Lana & Mila und weitere Zwillingsnamen

  • Alexander Christopher & Dominik Maximilian
  • Alexander Baili & Maximilian Baichuan
  • Orlando Brooklyn & Bella Juliette
  • Ida Alea & Ben Ansgar
  • Franziska & Theresa
  • Johannes & Philipp
  • Raphael & Jonas
  • Marina & Leonie
  • Adilon & Aleyna
  • Tristan & Tabea
  • Sophia & Emilia
  • Henry & Stuard
  • Anton & Greta
  • Marie & Lukas
  • Benno & Carlo
  • Jonte & Jorve
  • Anny & Erwin
  • Zara & Emina
  • Simon & Jona
  • Eslem & Asaf
  • Paul & Greta
  • Lana & Mila
Storch bringt Zwillinge © Pétrouche - Fotolia.com
Illlustration © Pétrouche – Fotolia.com

Und außerdem …

11 Gedanken zu “Lana & Mila und weitere Zwillingsnamen”

  1. Ich finde “Lana” schon nicht so optimal, weil:

    1. Die Bedeutung rückwärts nicht so toll ist. Jedes Kind schreibt seinen Namen einmal rückwärts oder überlegt, was die Namen anderer rückwärts bedeuten.

    2. Es einfach nur “Wolle” heißt.

    Lana & Mila klingen mir zusammen zu labial-genuschelt.

  2. Mir fällt Alexander Baili & Maximilian Baichuan positiv auf. Vermutlich handelt es sich dabei um zwei kleine Halbchinesen, jedenfalls würde ich die Zweitnamen als chinesisch einordnen. Die Erstnamen sind hierzulande Klassiker, beide mehrsilbig und enthalten beide ein x. So haben die Namen einiges gemeinsam, sind sich aber keinesfalls zu ähnlich.

    Ansonsten gefallen mir noch Franziska & Theresa, Anton & Greta sowie Marina & Leonie.

    Bei Lana & Mila stört mich das „Lala”, das entsteht, wenn man die Mädchen in umgekehrter Reihenfolge ruft („Mila, Lana!”). Lana finde ich ohnehin eintönig, und dann ist da noch die unglückliche Sache mit dem Rückwärtslesen.

    Simon & Jona passen auch zusammen, sind aber nicht mein Geschmack. Ich habe festgestellt, dass mir die Silbe jo missfällt, obwohl jo-Namen zurzeit beliebt scheinen (Jonas, Jona, Jonah, Joas, Joah sind mir schon begegnet, dann gibt es noch Klassiker, die mir besser gefallen wie Johann(a) und Josefine). Das o ist für mich ein warmer Vokal, das j hingegen klingt für imch eiskalt (nicht unbedingt in negativer Hinsicht). Die Kombination finde ich jedoch auf eine unangenehme Weise gegensätzlich. Aber wahrscheinlich gefällt vielen gerade der liebliche j-Laut gefolgt vom warmklingenden o.

    Ida Alea & Ben Ansgar: Ida Alea klingt schlampig gesprochen wie Ida Lea, dann wären es zwei gängige und für meinen Geschmack viel zu kurze Namen. So hat Alea denselben Anfangsbuchstaben wie Ansgar. Ben ist mir natürlich auch zu kurz.

    Alexander Christopher & Dominik Maximilian: Hier finde ich es unglücklich, dass beim einen Zwilling beide Namen auf -er enden.

  3. Aber „Stuard“ mit -d ?! Stuart ist ursprünglich die französische Schreibweise des englischen Namens Stewart – seit sich Maria Stewart/Stuart, Königin von Schottland, mit Frankreich gegen England alliiert hatte. Sie ist bekanntlich unterlegen und wurde von Elisabeth I. von England hingerichtet.

    Es sieht ferner aus wie ein falsch geschriebener Steward, also ein Schiffs-Diener (vgl. Stewardess). Daß beide Schreibungen vermutlich die gleichen sprachlichen Wurzeln haben, scheint mir irrelevant. Stuard ist ein sprachlicher und historischer Betriebsunfall.

    Und dazu auch noch ein Henry als Bruder. Wie Heinrich VIII., Vater Elisabeths I.

    Auffällige, aber m.E. grottige Zwillings-Namen…

    • neulich habe ich erst darüber nachgedacht ob Stuart und Steward verwandt sind.
      eine Berufsbezeichnung als Name verwendet(wie Taylor) oder aber der erste Schiffsdiener hieß Stuart und die Bezeichnung hat sich dann gehalten für alle weiteren.
      aber woher soll man da jetzt die Wahrheit herausfinden?
      in so einem “unnützes Wissen” Heft das lauter skurrile Einzelfakten bringt? da weiß man dann auch nicht ob das stimmt.
      Adilon kenne ich als Putzmittel. darf man aber eher nicht sagen.

    • @ mgl

      Ich mußte das gestern abend auch nachlesen – wohl wohl? Und wenn man der Wiki trauen darf, leiten sich sowohl der Name des schottischen Klans als auch die Berufsbezeichnung von der englischen Bezeichnung „Stewart“ des mittelalterlichen Hofamtes Truchsess ab.

      Ein Truchsess war anfänglich der oberste Aufseher über den Haushalt eines Fürsten – sehr bald aber wurde es zu einem reinen Ehrenamt. Im Heiligen Römischen Reich z.B. waren die Pfalzgrafen bei Rhein („Kurpfalz“) Truchsesse des Reiches. Jedenfalls hat das wenig bis gar nichts mit herumflitzenden Pagen oder hübschen, dauerlächelnden Bloody-Mary-Ausschenkerinnen zu tun…

      Also: Hier geht nicht der Name auf einen Beruf zurück (wie eben eben bei Taylor Smith, Bauer, Müller, Charpentier etc.), sondern Name und Beruf haben die gleiche Wurzel.

    • Selbst in den USA, wo Kreativschreiben groß angesagt ist, habe ich noch nie einen Stuart mit D gesehen. Immer Stuart oder Stewart; die Berufsbezeichnung dann “steward” geschrieben.

      Die Schreibung mit D sagt mir, dass es sich nicht um englische Muttersprachler handelt, oder wenn ja, dann nicht aus Nordamerika, Großbritannien, oder Australien/Neuseeland.

  4. Ich finde es viele sehr gute Namen dabei. Diese Kombis gefallen mir gut:

    Alexander Christopher & Dominik Maximilian – hier hätte ich Alexander Christoph besser gefunden, ansonsten ist alles okay

    Franziska & Theresa
    Johannes & Philipp
    Raphael & Jonas
    Marina & Leonie
    Vier Zwilingskombis, die ich alle wirklich gut finde, da gibt es nichts zu meckern.

    Sophia & Emilia – schöne Einzelnamen, aber zweimal die Endung -ia, ist vielleicht nicht so ideal, aber auch nicht schlimm

    Marie & Lukas – schöne, einfache Namen, gefällt mir. (Marie als Einzelname ist fast schon wieder selten.)

    Simon & Jona – Jona sollte einen Zweitnamen bekommen, damit er nicht erklären muß, dass er ein Junge ist. Zum Beispiel ein kurzer Zweitname wie Jona Paul würde schon reichen. Aber ich mag beide Namen, vor allem Simon mag ich sehr.

    Paul & Greta – Ich mag Paul lieber als Anton. Es passen aber sowohl Paul als auch Anton zur Zwillingsschwester Greta.

  5. Mir gefallen:

    Marina & Leonie, Tristan & Tabea, Sophia & Emilia, Anton & Greta, Marie & Lukas, Simon & Jona, Paul & Greta und Lana & Mila

  6. Orlando Brooklyn–
    In den USA wird Brooklyn eigentlich als Mädchenname gehandelt.
    Orlando kommt im englischsprachigen Raum öfters vor, obwohl die englische Form von Roland eigentlich Rowland ist (daher auch der englische Nachname Rowlands). Diese italienische Namensform von Roland faszinierte die englischsprachige Welt schon im 18. Jahrhundert, so dass sich schon in diesem Zeitalter englische und amerikanische Orlandos finden. Was Orlando, Florida, angeht–Florida war ja lange eine spanische Kolonie. Ob der Name des Ortes Orlando mit dieser spanischen Kolonialgeschichte zusammenhängt?

    Die Namenskombi Orlando Brooklyn bezeichnet zwei bekannte Orte in den USA. Finde ich schon etwas seltsam. Ansonsten finde ich Orlando in der englischsprachigen Welt tatsächlich einen sehr schönen Namen.

    Wirklich angenehm sind solche eher klassische Zwillingskombis wie Anton & Greta, Paul & Greta, Marie & Lukas, Johannes & Philipp, Jonas & Raphael und Simon & Jona.

    • Das mit den Rolands-Namensformen ist wirklich ein spannendes Thema! Florida ist ja selbst ein spanisches Wort – „die Blühende“, betont dann auf dem i. Das zahlreiche Ortsnamen im Süden der USA spanische Wurzeln haben (San Diego, Los Angeles, San Francisco etc. pp.), weiß Mark besser als ich. Vielleicht auch Orlando in Florida.

      Oder man denke an den Komponisten Orlando di Lasso aus dem 16. Jahrhundert. Viele Leute heute halten den für einen Italiener, und er hat in der Tat im (heutigen) Italien gewirkt – geboren aber ist er als Orlande de Lassus in Mons im schönen Hennegau (heutiges Belgien), einem Kerngebiet der burgundischen höfischen Kultur. Und seine Musik atmet gleichsam auch burgundischen Stil und Geist. Geboren ist er lange nach dem Untergang des Herzogtums Burgund, aber das ist bei Kaiser Karl V., dem „letzten Burgunder“, nicht anders – die kulturelle und politische Strahlkraft des „Projekts Burgund“ (das ist jetzt meine Ad-hoc-Formulierung) war eine ungeheuerliche.

      Um diesem Dilemma zu entgegen, nenne ich den Musiker meistens latinisierend Orlandus Lassus. (Habe einen Faible für Alte Musik.)

      Brooklyn als Vornamen hätte ich auch für einen (proletigen) Mädchennamen gehalten.

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