Männlicher Vorname, der auf Deutsch, Türkisch und Englisch gut klingt

Hallo,

wir sind auf der Suche nach einem Vornamen für unser erstes Baby, das im April kommt. Die Schwierigkeit ist, dass mein Partner Türke ist, ich bin Deutsche und wir leben in England – deswegen soll der Name in allen drei Sprachen funktionieren – also gut klingen und leicht auszusprechen sein.

Für ein Mädchen haben wir uns im Prinzip schon lange für Leyla entschieden. Bei Jungsnamen tun wir uns sehr viel schwerer – meistens mag ich die türkischen Namensvorschläge nicht und mein Partner die deutschen auch nicht …

Fragende Mutter © Miyuki Omori - fotolia.com
Illustration © Miyuki Omori – fotolia.com

Hier sind ein paar Namen, die wir diskutiert haben, um eine Vorstellung zu geben, was uns gefällt – aber wie gesagt, ein perfekter Kandidat ist noch nicht dabei:

  • Luca (mochten wir beide ganz gerne, aber es war der einzige Name, bei dessen Nennung die türkischen Großeltern ziemlich deutlich gemacht haben, dass sie den furchtbar finden – anscheinend hat er in der Türkei negative Assoziationen).
  • Kaya (ist einer der wenigen türkischen Jungsnamen, die mir zusagen, klingt aber auf deutsch und englisch eher nach Mädchennamen).
  • Leo oder Leon.
  • Can (türkisch) bzw. Jan (deutsch) – Can wird auf Türkisch mit weichem C ausgesprochen, also so ähnlich wie Jeanne auf Französisch – gefällt mir auch ganz gut, ist aber auf Englisch in beiden Schreibweisen problematisch, und die türkische Aussprache bekommen die meisten Deutschen auch nicht hin – eine Überlegung wäre, ihn Jan zu schreiben und auf Englisch/Türkisch halt die dort übliche Aussprache zu nehmen.
  • Noah (ist mein eigentlicher Favorit, aber auf Türkisch wohl sehr schwer auszusprechen und gefällt meinem Freund nicht).
  • Jakob/Jakup gefällt mir auch sehr gut, ist aber im engeren Freundeskreis kürzlich vergeben worden und deshalb raus.

Ich würde mich sehr über weitere Namensvorschläge freuen!

Den Nachnamen wird das Kind vom Vater übernehmen, der beginnt mit einem „Tsch“-Laut – ist auch schon nicht ganz einfach, aber mein eigener Nachname ist auf englisch und türkisch noch schwieriger auszusprechen. Deswegen möchten wir unserem Kind zumindest gerne einen „einfachen“ Vornamen geben! Und wir würden es gerne bei einem Namen belassen, also keine Doppelnamen vergeben.

Herzlichen Dank und viele Grüße
Maren


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29 Gedanken zu „Männlicher Vorname, der auf Deutsch, Türkisch und Englisch gut klingt“

  1. Hallo Maren,

    vorweg: Ich kenne mich im Türkischen überhaupt nicht aus und habe keine Ahnung, welche Namen dort als modern/veraltet oder sonstwie assoziiert werden. Aber ein paar Ideen habe ich:

    Elyas – begegnet mir in dieser Schreibung jetzt häufiger bei kleinen Deutschtürken, Aussprache ist in beiden Sprachen gleich (?) und müsste doch auch im Englischen gut funktionieren

    Jonas bzw. Yunus/Yunes – ähnlich zu Jakob, wäre ja vielleicht eine Alternative

    David – Englisch zwar ganz anders ausgesprochen, aber international bekannt und gebräuchlich. Türkisch glaube ich Davut??

    Kenan – keine deutsche Entsprechung, aber m.E. klare, eindeutige Aussprache. Und Ken/Kenny bietet sich als Koseform an

    Levent – ebenfalls für deutsche Sprecher eingängig, passt in die Namensmode (Levi/Levin…) und engl. Levis liegt zumindest vom Schriftbild her auch nahe.

    Ist was für euch dabei? 🙂

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  2. Schon zwei der drei genannten Sprachen unter einen Hut zu kriegen ist ganz schön schwierig, aber gleich alle drei macht es noch schwerer.

    Hier gibt es eine aktuelle TOP-100 Liste von türkischen Namen, richtig viel passendes für gleich drei Sprachen ist nicht dabei.

    Ich würde an die folgenden Namen denken:

    Deniz/Dennis
    Kaan
    Adem/Adam
    Emre

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  3. Da ihr in England lebt, würde ich einen Namen wählen, der dort unkompliziert ist, den man nicht erklären muss. Wie wäre es denn, wenn ihr einen türkischen Zweitnamen anfügt, damit die türkischen Großeltern beruhigt sind.

    Vorschläge für den Rufnamen:

    Dennis – daran habe ich zuerst gedacht. Würde gut passen, ist auch Deutschland-tauglich.

    Leon – (von eurer Liste) ist in England und Deutschland gut machbar, auch wenn die Aussprache unterschiedlich ist.

    Luke – (anstatt Luca) – unkompliziert in England, geht aber auch in Deutschland.

    Louis – ein internationaler Name, der in vielen Ländern gut machbar ist.

    Malik – ich weiß nicht, ob Malik ein türkischer Name ist und ob der in England okay wäre.

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  4. Vielleicht wäre Joshua (Yushua) was für euch?

    Sami würde auch in allen drei Sprachen gut funktionieren.

    Du scheinst Namen zu mögen, die auf -a enden. Vielleicht Elijah, Jonah, Mika/Mica, Jascha/Yasha?

    Ansonsten fallen mir noch ein:
    Darian/Daryan
    Tarek/Tarik
    Timur
    Yasin
    Iskender (türkische Form von Alexander)
    Danyal/Daniel
    Samet/Samed
    Ilya/Ilyas/Elyas/Elias
    Sinan
    Rayan
    Keyan
    Nevin
    Nuri
    Samir
    Aiven
    Ardan
    Deyan

    Eine Anmerkung zu Jan: Im Englischen wird das meistens als Kurzform von Janet (also weiblich) interpretiert.

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    • Mit Jan hab ich die Erfahrung gemacht, dass es zu einem “Jinn” oder “Jenn”, also ein Jan mit sehr kurzem Vokal wird. Es war immer schwierig, ebenso Jens. Irgendwas scheint daran schwer zu fallen.

  5. Mir fiel spontan auch Yunus ein.
    Elyas o. Ä. geht auch.

    Weiter fallen mir ein
    – Erik
    – Philipp
    – Paul
    Und die -el Namen, wie
    – Daniel
    – Samuel

    Layla gefällt mir in dem Kontext super!

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  6. Daniel–fiel mir sofort ein, da das ein geläufiger Name in muslimischen Ländern, aber auch im christlich-abendländischen Kontext ist.

    Überhaupt gibt es viele Namen, gerade des Alten Testamentes, die im islamischen Kontext auch gebräuchlich sind. Z.B. Abraham als Ibrahim. David als Dawood. USW. Neutestamentliche Namen gibt es meist im Islam nicht–ich kann mir vorstellen, dass deshalb auch Luca als anstößig empfunden wird, denn es ist letztendlich ein christlicher Name. Auch Namen wie Philipp, Paul oder Stefan gehören in diese christlich-neuttestamentarische Kategorie, die für die meisten Muslime nicht in Frage käme.

    Wie wäre es mit Donald? Just kidding.

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  7. Leo gefällt mir sehr gut, besser als Leon, da dieser in den letzten zehn-fünfzehn Jahren doch sehr häufig vorkommt. Der Name klappt in allen drei Sprachen, auch wenn er im englischen wohl „Lio“ ausgesprochen werden wird.
    Jakob ist auch schön und nur weil er im Bekanntenkreis vergeben wurde, muss er nicht gleich raus sein, wenn er euch gut gefällt.
    Luca gefällt mir persönlich nicht, da er für mich weiblich belegt ist, Lucas/Lukas finde ich viel schöner.
    Kenan gefällt mir sehr,
    aber ihr müsst beachten, dass viele Deutsche den Namen falsch aussprechen „Keeeeenan“ anstelle von „Kennan“.
    Elias finde ich auch schön.
    Da dir eher kurze Namen gefallen:
    Ben
    Sam
    Lenno
    Cem

    Wie elbowin gesagt hat, ist es wirklich schwer drei Sprachen unter einen Hut zu bekommen.
    Wenn ihr die türkischen Wurzel mit einbeziehen möchtet, wäre es vermutlich einfacher einen zweiten (stummen) Namen zu vergeben, so haben es meine Eltern (mein Vater ist ebenfalls Türke) bei mir und meinen Geschwistern gemacht. Wir haben alle einen, sagen wir mal internationalen bekannten Erst/Rufnamen und einen türkischen Zweitnamen, den allerhöchsten die Familie väterlicherseits verwendet. Der einzige, der mich bei meinem Zweitnamen ruft, ist z.B. mein Cousin.
    Apropos türkische Vornamen: Bei deiner Auswahl sind nur Namen dabei, die mit unseren Buchstaben geschrieben werden, was ich wirklich gut finde. Mein Zweitname enthält Buchstaben, die das deutsche Alphabet nicht kennt und die dann überall (abgesehen von der Geburtsurkunde) durch ähnliche ersetzt werden, was einen komplett anderes Schriftbild und eine andere üAussprache ergibt.
    Da dir aber eine internationale Aussprache wichtig ist, kommen solche Namen vermutlich sowieso nicht in Frage, aber wo, wenn nicht hier, kann man über Namen und Schreibweisen diskutieren.
    Leyla als Mädchenname finde ich für alle drei Sprachräume eine gute Wahl, die Schreibweise gefällt mir auch besser als Layla.

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  8. Weil hier öfters Kenan vorgeschlagen wurde: Ich weiß nicht wie aufgeladen dieser Name in der Türkei heute ist, aber ich muss sofort an Kenan Evren denken, der sich 1980 in einem Militärputsch an die Macht geputscht hat. Vielleicht nicht der tollste Name …

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    • Du hast recht, der Name ist auch negativ behaftet, aber es gibt bei vielen anderen Namen auch negative Beispiele (von Adolf mal ganz abgesehen, der ist nur wirklich nicht vergebbar), wie Jospeh (Stalin/ Goebels) Heinrich (Himmler) oder aber frühere Sklavennamen wie Afra, die auch heute noch vergeben werden.

  9. Ich habe mal einen deutsch-türkischen Jungen kennengelernt, der Martin hieß. Fand ich ganz gut – Metin ist doch geläufig, oder!? Martin ist also aussprechbar, in deutsch und englisch auch nicht katastrophal.

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    • Man sollte häufiger nachdenken: Ich habe auch einen Aaron und – ich bin selber gerade extrem überrascht! – drei Timurs mit deutschen und türkischen Verwandten kennengelernt.

    • Metin ist cool, mir fällt der Dortmunder Exeperimentalphysiker Metin Tolan ein, der Wissenschaft, Show und Film sehr unterhaltsam unter einen Hut bringt.

  10. Wie wäre es mit Kurt.
    Kurt heißt soweit ich richtig informiert bin auf Türkisch Wolf. Und in den beiden anderen Sprachen kennt man den Namen auch.

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  11. Puh,nicht einfach.

    Erol
    Malik
    Cem
    Ilyas/Elyas/Elias

    Sind alles namen die auch im deustchen einfach zu verstehen sind. Und auch easy im englischen zu sprechen+schreiben sind.

    Zu eurer weiblichen Auswahl möchte ich noch Melis
    hinzufügen. Der Name einer Bekannten die auch in allen drei Ländern supergute Erfahrung mit ihrem Namen gemacht hat!:)

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  12. Also sein Kind Martin oder Kurt zu nennen ist nicht für jede deutsche Mama Akzeptabel und Martin mit Metin gleich zusetzen find ich ganz schön gewagt. Das ist ja wie wenn man sein Kind Elsa nennt und sagt die türkischen Großeltern sollen einfach Ayse sagen. *augenroll*

    Es gibt aber einige Namen die für alle Drei Sprachen passen. Für Mädchen jedoch mehr als für Jungen, nichts desto trotz gibt es auch hier ein paar Namen die meisten sind Propheten, die es in allen drei Weltreligionen gibt.
    Viele werden aber anders ausgesprochen oder geschrieben, dh einer muss einen Kompromiss eingehen und wenn ihr zB Noah nehmt was islamisch total als Name zugelassen ist, müssten die türkischen Großeltern ihn halt Nuh rufen.

    Mein Favoriten wäre absolut ADAM
    Es ist für alle deutschen einfach und akzeptabel sowie in England absolut kein Problem ein schöner gängiger Name. Er ist der erste Prophet und der erste Mensch, den Gott erschaffen hat und in der Türkei ein absoluter Klassiker.
    Von der Aussprache ist er für die Türken und Engländer gleich Ädäm.
    Das wäre meiner Meinung nach der beste Name, da euer Sohn in England leben wird und mit diesem Namen über haupt keine Schwierigkeiten haben wird. Zu dem ist es ein islamischer Name mit dem sie Schwiegereltern zu Frieden sein sollten und auch dir Deutsche Familie dürfte keine Einwände haben.

    Als Alternativ gehen noch
    Samy/Sami
    Kinan/Kenan
    Zaky/Zakariya
    Eliyas/Ilyas
    Deniz
    Jad
    Jamal
    Dawid
    Nuri

    Auf Vornamen mit E würde ich verzichten da sie in England mit I gesprochen werden also Enis (Änis) wäre dann Ines.

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  13. Problem vieler Türken (und Türkischstämmigen) ist, dass sie nie über ihren komischen türkisch-islamischen Schatten springen können und dann mit ihren Vornamen noch nach Generationen so ein Theater machen.

    Hinweis noch, dass viele Türken gar nicht religiös sind…

    Ich würde da nicht so lange rummachen und Elias oder Benjamin in irgendeiner englisch gebräuchlichen Schreibweise nutzen. Die türkische Betonung auf dem Anfangslaut kann familiär laufen. Auffällig ist auch hier, dass die nichttürkische Frau zurückstecken soll: es muss wieder ein türkischer Name irgendwie sein. Nehmt einen von den TOP-Ten der englischen oder US-Liste und achtet lieber darauf, dass es kein Name ist, der von typischen Unterschichten vergeben wird. Und bei den US-Namen aufpassen, dass die Hautfarbe stimmig ist….so sind die eben dort.

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  14. Wir leben auch in England und mein Partner kommt mit Yasin gut durchs Leben. Die Briten verstehen/schreiben gerne Mal Yasim, in Deutschland wird er oft für weiblich gehalten, aber insgesamt nichts Tragisches. Eine türkische Freundin von mir hat ihr Kind auch so genannt mit den gleichen Überlegungen wie ihr und ist zufrieden.

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