Sieben Namen, eine Serie (mit Amanza, Brett & Chrishell)

Sieben Namen eine Serie

Vivi guckt bekanntlich gern Serien und ich bin da ganz auf ihrer Seite! Jetzt dürft ihr auch mal raten, was ich mir in den letzten Wochen angesehen habe. Es ist zwar nicht meine Lieblingsserie, aber eine mit besonders interessanten Vornamen:

1. Amanza – Ein seltener Name, für den ich in Deutschland bisher überhaupt keinen Beleg gefunden habe. Auch in den USA, dem Heimatland der Protagonistin der Serie, kommt der Name Amanza sehr selten vor. Sprachlich steckt vermutlich das lateinische amatus dahinter, was „liebenswürdig“ bedeutet. Der Name erinnert aber auch an amazing („fantastisch“ oder erstaunlich“)

2. Brett – Da müsste man schon ein ordentliches Brett vorm Kopf haben, um seinen Sohn im deutschsprachigen Raum Brett zu nennen. Dabei hat der Name damit gar nichts zu tun, sondern mit der Bretagne. Tatsächlich liegt der Anteil der Namensträger in Deutschland bei ungefähr 0,000 Prozent. In den USA gehörte Brett in den 1980er Jahren zu den beliebtesten Jungennamen und ist jetzt kurz davor, aus den Top 1000 zu fliegen.

3. Chrishell – Der Name Chrishell ist auf der ganzen Welt ungewöhnlich und soll wohl eine Neubildung aus Christine und Shelly oder ähnlichen Vornamen sein. Wer möchte, darf den Namen als „christliche Muschel“ deuten. Beim Zuhören ist das auch unmissverständlich, beim Lesen des Namens springt mir aber Chris-Hell ins Auge, also „christliche Hölle“. Ob das den namensgebenden Personen bewusst war? Bonusname: Auch eine Christine kommt in dieser Serie vor.

4. Davina – Davina ist die einzige Protagonistin der Serie, die aus Deutschland stammt und angeblich auch die einzige, deren Brüste echt sind (jetzt wisst ihr auch, wo die Serie spielt: in Los Angeles). Der Vorname ist schottischer Herkunft und hält sich in Deutschland und in den USA auf ähnlichem Niveau in den Top 1.000.

5. Heather – Wem da jetzt die Szene mit Heathers Ehemann einfällt, der sich aus Versehen Heater statt Heather tätowieren ließ: falsche Serie! Heather, das „Heidekraut“, war in den 1970ern ein Top 10-Mädchenname in den USA und kommt in Deutschland bisher nur selten vor.

6. Jason – Auch Jason war in den 1970ern in den USA in den Top 10 vertreten. In Deutschland schaffte es Jason in den 2000er Jahren auf die Top 50-Plätze und ist seitdem im Abwärtstrend. Für alle Jasons im deutschsprachigen Raum habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die gute: Man kann den Namen Jason ganz toll buchstabieren: Juli, August, September, Oktober, November. Jetzt die schlechte Nachricht: Wenn man eher nur so mittelmäßig gut Englisch spricht, dann hört sich Jason an wie „Scheißen“.

7. Romain – Der Name Romain bedeutet zwar „der Römer“, ist aber französischer Herkunft, genau wie der Protagonist der Serie. Romain ist sowohl in den USA als auch in Deutschland ein ungewöhnlicher Vorname.

Und, wie heißt die Serie?


10 Gedanken zu „Sieben Namen, eine Serie (mit Amanza, Brett & Chrishell)“

  1. Ich bin völlig ahnungslos. Interessant finde ich aber, dass der für uns doch sehr seltsam anmutende Name Brett unisex sein dürfte – ich kenne ihn aus „Fackeln im Sturm“ von der netten Blondine Brett Main.

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    • In den USA ist grundsätzlich jeder Vorname unisex. Zum Beispiel heißt die ehemalige Bassistin der Band The Bangles Michael. Brett war aber als Mädchenname nie in den Top 1000, ist also eher ein Jungenname.

    • Michael Steele (*1955) ist wohl nur ihr Künstlername, geboren wurde sie als Susan Thomas. Aber zu meinem Erstaunen wurde Michael von 1940-1990 tatsächlich öfter mal als Mädchenname vergeben (https://www.behindthename.com/name/michael/top). Vlt auch inspiriert durch die Schauspielerin Michael Learned (*1939) aus The Waltons (1972-1981).

    • Wohingegen John Wayne ursprünglich auf den hübschen Namen Marion Robert Morrison getauft wurde, später umbenannt in Marion Mitchell Morrison, und erst in Hollywood verpasste man ihm den eher kernigen John Wayne.

      Brett ist mir noch aus der britischen TV-Serie The Persuaders (dt. Die Zwei) in Erinnerung:
      Lord Brett Sinclair, gespielt von Roger Moore

    • Ich kannte den Namen Brett bisher auch nur weiblich. Neben Orrys kleiner Schwester in „Fackeln im Sturm“ kommt in mehreren Fällen der „Commissario-Brunetti“-Krimis eine gewisse Brett Lynch vor.

  2. Namen klingen auf Englisch auch anders. zB Oliver und Dominic werden auf Englisch Ol:ver und Dahmenick gesprochen. der Doppelpunkt soll einen Schwah-Laut darstellen.
    auf Deutsch spricht man Olli-wer? und Dommi-Nick, abgekürzt der Olli und der Dommi, klingt abschreckend. Dominic Luca ist super(auch aus einer Serie) aber im Deutschen klingt der Name nicht so gut. in der Schreibweise Dominique Luca sind es sogar 2 unisex Namen, gefällt mir sogar gut.
    Brett klingt auch gut, wenn man das deutsche Wort Brett ausblendet könnte das ein guter Name sein.

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  3. Als ich die Überschrift gelesen habe, war ich verwundert: „Huch, ich hatte doch gar keinen Artikel geschrieben, oder doch?“
    Freut mich, dass Dir das Format gefällt.

    Die Namen sind sehr spannend und bei Chrishell klingelt es dumpf, aber ich komme leider auch nicht auf die Serie.

    Davina finde ich als einigen der Namen ganz nett. In „The Originals“ kommt auch eine vor, aber diese Serie ist es nicht 😉

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