Vornamenhitliste 2016 – Zwischenstand

Cover Namen-Deutschland

Gerade wurde ich gefragt, ob es einen Zwischenstand meiner Vornamenhitliste für 2016 gibt. Und ich kann vermelden, dass es dem so ist: Die Top 30 der Halbjahresauswertung der beliebtesten Vornamen des Jahrgangs 2016 stehen auf Seite 43 des aktuellen „beliebte Vornamen“-Jahrbuchs!

Spoiler: Auf Platz eins standen im Sommer die Namen Mia und Ben.

Thema: Statistik

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

45 Kommentare zu "Vornamenhitliste 2016 – Zwischenstand"

  1. Katrin sagt:

    … Mia und Ben …
    Ich finde es sehr schade, dass seit Jahren die Tendenz besteht bei Vornamen an den Buchstaben zu sparen. Meine Tochter (2 1/2 Jahre) habe ich ganz bewusst MARGARETHE genannt. Erstens weil Namen im Zweifel sowieso irgendwann abgekürzt werden, sie aber selber entscheiden soll, ob sie das möchte. Zur Zeit legt sie SEHR großen Wert ďarauf, dass alle ihren vollständigen Namen verwenden.
    Und zweitens wird sie eines Tages hoffentlich uralt sein. Dann sind diese Kurzformen für ältere Damen mit weißem Haar eher unwürdig.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Das ist aber ein schöner Name, mir sind bisher 2 Margarethes über den Weg gelaufen, die eine ist um die 80 und wurde schon immer Margret genannt. Die andere müsste jetzt 15 sein.
      Ansonsten stimme ich dir vollkommen zu. Abgesehen davon glaube ich auch, das Kinder einfach gerne Spitznamen vergeben, so dass Greta zur Gigi wird (Kinder sind kreativ, aber das Beispiel ist fiktiv), währen Margareta weiterhin Greta gerufen wird, weil das ja nunmal schon abgekürzt ist.

    • Jenny sagt:

      Seh ich genauso. Viele machen sich scheinbar gar keine Gedanken wie das Kind dann irgendwann als Erwachsener mit seinem Namen umgehen wird.

    • Kathrin sagt:

      Ich glaube nicht, dass Mia und Ben später Probleme mit ihrem Namen haben werden. Es wächst nun mal eine ganze Generation mit diesen Namen auf, sie werden sie als normal und altersgerecht empfinden, denke ich. Sie werden diese Generation „prägen“ und die Namensmode wird weiterziehen.

      Man nehme das Beispiel Emma. Meine Eltern empfinden das erneute Aufkommenes nach wie vor äußerst merkwürdig, da zu Ihrer Zeit ausschließlich alte Frauen/Tanten so hießen. Also die umgekehrte Frage „Wieso gibt man einem Kind einen Oma-Namen?“. Mia und Ben werden vielleicht aus anderen Gründen ihren Namen nicht mögen, aber sie halten sie sicher nicht für nicht erwachsenentauglich (denke ich mal).

    • Jan sagt:

      Ich glaube nicht, dass Mia und Ben später Probleme mit ihrem Namen haben werden. Es wächst nun mal eine ganze Generation mit diesen Namen auf, sie werden sie als normal und altersgerecht empfinden, denke ich. Sie werden diese Generation „prägen“ und die Namensmode wird weiterziehen.

      Jäp, das ist wohl richtig. In zwanzig Jahren werden die Bens, Liams, Tims, Leons, Toms, Pings und Pongs erwachsen sein. Normale, langweilige Deutsche: brave, dumme Studenten, leidlich fleißige Handwerker, Bürokraten-Nachwuchs mit Perspektive auf lebenslange Verbeamtung mit 27, Bank-Lehrlinge, Putzen, reiche Erben, Penner. Was auch immer. Ihre Namen werden klingen wie heute Jan oder Kathrin oder Thomas und Simone.

      Und ihren Gören werden sie dann die Modenamen Horst, Helmuth, Werner und Karl-Heinz geben.

      Aber heute klingen diese Tim-Tom-Ping-Pong-Namen und die Liam-Luas-Leander-Lalala-Namen eben lächerlich bzw. auch ein bißchen schwuli. Und das ist ja der Punkt. Namen sagen etwas über die Eltern aus, nicht über ihre Träger.

      In zwanzig Jahren, das ist noch lange hin, und wir haben hier und heute unsere eigenen Problemchen. In diesem, unseren Lande.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Das stimmt natürluch, weshalb sie mir aber nicht unbedingt besser gefallen, wie Jan auch schon gesagt hat (obwohl ich auch Jans kenne, die durchaus im Mia/Ben-Alter sind, ohne dass das komisch wirkt.) Trotzdem kann ich mir bei einigen Namen wie Leni und co. Nicht wirklich vorstellen, dass diese irgendwann altbacken wirken, was für mich einfach grundsätzlich störend an einem Namen wäre, bei anderen wie den Spitzenreitern könnte ich das aber durchaus eher. Abgesehen davon, dass diejenigen die eigentlich zu alt für unsere jetztigen Modenamen sind sich jetzt eben doch mit arg kindlichen Namen herumschlagen müssen.

    • Jan sagt:

      Rebecca Sophie,

      ja, Jan ist tatsächlich in bißchen generationsübergreifend… Ich bin fast fünfzig und falle damit in meiner Generation nicht auf. Und ein zwanzigjähriger Jan in seiner wohl auch nicht…

      Dabei ist es nicht einmal ein „klassischer“ Name, sondern wurde in den 60ern in der ersten Welle dieser Nordi-Retro-Reetdach-Masche modern.

      Als provisorischer, schnell hingekloppter Lösungsansatz: Es ist nie so einfach, zwischen Tradition und Moderne zu unterscheiden. Ein typisch deutsches Essen: Bratkartoffeln. Typisch italienischen Essen: Nudeln mit Tomatensoße. Beides gab es vor 1800 überhaupt nicht, einfach weil da in Europa noch weder Kartoffeln noch Tomaten angebaut wurden. Traditionen sind fast immer jünger als man so denkt. Ein typisches Gewürz der armen, heißen Länder in Asien und Afrika ist der Chilie (capsicum annuum) – gab es da vor 1492 überhaupt noch nicht, weil er aus Amerika stammt. Man fragt sich wirklich, was sie in Thailand vorher gekocht haben.

      Vorsicht also vor der Berufung auf Traditionen oder auf „norddeutsche“ (friesische/süddeutsche/schwänische etc.) Formen von irgendwas.

      Jan klingt heute irgendwie norddeutsch. Mein lieber Großonkel (Jahrgang 1907), nach dem ich benannt wurde, hat aber selbstverständlich nicht Jan, sondern Johann geheißen, zumindest in den Papieren. Auf platt halt /ZheHANN/ ausgesprochen. Schon Jan ist im Grunde eine Kopfgeburt, ein Ausbund des verspäteten Historizismus von links. Und diese ganzen angeblich norddeutschen oder „friesischen“ Namen sind es erst recht.

    • Anja sagt:

      man kann auch alt sein, und einen kurzen Namen haben.

      Meine Großtante hieß immer „Toni“, erst als sie vor über 20 Jahren starb, erfuhr ich, dass sie Antonia hieß. Auf ihrem Grabstein steht aber trotzdem Toni. Meine Oma hieß Katharina, und alle nannten sie Tina, meine andere Oma wird immer Anni genannt. ich weiß immer noch nicht, wie sie wirklich heißt ;).

      Meine schwiegeroma heißt Maria und wird immer Mia genannt.

      Und all diese Namen passen hervorragend zu alten Frauen!

    • elbowin sagt:

      @Jan

      Natürlich ist jede „Tradition“ irgendwann einmal erfunden worden (und oft jünger als erwartertet) aber:

      Zumindest was Ostfriesland angeht, sind die plattdeutschen (eher seltener echt friesischen) typischen Namensformen über Jahrhunderte belegt, Menno Peters Tammena hat sich die Mühe gemacht, die Belege zu sammeln und zu katalogisieren, siehe

      http://www.beliebte-vornamen.de/550-friesische.htm

      und

      http://blog.beliebte-vornamen.de/2009/03/44159-ostfriesische-vornamen/

    • Martina sagt:

      Ich kann Anja volliG zustimmen meine Omas hießen Leni und Nella eigentlich Maria Magdalena und Kornelia. Wenn ich höre wenn sie noch klein ist nennen wir sie Leni aber später kann sie sich Helene nennen denke ich mir immer das macht doch keiner wenn man immer Leni geheißen bleibt man auch immer eine Leni.

    • Jan sagt:

      @elbowin

      ich begäbe mich auf für mich viel zu dünnes Eis, wenn ich hier widersprechen wollte. Es mag sein.

      Aber eine gewisse Grundskepsis gegenüber den Arbeitsergebnissen von Heimatforschern, und fußen sie auch auf jahrzehntelangen Bemühungen, mußt Du einem gelernte Historiker schon zubilligen – und sei es als Berufskrankheit. Und zwar besonders bei Regionen mit einem besonders ausgeprägten Regionalbewußtsein wie etwa Ostfriesland. Eines der Grundprobleme der Regionalgeschichte ist nun einmal die Abgrenzung von den Heimatforschern.

      Mein Lehrer hat viel zum Thema „Nationsbildung in Osteuropa“ gearbeitet – und (auch) da spielt die „Erfindung von Tradition“ („invention of tradition“) eine ganz erhebliche Rolle. In generalisierender Zusammenarbeit mit modernen Landesgeschichtlern ließ sich das sehr gut in Relation zueinander setzen.

      Freilich: Wenn man als Historiker in die Versuchung kommt, grundsätzlich „Stimmt nicht!“ zu schreien, wenn es um Traditionen geht, und alles dekonstruieren zu wollen, ist man auch in akuter Gefahr, über die eigenen Füße zu stolpern.

      Sicher bin ich mir aber bei folgendem: Diese Namen sind im Rest Norddeutschlands eben nicht traditionell, sondern Retro-Erscheinungen: eben die Jans, Immos, Haukes, Heimos, Klaase, Oles, Eikes, Antjes, Heikes, Imkes meiner Generation.

      Meine Großtante hieß Wilhelmine, seit ihren Kindertagen bis ins hohe Alter wurde sie nur Mine gerufen – Tante Mine. Meine Tante Anne*) heißt in den Papieren Marianne. Einen Onkel Heini hatte ich auch.

      *) Die war am Sonnabend bei meiner Mutter zu Besuch. Heute nachmittag war ich meinerseits bei meiner Mutter zu Besuch und habe von dem von Tante Anne mitgebrachten herrlichen Knipp profitiert, der in Hannover nicht zu kriegen ist. :o)

    • Maria Th. sagt:

      …mitgebrachten herrlichen Knipp profitiert, der in Hannover nicht zu kriegen ist.

      Was ist denn ein Knipp, Jan? Hört sich nach Sonntagskuchen an, vielleicht Hefezopf oder sowas?

    • Jan sagt:

      Maria Th.,

      *plöp*

      :o)

      Was in den Wiki-Artikel wirklich nicht stimmt, ist, daß der „Calenberger Pfannenschlag“ im Hannöverschen das gleiche sei wie Knipp. Es ist das gleiche Strukturprinzip: Was der Schlachter sonst nicht losbekommt, wandert mit Grütze gestreckt in die Wurst. (Wie im Grunde bei den Weißwürsten bei Euch nicht anders, da nur eben ohne Getreide, hoffentlich.) Aber Pfannenschlag ist viel breiiger, weicher und eben rosa nicht grau, also wohl mit Nitritsalz umgerötet. Hat im Gegensatz zu Knipp auch keine braune Kruste, wenn er zubereitet ist, sondern ist so ein Brei. Der Pfannenschlag hier in Hannover sieht wie Kotze aus, und schmeckt auch nicht viel besser. Daher sind wir aus Zusendungen und Mitbringsel von Verwandten aus der alten Heimat in Kern-Niedersachsen angewiesen. 😉 In dem Wiki-Artikel zeigt mittlere Bild diesen ekeligen Hannöverschen Pfannenschlag. Richtiger Knipp hingegen ist das untere Bild. :o) Herrlich! Eines der wunderbaren spätherbstlichen und winterlichen Schlachte-Gerichte. :o)

      Bei meinen armen Vorfahren wurde das noch Mitte des 20. Jahrhunderts zum Frühstück gegessen, dazu Muckefuck – als Vorbereitung und Stärkung für die harte körperliche Arbeit auf dem Feld tagsüber.

      Meine alte Heimat (Sulingen) ist zwar seit Jahrhunderten hannoveranisch, also kurhannöversch, aber alltagskulturell doch näher an Bremen: Kohl und Pinkel, Knipp, Beutelwurst. Und im Krieg hat man am Nordhimmel in 45 km Entfernung Bremen brennen sehen, meine Oma hat mir das immer wieder erzählt.

    • Maria Th. sagt:

      Wieder was gelernt, danke, Jan. Auf was Fleischiges wär ich nicht gekommen, auch nicht, dass die Erklärung auf Wiki stehen könnte.

      Ich kenne Labskaus, hat in meiner Kindheit mal ein Besuch aus Hamburg bei uns gekocht, ist mir in nicht so guter Erinnnerung, ist das ansatzweise vergleichbar?

      In der Weißwurst ist sicher nichts Pflanzliches, meines Wissens nur Kalbfleisch, Schweinespeck, Petersilie, Gewürze und normales Salz (kein Nitritpökelsalz), drum ist sie auch so weißlich-grau.
      Ein bayerisches Wursterzeugnis mit Resteverwerterqualität ist z.B. neben den Blut- und Leberwürsten der Pressack (rot oder weiß).

    • Maria Th. sagt:

      wenn man immer Leni geheißen bleibt man auch immer eine Leni.

      ja, da ist schon was dran, meine Mutter hieß mit Taufnamen Theresia und ward zeit ihres Lebens Resi gerufen.
      Der Unterschied liegt aber m.E.darin, dass man offiziell den langen Namen führen kann, in der Adresse, bei Bewerbungen etc. und der kurze Name als Rufname, in der Familie bzw. unter Freunden, vertraulich benutzt wird. Diese Möglichkeit hätte eine Leni, die nicht tatsächlich Helene heißt, eben nicht! Und darum finde ich es schon gut und richtig, einem Kind den „offiziellen“ langen Namen zu geben, auch wenn es dann immer nur mit der Abkürzung gerufen wird.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Maria Theresia, genau das wollte ich auch sagen, nur dass es nicht gesendet hat.
      Ich persönlich würde aus Geschmacksgründen auch Greta nicht vergeben (sondern Margareta), dass ist aber reiner Geschmack, bei Leni sehe ich da s anders und würde zunindest ein a ans Ende hängen. Abgesehen davon, kann man als Namensträger auch eine Abgrenzung schaffen, indem man sich von einigen Personen eben mit der Vollform und nicht mit dem sonst normalen Spitznamen anreden lässt, was gerade in vornamenorientierteren Kulturen evenzuell angenehm sein kann.

    • Jan sagt:

      Ich kenne Labskaus, hat in meiner Kindheit mal ein Besuch aus Hamburg bei uns gekocht, ist mir in nicht so guter Erinnnerung, ist das ansatzweise vergleichbar?

      Wirklich nur ansatzweise, weil beides eben aus Pflanzlichem und Tierischem besteht. Es ist aber doch ganz anders:

      Labskaus: Konserven-Rindfleisch/Corned Beef plus Kartoffeln, alles fein gemahlen und gekocht, ein Brei. Dazu Gurke und Spiegelei.

      Knipp: Getreide-Grütze plus die minderen Teile vom Schwein (Kopf, Bauch, Schwarten), das dann zu dicken Würsten gepreßt, diese dann in Scheiben geschnitten und gebraten mit Kruste. Die Scheiben zerfallen sofort in der Pfanne, werden ein Brei (So eine Art Fleisch-Porridge) und kriegen dann unten eine braune Kruste. Auch gröber als Labskaus. Man sieht (wie bei den Pinkeln) vor allem das Getreide. Ein pastoser, grober, heißer Fleisch-Speck-Getreide-Brei mit brauner Brat-Kruste, der (bei uns jedenfalls) nur mit Schwarzbrot gegessen wird. Es schmeckt auch einfach anders, ist auch anders gewürzt. Fettiger, aber m.E. viel leckerer als Labskaus. Es gibt große Qualitäts-Unterschiede, viel Schlachter haben gerade das mit dem Würzen nicht richtig drauf.

      Preßsack: Das kennen wir hier nicht… Aber als ich jung war, hat man sich ja in ganz Deutschland über Helmut Kohls Pfälzer Saumagen lustig gemacht. Ich habe das nie gegessen, aber in meinen norddeutschen Ohren klingt das Rezept ausgesprochen köstlich! :o)

      (Und meine bescheidene Lebenserfahrung: Leute, die Hausmannskost essen und deftige Regionalküche mögen, sind eigentlich immer in Ordnung, unabhängig vom Parteibuch.)

    • Martina sagt:

      Das stimmt schon wenn man nur eine Kurzform hat kann man offiziell nicht eine Vollform angeben. Aber ist das immer problematisch? Ich kenne mehre Leute die ihren Vollnamen nie benutzen und ihn eher als Belastung empfinden. Mir gefallen auch Namen wie Katharina, Johannes oder Josefine die würde ich nie abkürzen wenn ich sie vergeben würde. Wenn ich aber meine Kinder Theo oder Mia rufen möchte würde ich auch diese Namen wählen und nicht Theodor und Maria. Ich finde Mia auch nicht unwürdig für ältere Damen ich kenne mehr alte Menschen die Mia gerufen werden als junge.

    • Jan sagt:

      Ich finde Mia auch nicht unwürdig für ältere Damen ich kenne mehr alte Menschen die Mia gerufen werden als junge.

      Das höre ich hier nun in kurzer Zeit zum zweiten Male… Interessant. Gibt es das im kthooolschen Deutschland wirklich, daß Marias oder sonstwelche Frauen zu Mias abgekürzt werden?! Hier in Evangelistan-Käßmanistan ist Mia wirklich nur ein Modenamen. (Den ich wirklich mag, aber das tut hier nichts zu Sache…)

    • Martina sagt:

      Eine Nachbarin wurde Mia gerufen wäre jetzt über 90. Dann kenne ich noch vier Mias zwischen 60 – 80.

    • Maria Th. sagt:

      Abschließend zu unserem kulinarischen Exkurs:
      Pfälzer Saumagen wird warm serviert, soweit ich weiß. Preßsack ist immer kalt zu essen, mit oder ohne Zwiebeln und Essig , mehr in Richtung Sülze. Gibt es bei jedem Metzger hierzulande, wird in ca. 1- 2 cm dicken Scheiben verkauft, mit dem Messer in Stücke geschnitten und mit Brot gegessen.

    • Jan sagt:

      Jäp, ds klingt wirklich eher wie Haus-Sülze (nicht von Haarmann… 😉 ), die ja auch oft mit Essig-Öl-Marinade und Zwiebeln serviert wird.

      Beutelwurst ist eine dicke Blutwurst (ca. 10-15 m Durchmesser) mit dicken Speckstücken drin, die in ca. 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten und dann in der Pfanne gebraten wird. Das zerfällt nicht zu Brei, es bleiben Scheiben, die dann knusprig braun werden.

      Ich ekle mich eigentlich vor Speck-Plocken (komme halt schon aus der satten Generation), aber in den Pinkeln und in der Beutelwurst mag ich sie komischerweise doch.

    • elbowin sagt:

      @Jan

      Gibt es das im kthooolschen Deutschland wirklich, daß Marias oder sonstwelche Frauen zu Mias abgekürzt werden?!

      Im katholischsten Bundesland Deutschlands (das liegt woanders als vermutet 😉 ) heißt es „es Ria“.

    • Jan sagt:

      @elbowin

      Naa, was soll das denn sein? Saarland oder RLP? 🙂 Den Akzent bei „es Ria“ kann ich nicht zuordnen… In Bayern und BaWü gibt es jeweils größere evangelische Ecken, in NRW einige kleinere (und haufenweisen nicht-katholische Migranten).

    • Kathrin sagt:

      Entschuldigung, noch einmal zu den Delikatessen: In der Tat ist ein pfälzer Saumagen eine ausgesprochene Köstlichkeit. Und in der Südpfalz so etwas wie ein Nationalheiligtum.

    • mm&mm&mm&mm sagt:

      Lach :0)

      Mia ist eine purer Babyname.
      …so rufe ich maximal die 18 Monate alten Windelscheisserchen in unsere Familie…bis sie reden können und sich nicht mehr als baby mit babynamen ansprechen lassen…
      „Nein oma kein baby mehr…ich gross. Marianne“
      Meine Tochter Maria Magdalena (1,86,90 KG angehende Feuerwehrperson weiblichen Geschlechter mit Gesundheitspflegerausbildung) kannst damit dass du „Mialeinle“ in eine Furie verwandeln ; 0)
      ich habe meine Enkeltochter die Nachnamen meine Uroma Victoria Wilhemina gegeben….
      Aus Magarethe wurde dann Mathilda.
      Da es in San Franzisko eine beruehmte Kuh namens Mathilda…da ragt ein plastik Schwanz aus der Erde wo sie durchs Erdbeben Verschluckt wurde..
      Als jetzt wird sie Patin.
      …namenswahl…von next Enkel ist..

      „Mathilda Ria Mina Riga“

      Tolle
      Moderne
      Verstuemmelung
      Von
      VictoRIA
      WilhelMINA.

      Klasse :0)
      Mm

    • Jan sagt:

      @ Es, es, es und es,

      wie kommt es eigentlich, daß diese US-amerikanisch-linksliberale Hillary-Clinton-Gender-Sprach-Scheiße à la „Feuerwehrperson“ in Deutschland ausgerechnet in den doch eigentlich respektablen Feuerwehren Platz gegriffen hat? Ein alter Freund von mir (ein freiwilliger Feuerwehrmann seit Jugendtagen) hat mir das schon vor sieben oder acht Jahren erzählt: Offenbar wird nirgendwo so peinlich-provinzlerhaft-trottelig „gegendert” wie ausgerechnet in den Feuerwehren.

      Es gibt natürlich keine Feuerwehrpersonen, sondern nur Feuerwehrmänner.

      Na, als Frau 186 cm, 90 kg ist auch ein hartes Schicksal… Und dazu noch ne „Ausbildung“ in dies oder das. Mag sie denn als Feuerwehrmännin glücklich werden.

  2. Hann sagt:

    Mal wieder…
    Mia hört sich für mich viel zu sehr nach dem Wort „mir“ an und Ben ist als Kind ja ganz süß, aber als Erwachsener würde ich dann doch lieber Benjamin oder Benedikt heißen…

  3. Mareike sagt:

    @Jan

    In unserer Gegend gibt viele ältere Damen, die Maria heißen, aber Mia genannt werden. Ich wohne in Westfalen, es war früher mal eine überwiegend katholische Gegend. Meine beiden Omas hießen Maria und eine davon wurde nur „Oma Mia“ genannt. Aber sie legten beide auch Wert auf ihren richtigen Namen, sie haben sich immer mit Maria vorgestellt. Viele Menschen aus dieser Generation haben einen langen offiziellen Namen, der im nahen Umfeld abgekürzt wird. Zum Beispiel hießen die Schwestern meiner Oma Katharina, Theresia und Franziska und in Kurzform Käthe, Thea und Franzi.

    Mia und Ben sind doch aus den USA zu uns gekommen. Ein paar Stars und Sternchen heißen so. Und Emma ist zwar ein alter deutscher Name. Aber Emma ist im englischen Sprachraum ebenfalls beliebt. Emma Watson z. B. hat auch zur Beliebtheit dieses Namens in Deutschland beigetragen.

    • Jan sagt:

      @ Mareike

      Ah, sieh da, auch in Westfalen gibt es „alte Mias“, also abgekürzte Marias… Das war mir ganz neu… Danke für den Hinweis.

      Natürlich war auch meine (Groß-)Tante Mine (Jg. 1907) nicht so blöd, sich auf irgendwelchen Ämtern oder in offiziellen Zusammenhängen mit „Mine“ vorzustellen, da war sie natürlich Wilhelmine – obwohl sie ansonsten schon arg weich in der Birne war. Zur Kümmernis ihrer Geschwister, meiner grimmig-klugen Großmutter (Jg. 1905, die sich dann anno ’77 so über die Erschießung von Schleyer gefreut hat) und meines pfiffig-klugen, charmanten, von mir bis heute sehr verehrten Großonkels (Jg. 1909, von Anfang an begeisterter Nazifaschist, ab 1940 dann bis Kriegsende in der Leibstandarte A.H.). 😉 „And he came from a solitary race.“ 😀

      Aber welche Sternchen hießen denn Mia? Mir fiele nur Mia Farrow ein, und das war kein Sterchen, sondern wirklich ein sehr schöner, charismatischer Star. Ja, klar, Emma Watson ist sicher onomastisch wichtig… Na, vielleicht ist man als Mann einfach etwas toleranter gegenüber leicht zweifelhaften Mädchennamen als gegenüber diesen albernen Ben-Peng-Tom-Tim-Ping-Pong-Jungsnamen. Jungen aber sollten in jedem Fall seriöse, ernste Namen haben, meine ich. Bei Mädchen darf’s vielleicht etwas lockerer sein.

    • sagt:

      die Schwester von Mia Farrow hat ihr eigenes Lied.
      Dear Prudence, won’t you come out to play,….

      warum ist dann Prudence kein neuer Modename? Lateinisch prudentia bedeutet Klugheit. das wäre doch gut geeignet.

    • Jan sagt:

      @ … (mgl?)

      Die schönste Tugend des Mannes hingegen (neben der Klugheit der Frauen) scheint mir die List, die Gerissenheit. Wie Odysseus! So eine leicht melancholische, abgeklärte, etwas zynische und vor allem nicht immer nur auf den eigenen kleinen Vorteil bedachte Schlauheit. Zu Vergils Aeneas paßt das im Grunde auch: ein nicht nur auf den eigenen unmittelbaren Vorteil gerichtetes, aber auch nicht vollkommen unpraktisches Überraschungsmoment. Eine sich leicht selbst persiflierede Lebenstüchtigkeit bei Nachsichtigkeit mit den Lebensuntüchtigen. Wie ließe sich das in einem Namen fassen?

      Die Frauen müssen den Laden dann eben patent zusammenhalten. 🙂

    • sagt:

      verstehe zwar den Sinn deiner Nachricht nicht ganz aber Punkt für dich dass du die Punkte richtig gesehen hast.
      irgendwie stelle ich mir grad eine Szene vor:
      ein deutscher Einwanderer in Amerika stellt sich mit Vornamen „Feinripp“ vor, die Amerikaner halten das für einen typisch deutschen Namen und akzeptieren das einfach so.
      (das war der Gedanke auf: wie kann man das (von dir oben beschriebene) in einen Namen fassen. wohlgemerkt nicht: „die Antwort auf“…, sondern nur so ein Gedanke aus dem Glibber der Hirn benannt wurde)

    • Jan sagt:

      Ach, ein guter alter deutscher Hausmeister, der im Sommer im Feinripp auf dem Balkon sitzt (ich kenne wirklich noch mindestens einen von der Sorte), kann ein angenehmerer Zeitgenossen sein als irgendein Möchtergern-Hippo mit Dutt, zu engen Jeans, zu großen Füßen und verlaustem Vollbart.

      Mir graut vor Füßlingen mehr als vor Feinripp.

    • Knud sagt:

      zu großen Füßen

      Das ist gemein, für seine großen Füße kann der Hippo doch nichts.

    • sagt:

      it was only about wiesklingt.

      dazu stelle ich mir vor ich wäre aus einem anderen Land und kann kein Deutsch.
      Feinripp denke ich kann man dem Amerikaner weismachen das käme von Fenrir, dem Wolf aus der Sage. und the ripper wird mit assoziiert.

      ich habs schonmal angedeutet abernochmal:
      sei immer, immer froh dass du der Mann bist. da gibts immerhin Varianten wie man sein darf/kann.
      bei Weibern ist es so: 95-98 Prozent folgen der neusten Mode und der einzige Gedanke bei jeder Handlung ist gut dazustehen.
      This is a mitläufer then. hinterfragt wird da nichts.
      wenn man da als weibliches nicht einfach hinterherrennt, dann oh mitleid du bist ja dumm.
      ich treffe mich nur noch mit männlichen Freunden.

    • Jan sagt:

      @ …

      Na, vielleicht ist das doch ein bißchen radikal formuliert. Denn immerhin (und Gott sei Dank) sehen doch nicht 95 % aller Frauen gleich aus, in Deutschland noch viel weniger als etwa in den „gender-konservativeren“ Gesellschaften Osteuropas.

      Was aber wohl stimmt, ist, daß der soziale Zwang (Mode mal als ein Teilaspekt davon genommen) unter und für Frauen immer noch und auch in liberalen, städtischen Milieus stärker ist als für Männer – unter anderem deshalb bin ich in der Tat froh, ein Mann zu sein.

      Man kann sich als Mann doch leichter eine Existenz als Sonderling, Exzentriker oder Einzelgänger leisten, ohne daß dann schnell wirklich häßliche Attribute wie „Schlampe“ oder „alte Jungfer“ zumindest im Hintergrund stehen.

    • mgl sagt:

      also wenn ich höre wie andere Weiber reden schäme ich mich meistens.
      dem Mann traut man eher Intelligenz zu.

      Prudence nochmal. das ist die Schwester von Mia Farrow und es gibt über sie ein Lied, weil sie irgendwie so tief in Trance gefallen ist dass sie nicht mehr heraus kam. ..won’t you open up your eyes.
      aber es klingt anscheinend nicht so. Sophia mit der Bedeutung Weisheit, geht in die gleiche Bedeutungsrichtung, aber klingt auch vokalreich und bunt.
      das gefällt dem geneigten Hörer besser. vielleicht.

    • Maria Th. sagt:

      Prudence hat zwar eine schöne Bedeutung, erinnert mich vom Klang her aber immer auch ein wenig an prüde, und klingt im Deutschen für mich nicht schön.
      „Dear Prudence“ entstand tatsächlich während des Indienaufenthalts der Beatles. Die Auflösungserscheinungen der Beatles sind auf dem Weißen Album schon deutlich. Der Songtext ist ja mehr als trivial.

      Es gibt sowohl bei den Männern wie auch bei den Frauen intelligente und unterbelichtete und viel dazwischen; den Männern per se mehr Intelligenz zuzuschreiben, halte ich für eine gewagte These; ich hab schon mal gehört, dass es auch intelligente Frauen geben soll, vielleicht kennst du nur keine, mgl? 😉

    • Jan sagt:

      @ magnolia

      Ich habe mich im Kontext dieses Blogs schon oft gefragt, sowohl bei ganz eigenwilligen Namen als auch und gerade bei Modenamen: „Naaa, steckt da wohl der Vater oder die Mutter dahinter?“ Sicher in mindestens drei Vierteln der Fälle ausschließlich die Mutter bzw. die Mutter in Konspiration mit weiblichen Verwandten und Freundinnen. Natürlich wird dann hinterher gesagt: „Wir [=Vater und Mutter] wollten einfach, daß …“, aber das dürfte in den allermeisten Fällen reiner Quatsch zur öffentlichen Wahrung der Form sein. Diese „Wir wollten“-Äußerungen kommen (auch hier) ja fast nur von Frauen. Ich kritisiere das auch gar nicht, ich meine nur, es vermuten zu können.

      @ Knud

      Ja, das mit den Füßen war gemein. Aber besser gemein als langweilig, und ich bin nun mal ein oller Knötterpott. Und zu kleine Füße sehen bei Männern allemal bescheuerter aus als zu große. Dennoch fand ich die Röhrenhosen schon in der ersten Welle in den 80ern in dieser Hinsicht unvorteilhaft, auch für Frauen. Und damals gab es ja diese wirklich hautengen „Strech-Jeans“-Stoffe (ich weiß nicht, wie man das nennt) noch nicht…

      Und wie immer (auch, was die Bärte angeht) gilt:

      „Die schärfsten Kritiker der Elche
      Waren früher selber welche.“

    • sagt:

      einmal rundherum auf die Schulter klopfen.
      ich finde gut dass es euch gibt.

    • Jan sagt:

      @ mgl… & Maria Th.

      Mich stört sowohl an Prudentia als auch an Intelligenz – beides im Sinne von mathematisch meßbarer, technischer, kognitiver Klugheit, also „IQ-Intelligenz“ – oft folgendes: Derlei wird oft zur Bemäntelung sowohl von Egozentrik als auch von Rechthaberei, Besserwisserei oder schlichten Macken herangezogen.

      In keiner Wissenschaftler-Branche zum Beispiel dürfte es so viele nervtötende und peinliche Neurotiker geben wie unter den in der Tat immer hochintelligenten Mathematikern.

      Es kömpt eben auf die richtige Melange von Tugenden und Eigenschaften an – und Philosophen und alle sonstigen Lebens-Situations-Erklärungs-Experten neigen nun einmal dazu, die Qualitäten, die sich an sich feststellen zu können meinen, für besonders wichtig zu halten.

      (mgl, ich weiß, Du hast das mit den Intelligenz nicht in diesem Sinne gemeint…)

    • Jan sagt:

      Nachtrag: Ich habe das auch so geschrieben, weil ich der Tagespresse entnehme, daß sich die Deutschen gerade mal wieder in Angst-Krämpfen winden, weil sie bei irgendeinem von irgendwelchen guatemaltekisch UNO-Experten oder slowakischen oder englischen EU-Beratern ausgeknobelten Mathe-Test namens XYZ für ihre kleinen Scheißer schooon wieder nicht als Klassenprimusse abgeschnitten haben. 🙄

      Diese notorische Streberei und das hysterische Geflenne, wenn’s mal nicht klappt, scheint mit eine unangenehmsten Eigenschaften meiner Landsleute, das geht mir einfach auf die Klöten.

    • mgl sagt:

      also ich wäre gerne intelligenter. rationaler und mit höherem Arbeitsspeicher im Hirn.

      ansonsten: bevor ich so werde wie diese Weiber, die mir jeden Tag negativ auffallen, da bin ich lieber wie ich selbst bin. was ein anderer macht muss er selbst schauen.

    • Jan sagt:

      mgl,

      vermutlich ist die entscheidende Eigenschaft zu irdischem Glück wirklich weder eine Qualität oder Gabe (Intelligenz, mentale Härte und Spannkraft, körperliche Belastbarkeit etc.) noch eine Tugend (Mut oder Tapferkeit, Güte, Milde, Freigebigkeit) – sonder einfach Anpassungsfähigkeit, Bereitschaft und Neigung zur Anpassung. Zum Folgen der Mode also. „Survival of the fittest“ heißt ja eigentlich auch einfach: „Überleben des Best-Angepaßten“. The one who fits most perfectly.

      Siehe Kohl und Merkel, siehe den Pfaffen Gauck, die Käsemann-„Bischöfin“ und den Grotten-Dichter Wolf Biermann, siehe so gut wie jeden Schreibtisch-Beamten und die meisten Lehrer in der BRD. Der Weg zu irdischem Glück ist die Anpassung, das Kriechen.

      Vergil hingegen sagt:

      Lerne, Sohn, von mir Mut und wahrhafte Stärke,
      Den Erfolg von den anderen!

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