Babynamen der Woche 52/2018

Luzia Elisabeth * Maria Christina * Henry Ludwig * Franziska Sabrina * Beat * Niklas Christopher * Frieda Charlotte * Anna Eleanor * David Emanuel * Frieda Paulina * Mathilda Adele * Charly Norbert * Marie Hedwig * Emmi Cäcilia * Livia Clementina * Raimund Andreas * Carleen Malou * Ida Marie Emilie * Lyón Filippo * Korbinian Josef * Anrika * Muriel * Max Alexander * Resa Marie * Tina Marie * Ronja Johanna * Romy Aurelia * Darion * Ina Genovefa * Anouk Sophie * Ilaria * Arilena Catalina * Elian Anton * Maximus Joachim * Mina Félice * Antonia Philomena * Gelsomina Anni Frieda * Finicella Amy Isabel

Babynamen 201852

Zwillinge

  • Simon Johannes & Julian Rudolf
  • Anabelle & Carlotta
  • Rosa & Luis
  • Lina & Lara

21 Gedanken zu “Babynamen der Woche 52/2018”

  1. Diesmal sind ziemliche viele Bionade-Bourgeoise-Basteleien dabei – alles nicht katastrophal, aber doch, nun ja, einsortierend. Um ein besonders krasses Beispiel namhaft zu machen:

    Korbinian Josef. Vaddern Thorsten und Muddern Sabine sind wegen Vadderns IT-Job von Niedersachsen nach Ismaning bei München gezogen und machen nun einen auf autochthone Bayern und wählen die CSU.

    Auf der anderen Seite des gesellschaftlichen Spektrum hätten wir dann Charly Norbert. Norbert („Nobbäät“) ist m.E. ein Name der wirklich keine Renaissance verdient hat… Aber es ist hier natürlich eine Nachbenennung.

    Maximus Joachim klingt schon ziemlich nach dem Schwanzus Longus in der deutschen Fassung von „Das Leben des Brian“…

    Daß Gelsomina die italienische Fassung des Pflanzennamens Jasmin ist / sein soll, habe ich gerade hier gelernt.

    Darion klingt in meinen Ohren wie eine auf griechisch getrimmte Umbastelung von Darius, seinerseits eine latinisierende Umbastelung des griechischen Dareios. Neupersisch: Darijusch, altpersische Form kenne ich nicht.

    Lyón Filippo finde ich ganz unmöglich. Wenn schon, dann bitte León – das ist aber spanisch, nicht italienisch. Um die Lyoner Wurst ging es hier ja schon verschiedentlich im Zusammenhang mit dem Namen Leona, auch mal in einem eigenen Artikel, ich glaube von Annemarie. Die Stadt Lyon ist übrigens wegen zweierlei bekannt: 1. Ihre exzellente Küche und Gastronomie von Weltruf. 2. Ihre Rolle als quasi ehrenhafter Verbannungort, für Leute, die aus politischen Gründen in Paris nicht mehr wohlgelitten sind.

    Resa Marie. Eine kaisertreue persischstämmige Bekannte von mir würde vermutlich explodieren, wenn sie das läse. 😀 Wegen der beiden Schahs der Pahlavi-Dynastie:
    1. Reza Khan, später dann von 1925-1941 Reza Schah. Einer der ganz großen Modernisierungsdiktatoren des 20. Jahrhunderts.
    2. Später dann sein Sohn, der gutwillige, aber unglückliche Mohammed Reza Pahlavi. Seine erste Frau war Soraya, die „Deutsche auf dem Pfauenthron“.
    Perser haben alle ’ne kleine Macke, sind aber hochzivilisierte und gleichzeitig auch sehr tapfere und kriegerische Leute. Daher komme ich immer gut mit ihnen klar – gleich und gleich gesellt sich gern.
    Wenn schon als Mädchennamen, dann echt bitte Resi, Rosa oder sowas.

  2. Heute sind viele schöne und normale Namen dabei. Ich kann mich gar nicht entscheiden, welche mir am besten gefallen.

    * Maria Christina – finde ich schön. Beide Namen passen auch gut zusammen. Der Rufname wäre bei mir Christina oder familienintern ‘Tina’. Vielleicht würde ich die Kombi auch umdrehen und Christina Maria daraus machen.

    * Franziska Sabrina – Franziska gefällt mir sehr gut. Sabrina ist mehr so ein Modename aus den 80ern, könnte sogar eine Nachbenennung sein, dann wäre Sabrina okay.

    * Antonia Philomena – Antonia mag ich sehr. Philomena ist nicht so mein Geschmack.

    * Mathilda Adele – Mathilda ist zwar ein Modename, gefällt mir aber nach wie vor. Adele als Zweitnamen kann man machen.

    * Romy Aurelia – mit einem guten Zweitnamen gefällt mir Romy, auch wenn es eine Abkürzung von Rosemarie ist. Romy ist für mich immer noch mit Romy Schneider verbunden. Aurelia als Zweitname passt gut dazu.

    Für ein Mädchen nehme ich heute, wild geschüttelt:
    Antonia Maria oder Franziska Maria

    Jetzt die schönsten Jungennamen:

    * Niklas Christoph(er) – lieber Christoph als Zweitname, Niklas gefällt mir sowieso immer.

    * David Emanuel – dieser Name passt gut zu einem Jungen, der in der Weihnachtszeit geboren wurde. Mir gefallen beide Namen sehr gut.

    * Simon Johannes – ebenfalls sehr schön! Diese Kombi ist heute meine erste Wahl bei den Jungen. Simon ist einer meiner Lieblingsnamen.

    Die Zwillinge:

    Simon Johannes & Julian Rudolf – gefällt mir, ist nicht zu ähnlich. Simon und Julian passen vom Stil her zusammen

    Anabelle & Carlotta – ich hätte Annabelle geschrieben, ansonsten eine gute Zwillingskombi, mit viel Individualität für jedes Zwillingsmädchen

    Rosa & Luis – Rosa ist ja nicht so meins. Rosa ist einfach die “kleine-Mädchen-Farbe”, sowohl die Kleidung als auch die Spielsachen. Luis ist in Ordnung. Klanglich sind sich die Namen auch nicht zu ähnlich.

    Lina & Lara – beide mit L, beide vier Buchstaben und beide enden auf a. Besser wäre: Lina und Sara(h) oder Nina und Lara oder Nina und Clara

    • Romy klebt natürlich auf ewig an Romy Scheider – solange der Name (der ja, wie Du richtig sagst, ein Kurz/Künstlername ist) nicht wieder häufiger vergeben wird. Das ist ja auch keine Schande: eine wunderschöne Frau, später dann eine große Charakterdarstellerin. Sie hat heute noch ihre Fans, komischerweise meist Frauen unterschiedlichsten Alters. Mit der es dann aber leider kein gutes Ende genommen hat. Schrecklich auch das Schicksal ihres Sohnes! 🙁 Ist der Name nun ein gutes Omen oder nicht? Ich weiß es nicht. Einerseits sollen wir Männer ja vor allem schöne Frauen verehren, andererseits sollte man durch einen Namen kein Unheil heraufbeschwören…

      Daß Dir, Mareike, Niklas noch etwas besser gefällt als mir, wird jedermann verstehen! 🙂 Ich komme bei der Namensvariante Niklas (Also jetzt nicht Ni(c|k)olas) einfach nicht von den ersten Seiten des Simplicissimus los. Der Ich-Erzähler berichtet von seinem kleinbäuerlichen Elternhaus: „Die Fenster waren dem St. Nitglas geweiht.“ – das heißt, sie waren nicht aus Glas.

      Maria Christina ist natürlich hochachtbar, keine Frage! Ob die Eltern wirklich an die Kombination Gottesmutter und Sohn gedacht haben? Christina könnte auch einfach eine Nachbenennung sein. Ein Exfreundin von mir hieß Christina.

      Sabrina gibt es ab und zu schon in meiner Generation, eher allerdings unter den Mädels, die so etwa zehn Jahre jünger sind als ich. Ich denke, der Name kann jetzt als einbürgert und etabliert gelten. Könnte echt schon eine Nachbennung sein.

      Zu Philomena:

      https://www.youtube.com/watch?v=NWi6t82DIWo

      Hatte dieses Madrigal von Thomas Morley hier schonmal erwähnt.

      Ein Hoch der Alten Musik und den jungen Damen!

      Klaas

    • P.S.: Lese es gerade auf der Website vom Deutschlandfunk: Der Simplicissimus ist vor 350 Jahren erschienen.

      https://www.deutschlandfunk.de/schelmenroman-vor-350-jahren-erschienen-grimmelshausens-der.871.de.html?dram:article_id=437119

      Ernst Jünger sagt irgendwo, daß der Don Quixote und der Simplicissimus kernsoldatische Bücher seien, die nur von alten Soldaten hätten geschrieben werden können. Und das stimmt auch. Cervantes hat bei dem großen Sieg bei Lepanto 1571 eine Hand verloren, Grimmelshausen war 1631 bei der Belagerung von Magdeburg dabei. Der „tolle Christian“ von Braunschweig-Wolfenbüttel hat im Dreißigjährigen Krieg ebenfalls eine Hand verloren. Leider hat er keine Bücher geschrieben, weil es ihn zu früh endgültig zerlegt hat. Auch Stauffenberg hat ja eine Hand im Krieg verloren.

      Seid mal vorsichtig mit den Silvester-Böllern! 😀

      Als wir als Kinder Rohrbomben gebaut haben, ist ein so ein Ding in der Hand eines Spielkameraden explodiert. Hat ihn drei Finger gekostet. Ich stand daneben und habe Gott sei Dank keine Splitter ins Gesicht bekommen. War aber kein schöner Anblick. Unter anderem wegen dieses Erlebnisses bin ich dann Zivi geworden.

      Bin aber auch weiterhin stolz darauf, daß wir nach meinen Entwürfen (als 13-Jähriger!) eine Höllenmaschine gebastelt hatten, mit der man ein Loch von 20 mm Durchmesser in eine Autotür schießen konnte. Das war auf einem Schrottplatz, es ist also niemandem materieller oder körperlicher Schaden entstanden. Wir wollten halt nur üben. Hinterher haben wir mit Bourbon auf unseren Erfolg angestoßen.

      Das schwierigste für uns Kinder war, an den richtigen Sprengstoff bzw. an die richtigen Treibmittel für Geschosse heranzukommen. :-/

      Ich bewundere die Männer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst sehr. Das sind für mich Helden.

      Altera restat (die andere [Hand] bleibt)

      Pour Dieu et pour Elle

      Harki

  3. Ich Reihe mich ein und stimme Mareike überwiegend zu.

    Wahlpflicht
    Niklas Christopher * Lieber Nikolas, und wenn Christopher Zweitname sein soll, dann Nicolas mit C
    David Emanuel * so gut kombiniert! Chapeau
    Mathilda Adele * ich mag lieber Mathilde, die ist noch etwas ungewöhnlicher. Letztens begegnete mir eine kleine Adele, das war auch überraschend für mich. Meine Assoziation: Die Sängerin. Sie ist gut, ja, aber der Name eben besetzt. Schade.
    Anabelle & Carlotta * wirklich gelungen von Klang, Länge, Silbenzahl, Herkunft, Individualität. Sehr passend.

    Wild geschüttelt
    Emilie Clementina
    David Emanuel * lass ich so
    Johann Nikolas

    Mein Senf
    Charly Norbert * Da kommt mir nur eine Frage in den Sinn: Warum?

    Emmi Cäcilia * zu süß. Emma Cäcelia hätte hier wahrscheinlich viel Zustimmung bekommen.

    Livia Clementina * Livia erinnert mit zu sehr an Leber, aber Clementine ist 1A

    Ida Marie Emilie * Das Marie lässt den Namen erschlaffen. Ida Emilie (Deutsch gesprochen!) und ich wär im Boot.

    Muriel * ich weiß immer nicht, ob die Eltern es Deutsch, Englisch oder Französisch ausgesprochen haben wollen. Am schlimmsten ist es, wenn es ihnen egal ist und das Kind 3 verschiedene Ruf-Varianten hat.

    Resa Marie * Reza war für mich immer ein Mann. Resa Marie vllt ein französischer Mann?

    Gelsomina Anni Frieda * Das könnte eine After Sun-Lotion sein.

    Finicella Amy Isabel * Financiella

    Simon Johannes & Julian Rudolf * zweimal biblisch, zweimal nicht. Mich stört es. Simon Julian (zu viel n) und Johannes Rudolf hätte für mich eher gepasst.

    • „Gelsomina Anni Frieda * Das könnte eine After Sun-Lotion sein.“

      😀

      Ja, daß Gelsomina italienisch ist, also „DschelsoMIna“ auszusprechen, dürfte den meisten Deutschen nicht bewußt sein. Mir bis heute morgen auch nicht.

      Anni Frieda. In meiner Generation ist das Anni-Frid Lyngstad von Abba…

      Muriel würde ich stets „MÜriell“ aussprechen… Dürfte hier aber kompetentere Leute für den Namen geben. 😉

      Finicella. Finocchio (also Fenchel) oder Finis Germaniae?

      „Making love in the afternoon with Cecilia
      Up in my bedroom.
      I got up to wash my face,
      When I come back to bed
      Someone has taken my place!“

      Cäcilien-Derivate wären auch noch mal ein eigenes Thema.

    • Marthe,

      Ich stimme mit dir überein und finde die Namen * Gelsomina Anni Frieda und * Finicella Amy Isabel auch sehr merkwürdig. Frieda und Isabel, jeweils die dritten Namen finde ich noch okay. Hier würde ich aber die zeitlose Isabel vorziehen.

      zu Simon Johannes & Julian Rudolf
      Aus meiner Sicht passen die Rufnamen zusammen, weil sie gefühlt aus der selben Generation stammen. Ich finde es sogar ganz gut, dass nicht beide biblische Namen haben. Simon Petrus und der heilige Julian von Le Mans könnten die Namensvorbilder sein. Das läßt auch Raum für Individualität.

      Johannes und Rudolf könnten die beiden Opas sein. Johannes ist zwar recht zeitlos, aber Rudolf stammt aus der Opa-Generation. Man hätte natürlich auch Simon Rudolf und Julian Johannes kombinieren können.

    • Julian Johannes war mit zu alliterativ.
      Aber ja, das werden wohl die Opas sein. Rudolf einfach so zu vergeben wäre schön außergewöhnlich.

    • Ich kenne eine kleine Adele und assoziiere den Namen – in deutscher Aussprache! – deshalb nicht mit der Sängerin. Eher schon mit der rüstigen Brigitte Horney in “Jakob und Adele”, falls das noch jemand kennt 🙂

      Bei Gelsomina Anni Frida fällt mir 1. ein Fellini-Film ein, “La Strada”, in dem es eine Gelsomina gibt, und 2. Anni-Frid von Abba.

      Mir gefällt ja Anrika ganz gut ;-), erinnert allerdings an Arnika mit Schreibfehler, ob das störend ist? Ilaria und Arilena mag ich auch.

  4. Mir gefällt heute
    *Luzia Elisabeth (auch,wenn ich eher zu Lucia mit C tendiere) richtig gut
    *Aurelia ist zur Zeit einer meiner Lieblingsnamen
    *Niklas (Nicolas)

    Diese Namen würde ich selbst vergeben.

  5. Luzia Elisabeth: Lucia/Lusia/Luzia ist mir in den letzten Wochen häufig und in verschiedenen Schreibweisen begegnet. Es könnte mit dem Geburtsmonat zusammenhängen. Lucia leitet sich ja von lat. ‘lux’ (Licht) ab. Die Wintersonnenwende ist ja eigentlich besonders lichtlos, aber danach werden die Tage eben wieder länger, deshalb sehe ich da schon einen Zusammenhang.

    Frieda Charlotte: Die Eltern stelle ich mir als elitäre Ökos vor, die mit ihrem angeblichen Umweltbewusstsein hausieren gehen, aber mehrmals im Jahr um die halbe Welt fliegen. Kann aber auch ein haltloses Vorurteil sein.

    Mathilda Adele: Mir hätte Adele Mathilda besser gefallen. So träfen nicht die zwei a aufeinander, außerdem ist Adele nicht so ein Modename wie Mathilda. Noch schöner fände ich übrigens Adelheid Mathilde, was aber zugegebenermaßen (noch) eher nach einer Uroma denn einem Kleinkind klingt.

    Charly Norbert: Da denke ich an Harry Potter. Rons zweitältester Bruder Charlie, der beruflich mit Drachen zu tun hat, schickt auf Rons Bitte hin seine Freunde nach Hogwarts zum Astronomieturm, damit sie Hagrids Babydrachen Norbert abholen, der sich später als Weibchen entpuppt und daraufhin Norberta genannt wird.

    Emmi Cäcilia: Als Emmy hätte sie wenigstens die Mathematikerin Emmy Noether zur Namensvetterin gehabt. Cäcilia ist schön, aber ich bevorzuge die Schreibweise Caecilia.

    Livia Clementina: Bei Livia denke ich eher an die männliche Form Livius, die man durch den römischen Geschichtsschreiber Titus Livius kennt. Livius ist mir aber heute noch nie als Jungenname begegnet, wohingegen Livia recht beliebt ist. Der Name klingt eben ziemlich zart. Eltern, die weiche Jungennamen mögen, finden bei Livius vermutlich die Endung -us zu dunkel, außerdem sind ihnen sechs Buchstaben meist schon zu viel. Da bietet sich dann eher z.B. Levi an. Clementina finde ich sehr schön, durch die Endung -a klingt es nicht ganz so sehr nach einer Zitrusfrucht, passt aber aufgrund dieser Assoziation zur Jahreszeit.

    Raimund Andreas: Könnten die beiden Opas sein. Mir hätte Andreas Raimund besser gefallen.

    Max Alexander: Der Bruder heißt Felix Axel.

    Ronja Johanna: Das “ja jo” finde ich ungünstig.

    Romy Aurelia: Romy ist nicht so mein Geschmack, weil ich kein Freund von Abkürzungen bin. Aurelia ist einer meiner Lieblingsnamen.

    Ina Genovefa: Genoveva würde ich so schreiben. Ina verblasst neben diesem pompösen Zweitnamen völlig. Ohnehin ist Ina für mich ein ausdrucksloser Name. Manche dreibuchstabige Namen wie Ava und Ada haben durch die dunklen a wenigstens etwas Gewicht, auch wenn sie mir trotzdem zu kurz wären. Aber Ina mit dem kümmerlichen i, dem nichtssagenden n und der Standardendung -a ist einfach nur das angehängte Beiwerk des viel stärkeren Namens Katharina oder aber die Endung von Diminutivnamen wie Paulina.

    Elian Anton: Zweimal hintereinander “an” finde ich nicht gelungen.

    Maximus Joachim: Vielleicht war den Eltern Max zu kurz und Maximilian zu lang. Joachim könnte der Opa sein.

    Antonia Philomena: Mir gefällt die männliche Form Anton besser. Philomena ist wirklich schön. Beide Namen wirken ziemlich pompös.

    Simon Johannes & Julian Rudolf: Der eine Zwilling hat zwei biblische Namen, der andere keinen.

    Anabelle & Carlotta: Die Schreibweise von Anabelle finde ich nicht so schön, aber die Namen passen gut zusammen, ohne einander zu ähneln.

    Rosa & Luis: Rosalia & Ludwig hätte ich schöner gefunden. Namen mit vier Buchstaben sind mir zu kurz und unkompliziert, was wahrscheinlich viele Eltern gerade ein Grund ist, sie zu vergeben.

    Lina & Lara: Zwei Namen aus der bei mir unbeliebten L**a-Fraktion. Lina klingt durch das i nach einem kleinen Mädchen mit piepsiger Stimme. Lara klingt nach Larifari.

  6. Folgende Kombis (Mädchennamen) sind mir insgesamt zu i-a-lastig:

    Maria Christina, Franziska Sabrina, Frieda Paulina, Livia Clementina, Arilena Catalina und Gelsomina Anni Frieda.

    Antonia Philomena hat die Tendenz, aber noch die Kurve gekriegt…. Mir gefällt die Kombi.

    Maria Christina ist auffällig “christlich”.
    Franziska Sabrina passt in meine Generation (Ende 70er/Beginn 80er).
    Die lateinische Kombi Livia Clementina ist mein Favorit der obigen Liste.

    Luzia Elisabeth springt mir ins Auge: die Kombi ist selten schön. Luzia hat eine so schöne Bedeutung; klanglich passen die Namen top zusammen.

    Frieda Charlotte – die Namen passen m.E. vom Stil her gut zusammen.

    Anna Eleanor – Eleanor passt vom Klang her prima zu Anna.

    Ronja Johanna – da schließe ich mich Verenas Kommentar an. Ich habe noch den Gedanken, dass die Namen als Geschwisterkombi gingen. An und für sich sind es schöne Namen.

    Romy Aurelia – Romy wird auch für mich auf ewig mit Romy Schneider (geb. als Rosemarie Madalena Albach) in Verbindung stehen. Ich mag den Namen (vielleicht auch deshalb). Aurelia mag ich sehr und passt sehr gut zu Romy.

    Tina Marie – einfach, peppig und sanft zugleich.

    Nun zu den Jungennamen:

    David Emanuel – sehr schöne Kombi! Vor langer Zeit gab es hier mal die Kombi David Immanuel. Diese finde ich noch schöner, von der Herkunft der Namen her ist sie auch stimmiger.

    Korbinian Josef – – ian und Jo- ist nicht so geschickt. Ansonsten passt das.

    Darion – erster Gedanke: Marion, der Mädchenname. An Darion müsste ich mich erstmal gewöhnen.

    Elian Anton – An- auf -an passt nicht so gut. Anton Elian fände ich schöner.

    Muriel – da dachte ich zuerst an einen Jungen, da ich an die Serienfigur von “Friends”, Chandler Muriel Bing, denken musste. Aber als Mädchennamen gibt es Muriel wohl auch. Muss da nicht ein Zweitname her…?

    Nun zu den Zwillingsnamen:

    Simon Johannes & Julian Rudolf – ich kannte mal Zwillinge namens Simon und Johannes. Die Namen fand ich prima für Zwillingsjungs. Simon Johannes & Julian Rudolf finde ich auch gut. Rudolf hätte ich jedoch nicht gewählt. Die anderen Namen gefallen mir.

    Anabelle & Carlotta – finde ich spitze.

    Rosa & Luis – passt.

  7. Ich habe ein g vergessen. Also Romy Schneiders Geburtsname lautete Rosemarie Magdalena Albach.

    @ Verena: deinen Kommentar zu Charly Norbert finde ich spitze. 🙂

  8. Puh, wieder da… Mit 51 ist man eben nicht mehr so trinkfest wie mit 12 oder 13. 🙁

    Hier, im proletigen Nordwesten von Hannover gehen immer noch mit infernalischem Getöse irgendwelche Polen-Böller hoch. Klingt wie der Endkampf um den Führerbunker in Berlin anno ’45. 😀 Hoffentlich reißen die Dinger keine zu großen Löcher in den Straßenasphalt oder gar die Häuserwände.

    Wie sollte man eigentlich ein Kind nennen, das an einem 1.1. geboren wird? Primus? Initia? Janus? Premiera? Startupus? Nova? Capodanno? Annus Novus? Januaria Prima? Novy God?

    Frohes neues Jahr rundrum

    Pour Dieu et pour Elle

    JKWB

    • Die Böllerei ist echt ein Übel, jedes Jahr gibt es schlimme Verletzungen.

      Hier heißt das Neujahrsbaby Sophia. Ein schöner Name mit schöner Bedeutung. Über die Häufigkeit kann ich hinweg sehen, häufige Namen sind ja gar nicht mehr so häufig.

      Besondere Namen zum Neujahrstag sind mir nicht bekannt. Vielleicht Felix Anno “glückliches Jahr”. Oder Silvester für am 31.12. geborene (davon würde ich aber abraten).

      Ich wünsche euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2019!

    • Alles Gute der kleinen Sophia! 🙂 Ich finde den Namen auch sehr schön – die Heilige Weisheit. Wie die Hauptkirche von Konstantinopel. Bei Sophie gibt es immer das Problem mit der Betonung, bei Sophia nicht…

      Ein weiterer Konstantinopel/Istanbul-Vorname wäre übrigens Eyüp – vom arabischen Ajjub (entspricht dem hebräischen Hiob/Ijob). Abu Ajjub al-Ansari. Der war beim ersten Auftauchen der Moslems vor Konstantinopel um 670 nach Christus als steinalter Mann dabei und ist dabei vor den Mauern der Stadt gefallen. Als junger Bursche war er der Fahnenträger des Propheten gewesen. Ein Gefährte des Propheten, im Islam ein hoher, hoher Ehrentitel.

      Vom Namen Silvester würde ich in diesen entkulturierten Zeiten auch abraten. Die meisten Leute schnallen ja gar nicht mehr, daß das ursprünglich ein Heiligenname (und immerhin ja auch ein Papstname) ist und denken eben *nur* noch an Sekt, Böller und Raketen. Dazu das bekannte Nervbolzen-Problem, daß viele Leute schon das Fest heute als „Sylvester“ schreiben.

      Die Böllerei ist ein hochkomplexes Thema, aber ich soll hier ja nicht so viel zu Sachen schreiben, die nicht direkt was mit Vornamen zu tun haben, und soll auch nicht mehr auf die Grünen schimpfen. 😀

      Nur soviel: Ich war vor sieben Jahren auf dem Höhepunkt meiner linksradikalen Phase. Meine damalige Freundin hingegen hatte sich gerade unter Krämpfen von der 68er-Tradition ihrer Herkunft gelöst und war nach rechts gedriftet. Das hat unter uns für viel Trubel und Kurzweil gesorgt, zumal wir beide nicht gerade zur Nachgiebigkeit und zum Kompromiß geneigt haben. 😀 Sie hat „die 68er“ für so ziemlich alles verantwortlich gemacht. Vor allem auch die „antiautoritäre Erziehung“ der 70er und 80er. Ihre noch explosivere jüngere Schwester hatte mal ihre Mutter mit einem Küchenmesser bedroht. Das fand sie skandalös – ich fand das normal.

      Nur die selbstgerechten Linksliberalen, Landeskirchler und Pazifisten, die konnten wir beide nicht ausstehen – das war so eine Art Minimalkonsens. Daher mußten zu Silvester unbedingt „Böller und Raketen“ in größerer Menge her! War noch wichtiger als der Sekt und der Raclette-Käse… Da ich mal wieder völlig pleite war, mußte sie die bezahlen.

      Und meine Exfreundin hätte fast noch bösen Ärger bekommen, weil ich mir beim Reste-Saufen am Neujahrsabend einen Jux daraus gemacht hatte, aus ihrer Wohnung Raketen auf das bonzige Nachbarhaus abzuschießen. 😀

      Schon als 12-jährige Kinder haben wir uns damit vergnügt, des nachts mit der Zwille selbstgebastelte Brandsätze auf den wohlgepflegten englischen Rasen eines Bonzenhauses in der Nachbarschaft zu schleudern. Also, es ist ja so: Kinder haben immer einen Traumberuf. Für Mädchen halt vorzugsweise Model, Sängerin, Schauspielerin, Richterin oder Ärztin. Für Jungs Weltraumfahrer, Lokomotivführer, Soldat, Zauberer, Baggerfahrer oder Professor. Und wir wollten halt Terroristen werden.

      Dieses Jahr hat es hier in Winsen an der Aller (Kreis Celle, nördlich von H) einen erwachsenen Mann mit einem selbstgebastelten Böller die Hand gekostet. Altera restat. Man sollte da schon wissen, was man tut.

      Und nochmals: Allen, die hier mitlesen – was auch immer ihre Rasse, ihre Religion, ihre Nationalität, ihre Heimat oder ihr Geschlecht sei –, ein glückliches 2019. Mag Er, der Einer ist, mit Euch sein.

      Dank an Annemarie und Knud für die bewunderungswürdige Arbeit und klugen Artikel, auch wenn wir uns gelegentlich nicht ausstehen können.

      Kommt Ihr gut in 2019, Ihr Opfer, sonst mach isch Eusch Messer, isch schwör Eusch!

      Jan

    • “Dazu das bekannte Nervbolzen-Problem, daß viele Leute schon das Fest heute als „Sylvester“ schreiben.”

      Dieses Problem ist schon ziemlich alt: Auf dem Bildschirm beim bekannten Silvester-Special mit “Ekel Alfred” ist – ebenso wie auf dem DVD-Cover im NDR-Shop – “Sylvester” zu lesen. Außerdem hat ein Freund von mir bei Facebook gerade ein Groschenromancover aus den 50ern gepostet, “Mord in der Sylvesternacht” oder so. – Soweit meine Offtopic-Weisheit des Tages 😉

    • Liebe Annemarie,

      der Experte für Off-topic-Kommentare bin ich! 😀

      Und ich finde Deine Bemerkung nicht off-topic.

      Erstens war das mit den „Nervbolzen“ sicher mal wieder zu grob. Wir machen halt alle Fehler. Er, der Einer ist, der Allbarmherzige und Allerbarmer, wird es milder sehen als wir Lehrertypen.

      Zweitens ist die Standardisierung der deutschen Rechtschreibung ja erst so gegen 1900 abgeschlossen und löst sich in den 1990er Jahre durch die diversen Rechtschreibformen und durch das Internet, in dem jeder schreibt, wie er will, schon wieder auf. Und heute wird sogar schon in vielen Grundschulen „nach Gehör“ geschrieben. *kotz* Der Fogel pfliegt in den Apfluss. (Ich muß aber zugeben, daß das auch schon wieder Opposition findet. Gott sei’s gedankt.) Ich vermute aber, daß die Schreibung „Sylvester“ in Deutschland um 1850 nicht seltener war als heute.

      Nur: *Heute* ist „Sylvester“ eben ein Anglizismus. Man denke an den US-Unterhaltungskünstler Sylvester Stallone oder an die ebenfalls US-amerikanische Comic-Katze Sylvester.

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