Wendler, Wendy und die wirklich coolen Kids

Der Wendler ist raus: Der gelernte Speditionskaufmann Michael Wendler, als dessen Erkennungsmelodie gern „Sie liebt den DJ“ eingespielt wird, gab nur ein kurzes Gastspiel im RTL-Dschungelcamp. Interessant finde ich an diesem Herrn – ausschließlich – seinen Umgang mit seinem Namen: Er hat sogar vor Gericht um das Vorrecht gestritten, sich „Der Wendler“ nennen zu dürfen, und spricht von sich in der dritten Person wie einst römische Kaiser.

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Kein Sportwagen für Dieter Moor

Wenn Männer älter werden, sich aber jünger fühlen als sie sind, dann kaufen sie sich normalerweise einen Sportwagen. Außer Dieter Moor (bekannt aus Funk und Fernsehen und vom Bio-Bauernhof), der hat sich einen neuen Vornamen aus der aktuellen Babynamen-Hitliste ausgesucht und nennt sich jetzt Max Moor. Als Künstlername ist Max Moor schon in Gebrauch, die Änderung soll aber auch amtlich gemacht werden – Herr Moor meint es wirklich ernst damit:

„Ich will ändern, was die Altvorderen bestimmt haben. Für den zweiten Teil meines Daseins möchte ich abschaffen, was mich seit 50 Jahren stört: meinen Vornamen. Ab sofort und endlich erkläre ich mich selbst zum Max“.

Balian, der Selbstbestimmte

Zu den vielen faszinierenden Aspekten des Themas Vornamen gehört für mich dieser: Eltern wählen für ihre Kinder. Die wachsen dann in ihren Namen hinein – oder gelegentlich vielleicht auch mal nicht. Es gibt nur wenige Ausnahmesituationen, in denen Erwachsene sich selbst einen Namen aussuchen können. Die Einbürgerung von Ausländern etwa. Auch die Wahl eines Künstlernamens kann man wohl dazuzählen, und ein gewisser Jorge Mario Bergoglio, keinesfalls zu verwechseln mit dem schillernden Modeltrainer Jorge Alexis Gonzalez, ließ sich bei seiner Umbenennung vom heiligen Franz von Assisi inspirieren: Er heißt jetzt Papst Franziskus.

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