„Deutschlands einziger Vornamen-Influencer heißt Knud Bielefeld. Indem er die Benennungspraxis in Statistiken der beliebtesten Vornamen ummünzt, sorgt er dafür, dass die beliebtesten Vornamen noch beliebter werden.“ (Süddeutsche Zeitung)
Knud Bielefeld ist Gründer und Herausgeber von beliebte-Vornamen.de
Achilleas * Felicitas * Matthes Mats * Jonathan Josia * Melina Mila * Finja Swea * Neliah * Eliar * Elias Alessio * Xenija * Barne * Frida Charlotte * Romy Adele * Chayen * Chiya * Emma Lara Irene Elisabeth * Emma Marie-Fleur * Thorben Eric * Wenke * Jovan * Anna Genoveva * Naomi-Sofia-Bluma * Filipe * Randall * Jari Matteo * Danny * Collin Ben * Nesley * Fritz Tilmann * Vivien Annabell
Proklamation des deutschen Kaiserreiches im Spiegelsaal von Schloss Versailles
Fun Fact: Exakt 1919, im Jahr nach der Abdankung des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II, ist der Vorname Wilhelm aus den Top 10 der beliebtesten Jungennamen Deutschlands gefallen. Eigentlich wollte ich hier die Hitliste der häufigsten Vornamen der Kaiserzeit präsentieren. Leider musste ich dabei ein bisschen mogeln, denn das deutsche Kaiserreich bestand von 1871 bis 1918, meine Vornamensammlung reicht aber nur bis ins Jahr 1890 zurück.
Am spannendsten an der Vornamenstatistik der Schweiz finde ich immer die spezielle Auswertung der rätoromanischen Sprachregion. Dort werden nur wenige Kinder geboren, so dass es jedes Jahr große Veränderungen gibt. Für eine aussagekräftige Hitliste sind es aber zu wenige Neugeborene; um auf Platz eins zu kommen, reicht es, wenn ein Vorname drei Mal vorkommt! Diese Vornamen wurden in der rätoromanischen Schweiz 2018 mindestens zwei Mal vergeben:
„Wie lauten die häufigsten Vornamen der Erwachsenen in Deutschland?“ – das ist eine vermeintlich leicht zu beantwortende Frage. Die Antwort fällt überraschend schwer, denn es gibt keine verlässlichen Informationen dazu. Ich hatte in den letzten Jahren schon zwei Mal versucht, eine Lösung zu finden (Vornamenstatistik der derzeit lebenden Bevölkerung und Gesamtübersicht über alle Jahrgänge). Mit den Ergebnissen war ich aber nie richtig zufrieden. Das größte Hindernis: Meine Stichprobe ist zwar repräsentativ, wenn man jeden Geburtsjahrgang für sich betrachtet. Jahrgangsübergreifend sind die absoluten Zahlen aber nicht vergleichbar, weil für einzelne Jahrgänge mehr Daten vorliegen als für andere.
Für die folgende – viel bessere – Auswertung habe ich die Daten aus meiner Stichprobe so umgerechnet, dass sie im richtigen Verhältnis zu den Geburtenzahlen stehen, so dass die Jahrgänge vergleichbar sind. Leider fehlt immer noch ein wichtiger Parameter: die Sterberate pro Jahrgang. Um herauszufinden, wie die meisten Erwachsenen heißen, die jetzt in Deutschland leben, reicht es nicht aus, zu wissen, wie viele Menschen in den betrachteten Jahren geboren wurden. Ich müsste auch wissen, wie viele dieser Menschen mittlerweile gestorben sind. Weil ich es aber nicht weiß, habe ich mir damit beholfen, mich auf die Altersgruppe der 19- bis 74-jährigen zu beschränken. Trotz dieses Kompromisses glaube ich, dass es zur Zeit keine genauerer Antwort auf die Frage nach den häufigsten Vornamen der Erwachsenen in Deutschland gibt.