Babynamen der Woche 41/2017

Lilith Melinda * Jan Simon * Mike Tyson * Eowyn Franziska * Ida Leia Lotta * Julia Verena * Raffael Anton * Kiara-Emilia * Fabrizio Finn * Ellena Lucja * Alicia Coppelia Lucia * Juvia Maylin * Baily-Juno * Carlie * Beno Freerk * Eve Abigale * Talea Heidi * Carlos-Constantin * Odin * Sinja Lou * Melina-Charis * Myleen * Rieke * Sören Niklas * Keno Raik * Torge Yeshua * Tjabe * Till Herbert * Carlotta Margarete * Nieke * Joon-Noah Johannes * Hermine Christina Diana Athene * Evke-Marie * Arwen Melody

Schöne, furchtbare, normale, exotische, verrückte, lächerliche, populäre und ungewöhnliche Vornamen von Neugeborenen der letzten Tage

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

54 Kommentare zu "Babynamen der Woche 41/2017"

  1. Astrid sagt:

    Herzlich Willkommen am Freitag den 13. !
    Zuerst sieht es vielversprechend aus, aber dann kommt man in der Vornamenhölle von Mike Tyson und Freunde :p

    Wäre da nicht Carlotta Margarete, Lilith Melinda und einfach Jan Simon oder Raffael Anton, könnte man behaupten die meisten obengenannten Babys sind am heutigen Tag zur Welt gekommen.

    Abergläube natürlich, aber ich freue mich schon auf die heutigen Reaktionen.

  2. Jan sagt:

    Spontan liebenswert finde ich: Hermine Christina Diana Athene. 🙂

    So eine kurios-bombastische Kombination aus Harry Potter (es gibt da doch eine Hermine, oder?), Klatschpresse und vielleicht Familientradition (wg. Christina…). Ich habe derlei hier in den BdW schon öfter gelegentlich gesehen. Alicia Coppelia Lucia geht auch in diese Richtung.

    Sozusagen Post-Kevinismen – die Klügeren meiner Klassenschwestern (und es sind nun einmal die Frauen, die die Namen aussuchen) beginnen zu verstehen, daß Vornamen nicht englisch, sondern „traditionell und klassisch“ klingen sollten. 🙂

    Ansonsten sind (wie von Astrid schon angemerkt) jede Menge Freitag-der-13.-Namen dabei. 😀

    Beno Freerk. Tjabe. Evke-Marie. Rieke. Torge. *grusel* Watt sin wi hüt weer norddüütsch.

  3. Mareike sagt:

    Guten Morgen!

    Wenn ich heute wählen müßte, würde ich

    Jan Simon
    Julia Verena

    aussuchen. Beide sind normal und unkompliziert. Bei Jan Simon kann man gut beide Namen rufen, ohne das es zu lang ist. Obwohl ich Alliteration bei Geschwistern eigentlich nicht mag, würde ich diese beiden Namen sogar für Geschwister ganz gut finden.

    Raffael Anton – ich mag Raphael nur in dieser Schreibweise.

    Sören Niklas – für Sören wohnen wir schon zu südlich. Trotzdem ist Sören sicherlich gut machbar. Niklas gefällt mir sowieso.

    Carlotta Margarete – ist auch noch ein guter Name

    und diese Einzelnamen gefallen mir:
    Franziska, Emilia, Alicia, Johannes, Christina

    Mit dem Rest kann ich nichts anfangen. Mike Tyson hat heute „den Vogel abgeschossen“.Der arme Kleine kann mir schon fast wieder leid tun.

    • Mareike sagt:

      Wild geschüttelt:

      Verena Franziska – Verena gefällt mir als Rufname noch viel besser, ist kein Kindername, sondern ab 40 und jünger relativ zeitlos. Diese Art Namen mag ich. Franziska wäre für mich sogar eine Nachbenennung, zwei meiner Großtanten hießen so.

      Julia Margarete gefällt mir auch noch. Ebenso Christina, aber dazu gibt es keinen guten Zweitnamen, nur Marie oder nochmal Margarete.

      Bei den Jungen würde ich Niklas Johannes oder Simon Johannes nehmen. Niklas gefällt mir nen Tick besser, aber Simon ist auch ein toller Name. Johannes wäre für mich auch eine Nachbenennung.

  4. Sabrina sagt:

    Wahlpflicht: Jan Simon oder Raffael Anton und ohne Begeisterung Carlotta Margarete

    Geschüttelt:

    Johannes Raffael
    Simon Johannes

    Lucia Melinda
    Diana Lucia
    Alicia Melinda
    Emilia Lucia
    Emilia Melinda

  5. neuhier sagt:

    Bei den Mädchen gefallen mir heute Julia Verena und Carlotta Margarete am besten. Die erste Kombi finde ich etwas weich, die zweite etwas zu hart. Julia Margarete gefällt mir auf Anhieb gut.

    Anton Raphael gefiele mir, andersherum und in der Schreibweise Raffael dann doch weniger. Daher ist mein heutiger Jungenfavorit Till Herbert.

    Sören Niklas – diese Kombi hat einen aus meiner Sicht nicht gerade vorteilhaften Rahmen: Anfangs- und Endbuchstabe sind gleich und an den Wortgrenzen stoßen die gleichen Konsonanten aufeinander.

  6. Gabriele sagt:

    Heute gefällt mir nur Julia Verena und Jan Simon. Raphael nur mit pH oder meinetwegen mit einem f, Doppel-f geht garnicht.

  7. Jan sagt:

    Sören Niklas.

    Ich finde einfach, daß Sören (und den Namen gibt es schon in meiner Generation, also Jg. 1967) irgendwie unappetitlich, schmuddelig und lächerlich klingt. Schmören, stören – schmore, Störe, Schmörgaschbröd. Schmand. Schorle-Morle. Söllerströming. Römmpömmpömmpömm. Wie gesagt, der Name ist etabliert, aber es ist irgendwie kein Männername, sonder so ein bißchen IKEA.

    Und dazu dann auch noch der bombensichere Niklas.

    Dei Kombination ist so ein bißchen aus der Kategorie „Bloß nichts falschmachen!“

    • Gabriele sagt:

      Sören kenne ich auch in meiner GeNeration und jünger, ist halt nordisch, würde ich im Süden nicht vergeben, Niklas geht immerHeute wurde übrigens mein Enkelkind geboren, Elisabeth. Jetzt bitte kein zu feindlichen Kommentare

    • Mareike sagt:

      @Gabriele
      Herzlichen Glückwunsch zum Enkelkind!
      Elisabeth ist schön und zeitlos, damit kann man nichts falsch. Es gibt nette Abkürzungen, aber wenn die Eltern immer den ganzen Namen rufen, dann hält sich das in Grenzen.

    • Maria Th. sagt:

      Herzlichen Glückwunsch zur kleinen Elisabeth, ein sehr schöner Name! Und wieder erweist sich, dass Freitag der 13. kein Unglückstag ist, sondern ein Tag wie jeder andere oder sogar, wie hier, ein ausgesprochener Glückstag!

    • neuhier sagt:

      @ Gabriele: Glückwunsch! Elisabeth ist doch ein schöner, klassischer Name. Selbst jemand, dem er aus irgendeinem Grund nicht gefällt, könnte ihn nicht als Zumutung bezeichnen. Bei uns steht er auf der Zweitnamenliste, für einen Rufnamen schreit er uns zu sehr nach Abkürzung – dafür gibt es dann aber einige ansprechende Varianten.

    • Sabrina sagt:

      Auch von mir die herzlichsten Glückwünsche und alles Gute zur Geburt der kleinen Elisabeth! =)

  8. Kathrin sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zum Enkelkind mit dem schönen Namen!

    • Jan sagt:

      Ich schließe mich von ganzem Herzen an den Glückwunsch an!

      Elisabeth ist ein sehr schöner Name.

      [Elisabeth I. und Elisabeth II. von England waren waren bzw. sind sehr, sehr kluge und für ihr Land sehr segensreiche Königinnen.]

    • Barbara sagt:

      Wieso feindlich? Elisabeth ist doch ein wunderschöner Name mit Stil und Tradition, und man kann eine Menge schöner Kosenamen bilden. Herzlichen Glückwunsch!

      Soviel Glück hatten die meisten anderen Kinder leider nicht, anders sind Mike Tyson, Torge Yeshua, Joon-Noah Johannes & Co nicht zu erklären. Da hat Freitag der 13. aber arg zugeschlagen!
      Baily-Juno – haben die Eltern bei zuviel Baileys ein paar Junos gekifft, oder wie kommt sowas zustande?

      Ida Leia Lotta – klingt für mich wie Ringel, Ringel, Reihen…

      Beno Freerk – einer schlimmer als der andere, erinnert mich an ein Kinderbuch: Frerk, du Zwerg…

      Talea Heidi – klingt eher talentfrei

      Arwen Melody – Arwese werden für mich immer Erbsen sein, klingende Erbsen also diesmal

      Alicia Lucia – Doppelmoppel, da reisst Coppelia (Hupfdohlenfreunde?) auch nichts mehr raus

      Fabrizio Finn – Fiffi, der skandinavische Italiener oder der italienische Skandinavier?

      Keno Raik – klingt für mich nach zwei Welpen

      …um nur die schlimmsten zu nennen.

      Jan Simon, Lilith Melinda, Julia Verena und selbst Hermine Christina Diana Athene klingen da schon sehr gediegen.

      An Chiara mit K werde ich mich in diesem Leben allerdings nicht mehr gewöhnen,
      Sören mochte ich noch nie, wäre aber mit Niklas vorneweg vernünftig auszusprechen,
      Raffael Anton finde ich die richtige Reihenfolge, hätte ersteren aber wahrscheinlich auch mit ph geschrieben,
      soll Nieke die griechische Siegesgöttin sein oder doch nur Neeles Schwester?
      Rieke finde ich ziemlich sparsam, Friederike wäre in Ordnung gewesen…

    • Astrid sagt:

      Alles Gute Gabriele!
      Eine Enkelin namens Elisabeth
      Einfach Klasse!

  9. elbowin sagt:

    Ein paar schnell hingeworfene Kommentare

    Eowyn Franziska * Arwen Melody * Huj, gleich zweimal Namen aus dem Herr der Ringe
    Mike Tyson * Was ist, wenn es mit der Karriere als Boxer nicht klappt?
    Ida Leia Lotta * Eideidei, klingt das alles niedlich
    Julia Verena * Aus der Ferne und etwas unscharf wird daraus Jules Verne
    Juvia Maylin * Wirkt sehr selbstgebastelt
    Baily-Juno * Vor neun Monaten Baileys Irish Cream getrunken? Alkoholische Getränke eignen sich sehr schlecht als Namensvorbilder 😉
    Eve Abigale * Zur flaschgeschriebenen Abigails habe ich vor kurzem hier was geschrieben: https://blog.beliebte-vornamen.de/2017/10/babynamen-mit-a/#comment-88441
    Sören Niklas * Erinnert mich an der Fussballspieler Sören Lerby
    Joon-Noah Johannes * Joon wirkt koreanisch, das kann man aber nicht mit einem Bindestrich an Noah festmachen. Joon und Johanes ist klanglich eine Verdoppelung
    Hermine Christina Diana Athene * Evke-Marie * Arwen Melody

    • Estarra sagt:

      Danke elbowin.
      Ich hatte mich schon gewundert, dass zweimal „Herr der Ringe“ keine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Obwohl ich beide Namen eigentlich hübsch finde und es auch gute Rollenvorbilder sind, könnte ich mich nie dazu durchringen diese Namen an Kinder zu vergeben. Auch passen die hier hinzugegebenen Beigaben nicht im Mindestens dazu.
      Ansonsten ist das meiste „O Graus“.
      Die meisten Fragezeichen bilden sich für mich hinter „Tjabe“. Hat dazu jemand Informationen?

    • Julia sagt:

      Tjabe (auch Tjabbe) ist eine friesische Kurzform von Namen, die mit „Diet“ beginnen, z.B. Dietmar.

    • mgl sagt:

      weiß nicht wie man Eowyn ausspricht, aber es sieht zumindest ähnlich aus wie Erwin. Vielleicht ist es ein Versuch der Tochter einen männlichen Vornamen zu geben, wie wir schon gehört haben aus Amerika.……………

    • elbowin sagt:

      @mgl: Wenn bei Tolkien ein vokalisches y vorkommt, dann wird es wie ein deutsches ü in Düne (oder ein französisches u in lune) ausgesprochen. Ob sich die Eltern aber an diese Feinheiten des Aussprache halten, kann ich nicht wissen.

      In den Sprachen Tolkiens kommen auch konsonantische Üpsilönner vor, die wie ein deutsches j gesprochen werden. Die Ausnahme ist die Kombi „hy“, die wie der deutsche ich-Laut gesprochen wird.

  10. Mark sagt:

    Habe wenig Zeit, also nur:

    Talea Heidi–Klingt ganz nett. In unserem Bekanntenkreis wurde jetzt auch eine Thalea geboren. Das soll eine traditionelle friesische Kurzform von Adelheid sein (somit ist Thalea Heidi dann etwas doppeltgemoppelt).

    Was ich mir nicht ganz erklären kann: Talea hört sich so gar nicht friesisch an. Adelheid auf friesisch sollte doch eher so etwas wie Aalke oder Adeelke oder Heidje sein, oder? Talea hört sich so sehr nach neumodischer Bastelei an, dass ich misstrauisch bin: wird hier eine traditionelle Herleitung nur rückprojiziert, oder gab es früher Thalea/Talea tatsächlich als friesischen Traditionsnamen?

    Was meint ihr?

    • Mareike sagt:

      Jetzt ohne irgendwo nachzugucken. Talea hört sich für mich wie eine kreativ veränderte Tabea an oder wie ein Mix aus Tabea und Lea. Jedenfalls klingt Talea nicht friesisch sondern biblisch, weil eben Lea mit drin steckt.

    • Jan sagt:

      Auf die Gefahr hin, mich dem Verdacht auszusetzen, über ein hingehaltenes Stöckchen zu springen:

      T(h)alea klingt wie eine Verballhornung von Thalia… Und Thalia seinerseits ist schon schlimm genug: Muse –> Theater in Hamburg –> Geier-Buchkette –> Modevorname.

      Daß ich mindestens (!) 90 % dieser angeblich „traditionellen friesischen Namen/Kurzformen“ für moderne Ex-post-Konstruktionen von BRD-Wohlstandsbürgern mit Wurzeln im Kohlenpott, Schwaben oder sonstwo halte, hatte ich wohl schon gelegentlich gesagt.

    • Marthe sagt:

      Ich kenne zwei Taleas ohne H. Beide zufällig aus Hamburg und Mitte zwanzig.

    • Annemarie sagt:

      Ich hatte Talea mal recherchiert und meine, das T wurde als ein Überbleibsel des Artikels erklärt – also von „Dat Alea“ oder „Het Alea“. Bei Wiki steht „Sünt Alea“ von „Sankt Adelheid“. Wie gebräuchlich der Name im Friesischen war/ist, kann ich nicht einschätzen. Talea passt allemal gut zu aktuellen Trends fernab aller Tradition, als ob sie dafür gemacht wäre 😉

    • Julia sagt:

      Talea ist tatsächlich eine sehr alte friesische Form von Adelheid.

    • Mark sagt:

      @Annemarie: Danke für die Info! Habe nun auch selbst Zeit gehabt um ein wenig zu recherchieren, und habe dieselbe Information gefunden wie Du.

      Hinzufügen würde ich noch: die normalere friesische Form des Namens Adelheid ist eigentlich Ale bzw., aus Sünt Ale, Tale, ohne das A am Ende. Tale und Taleke hören sich auch gleich viel friesischer an als Talea. Allerdings ist auch die Form Talea (eben von dem von Annemarie bemerkten Sünt Alea) in der Geschichte verbucht, und zwar schon ab dem 17. Jahrhundert.

      Das die heutige Namensmode die Form mit A (und also auch mit Hiat) aufgegriffen hat, ist klar. Die Tatsache, dass dieser Name jetzt bei uns in Schwaben in einer urschwäbischen Familie vergeben wurde zeugt davon, dass der Name sich von der friesischen Tradition losgelöst hat und nun als eher wurzelloser Modename unterwegs ist. Modename jetzt nicht im Sinne von großer Häufigkeit, denn der Name ist, glaube ich, immer noch eher ungewöhnlich, aber Modename im Sinne von zur heutigen Mode passender, und deshalb gelegentlich vergebener Name, auch außerhalb des traditionellen regionalen Kontextes.

      @Marthe: Dass der Name im Norden schon vor zwanzig Jahren gelegentlich vergeben wurde, zeugt davon, dass es doch nicht einfach eine total aus der Luft gegriffene Modebastelei des heutigen Moments ist.

      @Jan: Ich denke, es werden manchmal verschüttet gegangene friesische Namen künstlich wiederbelebt, was auch bei Thalea der Fall sein könnte. Allerdings, selbst wenn es sich nicht um eine ungebrochene Tradition handeln sollte, muss man doch anerkennen, dass solche zeitweilig abgegangenen Namen doch irgendwie Wurzeln im friesischen Kontext u. in der Regionalgeschichte haben. Was für mich nervig ist, ist nicht, dass solche Namen wiederbelebt werden, sondern dass sie kontextlos in Regionen vergeben werden, mit denen diese Namen traditionell nichts zu tun haben. Allerdings denke ich jedoch, dass viele friesische Namen seit jeher in Friesland vergeben werden und tatsächlich eine ungebrochene Tradition haben, z.B. Namen wie Heike und Tjark. Übrigens, was Deinen Namen angeht: Jan war tatsächlich im bergischen Land, z.B., die volkstümliche Kurzform für alle offiziell Johann oder Johannes Heißenden. Deshalb wurde z. B. auch der Erbauer des Bensheimer Schlosses, Herzog Johann Wilhelm von Berg, vom Volk und auch von seiner Familie nur „Jan Willem“ genannt.

      @Julia: Wie sich herausstellt, hast Du Recht.

    • Jan sagt:

      Allerdings, selbst wenn es sich nicht um eine ungebrochene Tradition handeln sollte, muss man doch anerkennen, dass solche zeitweilig abgegangenen Namen doch irgendwie Wurzeln im friesischen Kontext u. in der Regionalgeschichte haben. Was für mich nervig ist, ist nicht, dass solche Namen wiederbelebt werden, sondern dass sie kontextlos in Regionen vergeben werden, mit denen diese Namen traditionell nichts zu tun haben.

      Gut, das ist konsensfähig.

      Aber sollten in touristisch attraktiven Regionen (wie in den deutschen Frieslanden, die seit Jahrhunderten keine eigene Sprache mehr haben) dieser Name ausgerechnet von zugezogenen Wohlstandsbürgern (um jetzt hier mal den Begriff „Lehrertypen“ zu vermeiden) wiederbelebt werden? Mir scheint das nun wieder wenig überzeugend.

      Eine Heike ist garantiert zwischen 50 und 70 (eine Cousine von mir heißt so), Tjark habe ich in diesem Blog zum erstenmal gehört/gelesen. Da gibt es mit Sicherheit keine durchgängige Tradition, auch nicht bei den kuriosesten Ostfriesen.

      Übrigens, was Deinen Namen angeht: Jan war tatsächlich im bergischen Land, z.B., die volkstümliche Kurzform für alle offiziell Johann oder Johannes Heißenden. Deshalb wurde z. B. auch der Erbauer des Bensheimer Schlosses, Herzog Johann Wilhelm von Berg, vom Volk und auch von seiner Familie nur „Jan Willem“ genannt.

      Bon, Du glaubst aber hoffentlich nicht, daß mir derlei neu ist, oder?

      Und woher willst Du wissen, wie dieser Johann Wilhelm von Berg wirklich im Volk ausgesprochen wurde? Die Leute, die es aufgeschrieben haben, konnten alle Latein und konnten lesen und schreiben. IPA-Schreibe hingegen konnten sie (wie wir hier allesamt) nicht.

      Der Name Jan ist jedenfalls mit Sicherheit eine Neu-Kreation der 1960er: Mein verehrter Großonkel, nach dem ich benannt wurde (das war der, der im Sommer 1940 in Frankreich beim Wegekreuze-Zerschießen dabei war 🙂 ), hieß in den Papieren Johann, wurde in unserem Platt aber „zheHANN“ und eben nicht „YANN“ ausgesprochen.

    • Mark sagt:

      Jan, ich denke, der Name Jan war eine Neuschöpfung der 1960er nur in dem Sinne, dass diese Form sozusagen aus der bereits toten Vergangenheit kontextlos wieder ans Licht befördert und zum gesamtdeutschen Offiziellnamen wurde, statt eine regional eingeschränkt reine Rufform zu sein.

      Dass dieser Name aber als Rufname in Teilen Norddeutschlands mindestens im 18. Jahrhundert noch verbreitet war, daran kann wenig Zweifel bestehen, denn es gibt immer wieder historische Quellen, die auf diese Rufform hinweisen. Ich selbst bin kein Historiker und habe mich nicht in Archiven herumgetrieben, um Jans nachzuspüren, aber, z.B., dass Herzog Jan Willem wirklich Jan Willem genannt wurde, dass geht aus den historischen Quellen klar hervor.

      Ich würde also weniger absolut urteilen als Du–ja, so eine Wiederbelebung hat viel Verfälschendes (allein schon, dass Jan offiziell eingetragener Name ist), aber dass solche Wiederbelebungen auf tatsächliche historische Gebräuche zurückgreifen, dass, finde ich, kann man schwerlich leugnen.

      Übrigens finde ich es sehr interessant, dass Dein Onkel Jehann gesprochen wurde. Von Jehann zu Jan ist es ja gar nicht mehr so weit. Das erklärt, wie der Übergang von Johann zu Jan funktioniert hat. Erst wurde das O abgeschwächt, dann verschwand es ganz.

      Nun, wie dem auch sei: mir geht es selbst auf die Nerven, wenn in ganz Deutschland Jans rumlaufen. Überhaupt, diese ständigen modischen Transformationen des Namens Johannes–plötzlich heißen sie dann alle Jannis, Jannes, Janis, Yannick, etc. Auch das ist sehr kontextlos und künstlich. Am schönsten fände ich in den meisten Regionen: Vollname Johann oder Johannes, Rufname Hans oder Hannes. Das wäre für mich das Herkömmlich-Bodenständige. In bestimmten Regionen dann Jan. Vielleicht nicht in Hannover–das kann ich nicht beurteilen, denn so gut kenne ich mich mit der Sprach- und Namensgeschichte dieses Raumes nicht aus.

      Die Sache mit den Zuzüglern finde ich auch interessant. Sollte man versuchen, mit der neuen Heimat zu verschmelzen, indem man irgendwie Küche, Bräuche und Namenskultur zu übernehmen versucht, oder sollte man akzeptieren, dass die Wurzeln nun mal woanders liegen, und dabei bleiben? Ich selbst versuche mich hier in Württemberg nicht groß als Schwabe aufzuführen, obwohl mein Großmutter z.B. schwäbisch war. Wenn ich „Grüß Gott“ oder „bissle“ sagen würde, käme ich mir unecht vor. Wegen meiner schwäbischen Herkunft würde ich vielleicht einen schwäbischen Traditionsnamen wie Christoph vergeben–nur das heute gar niemand mehr weiß, dass das mal ein Traditionsname in dieser Gegend war.

    • Jan sagt:

      Mark,

      sehr kluge und durchdachte Erwägungen, denen ich mich nahezu gänzlich anschließen kann.

      Wir haben einen reichlich anderen Hintergrund: Du bist ein deutsch-amerikanisch-multikulturell-abendländisches Mischgezücht (wenn ich das so sagen darf), ich bin Niedersachse. Aber ich denke, die Verständigen werden einen Nenner finden.

      Für den Namen Jan stand hier mal der Begriff „moderner Klassiker“ im Raum, und das ist auch nicht ganz falsch. In meinem Fall wurde der damalige Modename Jan gewählt, weil es eben unbedingt eine Nachbenennung nach Onkel Johann (der meiner Mutter den Vater und mir dann teils den Großvater ersetzt hat) sein sollte, aber Johann eben damals als Vorname gänzlich unmöglich war. (Der damalige Bann über altmodische Namen hat natürlich auch mit den „Kreuze-Zerschießern“ zu tun. 😉 ) Der Name hat sich aber bis heute gehalten und taucht hier gelegentlich in den BdW auf. Und nun ist auch Johann wieder da. Um es mit einer nervtötend-neudeutschen Allerwelts-Floskel zu sagen: „Alles gut!“

      Die Sache mit den Zuzüglern finde ich auch interessant. Sollte man versuchen, mit der neuen Heimat zu verschmelzen, indem man irgendwie Küche, Bräuche und Namenskultur zu übernehmen versucht, oder sollte man akzeptieren, dass die Wurzeln nun mal woanders liegen, und dabei bleiben? Ich selbst versuche mich hier in Württemberg nicht groß als Schwabe aufzuführen, obwohl mein Großmutter z.B. schwäbisch war. Wenn ich „Grüß Gott“ oder „bissle“ sagen würde

      Tja, eine ebenso gute wie schwer zu beantwortende Frage. In Schwaben könnte ich zumindest der Küche kaum widerstehen! 🙂 (Mittlerweile gibt es aber auch sogar hier schon im Supermarkt Maultaschen und Schupfnudeln.)

      Als rechte Studenten fanden wir es damals schick, mit dem österreichischen „Servus!“ zu grüßen – sozusagen als Bekenntnis zum HRR und als Reflex gegen das allgegenwärtige „Hallo!“. Heute hört man hier Servus gelegentlich von jungen Leuten, die als „hip“ gelten möchten.

    • Jan sagt:

      Tja, eine ebenso gute wie schwer zu beantwortende Frage. In Schwaben könnte ich zumindest der Küche kaum widerstehen!

      Und auf die Gefahr hin, diesen Aspekt zu überreizen: Ich finde wirklich, daß Anpassung an die kulinarischen Sitten einer „neuen Heimat“ die am wenigsten heranschmeißerische oder anbiedernde Form der Seßhaftwerdung ist.

      Und ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß im Gespräch mit Ausländern (und ich hatte und habe derer viele zu führen) das Thema „Was ißt man bei Euch?“ oft eine Art Eisbrecher sein kann… Man kann damit wunderbar mit Leuten ins Gespräch kommen.

      Die meisten Leute essen eben gerne… Und freuen sich, wenn man ihre Regionalküche lobt. Nicht einmal die muslimischen (oder jüdischen) Speisetabus sind da ein sooo großes Problem, und innerhalb Deutschlands gibt es diese Tabus ohnehin (fast) nicht. Die meisten deftigen regionalen Rezepte schmecken anderen Deutschen auch. Hinzu kommt noch, daß Regionalküchen in den letzten zehn, zwanzig Jahren wieder schickimicki geworden ist, man also nicht mehr in Gefahr läuft, also Provinztrottel hingestellt zu werden.

    • Mareike sagt:

      Sehr interessant, eure Diskussion.

      Hier wird ja häufiger diskutiert, wann eine Kurzform als richtiger Name in Ordnung ist und wann nicht. Und ab wann ein Name in einer bestimmten Region Tradition hat. Nach 100 Jahren oder reichen auch 50 Jahre.

      Jan sehe ich aber als modernen Klassiker und eigenständige Kurzform. Das Gleiche gilt für Elisa/Elisabeth oder Lena/Helena+Magdalena … es gibt sicher noch mehr Beispiele. Was ich aber nicht mag, sind diesen unzähligen Kurznamen, oft sehr süß klingend, die den ursprünglichen Namen kaum noch erkennen lassen.

      Ich verstehe, dass die neuen Kurzformen von Johannes (Jannes, Jannis und Jannik) verwirrend sind. Vor allem, wenn sie zusammen in einer Gruppe auftreten. Jannes ist allerdings nah dran an der plattdeutschen Aussprache von Johannes, ähnlich wie bei Johann/Jan.

    • Jan sagt:

      Und ab wann ein Name in einer bestimmten Region Tradition hat. Nach 100 Jahren oder reichen auch 50 Jahre.

      Genau das ist die Frage…

      Willy und Fritz waren vor 100 vor hundert Jahren schicke Modekurznamen für Wilhelm und Friedrich. Der SPD-Linksabweichler Herbert Frahm will Mitte der 1930er dann einen Kampfnamen, der so klingt wie „jedermann“* – und nennt sich Willy Brandt. Vor 50 Jahren waren Willy und Fritz dann als Namen für Kinder völlig unmöglich – wie bei uns Johann. Heute ist zumindest Fritz wieder da…

      Ein kleiner Sonderfall bei Jan ist, daß das in gleich drei kleineren Nachbarländern Deutschlands (nämlich Holland, Polen und der Tschechei) die übliche Vollform von Johannes ist. (Obwohl es in Holland wohl auch Johans gibt.)

      Jannes habe ich hier aber zum erstenmal gehört, und ich empfinde das auch nicht als plattdeutsch. Hannes hingegen empfinde ich als westfälisch oder auch rheinisch.

      *) Nach allen, was ich weiß, nicht nur aus naheliegenden Tarnungs-Gründen, sondern auch, weil er eben heißen wollte wie jeder.

    • Kathrin sagt:

      Bei Jan bin ich geneigt, ihn als eigenständige und auch traditionelle Kurzform zu sehen. Vertraut man den Statistiken hier, was ich tue, ist er seit den 20er Jahren vermehrt anzutreffen und ist wohl daher aus dem „regionalen Raum“ herausgetreten. Und da bin ich wohl etwas anders „gestrickt“ und betrachte so eine Entwicklung eher als Bereicherung, wenn es nicht übertrieben ist (den Korbinian in Friesland ohne Hintergrund fände ich dann doch auch merkwürdig).

      Apropos Wurzeln und Zuwanderung/Zuzug. So einfach finde ich die Frage inzwischen nicht mehr zu beantworten. In meinem Fall kommen beide Eltern aus verschiedenen Teilen Deutschlands Norden und Südwesten. Ich bin wiederum geboren und aufgewachsen in einer Stadt, die eigentlich stockkatholisch ist, bin jedoch protestantisch (Johannes empfinde ich zunächst einmal eher als katholische Namenstradition, Jan/Johann als protestantisch). Diese Stadt/Region empfinde ich als meine Heimat, lebe aber bereits seit fast 20 Jahren in Bayern mit seinen doch sehr starken Traditionen und fühle mich hier Zuhause. In München treffe ich auf deutlich mehr Zugewanderte als „Originale“. Auch auf einige Jans (die aber in der Tat nie gebürtig aus Bayern kamen).

      Wir sind wohl inzwischen zum großen Teil eine Wanderbevölkerung mit der Folge der Entstehung von „Wandernamen“.

    • Barbara sagt:

      Dass immer noch soviel Wert auf die Regionalität eines Namens gelegt werden soll, wundert mich bisweilen. („Kann man in Ostfriesland/Bayern machen…“)
      Das andere Extrem ist, dass ein Name für die ganze (oder zumindest drei Viertel) Welt passen soll. Was dann wahrscheinlich auf UNO und MIA hinauslaufen wird.
      Ob wirklich alle Tjarks (ich kenne nur einen aus den 90ern aus Hannover) in Friesland ihr Leben beschliessen werden?
      Ich habe neben kurzfristigen Auslandsaufenthalten fünf Bundesländer (Nord bis Süd, Westen aber kein Osten) bewohnt, und irgendwo klingt ein Name immer unpassend oder ungewohnt.
      Peinlich finde ich es eher, wenn man eine Schanine nicht richtig schreiben und/oder einen Üffes nicht aussprechen kann.

      Und was Talea angeht, kommt mir sofort Asterix und Kleopatra in den Sinn: „Er hat viele Talente.“ – „Ist er begabt?“ – „Nein, er ist reich.“

    • Jan sagt:

      Dass immer noch soviel Wert auf die Regionalität eines Namens gelegt werden soll, wundert mich bisweilen. („Kann man in Ostfriesland/Bayern machen…“)
      Das andere Extrem ist, dass ein Name für die ganze (oder zumindest drei Viertel) Welt passen soll. Was dann wahrscheinlich auf UNO und MIA hinauslaufen wird.
      Ob wirklich alle Tjarks (ich kenne nur einen aus den 90ern aus Hannover) in Friesland ihr Leben beschliessen werden?

      Es hat sich hier wohl niemand so ausdauernd über diese pseudofriesischen Neo-Namen à la Tjark aufgeregt wie ich – vermutlich, weil ich mit Klaas auch einen habe. 🙂

      Aber der Umkehrschluß, also die grundsätzliche Ablehnung aller Regionalität scheint mir genauso falsch: „Schaut her, ich habe schon in sieben Bundeslädern gewohnt und habe dazu noch Auslandsaufenthalte vorzuweisen!“

      Auch wenn es heute noch so modern ist, von Migration als Grundbedingung unserer Existenz zu reden – die Mehrheit migriert eben nicht, sondern ist ortsfest. Sogar in einem klassischen Auswanderungsland wie dem Libanon (darauf weist schon Osterhammel in seiner „Verwandlung der Welt“ hin), erst recht in Deutschland.

      Es spricht daher m.E. überhaupt nichts gegen in die Region passende Namen – nur dieser Größenwahn, mit der sich z.B. die in jeder Hinsicht (nicht nur wirtschaftlich) strukturschwachen Ostfriesen eine eigene regionale Identität zusammebasteln, der nervt dann in der Tat gelegentlich.

      Es ist eine Frage der Abwägung.

    • Kathrin sagt:

      Gegen zu einer bestimmten Region passende Namen spricht überhaupt nichts. Ich habe mir für meinen Teil nur überlegt, warum manche Namen den Sprung dauerhaft in die Überregionalität schaffen und komme für mich zu dem Schluss, dass es vielleicht an den Zuzugs- und Abwanderungsbewegungen liegt. Norddeutsche als Beispiel nehmen den Namen mit auf ihrem Weg Richtung Mitte und Süden, geben ihn in der Familie weiter und plötzlich gefällt er auch Menschen in der neuen Heimat, da er irgendwann doch vertrauter ist.

      Unstreitig gibt es aber auch Menschen, denen es reicht, den nordirischen Namen im Dänemark-Urlaub gehört zu haben, um ihn dann selbst zu vergeben. Die Mehrheit wird das aber nicht sein.

    • Jan sagt:

      warum manche Namen den Sprung dauerhaft in die Überregionalität schaffen und komme für mich zu dem Schluss, dass es vielleicht an den Zuzugs- und Abwanderungsbewegungen liegt.

      Ich halte diese Binnenmigration – die es natürlich gibt – für schon quantitativ viel weniger bedeutsam als den von Dir ja ebenfalls erwähnten Tourismus. Gut, ein paar IT-Nasen ziehen aus Niedersachsen nach München oder Schwaben, ein paar Leute ziehen aus Ostdeutschland in die Schweiz, um da in der Gastronomie zu arbeiten. Und aus ganz Deutschland ziehen Leute nach Berlin, weil es gerade angesagt ist, nach Berlin zu ziehen.

      Ich bin mir aber sicher, daß die Lufthoheit von Ikea, Astrid Lindgren und Schwedenkrimis weitaus mehr zur Verbreitung von skandinavisierenden Namen und Nordseeurlaube mehr zur Verbreitung von „friesischen“ Namen beigetragen haben als alle wirkliche Binnenmigration. Seit wann sind Migranten irgendwo beliebt? Seit wann färben ihre Namen auf die Autochthonen ab? Das glaube ich einfach nicht. Ein normaler Deutscher würde seinem Kind eher Zyankali geben, als es Ömer, Alptekin, Fatma oder Ayse zu nennen. Und auch das gelegentliche Auftauchen von „nordischen“ Namen in Süddeutschland liegt garantiert nicht an den paar Zuwanderern.

      Meinen eigenen Namen Klaas übrigens hat meine liebe Mutter Mitte der 60er Jahre auf Borkum aufgeschnappt, als sie da als Aupair-Mädchen gejobbt hat.

      Man könnte vielleicht sagen: Namen werden eher geholt als gebracht.

  11. Marthe sagt:

    Wahlpflicht:
    Tjabe *
    Till Herbert * wenn ich Herbert nach benennen würde
    Carlotta Margarete *

    Wildgeschüttelt
    Emilia Hermine
    Ida Carlotta
    Till Simon
    Johannes Tjabe
    Niklas Anton

    Was soll das?
    Lilith Melinda * Lillith ist für mich definitiv nicht vergebbar. Nachtdämon, Krallenfüße und geläufig ist auch die Assoziation zur Schlange im Garten Eden.
    Eowyn Franziska * kann niemand aussprechen
    Eve Abigale * falsch geschrieben…
    Carlie * wie süüüß…
    Beno Freerk * bei Beno fehlt ein E. Freerk. Klingt wie ein Schimpfwort.
    Melina-Charis *
    Myleen * Marleen oder May Lynn ging nicht?
    Rieke * unnötige Abkürzung. Henrike oder Friederike.

    Unnötige Alliteration, Doppelung oder Reim
    Fabrizio Finn *
    Carlos-Constantin *
    Alicia Coppelia Lucia * doppelmoppel
    Joon-Noah Johannes * Joon+Johannes sind zu nah. Und ‚on‘ auf ‚No‘ ist zu viel des Guten dazu. Ein bisschen Variation hätte dem Namen gut getan – die Einzelnamen finde ich alle gut und vergebbar.

    Nummer sicher
    Jan Simon *

    Machbar
    Ida Leia Lotta * die Starwars-Leia weg und alles ist gut
    Julia Verena *
    Raffael Anton *
    Ellena Lucja *
    Talea Heidi *
    Sören Niklas *
    Torge Yeshua *
    Tjabe *
    Till Herbert *
    Carlotta Margarete *
    Nieke *
    Hermine Christina Diana Athene * etwas dick aufgetragen
    Evke-Marie *

    Fast Schublade
    Kiara-Emilia *
    Juvia Maylin *
    Sinja Lou *
    Keno Raik * Raik mag ich nicht, ist aber Geschmackssache

    Katastrophe
    Mike Tyson *
    Baily-Juno *
    Odin *
    Arwen Melody *

  12. Gabriele sagt:

    Noch ein Nachtrag:Herzlichen Dank für die Glückwünsche zur Geburt von Elisabeth, der große Bruder heißt Philemon und istunetwarteter Weise ( noch) freudig gestimmt. 😉

  13. Gabriele sagt:

    Noch ein Nachtrag:Herzlichen Dank für die Glückwünsche zur Geburt von Elisabeth, der große Bruder heißt Philemon und ist unerwartet ( noch) freudig gestimmt. 😉

  14. Barbara sagt:

    Das ist jetzt aber eine ungewöhnliche Kombination, oder?

  15. Angela sagt:

    Die Kevinisten können mich nicht mehr schocken, und auch sonst weniges. Mike Tyson mag ein wenig lächerlich sein (hoffentlich enttäuscht er nicht alle Erwartungen und wird ein blasser, schmalbrüstiger Nerd), aber wahrscheinlich wird er ohnehin nur Mike gerufen, was ich denkbar harmlos finde heutzutage.
    Odin dagegen geht über meine Schmerzgrenze. Noch nicht mal ein Zweitname als Alternative, falls der große Odin sich eines fernen Tages doch nicht mit dem Kriegs- und Totengott identifizieren kann.
    Nicht ganz so schlimm ist dagegen Torge Yeshua. Dass es so wenig zusammen passt, egal, solange es kein Doppelname ist. Wenigstens nur der Zweitname aber trotzdem sehr befremdlich ist für mich Yeshua, Hebräisch für Jesus. Wer nennt sein Kind so? Juden sicher nicht. Atheisten wohl auch kaum. Und für Christen scheint es mir auch unpassend, das eigene Kind nach seinem Gott zu benennen. Auch ist Yeshua, anders als Jesus, meines Wissens nirgends auf der Welt mehr ein kulturell bedingter, gebräuchlicher Vorname.
    Aber wer weiß, womöglich wird das ein neuer Trend, sein Kind nach seinem „Gott“ zu nennen: Mike Tyson, Odin oder eben Yeshua / Jesus?
    Demnächst dann in einer bayerischen Grundschule: Allah Josef, Buddha Benedikt, Krishna Kristopher und Jesus Maria. Willkommen im Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten!

    • Jan sagt:

      falls der große Odin sich eines fernen Tages doch nicht mit dem Kriegs- und Totengott identifizieren kann.

      Meines Erachtens ist Odin als Vorname ausschließlich durch den Nazifaschismus und sein geistiges Substrat diskreditiert. (Das allerdings auch vollständig.) Als Gott, bzw. als literarische Gestalt des isländischen Hochmittelalters, und wir haben ja kaum andere Quellen über die germanischen Religionen, finde ich ihn faszinierend: ein hochgewachsener, breitschultriger, natürlich bärtiger, alter Mann. Wenn er sich den Menschen gelegentlich zeigt, dann meist im langen Mantel und mit breitkrempigen Hut, der sein Gesicht und damit auch seine Einäugigkeit verschattet. Seine Begleiter sind zwei Wölfe und zwei Raben. Er reitet auf einem achtbeinigen Pferd und führt das Heer der Toten durch die Wolken.

      Einen fescheren Kriegs- und Totengott vermag man sich kaum vorzustellen! 🙂

      Aber nochmals: Als Vorname geht das bis auf weiteres nicht.

      Mike Tyson hingegen klingt wie ein tumber Soll-werden-Thor mit Eltern mit einem bestimmten Hintergrund. Glaube kaum, daß der allzu blaß wird.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Yeshua war zu Jesus‘ Zeit aber ein durchaus gebräuchlicher Name. Ich würde aber schon auf Chrsiten tippen. Joshua ist ja auch eine Nebenform von eigentlich Yehoshua und durchaus verbreitet.

  16. Gabriele sagt:

    Nachtrag: Dank Fürsorge Glückwünsche für Elisabeth. Der Bruder heißt Philemon und hat die Nachricht erstaunlich gelassen, (noch) positiv aufgenommen

  17. sumsum sagt:

    Auch ich gratuliere herzlich zum neuen Enkelkind. Der kleinen Elisabeth und ihren Eltern alles Gute für die Zukunft. Elisabeth ist ein bedeutungsvoller und gediegener Name.

    Diese Wochenauswahl umfaßt wirklich ein riesiges Spektrum: Von normalen (und im wesentlichen nicht landsmannschaftlich geprägten) Namen wie Jan Simon, Raffael Anton, Till Herbert, Julia Verena, Carlotta Margarete, Hermine Christina …. bis zu Namen, die Eltern ihren Kindern nicht antun sollten, z.B. Mike Tyson, Odin, Beno Freerk, Keno Raik, Ellena-Lucja, Baily-Juno, Juvia-Maylin, ist so ziemlich alles dabei.

    Wenngleich es einzelne ansprechende Namen gibt, ist doch oft die Kombination/Schreibweise/Ableitung befremdlich.

    Schade, dass die Eltern vor der Namensgebung nicht ein Jahr lang den auserkorenen Namen im Alltag selbst tragen können. Ich vermute, manche Wahl fiele anders aus.

  18. Sabina sagt:

    Diese Woche gefallen mir:

    Jan Simon * Eve Abigale

  19. Dore sagt:

    Wahlpflichtspiel:

    Jan Simon & Carlotta Margarete – beides stimmige Kombinationen!

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