
In Schottland steht Freya 2025 erstmals auf Platz eins der Mädchennamenstatistik. Bei den Jungen bleibt Noah die Nummer eins. Das geht aus den aktuellen Daten der schottischen Statistikbehörde hervor.
Noah war bereits 2024 an die Spitze zurückgekehrt und konnte den ersten Platz nun verteidigen. Seit 2020 gehörte Noah jedes Jahr zu den drei beliebtesten Jungennamen.
Bei den Mädchen hat Freya einen längeren Anlauf genommen. Der Name tauchte bereits 2001 erstmals unter den 100 beliebtesten Mädchennamen auf. 2010 erreichte Freya die Top 20, 2019 die Top 10 und seit 2022 gehört der Name durchgehend zu den drei beliebtesten. Nach drei dritten Plätzen in Folge gelang nun der Sprung ganz nach oben.
Die schottische Vornamenstatistik bestätigt damit eine bekannte Regel der Namensmode: Spitzenreiter entstehen selten aus dem Nichts. Meist kündigt sich der Aufstieg über viele Jahre an.
Aufsteiger
Insgesamt gab es bei den Mädchen 14 Namen, die innerhalb der Top 100 um mindestens 25 Plätze nach oben kletterten: Lilly, Matilda, Darcy, Margot, Quinn, Florence, Evelyn, Eloise, Nina, Billie, Mollie, Sadie, Summer und Mabel.
Bei den Jungen gab es nur fünf solche Aufsteiger, nämlich Vinnie, Cooper, Ruaridh, Nico und Joey.
Top 100 des Jahrgangs 2025
| Mädchen | Jungen |
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Die Zahlen beruhen auf 21.974 Geburtsregistrierungen von Mädchen und 23.082 von Jungen. Gleichklingende Namensformen wurden getrennt gezählt und nur die Erstnamen erhoben.
Das A ist in Schottland besonders stark
Das A ist der beliebteste Anfangsbuchstabe für schottische Vornamen – sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen. 14 Prozent der Mädchen und 12 Prozent der Jungen, die 2025 in Schottland geboren wurden, bekamen einen Vornamen mit A.
Bei den Mädchen ist das A bereits seit 2004 der häufigste Anfangsbuchstabe. Der beliebteste A-Name ist Amelia, der insgesamt auf Platz 4 steht. Bei den Jungen ist Archie der erfolgreichste A-Name und kommt auf Platz 8. Jeweils elf der 100 beliebtesten Mädchen- und Jungennamen beginnen mit A.
Bei den Jungen ist das A seit 2017 führend. Zuvor war über zwei Jahrzehnte das J besonders stark: Von 1992 bis 2016 war J der häufigste Anfangsbuchstabe. Zwischen 1974 und 1991 lag dagegen S vorn.
Bei den Mädchen gab es ebenfalls frühere Favoriten: Von 1996 bis 2001 war C der häufigste Anfangsbuchstabe, davor – von 1974 bis 1989 – L.
Zum Vergleich: In Deutschland ist das L der beliebteste Anfangsbuchstabe vor M und A.
Vornamen auf -ie werden immer beliebter
Noch interessanter ist eine Entwicklung am Ende der Namen. Vornamen auf -ie sind in Schottland so beliebt wie nie zuvor.
2025 endeten 13 Prozent der Mädchennamen und 8 Prozent der Jungennamen auf -ie. 1974 waren es lediglich 4,5 Prozent bei den Mädchen und gerade einmal 0,5 Prozent bei den Jungen.
Sechs Mädchennamen auf -ie befinden sich 2025 unter den 20 beliebtesten: Millie, Rosie, Maisie, Sophie, Evie und Hallie. Bei den Jungen gehören Archie, Freddie, Brodie, Charlie und Alfie zu den Top 20.
Viele dieser Namen waren ursprünglich Kurzformen oder Kosenamen. Im heutigen Namengebrauch werden sie allerdings längst als eigenständige Vornamen wahrgenommen.
Zunehmende Vielfalt der Vornamen
Die Statistik zeigt außerdem eine Entwicklung bei der Vielfalt der Vornamen. Ein neuer Höchstwert wurde bei den einzigartigen Namen erreicht: 11 Prozent der Jungen erhielten 2025 einen Namen, den kein anderer in diesem Jahr geborener Junge bekam. Bei den Mädchen waren es 14 Prozent.
Gleichzeitig werden die häufigsten schottischen Vornamen immer weniger dominant. So heißen nur 1,2 Prozent der Mädchen Freya. Zum Vergleich: 1983 hießen noch 3,9 Prozent der Mädchen Laura. Die damalige Spitzenreiterin war damit mehr als doppelt so verbreitet wie Freya heute.
Auch Noah kommt nur auf einen Anteil von 1,4 Prozent der Jungen. Der beliebteste Name ist also längst nicht mehr automatisch ein häufiger Name. Das ist ein deutlicher Hinweis auf die zunehmende Vielfalt der Vornamen.
Das Alter der Mutter beeinflusst die Namenswahl
Interessant ist auch der Blick auf das Alter der Mütter. Bei den jüngeren Müttern sind die aktuellen Spitzenreiter besonders erfolgreich.
Bei Müttern unter 25 waren Noah und Freya jeweils die beliebtesten Namen. Bei den 30- bis 35-jährigen Müttern lag bei den Mädchen Isla vorn, bei den Jungen Rory.
Bei Müttern zwischen 35 und 39 war Emily der häufigste Mädchenname. Bei den Müttern ab 40 änderte sich das Bild deutlich: Hier war Sophie der beliebteste Mädchenname und Alexander der beliebteste Jungenname.
Freya, insgesamt die Nummer eins, lag bei den Kindern von Müttern ab 40 nur auf Platz 13. Sophie, die in dieser Altersgruppe auf Platz 1 stand, kam dagegen bei den Kindern von Müttern unter 25 nur auf Platz 140.