Babynamen der Woche 42/2018

Neo Ocean * Elida * Noam * Ricarda * Ferdinand Vitus * Elisa Marina * Samuel Johannes * Richard * Aurella Ines * Nikita Luisa * Lore Jonna Elisabeth * Paulinus Marcel * Arnold Frido * Tracey Tyra Hope * Ben-Matteo * Denise * Sophie Carlotta * Anina Hanna Magdalena * Samu Enrik * Junes Ole * Kenan Bjarne * Rolf Johann Georg * Jada-Rose Jilliana * Leni-Lee-Angel * Leyla-Sunny Rose * Julio Leander * Eduard Flynn * Zoey-Chiara * Ginevra * Luzius

Super Babynamen

70 Gedanken zu “Babynamen der Woche 42/2018

  1. Tracey Tyra Hope, Zoey-Chiara: siehe Leyla-Sunny Rose

    Zoey-Chiara – eine perfekte Symbiose von zwei Klischeevornamen.

    Ich höre gerade im Radio, daß die gemeinsame Tochter der großen Catherine Deuneuve (gerade 75 geworden) und Marcello Mastroiannis eben Chiara heißt. Das adelt den Namen schonmal nicht unerheblich.

    Ferner mußte ich im Juni dieses Jahres anderthalb Wochen im Krankenhaus liegen. Die hübscheste Krankenschwester dort, wenn nicht ganz Hannovers, war Schwester Chiara. Ihre Schönheit hat zu meiner weitgehenden Genesung mehr beigetragen als jedes Medikament.

    Daher habe ich meinen Frieden mit dem Vornamen Chiara gemacht – mag er denn meinethalben auch als „die italienische Form von Clara“ gehandelt werden.

  2. Lieber Herr Bielefeld,

    gibt es unter den neuen Babynamen der Woche keine Kommentarmöglichkeit mehr? Das wäre sehr schade, denn die unterschiedlichen Assoziationen zu den Namen machen das ganze doch erst interessant. Ich lese seit Jahren stumm mit und freue mich immer auf Freitag und die lustigen Kommentare. Zugegeben, die Ausdrucksweise einiger Kommentatoren (nicht nur Jan) finde ich teilweise daneben. Auch dass der Blog mit vom Thema wegführenden Kommentaren von Jan überschwemmt wird, nervt, aber diese Kommentare überspringe ich einfach.

    Liebe Grüße

    Die treue Leserin Anni

    • Richtig, die Ausdrucksweise einiger Kommentatorinnen und Kommentatoren ist ziemlich daneben. Aus Rücksicht auf die betroffenen Kinder habe ich die Kommentarfunktion diese Woche abgeschaltet.

  3. Aus Rücksicht auf die betroffenen Kinder

    So ein Schmarrn. Mit Ausnahme irgendwelcher völlig langweiliger „Gefällt-mir-gefällt-mir-nicht-so“-Äußerungen haben hier seit Jahren mindestens zwei Drittel der Kommentare aus Lästereien bestanden.

    Dein „Kevinometer“, Knud, übrigens schon strukturell.

    Das ist nun einmal ein Kernproblem der Thematik: Je seltener, selbstgebastelter und „kreativer“ ein Vorname, desto größer die Wahrscheinlichkeit, daß er Hohn auf sich zieht. Und umso größer andererseits die Wahrscheinlichkeit, daß Mami und Papi das dann in Deinem Blog per Google finden. Man mag den stolzen Eltern nicht wehtun, tut es aber zwangsläufig.

    Aber die „Rücksicht auf die betroffenen Kinder“ halte ich für Heuchelei. (Und bis die lesen und schreiben können, wird das Internet ohnehin schon wieder ganz anders aussehen..)

    • bis die lesen und schreiben können, wird das Internet ohnehin schon wieder ganz anders aussehen

      Die „Babynamen der Woche“ gibt es seit 2008. Die meisten dieser Kinder können schon ganz ordentlich lesen und schreiben.

    • Da es gerade angesprochen wurde, möchte ich auch ich mein Befinden zum Ausdruck bringen. Ein Urteil über die Kommentare von Jan oder seinen Kritikern möchte ich weniger abgegeben. Die Bezeichnung „Heuchelei“ im letzten Kommentar ist vielleicht nicht gerade höflich ausgedrückt aber falsch ist sie auch nicht. Die Frage ist doch, was will man mit dem Blog erreichen. Ist es nicht der Sinn hinter diesem Blog, die Meinungen der Leser zu einem jeweiligen Artikel zu erfahren und gerade dafür über die ausgewählten Themen und nicht über langweilige Mitteilungen zu berichten? Wenn das nicht das Ziel ist, warum werden dann vermehrt furchtbare, exotische, verrückte und ungewöhnliche, weniger aber schöne oder unauffällige ein anderer würde gar langweilige Namen sagen, willkürlich ausgewählt? Es macht keinen Sinn, einen Namen stundenlang über das Internet oder andere Quelle in Erfahrung zu bringen, nur um dann keine oder allemal positive und höfliche Kommentare zu erwarten. Natürlich möchte man provozieren, eine bestimmte Reaktion hervorrufe und das Interesse wecken. Ob es dafür nötig ist, Namen zu bestimmten Zeiten zu wählen, bei denen es für die Eltern, Freunde, Verwandte oder gar für das Kind selbst sehr einfach nachvollziehbar sein wird, dass es sich um den eigenen Namen handelt, ist dahingestellt. Die Frage ist doch eher, sind wirklich die Kommentatoren „die Bösen“ oder ist es nicht eher eine sehr berechnende und für den eigenen Ruhm und das eigene Ansehen gemachte Situation. Wer ganz offensichtlich Namen von lebenden Kindern im Internet verbreitet mit einer Absicht, die für jeden klar sein sollte oder gar diese über eine App in eine Schublade steckt, sollte zumindest soviel Mumm haben und dahinter stehen.

    • mit einer Absicht, die für jeden klar sein sollte

      Magst Du mal konkret schreiben, welche Absicht das ist? So vage formuliert klingt es, als sei es Schweinkram oder illegal.

    • “Die Frage ist doch eher, sind wirklich die Kommentatoren „die Bösen“ oder ist es nicht eher eine sehr berechnende und für den eigenen Ruhm und das eigene Ansehen gemachte Situation. Wer ganz offensichtlich Namen von lebenden Kindern im Internet verbreitet mit einer Absicht, die für jeden klar sein sollte oder gar diese über eine App in eine Schublade steckt, sollte zumindest soviel Mumm haben und dahinter stehen.”

      Damit hast du den Nagel auf den Kopf getroffen, Anne, da ist sehr viel Wahres dran!

    • So sehr ich hier mit Anne, Talea und natürlich mit Maria Th. übereinstimme: Nun hat Knud die BdW 46 seit etwa vierundzwanzig Stunden schon wieder kommentierbar gemacht. Die Sache ist damit eigentlich durch…

      Wie ich das immer gerne sage: Herrschaften regeln das unter sich. Es gibt einen gewissen Eliten-Konsens, auch wenn man unterschiedliche Temperamente, Ansichten, Herkünfte, Religionen etc. pp. hat.

      Zum Elitenkonsens und zum Adel gehört auch immer das Recht, gelegentlich mal daneben zu hauen und was falsch machen zu dürfen. „Pack schlägt sich und verträgt sich.“

      Es ist besser, siebenmal Fehler zu machen, als auf einem Fehler zu bestehen. Man soll die Fehler ja nicht zugeben und „bekennen“ wie ein Asket oder ein Wüsten-Büßer, oh nein – man soll sie stillschweigend rückgängig zu machen versuchen.

  4. Ich möchte mich vielem schon Gesagten anschließen. Ohne die Kommentarfunktion sind die Babynamen der Woche nur halb so interessant. Da benötigt man diese Seite nicht mehr und könnte gleich selbst in Babygalerien stöbern. Zum Punkt, die Namen ins Internet zu stellen: In Babygalerien sind sie doch sowieso schon dort! Prinzipiell könnte jeder in irgendwelchen Foren über derartige Namen etwas schreiben. Eltern, die besonders spezielle Namen vergeben, müssen ohnehin damit rechnen, dass sie damit auf Kritik stoßen oder zumindest polarisieren. Und die Kinder? Entweder lernen sie, ihren Namen zu lieben (dann stehen sie über solchen Kommentaren von hier) oder haben selbst ihre Schwierigkeiten mit dem Namen und die Kommentare spiegeln wider, wie ihre Umwelt ihnen begegnet. Sie werden es gewohnt sein …
    Ich schließe mich den Meinungen übers Heuchlerische an: Die Kevinismus-App finde ich viel schlimmer! Da wird das Schubladendenken bewusst gefördert, während hier einfach ein buntes Sammelsurium von verschiedenen Meinungen präsentiert wird!

    Das Schubladendenken in extremer Form stört mich bei manchen Kommentatoren auch. Da will es mir manchmal nicht in den Kopf, wie jemand einerseits über so viel Wissen verfügt und weitläufige Zusammenhänge sieht und andererseits doch recht verbohrt in seiner eigenen kleinen Welt lebt …
    Die Ausschweifungen Richtung Geschichte finde ich z.T. auch etwas anstrengend (ist nicht mein Interessengebiet, jedenfalls nicht, wenn es über Namensgeschichte hinausgeht), aber da lese ich dann drüber hinweg.

    Was die Höflichkeit und Rücksichtsname beim Formulieren der Beiträge betrifft, so ist dies sicher eine Gratwanderung, wenn man dennoch ehrlich sein möchte. Ich versuche, dies in meinen eigenen Beiträgen zu schaffen – sollten sie einmal oder öfter übers Ziel hinausschießen, bitte rückmelden, okay?

    Ansonsten wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße
    Talea

    P.S. Ich sehe gerade erst, dass die Funktion schon wieder freigeschaltet ist – prima! 🙂

    • “Die Kevinismus-App finde ich viel schlimmer! Da wird das Schubladendenken bewusst gefördert, während hier einfach ein buntes Sammelsurium von verschiedenen Meinungen präsentiert wird!”
      Genau, einerseits geriert man sich als Gutmensch, andererseits legt man es genau darauf an, konträre Meinungen im Blog einzufangen, damit die Sache spannend bleibt und entsprechend viele Klicks auflaufen…
      Und ich bin bzw. war mit Jan beileibe nicht immer gleicher Meinung und fand so manches auch nicht dem entsprechend, was ich als korrekt oder richtig empfinde. Aber das ist nun mal unsere Meinungsfreiheit, dabei muss oder sollte man auch andere Meinungsäußerungen aushalten können, wenn man sie auch nicht immer für sich akzeptieren kann. Sonst wären wir alle gleichgeschaltete Roboter, oder?

    • Ach, wenn sie denn mal so klein wäre, die Welt – ich wäre froh. 🙁

      Schieße seit mehr als dreißig Jahren zwischen Katholizismus, Agnostizismus und Islam, zwischen rechts und links, zwischen Traditionalismus und Moderne, zwischen Aufklärung und Reaktion, zwischen Romantik und Rationalismus hin und her wie eine Flipperkugel. Das ist interessant, aber keineswegs bequem.

      Nur etwas Reales auf die Beine gestellt habe ich eigentlich nie, das stimmt. Insofern ist meine Welt dann wirklich klein.

      Ich beurteile Vornamen nun einmal fast ausschließlich nach ihrem historischen, kulturellen und religiösen Kontext. Andere hier interessiert die etymologische Bedeutung und gerade auch der Klang, die Phonetik. Ich halte alle Ansätze für völlig legitim. Nur muß man mir meine historischen Abschweifungen gestatten, auch wenn man sie für langweilig hält – so wie ich vielleicht auch mal das Jonglieren mit Vokalen und Konsonanten für langweilig halte.

      Ansonsten stimme ich Deinen Erwägungen, Talea, wie auch denen von Anne vollkommen zu. Freut mich, daß Maria Th. das auch so sieht. Aber das Thema ist ja nun wohl auch abgefrühstückt.

      Horrido*

      Jan

      *) Das ist der Schlachtruf und Gruß der Jägertruppe. Wie „Glück auf!“ bei den Bergleuten oder das davon abgeleitete „Glück ab!“ der Fallschirmjäger. Antwort auf das Horrido eines Offiziers ist ein „Hohoo!“ der Mannschaften.

  5. Meine Meinung:
    Man kann verschiedener Meinung sein, ohne zu beleidigen, herabzusetzen oder in Schubladen zu stecken.

    Mich stört es, wenn
    – die eigene Meinung absolut gesetzt wird (z. B. Namen mit u klingen unschön)

    – eigene Meinung oder Vermutung als Tatsache dargestellt wird (z. B. Phillip ist die korrekte Schreibweise dieses Namens bzw. Luka ist eine falsche Schreibweise).

    – Kommentare herabsetzend oder beleidigend sind.

    Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass Vornamen mit Liebe und Bedacht ausgewählt sind und manchmal hinter einer in mancher (durchaus manchmal auch meinen) Augen “verunglückten” Namenswahl Motive stecken können, die wir nicht kennen.

    Die Grenze ist für mich da, wo Menschen herabgesetzt werden bis hin zum Absprechen des Menschseins, (Beispiel “Missgeburten”). Da würde ich mir auch ein Eingreifen des Moderators wünschen.

    Viele Grüße

    • Da der Begriff „Mißgeburten“ für Zwitter-Wesen hier offensichtlich nicht nur Begeisterung auslöst, möchte ich dazu noch etwas sagen.

      Es gab in Europa bis weit in die Frühe Neuzeit hinein die Praxis der „nachgeburtlichen Abtreibung“. Babys, die man materiell einfach nicht mehr durchbringen kann oder die von Geburt an einen erkennbaren Defekt haben, zum Beispiel eben Mongos oder Zwitter-Wesen, werden „ausgesetzt“. Mit anderen Worten: Man läßt sie bewußt verhungern.

      War völlig normal, auch die Kirche hat kaum je etwas dazu bzw. dagegen gesagt. Daß die Christen heute so fanatisch gegen Abtreibung anrennen, ist ein Phänomen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

      Ich halte diese „Pro life“-Schiene übrigens für einen schweren strategischen Fehler der Christen. Warum? Man appelliert an die weibische Rührseligkeit. Man arbeitet mit weichlichen Embryo-Bildern. Damit gewinnt man keine Männer. Schon das Eintreten des Bischofs von Münster, Clemens Augusts von Galen, im Nazifaschismus für die Geistesschwachen war hier bezeichnend. Klar, Juden darf man gerne ihre Häuser und ihr Geld wegnehmen und sie „irgendwohin“ deportieren, kein Problem für die braven Katholiken – aber die erbkranken, geistesschwachen Schäfchen der Kirche umbringen, des geht net. Wo kämen wir da hin, wenn der Kirche eine ihrer Haupteinnahmequellen wegfrisiert würde?! Je blöder und kranker, desto besser. Das hat schon Nietzsche klar gesehen.

      Das ist einer der Gründe, weshalb ich mich niemals taufen lassen werde. Der Protestantismus ist in jeder seiner Spielarten ohnehin indiskutabel, das Judentum ist an die Rasse gebunden. Die Annahme des Islam hingegen will ich mir offenhalten. So sympathisch mir der katholische Heiligenkult ist, gerade die Verehrung der Mutter Gottes: Der Islam ist einfach gesünder. Nochmals Nietzsche (aus dem Gedächtnis): „Friede, Freundschaft mit dem Islam. Kampf mit Rom bis aufs Messer.“

      Jesus war im Grunde ein heuschreckenfressender Wüstenprediger wie etwa auch sein Konkurrent Johannes der Täufer. Ein Zimmermann als Vater (mein eigener war Dachdecker 😉 ), ein paar Ex-Nutten, Nervbolzen und Neurotiker als Anhänger. Der Prophet Muhammad hingegen war alles: Kaufmann, Visionär, Prophet, Staatsmann, Feldherr, Lehrer, Prediger, Asylant, Gesetzgeber, Organisator, Familienvater (insgesamt zehn Ehefrauen!). Jesus sagt: „Gebt Cäsar, was Cäsars ist.“ Mohammed war Cäsar. That’s what makes the difference.

  6. Heute ist Allerheiligen. (Hier kein Feiertag – anders als der lächerliche Reformationstag gestern.)

    Daher noch kurz etwas zu Matteo. Ich muß bei Matteo sofort an Matteo Ricci denken – ein „nicht heiliggesprochener Heiliger.“ Mitglied der Gesellschaft Jesu, Universalgelehrter, vor allem Astronom. Begründer der China-Mission. Mittler zwischen der chinesischen und der abendländischen Kultur. Einer der Begründer des jesuitischen Prinzip der Akkulturation/Akkomodation – man paßt sich den Gebräuchen der Oberschichten von nichtchristlichen, aber zivilisierten Völkern an, um Einfluß zu gewinnen und um sie so zu missionieren. Matteo kleidet sich in China wie ein Mandarin, hat Zugang zu den höchsten Kreisen des Ming-Reiches und kann gar Einfluß auf den chinesischen Kaiser nehmen. (Die Jesuiten widmen sich immer und überall vor allem der Oberschicht. Vgl. auch di Lampedusas wunderbaren Roman „Der Leopard“.) Matteo begeistert in China durch seine präzisen Vorhersagen von astronomischen Phänomenen wie Sonnenfinsternissen. Natürlich spricht und ließt er (anders als Lille Weidel…) fließend chinesisch. Ein Vorbild.

    Und dennoch: Matteo ist im heutigen Deutschland in der Tat ein nervtötender Modename. Ein Detlev unserer Tage. (In meiner Generation hatten übrigens Thomas und Olaf partiell die Funktion eines Detlevs in der Generation zuvor – also als Karikatur eines Schwulenvornamens.)

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