Babynamen der Woche 53/2016

Obbo * Berit * Daymien * Anton Lasse * Elmedina * Hennes Henri * Noma Alva * Kinan * Amaniel * Rudi Piet * Matilda Greta Marie * Erbay * Audrey Claire * Cyprian * Gian Cornelius * Amélie Gioia * Rufus * Dante Augustin * Julius Karl Albert * Fehmke * Alessio * Ella Christina * Sixian * Zahra * Qwinten Philipp * Meliya Inaya * Thure * Benne Julian * Thara Kimberly * Amina

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

57 Kommentare zu "Babynamen der Woche 53/2016"

  1. Ina sagt:

    Berit und Thure finde ich auch als nicht Norddeutsche schön, würde ich aber nicht vergeben. Hennes klingt auch noch gut, heißt auf Schwedisch aber (glaube ich) „ihr“/“ihres“ und mit Henri klingt das doppelt.

    Amina finde ich im entsprechenden Kulturkreis sehr schön (kommt vom arabischen Raum, ich weiß aber nicht genau wo, gibt es eventuell auch auf Türkisch), Kinan falls es ein türkischer Junge ist auch noch. Ich kennen einen türkischen Jungen, der Kenan heißt, vielleicht ist es eine Nebenform oder so. Elmedina ist auch noch in Ordnung.

    Gian Cornelius hat hoffentlich einen italienisch-stämmigen Elternteil, ebenso Alessio (vielleicht hat der aber nur Eltern, die Fans von diesem DSDS-Paar sind).

    Amélie Gioia, Audrey Claire, Dante Augustin, Amaniel und Rufus kommen mir persönlich alle ein bisschen dick aufgetragen vor, könnten an meinem Wohnort SUV-Kinder sein. Benne Julian vielleicht ein Bionade-Sohn. Da können die Kinder natürlich nichts zu.

    Sixian klingt zwar interessant, aber selbst wenn der im tiefsten katholischen Nest wohnen sollte wünsche ich ihm Selbstbewusstsein, spätestens ums Pubertätsalter, eher früher, macht der erste blöde Witze.

    • Jan sagt:

      Berit und Thure finde ich auch als nicht Norddeutsche schön, würde ich aber nicht vergeben.

      Na, als Norddeutscher lege ich aber schon Wert auf die Feststellung, beide Namen noch nie gehört zu haben… 😉

      Deine Unterscheidung zwischen SUV-Kindern und Bionade-Söhnen ist aber witzig und treffend. Und sicher gibt es auch eine gewissen Schnittmenge zwischen beiden Gruppen bzw. den Schichten ihrer Eltern…

      Obbo. Lös bei mir auch den Haß-Reflex des norddeutschen Unterschichtlers gegen die aus dem Kohlenpott zugezogenen Studienräte mit ihren Reetdächern aus. 😉

    • Ina sagt:

      Jan, es kann natürlich sein, dass du die Namen noch nie gehört hast. Wer kennt schon alle Namen die sein regionaler Großraum so zu bieten hat? 😉 Ich scheitete gamz bestimmt an mehr als nur ein paar bayrischen Heiligen.

      Ich kenne die Namen halt von norrdeutschen Menschen: Meine Arbeitskollegin Berit wurde 1981 bei Hannover geboren. Thure kenne ich noch, *1976 in Timmendorfer Strand, wobei ich den Namen nicht als friesisch wahrnehme, da wird der von dir genannte Obbo größere Probleme haben, insbesondere falls es sich wie du vermutest um Zugezogene handelt.

      Willst du noch einen bisschen SUV-(Heckaufkleber)-Brechreiz, weil Jahresende ist?

      Birgit-Chantal (Kennzeichen Kreis Mettmann)
      David-Dietmar (Köln)
      Petronella-Celine (Ruhrgebietsstadt und defintiv keine armen Eltern, alleinerziehende Mütter mit ALG II fahren eher unwahrscheinlich Porsche Cayenne)
      Emely-Emilia (Kennzeichen aus Düsseldorf, das arme Mädchen kann ich an der Hand von Mami über die Kö geschleift vorstellen…)

      Ansonsten wimmelt es hier von sämtlichen Formen von Lilly mit so lustigen Nachbindestrichen wie entweder ekelhaftprinzesschensüßen Namen oder gleich so Brechern wie Sieglinde. Sieglinde oder Sigrid allein oder mit stummen anderen/m Namen davor oder danach finde ich gut, aber nicht mit Strich auf ewig an die kitischige Lilly gekettet.

    • Jan sagt:

      @ Ina

      Sieglinde ist für mich eine Kartoffel-Sorte. 😀 Frühreif und festkochend, wenn ich mich recht erinnere. Um Pardon, bin halt Niedersachse. Sieglinde, Grata, Hansa.

      Der klassische Heckaufkleber-Name (das ist vielleicht eine Alternative zu dem Stigma SUV-Namen) wäre in meiner Wahrnehmung: Jeremy.

      Celine werde ich immer mit Louis-Ferdinand Céline („Reise ans Ende der Nacht“) verbinden. Aber wohl de facto auch eher was für die Heckaufkleber.

      So. Und wie nennen nun Norddeutsche, die es nach Köln verschlagen hat (das wäre mir fast mal passiert), ihre Gören? Severin? Pantaleon? Bruno?

    • Ina sagt:

      Mit Bruno könntest du Recht haben, Severin hat, glaube ich, noch nicht Fuß gefasst. Und ist für mich ein Hersteller von Küchengeräten.

      Klassischer Heckaufkleber hier: Leonie.

    • Jan sagt:

      Also, Bruno von Köln war halt einfach der Gründer des ehrwürdigen Kartäuser-Ordens. „Die Kartause wurde niemals reformiert, weil sie niemals deformiert wurde.“ Einen sooo direkten Bezug zu der Stadt Köln gibt es m.W. aber nicht.

      Leonie. Ja, da paßt auch auf’s Heck. 😀 Die heißgeliebte Nichte einer mir immer noch lieben Mit-Unterschichtlerin hier im Viertel heißt so.

      Das Fiese sind ja die feinen Differenzierungen zwischen den Bildzeitungs-lesenden unteren Mittelschichtlern (also den SUV-Eltern von Jeremy und meinetwegen Leonie), die von der Springer-Presse und vom Privat-TV auf die Kevins und Chantals gehetzt werden, und der Unterschicht – natürlich im Interesse der herrschenden Klassen.

      L’union fait la force.

    • Maria Th. sagt:

      Es gibt einen Schauspieler namens Thure Riefenstein (nicht Riefenstahl!), der spielt in vielen Serien und Fernsehfilmen.

      Severin hört man in Bayern unter den Jüngeren durchaus öfters mal. Find ich gar nicht schlecht, den Namen.

    • noefnoef sagt:

      Ich kenne eine Berit, geboren in den 80ern in Niedersachsen. Für mich ist das daher auch ein normaler Name.

    • cassis sagt:

      Ich offenbare mich mal – Berit ist mein verhasster und heute von mir nicht mehr verwendeter erster Vorname. Ich bin 1985 in Potsdam geboren.
      Ich habe nie persönlich eine andere getroffen, die so hieß, und der Name wirkte auf andere oft befremdlich und wurde teilweise für männlich gehalten. Nee, kann ich wirklich nicht empfehlen.

    • Jan sagt:

      Nein, Berit ist in Niedersachsen in den 1980ern *nicht* normal gewesen. Eher schon Birgit, aber das war auch eher so ein Tanten-Name. Kann sein, daß es da lokale Berit-Nester gegeben hat, aber bei uns eben nicht. 🙂 So als unterschichtiger Provinzler gesagt… 😉

      (So nebenbei, cassis: Ein Hoch der Mark! Flieg er hoch, der rote Adler!)

    • cassis sagt:

      Birgits gab es einige in der Generation meiner Mutter. Hätte bei einem Mädchen meines Alters altmodisch geklungen, aber nicht exotisch. (Jetzt fällt mir ein, dass ich auch mal eine Birgit getroffen habe, die etwas jünger als ich war, die kam aber aus Hermsdorf – genau, das mit dem Kreuz).
      Die Hymne meines Geburts-Bundeslandes singe ich sehr gern, bin aber auch bei „Erst kommt das Sandmeer, dann kommt das Kiefernmeer, dann kommt gar nichts mehr“ nicht beleidigt.

    • Julia sagt:

      Berit ist für mich auch völlig normal. In meiner Schule (Gymnasium in Hamburg) gab es davon sogar 3 oder 4, die alle in den späten 70ern zur Welt gekommen sind. Ab meinem Jahrgang und jünger tauchte der Name dann nicht mehr auf.

    • Jan sagt:

      Also: Es kann (selbstverständlich) sein, daß ich schief gelegen habe oder mal wieder zu, nun ja, temperamentvoll formuliert habe. Wenn Berit in den späten 70ern / frühen 80ern en vogue gewesen ist, dann ist das nicht mehr meine eigene Generation aber auch noch nicht die Kinder-Generation meiner Generation. Kann sein, daß mir die Berits genau darum nicht aufgefallen sind. Ich schwör aber Stein und Bein, am Freitag den Eindruck gehabt zu haben, den Namen noch nie gehört zu haben.

  2. Luisa sagt:

    Kinder hießen bei mir heute Matilda Greta Marie und Anton Lasse, dann aber vermutlich eher als Lasse Anton. Ganz eventuell würde ich auch noch Julius Karl Albert vergeben. Ansonsten hat Knud mal wieder das Beste vom Besten ausgesucht

    • Rebecca Sophie sagt:

      Bei mir wäre es auch eine Matilda Greta Marie, ein Junge hieße Julius Karl Albert.

    • Jan sagt:

      @ R.S.

      Bei mir wäre es auch eine Matilda Greta Marie, ein Junge hieße Julius Karl Albert.

      Genauso bei mir! Beim Jungsnamen allerdings mit Bedenken, ist mir ein bißchen zu dick aufgetragen, aber es ist ja ein Wahlpflicht-Spiel, und beim heutige Schreckens-Panoptikum bleibt wenig anderes.

      @ Maria Th.

      Ja, bei Fehmke mußte ich auch sofort an Feme denken, was bei Femke komischerweise nicht der Fall gewesen wäre, wohl, weil ich das „FEMMke” aussprechen würde und weil die Assoziation zum hübschen Femininen die zu der grauselichten Feme überdeckt.

      Jäp, Qwinten Philipp ist ganz schauderhaft, und ich habe mich auch gewundert, daß Philipp richtig geschrieben ist.

    • Nina sagt:

      Wenn ich mich entscheiden müsste, wären es ebenfalls Mathilda Greta Marie und Julius Karl Albert. Wobei die Rufnamen wohl Greta und Albert wären. Trotzdem: Gut dass ich mich nicht entscheiden muss.

  3. Maria Th. sagt:

    hat Knud mal wieder das Beste vom Besten ausgesucht

    Das kann man wohl laut sagen. Ein Gruselkabinett für mich, da finde ich diese Woche wenig Positives. Machen wir mal die Mannschaft in der Einzelkritik:
    Obbo * Berit * gefällt mir nicht
    Daymien * o-o; wenn schon, dann Damian mit deutscher Aussprache (berühmter Namensträger Cosmas Damian Asam, ein süddeutscher Barockbaumeister und Bildhauer)
    Anton Lasse * Anton, lasse reden, die Leute…
    Elmedina * Hört sich wie ein Produkt aus der Apotheke/Drogerie an
    Hennes Henri * zu gleich
    Noma Alva * Kinan * ?? nicht mein Fall
    Amaniel * dann lieber Emmanuel und noch einen zweiten Namen dazu
    Rudi Piet * warum nicht Rudolf Peter? klingt seriös und „Rudi“ wird der Kleine von selbst
    Matilda Greta Marie * ok, gut vergebbar, keine Einwände
    Erbay * türkisches Kind? Dann ok, sonst nicht unbedingt. Was ist es denn, Bubi oder Mädi?
    Audrey Claire * bißchen hochgestochen
    Cyprian * da denke ich zuerst an den Karpfen Cyprinus, dann erst an den Bischof von Karthago, schon sehr ausgefallen, der Name
    Gian Cornelius * Amélie Gioia * könnten glatt Geschwister sein, italienisch-klassische Kombi, aber wegen der vielleicht nicht allen geläufigen Aussprache trotzdem problematisch
    Rufus * wie Rufus Beck? wie Herzog der Normandie? rothaarig?
    Dante Augustin * ach nein, schon wieder so ein Italo-klassiker, s.o.
    Julius Karl Albert * ok, aber zwei Namen hätten hier auch gereicht
    Fehmke * gar nicht meins, hört sich für mich immer wie Feme an
    Alessio * nur bei italienischem Nachnamen
    Ella Christina * ganz normal und gut
    Sixian * geht ja gar nicht; s.o. was Hänseleien betrifft. Sixtus wäre auch nicht mein Fall, aber wäre zumindest ein Name, den man schon mal gehört hat, sei es als Hl. Sixtus oder als Fußpflegemarke 😉 Sixian ist wohl auch die Bezeichnung für einen taiwanesischen Dialekt, das macht’s auch nicht besser
    Zahra * Mama ist Mode-Fan und Papa bei den Linken?
    Qwinten Philipp * wasisndas?? Der Name und dann noch diese Schreibweise mit Qw statt Qu??? Vielleicht heißt die Familie Zirkel mit Nachnamen, dann ergäbe es wieder Sinn 😉 Philipp (sogar richtig geschrieben) ist natürlich über jeden Zweifel erhaben.
    Meliya Inaya * Ypsilons werden halt immer wieder gern verschenkt, gell?
    Thure * Benne Julian * weiß nicht recht, eher nicht
    Thara Kimberly * englisches Th? dann wäre Sarah vielleicht besser gewesen; bei deutscher Aussprache wie Theresa passt die Kimberly gar nicht dazu
    Amina * der Klang ist eigentlich schön, aber ich muss dabei immer an Aminosäure denken.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Bei Zahra musste ich auch an dir Linken denken, Zara(h) habe ich schon mal gesehen.

    • Maria Th. sagt:

      klar, Zara, der Mode-Laden und Zara Leander

    • Jan sagt:

      Und die Stadt Zara. Ehemals italienisches Dalmatien, über das venezianische Erbe an Italien gekommen. Dann kroatisch und so auch heute wieder. Unter Mussolini ganz oben auf der Wunschliste der italienischen Faschisten. (Wie Fiume und Pola…)

      Daß übrigens Sahra bei der Wagenknecht etwas anderes ist als eine kuriose Fehlschreibweise von Sarah scheint mir nahezu ausgeschlossen. Die Frau ist Mitte der 60er in der DDR geboren, iranischer Vater, der sich dann aber sehr schnell verflüchtigt hat. Wie soll da eine arabische Schreibweise oder Bedeutung ins Spiel kommen?

    • noefnoef sagt:

      Ich habe einmal eine Zara/Zarah (?) kennengelernt. Ihre Mutter war eine Deutsche, die nach Australien ausgewandert ist (wo die Tochter auch geboren wurde). Woher der Vater stammt, weiß ich aber nicht.
      Finde den Namen ganz schön, aber wegen der Modekette mittlerweile problematisch.

    • Maria Th. sagt:

      Eine Enkelin der Queen heißt ebenfalls Zara, sie ist die Tochter von Prinzessin Anne und Mark Phillips, Zara Phillips, mittlerweile verheiratete Tindall, eine richtig erfolgreiche Vielseitigkeitsreiterin.
      („…und Reiter werden ja immer gebraucht!“) 😀

    • Anne-Sophie sagt:

      @Jan: Soweit ich weiß hieß sie zunächst Sarah und benannte sich dann entsprechend der persischen Schreibweise in Sahra um, als sie zum ersten Mal im BT als Abgeordnete aufgetreten ist. Das war wohl der eigentliche Namenswunsch der Eltern, der evtl. in der DDR nicht gestattet worden war. Hat mich nie gestört. Zara ist ein spanisches Modelabel mit ebenso interessanter Namensfindung. Der Gründer wollte sein Label Zorba, nach Alexis Zorbas, nennen. Nur gab es seinerzeit wohl schon ein gleichnamiges Geschäft in Spanien oder auch nur in Galicien und so setzte er drei der Buchstaben um und ergänzte das Extra-A aus einem anderen „Zorba“-Letterset, das ursprünglich für den Laden angefertigt worden war. Zara selbst ist im Spanischen kein gängiger Name. Im Spanischen ist Sara gängig, Sarita für die kleinen Mädchen.

    • Jan sagt:

      Anne-Sophie (oder alle anderen, insb. Chiocciola), aber hast Du auch gehört, was denn nun dieses Sahra im Persischen bedeuten soll? Also im Gegensatz zur hebräischen Sarah? Wie wir alle wissen, sind Persisch, Arabisch und Hebräisch (und Deutsch) ganz verschiedene Sprachen… Die ersteren drei werden auch nicht mit lateinischen Buchstaben geschrieben, Persisch sogar bis heute mit arabischen Buchstaben, zum Leidwesen mancher persischer Nationalisten*). Welchen Sinn ergibt es da, wenn sich ein DDR-iranisches Pärchen (wie bildungsbürgerlich grundiert auch immer) in den den mittleren 60ern eine bestimmte lateinische Schreibweise ausknobelt? (Daß Sahra dann an den DDR-Behörden scheitert, scheint mir nachvollziehbar, nicht aber, wie Eltern und/oder Großeltern darauf gekommen sein sollen.)

      *) Wenn sich mal jemand, wie ich das oft getan habe, über „Islamkritiker“ aufregt: Unterhaltet Euch mal mit persischen Nationalisten hier im Exil. Da fliegen Euch die Ohren weg! 😀

  4. connywuuh sagt:

    Hallo zusammen,

    heute ist vieles dabei, was mir so gar nicht gefällt.
    Aber üben wir mal positive Krtitik: Am ehesten gefallen mir noch:
    Anton Lasse – Am liebsten ohne Lasse
    Julius Karl Albert – wobei mir Albert irgendwie zu albern klingt
    Jetzt hört es aber schon auf.
    Mathilda Greta Marie – ist gängig, gefällt mir persönlich aber nicht.
    Thara Kimberly – Ich kenne eine Tara, die Engländerin ist und schon viele Jahre in Deutschland lebt. Sie spricht ihren Namen deutsch aus und möchte, dass er auch von anderen deutsch ausgesprochen wird. THara ist wahrscheinlich eine deutsche Schreibweise und sollte wahrscheinlich auch deutsch ausgesprochen werden. Tara war den Eltern wohl zu kurz?!

  5. Ayame sagt:

    Als Einzelnamen gefallen mir diese Woche Greta, Julius, Matilda, Marie, Ella und Alva.

    Ansonsten ist die Auswahl hier doch sehr gewöhnungsbedürftig…..

  6. Mareike sagt:

    Anton Lasse
    Lasse mag ich nicht. Zum einen ist Lasse nur eine Koseform von Lars und kein richtiger Name und zum anderen klingt Lasse, als würde jemand im plattdeutschen „Lass sie …“ sagen, „Lass se machen …“. Ich hoffe ihr versteht, was ich meine ;-). Ich gehe mal davon aus, dass Anton der Rufname ist und damit wird er leben können.

    Hennes Henri
    Ist Hannes schon zu „normal“? Hennes erinnert mich an das Maskottchen vom 1. FC Köln, deshalb klingt der Name irgendwie lustig. Es gibt in meiner Gegend (Westfalen) auch ältere Herren, die Hennes (oder Hannes) genannt werden, aber der richtige Name ist in der Regel Johannes. Henri als Zweitname klingt dazu zu ähnlich.

    Thure
    klingt wie ein Wikinger. Würde mir selbst in Norddeutschland nicht gefallen.

    Am besten gefällt mir heute Matilda Greta Marie und Julius Karl Albert. Und als Einzelnamen gefallen mir noch Alva, Amelie, Christina und Philipp (in der richtigen Schreibweise!).

  7. Chiocciola sagt:

    Mir bisher noch nie begegnet:

    Daymien – in dieser Schreibweise
    Elmedina – ich kenne eine Elvedina (Herkunft Bosnien oder Kosovo, wenn ich mich recht erinnere)
    Noma
    Kinan
    Erbay – Assoziation: Ebay
    Fehmke – kenne nur Femke
    Meliya
    Inaya
    Sixian
    Qwinten – Schreibfehler?
    Thure – evtl. schon mal gelesen, bin mir aber nicht sicher
    Benne
    Thara – kenne nur Tara

    „Bei Zahra musste ich auch an dir Linken denken, Zara(h) habe ich schon mal gesehen.“

    Nach meinem Wissen ist Zahra/Sahra keine Variante oder eigenwillige Schreibweise von Sara/Sarah, sondern kommt aus dem Arabischen und hat dort auch eine andere Bedeutung.

    “ Berit und Thure finde ich auch als nicht Norddeutsche schön, würde ich aber nicht vergeben.

    Na, als Norddeutscher lege ich aber schon Wert auf die Feststellung, beide Namen noch nie gehört zu haben… “

    Berit ist eine nordische Form von Birgit.
    Thure – bin mir nicht sicher, aber vermute eine Variante von Tore (nordische Kurzform von mit „Thor“ zusammengesetzten Namen.

    „Amaniel * dann lieber Emmanuel und noch einen zweiten Namen dazu“
    Wenn in der Herkunftssprache der Eltern (oder eines Elternteils) die Form Amaniel ist, dann passt es, finde ich
    Emanuel (oder eine Form dieses Namens) passt übrigens sehr gut zu einem in der Weihnachtszeit geborenem Kind ;), fehlt glaube ich noch in der Liste der „weihnachtlichen“ Namen, die in einem anderen Thread aufgestellt wurde.

    • Rebecca Sophie sagt:

      „Bei Zahra musste ich auch an dir Linken denken, Zara(h) habe ich schon mal gesehen.“

      Nach meinem Wissen ist Zahra/Sahra keine Variante oder eigenwillige Schreibweise von Sara/Sarah, sondern kommt aus dem Arabischen und hat dort auch eine andere Bedeutung.

      Bei Frau Wagenknecht aber bestimmt nicht.
      Zara(h) kenne ich als Form von Sara(h).

    • Chiocciola sagt:

      „Zara(h) kenne ich als Form von Sara(h).“

      Ja, auch nach meinem Wissen sind Zara/Zarah Varianten von Sara.
      Sahra/Zahra dagegen kommt nach meinen Informationen aus dem Arabischen.
      Bei Sahra Wagenknecht kommt es nach meinem Wissen aus dem Arabischen oder Persischen, bin mir aber nicht sicher. Ich habe irgendwann mal was darüber gelesen, ist aber schon länger her.

  8. Rebecca Sophie sagt:

    Jetzt nochmal richtig.

    Obbo * Nie gehört, klingt irgendwie dick.
    Daymien * Ich kenne einen Demian (gutes Elternhaus) und fand den Namen immer normal, Daymian aber nicht ganz so…
    Elmedina * Medina ist eine Stadt, el erinnert mich an al, was glaube ich der (ein) Artikel auf arabisch ist. Flüchtlingskind?
    Hennes Henri * Nachname dann Heinrich.
    Noma Alva * Ne Oma? Alva kann man machen.
    Kinan * Ist bestimmt auch irgendwo normal.
    Amaniel * Der wurde hier doch neulich erst diskutiert, sollte es sich um einen Blogleser handeln, bitte melden.
    Rudi Piet * Kürzer ging nicht.
    Matilda Greta Marie * Immerhin keine Margareta, das wären dann drei Ma, da kann man schnell Mama sagen. Gegen die Kombi ist aber eigentlich nichts zu sagen.
    Erbay * Der muss jetzt gut aufpassen, dass niemand sein r im Internet verkauft. Aber auch dieser Name kommt bestimmt irgendwo her.
    Audrey Claire * Was denn nun? Junge oder Mädchen?
    Cyprian * Ein Inselbewohner.
    Gian Cornelius * Amélie Gioia * Nicht so klassisch italienisch, Amélie ist französisch, Cornelius deutsch, die italienischen Formen kenne ich zwar nicht genau, aber sie sind anders.
    Fehmke * Feme sagt mir nichts. Mir fällt spontan Fee und fementieren ein, auch nicht so überragend. Wo das wohl herkommt?
    Alessio * Hauptsache ihm geht’s gut?
    Sixian * Zahra * Qwinten Philipp * Ich schließe mich meinen Vorrednern an.
    Meliya Inaya * Wie viel gab’s für ein y?

    • Maria Th. sagt:

      Gian Cornelius * Amélie Gioia * Nicht so klassisch italienisch, Amélie ist französisch, Cornelius deutsch, die italienischen Formen kenne ich zwar nicht genau, aber sie sind anders.

      aber Gian und Gioia sind italienisch! 😉
      Gian kennt man z.B. von Gianni, Gianluca oder Gianluigi (Buffon, ital. Torwart, = Hans-Ludwig) und Gioia bedeutet einfach Freude im italienischen, vgl. den engl. Namen Joy.

      Fehmke
      aber den Begriff „verfemt“ hast du sicher schon gehört, das hängt mit Feme zusammen. Näheres z.B.:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Feme
      Fermentieren hat damit aber nichts zu tun.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Gian und Gioia waren mir klar, weiter oben waren die beiden Kombis nur als klassisch italienisch beschrieben worden, und dafür reicht es mir hier jetzt nicht so wirklich.
      Danke für die Weiterbildung bezüglich Feme, wieder was gelernt.

    • Maria Th. sagt:

      Ich hatte das bei beiden Namen so gemeint, dass jeweils ein italienischer und ein [deutscher] klassischer Name kombiniert wurden, also das italienische Gian bzw. Gioia mit dem klassischen Cornelius bzw. Amelie. Die Kombinationen als solche sind natürlich nicht klassisch italienisch.

    • Jan sagt:

      Audrey Claire * Was denn nun? Junge oder Mädchen?

      Na. Audrey Hepburn. Audrey Tautou. Die beiden sehen sich nicht nur ähnlich, sondern auch noch auf die angenehmste Art weiblich aus. Also, der Name ist schon eindeutig weiblich…

      Zu Sixian. Das klingt wie ein erfundener Heiligenname, der retro klingen soll, es aber nicht ist. Also aus Sixtus und Kilian (oder eben Cyprian) zusammengeschraubt. Und zu allerlei Witzchen lädt er auch noch ein. Ganz schauderhaft, wirklich.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Audrey ist weiblich? Das überrascht mich, aber dann nehme ich meine Äußerung zurück.

    • Jan sagt:

      Obbo * Nie gehört, klingt irgendwie dick.

      😀

      Silvester-Rezept: Neo-norddeutsche Obbo-Klöße (vegan)

      500 g Nutella
      500 g braunen Rohrzucker
      250 g Bio-Tofu, zerdrückt
      500 g Bio-Dinkel-Mehl
      Je eine Handvoll Nelken, Koriander und grobgehackte Zimtstangen, alles bio, versteht sich
      1 Tüte vegane Gummibärchen
      1 große Prise Himalaya-Salz, ersatzweise Fleur du sel

      Alles gut zusammenrühren, Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Faustgroße Klöße formen. Die Obbos in nicht zu heißem Raps-Öl (ca. 170°) fritieren. Mit Zuckerrübensirup von Denn’s servieren.

    • Maria Th. sagt:

      Obbo * Nie gehört, klingt irgendwie dick.

      Obbolix: „Wer ist hier dick???“
      😀

    • Jan sagt:

      @ Maria Th.

      Was ich bei dem Rezept nicht deutlich genug gemacht habe: Echt-authentische Obbos nach Eiderstedter Studienrats-Art dürfen niemals kroß sein. Und sie müssen beim Fritieren (ca. eine halbe Stunde) das Fett gut aufnehmen können, daher darf das Raps-Öl nicht zu heiß sein!

      Also die bewährte Probe machen: Einen Holz-Löffel-Stil in das Fett halten. Es dürfen keine Blasen aufsteigen! Andererseits (es ist ja ein Silvesterrezept) muß das Fett aber schon so heiß sein, daß eine Tasse Wasser, die reingegossen wird, sofort explodiert.

    • Anonymous sagt:

      in Nutella ist Milch enthalten.
      und was es mit dem Namen zu tun hat(obbo) verstehe ich nicht. wahrscheinlich ein Insider(Jan-Man und seine Assoziation mit zugezogenen Studienräten etc)

      denke ständig der Name heißt richtig Hobbo. woher das kommen soll weiß ich aber auch nicht, nur so ein Gedanke der sich aufdrängt.

      was ist eigentlich mit Hulmphrp?

    • Jan sagt:

      @ mgl

      Bitte komm gut ins neue Jahr – das ist das Wichtigste. 🙂

      Das mit Hulmfrepp wird sich auch noch finden.

      Ja, das mit dem Nutella war ein Fehler für ein veganes original-norddeutsches Rezept. 🙁 Statt 500 g Nutella also: 250 g Gen-Mais und 250 g geschnetzelte Wolfs-Klöten plus viel Rüben-Zucker und fair gehandelten Kakao.

      Ich hatte sowieso schon Angst, daß das alles zu süß werden würde. :-/

    • Jan sagt:

      Scheiße. Wolfs-Klöten sind ja auch nicht vegan. War ein Denkfehler.

      Also dann eben als Ersatz für das Nutella: Mais-Schmier-Fett, viel Zucker, ungerösteten Roh-Kakao, zermatschte Erdnüsse und Giersch-Puree.

    • Maria Th. sagt:

      Dazu würde ich noch etwas Honig empfehlen, das macht auch in Auerochsfett gebratene Schweinskaldaunen noch feiner.
      😀

    • Maria Th. sagt:

      Ach ja, Honig ist auch nicht vegan; man merkt, ich bin es auch nicht.

    • Jan sagt:

      Nein, in Echt-authentisch Eiderstedter Obbos dürfen weder Auerochsenschmalz noch Kutteln noch Rinbdernierenfett oder Wildschweins-Füße kommen! Das ist nur in den niedersächsischen Nachahmungen der Obbos drinne!

      Sonst entzieht die EU den Obbos ihr Echtheits-Zertifikat und verkauft es nach Griechenland!

      Echte Obbos sind nach strengem Reinheitsbgebot gebacken!

    • Maria Th. sagt:

      Euch allen, die ihr hier zugange seid, ein friedliches, fröhliches, gesundes neues Jahr!

  9. Maria Th. sagt:

    Gerade mal durchgezappt: es läuft ein Heinz-Erhardt-Film, Witwer mit 5 Töchtern, die verstorbene Mama der Familie hieß Mathilde! – also doch ältlich, der Name 😀

    • Jan sagt:

      Mathilde klebt in meine Ohren komplett an der schauderhaften Mathilde Ludendorff.

      Matilda scheint wieder im Trend zu sein. Die kleine Nichte einer Ex von mir ward vor ca. vier Jahren so genannt. Mein erster Gedanke war: „Waltzing Matilda, waltzing Matilda…“

    • Mirjam sagt:

      Ich denk bei Matilda immer an den Film / das Buch über die kleine Matilda mit Zauberkräften (oder so). Finde den Namen trotzdem altvatrisch. 😉

  10. Gabriele sagt:

    Mathilde heißt eine Tochter unseres früheren Verteidigungsministers. CSU, seit dem hört man den Namen öfter

    • Rebecca Sophie sagt:

      In Portugal ist Matilde recht beliebt. Es klingt allerdings ein bisschen anders, das i wird lang gesprochen, dass e verschwindet hingegen fast.

  11. Jan sagt:

    Freunde! Römer! Hört mich an!

    Heute ist der 125. Geburtstag von J.R.R. Tolkien.

    *plöp*

    Aus der verlinkten WDR-5-Sendung habe ich gerade gelernt, daß sich der dritte Vorname dieses bemerkenswerten Autoren [sic 😉 ], also Reuel, offenbar wie engl. „rule“ ausspricht – und nicht wie „royal“, wie ich immer gedacht hatte. Wüßte jemand, wo der Name herkommt?

    (Ach, Kindheits- und Jugenderinnerungen aus den frühen 80ern, lange bevor der Medienschrott mit diesen Filmen aus Neuseeland losging. 🙂 )

    • Rebecca Sophie sagt:

      Wie sind den eigentlich die Vornamen des werten Herrn?

    • Jan sagt:

      Na, John Ronald Reuel halt… Tolkien soll angeblich von deutsch „tollkühn“ kommen, weil er deutsche Vorfahren haben soll.

      Und ich werden das nie vergessen, es gehört zu meinen absolut prägenden Jugenderinnerungen, wie ich den „Hobbit“ so 1981 oder 1982 in zwei glühend heißen Sommertagen auf der Terasse durchgeschmökert habe. Ist mir freilich rätselhaft, wie man aus dem kleinen Bändchen einen Dreiteiler basteln konnte…

    • elbowin sagt:

      Reuel ist ein ausgesucht seltener biblischer Vorname, siehe hier:

      http://www.behindthename.com/name/reuel

      Der Name zieht sich in der Familie Tolkien durch die Generationen, seine Vorfahren waren pietistische Sachsen und sind irgendwann zum Katholizismus konvertiert (ich glaube wegen einer Heirat).

    • Jan sagt:

      Danke, elbowin, für den Hinweis!

      Und heute wäre dann übrigens der 85. Geburtstag von Umberto Eco (gewesen). 🙂

      Gerade, weil ich selbst auch gelegentlich zur Sünde des Hochmuts neige (was mir schmerzlich bewußt ist), werde ich Wilhelm von Baskerville immer gerne als eine meiner literarischen Jugenderinnerungen namhaft machen. Damals habe ich auch Jorge Luis Borges für mich entdeckt, also die Inspiration des Jorge von Burgos in ‚Der Name der Rose‘. Angeblich ist Borges als argentinischer Nationaldichter der Lieblingsautor des gerade mal amtierenden Katholiken-Papstes, den man in Deutschland Franziskus nennt, was ich mir für kulturvergessen zu halten erlauben würde.

      Und Sean Connery ist dann auf dem Esel wirklich besser rübergekommen als je im roten Ferrari als dieser kuriose englische Film-Spion, dessen Namen mir gerade entfallen ist.

      Was ist eigentlich von dem italienischen Vornamen Umberto zu halten? Mir fiele noch U. Nobile ein…

      So, jetzt habe ich mir aber wirklich alle Mühen gegeben, meine Macken und Passionen mit dem Thema dieses Blogs unter einen Deckel zu bringen! 😀

Kommentieren