Massstäbe überdenken.

    • @Tameri: Für mich klingt Elliot nach Initialien, L. J., ähnlich wie Kade (K. D.) für Klaus-Dieter. Es fällt damit in den Spitznamenbereich. Aber wenn ein Leon-Jonas „Elliot“ gerufen wird …

    • Danke für die Kommentare 🙂
      Ich würde das i in Elliot auf jeden Fall mitsprechen: Also „Elli-ott“. Vllt mit einem angedeuteten J in der Mitte: „Ellijott“. Das wäre die für mich als „natürlich empfundene deutsche “ Aussprache. Natürlich ist mir klar, dass der Name englischsprachigen Ursprungs ist 😉

  4. Aris kenne ich von dem Sportreporter Aris Donzelli, ARD oder ZDF, glaube ich.

    Mir ist im September der Name Aura-Li untergekommen, fand ich sehr ausgefallen und hübsch.

    Mein Elternname wäre Resan oder Thean (Resi und Andreas bzw. Theresia und Andreas) oder auch umgekehrt: Andresi oder Anther

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  5. Der Name Campbell klebt an dem Massaker von Glencoe, das zwar 430 Jahre her ist, aber immer noch unvergessen. Als vergebener Name damit ziemlich unmöglich.

    Mit Jeruscha kann ich mich bei deutscher Aussprache sogar ganz gut anfreunden, weil es neben dem Hebräischen auch einen slawischen Klang hat und mich an Maruscha (Techno-DJ) erinnert.

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  6. Jerusha klingt als wollte jemand Yerushalayim sagen und hat dann in der Mitte aufgehört.
    Rixa war doch mal eine Marke von Fahrradfelgen, oder hieß die Marke Rixe? aber kennt vermutlich auch kaum jemand, dann ist es kein Problem für den Namen.
    Asmut klingt nach Azimut, damit legt man die Position der Sterne fest. x Grad Azimut und y Grad Zenit. Bei Namen auf -mut sprechen manche Leute die Silbe kurz: Helmutt.

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  7. Assoziationen:

    Aminata: Aminata Sanogo, GNTM-Teilnehmerin
    Chella: Chello und Schellack
    Harro: Entfernt „kenne“ ich einen
    Kenda: Kendall Jenner
    Mintja: Finde ich toll! <3

    Meine Fundstücke im September:

    Thiemo, Unkas (m), Phia (f), Anna Manon, Shermara, Nanina, Bertrand, Klaudius, Dzamna (f), Hanadi (f), Khaled, Senka (f), Gerardina, Swen, Katarzyna, Lissa, Christhard, Stanja (f), Ditte (f), Jesina, Donijeta (f), Serhii (m),
    El.se, Li.ane und Ar.nulfa

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    • Klaudius heißt ein Pfarrer in der Gemeinde. Er kommt aus Polen.
      Katarzyna ist u.a die polnische Varianten von Katharina.

      Lissa kenne ich aus den „Vampire Academy“ -Büchern. Dort die Kurzform von Vasilissa.

      Gerardina erinnert mich an Gardine

    • Unkas hieß doch einer der Indianer/amerikanischen Ureinwohner im „Lederstrumpf/Der letzte Mohikaner“ (oder so) von James Fenimore Cooper

      Arnulfa, mein Gott, arms Kind.

    • Bei mir: in erster Linie die Daniels, die ich kenne/kannte – einer in meinem Alter und das Kind (Grundschulalter) eines Freundes. Bei längerem Nachdenken: Daniel in der Löwengrube aus der Bibel und natürlich Daniel Düsentrieb aus Entenhausen.

  8. Danke für eure hilfreichen Einschätzungen zum Vornamen „Daniel“ .
    Und wie würdet ihr euch den typischen Namensträger des Namens „Daniel“ vorstellen, z.B. verglichen mit anderen Namen aus dem alten Testament wie „David“ oder „Jonathan“?

    Würdet ihr einschätzen, dass beim Namen „Daniel“ auch die Beobachtung gilt, dass Namenmoden in bildungsnahen Schichten entstehen (70er Jahre) und der Name in späteren Jahren/Jahrzehnten (z.B. 2022) von bildungsfernen Schichten übernommen wird?

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    • In Bezug auf diese Dinge ist Daniel für mich ganz neutral, Jonathan und ein – deutsch gesprochener – David auch. Wenn überhaupt, ist Daniel eher „der Schlaue mit der Brille“ als der Proll.

    • Für mich sind alle drei sehr neutral. Aber müsste ich unterscheiden, würde ich Jonathan als jüngsten der drei einschätzen, David am ältesten und Daniel am elegantesten.
      Letzterer wäre mein Favorit der Dreien.

    • Ich schließe mich Annemarie vollumfänglich an.
      … „der Schlaue mit der Brille“ als der Proll – Dazu fällt mir Daniel Düsentrieb ein.

    • In meiner direkten Nachbarschaft wohnen 4 Daniels, alle Anfang der 80er geboren. Ausserdem kenne ich persönlich einen 12 -jährigen und einen 16-jähigen.
      bildungsfern: nein
      zeitlos: vielleicht
      selten: wohl nicht

  9. Überrascht in der Liste zu finden:
    *Harro – Ich dachte das wäre im Norden ein „normaler“ Name. Ich kenne keinen, aber geläufig ist er mir trotzdem irgendwie.
    *Aminata: heisst nicht auch irgendeine Sängerin oder Moderatorin so? Ich habe verschwommen eine Frau mit dunklerer Haut und langen Locken vor Augen. Mir ein bekannter Name, den ich gefühlt regelmässig höre (ich schaue kein Galileo) und wenn er hier so präsentiert wird, fällt mir auf wie hübsch er ist! Meine Empfehlung hat er bzw. sie.
    *Golda – den Namen hatten wir hier auch schon. Der Shitstorm ist mir unerklärlich. Ich möchte gern zu der ausserordentlich schönen Wahl gratulieren. Gefällt mir gut.

    Ansonsten:
    *Asmut – ist auch nur einen Buchstaben von Anmut entfernt. Das war meine erste Assoziation. Anmut wäre ein toller Name, der wohl nicht genehmigt wird, wenn ich es recht in Erinnerung habe. Knud, ist der Name vergeben?

    *Kenda – Ich kenn da wen.

    *Laura Momo – wie schön!

    *Mintja – Ich war direkt bei Mitja (m), der eine Abkürzung von einem russischen (vermutlich völlig anderen) Namen ist. Beide gefallen mir sehr!

    *Jerusha – hat was

    *Avri (f) – ich füge ungewollt auch ein L an. Mit deutscher Aussprache wäre das nix für mich. Auf englisch mit obiger Erklärung hingegen schön.

    *Aris (m) – von Mythologie habe ich wenig Ahnung, aber ich bin bei Ares, dem griechischen Gott des Blutbades(?). Bei mir ploppte aber nur „Mythologie“ auf, ohne weitere Details.

    *Campbell (f) – klar Naomi! War ich selbst nicht drauf gekommen. Die aufeinanderfolgenden Buchstaben p-b clashen hier für mich ein bisschen zu sehr. Das spricht man nicht so, aber wenn man es nicht gewohnt ist, dann ist es eine grosse Stolperfalle.

    *Margildis – wie edel! Gefällt mir sehr gut.

    *Rixa – ich mag starke Namen bei Frauen, aber meine erste Assoziation liegt hier eher bei medizinischen Namen für Krankheiten. Und in der ganzen Kombination ist mir das zu viel. Oldenburg hingegen ist sehr schön und kann ich jedem empfehlen.

    *Vendeline – erinnert mich eventuell an Gwendolin. Ersteren Namen kann ich irgendwie nicht richtig ernst nehmen. Das ist für mich wie eine erwachsene Frau, die Susi heisst. Ein ungleiches Paar.

    *Chella – Coachella. Manche Eltern benennen ihr Kind ja nach dem Ort der Zeugung. Das soll eigentlich gar nicht abwertend klingen. Chella finde ich sehr schön!

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    • Ares ist der Gott des Krieges. Anders als seine Schwester Athena, die neben der Weisheit die Göttin der taktischen Kriegsführung ist, steht Ares für den brutalen Krieg.

  10. Nun habe ich auch wieder etwas mitgebracht. Und zwar hatte ich letzten Monat mal unsere Babygallerie in der Nähe durchstöbert (Babys der letzten Monate) und mir alle rausgeschrieben, die ich nicht kannte. (Über diese Aktion möchte ich nicht weiter reflektieren.)

    Arbian (m), Elona (Ilona + Elon Musk), Naod (m), Siara, Rubin (m), Milkyas (m), Rinesa (f), Flipos, Siar (m), Inara, Priththika, Kida (f), Ennio, Rion, Rona, Twan (m), Jano, Lauro, Eliano, Calian (?), Loris, Helvi, Monia, Ameo (m), Yto (f), Migg, Elouan (m), Duri (m), Pirmin, Elimelec, Dino, Eloá, Liuna, Pascalle (f)

    Besonders schöne Kombinationen:
    Heidi Victoria
    Nina Nova
    Iris Roswita

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    • Mal schaun, was mir dazu so einfällt:

      Arbian (m), wirkt auch ohne Check albanisch auf mich
      Siara, Sierra?
      Rinesa (f), Wieder albanisch
      Siar (m), o, das männliche Gegenstück zu Siara
      Inara, eine hurrische Göttin, oder etwas baskisches?
      Ennio, … Morricone, Komponist von ganz viel Filmmusik
      Rion, Nochn Albaner
      Rona, Corona ohne Co
      Twan (m), Niederländische Kurzform von Antoine
      Migg, Mick? Im Pfälzischen Dialekt das Wort für Fliege
      Pirmin, mir fällt ein schweizer Skirennfahrer dazu ein (… Zurbriggen)
      Elimelec, Mit h am Ende ein Bibelname, aus der Geschichte von Esther und Naomi; auch der Name eines berühmten Rabbiners. Ohne das h vielleicht Spanisch oder Portugiesisch
      Dino, … Zoff, legendärer Torwart der italienischen Fussballnationalmannschaft
      Eloá, omG
      Liuna, dicker Finger, i und u gleichzeitig erwischt?
      Pascalle (f) * die Schwester von Schantalle

    • Inara Serra ist eine Serienfigur in der sehr guten und zu kurzen Weltraumwestern-Serie Firefly.

      Loris Karius ist ein Torwart, der vor allem für eine Gehirnerschütterung berühmt wurde.

    • Muss mich korrigieren: Die hurrische Göttin heißt Inana, nicht Inara.

      Der Name ist wohl im Irak bekannt, und eine Anthologie mit Werken heutiger irakischer Autorinnen (kleines i ist Absicht) heißt „Mit den Augen von Inana“. BIs jetzt gibt es zwei Bände davon, auch in deutscher Übersetzung.

    • Selbstkorrektur, die zweite:

      Inari ist eine hurrische Göttin, Inanna eine sumerische, wir haben da also gleich zwei Göttinnen. Wobei Inanna eine ziemliche Powergöttin war, sowas wie Aprodite und Athene in einem …

  11. Jetzt steuere ich auch noch ein Fundstück bei, ein adliger (Württemberger) aus der frühen Neuzeit mit den drei Vornamen

    Sueno Martialis Edenolph

    Martialis ist klar der zum Kriegsgott Mars gehörende (und dem hat er sich im Laufe seines Lebens auch verschrieben).

    Sueno kann ich nicht einordnen, vielleicht zu Swen?

    Edenolph ist ein sehr interessanter Name, vorne steckt wohl das gotische athan „Jahr“ drin, hinten steht natürlich der Wolf. Der Name hat eine Parallele im italienischen Atinolfo.

    Antworten
  12. @elbowin:
    das ist ganz interessant, was du schreibst:
    „Daniel ist der Vater von Raphael, also jetzt ein Mann in den 40ern oder knapp über 50.“

    – ist das im übertragenen Sinne gemeint oder ein Beispiel aus der Realität?
    – ist das Durchschnittsalter von Raphael für andere von euch auch jünger als das von Daniel?
    – würde bei einem heutigen Daniel im Babyalter dann für euch auch die Studienergebnisse gelten, dass:

    höheres wahrgenommenes Alter –> niedrigere wahrgenommene Attraktivität und niedrigere Intelligenz

    (aus: Rudolph, U., & Spörrle, M. (1999). Alter, Attraktivität und Intelligenz von Vornamen: Wortnormen für Vornamen im Deutschen. Zeitschrift für Experimentelle Psychologie, 46(2), 115–128.)

    Antworten
    • Das ist „gefühlte Realität“ basierend auf Vater-Sohn-Kombinationen in meinem Bekanntenkreis.

      Zu der Studie kann ich wenig sagen, dass Attraktivität mit dem Alter abnimmt ist wohl klar, warum aber auch die zugeschriebene Intelligenz mit dem wahrgenommenen Alter abnehmen soll, ist mir weniger klar (die Demenz kommt, wenn überhaupt, ja erst ganz am Lebensende).

    • Da ich wie gesagt (einige wenige) Daniels sowohl in meinem als auch im Kindesalter kenne, würde ich das nicht unterschreiben. Und der einzige Raphael, der mir gerade überhaupt einfällt, ist der niederländische Fußballer van der Vaart. Der ist schon 39, gilt wohl als attraktiv, aber ob er auch schlau ist …? 😉

      Du scheinst dir ziemliche Sorgen um die Wirkung von Daniel zu machen, wie kommt das?

    • Beide Daniels, die ich kenne und die im Grundschulalter sind, haben mindestens ein Elternteil mit Migrationshintergrund. Bei einem heißt das Geschwisterkind Michael und beim anderen Kathrin.
      Ich denke, da ist Daniel noch der zeitloseste, aber alle drei Namen passen wunderbar in die Achtziger.

  13. Aris würde ich auch spontan für die neugriechische Form von Ares halten.
    Zu Rixa: in Ostfriesland gibt es den Namen Rixte (w) – ob da eine etymologische Verbindung besteht?

    Antworten
    • Die Verbindung besteht – die Wurzel ist in beiden Fällen das althochdeutsche „rih“ bzw. „rihhi“ – reich. (Wie auch in Richard)

      Mein Fundstück des Monats stand im Gemeindebrief:
      Djesyka

    • @Julie

      Das ist die wohl ungewöhnlichste, verwirrendste Schreibweise von Jessica, die ich je gelesen habe.

    • Mich wundert aufgrund der Erläuterung „Albanien“ da gar nichts.
      Lt. Wikipedia ist Albanisch eine vergleichsweise konsequent phonetisch geschriebene Sprache. „Xh“ ist ein Buchstabe, der ähnlich wie das englische J für John gesprochen wird. Mit der gleichen Konsequenz müssten wir in Deutschland hier also „Tschessika“ schreiben…. 😉
      (Abgesehen von der ewigen Diskussion, ob der Anfangsbuchstabe wie J oder Tsch gesprochen werden soll.)

      Die albanische Xhesika dürfte sich sich dafür bei der Schreibweise „Jessica“ die Augen reiben, die dort vermutlich in Richtung „Jesiza“ (mit J wie Jena) ausgesprochen würde.

      Bei der obigen „Djesyka“ vermute ich dafür eher einen osteuropäischen Hintergrund mit einem ursprünglich in kyrillischen Buchstaben geschriebenen Namen. Bei der Transliteration passiert da einiges…

      Als Beispiel zwei zur Zeit sehr bekannte Herren, deren Ursprungsname und die Transliterationen, wie sie auf den jeweiligen Wikipedia-Seiten verwendet werden:

      Володимир Олександрович Зеленський (ukrainisch)
      Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj (deutsch)
      Volodymyr Oleksandrovych Zelenskyy (englisch)
      Volodymyr Oleksandrovytch Zelensky (französisch)

      Владимир Владимирович Путин (russisch)
      Wladimir Wladimirowitsch Putin (deutsch)
      Vladimir Vladimirovich Putin (englisch)
      Vladimir Vladimirovitch Poutine (französisch)

      … und viele, viele Schreibvarianten mehr, wenn man sich die Namen in weiteren (mit lateinischem Alphabet geschriebenen) Sprachen anschaut…

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