Babynamen der Woche 34/2014

Emil * Marie Johanna * Julien Noel * Hans Tian * Keke * Daril Jaden * Henry Jan * Leonie Maria * Ardian * Milan Onur * Nujin * Greta Elisa * Piet Etienne * Ben Pascal * Nelly * Tiziano Roberto * Nemanja * Clara Sophie * Liyan * Francesco-Lamin * Jaydem-Carter * Amira * Elias Carlos * Wiktoria Elzbieta * Noah Noel * Viyan * Fynn Emilian * Edina * Leonie Arina * Aysima

Wieder so viele Kinder mit zwei Vornamen!? Dazu möchte ich mal wieder erklären, dass diese Auswahl nicht repräsentativ ist, sondern total willkürlich. Ich suche meistens einige normale und viele besondere Namen für die Liste der Babynamen der Woche aus. Und besondere Kombinationen von zwei Vornamen finde ich öfter als besondere Einzelnamen.

Zur Frage, wieviele Vornamen eigentlich erlaubt sind, hat Frauke Rüdebusch (Vornamenberaterin der Gesellschaft für deutsche Sprache) eine einleuchtende Definition gefunden: „Der Standesbeamte macht da Schluss, wo seine Zeile zu Ende ist.“

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

24 Kommentare zu "Babynamen der Woche 34/2014"

  1. Mark sagt:

    Marie Johanna–
    schlicht und schön. Aber Maria Johanna wäre noch klangvoller und stattlicher, finde ich. Die religiöse Bedeutung finde ich gut–Marie, die Mutter Gottes, gepaart mit der weiblichen Form des Lieblingsbruders Jesu (und des Autors des Johannesevangeliums und der Offenbarung des Johannes). Marie/Maria und die vielen Formen des Namens Johannes sind ja in ganz Europa die christlichen Traditionsnamen schlechthin.

    Hans Tian–

    Hans scheint ja wieder akzeptabel, wenn auch nicht direkt populär, zu werden. Als verbreitetste deutsche Form des bedeutendsten christlichen Traditionsnamens finde ich Hans kulturgeschichtlich und auch theologisch gesehen einen ganz tollen Namen. Tian dazu wirkt nicht sehr passend, finde ich. Klanglich paßt es schon, aber so einen volkstümlichen Namen mit so einer obskuren exotischen Kurzform zu verbinden, das wirkt auf mich doch recht seltsam.

    Keke–

    Da muß ich nachforsche und bin sehr neugierig.

    Greta Elisa–

    Greta immer wieder toll–habe den ja erst letzte Woche kommentiert. Elisa paßt schon dazu, aber mir will die Kombi längst nicht so gut gefallen wie Greta Dorothee letzte Woche.

    Piet Etienne–

    Da steht sicher eine interessante Geschichte dahinter. Ein niederländischer Erstname, gefolgt von einem französischen–das ist schon ein ins Auge stechender Kulturmix. Pierre Etienne hätte ich viel besser gefunden. Was wohl hier der kulturelle Familienhintergrund ist?

    Tiziano Roberto–

    Gegen den Namen Tiziano hatte ich anfangs Vorbehalte, aber jetzt finde ich ihn doch ganz schön. Für Deutschland aber schon etwas extravagant-exotisch-neuimportiert, finde ich. Erinnert natürlich angenehm an den großen Renaissancemaler Tizian. Roberto dazu paßt natürlich kulturell, und auch klanglich. Würde aber eher sagen, daß ich diesen Namen für einen Italiener gut finde, nicht so sehr für ein deutsches Kind.

    Wiktoria Elzbieta–

    Wunderschön und höchst klassisch für eine kleine Polin.

    Fynn Emilian–

    Da der Zweitname sehr römisch-lateinisch rüberkommt, hätte ich die Schreibweise Finn gewählt. Überhaupt finde ich, daß die Schreibweise Finn besser nach Deutschland paßt. Finn als Name ist aber schon sehr schön, schlicht, hell und angenehm–diesem Name gönne ich seine andauernde Beliebtheit. Emilian geht dazu, aber ich finde die Kombi schon etwas zu weich und i-lastig.

    • Anonymous sagt:

      „Marie Johanna“ – seid ihr narrisch!? warum nicht gleich Marihuana?!

      „Jan und Henry“ sind die beiden Erdmännchen aus KiKa – ganz lustig

      „Keke“ ist finnisch. der Papa von Nico Rosberg (Formel 1 Fahrer) heisst so.

    • Mark sagt:

      Marie Johanna–an Marijuana hatte ich jetzt gar nicht gedacht…. Schade, dass es diese Assoziation gibt.

  2. elbowin sagt:

    Heute gibt es wieder ein paar KOmmentare. Knud hat wieder schöne „Aufreger“ ausgesucht, dazwischen ein paar richtig schöne Namen eingestreut, also eine wilde Mischung heute 😉

    Hans Tian * Ich würde auf chinesische Eltern tippen, die vergeben gerne einen an die neue Heimat angepassten Namen …
    Keke * Keke Rosberg, finnischer Formel-1-Rennfahrer. Der Name Keke ist auch in Finnland äußerst selten, häufiger ist die Form Keijo „Elf, Naturgeist“
    Ardian * ein albanischer Name, der für mich iwie nach Karl May klingt (aber ich habe keine so benannte Figur in seinem Werk finden können)
    Greta Elisa * schön!
    Piet Etienne * Eigenartige niederländisch-französische Mischung …
    Nemanja * Ein Junge! Nemanja Vidić ist ein Fußballstar bei Inter Mailand
    Francesco-Lamin * Lamin klingt nach laminieren …
    Noah Noel * Er soll Noah heißen – nein, Noel – einigen wir uns auf beides.
    Viyan * Erinnert mich an Boris Vian … ist aber ein kurdischer Frauenname. Google-Suche findet schöne Bilder einer PKK-Kommandantin (und Märtyrerin).

  3. Mark sagt:

    Ich hätte mal wieder einen Vorschlag: weiß nicht, ob jemand Lust hat, da mitzumachen, aber ich mache einfach mal den Anfang.

    Jeder von uns hat sicher interessante Namen, die in seinem/ihrem Familien- oder Freundeskreis vorkommen, oder auch in der Ahnenreihe. Fände es total interessant, wenn Ihr da ein paar Namen mitteilen würdet.

    Bei mir selber gibt es da sehr viel, was ich ausschöpfen kann. Seit ich meine rumänische Frau geheiratet habe, lerne ich z.B. viele interessante rumänische Namen kennen. Unter den Vorfahren meiner Frau finde ich besonders die Namen Chilina, Paraschiva, Miron und Pamfil interessant.

    Chilina (gesprochen Kilina) ist ein unheimlich traditioneller rumänischer Name, der inzwischen fast nur bei über 80-jährigen vorkommt, aber in früheren Jahrhunderten ganz lange sehr verbreitet war. Eine internationale Namensstatistik, die ich fand, zeigt an, dass dieser Name fast ausschließlich in Rumänien und Moldawien vorkommt. Eine Bedeutung konnte ich nicht finden, aber ich finde den Namen wunderschön. Meine Frau stimmte zu, daß wir eine zweite Tochter Chilina nennen würden (aber dazu wird es leider wahrscheinlich nicht kommen). Die Urgroßmutter meiner Frau hieß Chilina.

    Paraschiva (gesprochen Paraskiwa)ist ein griechisch-orthodoxer Heiligenname, der früher einer der häufigsten Frauennamen in Rumänien war aber inzwischen einen ähnlich altmodischen Ruf hat wie bei uns Gertrud oder Hildegard. Finde ihn selber sehr schön–meine Frau findet ihn unmöglich altmodisch. Viele ihrer Vorfahren hießen so.

    Miron ist ein griechischer Heiligenname, der „Mhyrre“ bedeutet, was man ja auch heraushört. Der Name ist in ganz Osteuropa traditionell, und ich finde ihn auch sehr deutschlandgeeignet. Pamfil ist wohl eher ein klassisch-römischer Name–diese klassischen Namen sind in Rumänien, wo man auf die römische Abstammung stolz ist, auch sehr traditionell. Pamfil hieß der Großvater und Miron der Urgroßvater meiner Frau.

    Meine amerikanische Großmutter hieß Vanetta Elizabeth. Ihre Mutter hatte in einer in San Antonio spielenden Cowboy-Romanze den Namen Juanita gelesen und fand ihn toll. Der Standesbeamte hörte aber Vanetta, und die Eltern meiner Großmutter berichtigten ihn nicht. Und so kam sie zu ihrem ungewöhnlichem Namen. Meine Frau und ich würden eine zweite Tocter Chilina Vanetta nennen.

    Meine schweizer Vorfahren waren Calvinisten und trugen dementsprechend alttestamentarische Namen: es wimmelt von Abrahams, Davids, Daniels, Samuels und ähnlichem. Man wollte um jeden Preis Heiligennamen vermeiden.

    So also ein paar Familiennamen aus meinem Umfeld. Würde mich total interessieren, über Eure Familien- oder Umfeldnamen zu hören!

    Mark

    • Kati sagt:

      eine schöne Idee.

      Da fange ich mal an.
      Ich bin ja Halbrussin, daher habe ich hier die eine oder andere russische Heidrun in Petto :

      Die Großmutter meiner Mutter mütterlicherseits wurde in den Erzählungen meiner Mutter immer als Oma Frusa genannt. Vor Kurzem hatte ich mal gegooglet, weil ich mir den Kopf zebrochen habe, welcher Name zu der Koseform wurde und schliesslich habe ich dann meine Mutter gefragt. Eigentlich würde sie Frosja abgekürzt, denn ihr Name war Jefrosinia/ Jefrosinija, je nachdem, wie man ihn transkribiert.

      Die andere Großmutter meiner Mutter hiess Dusja. Auch das ist eine Koseform, von zwei altrussischen Namen: Jevdokija und den Namen meiner Urgroßmutter Awdotja.

      Beide Namen werden heutzutage nur sehr selten vergeben, eine Renaissance haben gerade eher die Namen Wasilisa/Vasilisa, Warwara und Albina, die eher der Großmuttergeneration gehört haben, also ähnlich, wie bei uns die Namen Elsa, Frieda, Ida.

      In der Norwegischen Familie meines Lebensgefährten Kjell Kristian haben noch sehr viele Familienmitglieder die eher typischen altnorwegischen Namen, meistens als Zweitnamen.
      Da gibts Torgerd, Torulf, Torstein, Norleif, Siggard und Dagbjorn bei den Männern und Fridun, Runhild, Ragnhild bei den Frauen.
      Aber viele Geschwister/Cousinen und deren Kinder haben dann eher die Namen, die man auch öfter in Deutshland vergibt:
      Leif, Hakon, Morten, Einar, Steinar (die letzteren sind eher in Norwegen öfter vertreten), Geira, Fride/Frida, Freia, Pernilla.

      In meiner Deutschen Familie gibt es keine wirklich ungewöhnliche Namen. Meine Cousins heissen Michael-der Name kommt insgesamt 3x bei uns vor: Der Sohn des ältesten Bruders meines Vaters heisst Michael, ebenso der Sohn seiner Lieblingscousine und der wiederum stand Pate für seinen heute 13 jährigen Neffen.
      Ansonsten hiessen in der Großeltern-Generation alle recht typisch für ihr Geburtstjahre 1908 – 1920 : Meine Großmutter hiess Else Christine (1911) einer ihrer Brüder, ich meine der ältere, der 1908 geboren wurde hiess Fritz, den Zweitnamen weiß ich nicht, auf jeden Fall etwas Norddeutsches. Der jüngere (1918) hiess Hans Wilhelm, die Schwester (1913) hiess Frieda Martha und die jüngste , 1920 geborene hiess Gerda Elisabeth.
      Mein Großvater hiess Emil(1908), seine Schwester Ursula(1913), sein Bruder (1919) Paul.
      Die Generation meines Vaters (1939 – 1955) haben auch eher typische namen: Rolf (1939), Gerd(1942) und mein Vater Klaus(1949) sind die Kinder meiner Großeltern, dann kommen die ganzen Cousinen und Cousins, : Petra, Maren, Elke, Herbert, Olaf, Karin, Birgit, die Lieblingscousine Christa und Joachim. Sie alle sind zwischen 39 und 55 geboren.

      Bei Kjell in der deutschen Familie (seine Mutter stammt aus Hessen).
      Da sind Namen, wie Adele, Ingrid,Margarethe, Konstanze, Louise, Marie Louise, Annemarie, Thomas, Rudolph, Heinrich, Johann, Sebastian, Friedhelm, Benedikt und Hans Georg. Fast alle haben 3,4 oder gar 5 Namen, da sie teils aus dem Landadel stammen und im Laufe der Jahre sich von dem „von“ vor dem Familiennamen getrennt haben.

    • cassis sagt:

      Im Moment fällt mir nur meine slowenische Freundin Alenka (Jahrgang 81) ein. Finde ich einen schönen Namen und er war mir vorher unbekannt.

    • Mark sagt:

      Kati,

      Wow, da gibt es ja viele interessante kulturelle Hintergründe in Deiner Familie, von Norwegern und Russen bis deutschen Adligen…

      Kenne eine Russlanddeutsche, die Heidrun heißt–wußte gar nicht, daß das typisch war.

      Jefrosinia finde ich toll; auch die russiche Spitznamen/Kurzformenkultur finde ich faszinierend.

      Die altnorwegischen Namen finde ich alle toll–schade, daß sie heutzutage eher Zweitnamen sind.

      Adele und Ingrid finde ich auch noch besonders schön. Danke für’s mitmachen!

      Cassis: Alenka finde ich auch einen sehr schönen, klangvollen Namen.

    • elbowin sagt:

      Zu Chilina fällt mir der russische Vorname Akilina mit Koseform Kilina ein, die Herkunft ist das lateinische Aquilina „Adler“ (wohl durch einen Heiligennamen vermittelt). Chilina Vanetta klingt in meine Ohren sehr gut (ich würde aber über die Schreibung Kilina mit K nachdenken, weil Deutsche das Italienische und Rumänisch ch notorisch falsch aussprechen).

      Meine Vorfahren kommen alle aus Deutschland (Osten, Mitte und Westen) und ich kann nur einen bemerkenswerten Namen mitteilien, der heute praktisch ausgestorben ist: Ilsabein (ein Frauenname). Vor 200 Jahren war der Name in Norden Deutschlands verbreitet.

      P.S. Viele Infos zu russischen Namen gibt es hier (im Unterpunkt „Personal names“) — gut ist, dass die zahlreichen Koseformen mitaufgezählt sind. Die Etymologien sind solide, soweit sie das Russische und Griechische betreffen (aber ein bischen vorschnell bei der Deutung lateinischer Namen oder bei Maria, wo niemand wirklich sagen kann, wo der Name herkommt):

      http://www.doukhobor.org/names.html

    • Mark sagt:

      Elbowin,

      Ich glaube, Du hast das Chilinarätsel tatsächlich gelöst! Aquilina/Akilina, auch als Kilina vorkommend im Russischen–das wird bei rumänischer Schreibung, wo es ja kein K gibt, dann zur Chilina. Ganz viele rumänische Namen sind durch die orthodoxe Kirche verbreitet worden und sind somit slawischen oder griechischen Ursprungs, oder zumindest via Russland oder Griechenland vermittelt worden. Es sind gerade diese spezifisch orthodoxen Namen, die jetzt als sehr veraltet gelten. Danke für die Lösung des Rätsels!

      Die Seite mit den russischen Namen ist echt toll. Jefrosinia ist Euphrosyne. Die große Anzahl der jeweiligen Kurzformen ist erstaunlich.

      Ilsabein finde ich auch sehr interessant. Der Ursprung Ilsas ist ja klar, aber wie wohl die Endsilbe -bein da mit ins Spiel kam.

      Habe selber wegen der Multikulturalität meiner Familie natürlich viel Exotisches aufgeführt–aber ich finde es auch interessant, wenn jemand eine schöne, wenn auch „normale“ Namenskombi in der Ahnenreihe hat, oder wenn in einer Familie irgendein, wenn auch gewöhnlicher Name, recht typisch und verbreitet ist….

    • cassis sagt:

      Mark, ist dir der rumänische Frauenname Luminița geläufig? So heißt eine, mit der ich gerade dienstlich herumverhandele. Sie versucht zwar, mich über den Tisch zu ziehen, aber der Name gefällt mir. In Rumänien gibt es generell schöne Namen, finde ich.

    • Rina sagt:

      Das ist eine tolle Idee, Mark! Ihr habt ja alle ganz spannende Namen in eurem Umfeld.

      Ich kann leider nichts besonderes aufbieten, meine Familie ist deutsch und hat ziemlich stinknormale in Deutschland übliche Vornamen… Bis auf meine Mama, deren Name das lateinische Wort für „Wald“ ist. Diverse Ämter packen da gern fälschlicherweise noch ein -i- dazwischen, weil dann ein viel geläufigerer Name dabei herauskommt.

    • annemarie sagt:

      Den Namen Deiner Mutter mag ich sehr gern! Aber ja, die Verwechslung mit der i-Variante liegt leider nahe.

      Bei uns in der Familie sind die Namen überwiegend ganz normal. Es gibt eine leichte Ballung von Ottos sowie Marie-Luises und Wilhelminen, über die habe ich hier ja schon geschrieben.

    • Sabrinala sagt:

      Ja, wirklich eine schöne Idee. Aber ich kann auch fast nur mit sehr üblichen Namen in meiner Familie aufwarten, trotz ungarischer Familienmitglieder. Da gibt es zwei Mal Jolánka, eine Rózsa, einen Gyözö, einen László und eine Tünde. Ansonsten heißen sie Maria, Gizella, Viktoria, Daniel, Sándor, Dénes…alles eher normal. Mein Cousin trägt den kroatischen Namen Zeljko. Und im deutschen Zweig der Familie heißen wir alle auch sehr deutschlandüblich. Mein Name ist typisch für meinen Geburtsjahrgang. Wir haben noch Nicholas, Tobias, Raphaela, Vanessa, Sebastian, Monika, Claudia, Berthold, Harald, Annegret, Irmtraud, Klaus, Katharina, Wilhelm, Thomas, Irmgard, Ernst usw.
      Im näheren Umfeld wurde kürzlich ein Baby Alvin genannt. Dies aber in Schweden.
      Ich würde gerne mehr lesen. Finde ich spannend.

    • elbowin sagt:

      Meine Namensbücher führen Ilsabein — wenn sie den Namen überhaupt kennen — als Variante zu Elisabeth (wie Elsa, Ilsa, Ilsabe …). Ich höre aber auch noch eine Sabine (niederländisch gibt es die Form Sabijn) heraus. Einen Grund für die Popularität dieses Namens konnte ich nicht finden.

    • Mark sagt:

      Cassis, Rina, Sabrinala, Annemarie und Elbowin,

      Danke für das Weiterführen dieses Austausches!

      Cassis: der Name Luminita ist bei den 1960er und ’70er Jahrgängen in Rumänien sehr häufig und kommt vom lateinischen Wort für „Licht.“ Er war ein Modename, den es vorher praktisch nicht gab. Finde ihn selber auch sehr schön. Das mit dem über den Tisch ziehen ist auch nicht unbedingt untypisch für Rumänien–es gibt dort schon viel Korruption, doch die meisten Normalbürger sind wirklich tolle Menschen.

      Rina: den Namen Deiner Mutter finde ich auch sehr schön und besonders!

      Annemarie: finde solche „Namensballungen“ in Familien immer interessant. Da spielt immer die Familiengeschichte auf interessante Weise mit hinein.

      Sabrinala: Ungarn ist für mich so ein Mysterium, gerade auch weil die Sprache und Abstammung der Ungarn im europäischen Kontext so eigen ist. Daher sind auch die ungarischen Namen für mich besonders ungewöhnlich und interessant. Gyözö und Tünde finde ich dabei besonders interessant von Klang und Form her. Wir werden sicher mal mit dem Auto nach Rumänien fahren–durch Ungarn. Darauf freue ich mich schon.

      Elbowin: ja, die „ijn“-Endung ist im Niederländischen ja Gang und Gäbe, und daher in norddeutschen Dialekten vielleicht auch. Vielleicht auch eine Ilsabe mit der weiblichen Endung „in“ hinzugefügt.

      Danke noch mal an alle für die interessanten Beiträge!

    • Schtroumpfette sagt:

      Oh man, da habe ich ja echt ’was verpasst…! 🙁
      Ich finde die Idee klasse und schreibe nachträglich noch die Kurzfassung auf:

      Eine meiner Uromas hieß Marie (* 1898), ihre Mutter (also meine Ururoma) Maria und ihre Mutter (also meine Urururoma) hieß Florentine.

      Die zehn Kinder meiner Uroma Marie haben alle zwei Vornamen bekommen. Bei den Zweitnamen der ersten drei Kinder und bei Tante Luzie bin ich nicht ganz sicher:

      Helene Magdalena
      Wilhelm Robert
      Max Walter
      Maria Margarethe
      Emmy Elfriede
      Rosa Clara
      Käthe Ursel
      Luzie Irmgard (oder Irma)
      Hildegard Hedwig
      Helmut Heinrich

      Besonders interessant finde ich den Namen einer meiner anderen Uromas:
      Antke Margaretha.

      Besonders schön finde ich den Namen ihres Sohnes (also einem meiner Opas):
      Alwin Hilmar.

      So, das war jetzt mal die Kurzfassung. 😉

    • Blume sagt:

      In meiner Familie gibt es eine Talke, eine Teenagerin. Den Namen trug schon unsere älteste eingetragene Urahnin. Anscheinend ist es eine alte norddeutsche Form von Adelheid. Es gibt ja auch den Namen Aalke und ich könnte mir vorstellen, das das ein Kosename von Adelheid ist und Talke daher kommt.

  4. Kati sagt:

    Da ist Einiges dabei, das richtig gut ist und einige Namen, die ich nicht vergeben würde, aber auch nur,weil ich nicht zu dem Kulturkreis gehöre und ich schönere Namen kenne.

    Sehr gute gefallen mir:

    Edina
    Marie Johanna -> ich schliesse mich da Mark an, Maria wäre klangvoller, aber auch umgekehrt Johanna Marie wäre der Name sehr schön
    Greta Elisa
    Clara Sophie
    Amira
    Leonie Arina
    Leonie Maria

    Heute nur Mädchennamen.

    Allerdings gehört Onur zu meinen Lieblingsnamen aus dem türkischen, ich finde aber die Verbindung mit Milan nicht gelungen.

    Ardian finde ich klanglich nicht so schön wie Adrian, aber sonst ist der Name auch recht gut.

    Henry Jan fände ich umgekehrt viel stimmiger, wäre der einzige Favoritenname bei den Jungs.

    Schlimm (aber kein Flop) ist die Kombination von Piet Etienne. Etienne finde ich wunderschön, Piet ist auch kein so schlechter Name, aber die Kombi ist einfach nicht stimmig und mir zu viele i und e -Laute.

  5. Anonymous sagt:

    Meine Favoriten in dieser Woche:
    Emil * Marie Johanna * Hans Tian * Keke * Ardian * Greta Elisa * Nelly * Clara Sophie * Amira * Elias Carlos * Edina

    …davon meine TOP 5:
    1. Marie Johanna
    2. Clara Sophie
    3. Greta Elisa
    4. Emil
    5. Hans Tian
    …alle wunderschön 🙂

    Am wenigsten mag ich:

    * Julien Noel * Daril Jaden * Nujin * Liyan * Francesco-Lamin * Jaydem-Carter * Noah Noel * Viyan * Leonie Arina

    Daril Jaden und Jaydem-Carter
    Liyan und Viyan
    Hoffentlich gehen sie in verschiedene Kitas und Schulklassen, sonst wird es vielleicht schwierig 😉 für Betreuer und Lehrer.

  6. Sabina sagt:

    Mir gefallen:

    Marie Johanna * Leonie Maria * Nelly * Clara Sophie

  7. Angela sagt:

    Daril Jaden (Schmidt?) und Jaydem-Carter (Müller?) finde ich besonders schrecklich. Aber man weiß ja nie, mit afro-/amerikanischem Hintergrund und passendem Nachnamen eigentlich ok, nur der Bindestrich müsste nicht sein.

    Nemanja klingt für mich wie ausgedacht, ist aber tatsächlich ein gängiger serbischer Vorname.

    Deshalb wäre es eigentlich schön, die jeweiligen Nachnamen zu wissen, dann kann man eher beurteilen ob es sich z.B.um Chantalismus oder einen „Migrationshintergrund“ handelt.

    Die drei neuesten Babies im Freundeskreis heißen Niclas Ben Marek (soll bedeuten „Sohn des Markus“ – Ben = hebräisch Sohn, Marek als andere Form von Markus), David und Emmanuel.
    David finde ich klassisch schön, Emmanuel sogar sehr schön wenn man es nicht abkürzt, aber das weiß man ja leider nie vorher.

  8. Schtroumpfette sagt:

    Mein lieber Schwan… 🙂

    Ohne wenn und aber: Emil! Emil weiß ich in dieser Auswahl besonders zu schätzen: Ein schöner sanft klingender Name mit lateinischer Wurzel, der auch gut alleine stehen kann.

    Nelly und Edina finde ich auch noch ganz gut, und einzeln mag ich aus dieser Auswahl noch: Marie, Leonie und Julien, Noah, Noel, Pascal, Milan, Carlos.

    Zu Kommentaren reizen mich:

    Marie Johanna – Marihuana kommt mir schon in den Sinn, aber abgesehen davon ist die Kombi ok. Dass J- auf -ie folgt, finde ich nicht so geschickt, aber ansonsten passen die beiden biblischen Namen gut zusammen: beide wirken sanft und lieblich auf mich.

    Julien Noel – die französische Aussprache (v.a. Juliens) kann man sich hierzulande wohl abschminken. In der deutschen Aussprache holpert’s allerdings noch extremer an den Wortgrenzen als in der französischen. Unvorteilhaft finde ich auch, dass in Noel drei Buchstaben aus Julien wieder aufgenommen werden: das ist mir zu viel der „Weichmode“.

    Hans Tian – da zischt und kracht es mir zu sehr an den Wortgrenzen. Die Buchstabenfolge „an“ in zwei Namen à vier Buchstaben ist mir etwas zu eintönig, obwohl der Vokalzusammenstoss in Tian für etwas melodische Abwechslung sorgt.

    Henry Jan – diese Kombi wird womöglich einige werdende Eltern auf die Idee bringen eine Neukreation à la „Henrian“ zu vergeben. Die beiden Anfangssilben „Hen-„ und „Jan“ sind mir in der Kombi zu aufgezählt. Ich hätte die altmodischere Version Heinrich Johannes (z.B.) stimmiger gefunden.

    Leonie Maria und Leonie Arina – ein schwungvolles Auf und Ab durch vier verschiedene Vokale. Leonie wirkt recht „wild“ (s. Bedeutung). Maria und Arina bringen etwas mehr „Ruhe“ in die Kombi – wobei ich finde, dass Maria eher fromm und brav, Arina eher sanft und lieb wirkt. Müsste ich mich für eine der beiden Kombis entscheiden, tendierte ich zu Leonie Maria, da die Kombi „flotter“ ist und durch Maria etwas peppiger. Bei Leonie Arina ist der Sprachfluss langsamer und die „Weichmode“ kommt in den Endsilben mehr zur Geltung, was mir in der Kombi zu viel ist. Den Vokalzusammenstoss an den Wortgrenzen finde ich an dieser Stelle auch etwas ungelegen.

    Ardian – mir gefällt dieser albanische Name ganz gut, aber ich muss mich erstmal an ihn gewöhnen, denn er ist dem vertrauteren Adrian echt zum Verwechseln ähnlich.

    Milan Onur – Milan ist slawischen Ursprungs und bedeutet „lieb“, Onur ist ein in der Türkei gebräuchlicher Name, der sich vom französischen Wort „honneur“ (= Ehre) herleitet. Mir gefällt diese ungewöhnliche Namenskombi. Beide Namen haben eine schöne Bedeutung und harmonieren vom Klang her durch den stetigen Wechsel zwischen überwiegend weichen Konsonanten und hauptsächlich dunklen Vokalen gut miteinander.

    Greta Elisa – wirkt in dieser Auswahl wie eine „Bilderbuchkombi“. Greta klingt „hart“, Elisa sorgt für die weiche Note der Kombi – ein schöner Ausgleich. Durch zwei gleiche Vokale gibt’s einen klanglichen Bezug der Namen zueinander und durch Elisas i kommt noch etwas mehr „Farbe“ in die Kombi. Die gleiche Endung auf –a passt gut, da sich die Namen in ihrer Silbenanzahl voneinander unterscheiden.

    Piet Etienne – auf die unterschiedliche Namensherkunft wurde ja schon wiederholt hingewiesen, aber ich finde schon, dass die Namen vom Klang her zusammenpassen: ich sehe in den hellen Vokalen den „roten Faden“ der Kombi. Die drei harten Konsonanten in den ersten beiden Silben und dann der weiche Ausklang sind wie eine „strikte Aufteilung“. Die Kombi wirkt abgehakt, wobei doch die heutige Namensmode eher zu melodischer bzw. vokaliger Abwechslung neigt. Daher wirkt die Kombi ungewöhnlich, würde ich sagen.

    Ben Pascal – drei Silben à drei Buchstaben: jeweils ein peppiger Konsonant gefolgt von einem kurzen Vokal und noch einem Konsonanten. Eine recht kantige und schwungvolle Kombi, die mit „Weichmode“ nicht viel am Hut hat. Die Kombi hat ’was! Allerdings passen für mich Ben und Pascal nicht zusammen; ich weiß nicht, woran das liegt.

    Nelly – habe ich zum ersten Mal im Film „Le Sauvage“ („Die schönen Wilden“) gehört, in dem Catherine Deneuve die Rolle der Nelly spielt. Mir war der Name auf Anhieb sympathisch.

    Tiziano Roberto – dazu fällt mir Marks Ausdruck des „Lautungsfeuerwerks“ ein! 😉

    Elias Carlos – die Namen haben einige gemeinsame Elemente, aber die gleiche Endung lässt sie leider nicht miteinander harmonieren. Über Carlos freue ich mich aber dennoch….

    Noah Noel – liest sich flüssig und finde ich daher auch gar nicht so schlecht, aber natürlich durch die gleichen Anfangssilben beider Namen auch längst nicht optimal.

    Fynn Emilian – da schließe ich mich Marks Kommentar an.

    Edina – wirkte auf mich zunächst wie eine Kurzform des arabischen Vornamens Elmedina, aber es handelt sich um einen hauptsächlich in Ungarn gebräuchlichen Namen, für dessen Herkunft es unterschiedliche Theorien gibt.

  9. celia sagt:

    schön finde ich diese woche nur mädchennamen:

    Marie Johanna
    Leonie Maria
    Greta Elisa
    Clara Sophie
    Wiktoria Elzbieta
    Edina
    Leonie Arina

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