Sie wollen ihren Sohn Adolf nennen

DER VORNAME feiert Premiere beim Film Festival Cologne
DER VORNAME feiert umjubelte Deutschlandpremiere beim Film Festival Cologne. Quelle: obs/Constantin Film/Andreas Rentz

Zur Deutschlandpremiere des Films Der Vorname in Köln waren neben Regisseur Sönke Wortmann und Produzent Tom Spieß auch die Hauptdarsteller Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz, Caroline Peters, Justus von Dohnányi, Janina Uhse und Iris Berben anwesend. Ich hatte vergeblich auf eine Einladung gewartet.

Darum soll es laut der „Constantin Film Produktion“ in Der Vorname gehen:

Es hätte ein wunderbares Abendessen werden können, zu dem Stephan (Christoph Maria Herbst) und seine Frau Elisabeth (Caroline Peters) in ihr Bonner Haus eingeladen haben. Doch als Thomas (Florian David Fitz) verkündet, dass er und seine schwangere Freundin Anna (Janina Uhse) ihren Sohn Adolf nennen wollen, bleibt den Gastgebern und dem Familienfreund René (Justus von Dohnányi) bereits die Vorspeise im Hals stecken. Man faucht einander Wahrheiten ins Gesicht, die zugunsten eines harmonischen Zusammenseins besser ungesagt geblieben wären. Starke Egos geraten aneinander, Eitelkeiten werden ausgespielt und der Abend eskaliert: Die Diskussion über falsche und richtige Vornamen geht in ein Psychospiel über, bei dem die schlimmsten Jugendsünden und die größten Geheimnisse aller Gäste lustvoll serviert werden.

Morgen startet der Film in den Kinos. Nicht zufällig kommt mir die Handlung bekannt vor: Das Drehbuch basiert auf dem französischen Theaterstück Le Prénom von Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte, das auch schon mit Patrick Bruel verfilmt wurde. Während der französische Film in Frankreich ein großer Erfolg war, hatte er in den deutschen Kinos (ebenfalls mit dem Titel Der Vorname) kaum Besucher.

14 Gedanken zu “Sie wollen ihren Sohn Adolf nennen

  1. Ich habe den französischen Film gesehen und fand ihn sehr gut.
    Danach sah ich den deutschen Trailer und mir wurde sofort klar, was
    in der deutschen Filmwelt falsch läuft:

    Wer den Film sehen möchte: Bitte schaut NICHT den deutschen Trailer!

    Dieser spoilert im Grunde alle spannenden Momente.

    Der französische Trailer lässt gekonnt weg um welchen Vornamen es geht. Gerade das ist stilvoll und spannend. Das gekonnte Weglassen.

    Vielleicht funktioniert der Film aber in Deutschland besser, wenn sofort “Adolf” erwähnt wird, weil das hier noch stärkere Assoziationen hervorruft und Marketingmenschen haben eventuell herausgefunden, dass die Werbung besser läuft, wenn man weiß, dass es um den Namen Adolf geht?

    Wobei in der französischen Version ja betont wird, dass es um die französische Schreibweise “Adolph” geht und nicht um die deutsche Schreibweise mit F.
    Das wird an einer Stelle, ohne hier mehr verraten zu wollen, noch eingängiger thematisiert.

    Auch eine weitere “Überraschung” wird im Trailer unnötig angerissen, wobei man ja nie weiß, ob alles immer so ist, wie im Trailer dann dargestellt und ob es nicht vielleicht einige Wendungen gibt oder auch nicht, aber dennoch sind die Themen an sich schon eigentlich Überraschungen. Davon lebt ein Kammerspiel.

    Ich würde daher zunächst unbedingt die französische Version empfehlen.

    Auch finde ich die deutsche Version (wobei ich nur vom Trailer ausgehe) zu großen Teilen falsch besetzt.

    Die Rolle der Babou/Elisabeth wirkt im deutschen Trailer spröde und wenig lebhaft. Die Rolle des Vincent/Thomas (im Original ja der Chansonier Patrick Bruel!) wird von Herrn Fitz gespielt und sollte meiner Meinung nach auch von einem größeren Namen gespielt werden.
    Für mich ist gerade er die zentrale Person und muss schon sehr schelmisch und clownhaft rüberkommen. Ein leicht arrogantes Schlitzohr eben.

    Die Rolle des Claude/René ist in der französischen Version sehr schön und passend besetzt, aber vom Trailer ausgehend ist die deutsche Besetzung etwas zu alt.

    Die Mutter an Iris Berben zu vergeben finde ich auch nicht sehr passend. Dafür ist eine Iris Berben zu schillernd und zu jung. Im Trailer taucht auch eine unsinnige Szene auf, in welcher sie kifft.
    Dieses kam in der französischen Version an keiner Stelle vor.

    Die Rolle der Anna finde ich mit Janina Uhsemann schon in Ordnung besetzt.

    Die Rolle des Pierre/Stefan finde ich zwar mit Christoph Maria Herbst recht gut besetzt, ABER gleichzeitig wird in der deutschen Version dadurch dieser zum “Star” und zum Bekanntesten/Humorigsten des Films, was ja meiner Meinung nach eben an die Rolle des Vincent/Thomas gehen muss.
    Wie gesagt – Patrick Bruel ist die Vorlage.

    Ich hätte entweder Christoph Maria Herbst die Rolles des Vincent/Thomas gegeben oder aber statt des Herrn Fitz dort eine andere Person genommen.
    Soetwas wie ein Jan Böhmermann oder Klaas Heufer-Umlauf.
    Oder Jürgen Vogel.

    Ich werde mir dennoch die deutsche Version ansehen um mir ein abschließendes Urteil erlauben zu können, aber laut des Trailer scheint es einmal mehr wieder so, dass die Franzosen den Deutschen einfach etwas voraus sind, was das Filmemachen anbetrifft.

  2. Zum französischen Adolphe (mit -e, bitte, liebe Daphne) fällt mir immer zuerst der Maler William Adolphe Bouguereau ein. Das is mal ’ne Kombi, wa? Klassizistisch-realistische, oft stark erotische Kabinetts-Malerei. Für uns als Rechtsintellektuelle gehörte es zum guten Ton, Bouguereau gut zu finden – schon, um die Linken zu ärgern. Ich mag ihn bis heute sehr kann seine Malerei kaum je ohne Rührung betrachten. Auch in bestimmten Milieus (nicht in allen) des US-amerikanischen kulturellen Konservativismus wird er sehr geschätzt.

    Viele von uns Rechten haben auch die Präraffaeliten um Dante Gabriel Rossetti (noch eine hübsche Kombi! 😀 ) gemocht. Mir als „Franzosenfreund“ war das immer etwas zu angelsächsisch-wolkig-verschwurbelt-mystisch. Immer wenn hier der Name Ophelia auftaucht, muß ich nicht nur an Shakespeare, sondern auch und zuerst an das Gemälde von John Everett Millais denken. Die Bilder der Präraffaelitischen Bruderschaft sind irgendwie was für Leute, die gerade Liebeskummer haben… (Ich weiß, wovon ich rede.)

    Es ist fast ein Witz: Während im Mutterland der Industrialisierung die Präraffaeliten triumphieren, malen die französischen Impressionisten und ihre Nachfolger fröhlich Fabriken, Eisenbrücken und dann Flugzeuge. Man denke aber auch an Adolph von Menzels Gemälde „Im Eisenwalzwerk“! Menzel gehört zu meinen liebsten deutschen Malern – eine ganz merkwürdige und originelle Figur zwischen Biedermeier, Historismus und Industrialisierung, zwischen Klassizismus und Impressionismus.

    Mein Lieblingsmaler hingegen ist und bleibt John Singer Sargent (keine Vornamenskombi, sondern ein Ami-Zwischenname) – Liebling der Götter. Ferner Giovanni Boldini und Paul César Helleu. Franz Xaver Winterhalter mag ich auch. Die letzteren beiden haben wiederum Kombi-Vornamen. 😀

    An Caroline Peters stört mich neben ihrer quäkigen Stimme vor allem ihre komische Knubbelnase. Ihren Durchbruch hatte sie, glaube ich, vor so ca. fünfzehn Jahren durch den wunderbaren Film „Schöne Frauen“ von Sathyan Ramesh. Da sah das mit der Nase noch ganz süß aus, aber sie war eben auch noch erheblich jünger… Durch den gleichen Film ist auch die – immer noch – wunderschöne Ulrike C. Tscharre rausgekommen. Gibt es hier eigentlich schon was zum leidigen Thema ‚Mittel-Initiale‘?

    Ferner warte ich hier mal in den BdW auf einen Gustav Adolf – ein kleiner „Löwe aus Mitternacht“. Das ist schwedischer als jeder Ikea-Vorname.

  3. Hat schon jemand den Film gesehen? Ich kenne auch nur das Original und denke, dass ja wohl einiges umgetextet werden muss, wenn die Geschichte in Deutschland statt in Frankreich spielt. Vielleicht wurden sogar aktuelle politische Bezüge eingebaut? In Frankreich hieß es ja sinngemäß, man könne sich von den Deutschen nicht einen Namen “wegnehmen” lassen.

  4. Ich habe die französische Version auch gesehen – da schmeißen sie nachher im Streit das ganze schöne Essen auf die Erde. Ob sie in der deutschen Version auch so ausrasten?
    Hat mich gewundert, dass es so schnell ein deutsches Remake von dem Stoff gibt, zumal man ja nicht alles einfach so übernehmen kann. Anschauen werde ich mir den Film wohl nicht, weil ich es nicht mag, wenn sich alle anschreien, einmal hat gereicht.

  5. Ich habe den Film gestern gesehen und muss sagen, ich fand ihn durchaus gelungen. Ich stimme aber darin mit meinen Vorrednern überein, dass ich Caroline Peters auch nicht für eine gute Besetzung hielt… Christoph M. Herbst wiederum gefiel mir sehr in seiner Rolle, auch die übrigen Darsteller fand ich nicht schlecht. Insgesamt (meiner Meinung nach) ein kurzweiliger, durchaus sehenswerter Film.

  6. Jetzt war ich gestern auch im Kino und wurde gut unterhalten. Am wenigsten hat mir noch die Schwangere gefallen, weil der ständig Jugendsprachliches in den Mund gelegt wurde, was man ihr so nicht abgenommen hat.

    Übrigens wurde auch der Name Knud ein paarmal erwähnt 😉 Die verpönten Kindernamen des Paares Peters-Herbst (Deutschlehrerin und Literaturprof) könnte man hier auch mal diskutieren: Caius und Antigone. Was meint Ihr? Mein Mann findet beide gleich schlimm … Ich mag Caius aber eigentlich ganz gern.

    • Mit Caius ist das so eine Sache… Im klassischen Latein wird dem C irgendwann ein Häkchen hinzugefügt, um den Aussprache-Unterschied zwischen /k/ und /g/ deutlich zu machen – damit wird es zu G. Caius wird zu Gaius. Ich finde weiterhin Gaius besser. Kann man aber drüber streiten… Als Vornamen im Deutschen freilich taugen beide kaum.

      Eine alte Bekannte von mir hat sich im Netz meist Antigone genannt. Im realen Leben war sie die um Jahrzehnte jüngere Freundin eines der engsten Mitstreiter von Rudi Dutschke. Dieser Mitstreiter wiederum hat Gretchen Dutschke-Klotz, die Frau von Rudi, stets aus tiefstem Herzen verachtet – er hielt sie für verblödet („Ein Gretchen im doppelten Sinne!“), sie ihn umgekehrt für arrogant. Beides stimmte. Dieser Mitstreiter von Dutschke wurde in dem Film „Dutschke“ von 2009 von Matthias Koeberlin gespielt. Eine gute Besetzung. Die beiden ähneln sich nach Aussehen, Charme und Körpergröße. Habe besagten Mitstreiter schon wegen seines rattigen Humors immer für sympathisch gehalten.

      Eine Ex-Freundin von mir fand den Schauspieler Matthias Koeberlin „süß“. Na, bitte sehr.

    • Wie wurde Caius denn ausgesprochen? So weit ich weiß, ist das die alte Schreibweise des römischen Vornamens Gaius. Anfangs gab es nämlich kein G im lateinischen Alphabet. Erst später wurde dem C dieses Häkchen hinzugefügt, um den stimmhaften vom stimmlosen K-Laut zu unterscheiden. Obwohl Caius dann Gaius geschrieben wurde, blieb es üblich, den Namen mit C. abzukürzen, so wie man z.B. Marcus mit M. abkürzte — wegen der geringen Auswahl an Vornamen erkannte man anhand der Abkürzung, wie der Name lautete.

    • @ Verena

      Genau! Bei Gnaeius war es übrigens ähnlich. Die Schreibung wandelt sich von Cnaeius zu Gnaeius, die Abkürzung aber bleibt Cn.

      Ist wirklich kurios, daß die Römer praktisch mit zwei Handvoll Vornamen ausgekommen sind, von denen einige auch noch „Durchnumerierungsnamen“ waren, also Quartus, Quintus, Sixtus, Septimus. Gut, es gab für Männer oft sozusagen zwei Nachnamen, also Gentilnamen und Beinamen (Cognomen) – aber besonders phantasievoll war das römische Namenssystem wirklich nicht. Es war daher eben anhand einer ein- oder zweibuchstabigen Abkürzung sofort klar, welcher Vorname gemeint war.

      Knud könnte seinen Schuppen hier dichtmachen, wenn wir kulturell-onomastisch ins alte Rom zurückkatapultiert würden. 😀 Erst in den Zeiten „spätrömischer Dekadenz“ (Guido Schwesterwelle) werden die Vornamen dann etwas blumiger und vielfältiger. Da war aber de facto schon Griechisch die Sprache aller Gebildeten.

      Graecia capta ferum victorem cepit – Das besiegte Griechenland besiegte [durch Bildung] den wilden Sieger [also Rom].

    • Im Film wurde Caius “Kajus” gesprochen. Man könnte sich etwas an Karius (& Baktus) erinnert fühlen, ich denke aber eher an die Kinderkrimis aus dem alten Rom von Henry Winterfeld, auch wenn Titelfigur Caius da nicht gerade die hellste Kerze ist 😉

    • weil der ständig Jugendsprachliches in den Mund gelegt wurde

      Es ist übrigens ganz schauderhaft, wenn Erwachsene Jugendsprache nachzuäffen versuchen. Bei anderen Erwachsenen machen sie sich damit lächerlich – und bei den Jugendlichen erst recht. Man versucht da, in Sphären einzudringen, in denen man nichts mehr zu suchen hat. Sinn von Jugendsprachen ist die Abgrenzung von uns Alten – das sollten wir achten. Wir haben es früher nicht anders gemacht. Man verliert nahezu automatisch jeden Respekt der Jugend, wenn man versucht, sich da heranzuschmeißen.

      Die ekeligste und peinlichste Sprach-Kür in Deutschland ist das „Jugendwort des Jahres“ – noch schlimmer als das ohnehin schon abstoßend politisch-korrekte „Unwort des Jahres“.

      Erwachsene sollen sich der Jugend nicht andienern. Sie sollen ihr Vorbild sein und ihr Anweisungen geben. Ob diese Anweisungen dann befolgt werden, ist freilich eine andere Frage. Hoffentlich nicht immer: Die jungen Leute sollen ja auch echte Krieger und Rebellen werden.

      Die Jugend soll das Alter achten. So schreiben es der Islam, das Alte Testament der Juden, erst recht der Konfuzianismus und eigentlich alle Religionen vor. Aber diese Achtung ist nicht durch Schleimerei zu gewinnen.

      In der DDR sang der Oktoberklub (zur Melodie des „Bürgerliedes“):

      „Daß die Kinder, die wir machen,
      Über unsere Fehler lachen,
      Das gehört nun mal dazu.
      Aber daß sie einmal sagen
      ‚Wie die Alten muß man‘s wagen!‘
      Das, ja das, tut was dazu!“

      Natürliche Autorität und Strenge sind zu begrüßen – Anbiederung ist immer lächerlich. Der ewige Kampf der Generationen kann nicht durch das Kuschen der Alten gegenüber der Jugend hinwegdefiniert werden.

      Ich kriege schon das Große Kotzen, wenn neudeutsche Eltern ihren Kindern mal wieder Anweisungen mit „bitte“ geben: „Jonas, stellst Du Dein Fahrrad bitte da an die Wand?“ „Mia, laß das bitte sein.“ „Sophie, bitte, wir hatten doch ’ne Abmachung…“ Uah! Das läuft mit einem kurzen Anschnauzen besser. Hier können wir Deutschen von unseren Türken was lernen – bei denen es eben auch kein „ADHS“ gibt.

  7. Der im Film genannte Caius („Kajus“) erinnerte mich auch sofort an Karius/Karies…
    und Antigone… ich fand die Assoziation „Lehrerkind“ aus dem Film leider durchaus nachvollziehbar, da bei dem Namen viele bestimmt sofort an Sophokles und sein Werk denken, das in vielen Ländern ein Teil des Lehrplans ist… davon abgesehen ist der Name absolut nicht gängig, das „Anti“ klingt nicht gerade schön und ist als denkbare Abkürzung grauenhaft. Es ist daher durchaus vorstellbar, dass es ein Kind mit diesem Namen bei anderen Kindern nicht leicht haben könnte.

    • „Anti“ klingt nicht gerade schön und ist als denkbare Abkürzung grauenhaft. Es ist daher durchaus vorstellbar, dass es ein Kind mit diesem Namen bei anderen Kindern nicht leicht haben könnte.

      Leute, laßt doch diese Panikmache!

      Mir drehen sich die Klöten um, wenn ich dieses süßlich-besorgt-hämische Weiber-Vokabular höre: „Kinder können grausam sein“, „nicht leicht haben können“, „könnte dem Kind schaden“. Uah!

      Heutige Kinder sind eh zu blöd, um zu wissen, was das eigentlich bedeutet, nämlich „gegen-“. Die kennen das maximal auf dem Umweg über das US-Englische.

      Und was soll an dem Spitznamen Anti (gesetzt den Fall, daß es ihn überhaupt gibt) denn nun so schlimm sein? Wenn ein Mädchen darunter leidet, ist sie wirklich verhaltensgestört. Nichts ist ehrenhafter, als gegen etwas zu sein. Ein Spitzname für eine echte Kriegerin. Und welcher echte Mann wünschte sich schon keine Kriegerin zur Tochter, sondern ein doofes, süßliches Mäuschen? Exakt: Keiner.

      Und wenn nun schon „Lehrpläne“ die Vornamenswahl beeinflussen sollen… Uah!

      Kalle Weißmann präsentiert in seinem „Konservativen Katechismus“ von 2009 Antigone als „große Konservative“. Das halte ich freilich auch nicht für überzeugend.

      Kennt jemand den Stern Antares im Sternbild Skorpion? Antares, das ist der „Anti-Ares“, der „Gegen-Mars“, weil er als Stern in der Ekliptik regelmäßig mit dem Planeten Mars (=Ares) verwechselt wurde und wird.

      Mädels, kriegt möglichst schnell Eure Kinder, laßt Euch nicht bange machen und gebt ihnen die Namen, die Euch gefallen! Entweder besonders konservativ oder besonders bunt – aber nicht mittelschichtig-anpasserisch.

  8. Ich verstehe das Theater nicht. Weder um den Namen Adolf noch um Antigone.
    Wenn ein Kind den übrigen Kindern nicht in den Kram passt, dann ist es völlig egal, ob es Antigone, Adolf, Zoe, Luise, Christian oder Patrick heißt. Ist es als Teil der Gruppe akzeptiert ist es wiederum ebenso egal, wie es heißt.
    Kinder und Erwachsene sind viel zu oberflächlich um tiefgründige Gedanken zu fassen, von daher ist dieses negative Assoziationengeschwader durch das gewisse Namen als nicht vergebbar angesehen werden völlig überflüssig.
    Adolf wird kein Nazi, Antigone ist nicht Anti und Ignatius ist auch kein Nazi.

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