Bunt sind alle meine Namen. Heute: Silber, Gelb und Gold

Heute wird es weihnachtlich, zumindest verbinde ich Silber und Gold immer mit Tannenbäumen, Schnee und Plätzchenduft. Ich weiß, nicht ganz passend für die Jahreszeit, aber Gelb ist ja auch noch dabei und weil es die sommerlichste Farbe ist, fangen wir doch direkt damit an.

Sonnengelb

Gelb erinnert mich immer an den Sonnenschein. Es ist die Farbe des Lichts und des Lebens (die negativen Assoziationen wie Neid, Leid oder Vergänglichkeit lassen wir mal beiseite). Sollten Sie diese fröhliche Farbe mögen und eine Schwäche für das alte Rom haben, hätte ich da einen idealen Namen: Flavia, der Name wurde zwischen 2006 bis 2018 nur ungefähr 240-mal als erster Vorname vergeben und bedeutet „die Blonde“. Da stellt sich mir die Frage, ob Alan Bradley die Bedeutung kannte, als er seine Protagonistin der gleichnamigen Reihe „Flavia de Luce“ nannte, diese hat nämlich schwarze Haare.

Wer es extravaganter mag, dem könnte ich die italienische Bionda (die Blonde) anbieten, wenngleich er mich etwas an Bionade erinnert, aber die schmeckt ja auch ziemlich lecker. Eine weniger getränkelastige Variante wäre Biondetta. Auch das Indische kennt einen Namen, der tatsächlich „gelb“ bedeutet: Gauri.

Für Jungen hat das Lateinische ebenfalls etwas zu bieten: Flavius. Er wurde 2006 bis 2018 lediglich 80-mal als erster Vorname vergeben. Wem die ius-Endung zu hochgestochen sein sollte, wie wäre es mit Flavio (440-mal vergeben) oder die noch seltenere rumänische Form Flaviu?

Goldiges Gold

Gold steht für das Göttliche und Reine, auch ist es die Farbe des Lebens und der Liebe. Außerdem schmückte meine Oma Rosemie den Tannenbaum immer mit goldenen Kugeln (mittlerweile ist sie zwar auf Silber umgestiegen, aber das ist gerade die falsche Farbe). Wenn man die Fülle an Namen betrachtet, würde ich mal sagen, dass sich die Farbe Gold großer Beliebtheit erfreut. Tatsächlich ist die Lieblingsfarbe der Deutschen laut einer Umfrage des Deutschen Lackinstitutes (2017) aber Blau (19%) gefolgt von Grün (14%) und Rot (13%). Aber das muss ja nicht auf andere Länder zutreffen. Bereit auf Weltreise zu gehen?

Fangen wir wieder mit einem lateinischen Namen an: Aurelia, ein Name, der bereits im alten Rom vergeben wurde; so hieß zum Beispiel die Mutter von Julius Caesar. Aktuell steht er auf Platz 166 der beliebtesten Vornamen. Wem das zu häufig sein sollte, wie wäre es mit Aurelie? Reiht sich gut neben Amalie, Emilie und Antonie ein. Wer es ein ticken schlichter mag, dem kann ich die skandinavische Aurela empfehlen. Für Freunde von rumänischen Namen ist auch was dabei, die niedliche Aurica. Ein Name, der mir zum ersten Mal auf diesem Blog hier begegnet ist. Sie mögen keine Diphthonge? Auch kein Problem, wie wäre es mit der ungarische Kurzform Rella oder der baskischen Orella? Sollte Ihnen das alles zu l-lastig sein, da gebe es noch die russische Reja.

Auch das Französische kennt einen Gold-Namen: Dorée. Für Fans von hebräischen Namen – wie wäre es mit der der edlen Ophira oder der schlichteren Pazia? Wer lieber eine direkte Verbindung von Farbe und Namen haben möchte, dem empfehle ich die jiddische Golda. Zwischen 2006 und 2018 wurde er 50-mal vergeben. Für mich ist der Name mit der ehemaligen israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir verbunden (die als Goldie geborgen wurde, wie goldig). Auch in der niederländischen Goudje erkennt man gleich den Gold-Bezug. Nun habe ich noch einen Geheimtipp für Sie: Chrysaphenia (Χρυσαφένια), der wie Sie an der Klammer erkenne können aus Griechenland stammt. Wer ein Fan von Verniedlichungen ist, da gäbe es auch noch Chrysaphula (Χρυσαφούλα). Die Namen hat mir eine Lateindozentin verraten, das Griechische mag Metall- und Edelsteinnamen wohl sehr gerne.

Aber auch Jungen kommen auf ihre Kosten. Natürlich gibt es ein männliches Pendant zu Aurelia: Aurelius und seine Varianten Aurelio oder Aurel. Anders als Aurelia hat es Aurelius übrigens noch nicht in die Top 500 geschafft. Dann wäre da noch der slawische Zlatko, der mit „Goldjunge“ eine wirklich hübsche Bedeutung hat, wenngleich ich den Klang etwas schwierig finde. Für Asienfans hätte ich den japanischen Namen Kin. Auch das Türkische kennt einen Gold-Namen: Zeheb.

Christkind-Silber

Silber ist die Weihnachtsfarbe meiner Mutter (meine auch). Liegt es daran, dass Silber für die Reinheit, die Seele, den Mond und die Weiblichkeit steht? An der Symbolik des Alters und des Todes wird es jedenfalls nicht liegen. Silber verbinde ich auch mit dem Christkind. Als mein Bruder und ich klein waren, wurde die Bescherung eingeleitet, wenn Oma die Kristallglocke läutete. Dann durften wir das Wohnzimmer betreten und siehe da: Unter dem Baum waren viele, viele Geschenke. Woher wir wussten, dass das Christkind sie gebracht hat? Es hatte auf dem Weg zum Fenster ein paar silberne Strähnen verloren. Als meine vierzehn Jahre jüngere Schwester auf die Welt kam, bestanden wir natürlich auf das Christkind-Haar. Nur einmal war meine Mutter etwas übereifrig mit dem Lametta, sodass es aussah, als litt das arme Christkind unter starken Haarausfall (Geschenkebringen kann aber auch ganz schön anstrengend sein).

Silberne Namen gibt es auch, aber nur für Mädchen (ob das an der Symbolik für die Weiblichkeit liegt?). Der erste Name, der mir in den Sinn kommt, ist die englische Silver. Silver Mercant ist eine Figur aus Nalini Singh „Gestaltwandlerreihe“, die natürlich silberfarbene Augen hat. Sie mögen englische Namen nicht so? Kein Problem, ich habe noch drei weitere Namen im Angebot, vorausgesetzt Sie mögen Griechenland und den Buchstaben A. Wie wäre es mit Argyri (Αργυρή)? So heißt übrigens auch meine Dozentin. In Griechenland ist der Name, anders als in Deutschland, keine Seltenheit. Auch Agyro (Αργυρώ) und Asemina (Ασημίνα) bedeuten „aus Silber gemacht“. Die lateinischen Variante ist dementsprechend Argentea. Wen dieser Name jetzt an ein südamerikanisches Land erinnern sollte: Argentinien wurde nach seinem Silbervorkommen benannt und Silber heißt auf Latein „argentum“.

[Anmerkung: Bei der Markennennung handelt es sich nicht um bezahlte Werbung.]

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35 Gedanken zu „Bunt sind alle meine Namen. Heute: Silber, Gelb und Gold“

  1. Sehr geehrte Frau Vivi

    Haben Sie vielen herzlichen Dank für einen weiteren Beitrag der Regenbogen-Serie, die ich gespannt mitverfolge.
    Hier noch meine Gedanken zum Thema.
    Mir persönlich erschliesst sich der Bezug zwischen gelb und blond farblich nicht ganz. Ich dachte das wäre lediglich die Kompromiss-Farbe bei Kindern, die mit Buntstiften blonde Haare malen wollen (das gleiche gilt hier auch für Lichtstrahlen).
    Bei den Metallen gehen wir ja deutlich über den Farbaspekt hinaus. Beide gelten als besonders wertvoll, was bei der Namensvergabe sicher auch eine grosse Rolle spielt. Wobei Gold hierbei Silber klar in den Schatten stellt. Dabei ist das weltweite Silbervorkommen im Grunde geringer als das von Gold, soweit ich weiss (keine Gewähr für dieses Halbwissen). Während Silber schnell anläuft, dann nur noch super schäbig aussieht, wahnsinnig aufwändig zu putzen ist und überhaupt sehr pflegeintensiv ist, ist Gold besonders reaktionarm, es glänzt immer, für ein Metall ist es weich, leicht zu bearbeiten und bringt von Haus aus ein beeindruckendes Gewicht mit sich. Die warme Farbe des Gold gefällt wiederum nicht jedem, im Gegensatz hierzu zeigt Silber pragmatisch betrachtet seine Stärke, indem es zwar eine eher gräuliche Farbe mitbringt, aber eine SPIEGELglatte Oberfläche erzeugt hier reinste Lichtreflexe in der originalfarbe der Umgebung. Das eignet sich für Schmuck, aber insbesondere für die Spiegelherstellung, bis das Silber hinter dem Glas, doch noch anfängt, zu oxidieren.
    Da wundert es mich im Vergleich nicht, dass es mehr Namen mit der Gold-Assoziation gibt.

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    • Musste das Halbwissen nachschauen: Steht auch so in der Wikipadia drin, aber guckt man nur die Erdkruste an (also den Teil der Erde, den wir mit Bergwerken durchwühlen können), ist Silber 100mal häufiger als Gold, das dann hauptsächlich in unerreichbarer Tiefe stecken muss.

      Wobei Silber und Babynamen natürlich so eine Sache sind: Silber ist im allgemeinen Sprachgebrauch doch sehr mit der Grauhaarigkeit und dem Alter verbunden, ob es der „Silberrücken“ bei den Gorillas ist oder ein „silver Surfer“ im Internet.

    • Tatsächlich war Flavia/Flavius ein Kompromiss. Lustigerweise wollte ich das Problem von Gelb-Blond beim Malen ursprünglich erwähnen.
      Zu Silber und Gold, ja die gehen über die reine Farbe heraus, sind aber für mich sehr hübsche Farben 🙂

    • Wie schön, noch ein goldener Jungenname. Ich muss gestehen, ich habe bisher nur einen James Bond Film gesehen.

      Aurelie. Da könntest du recht haben. Ich bin einfach von mir ausgegangen, da ich kein Französisch spreche, würde ich eine Aurelie hier zuerst Au-er-li-je sprechen.

  2. James-Bond-Fans kennen noch einen „Goldjungen“: Auric Goldfinger (englisch gesprochen natürlich) – einen Schurken 🙂

    Bei Aurelie bin ich übrigens unsicher, ob der nicht sogar eher französisch gesprochen wird als deutsch …?

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    • In der Deutsch-Schweiz werden auch gerne französische Namen vergeben, egal wie kompliziert sie geschrieben sind. Chantal zum Beispiel hat hier noch durchaus Niveau.
      So kenne ich auch eine kleine Aurelie, die selbstverständlich französisch gesprochen, ABER Schweizerdeutsch betont wird, sprich auf der ersten Silbe betont, wie sich das hier eben so gehört, für alles und jeden. Auch bei Isabelle, Matthias (‚Matjas), Nadine oder bei dem Begriff Pyjama, letzteres fällt mir besonders schwer spontan richtig auszusperren, an die Namen habe ich mich inzwischen gewöhnt.

  3. Und wo wir schon bei Metallen sind: Wie steht es eigentlich um andere Metalle? Eisen habe ich schon in Namen gefunden (z.B. Eisenhard), und Bronze gibt es im Türkischen (Tunç). Dass Bakır im Türkischen auch Kupfer heißt ist wohl ein Zufall, denn als Name kommt es sicher aus dem Arabischen.

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  4. Jetzt kann ich endlich mal den Namen *Lloyd* unterbringen. Bedeutet „der Grauhaarige“ bzw. „der Weise“. Wo kann man den denn farblich hinstecken? Mehr zu weiss oder zu silber, wenn grau sonst nicht so Thema ist??
    Die Sprachwissenschaftler unter euch können doch bestimmt sagen, ob der Begriff „weise“ von der (Haar-)Farbe „weiss“ abgeleitet ist. Das würde ja eigentlich sehr nahe liegen.
    Ich hege eine mir unerklärliche Anziehung zu diesem Namen. Das ist vermutlich das spezielle Schriftbild, das ich irgendwie reizvoll finde. Und an der Nordsee hat der Name ein gewisses Prestige, wenn man an die Schifffahrt denkt mit den riesigen Aufschriften und das geschichtsträchtige Bremer Automobilunternehmen Borgward. (Vielleicht hat ja jemand den Film „die Affäre Borgward“ gesehen.)
    Trotzdem widerstrebt er eigentlich meinen Prinzipien und lässt mich gleichzeitig nicht los.
    Mal in die Runde gefragt? Wie kommt *Lloyd* bei euch so an?

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    • Nein, weise und weiß sind nicht miteinander verwandt. Das Wort weise ist mit wissen „gesehen haben“ und dem lateinischen videre und dem griechischen ideo verwandt, während weiß (engl. white, dän. hvid) von einer Wurzel *ḱwejt „scheinen, leuchten“ kommt und vor allem in Satem-Sprachen (Baltisch, Slavisch, Iranisch und Indisch) weitere Entsprechungen hat.

    • Oh, ich finde Lloyd total schön! Muss man aber wahrscheinlich häufig buchstabieren mit dem Doppel-L am Anfang. Klingt auch ein bisschen wie Leut‘, ich weiß nicht ob das problematisch wird.

    • @elbowin: „[…] während weiß (engl. white, dän. hvid) von einer Wurzel *ḱwejt „scheinen, leuchten“ kommt und vor allem in Satem-Sprachen (Baltisch, Slavisch, Iranisch und Indisch) weitere Entsprechungen hat.“
      Zu den Entsprechungen gehören vermutlich russisch свет, polnisch światło, „Licht“? Wenn ich das palatale k versuchsweise durch die Satemsprachen scheuche, ist das wahrscheinlich.

  5. Liebe Vivi,

    danke für den schönen Artikel.

    Nur eine Anmerkung von meiner Seite, bezüglich des hebräischen Namens Ophir(a): Die Etymologie des Namens ist unklar. Der Name kommt in der Bibel als Personen- und Ortsname vor, Letzteres dürfte der Grund sein, warum die Assoziation mit Gold aufkam. In 1. Könige 9,26-28;10,11 (sowie im zweiten Buch der Chroniken) wird darüber berichtet, das Salomos Männer nach Ophir reisen und von da viel Gold mitbringen.
    Das hebräische Wort für Gold ist זהב, zahav, sowohl im Bibelhebräischen als auch im modernen Hebräisch.

    Soweit die Anmerkung. Dann habe ich noch eine Frage: Pazia ist mir tatsächlich noch nie untergekommen, hast du da vielleicht eine Quelle, die sich mit der Etymologie befasst?

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    • Vielen Dank!

      Zu Ophira, das die Etymologie nicht ganz geklärt ist, war mir nicht bewusst. In meinem Namensbuch steht die Bedeutung „Gold“, ebenso Pazia.
      Etymologisch habe ich noch nichts gefunden, ich recherchiere aber weiter.

    • Ich schon 🙂 Der Name meiner Tochter ist ja dabei. Dann heißt der Sohn einer Bekannten mit Zweitnamen Aurel, und der Name Aurelia ist mir auch schon zweimal begegnet.

      Und hey, Goldie Hawn „kennt“ man ja irgendwie auch 🙂

      Könnte man bei Gelb vielleicht auch noch Namen nach gelben Blumen unterbringen? Narzissa fiele mir da ein, zumindest Potterheads ein Begriff.

    • Aurelia, Flavia und Flavio kenne ich jeweils mehrere, aber alle aus der Schweiz, teilweise mit italienischen Wurzeln.
      Diese Namen kommen dann zusätzlich auch in Varianten als Nachnamen vor.

      Auf meine Liste habe ich Ophira hinzugefügt. Noch ein schöner Name auf O und mit ph. Der Name klingt melodisch, bekommt aber durch die Kombination aus gesprochenem /f/ und /r/ eine gewisse Rauheit und Substanz, die Ophelia vergleichsweise weniger mitbringt. Die Endung -ira gefällt mir auch besonders gut. Sie verleiht dem Namen eine gewisse Stärke. Ira mag ich auch als Kurznamen sehr, nach der Göttin des Friedens.
      Vielen Dank für die ergänzenden Infos, Thea.

    • Goldige Hawn habe ich ganz vergessen! Dabei mag ich „Overboard“ total gerne und ich schreibe doch noch „goldiges Gold“ -,-

    • @Annemarie

      Über Blumen-Namen habe ich auch nachgedacht, aber die Bedeutung ist ja die Blume, ich hätte sonst für „Schwarz“ gerne Ebony hinzugefügt, weil das gut zu Schneewittchen gepasst hätte.

    • @Ida: Ja, Vivi schreibt, dass ihr der Name in diesem Blog das erste Mal begegnet ist 🙂

  6. Aurelie hätte ich jetzt spontan französisch gesprochen: Oh-re-li. Aurel finde ich tatsächlich auch sehr schön. Kategorie schon mal gehört (Marc Aurel und so) aber dann auch nicht sehr verbreitet. Interessante klangliche Alternative zu Ariel ohne die Waschmittel/Sharon/Meerjungfrau Assoziationen…
    Oder was haltet ihr so von Aurel?

    Antworten
    • Aurel wirkt auf mich persönlich unvollständig, irgendwie vermisse ich den sonst bei dieser Endung gewohnten Vokal davor – aber genau dadurch ist er auch mal was anderes…

    • Aurel ist wegen seiner unerwarteten Betonung auf der zweiten Silbe ein Name für das eingeweihte Bildungsbürgertum. Und wegen der besonderen Verehrung des „Philosophenkaisers“ Mark Aurel auch ein bisschen hochgestochen dazu. Alles in allem ein Name, den ich nicht selbst vergeben würde; aber, wem’s gefällt …

    • Auf der ersten Silbe betont klingt Aurel für mich nicht so besonders. Auf der zweiten Silbe betont, finde ich ihn hingehen sehr ansprechend. Würde ich glatt selbst vergeben. Mag ich.
      Mit Betonung auf der zweiten Silbe als Zweisilber ist der Name wie Marie oder Sophie natürlich als Zweitname prädestiniert.
      Bernhard Aurel
      Eduard Aurel
      Lorenz Aurel
      Justus Aurel
      Adam Aurel
      Arthur Aurel
      Jonathan Aurel
      Hubertus Aurel
      Walter Aurel
      Florin Aurel (das fliesst schön)
      Jasper Aurel
      Konrad Aurel
      Theo Aurel
      Jan Aurel
      Till Aurel
      Lutz Aurel
      Ramon Aurel (2x 2. Silbe betont)
      Louis Aurel

  7. Ein schöner, kreativer Beitrag!

    Flavia ist ein Name, den ich sehr liebe. Meine Frau und ich hatten auch zu einem gewissen Zeitpunkt Flavia für ein Mädchen und Flaviu für einen Jungen auf dem Schirm (Flaviu ist die rumänische Form von Flavius). Der Name Flavia wirkt edel, hat durch die Konsonantenballung am Anfang etwas Umpf, und ist ansonsten schön weich, mit einem starken A-Motiv. Und in Rumänien sind fast alle Leute schwarzhaarig, insofern trifft man dort regelmäßig nicht-blonde Flavias und Flavius, so dass wir uns um eine Passung zur Haarfarbe unseres etwaigen Kindes keine Sorgen machten. Flavia heißt die Hauptfigur eines meiner Lieblingsromane, „A Modern Instance“ (1882) von William Dean Howells.

    Aurelia liebe ich auch. Die rumänische Koseform von Aurelia, Aurica, habe ich auch mal meiner Frau vorgeschlagen, doch sie verbindet sowohl Aurelia als auch Aurica mit der älteren Generation in Rumänien, und das stört sie (ja, meine Frau ist hip und modern, im Gegensatz zu mir). Aurelia finde ich unheimlich klangvoll, und wie so viele römische Namen auch sehr edel. Und ja, die Gold-Assoziation ist auch irgendwie poetisch und positiv.

    Aurelius hingegen ist mir irgendwie fast schon „too much,“ obwohl ich diese männliche Version grundsätzlich auch mag. Aurel finde ich da noch besser.

    Golda finde ich einen hübschen Namen. Im Englischen gibt es den heute sehr altmodischen Namen Gilda.

    Bei Silver denke ich an das Pferd des Lone Ranger. Grundsätzlich auch ein schöner Name. Ist für mich unisex.

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  8. Einer meiner Neffen in den USA heißt übrigens Grey (wobei im Amerikanischen, anders als im Britischen, die Farbe „gray“ geschrieben wird).

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    • Aber trotz der unterschiedlichen Schreibung, danke für den Hinweis, liegt der Bezug zur Farbe ja trotzdem irgendwie nahe, oder? Die Assoziation empfinde ich irgendwie als… speziell. Wie findet Grey das denn, dass er so heisst? Und welche Beweggründe hatten seine Eltern bei dieser Wahl? Weisst du das zufällig?

      50 shades of grey assoziiere ich da natürlich direkt mit.

    • Er ist noch klein, hat also keine Meinung zu seinem Namen.

      Der Name Grey ist über den nicht ganz seltenen Nachnamen, der zumeist in dieser Schreibweise vorkommt, als Vorname verbreitet worden, denn in den USA werden schon seit einigen Generationen immer wieder Nachnamen in Vornamen umgewandelt. Da gab es Namen wie Whitney, Taylor, Bradley, Wadsworth, Gardiner, Sloan, Slade, Maxwell, Spencer, usw., in neuerer Zeit dann Logan, Jackson, Jameson, Mason, Lincoln, Grayson und eben auch Grey. Grey ist im Vergleich zu den anderen noch eher selten, ist aber im Kommen (so ist das Auswahlprinzip meiner US-Verwandten: alle Kinder haben Namen, die im Geburtsjahr eher noch selten, aber im Kommen waren). Eher als die Farbe steht der Klang im Vordergrund, der für Amerikaner, glaube ich, eher hell und freundlich klingt (es gab eine Riesenmode, wo dieser Vokalklang stark im Vordergrund stand: Braeden, Cayden, Hayden, Jayden, Caitlin, Makayla, usw.). Man denkt zwar auch immer an die Farbe, aber das klingt eher so im Hintergrund mit. Auch die Farbe ist zur Zeit in den USA nicht so negativ besetzt wie früher. In meiner Kindheit waren die amerikanischen Häuser knallbunt (das meiner Großeltern war gelb mit grünem Glitzer), so feuerwagenrot, grün, blau, und oft genug sogar rosa. Seit ca. Anfang der 1990er hat sich die Farbe der Häuser extrem gewandelt: angesagt sind vor allem beige, weiß, relativ neutrale Ockerfarben und grau. Jetzt werden knallige Farben als unanständig empfunden; Nachbarn reichen sogar Beschwerde ein, wenn jemand sein Haus rot streicht, und die Home Owners‘ Associations schreiben oft neutrale Farben vor. Insofern gilt Grau in den USA tatsächlich schon seit längerem als elegante, stilvolle Farbe. Keine Ahnung, ob das wirklich der Beliebtheit des Namens Grey aushilft, aber vorstellen kann ich es mir schon. In den knalligen 1960er Jahren hätte der Name farblich, glaube ich, negativere Assoziationen hervorgerufen, nicht die Assoziation von Eleganz und „sophistication.“

    • Blondina habe ich noch nie gehört, eine Blandina ist mir aber schon über den Weg gelaufen

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