Hilfe, wie soll ich mein Baby nennen?

Hier ist Platz für alle Leute, die nicht wissen, wie sie ihr Baby nennen sollen und sich von den Experten und Besuchern von beliebte-Vornamen bei der Namensfindung helfen lassen wollen.

Update: Wer Hilfe sucht, kann das gern weiterhin hier unter diesem Beitrag posten. Oder (jetzt neu!!!) an mich per E-Mail schicken: kontakt@kbielefeld.de, ich veröffentliche das dann als eigenständigen Beitrag.

Und außerdem …

520 Gedanken zu “Hilfe, wie soll ich mein Baby nennen?”

  1. @ Jan Ich bin ethnisch deutsch 🙂 Aber familiär seit Jahrhunderten im Baltikum bzw. seit 30 Jahren nicht mehr. Trotzdem wäre mir die sprachliche Verbindung zum Russischen wichtig.Deshalb liebäugle ich mit Victoria, auch wegen “Vic” in “La Boum”, scheue aber die Hänseleien.

    • Herrje, das ist ja interessant! 🙂 Man hört kaum je von Baltendeutschen, die nach 1939 noch dageblieben sind bzw. bleiben konnten! In Treuen fest!

      Ich würde Viktoria mir k schreiben…

    • Victoria ist doch ein toller Name – und zum Hänseln findet man zu jedem Namen etwas… Mir persönlich wäre er als Erstname zu lang, er schreit wie Alexander förmlich nach Abkürzung.

    • Das wäre mir zu ähnlich zu Alexander zum einen, zum anderen zu ausgefallen, das Kind wird immer den Namen erklären müssen.
      Dass es ein Verhütungsmittel dieses Namens gibt, wäre gar nicht das Problem, es gibt ja viele Markennamen, die eigentlich Vornamen sind, sowas gibt’s immer mal:
      Melitta (Kaffeefilter)
      Diane (ebenfalls ein Verhütungsmittel)
      Camelia (das weiß wohl jede/r)
      u.v.m.

    • Maria Th. (und Düna83),

      sehr richtig. Hinzu käme bei den Verhütungsmitteln noch, daß kein Mann (wenn er nicht gerade Arzt ist oder sonstwie eine Macke hat) weiß, wie diese Pillen heißen. 😀

      Jedenfalls ist man wohl nie sicher davor, daß Vornamen als Produktnamen verwendet werden. „Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt achtzig.“ Solange ist kaum je ein Produkt auf dem Markt – na, mal abgesehen von den Kaffeefiltern, vielleicht.

      Ich finde Lysandra aber auch nicht gerade besonders klassisch… Und wie soll das denn mit dem Russischen zusammenklingen? Das war ja wohl eine der Anforderungen… Лисандра? Aber dann ist der ü-Klang weg, den das y nun einmal im Deutschen hat, und das s wird scharf und nicht weich wie im Deutschen.

    • Lysandra
      Ist mir im Vergleich zu Alexander zu ungewöhnlich. Außerdem klingt das wie Sandra, was wiederum eine Kurzform von Alexandra ist. Leandra gefällt mir zwar besser, passt aber auch nicht zu einem Bruder, der Alexander heißt, das klingt zu ähnlich. Ich schließe mich Maria Th. an, nimm einen Namen den man möglichst wenig erklären muß, das ist einfacher für das Kind.

      Wie wäre es mit:
      Katharina (Kathi) – ist auch ein Klassiker wie Alexander, passt sehr gut zu eurem russischen Hintergrund
      Vera – ist zwar kürzer als Alexander, aber würde auch gut zu euch passen
      Lydia – beginnt auch mit Ly… wie Lysandra
      Valentina (Tina)
      Viktoria (Vicky) – Ich sehe hier keinen Grund für Hänseleien.

    • Nachtrag zu meinem Kommentar von heute morgen, 7:09: Ich ziehe den letzten Absatz (und nur den) nach nochmaligem Nachdenken ausdrücklich zurück. Er war Unsinn, insofern sich diese Aussprache- und Tonfall-Unterschiede zwischen Deutsch und Russisch nie vermeiden lassen werden. Es tut mir leid, er war unüberlegt (aber nicht blöd).

      Ich meine aber weiterhin, daß Lysandra zu „gewollt klassisch“, zu künstlich klingt.

      Ja, Katharina wäre auch eine gute Idee! Auf russisch dann halt Jekaterina – wie die Frau Peters des Großen (sie kam aus Kurland!) oder dann natürlich Katharina die Große. (Oder wie unsere – Hannoveraner – zukünftige Landesherrin. 😉 )

    • Lysandra sagt auch mir nicht sehr zu. Viktoria fände ich dagegen gut – oder eben Katharina.

    • Viktoria (Vicky) – Ich sehe hier keinen Grund für Hänseleien.

      Exakt. Vicky war übrigens auch der Rufname der Lieblingstochter der englischen Königin Viktoria und ihres heißgeliebten Alberts von Sachsen-Coburg-Gotha. Vicky war dann die Ehefrau des unglücklichen deutschen Kaisers Friedrichs III. und Mutter Kaiser Wilhelms II. Im Ruhesitz dann „Kaiserin Friedrich“.

      Eine gar nicht so sympathische Frau (Bismarck hat für eine englische Spionin gehalten…), die ihren Sohn wegen seiner Behinderung (am Arm) wohl auch gepiesackt und verhöhnt hat.

      Aber ein respektabler Name. (Also Viktoria, nicht Vicky als Vollform… 😉 )

  2. Hallo zusammen 🙂
    Vielleicht könnt ihr euch erinnern, wir haben einen Mädchenname für die Schwester von Theodor gesucht….
    Danke nochmal für eure Unterstützung!
    Wir haben uns für Antonia entschieden und freuen uns sehr!
    Falls es doch überraschend anders kommen sollte, wird es ein Julius.
    Was meint ihr?
    Viele Grüße

    • Ich hab gerade nochmal kurz nachgelesen – Sehr gute Wahl! Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Geburt!

  3. Ist Juliana einer der langweiligsten Namen der Welt oder einfach nur der unproblematischste Name, den man seinem Kind geben kann? Hat es nun was mit “Glanz” und “Flaum” zu tun, wie man gelegentlich mal liest?

    • Ich finde den Namen sehr schön, kenne bislang nur eine kleine Juliana (3) sowie in meinem Alter eine Juliane. “Langweilig” wäre eher die allgegenwärtige Julia.

    • Mir gefällt Juliana auch. Warum hast du das Gefühl, dass er langweilig sein könnte? Ich kann mir vorstellen, dass er für einen langsam beginnenden Nachnamen zu ruhig im Gesamteindruck wird. Etwas schwungvoller im Ausklang wäre dann die ähnliche Julianna.

      Beispiel: zum Nachnamen Müller besser Juliana (= Juliana Müller) zum Nachnamen Bielefeld besser Julianna (= Julianna Bielefeld)

    • Bei Juliana ist man freilich sofort bei Juliana von Oranien-Nassau, holländische Königin in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das war aber wirklich eine sympathische und hochrespekatble Monarchin. (Die übrigens auch gestern Geburtstag gehabt hätte – der 30. April ist schon ein komischer Tag.)

      Juliana vs. Julianna. Ich hatte vor einigen Jahren eine Kollegin mit dem ethnischen Hintergrund jugo-ungarisch – also aus der Wojwodina. Die schrieb sich mit -nn-, sprach sich aber grundsätzlich mit langem a aus. Angeblich hatte schon ihre Großmutter so geheißen.

    • Juliana ist doch ein schöner Name, wie Annnemarie sagt, finde ich auch Julia viel langweiliger weil zu oft gehört. Ich kenne eine Juliana hier aus der Nachbarschaft, die ist ca. 23. Juliana ist ein geläufiger Name, den man nicht erklären muss, der immer richtig geschrieben wird und doch kein Allerweltsname. Gute Wahl!

    • Schöner und bestimmt unproblematischer Name. In Russland ist auch bekannt, selten, aber nicht seltsam oder langweilig.

  4. Das hat mich überzeugt, danke! Zum Thema Zweitname… Ich weiß, es ist etwas pompös, aber Stellaviktoria wäre doch schön. Ich habe eine Schwäche für Pathos! Kann das ohne Bindestrich eingetragen werden? Ich kannte mal eine Marietheres. Aber bei Marie ist bestimmt alles möglich.

    • Wäre das nicht ein bißchen too much? Stellaviktoria ist schon seeehr lang und klingt seeehr pompös, Viktoria würde doch reichen. Ein so langer Name schreit nahezu nach Abkürzung, da würde für die Mitmenschen wahrscheinlich nicht lang durchzuhalten sein, die Kleine immer Stellaviktoria zu rufen. 14 Buchstaben und 6 gesprochene Silben, nein, ich finde es zuviel.

    • Ich würde hier mal wieder Maria Th. zustimmen – auch wenn es nur um den Zweitnamen geht, der ja kaum je als Rufname verwendet werden wird. Aber Stellaviktoria ist wirklich zu breit. Oder sollte Stellaviktoria jetzt wirklich der komplette Name werden, also Erst- und Zweitname ohne Bindestrich? Das habe ich nicht recht verstanden. Aber wirklich, das scheint mir zu pompös – auch wenn ich Liebe zum Pathos und zu ein bißchen Bombast bestens verstehe.

      Und gerade Viktoria geht doch auch noch gut ins Russische! (Von Stella, auch als Einzelname, halt ich weiterhin nicht viel, siehe bitte oben…) Viktoria paßt auch gut zu Alexander, meine ich; klingt beides nobel und zeitlos.

    • Juliana steht also als Rufname fest? Das ist eine gute Entscheidung! Juliana gefällt mir gut!

      Und als Zweitnamen soll sie Stellaviktoria bekommen? In dieser Schreibweise würde ich das nicht vergeben. Es sieht vom Schriftbild her sehr merkwürdig aus.

      Juliana Stella Viktoria – die getrennte Schreibweise finde ich viel besser! Diese drei Namen klingen hübsch miteinander.

    • Ich schließe mich dem allgemeinen Trend an: Stella Viktoria finde ich nicht schlecht, Stellaviktoria dagegen merkwürdig.

    • Pompös ist das falsche Wort. Merkwürdig finde ich es. Auch die alten Hansjoachims und Klauspeters habe ich nie verstanden.
      Juliana Stella Viktoria ist doch einzigartig genug. Stellaviktoria sieht irgendwie falsch aus, Leertaste beim Standesamt vergessen o. Ä.

    • Ich hatte Stella oben „nuttig“ genannt. Das war zu hart, und ich bitte um Entschuldigung. Aber es klingt im Deutschen einfach wie ein 1920/30er-Jahre-Zirkus-Mädchen. Es klingt unsolide, nach Schaustellerei. Ich stamme selbst von Zigeunern ab und bin sehr stolz darauf. (Kein Witz.) Aber ich würde sagen: Finger weg von diesem Namen.

      Mach was aus Juliana, Viktoria oder Katharina. Das sind hochrespektable Namen, die überall durchgehen und auch noch mit dem Russischen kompatibel sind.

  5. Hallo

    Könnte ich bitte eure Meinung zum Namen Frederik haben?

    Meine Schwester spielt mit dem Gedanken. …

    Wir haben diskutiert, ob man ihn als klassisch und zeitlos bezeichnen kann.
    Viele Grüße

    • Ich meine, daß Frederik im Deutschen nicht klassisch ist. Kommt von irgendwelchen Schwedenvölkern. Auf deutsch heißt das Friedrich.

    • Klassisch und zeitlos in dem Sinne, dass viele (Ur-)Opas oder Väter schon so hießen oder heißen ist Frederik wohl nicht. Traditionell wäre eher Friedrich – zeitlos aber auch nicht, da in der aktuellen Elterngeneration total out. Ich kenne einen Friedrich-Wilhelm Mitte 40, der hatte mit seinem Namen früher sicher wenig zu lachen 😉

      Die Frage ist, wozu Ihr das wissen müsst? Ich persönlich empfinde Frederik als hübschen und eher “gehobenen” Namen, ähnlich wie Konstantin. Er hat einen skandinavischen Anklang, nicht zuletzt wegen des dänischen Kronprinzen. Mir fällt außerdem noch die Maus Frederick (mit -ck) aus dem Bilderbuch von Leo Lionni ein – das zumindest ist ganz klar ein (Kinderbuch-)Klassiker.

    • Frederik (egal in welcher Schreibweise, die vielen Möglichkeiten allein [c, k oder gar ck am Ende? Mit Akzenten, und wenn ja mit welchen und wo?] machen den Namen schon zu einem Problem) klingt nach Chopin.

    • Oder eher nach Reinhard Mey, also nach dessen Künstlernamen in Frankreich in seinen frühen Jahren.

      Frédéric Chopin ist natürlich die französisierte Version seines eigentlichen, polnischen Voramens, also Frazickek, Franczek oder so ähnlich.

      Also: Frederik klingt heute nach Schwedenvölkern, aber sicher haben auch die angelsächsischen und französischen Varianten der deutsch-hochsprachlichen Friedrich zu seiner Beliebtheit beigetragen. Meines Erachtens ein typischer Mittelschichti-Name. Eben in der Tat wie der etwas neuere Konstantin.

    • Frederik
      Mir gefällt der Name Frederik. Ich würde ihn auch nur so schreiben, das ist wohl die häufigste Variante, eben wie der dänische Kronprinz.
      Ein Uropa-Name ist es nicht, dass hat Annemarie ja schon geschrieben. Aber in den 70er (und 60er?) Jahren gab es auch schon Frederiks. Frederik war aber nie sehr häufig und im Zeitraum der letzten 40 Jahre kann man ihn als zeitlos bezeichnen.

      Dagegen ist ein Friedrich entweder ganz alt oder ganz jung, also auch nicht zeitlos. Friedrich ist traditionell und klassisch, gefällt mir auch gut.

    • Je weiter im Norden desto gewöhnlicher ist er wohl. Frederik/c/ck ist in den umgebenden Ländern klassisch: England (ck), Dänemark (k), Frankreich (c). Daher ist er bekannt, gut aussprechbar und vergebbar. Er wirkt jünger als Friedrich. Und: Ich kenne durchaus Endzwanziger die den Namen tragen.

    • Fredrik Vahle heißt auch in Wahrheit Friedrich.

      und ich habe schon von Menschen gelesen die auch Friedrich heißen und im Ausland sich dann als Frederick vorstellen weil das für die meisten leichter auszusprechen ist und auch bekannter ist.

      und es heißen auch immer wieder einzelne Kinder Frederik. also ist der Name schon zeitlos. es ist kein Modename. aber wenn man sich das überlegt ist Friedrich in den letzten 10 Jahren ein bisschen ein Modename gewesen.
      traditionell und Modename schließt sich anscheinend nicht aus.

    • Es ist aber eine Frage, wie man sich im Ausland vorstellt, und eine andere, wie man wirklich in seiner Muttersprache heißt.

      Eine sehr wichtige Inspiration für den preußisch-deutschen Kultus um Friedrich den Großen im Hoch-Nationalismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Opus des englischen (genauer: schottischen) Autoren Thomas Carlyle, eines glühenden Bewunderers Friedrichs und Preußen-Deutschlands. Das Buch heißt im englischen Original natürlich „Frederick the Great“.

      Man sollte sich zumindest als Angehöriger einer Kulturnation immer das Selbstbewußtsein bewahren, Namen in muttersprachlichen Form zu vergeben. Ansonsten klingt es halt sofort gequält möchtegern-international, „irgendwie schwedisch“ und mittelschichti.

    • früher hat man die Königsnamen jeweils in seine Sprache übersetzt, wie du auch Beispiele genannt hast.
      heutzutage nennt man die Namen aus Königsfamilien überall so wie sie auch in ihrem Heimatland heißen(Ausnahmen die mit fremden Schriftzeichen)
      aber der Papstname wird noch übersetzt.

  6. früher hat man die Königsnamen jeweils in seine Sprache übersetzt,

    Exakt. Und es gibt auch heute noch Leute, die das so handhaben. Den von mir sehr bewunderten englischen König Eduard VII. würde ich auf deutsch niemals als „Edward“ bezeichnen.

    Und Richard Löwenherz spricht man ja nun auch deutsch aus – und nicht englisch “Rwitschrd” – oder eben “Rischarch” in französischer Aussprache, wie er das selbst getan hätte. (Der anglonormannische Hochadel hat im Mittelalter bekanntlich französisch gesprochen.)

    Kann mich schon aufregen, wenn Königin Elisabeth II. im Deutschen als „Kwihn Elüssabüss“ bezeichnet wird. Um vom entsetzlich proletigen „Lady Di“ in den 80ern nicht zu reden – dagegen hat sich immerhin sogar noch Rolf Seelmann-Eggebert vom NDR gesperrt.

    Ich finde es auch nicht gut, daß der König von Spanien heute auf deutsch durchgängig als Felipe und eben nicht als König Philipp VI. bezeichnet wird.

    • Eine sehr gute Wahl, wie ich finde!
      Alle guten Wünsche für die Kleine und die ganze Familie!

    • Auch von mir herzlichen Glückwunsch!

      Gottes Segen und Schutz ruhe auf der Kleinen und auf der ganzen Familie.

      Eine vernünftige Namenswahl. Juliana ist ein sehr schöner Name! (Bin geradezu erleichtert, daß Du das mit „Stella Victoria“ nicht in die Tat umgesetzt hast.)

      Und: Wenn Du mal in der Deiner alten Heimatstadt bist: Grüß bitte Die Düna von mir. „Nor Ooostland wyllen wi riiden!“ 😉

    • Herzlichen Glückwunsch auch von mir! Alles Gute für euch und die Kleine.

      Juliana ist wirklich ein sehr schöner Name. Laetizia/Laetitia bedeutet Freude, Fröhlichkeit. Eine schöne Bedeutung, die mir gut gefällt.

  7. Alles Liebe zur Geburt, Daugava. Juliana ist eine sehr schöne Wahl!

    Ich habe mich nun eine Weile nicht gemeldet… Mein Mann und ich hätten sehr gerne vor ein paar Wochen geschrieben, dass wir unsere kleine Hana Merida / Lida Zuzana auf der Welt begrüßen durften und dass wir sehr glücklich sind. Leider kam es nicht dazu. Unser Baby kam nach einem Autounfall still auf die Welt. Meinem Mann und mir geht es körperlich inzwischen in Ordnung, aber alles andere braucht sehr viel Zeit. Wir möchten uns dennoch nochmals für die Namenssuche bedanken und euch mitteilen, dass unser Baby doch ein kleiner Bub war, der sich in meinem Bauch bloß “geschickt hingesetzt” hatte. Also doch ein kleines Überraschungsbaby! Wir haben uns spontan entschieden, ihm den Namen des Opas meines Mannes zu geben, der zu Beginn des Jahres verstorben ist + Johan als Zweitnamen. Das fanden wir symbolisch schön.
    Wir werden nun viel Zeit für uns brauchen und lesen daher fürs Erste nicht mehr mit. Wir wünschen euch und diesem Blog alles Liebe!

    • Beileid. Und gute Besserung, körperlich und seelisch.

      Goethe sagt:

      Wer nie sein Brot mit Tränen aß,
      Wer nie die kummervollen Nächte
      Auf seinem Bette weinend saß,
      Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte!

      Na, wenn man dann da akut weinend auf dem Bett sitzt, hilft einem das erfahrungsgemäß auch nicht so recht weiter…

      Dennoch: Alles Gute.

    • Liebes Dezembermädchen,
      das tut mir unendlich leid für euch, es zerreißt einem beim Lesen schon das Herz. Ich wünsche euch beiden viel Kraft zur Bewältigung dieses Schicksalsschlags und sende Euch alle guten Gedanken.

    • Hallo Dezembermädchen!
      Dein Schicksalsschlag gehört zu den schlimmsten Dingen, die einem im Leben passieren können. Es tut mir sehr leid für euch. Ich wünsche euch viel Kraft für die nächste Zeit!

    • Das tut mir sehr Leid und wünsche euch alles Gute!
      Eure Geschichte zeigt, was für ein Wunder jedes einzelne Kind ist, dass auf der Straße herumläuft. Es ist nicht selbstverständlich, dass immer alles gut läuft.

  8. Es ist noch sehr schwer begreifbar. Ich habe den Tod meines Babys überwiegend im Nachhinein “erzählt und gezeigt” bekommen, aber nicht so recht bewusst miterlebt. Das haben die Tage nach dem Unfall einfach nicht erlaubt. Und ja Marthe, da hast du recht… es ist ein bisschen verrückt letztendlich, wie viele Stunden wir über den Namen, die Farbe der Wand oder spätere Hobbies philosophiert haben, während wir über so eine Situation nicht einmal entfernt nachgedacht haben. Es erscheint nun ganz absurd, dass es für uns je von Bedeutung war, ob die Kleine mal Susanna, Zuzana oder doch Suzanna heißen sollte. Und dennoch bin ich mir nicht ganz sicher, ob es nicht ein bisschen erträglicher wäre, würde auf dem kleinen Kreuz nicht ein Jungenname stehen, sondern Zuzana oder Merida. Sie gehörte ja schließlich schon zu uns. Oh man, ich kann es nicht so ganz erklären und verstehe es selbst nicht wirklich.

    Danke jedenfalls für eure lieben Worte und den Zuspruch. <3

  9. @Daugava 83
    Alles Gute für das Kind und Euch alle. Habe auch Baltendeutsche Wurzeln, bei meinen erwachsenen Kindern schimmert noch etwas davon durch und ich hatte eine russische Großmutter vom Schwarzen Meer, die meinen Großvater während der Oktoberrevolution in Moskau kennengelernt hat, beide studierten dort und er war während der Ausgangssperre unterwegs und sie und ihre Schwester ließen ihn ins Haus, weil sie ihn aus der Uni kannten. Freu mich jemand aus dem Baltikum kennenzulernen.

  10. Wir sind auch noch auf der Suche nach einem Namen für unser zweites Kind, was im August geboren wird. Da wir nicht wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, benötigen wir zwei Namen. Bei den Mädchennamen haben wir uns schon für Luisa entschieden, bei den Jungsnamen werden wir uns aber nicht einig… Vielleicht hat ja jemand noch einen passenden Vorschlag zur großen Schwester die Emilia heißt?

    • Na ja, Luis läge ja nahe, aber da seid Ihr sicher auch schon drauf gekommen.
      Ihr habt sicher schon eine engere Auswahl von Jungennamen. Darf man die wissen? Dann tut man sich leichter, in welcher Richtung man suchen könnte.

  11. Meine Favoriten sind Adrian, Adam, Nikolai, Kilian (allerdings sehr ähnlicher Klang zu Emilia) Simon, Marius und auch Luis. Die findet mein Mann alle doof! Ihm gefällt Jonas, der mir wiederum zu häufig und zu langweilig ist. Außerdem heißt ein guter Freund so, mit dem wir uns auch oft treffen.

    • Ganz allgemein gesagt, würde ich zu Emilia einen Jungennamen mit eher dunklen Vokalen kombinieren und einen Hiat (vor allem mit ia) möglichst vermeiden (also keinesfalls Elias, Tobias o.ä.)
      Ich probier mal ein bißchen rum, was passen könnte:
      Emilia und Luisa versus
      Emilia und Leon/Lukas/Thomas/Johannes/Valentin/Anton/Alexander/Robin/Raphael (in dieser Schreibweise!), evtl. (trotz i) Julius/Vincent/
      Wäre da was dabei?

  12. Hmm … so weit auseinander sind Eure Namensideen ja nicht, ich zähle mal die Gemeinsamkeiten auf: Zwei- oder dreisilbig, kurz (4-7 Buchstaben), keine Konsonantengruppen, international gebräuchliche und gängige Namen.

    Mit den Vorgaben fallen mir ein (5 Vorschläge):

    Thomas
    Hannes
    Daniel
    Thorin
    Theodor

  13. Emilia und …
    Jonte, Jasper, Joris
    Alrik, Jarik, Frederik
    Jannes, Jannis
    David, Arvid, Arved
    Hanno, Benno
    Linus, Levi
    Theo

  14. Leon, Lukas, Anton, Alexander und Julius gibts leider schon im engen Bekanntenkreis. Thomas und Johannes sind nicht mein Geschmack. Vincent gefällt uns beiden gut, aber leider klingt die Endung mit unserem Familiennamen zusammen überhaupt nicht schön, da sie sehr ähnlich ist. Robin oder Valentin wären eine Alternative. Danke erst mal für die Bemühungen.

    • Würde, um das Problem mit der Endung zu umgehen, die Variante Vinzenz funktionieren?

  15. @Annemarie, elbowin & Martina: ich habe eure Vorschläge leider erst gesehen, nachdem ich meine letzte Antwort abgeschickt hatte…Ich werde mal Jonathan, Jasper und Theodor vorschlagen.

    • @Jessica
      Wenn dir Nikolai gefällt und deinem Mann gefällt Jonas, wie wäre es denn mit Niklas oder auch Nicolas. Jonathan wurde ja schon vorgeschlagen, auch ein schöner Name.

      Luisa für ein Mädchen ist eine gute Entscheidung, gefällt mir sehr gut.

  16. Hurra, wir haben uns für einen kleinen Jungen auf Jonathan geeinigt! Ich gebe dann Bescheid, ob es ein Jonathan oder eine Luisa geworden ist. Finde die Namen übrigens auch sehr schön für ein Zwillingspärchen… Danke für eure konstruktiven Vorschläge.

  17. Hallo zusammen,

    vielleicht könnt ihr mir ein wenig helfen…wir erwarten unser erstes Kind, aller Wahrscheinlichkeit nach ein Mädchen. Da meine Familie mütterlicherseits aus dem Elsass kommt, ist es bei uns seit einigen Generationen üblich, französische Mädchennamen zu vergeben. Ich würde an dieser Tradition gerne festhalten, möchte aber gleichzeitig nicht, dass der Name für ein in Deutschland lebendes Mädchen albern klingt, zumal unser Nachmame ein typisch deutscher ist.
    Mir gefallen klassische französische Namen wie Isabelle, Marie(-Claire) oder Nathalie, die jedoch in der Verwandtschaft schon vergeben sind.
    Daher meine Frage, was haltet ihr von Cecile oder Mylène? Zu französisch?
    Oder von Émilie? Zu häufig?
    Selbstverständlich freue ich mich auch über weitere Vorschläge. Danke vorab!

    • Cecile gefällt mir. Namen mit Akzent sind in Schreibung und Aussprache immer etwas schwieriger. Der französischen Emily könnte auch die deutsche Emili-e “in die Quere kommen”.

      Julie, Isalie und Magalie fallen mir gerade noch ein.

    • Cecile – finde ich in Ordnung

      Mylène – muß man bestimmt oft erklären. Akzente sind ein schwieriges Thema.
      Wenn du französische Klassiker magst, wie wäre es dann mit Madeleine. Gelegentlich gibt es auch eine deutsche Madeleine, mit deutschem Nachnamen.

      Weitere Vorschläge:

      Caroline – ist ein sehr schöner Name und im deutschen und französischen unkompliziert. Das e am Ende ist in Deutschland
      auch oft stumm (zumindest bei jüngeren Frauen).

      Julie – Ich mag die französische Aussprache von Julie (und mag es gar nicht, wenn es jemand “Juli” ausspricht.)

      Alice – würde auch passen

    • Es gibt wirklich schöne französische Mädchennamen. Mich persönlich würde bei den meisten stören, dass sie ausgesprochen mit deutschem Akzent nicht mehr schön klingen und von vielen schlicht falsch ausgesprochen werden. V.a. bei der Betonung hapert es bei vielen. So kenne ich zwei Isabelles, die von ihren Müttern auf der ersten Silbe betont werden. Viele hören da keinen Unterschied.

      Namen wie Emilie, Amelie, Valérie und Caroline werden die allermeisten auf der ersten Silbe betonen – wie wäre es mit dem unbekannteren Coraline? Oder wird der Name nun zu stark mit dem gleichnamigen Kinderfilm assoziiert?

      Von deinen Vorschlägen gefällt mir Mylène gut. Viele werden auf Anhieb nicht wissen, wie man den Namen ausspricht, aber wenn sie das einmal wissen, sollte die Aussprache wenig Probleme bereiten.

      Sehr schön finde ich auch Aurélie. Ich glaube, der Name ist hier bekannter als Mylène. Natürlich werden auch da manche Leute die Aussprache verhunzen.

      Mir persönlich gefallen auch noch Louanne und Vivienne gut. Vorteilhaft sind hier der Mangel an Accents und die unkomplizierte Aussprache. Auch Sylvie ist hübsch. Keiner der drei Namen würde auf mich zu einem deutschen Nachnamen albern aussehen.

      Wenn dir das Aussprachekriterium nicht so wichtig ist, fände ich auch Florence oder Laurence oder Julie machbar. Der Nasal kommt eben im Deutschen nicht vor, und das J werden viele stimmlos oder gar wie im Englischen aussprechen.

    • Französische TOP-500 gibt es hier:

      https://www.behindthename.com/top/lists/france/2016

      Viel Internationales auf den Spitzenplätzen (Emma auf Platz 1!), die Klassiker sind auch nicht mehr modern. In den TOP-100 fallen mir die folgenden Namen positiv auf:

      Manon * Juliette * Margaux/Margot * Apolline * Océane

      Außer Konkurrenz: Olympe

      Cecile oder Mylène sind nicht in den TOP-500, also in Frankreich gerade out, aber das muss ja nicht unbedingt stören. Émilie dürfte hier in Deutschland leicht mit Emmily verwechselt werden.

    • Anne-Marie
      Gabrielle
      Béatrice
      Huguette
      Éliane
      Dominique
      Isabelle
      Claudine

      😉

      Im Ernst: Man weiß halt als Deutscher, der Französisch nicht gerade auf quasi-muttersprachlichem Niveau spricht, nie so genau, welche Namen in F gerade omahaft klingen – auch daher ist es sehr schwer, da Ratschläge zu geben. Wenn man da wirklich daneben langt, wirkt es wie ein deutscher Journalist, der ernsthaft glaubt, die Franzosen bezeichneten ihr eigenen Land als „grande nation“. Daß das eine deutsche Erfindung ist, sollte sich eigentlich mittlerweile herumgesprochen haben – hat es aber nicht. Rücksprache mit einem zivilisierten französischen Muttersprachler wäre in diesem Fall wohl anzuraten.

      Das Problem mit den Akzenten wird dadurch verschärft, daß Akzente auf dem ersten Buchstaben bei Namen außerhalb rein formaler Schreibzusammenhänge auch in Frankreich oft weggelassen werden. Die Schreibweise „Édith Piaf“ sieht man jedenfalls eigentlich nur bei deutschen Lehrern. 😉

      Hingegen will es mir fast wünschenswert, jedenfalls absolut akzeptabel erscheinen, die Aussprache, gerade auch Betonung, französischer Namen im Deutschen an den deutschen Lautstand und Sprachfluß zumindest moderat anzupassen. Die Franzosen akzeptieren das auch sofort – sie selbst machen es ja umgekehrt auch. (Und keineswegs nur moderat.) Das hat wenig mit Verhunzen und viel mit sprachlichem Selbstbewußtsein, sozusagen mit ein bißchen Panache und Schneid, zu tun.

  18. Erstaunlicherweise ist NICOLE im Gegensatz zu NICOLAS momentan völlig “out”, allerdings wird niemand mit Aussprache oder Schreibung Probleme haben.

    Florence, Magalie und Vivienne finde ich auch auchgesprochen hübsch, genau wie Geneviève, da stellt sich allerdings wieder das “Problem” mit den Akzenten.

    Mir fallen noch Marguerite/Margot(frz., nicht MARRGOTT), Fleur, Francine, Désirée (wieder mit Akzenten, aber den Namen kennen die meisten, was die Aussprache angeht) und Adelaide ein, die mir immer schon gefallen haben.

    Ich glaube, mein Favorit wäre Margot / Margaux.

  19. Vielen lieben Dank für eure Vorschläge und Anmerkungen! Isalie (zu nah an Isabelle=Name meiner Schwester), Sylvie (Name meiner Mutter) und Amelie (Kind der Freundin) scheiden aus. Caroline fand ich schon immer sehr schön, die leider sehr gängige (und wahrscheinlich schwer vermeidbare) Abkürzung „Caro“ schreckt mich etwas ab, ähnlich verhält es sich mit Coraline und „Cora“. Madeleine gefällt mir auch, meinem Mann leider so gar nicht. Magalie erinnert mich irgendwie ein wenig an „mager“. Julie oder Juliette habe ich bislang nicht in Erwägung gezogen, weil meine Befürchtung, dass daraus hier „Tschüli“ (und das tut mir ein wenig in den Ohren weh) werden könnte, groß ist, ansonsten finde ich beide Namen jedoch sehr hübsch.
    Auf die Liste kommen aber definitiv noch Alice und Vivienne!
    Mir ist durchaus bewusst, dass besonders Cecile in Frankreich gerade kein Modename ist, doch das stört mich nicht weiter, zumal die aktuell beliebten Vornamen in Frankreich häufig nicht französischen Ursprungs sind, sondern gerade weltweit beliebt (vgl.Emma, Lea usw.)
    Die Problematik mit den Akzenten sehe ich auch, ich hatte deshalb angedacht Émilie mit Akzent schreiben (auch wenn dieser prinzipiell nicht notwendig ist) um den Namen von der deutschen Emili-e abzugrenzen.

    • Zu Émilie
      Die deutsche Emilie hat schon das Problem, dass sie oft wie Emily gesprochen wird. Dort wo ich wohne ist Frankreich weit weg, niemand würde Emilie französisch betonen. Auch der Akzent auf dem Großbuchstaben würde man vermutlich einfach weggelassen. Das kann nahe der französischen Grenze anders sein.

      Wie gefällt dir denn Joséphine? Finde ich in deutscher und französischer Aussprache schön. Den Akzent kann man auch weglassen. Gelegentlich wird Josephine auch ohne Akzent französisch ausgesprochen.

      Zu Caroline
      Wenn ihr selbst den Namen nicht abkürzt, dann werden es die meisten anderen auch nicht tun.

  20. Wie findest du denn

    Anouk
    Camille
    Louise
    Anaïs

    Bis auf Anaïs „funktionieren“ die Namen alle gut in Deutschland und auch in Frankreich. Ich kenne sowohl eine Louise als auch eine Anouk mit einem deutschen Nachnamen, beide hatten, soweit ich das beurteilen kann, keine Probleme mit ihrem Namen gehabt.

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