Babynamen der Woche 18/2017

Ophelia Everly Caitriona * Jaymie-Blue * Thorin Arnold * Leonardo * Angela Melissa * Ervin * Alias * Edgar Moritz * Mylee * Robin Elliot * Lonisa * Rita Emilia * Nicholas Michael * Elias Norbert * Larissa Fabienne * Lean Noel * Mian * Frida Luise * Leon Bao * Marly * Isaiah Noé * Luis Eugenius * Carlotta Skye * Hedi Marie * Phill * Izumi Alix * Jonathan Allen * Ladainian Tyrese * Annemiek * Joko * Chase Henry * Calla Lotti * Josephie * Ebbi * Aaliyah-Cataleya

Babynamen der Woche

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

84 Kommentare zu "Babynamen der Woche 18/2017"

  1. Sabrina sagt:

    Was für eine wilde Mischung!

    Wahlpflichtspiel: Larissa Fabienne und Nic(h)olas Michael, wobei die Zweitnamen stumm bleiben würden.

  2. Maria Th. sagt:

    Der (Un-)Name des Jahres: Alias!!!

    Wie kann man nur – als Eltern wie auch als Standesamt???

    • Jan sagt:

      Hähä, ja… Nach nunmehr fast jahrelangem Mitlesen hier: Es geht immer noch ein bißchen krasser. :mrgreen: Alias stellt den Jo Hannes von letzter Wochen nochmals in den Schatten.

      Elias Norbert oder Norbert Elias?

      Carlotta Skye. Skype? Und in der Gegend von Bremen, in meiner alten Heimat, gibt es eine Kleinstadt namens Syke, ausgesprochen „Sieke“, nicht „Süke“.

    • WillaMuriel sagt:

      Ja, Alias geht garnicht, Das sollte nicht erlaubt werden, klingt einfach unecht,eine Bürde für das Kind und nicht einmal ein gängiger Zweitname.

    • Maia sagt:

      Kann es denn sein, dass dieser Name vom Standesamt noch gar nicht eingetragen wurde und er quasi „nur“ in einer Babygalerie existiert?

      Bei der Gelegenheit: ich habe vor einigen Wochen erwähnt, daß an einem Kleiderhaken der Namen „Elend“ stand. Es hat sich aufgeklärt. Der Junge heißt Blend, jemand hat Späßchen gemacht und das B teilweise übermalt.

    • Maria Th. sagt:

      … wobei Blend auch nicht soviel besser ist, oder?

      engl. to blend = (ver)mischen
      deutsch: Assoziation zu blenden, Blender – auch nicht so prickelnd.

    • Maia sagt:

      Den Namen Blend finde ich auch ziemlich unschön. Ist mir auch nie vorher begegnet, kein Wunder, bei der Bedeutung. Trotzdem war ich irgendwie erleichtert, daß kein kleiner Elend in der Welt rumrennen muss.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Maias Theorie halte ich für sinnvoll, obwohl die Namen ja allgemein erst in der Babygalerie und dann beim Standesamt landen. Vielleicht steht der Name auch einfach noch nicht fest.
      Skye habe ich schon öfters gesehen, mag ich aber, insbesondere so, auch nicht.

    • Maria Th. sagt:

      Da einzige, was mir gerade noch einfällt hinsichtlich Alias, könnte es sich hier auch um ein Verbergen des tatsächlichen Namens (z.b. Promibaby) handeln, wie wir das schon einmal vor längerer Zeit bei dem seltsamen Namensgebilde Hulmpfrft (oder so ähnlich) diskutiert hatten? Die „Eingeweihten“ können das das Baby im Internet betrachten, ohne dass die Anonymität verletzt wird.

  3. Maria Th. sagt:

    Ophelia Everly Caitriona * ’ne Nummer kleiner haben Sie’s nicht? Chantalismus/Kevinismus in Reinform.
    Jaymie-Blue * K, mehr sag ich nicht
    Thorin Arnold * na ja, würd ich niemals vergeben, hat aber irgendwie was
    Leonardo * nein, außer ein kleiner Italiener
    Angela Melissa * ok
    Ervin * ein schick aufgemachter Erwin?
    Alias * Das ist der unmöglichste Name! Wie ein Verbrecher – hört sich an wie: Hans Meier alias Jack the Ripper
    Edgar Moritz * Edgar ist nun nicht mein Favorit…
    Mylee * K
    Robin Elliot * passt sehr gut zusammen
    Lonisa * neue L-Namen-Variante?
    Rita Emilia * Rita ist ein bißchen altbacken, oder?
    Nicholas Michael * sehr gut machbar
    Elias Norbert * Modename + Patenonkel
    Larissa Fabienne * modisch, aber ok
    Lean Noel * wie Lean Management??? http://dict.leo.org/englisch-deutsch/lean
    Mian * sagt meine Katze auch immer
    Frida Luise * ich bin kein Frida-Fan, aber machbar
    Leon Bao * Bao??
    Marly * Marlene, bitte
    Isaiah Noé * english + francais, passt nicht
    Luis Eugenius * Ho, Eugenius! Das ist ein Hingucker. Wenn stumm, dann ok. Passt zusammen.
    Carlotta Skye * warum Skye? Das macht den Namen kaputt.
    Hedi Marie * besser Hedwig oder gleich Heide/Heidi
    Phill * wenn, dann schon Phil, was soll denn das zweite l?
    Izumi Alix * M oder F? Wegen Alix vermute ich mal Mädchen, die Zuordnung finde ich aber grenzwertig.
    Jonathan Allen * englisch ausgesprochen? bietet sich irgendwie an – dann ok. Deutsche Aussprache eher nicht.
    Ladainian Tyrese * Jetzt aber! Ein kleines Bubi, oder? Passt zu Ophelia Everly Caitriona. Dreifaches K!
    Annemiek * nein, das geht nur umgangssprachlich als Spitzname.
    Joko * heißt der Bruder Klaas? Wird bestimmt mal Fernsehstar.
    Chase Henry * Verfolgt Henry? Das Mobbing ist vorprogrammiert, OMG.
    Calla Lotti * Call a Lotti! Ist mir zu sehr Call-Girl (Mobbing!) und Lotti muss auch nicht sein.
    Josephie * Fehlt da was aus Versehen oder soll das so heißen?
    Ebbi * nein
    Aaliyah-Cataleya * schon gleich gar nicht, siehe Ophelia Everly Caitriona und Ladainian Tyrese

    • Knud sagt:

      Alias ist ein unmöglicher Name, da stimme ich Dir zu. Aber wie Du davon auf einen Verbrecher kommst finde ich etwas weit hergeholt.

      Was ich auch nicht verstehe: Angela sei ok aber Rita altbacken. Die beiden Namen waren ungefähr gleichzeitig in Mode, dann müssten sie doch beide altbacken sein, oder?

    • Jan sagt:

      Alias ist ein unmöglicher Name, da stimme ich Dir zu. Aber wie Du davon auf einen Verbrecher kommst finde ich etwas weit hergeholt.

      Bevor der Begriff im Zusammenhang mit der IT verbreitet wurde – eben im Sinne von Nick –, kannte man den aber eben wirklich nur im Zusammenhang mit Fahndungsmeldungen („Milan Dragovic alias Ante Drugovic“). Das kann ich schon nachvollziehen.

      Angela. Gibt den BRD-Folgsamkeits-Preis. *kotz*

      Joko –> Klaas. Es wird dringend Zeit, daß es mal ein Klaas doch noch zu etwas Anständigerem bringt als zum TV-Hampelmann oder zum Fußballspieler. :-/

    • Maria Th. sagt:

      Na ja, Jack the Ripper müsste es ja nicht gleich sein, das ist tatsächlich weit hergeholt, mir ist bloß nicht gleich ein „normalerer“ Verbrechername eingefallen.
      Aber wie Jan schon sagt, ich kenne dieses „alias“ eigentlich in erster Linie aus Fahndungsmeldungen o.ä.
      Angela (wie auch Angelika) war zu meiner Zeit mega-häufig, wir hatten mehrere in der Klasse, vielleicht höre ich den Namen deshalb nicht ganz so altbacken wie Rita? Die Ritas waren (gefühlt) ein paar Jahre früher. Vielleicht täusche ich mich auch.
      Aber Angela als Folgsamkeitszeichen an die Bundeskanzlerin? Das ist schon auch weit hergeholt. 😀

    • WillaMuriel sagt:

      Izumi ist japanisch, habe eine japanische Izumi als Freundin.Bei Ophelia denke ich an Hamlet, geht für mich garnicht und dieser Kombination klingt es wirklich kevinistisch. Thorin, da denke ich an Thor den Donnergott, nordisch vielleicht? Arnold geht, obwohl die germanischen Namen nicht so mag. Calla ist ein Blumenname wie Iris, mit Lotti klingt es nicht ernstzunehmend, da gehört was klassisches dazu, um die Niedlichkeit abzufedern. Annemiek kenne ich n ur als Annemieke, im Norden, wie Katinka, Im Süden gibt es Annemie und Annamirl, aber eher als Spitznamen. Bei Rita bin ich nicht so kritisch, die Kinder einer Freundin heißen Ruth und Rita, das bei mir positiv besetzt. Sollte Chase ein Jason werden?Eugen ist griechisch, bedeutet der Wohlgeborene, und mit der lateinischen Endung gewöhnungsbedürftig.Bei Hedi denke ich auch an Hedwig, so hieß meine Uroma, gerufen HediBei Ebbi und Josephie stimme ich zu, wenn dann Ebba und Josephine.Leonardo (daVinci), finde ich eigentlich schön, zu den Leons Leos, Leopolds, unser Leonardo im Freundeskreis hat einen italienischen Vater und eine deutsche Mutter, ein liebenswerter junger Mann, für mich positiv besetzt und wenn wir grad bei den großen Künstlern sind, mein Kindheitsfreund hieß Rembrandt mit Vornamen!

    • Jan sagt:

      Thorin, da denke ich an Thor den Donnergott, nordisch vielleicht?

      Ja. Das geht auf den Thorin Ejkinskjaldi (RS?) in der Zwergenlisten der ehrwürdigen Völuspa der Lieder-Edda zurück. J.R.R. Tolkien hat den Namen in seinen Büchern (Der kleine Hobbit, Der Herr der Ringe) aufgegriffen. (Die Zwerge im Hobbit haben alle Namen, die aus der Edda „geklaut“ wurden.)

      Im Volke wurde das dann seit ca. 2000 durch diese sehr beliebten angelsächsischen Verfilmungen der Tolkien-Schmöker verbreitet.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Für mich klingt Angela älter als Rita. Letztere passt von der Art des Namens besser in die heutige Mode. Außerdem kenne ich mehr ältere Angelas als Ritas, dafür aber mehr jugendliche Ritas als Angelasn, wenn es auch keine Deutschen sind.

    • Jan sagt:

      Angela (wie auch Angelika) war zu meiner Zeit mega-häufig, wir hatten mehrere in der Klasse, vielleicht höre ich den Namen deshalb nicht ganz so altbacken wie Rita? Die Ritas waren (gefühlt) ein paar Jahre früher. Vielleicht täusche ich mich auch.
      Aber Angela als Folgsamkeitszeichen an die Bundeskanzlerin? Das ist schon auch weit hergeholt.

      Nun denn… 😉

      Ich würde auch sagen: Angela ist etwas vor meiner Generation positioniert, es gab aber auch noch welche in meiner Generation… Aber ich halte es aber einfach für widerlich und abstoßend, *heute* ein Kind Angela zu nennen. Gibt ein BRD-Speichellecker-Fleißbienchen extra in den gelben Gesundheits-Vorsorge-Ausweis geklebt. Der Name wird auf mindestens zwei Generationen mit dem unsäglichen und unappetitlichen Merkel-Wesen (mit ihren Wurstfingern, ihren Schweißflecken, ihrer Rückgratlosigkeit, ihrer Verräterei, ihren Mundwinkelfalten, ihrer einfach ekelerregenden Erscheinung…) verbunden bleiben. *spei* Schande über uns Deutsche!

      Rita gab es in meiner Generation in Norddeutschland fast gar nicht. Der Name war süddeutsch. Vermutlich daher wirkt der Name auf mich nicht altbacken.

    • Maria Th. sagt:

      Ich kenne zwei, nein drei Ritas, die ein wenig älter als ich sind.

    • cassis sagt:

      Zu Angela und Rita: A. kannte ich eine 1966 geborene, die italienisch ausgesprochen wurde (sie hatte deutsche, italienische und französische Vorfahren). Außerdem gab es in meiner Schule eine etwas jüngere Namensträgerin (*1988?), die immer Gela genannt wurde. Frau Merkel war damals noch nicht Kanzlerin, aber als Politikerin durchaus bekannt und ich kann mich nicht erinnern, dass das Mädchen damit aufgezogen wurde, wir hatten die Assoziation nie, glaube ich.
      Rita kenne ich eine Anfang der 60er-Jahre geborene, die mir mal Folgendes erzählte: Sie wuchs als Kind deutscher Eltern in Frankreich auf (geboren ist sie noch hier) und wurde oft veräppelt, weil ihr Name dort drüben ein typischer Hundename ist. (Falls ihr die „Drei Farben“-Trilogie von Kieslowski kennt: Im letzten Teil heißt die Hündin tatsächlich Rita.)
      Was empfinde ich als älter? Ich denke, Rita.

    • Annemarie sagt:

      Bei Rita denke ich an die Tochter von „Ekel Alfred“ aus „Ein Herz und eine Seele“ – 70er pur 🙂 (wobei die Rita natürlich 25 Jahre früher geboren wurde). Rita Hayworth gäbe es auch noch. Und Rita Süssmuth … Aber vermutlich hat eher Rita Ora den Namen aufgebracht?

    • elbowin sagt:

      betr. Rita:

      Kennt noch jemand die Thommie Bayer Band („Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh“)? Die hatten mal ein Lied mit dem Refrain

      Ich les Bücher wegen Rita
      Kamasutra Bhaghavadgita

    • Maria Th. sagt:

      Den „letzten Cowboy“ kenn ich, aber das Rita-Lied nicht. Dafür ein anderes, weltberühmtes:

      Lovely Rita Meter Maid
      von den Beatles (aus Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band)
      https://www.youtube.com/watch?v=5I5QtW0Th9s

    • Jan sagt:

      Bei Rita denke ich an die Tochter von „Ekel Alfred“ aus „Ein Herz und eine Seele“ – 70er pur

      Ja, stimmt. An diese Rita hatte ich gar nicht gedacht…

      Allerdings spielt die Serie ja auch im Kohlenpott; und die Schauspielerin Hildegard Krekel war Kölnerin – und sah auch perfekt so aus.

      Es ist übrigens eines der erstaunlicheren Phänomene der BRD-Populärkultur, wie präsent und bekannt „Ein Herz und eine Seele“ heute (nach mehr als vierzig Jahren!) immer noch ist. Es waren ja gar nicht sooo viele Folgen, nämlich 25. Und die Gags waren in hohem Maß tagespolitisch grundiert, also von der Willy-Brandt-Ära, d.h. von dem Haß bestimmter Schichten auf Willy Brandt einerseits und von der Verehrung anderer Milieus für ihn. Man sollte meinen, daß das längst vergessen wäre. Aber nein, fast jeder kennt’s. Die Serie hat auch viele Fans, die damals noch nicht einmal geboren waren.

    • Maria Th. sagt:

      Die Rita Tetzlaff war in den 70ern ca. 25 Jahre, ist also fiktiv etwa 1956-1960 geboren, schätze ich mal. Also doch ein bißchen älter als ich. Und Rita Süßmuth ist definitiv älter. Und Rita Hayworth sowieso. Daher meine These, dass Rita etwas älter als Angela/Angelika ist.

    • Jan sagt:

      Die Rita Tetzlaff war in den 70ern ca. 25 Jahre, ist also fiktiv etwa 1956-1960 geboren, schätze ich mal.

      Sogar noch älter: Sie muß um 1950 herum geboren sein. 1974-25=1949. (Die Schauspielerin war Jahrgang 52).

      Das hatte Annemarie aber ja auch schon angedeutet…

      Dennoch bliebe ich auch dabei: In meinem Umfeld gab es als Kind in den 70ern in Niedersachsen einfach keine Ritas, wohl aber Angelas und Angelikas. Eben daher höre ich den Namen Rita heute nicht als angestaubt.

    • Maria Th. sagt:

      auweia, Kopfrechnen schwach. Aber es ist auch schon spät und ich hatte einen harten Tag 😀

      Aber deine These, dass es zu deiner Zeit keine Ritas in Norddeutschland gab, schließt meine (dass Rita älter ist als Angela/Angelika) ja nicht aus. Das ist einfach eine Näherung an RITA von einer anderen Seite.

    • Jan sagt:

      Aber deine These, dass es zu deiner Zeit keine Ritas in Norddeutschland gab, schließt meine (dass Rita älter ist als Angela/Angelika) ja nicht aus.

      Natürlich nicht. We agree not to disagree. 😉

      Bei mir die erste Assoziation zu Rita, jedenfalls seit etwa 2000:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Rita_(S%C3%A4ngerin)

      Großartige Sängerin. Rita & Rami, das war ein grandioses Duo.

  4. neuhier sagt:

    Wenn ich aus der heutigen Liste die Namen meiner Kinder auswählen müsste, so hießen sie:

    Edgar Moritz – ich mag beide Namen, wobei ich die Kombination in den Vokalen zu bunt finde; Edwin Moritz gefällt mir klanglich besser.

    Rita Emilia – aber als Emilia Rita, so herum gefällt mir die Kombination richtig gut; schön, dass sich jemand getraut hat, Rita zu vergeben: so habe ich als Kind ein Plüschtier genannt, weil mir der Name schon damals gefiel. Marita gefällt mir auch, aber der ist auf Knuds 2010er Liste gar nicht drauf (Rita: Platz 610) – schade, passt doch eigentlich in die heutige Mode, oder?

    Frida Luise finde ich auch noch schön und passend.

    @Knud: Stammen die wirklich alle aus den letzten zwei Wochen?!

    • Maria Th. sagt:

      Ich warte ja immer drauf, dass jemand seine Tochter Ritalin nennt…

    • Knud sagt:

      Nein, einige dieser Babys sind schon ein paar Wochen älter. Das habe ich aber noch nie so streng gehandhabt, dass nur ganz frische Babynamen in die Liste kommen.

  5. Annemarie sagt:

    Wenn ich wählen müsste, wären es
    Thorin Arnold (oder Edgar Moritz?) und
    Hedi Marie (oder Frida Luise?)

  6. Mareike sagt:

    Heute sind mal wieder sehr kreative Namen dabei. Wenn ich daraus wählen müßte, dann nur Einzelnamen:

    Michael, Jonathan, Emilia und Carlotta

    Diese Namen sind auch gut:
    * Edgar Moritz – Rufname Moritz

    * Robin – gehört zu den englischen Namen, die ich ok finde, ähnlich wie Henry, ist Robin in Deutschland gut machbar.

    * Rita Emilia – Rita könnte wieder beliebter werden. Der Name ist kurz, endet mit a und ist rein klanglich Frida oder Lina sehr ähnlich. Mir persönlich gefällt Rita aber nicht. Emilia ist gut, geht immer.

    * Frida Luise – schöne Kombi, die Namen passen gut zusammen

    * Nicholas Michael – Die englische Schreibweise Nicholas ist nur bei entsprechendem Hintergrund in Ordnung. Wie soll Michael ausgesprochen werden, deutsch oder „Maikel“. Nicolas Michael würde ich gut finden (natürlich alles deutsch gesprochen). Nicolas ist zwar ein französischer Import mit deutscher Aussprache, aber ich empfinde den nicht mehr als „fremd“.

    * Elias Norbert – Elias ist heutzutage ein normaler Vorname. Ich bin zwar kein Elias-Fan, aber der Name ist in Ordnung. Norbert ist der Vater oder Großvater.

    * Larissa Fabienne – auch in Ordnung, kann man machen

    Diese Namen gehen gar nicht:

    * Calla Lotti – Calla oder Kalla ist ein Kurz- oder Koseform für jemanden, der Karl-Heinz oder Karl-Josef heißt. Calla/Kalla ist bei mir männlich und über 60. Oder ist Calla einfach eine falsch geschriebene Carla? Das Mädchen hätte doch gut auch Carlotta heißen können. Calla Lotti erinnert mich an das Gesellschaftsspiel „Lotti-Karotti“.

    * Josephie – Sieht auch aus wie ein Schreibfehler. Josephine ist so ein schöner Name.

    * Lonisa – Ist Luisa/Louisa nicht cool genug? Es muß ja was besonderes sein.

    Ab in die Chantal-Schublade:
    * Ophelia Everly Caitriona * Jaymie-Blue * Alias * Mylee * Mian * Marly * Lean Noel * Phill * Izumi Alix * Ladainian Tyrese * Ebbi * Aaliyah-Cataleya * Chase Henry

    • Marthe sagt:

      Callas sind auch sehr schöne Blumen. Ansich finde ich die Buchstabenkombi modern, aber stimme dir zu: Es klingt zu sehr falsch. Kalle, Kalli, Ka(r)la.

  7. WillaMuriel sagt:

    Izumi ist ein japanischer Namen, vermutlich kommt Vater oder Mutter aus Japan? Calla ist eine Blume, wie Iris, dazu ein klassischer Name, der die Süße begrenzt wäre gut.

  8. elbowin sagt:

    Die meisten Creationen (das „C“ ist Absicht hier) wurden schon genügend besprochen, ich habe nur noch einen Komentar übrig für

    Elias Norbert * Der volle Name des Soziologen Norbert Elias in umgekehrter Reihenfolge? War das die Absicht der Eltern?

  9. connywuuh sagt:

    Hallo,

    diese Woche gefallen mir diese Einzelnamen:

    Ophelia – auch wenn viele drauf rumhacken, die Gesamtkombination finde ich auch merkwürdig, aber Ophelia ist ein richtig schöner und seltener griechischer Name. Hat leider keine Tradition in Deutschland.

    Moritz – gefällt mir gut, ist auch recht beliebt in Deutschland
    Fabienne – gefällt mir, hat aber was von Kevinismus, würde mein Kind nicht so nennen.

    und Luise – finde ich viiiiel schöner als Luisa, was so ne Endung alles ausmacht?!

    Burner der Woche:
    Alias – er wird ständig Probleme mit seinem Namen bekommen. Vielleicht noch nicht im Kindergarten, aber spätestens auf der weiterführenden Schule. Beim Arzt, auf Ämtern, bei Online-Shops usw.

    Als Gesamtkombination finde ich Edgar Moritz nicht schlecht. Bei den Mädchen wäre es: gibt es diese Woche leider nicht!

    Wenn ich jetzt wild kombinieren könnte:
    Ophelia Luise und
    Moritz Jonathan

    • connywuuh sagt:

      Kleiner Nachtrag:
      Ich kenne eine sehr intelligente junge Frau, die Ophelia heißt. für mich ist dieser Name nur positiv besetzt.

    • WillaMuriel sagt:

      Stimmt, Ophelia ist eigentlich ein hübscher Namen, aber der Namen ist mir durch Shakespeare zu traurig besetzt, Ophelia nimmt sich im Wasser das Leben, für mich ist Namen dadurch traurig belastet.

  10. Irmi sagt:

    Geht’s noch schlimmer??

    Das grenzt schon an Kindesmisshandlung, wie können Eltern so grausam sein, ihren Sprösslingen solche abgefahrenen Namen zu
    verpassen:

    Absolute No Go’s:

    (Ophelia = grad noch akzeptabel) Everly Caitriona
    Jaymie-Blue
    Alias – der Gipfel der Unverschämtheit!!!!
    Mylee
    Leon Bao
    (Carlotta = geht noch) Skye?!?! Um Himmels willen!!
    Ladainian Tyrese (Junge o. Mädchen??) nur schlimm!!!!
    Chase (Henry = ist noch ok)
    Ebbi ??? erinnert mich irgendwie an Dobby aus den Harry-Potter-Büchern … grins
    Aaliyah-Cataleya (so ein Gewurschtel – wie spricht man das denn aus?)

    Diese Namen find ich dann doch noch einigermaßen in Ordnung:

    Edgar
    Emilia
    Nicholas Michael (kleiner Brite oder Amerikaner?) hoffentlich!
    Fri(e)da Luise
    Larissa Fabienne (würde ich zwar nicht vergeben, aber die Kombi ist stimmig)

  11. Astrid sagt:

    Wilde Mischungen:
    Robin Michael
    Leon Moritz
    Henry Jonathan (auf Englisch)
    L(o)uise Fabienne
    Carlotta Luise / Carlotta Marie
    Fri(e)da Emilia

  12. Mark sagt:

    Frida Luise–
    Grundsätzlich eine wunderschöne, klassische Kombi, sehr stimmig. Der erste Name ist ein bisschen knackig (Konsonantenballung, etc.), der zweite dann ganz weich und gefällig, wobei der helle I-Laut von Frida noch einmal mit aufgenommen wird. Finde Frida Luise viel schöner als Frida Luisa–der Schwa-Ausklang der Kombi ist lieblich.

    Hätte allerdings Frieda geschrieben; das ist halt einfach die traditionelle Schreibweise; Frida ohne E wirkt auf mich etwas künstlich.

    Ervin–Das V stört mich wirklich. Dadurch wird ein sehr schöner traditioneller deutscher Name irgendwie neumodisch verfremdet, so als könnte man nicht zu dem altdeutschen Namen stehen. Allerdings: wenn das Kind skandinavische Wurzeln hat, dann passt es natürlich. Also, ich bin echt für Frieda und Erwin (wären übrigens echt gute Geschwisternamen).

    Elias Norbert–

    Hmm, total hebräisch trifft auf total altdeutsch. Geht schon irgendwie, aber so ganz stimmig finde ich es nicht. Das Norbert eine Nachbenennung ist, scheint offensichtlich; dann macht es natürlich auch familiär gesehen Sinn. Beide Namen liebe ich einzeln sehr. Vor allem Norbert. Norbert Elias fände ich klanglich noch schöner.

    Nicholas Michael–und ich nörgle weiter! Auch hier plädiere ich für die jute alte Tradition: Nikolaus Michael wäre so perfekt gewesen! Immer diese neumodischen Verfremdungen altherkömmlicher Namen–das bedaure ich….

    Edgar Moritz–

    Mag den Namen klanglich und auch vom Stil her. Edgar hat sich als angelsächsischer Name schon mindestens seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland eingebürgert. Finde ihn nicht so schön wie die wirklich altdeutschen Namen, auch nicht so schön wie Eduard oder Edwin, aber doch noch ganz gut. Moritz dazu finde ich klanglich passend: das „Ar“ geht angenehm in die klanglich ähnliche aber abgewandelte Silbe „Mor“ über, und die deftige „itz“-Endung beschließt das Ganze dramatisch. Allerdings stimme ich mit neuhier überein, dass Edwin Moritz noch schöner und auch wegen der Vokalwiederholung einheitlicher gewesen wäre.

    Trotzdem: Daumen hoch für Edgar Moritz.

    Aaliyah-Cataleya:

    Für mich bleibt die weibliche Variante von Ali ein sehr muslimischer Name. Deshalb wurde der Name auch unter Afroamerikanern beliebt, denn Afroamerikaner vergaben/vergeben oft muslimische Namen aus Rückbesinnung auf afrikanische Wurzeln. Cataleya ist doch kein bisschen muslimisch. Da steht wohl einfach der Klang beider Namen im Vordergrund, ein Reigen aus vielen Vokalen und eher weichen Konsonanten. Für mich wäre der muslimische Kontext nicht passend.

    Sehr viele hierzulande exotische Namen heute, wie z.B. Lonisa. Finde solche Namen nur dann gut, wenn ein passender kultureller Kontext besteht. Ladainian Tyrese hört sich sehr typisch afroamerikanisch an; da sind sicher solche Wurzeln vorhanden. Die Silbe „La“ wird ja im afroamerikanischen Kontext sehr viel bei männlichen Namenskreationen eingesetzt, manchmal auch bei weiblichen Namen. Kannte sehr viele afroamerikanische Lashawns u. ä.

    Luis Eugenius–und wieder plädiere ich für das Traditionelle: Ludwig Eugen. Wie wunderbar wäre das gewesen!

    Und jetzt lasse ich’s dann gut sein….

    • Mareike sagt:

      @Mark
      Ich weiß, dass du die tradionellen deutschen Formen bevorzugst, vor allem auch bei Nikolaus. Aber warum wird Nikolaus nicht vergeben? Auch in der älteren Generation gibt es Nikolaus nur selten (aber Klaus gibt es). Es ist also kein Retro/Nostalgie-Name wie Paul, Anton, Friedrich …
      Vielleicht liegt es daran, dass der Name durch DEN heiligen Nikolaus schon besetzt ist. In unserer Gegend ist es noch üblich, dass die Kinder am 06.12., quasi über Nacht, Schokoladen-Nikoläuse und andere Süßigkeiten bekommen. Und es finden Nikolaus-Feiern statt, da kommt dann ein verkleideter Nikolaus (mit Bischofsmütze und Stab). Von denen die im Dezember in den Fußgängerzonen zu sehen sind, will ich lieber gar nicht erst anfangen. Ich glaube der Name ist zu sehr mit der Figur des Nikolaus verbunden und wird deshalb in der Vollform nur selten vergeben.
      Dafür gibt es andere Formen dieses Namens: Niklas, Nicolas, Nicolai, Nico. Die sind auch schön und die finde ich auch in Ordnung.

    • Mark sagt:

      @Mareike:

      Natürlich müssten sich Eltern bei der traditionellen Vollform Nikolaus Gedanken machen, ob sie die Sankt-Nikolaus-Assoziation belastend finden. Viele empfinden das sicherlich so. Ich selbst sehe Nikolaus als christlichen Heiligennamen, der gerade wegen dieser positiven Assoziation besonders attraktiv ist. Wenn ein Kind mit Sankt-Nikolaus-Assoziationen aufgezogen wird ist das ja letztendlich auch nicht wirklich demütigend oder so: Ha, ha, ha, du heißt ja wie der Nikolaus…. In anderen Ländern ist die gängige Namensform von der des Heiligen nicht unterschieden: Nicholas in Frankreich, Nikolai in Russland, Nicholas in der englischsprachigen Welt. Nur in Deutschland scheint es diesbezüglich Hemmungen zu geben. Diese Hemmungen teile ich nicht wirklich und glaube auch nicht, dass das Kind zu sehr unter den Assoziationen leiden würde. Aber natürlich, wenn erst mal so eine Art Tabu besteht, wollen viele nicht unbedingt die Vorreiter sein, die es durchbrechen–das ist verständlich. Von den von Dir genannten Namensvarianten sind nur Niklas und Klaus traditionell deutsch; alles andere sind Neuimporte aus anderen Sprachräumen. Im Globalisierungschaos der heutigen Welt lege ich dann doch ziemlich großen Wert auf ein Festhalten an jeglicher noch erhältlichen Verwurzelung.

    • Jan sagt:

      Na. Ich habe nun selbst so ein möchtegern-nordddeutsch-friesisches Derivat von Nikolaus als Vornamen und kann damit sehr gut leben. Halt Klaas. Ich kann den Namen nicht beurteilen, das bin eben ich.

      Klaus klingt nach Onkel, nochmal zehn Jahre älter als ich, und das will schon was heißen.

      Nico klingt wie Prollo XY (aussem Westen oder aussem Osten).

      Niklas und Nicolas klingen nach verhaltensgestörtem Schwuli-Ritalin-Kind, wo auf Elite-Schule geht, allwo die Noten aber doch eher zu wünschen übrig lassen. Vati schafft das Geld ran, Mutti kocht jetzt vegan.

      Nikolai ist ein Sonderthema wegen der zwei russischen Zaren dieses Namens. Der große Nikolai I. Pawlowitsch und der erbärmliche Nikolai II. Alexandrowitsch.

      Im Globalisierungschaos der heutigen Welt lege ich dann doch ziemlich großen Wert auf ein Festhalten an jeglicher noch erhältlichen Verwurzelung.

      Natürlich.

    • Mareike sagt:

      Einen kleinen Klaas (oder Claas ?) habe ich mal während der Kindergartenzeit meiner Kinder getroffen. Er müßte jetzt etwa 7 Jahre alt sein. Der Name klingt norddeutsch, friesisch, holländisch. Klaas ist in Ordnung, da kann man doch gut mit leben. Ich habe ja selbst einen friesischen Namen.

      Ein Niklas oder Nicolas ist mir noch nicht unangenehm aufgefallen. Die Namen sind bei mir positiv besetzt. Jeder Name kann bei verhaltensauffälligen Kindern vorkommen, davor sind auch die „guten“ Namen nicht geschützt.

    • Jan sagt:

      Ach, mein Urteil über Niklas war mal wieder viel zu brummbärtig und grummelig – Du magst es dem allgemeinen Ressentiment eines mittelalterlichen Mannes über die jüngere Generation zuschreiben.

      Nicolas geht aber wirklich in Richtung Kevinismus, meine ich, und Nico klingt wirklich ein bißchen arg prolli.

      Den Namen Klaas hat meine Mutter als Au-pair-Mädchen auf Borkum aufgeschnappt. Sie hatte ihn dort auf dem Friedhof auf Grabsteinen gesehen.

      Ich habe also selbst einen dieser „Reetdach-Namen“, über die ich mich hier gelegentlich lustig mache – und bin rundherum zufrieden damit. 🙂

      Mareike hieß eine Mitschülerin von mir, deren Vater USA-Holländer war. Es war dieser Vater unser Englisch-Lehrer auf dem Gymnasium. In der ersten Schulstunde bei ihm hat er mich gefragt: „Are you a Dutch?“ Mein Problem war, daß ich die Vokabel nicht kannte. Mareike, die neben mir saß, hat mir zugeflüstert: „Ob Du ’nen Holländer bist!“

    • cassis sagt:

      „[…] ob du ’nen Holländer bist“.
      Echt, habt ihr damals (der Dialog muss ja aus einer Zeit vor meiner Geburt stammen) schon so geredet?
      „’nen“ so zu verwenden gilt als Merkmal der Sprache von Leuten, die heute zwischen 20 und 30 sind und viel im Internet herumkommentieren (und das nicht unbedingt auf Seiten, die für einen großen geistigen Anspruch bekannt sind). Ich hatte da immer meine Zweifel und wenn du euer Schulgetuschel original wiedergegeben hast, ist das ein Punkt für mich.
      Ich hatte übrigens eine Mareike in der Klasse und kannte mindestens eine weitere flüchtig. Klaas kannte ich einen einzigen meines Alters, seine Geschwister hatten auch alle so nördlich-niederländisch wirkende Namen und die Familie kam auch von irgendwo aus der Nähe der niederländischen Grenze.

    • Jan sagt:

      @ cassis

      Was da inwiefern ein Punkt für Dich sein soll, habe ich nicht genau verstanden…

      Und meine Güte: Sooo genau weiß ich das nun auch nicht mehr. Das war 1980 in der 7. Klasse, ich war dreizehn, das ganze ist 37 Jahre her. Kann auch sein, daß sie „Ob Du aus Holland bist!“ oder „Ob Du’n Holländer bist!“ gezischelt hat. 🙄 Garantiert aber nicht in ungelenkem Spießerdeutsch „Ob Du aus den Niederlanden stammst!“ und sicher auch nicht wohlartikuliert-mittelschichtig, jede Silbe betont: „Ob – Du – ein – Holländer – bist!“ oder sowas. Wir waren Teenies auf dem platten Land und das war eine denkbar informelle Sprechsituation!

      Schlimm wird dieses „’ne“ übrigens erst, wenn es von alten Säcken zur Betonung ihrer Jugendlichkeit kultiviert wird – so etwa in Reinkultur auf Parteitagen der BRD-Senioren-Partei „Die Grünen“: „Wir haben da ’nen Antrag eingebracht. Und nachdem wie darüber jetzt ganz viel geredet haben, gibt’s ’ne Abstimmung! Da hat die Petra ganz recht!“ *kotz* Dieses Grünen-’Ne ist sowas von schauderhaft…

    • Jan sagt:

      Was da inwiefern ein Punkt für Dich sein soll, habe ich nicht genau verstanden…

      Gna, um Pardon für meine Begriffsstutzigkeit, ich glaube, jetzt habe ich doch noch verstanden: Du meinst also, daß dieses „’ne/’nen“ älter sei als das „’ne“ der Sprache der heute zwanzig- bis dreißigjährigen Netzkinder. (Oder?) Natürlich ist es das. Verschleifungen und Kontraktionen von Artikeln, Präpositionen etc. gibt es in so gut wie jedem Dialekt oder Soziolekt, in jeder Umgangssprache.

      Peinlich wird es eben nur, wenn daraus bei unpassenden Gelegenheiten ein Ritus gemacht wird, um sich zum Beispiel ein jugendlich-cooles Image zu geben, wie eben zum Beispiel mit diesem schauderhaften Grünen-Deutsch.

      Grüne sind heute so 60+, versuchen aber notorisch, auf jung zu machen, indem sie diese „Ne“-Sprache kultivieren, auch bei völlig unpassenden Gelegenheiten, eben etwa bei Parteitagsreden.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich habe vot einiger Zeit msl einen Text (eigentlich über Jugendsprache) gelesen, in dem auch auf ’n ’ne und ’nen eingegangen wurde, allerdings im SMS-Deutsch. Der Autor beklagte, dass die drei „Kurzwörter“ nur noch n, ne und n geschrieben würden, wobei erstens ein Apostroph fehle und zweitens letzteres grammatikalisch falsch sei.
      Das würde mich jetzt alles nicht wirklich stören,solange im offiziellen Sprachgebrauch dann wieder korrekt ein, eine und einen (sowie einer und was-weiß-ich-nicht-was-sonst-noch) benutz werden können und benutzt werden.

    • cassis sagt:

      „Du meinst also, daß dieses „’ne/’nen“ älter sei als das „’ne“ der Sprache der heute zwanzig- bis dreißigjährigen Netzkinder. (Oder?) “
      Ja genau. Manche Sachen lassen sich schlecht tippen und außerdem neige ich zu einer umständlichen Ausdrucksweise.

    • G. A. sagt:

      Der Unterschied erscheint mir klar:
      „Bist du ’n Holländer?“ (Nominativ maskulin)
      „Ich hab‘ ’nen Holländer getroffen?“ (Akkusativ maskulin)
      „Das is‘ ’n Auto.“ (Nominativ Neutrum)
      (Sätze erheben keinen Anspruch auf erhöhten Sinngehalt!)
      In der Umgangssprache seit jeher vielerorts gebräuchlich und meines Erachtens akzeptabel. Das Prinzip ist klar: Es wird einfach das ei verschluckt.

      Im Kontrast dazu:
      „Bist du ’nen Holländer?“
      „Das is‘ ’nen Auto.“
      Mir als Süddeutschem dreht sich sich da der Magen um. Für mein Sprachgefühl ist das ein grammatikalisches Schwerverbrechen. Und die Frage scheint zu sein, ob das in manchen Landesteilen auch „früher“ schon üblich war oder ob das tatsächlich eine Internet-Unsitte der jüngeren Zeit ist.

    • Rebecca Sophie sagt:

      „Ob du ’nen Holländer bist.“ habe ich auch noch nie so gehört und klingt für mich auch falsch. Dafür kenne ich aber „Ich hab ’n Holländer getroffen“, ich denke aber, dass da einfach das ei-lose ’nen noch weiter zu ’n verkürzt wurde. Wenn man es dann umgekehrt wieder ausschreibt kann dann auch ein tatsächliches ’n zum ’nen werden, die gesprochenen Unterschiede sind da minimal.

    • Maria Th. sagt:

      Ich sehe das genauso wie G.A., die erstgenannten Formen kennt man, die zweitgenannten hören sich einfach falsch an.

    • Jan sagt:

      Für mein Sprachgefühl ist das ein grammatikalisches Schwerverbrechen.

      Na, aber muß man sich bei solchen wurstig-ruppigen Umgangssprachlichkeiten wirklich so beflissen um die Grammatik der Schriftsprache kümmern?

      Ich wäre jedenfalls geneigt, ein Kind zu bedauern, das, wenn es „Das ist ’nen Auto.“ sagt, von seinen Eltern korrigiert wird: „Das heißt ‚Das ist ‘n Auto!‘“ Und zwar wegen seiner Eltern. Kein Wunder, daß Lehrerkinder alle ’ne Macke haben. 😀

    • Maria Th. sagt:

      Ich bin keine Lehrerin, aber das müsste korrigiert werden! Das ist einfach falsches Deutsch.
      Das ist ’n Auto = Das ist ein Auto, soweit umgangssprachlich korrekt
      Das ist ’nen Auto = Das ist einen Auto (und das ist schlicht und einfach grammatisch falsch!)

    • Jan sagt:

      Ja, ich hab das schon verstanden, keine Bange… Nur empfinde ich da einfach keinen Korrekturbedarf.

      „Das ist ’nen Auto.“ = falsch?
      „Das issen Auto.“ = richtig?

      Irgendwann wird’s dann lächerlich; die deutsche Sprache hat weiß Gott andere Probleme.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich sehe das so wie Maria Th. Irgendwo muss man ja mit dem Korrigieren anfangen. Wer konsequent korrigiert wird sagt auch nicht „Da ist ’nen Auto“. Was ja so noch ok ist, aber wenn dann einen Auto daraus wird eben nicht mehr.

    • Jan sagt:

      Und ich bleibe rechthaberisch dabei, diesen Standpunkt für rechthaberisch zu halten. *stampf* 😉

      Das ganze Problem hier ist doch nur daraus entstanden, daß ich versucht habe, ein Schülergetuschel, das fast vier Jahrzehnte zurückliegt und in einer Zeit stattgefunden hat, als es noch kein Internet und keine Handys gab, derlei mithin auch fast nie geschrieben wurde, ex post halbwegs anschaulich zu verschriftlichen.

      Wenn mir dabei ein „grammatikalisches Schwerverbrechen“ unterlaufen ist, so bin ich seiner schuldig, nicht die arme Mareike. (Also meine liebe Mitschülerin, nicht die Mareike, die hier oft kommentiert.) Hab ich Euch was zuleid getan, so bitt’ ich um Verzeihung an.

      Irgendwo muss man ja mit dem Korrigieren anfangen.

      Aber eben nicht da. Sondern zum Beispiel da, wo diese Kolloquialismen zu einem Jugendlichkeits-Fetisch, zum sozusagen sozial verpflichtenden Jargon der Dauer-Jugendlichkeit kultiviert werden.

      Er scheint mir einfach lächerlich, mündliche Soziolekte nicht an sich, also als Phänomen am falschen Ort (zum Beispiel auf Bundesparteitagen oder in Internet-Kommentaren) kritisieren zu wollen – sondern weil sie um Gottes Willen in Einzelfällen nicht pedantisch und beflissen genug aus der Hochsprache abgeleitet wurden.

    • Jan sagt:

      Mal so nebenbei: ’n ist auf afrikaans der unbestimmte Artikel singular, also ein/einer/eine (Genera gibt es im Afrikaansen nicht). Also wie das a im Englischen, es wird auch genauso ausgesprochen, also Aleph-Schwa.

      „Ek is ’n boer. Jy is ’n boer. Ons is boere.“

      Afrikaans ist saugeil! Eine Brudersprache des Plattdeutschen, aber im Gegensatz zum Platt eben eine vollausgebildete Hochsprache. Zu schade, daß ich keine Zeit und keinen Grund habe, das mal richtig zu lernen.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Gründe werden überbewertet. Ginge es nach „Gründen“ würde auch nicht Französisch sondern Spanisch, Mandarin oder Russisch in der Schule gelehrt werden. Es gibt viele Menschen die Latein, Hebräisch oder Altgriechisch können (übrigens tolle Sprachen, ich habe nur keine Zeit sie zu lernen), mal ganz abgesehen von Tolkiens Elbensprachen, die es auch an Universitäten gibt.

    • Jan sagt:

      @ R.S.: Kluge Bemerkung, von der aus man in verschiedenste Richtungen weiterdenken könnte… Also, wenn ich mal irgendwann Zeit, Muße und Lerneifer hätte, fielen mir genug Sprachen ein, die zu erlernen sich lohnte… 🙂 Also, lohnen im möchtegern-schöngeistigen Sinne, im Sinne einer Leidenschaft, nicht im Sinne von praktischem Nutzen.

      Jorge Luis Borges schreibt in seinem Gedicht „An Island“:

      Wenn der Körper seines Menschen müde wird,
      Wenn das Feuer sinkt und schon Asche ist,
      Tut das entsagungsvolle Erlernen
      Einer unbegrenzten Aufgabe wohl; ich habe
      Das Erlernen deiner Sprache gewählt, das Latein des Nordens,
      Das die Steppen und Meere einer Erdhälfte
      Umschloß und in Byzanz widerhallte
      Und an Amerikas jungfräulichen Rändern.

      Und über das Hebräische in dem Gedicht „Israel, 1969“

      Du wirst die Sprache deiner Eltern vergessen und wirst
      die Sprache des Paradieses erlernen.
      Du wirst ein Israeli sein, wirst ein Soldat sein.
      Du wirst das Vaterland aus Sümpfen erbauen; du wirst es aus Wüsten errichten.
      Mit dir wird dein Bruder arbeiten, dessen Gesicht du nie gesehen hast.
      Ein einziges versprechen wir dir:
      deinen Posten in der Schlacht.

      Vielleicht findet sich irgendwo auch noch eine poetische Rechtfertigung für das Afrikaanse.

      😉

      Wüßte übrigens jemand, ob es das so oft veralberte „Frühchinesisch“ im Kindergarten wirklich irgendwo in Deutschland gibt oder mal gegeben hat?

    • cassis sagt:

      Oh, wenn es um „Sprachenlernen aus Spaß an der Freude“ geht, muss ich mich doch auch nochmal einschalten.
      Polnisch habe ich damals völlig ohne Sinn und Zweck angefangen und so ist es weitergelaufen und wenngleich ich mich nie sehr intensiv darum gekümmert habe, ist eine gewisse Basis doch da. Da ich nicht so weit von der polnischen Grenze weg wohne und es in Polen einige sehr schöne Städte gibt, hat es sich doch als nicht völlig sinnfrei erwiesen, aber einen wirklichen Grund, das zu machen, hatte ich nie.
      Und ich habe im Studium fakultativ Altfranzösisch* belegt und beschäftige mich noch heute bzw. inzwischen wieder damit. Die Romane von Chrétien de Troyes im Original zu lesen macht echt Spaß, aber mindestens 90 % der Bevölkerung würden da doch den Kopf schütteln.
      Warum also nicht Afrikaans, wenn es einen Reiz auf einen ausübt? Aber natürlich muss man einigermaßen Zeit für solche Dinge haben, ich weiß das ja selber.

      * = Ich geb’s ja zu, ein wenig Altprovenzalisch war auch dabei – vielleicht erinnert sich noch jemand an meine Bemerkung zu „Alba“ neulich, meine poetischen Assoziationen müssen ja von irgendwo kommen.

    • Jan sagt:

      Ja, Ihr habt wohl recht. Es geht zuerst um den „Spaß an der Freude“, also um das, was ich provisorisch „möchtegern-bildungsbürgerlichen Aspekt“ genannt habe.

      Bei Afrikaans und Hebräisch kommt aber ein weiteres Faktum zum Tragen (mal abgesehen davon, daß sie in meiner Jugend Sprachen von Outsider-Völkern waren): Es sind beides sehr einfache Sprache.

      Hebräisch ist bei weiten die simpelste Sprache unter den drei Theologen-Sprachen, obwohl es so alt ist. Hebräisch ist wie ein Fischer-Technik-Baukasten aus Quarz-Bausteinen.

      Afrikaans als jüngste aller germanischen Sprachen ist noch einfacher. Brutal platt und knurrig.

      Hebräisch und Afrikaans sind wie Esperanto, ohne allzu künstlich gezüchtet worden zu sein.

  13. Jan sagt:

    Wahlpflichtspiel:

    Frida Luise. (Aus den gerade von Mark angeführten Gründen aber lieber Frieda.) Rita Emilia finde ich auch sehr angängig.

    Edgar Moritz. Mit ganz leichtem Baugrimmen. Irgendwie klingt mir das zu sehr nach auf „frech“ getrimmt. Kann ich mir aber auch einbilden. (Eine Namensidee wäre übrigens mal Edgar André 😀 .

    Den Burner der Woche bei den Jungs hatten wir schon ausgemacht – wenige Minuten nach Veröffentlichung der dieswöchigen Liste. Bei den Mädchen: Calla Lotti.

  14. Rebecca Sophie sagt:

    Ophelia Everly Caitriona * Erverly kommt vielleicht von Evelyn, Caitrioba vergessen wir mal. Ophelia hat, abjektiv gesehen, tatsächlich was, ist aber eben auch eine Wasserleiche. In Onkel Toms hütte kommt aber auch eine (Weiße) dieses Namens vor.
    Thorin Arnold * Ich habe gerade Thor in Arnold gelesen, ansonsten aber nicht schlecht.
    Leonardo * Höchstwahrscheinlich kein Italiener sondern Fans eines gewissem Schauspielers, sxhade eigentlich.
    Ervin * Da Ervin in Schweden (glaube ich) viel häufiger ist als bei uns könnte es tatsächlich ein kleiner Schwede sein. Für einen Deutschen fände ich Erwin schöner, aber auch noch ein bisschen älter.
    Edgar Moritz * Mark hat eigentlich alles gesagt, die Kombi finde ich so aber schöner als Edwin Moritz.
    Mylee * Cyrus, hoffen wir auch eine zufällige Gleichheit.
    Nicholas Michael * Auch hier kann ich mich Mark anschließen, das ich Nikolaus nicht unbedingt vergeben würde, heißt nicht, dass ich ihn nicht schöner finde. Ansonsten aber Nikolas mit k. Oder soll am Ende alles englisch sein?
    Lean Noel * Es soll dann also dich nicht spiegelverkehrt sein, es ist aber fraglich, ob das auch alle gleich verstehen werden.
    Mian * Maria – Marian, Mia – Mian. Eigentlich hätten wir damit ja rechnen können, gefallen tut es mir aber trotzdem nicht.
    Leon Bao * Kulturübergreifend, wüsste ich es nicht besser würden die beiden Namen auch sehr passend wirken.
    Marly * Kurz für Marlene? Oder doch ein Junge. In eine Zeichentrickserie würde der Name gut passen.
    Hedi Marie * zwei Namen auf -i, süß. Hedi gefällt mir eigentlich besser als Heidi, Hedwig gefällt mir nich besser, und wird außerdem auch gleich verstanden.
    Phill * Es ist nicht Fiiil sondern Fill, dann sollte aber auch ein F an den Anfang. Oder man lässt es und nennt das Kind Philipp, was jeder aussprechen kann.
    Jonathan Allen * Allen? Genitiv von Alle? Wird bestimmt englisch gesprochen, gefällt mir so aber auch nicht besser.
    Annemiek * Miek klingt dann schon mehr nach Katze und weniger nach Kind. Ich möchte ein e kaufen oder ein k verkaufen.
    Joko * Joko und Klaas, Yoko Ono und es gibt Comics über „Yoko Tsuno“. Warum nucht Joachim(-Konrad), oder so?
    Chase Henry * Chase klingt nach Stuhl.
    Josephie * Ich kaufe ein n.
    Ebbi * Eine kleine Ebbe?
    Aaliyah-Cataleya

    • Rebecca Sophie sagt:

      Zum letzte wollte uch noch was sagen *nerv*.
      Aaliyah-Cataleya * Ich habe mal gelesen, dass Aaliyah (in dieser Schreibweise) der Begriff für die Heimkehr der Juden nach Israel wäre. Eigentlich ja nichts schlechtes, meiner Meinung nach aber für ein nichtjüdisches deutsches Mädchen, vor allem in Verbindung mit Cataleya, unangebracht.

      Wahlpflichtspiel:
      wie bei einigen anderen schon: Frida Luise und Edgar Moritz.

    • Jan sagt:

      Aliah ist wörtlich „die Erhebung“. Also das „Aufstehen“ der Juden, indem sie aus der Diaspora und Knechtschaft nach Israel zurückkehren. In fünf großen Wellen bis zur Gründung des Staates Israel. Diese Wellen heißen denn auch Aliot.

      El Al, israelische Fluggesellschaft. Heißt wörtlich: „nach oben“, aufwärts.

  15. Chiocciola sagt:

    Mein Senf dazu:

    Wahlpflicht:
    Angela Melissa und Elias Norbert

    Zu „altbacken“: Ich wundere mich immer wieder über diese Argumentation. Wenn mir ein Name gefällt, dann ist es für mich nicht wichtig, ob und wann er in Mode ist oder war. Ist der Name derzeit in den Top ten, wäre das für mich eher ein Grund, ihn nicht als Rufnamen zu vergeben.
    Angela und Rita würde ich persönlich beide nicht vergeben, es würde mir aber auch nicht unangenehm auffallen, wenn ein Kind so genannt wird.
    Rita empfinde ich als „älter“ als Angela. Angela als “ jünger “ als Angelika. Angelina kenne ich u.a. eine im Grundschulalter.

    Calla kenne ich aus einem Namensbuch als schwedische Kurzform von Karoline und aus einer Fernsehserie der 90er Jahre.

    Nikolaus wird durchaus ab und zu vergeben. Mir sind 3 oder 4 verschiedenen Alters begegnet.

    Eine kleine Gesch
    Es gibt in unserer Gegend eine sehr verehrte Heilige namens Rita, und RS heißen hier relativ viele alters Frauen so.

  16. Chiocciola sagt:

    Eine kleine Geschichte zu Nikolaus: Der Sohn von Bekannten kam von der Kinderkrippe nach Hause und erzählte: Morgen kommt der Nikolaus. Jahreszeit passte nicht und die Eltern belehrten den Kleinen zunächst, der Nikolaus komme erst im Winter wieder. Wie sich herausstellt e, kam in die Gruppe ein neues Kind, das tatsächlich Nikolaus hieß. Dem Kleinen gefiel der Name so gut, dass sein kurz darauf geborener Bruder ihn als dritten Vornamen bekam.

  17. Chiocciola sagt:

    Apropos Rita und Ritalin: Wusstet ihr, dass tatsächlich eine Rita Namensgeberin für Ritalin war?

    Marly – Ich kenne eine Marli, gefällt mir von de Version Marla, Marle, Marli, Marly noch am besten, wo bei ich auch Marlene viel schöner finde.

    Calla Lotti – Man hätte das Kind auch Carlotta nennen können und Calla und / oder Lotti als Kosenamen rufen, wenn einem das so gut gefällt.

    • Maria Th. sagt:

      Rita Namensgeberin für Ritalin

      Ja, das war die Frau des Erfinders.

      zu Calla Lotti: genau, so hätte ich das auch gemacht, Carlotta ist ein „gscheiter“ Name, Calla und Lotti nicht, finde ich.

    • Jan sagt:

      Carlotta ist ein „gscheiter“ Name

      Und eben das empfinde ich nicht oder nur sehr bedingt so. Ich bin mir zu nahezu 100 % sicher, den Namen zum erstenmal um den Dreh 2000 gehört zu haben, als ich ein Buch dieser Autorin gelesen habe… Ich weiß noch, wie ich mich damals über diese Nebenform von Charlotte gewundert habe: „Na, die Engländer mal wieder… 🙄 “.

      Ich empfinde Carlotta auch weiterhin als angelsächsisch, während die in Deutschland eingebürgerte Form Charlotte ist.

      Darüber hingegen, daß Calla Lotti einfach balla balla klingt, sind wir uns wahrscheinlich einig.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Angelsächsisch ist aber auch Charlotte. Carlotta ist italienisch, Carlota spanisch und portugiesisch. Da der Name deutsch gesprochen wird und inzwischen ja auch keine Rarität darstellt würde ich es auch als „gescheiten“ Namen bezeichnen, unabhängig davon, dass ich Charlotte lieber mag.
      Die erste Carlotta die mir begegnet ist kam in Blytons Hanni-und-Nanni-Büchern vor.
      Übrigens kenne ich Geschwister namens Karla und Lotta, im Gegensatz zu Calla und Lotti sind das aber auch „gescheite“ Namen.

    • Jan sagt:

      Gut, zur Not d’accord. 🙂

      Ich bleibe aber dabei, daß (das natürlich aus dem Französischen importierte) Charlotte in Deutschland die traditionellere Form ist.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Sophie_Charlotte_von_Hannover

      https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Charlottenburg

    • Jan sagt:

      Daß der Produktname Ritalin von dem Name Rita kommt, war mir übrigens neu, danke für den Hinweis.

      Stellen wir uns ein Medikament mit der gegenteiligen Wirkung vor: es macht aus einer leicht homophilen, dicklicken Transuse mit langsamer Auffassungsgabe einen aggressiv-reaktionären Spießer und Gegen-die-Wände-Treter: Alfredin.

    • Maria Th. sagt:

      Natürlich ist Charlotte die traditionellere Form, aber Carlotta als „normale“ italienische Form hat man doch auch schon mal gehört und ist gegenüber Calla Lotti der naheliegendste Verbesserungsvorschlag gewesen. Ich selbst würde weder Charlotte noch Carlotta vergeben, da gibt es für mich persönlich schönere Namen, obwohl beide völlig in Ordnung sind.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich finde es ja interessant, dass die französisch-eingedeutschten Versionen vieler Namen (Sophie, Charlotte, C/Karoline, mit Abstrichen auch L(o)uise…) in Deutschland traditioneller sind als die deutschen Formen (Sophia, K/Carla…). Im Englischen ist das auch zu beobachten. Das sagt ja doch einiges über den Einfluss Frankreichs und des Französischen auf seine Nachbarländer aus.

    • Jan sagt:

      Aber ist das so bemerkenswert oder erstaunlich? Frankreich war nun einmal (gaaanz grob) seit den Tagen Ludwigs XIV. bis zur Weltwirtschaftskrise ab 1929 die kulturell (oft auch militärisch und wirtschaftlich) dominierende Nation Europas. Zweieinhalb Jahrhunderte lang, das prägt natürlich. Bis zum Zweiten Weltkrieg war Französisch die internationale Sprache, wie heute halt Englisch. (Und Deutsch war zwischen etwa 1875 und 1945 die Sprache der Wissenschaft.)

      Wenn mithin heute jemand einen „traditionellen“ Retro-Namen sucht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß er bei ursprünglich französischen Formen landet.

      Und wenn er halt ein Moderno-Prolle ist, der Englisch für fein hält, landet er bei den Kevin-Namen. Dazwischen schieben sich dann die Chantales und Jacquelines, zugeben. Als halt in den 70ern den Wirtschaftswunderdeutschen klargeworden ist, daß Sigrid und Hermann out sind und F so ein bißchen lasziven Urlaubs-Charme verbreitet hat.

  18. WillaMuriel sagt:

    Zu Calla würde ich als Zweitnamen Dorothee oder Elisabeth vergeben, auch Sophie kann ich mir vorstellen oder
    Gabriele, heute selten

  19. Jan sagt:

    Ich hatte gestern spät abends noch versucht, einen halbwegs präsentablen Kalauer aus „Schleswig-Holstein meerumschlungen“ einerseits und „Marine“ andererseits zu drechseln, aber leider ist mit nicht G’scheites eingefallen.

    :mrgreen:

    Bemerkenswert übrigens der Vorname der ältesten Tochter von Frau Le Pen: Jehanne. Also in einer archaisierenden, mittelfranzösischen Schreibweise. Jeanne d’Arc hat so unterschrieben.

    *plöp*

  20. Diana sagt:

    * Ophelia Everly Caitriona: Vielleicht sind die Eltern ja Fans von William Shakespeare, dem Schauspieler Channing Tatum und der Fernsehserie Highlander? Bei Ophelia fällt mir natürlich wie den meisten Anderen auch zuerst der gute alte William Shakespeare ein; bei Everly die Tochter von Channing Tatum und Jenna Dewan-Tatum (bei einem Kind us-amerikanischer Eltern finde ich den Namen Everly allerdings passend, bei einem deutschen Kind jedoch eher äußerst gewöhnungsbedürftig); und bei Caitriona denke ich an die Hauptdarstellerin der Serie „Highlander“, deren Name Caitriona Balfe lautet; die Schauspielerin stammt allerdings aus Irland.

    * Jaymie-Blue: Eindeutig „K“-Schiene

    * Thorin Arnold: Geht irgendwie, mehr aber auch nicht.

    * Leonardo: bei mindestens einem italinischen Elternteil in Ordnung, sonst eher nicht.

    * Angela Melissa: mal ganz davon abgesehen, dass auch ich den Namen Angela als eher altbacken empfinde, passt für mich die Kombination mit Melissa so gar nicht.

    * Ervin: Dieses „v“ passt so ganz und gar nicht, das tut beim Hinschauen wirklich schon fast weh.

    * Alias: Grundgütiger, der Name ist seelische Grausamkeit pur!

    * Edgar Moritz: kann man machen

    * Mylee: Da fällt mir natürlich sofort Miley Cyrus ein und ich bin absolut kein Fan von ihr, der Name ist für mich demnach eindeutig negativ besetzt.

    * Robin Elliot: geht irgendwie, aber ohne den „Elliot“ würde mir der „Robin“ besser gefallen.

    * Lonisa: Furchtbar!

    * Rita Emilia: Emilia ist für mich immer schön, Rita ist aber grundsätzlich mit „alter Tante“ verknüpft, denn es gibt in meiner Familie eine Tante Rita und sie ist aktuell 72 Jahre alt.

    * Nicholas Michael: ich würde bei einem deutschen Kind nicht die Schreibweise „Nicholas“ verwenden, generell gefällt mir der Name Nicolas jedoch ausnehmend gut und auch deutlich besser als Nikolaus. Und die Kombination (ohne „h“) Nicolas Michael finde ebenfals sehr schön.

    * Elias Norbert: kann man nehmen. Ich denke auch, dass „Norbert“ der Name des Großvaters oder Vaters von „Elias Norbert“ sein dürfte.

    * Larissa Fabienne: ist schön, der Name hört sich für mich vom Klang her fließend und gut an.

    * Lean Noel: Den Namen Noel mag ich, Lean dagegen nicht besonders.

    * Mian: Furchtbar!

    * Frida Luise: der Klang des Namens ist schön, aber in der Schreibweise „Frieda Luise“ hätte er mir ebenfalls mehr zugesagt.

    * Leon Bao: Leon gefällt mir ohnehin nicht besonders und Bao so gar nicht.

    * Marly: „K-Schiene“

    * Isaiah Noé: bei einem deutschen Kind eine englisch-französische „K-Schiene“.

    * Luis Eugenius: Wieso nicht Luis Eugen? Wollte da jemand mit dem Namen seines Kindes vielleicht beweisen, wie gebildet er/sie ist?

    * Carlotta Skye: Carlotta ist schön, Skye ist bei einem deutschen Kind jedoch unpassend.

    * Hedi Marie: Irgendwie hat der Name etwas, obwohl Hedi für mich trotzdem nach „alter Tante“ klingt.

    * Phill: Diese Schreibweise ist einfach nur schrecklich.

    * Izumi Alix: Falls es ein – hoffentlich – japanisches Kind sein sollte, wie kommen die Eltern dann auf den Zweitnamen Alix?

    * Jonathan Allen: der Name geht nur bei einem englischsprachigen Familienhintergrund, denn wie spricht man ihn ansonsten aus? Trotzdem beides auf Englisch oder halb auf Deutsch und halb auf Englisch? Brrr ….

    * Ladainian Tyrese: Mehr „K-Schiene“ geht schon fast nicht mehr.

    * Annemiek: Da fehlt mir ebenfalls ganz dringend ein „e“ am Namensende.

    * Joko: das arme Kind …

    * Chase Henry: Henry ist schön, aber Chase geht gar nicht.

    * Calla Lotti: Eltern können wirklich so grausam sein …

    * Josephie: Und in der Schule heißt es dann später: „Guckt mal, da kommt das Jose Vieh“! Und auch wenn ich mich wiederhole, ich muss es hier noch mal sagen: Eltern können wirklich so grausam sein …

    * Ebbi: Soll das jetzt eine Kurzform von „Eberhard“ oder eine eingedeutschte Form von „Abby“ sein? Beides dürfte auf jeden Fall eine Strafe für das arme Kind werden.

    * Aaliyah-Cataleya: Chantalismus pur und das auch noch mit Bindestrich.

    Bevor ich diese Seite kannte, habe ich in der Form übrigens wirklich nicht gewusst, dass anscheinend so viele Eltern Schikane mit Kreativität verwechseln können.

    In diesem Sinne: Diana alias Diana …

  21. WillaMuriel sagt:

    Alix natürch, das Rechtschreibprogramm ist oft unmöglich

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