7 Namen 7 Fakten: Fergie

Fergie

Fergie ist ursprünglich gar kein Vorname, sondern ein von einem Familiennamen abgeleiteter Spitzname. Den älteren Lesern fällt wohl zunächst Sarah Margaret Ferguson ein, die Herzogin von York. Die jüngeren Leser kennen eher Stacy Ann Ferguson, die Sängerin der Band Black Eyed Peas. Diese hat übrigens vor kurzem ganz offiziell und amtlich ihren Künstlernamen als Vornamen eintragen lassen. Bevor sich jetzt jemand darüber aufregt, dass der Name Fergie Ferguson ja wohl albern und lächerlich sei: dank Heirat hat die Sängerin auch einen neuen Familiennamen angenommen und heißt jetzt Fergie Duhamel.

Khaleesi

Das kommt schon vor, dass Fantasienamen von Filmfiguren in den Vornamenschatz des wahren Lebens aufgenommen werden, siehe zum Beispiel Anakin aus Star Wars. Auch der Name Khaleesi, der in den neuesten amerikanischen Babynamenstatistiken auftauchte, kommt aus diesem Umfeld, nämlich aus der TV-Serie „Game of Thrones“. In der Serie ist Khaleesi allerdings gar kein Name, sondern ein Titel, den die Gattin des Herrschers führt.
Triple Lucky Sevens © photosoup - Fotolia.com

Meeno

Typisch 2012: In meiner Sammlung von Vornamen aus den Geburtsjahrgängen 2006 bis 2013 kommt der Name Meeno ausschließlich 2012 vor und das nicht nur einmal. Typisch Schleswig-Holstein: Alle diese Meenos sind im nördlichsten Bundesland geboren. Ob das daran liegt, dass der Meteorologe Meeno Schrader im NDR-Regionalfernsehen die Wettervorhersage für Schleswig-Holstein moderiert?

Calista

Auch typisch 2012: Wie Meeno für Jungen ist Calista für Mädchen der häufigste Name, der nur 2012 vorkam.

Norwin

Skandinavienfans müssen ihrem Sohn nicht unbedingt einen nordischen Vornamen geben, um allen zu zeigen, wie gern sie in Skandinavien Urlaub machen. Eine Alternative wäre Norwin, ein nach dem zweigliedrigen altgermanischen Namenssystem gebildeter Name, dessen Namensbestandteile „nor“ = Norden und „win“ = Freund bedeuten – Freund des Nordens!

Winnie

Der amerikanische Fernsehstar Jimmy Fallon ist kürzlich Vater einer Tochter geworden. Das Mädchen hat einen bekannten, aber seltenen Vornamen bekommen: Winnie Rose. Winnie wie der Kinderbuchbär Winnie Puuh? Eher nicht. Die Fallons haben sich am Lake Winnipesaukee in New Hampshire verlobt und ihre Tochter nach ihrem Lieblingssee benannt.

Stasi

1915 wurde die Operette „Die Csárdásfürstin“ uraufgeführt mit einer weiblichen Hauptfigur namens Stasi (Kurzform von Anastasia). Trotzdem ist Stasi damals ein seltener Vorname geblieben und auch heutzutage fehlt der Name in den Vornamenhitlisten.

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

4 Kommentare zu "7 Namen 7 Fakten: Fergie"

  1. Schtroumpfette sagt:

    Der Vorname Winnie ist mir vor allem durch die US-amerikanische Serie „Wunderbare Jahre“ bekannt, die Ende der 80er/Anfang der 90er gedreht wurde. Winnie Cooper ist der Name der besten Freundin der Hauptfigur Kevin Arnold. Mich würde nicht wundern, wenn der Name damals durch die Serie einen Aufwärtstrend erlebt hätte.

    Es ist ja heutzutage nicht verwunderlich, dass der Vorname Stasi (zumindest in Deutschland) nicht vergeben wird… Und selbst, wenn man hier ein Mädchen Anastasia nennen würde, würde man sich wohl einen anderen Spitznamen als Stasi überlegen…

    Mich wundert, dass Calista der häufigste Mädchenname ist, der nur 2012 vorkam. Ich nehme ja doch mal an, dass der Vorname Calista in Deutschland durch die Schauspielerin Calista Flockhart populär ist, aber diese ist ja schon länger sehr bekannt.

  2. Knud Bielefeld sagt:

    Das wundert mich auch, dass Calista nicht häufiger vorkommt.

  3. elbowin sagt:

    Die klassische und richtige Namensform ist Kallisto (ja, ein weiblicher Name, der auf -o endet) nach der griechischen Muse.

    Calista wirkt dagegen billig (und nach einer Marke für Damenunterwäsche, das stört auch!)

  4. Mirjam sagt:

    Khaleesi klingt sooo schön! ich bin ein Fan von Game of Thrones.

    Ich weiß nicht, ob ich ein Kind so nennen würde, wenn ich in Amerika wäre.. im deutschsprachigen Raum mal sicher nicht 😀

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